Video des Monats

Das aktuelle Bergrennen Video des Monats zeigt den mehrfachen FIA-GT Meister Michsel Bartes beim 50. Osnabrücker Bergrennen 2017 in der Hilter/Borgloh, nahe Osnabrück. Der eingesetzte Maserati MC12 GT1 ist das erfolgreichste Fahrzeug bis zum Ende der FIA-GT WM im Jahre 2009. Entsprechend selten ist der Einsatz des Fahrzeugs im Rahmen eines Bergrennens. 

24h Spa 2017: Fakten zum vierten Audi-Sieg

Nach drei Erfolgen in den Jahren 2011, 2012 und 2014 hat der Audi R8 LMS am 30. Juli zum vierten Mal die 24 Stunden in Spa gewonnen. Hintergründe und Fakten zum Sieg in den Ardennen. 

Sieger Auto bereits bei den 24h Nürburgring am Start

Der Audi R8 LMS ist der Gewinner, hat die Chassisnummer AS4SAFGT201700072 und war bereits bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring im Einsatz. Das Audi Sport Team Land brachte den Rennwagen damals mit der Nummer 28 an den Start.

98 Führungsrunden

Audi hat 98 von 546 Führungsrunden verbucht. Das Audi Sport Team WRT lag mit der Nummer 1 insgesamt 22 Runden vorn, die Nummer 2 kam auf 30 Runden und die Nummer 5 auf eine Runde. Das Audi Sport Team Saintéloc hat mit der Nummer 25 das Feld 45 Runden lang angeführt.

Insgesamt prägten 58 Führungswechsel das Rennen – mehr als doppelt so viel wie bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring im Mai. Das Feld war extrem ausgeglichen.

Sieger nach 3.824,184 km

Nach 546 Rennrunden hat der siegreiche Audi R8 LMS genau 3.824,184 km zurückgelegt. Damit kamen die Gewinner weiter als in den vergangenen drei Jahren. Nach insgesamt 24:00.51,980 Stunden entspricht das einem Mittelwert von 159,245 km/h inklusive aller Boxenstopps.
Hätte der Audi R8 LMS wie sein straßenzugelassenes Pendant einen Kilometerzähler, so wäre der Stand beim Auto mit der Nummer 25 in der letzten Juli-Woche um 4.216,408 Kilometer gestiegen. 602 Runden haben die Piloten vom ersten Freien Training am Donnerstag bis ins Ziel am Sonntag abgespult. Das entspricht 6,4 Mal der Distanz vom Sitz von Audi Sport customer racing in Neuburg an der Donau bis zur Rennstrecke in Spa-Francorchamps.

 

Unterschiedliches Sieger-Trio

Das siegreiche Fahrertrio verbindet ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem Rennen in Spa: Für Jules Gounon war es der erste Einsatz für einen Automobilhersteller und zugleich sein erster 24-Stunden-Rennsieg. Christopher Haase hat mit Audi bereits die 24 Stunden auf dem Nürburgring gewonnen, allerdings noch nie zuvor in Spa. Markus Winkelhock hat beide Langstreckenklassiker bereits mit Audi gewonnen. 2017 hat er sogar beide Rennen in einer Saison für sich entschieden – wie bereits 2014.

Nicht nur Markus Winkelhock ist in diesem Fahrertrio ein Pilot, dessen Vater bereits Rennfahrer war. Auch der Vater von Jules Gounon – Jean-Marc Gounon – war international am Start. Unter anderem pilotierte er 2005 bei den 24 Stunden von Le Mans einen Audi R8 LMP-Sportwagen des Teams Oreca und erreichte den vierten Platz.

Erster Sieg für das Audi Sport Team Saintéloc

Zum ersten Mal hat das Audi Sport Team Saintéloc ein 24-Stunden-Rennen mit Audi gewonnen. Das Team aus Saint-Étienne hat zuvor noch nie einen Marathon zwei Mal rund um die Uhr für sich entschieden. Das Team zählt zu den Kunden der ersten Stunde und setzt den Audi R8 LMS seit 2010 ein.

Während die meisten Teams nach ihren Eigentümern benannt sind oder Abkürzungen dieser Namen aufweisen, ist es beim Audi Sport Team Saintéloc ein wenig anders. Die Mannschaft ist im ostfranzösischen Saint-Étienne zu Hause. In den siebziger Jahren gab es dort einen erfolgreichen Fußballclub, dessen Fans stets „Sainté“ skandierten. Dieses Kürzel übernahm Teamchef Sébastien Chetail 2004 bei der Benennung seines Rennteams. Die Endung „loc“ wiederum deutet auf „location de voitures de course“ hin, also die im Kundensport übliche Vermietung von Rennwagen.

Von Startplatz 19 zum Sieg

Die Startnummer 25 sah zu Rennbeginn keineswegs wie der große Favorit aus. Für Startfahrer Markus Winkelhock begann das Rennen auf Platz 19. In Runde 166 hat der spätere Sieger erstmals geführt. In der Nacht handelte sich die Nummer 25 sogar eine Runde Rückstand ein. Erst am Sonntagmorgen hatte sich das Fahrertrio ab Runde 359 dauerhaft zurückgerundet und gewann schließlich.

Markus Winkelhock drehte die schnellste Rennrunde. In Runde 362 umrundete er den Kurs in den Ardennen in einer Zeit von 2.19,756 Minuten mit einem mittleren Tempo von 180,4 km/h.

Der Altersdurchschnitt der diesjährigen Gewinner betrug 29,3 Jahre. Jules Gounon ist mit 22 Jahren der Jüngste. Christopher Haase ist 29 Jahre alt, Markus Winkelhock 37.

Eine Stunde Boxenstopps

Auf dem Weg zum Sieg hat Jules Gounon sieben Stints absolviert. Christopher Haase und Markus Winkelhock saßen je zehn Mal im Auto. Die Gesamtstandzeit des Rennwagens in den Boxen für Nachtanken, Reifen- und Fahrerwechsel sowie ein regulärer Service an den Bremsen betrug 1:00,41 Stunden. Der einzige außerplanmäßige Service war auf ein nicht richtig festgezogenes Rad zurückzuführen, das einen weiteren Stopp erforderte.

21.294 Schaltvorgänge und 26 Sätze Slicks

In einer regulären Runde betätigen die Piloten das Sechsgang-Getriebe des Audi R8 LMS auf dem 7,004 Kilometer langen Kurs von Spa 39 Mal. Daraus ergeben sich 21.294 Schaltvorgänge über die gesamte Renndistanz.

In den einzelnen Rennabschnitten zog das Team 26 Sätze Slicks und nachts einen Satz Regenreifen von Pirelli auf. Die Entscheidungen fällten Nicolas Drouelle und Nicolas Chomat gemeinsam – die beiden Renningenieure arbeiteten für die Startnummer 25 als Duo.

Der Audi R8 LMS hat nun bereits elf Gesamtsiege bei 24-Stunden-Rennen gefeiert. Je vier Mal hat der GT3-Rennwagen die Wettbewerbe auf dem Nürburgring und in Spa für sich entschieden. Hinzu kommen zwei Siege bei den 24 Stunden von Zolder und einer bei den 24 Stunden von Dubai.

Jules Gounon und die Zahl 69

Die Zahl 69 hatte für Jules Gounon schon immer eine besondere Bedeutung. In seiner Go-Kart-Zeit war es seine bevorzugte Startnummer. 69 Tage vor dem Start bestätigte ihm Audi seinen Einsatz bei der 69. Ausgabe der 24 Stunden von Spa. Der geplante Flug wäre sein 69. in diesem Jahr gewesen, doch er fiel aus. So fuhr der Nachwuchspilot in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 800 Kilometer von Südfrankreich nach Belgien, um am Mittwoch pünktlich die ersten Termine wahrnehmen zu können.

Markus Winkelhock und der Aberglaube

Eigentlich lehnt Markus Winkelhock jeglichen Aberglauben ab. Als er vom Rennwochenende im ADAC GT Masters in Zandvoort in den Niederlanden direkt nach Spa gereist ist, buchte er für eine Nacht eine unter Rennfahrern beliebte Lodge. Der rennsportbegeisterte Inhaber benannte die Zimmer nach bekannten Piloten. So gibt es auch einen Raum mit dem Namen „Markus Winkelhock“. Ausgerechnet den aber wies das Personal nicht dem Audi-Piloten zu. Stattdessen nächtigte er im Raum „Eric van de Poele“. Der Belgier ist mit fünf Siegen bei den 24 Stunden von Spa Rekordhalter. Immer wenn er im Gemach mit seinem Namen übernachtete, gewann er das Rennen. Als er einmal in einem anderen Zimmer schlief, verlor er es. Der Hotelinhaber wollte, dass Winkelhock gewinnt, und wies ihm deshalb explizit dieses Zimmer zu. Ihn besuchte Markus Winkelhock am Montag nach dem Sieg noch einmal und bedankte sich sehr herzlich.

Heckflügel mit Autogrammen

Bei der Autogrammstunde am Mittwoch in der Innenstadt von Spa entschieden die drei Fahrer spontan, den Heckflügel ihres Rennwagens zu signieren. Anschließend überzeugten sie auch die Mechaniker von dieser Idee. „Ich habe so etwas noch nie zuvor getan“, sagte Christopher Haase. „Die Idee verkörperte den guten Teamgeist, der auch am Wochenende geherrscht hat.“

Quelle: Audi Motorsport

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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