Video des Monats

Das aktuelle Bergrennen Video des Monats zeigt den mehrfachen FIA-GT Meister Michsel Bartes beim 50. Osnabrücker Bergrennen 2017 in der Hilter/Borgloh, nahe Osnabrück. Der eingesetzte Maserati MC12 GT1 ist das erfolgreichste Fahrzeug bis zum Ende der FIA-GT WM im Jahre 2009. Entsprechend selten ist der Einsatz des Fahrzeugs im Rahmen eines Bergrennens. 

24h Spa 2017: Fakten zum vierten Audi-Sieg

Nach drei Erfolgen in den Jahren 2011, 2012 und 2014 hat der Audi R8 LMS am 30. Juli zum vierten Mal die 24 Stunden in Spa gewonnen. Hintergründe und Fakten zum Sieg in den Ardennen. 

Sieger Auto bereits bei den 24h Nürburgring am Start

Der Audi R8 LMS ist der Gewinner, hat die Chassisnummer AS4SAFGT201700072 und war bereits bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring im Einsatz. Das Audi Sport Team Land brachte den Rennwagen damals mit der Nummer 28 an den Start.

98 Führungsrunden

Audi hat 98 von 546 Führungsrunden verbucht. Das Audi Sport Team WRT lag mit der Nummer 1 insgesamt 22 Runden vorn, die Nummer 2 kam auf 30 Runden und die Nummer 5 auf eine Runde. Das Audi Sport Team Saintéloc hat mit der Nummer 25 das Feld 45 Runden lang angeführt.

Insgesamt prägten 58 Führungswechsel das Rennen – mehr als doppelt so viel wie bei den 24 Stunden auf dem Nürburgring im Mai. Das Feld war extrem ausgeglichen.

Sieger nach 3.824,184 km

Nach 546 Rennrunden hat der siegreiche Audi R8 LMS genau 3.824,184 km zurückgelegt. Damit kamen die Gewinner weiter als in den vergangenen drei Jahren. Nach insgesamt 24:00.51,980 Stunden entspricht das einem Mittelwert von 159,245 km/h inklusive aller Boxenstopps.
Hätte der Audi R8 LMS wie sein straßenzugelassenes Pendant einen Kilometerzähler, so wäre der Stand beim Auto mit der Nummer 25 in der letzten Juli-Woche um 4.216,408 Kilometer gestiegen. 602 Runden haben die Piloten vom ersten Freien Training am Donnerstag bis ins Ziel am Sonntag abgespult. Das entspricht 6,4 Mal der Distanz vom Sitz von Audi Sport customer racing in Neuburg an der Donau bis zur Rennstrecke in Spa-Francorchamps.

 

Unterschiedliches Sieger-Trio

Das siegreiche Fahrertrio verbindet ganz unterschiedliche Erfahrungen mit dem Rennen in Spa: Für Jules Gounon war es der erste Einsatz für einen Automobilhersteller und zugleich sein erster 24-Stunden-Rennsieg. Christopher Haase hat mit Audi bereits die 24 Stunden auf dem Nürburgring gewonnen, allerdings noch nie zuvor in Spa. Markus Winkelhock hat beide Langstreckenklassiker bereits mit Audi gewonnen. 2017 hat er sogar beide Rennen in einer Saison für sich entschieden – wie bereits 2014.

Nicht nur Markus Winkelhock ist in diesem Fahrertrio ein Pilot, dessen Vater bereits Rennfahrer war. Auch der Vater von Jules Gounon – Jean-Marc Gounon – war international am Start. Unter anderem pilotierte er 2005 bei den 24 Stunden von Le Mans einen Audi R8 LMP-Sportwagen des Teams Oreca und erreichte den vierten Platz.

Erster Sieg für das Audi Sport Team Saintéloc

Zum ersten Mal hat das Audi Sport Team Saintéloc ein 24-Stunden-Rennen mit Audi gewonnen. Das Team aus Saint-Étienne hat zuvor noch nie einen Marathon zwei Mal rund um die Uhr für sich entschieden. Das Team zählt zu den Kunden der ersten Stunde und setzt den Audi R8 LMS seit 2010 ein.

Während die meisten Teams nach ihren Eigentümern benannt sind oder Abkürzungen dieser Namen aufweisen, ist es beim Audi Sport Team Saintéloc ein wenig anders. Die Mannschaft ist im ostfranzösischen Saint-Étienne zu Hause. In den siebziger Jahren gab es dort einen erfolgreichen Fußballclub, dessen Fans stets „Sainté“ skandierten. Dieses Kürzel übernahm Teamchef Sébastien Chetail 2004 bei der Benennung seines Rennteams. Die Endung „loc“ wiederum deutet auf „location de voitures de course“ hin, also die im Kundensport übliche Vermietung von Rennwagen.

Von Startplatz 19 zum Sieg

Die Startnummer 25 sah zu Rennbeginn keineswegs wie der große Favorit aus. Für Startfahrer Markus Winkelhock begann das Rennen auf Platz 19. In Runde 166 hat der spätere Sieger erstmals geführt. In der Nacht handelte sich die Nummer 25 sogar eine Runde Rückstand ein. Erst am Sonntagmorgen hatte sich das Fahrertrio ab Runde 359 dauerhaft zurückgerundet und gewann schließlich.

Markus Winkelhock drehte die schnellste Rennrunde. In Runde 362 umrundete er den Kurs in den Ardennen in einer Zeit von 2.19,756 Minuten mit einem mittleren Tempo von 180,4 km/h.

Der Altersdurchschnitt der diesjährigen Gewinner betrug 29,3 Jahre. Jules Gounon ist mit 22 Jahren der Jüngste. Christopher Haase ist 29 Jahre alt, Markus Winkelhock 37.

Eine Stunde Boxenstopps

Auf dem Weg zum Sieg hat Jules Gounon sieben Stints absolviert. Christopher Haase und Markus Winkelhock saßen je zehn Mal im Auto. Die Gesamtstandzeit des Rennwagens in den Boxen für Nachtanken, Reifen- und Fahrerwechsel sowie ein regulärer Service an den Bremsen betrug 1:00,41 Stunden. Der einzige außerplanmäßige Service war auf ein nicht richtig festgezogenes Rad zurückzuführen, das einen weiteren Stopp erforderte.

21.294 Schaltvorgänge und 26 Sätze Slicks

In einer regulären Runde betätigen die Piloten das Sechsgang-Getriebe des Audi R8 LMS auf dem 7,004 Kilometer langen Kurs von Spa 39 Mal. Daraus ergeben sich 21.294 Schaltvorgänge über die gesamte Renndistanz.

In den einzelnen Rennabschnitten zog das Team 26 Sätze Slicks und nachts einen Satz Regenreifen von Pirelli auf. Die Entscheidungen fällten Nicolas Drouelle und Nicolas Chomat gemeinsam – die beiden Renningenieure arbeiteten für die Startnummer 25 als Duo.

Der Audi R8 LMS hat nun bereits elf Gesamtsiege bei 24-Stunden-Rennen gefeiert. Je vier Mal hat der GT3-Rennwagen die Wettbewerbe auf dem Nürburgring und in Spa für sich entschieden. Hinzu kommen zwei Siege bei den 24 Stunden von Zolder und einer bei den 24 Stunden von Dubai.

Jules Gounon und die Zahl 69

Die Zahl 69 hatte für Jules Gounon schon immer eine besondere Bedeutung. In seiner Go-Kart-Zeit war es seine bevorzugte Startnummer. 69 Tage vor dem Start bestätigte ihm Audi seinen Einsatz bei der 69. Ausgabe der 24 Stunden von Spa. Der geplante Flug wäre sein 69. in diesem Jahr gewesen, doch er fiel aus. So fuhr der Nachwuchspilot in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch 800 Kilometer von Südfrankreich nach Belgien, um am Mittwoch pünktlich die ersten Termine wahrnehmen zu können.

Markus Winkelhock und der Aberglaube

Eigentlich lehnt Markus Winkelhock jeglichen Aberglauben ab. Als er vom Rennwochenende im ADAC GT Masters in Zandvoort in den Niederlanden direkt nach Spa gereist ist, buchte er für eine Nacht eine unter Rennfahrern beliebte Lodge. Der rennsportbegeisterte Inhaber benannte die Zimmer nach bekannten Piloten. So gibt es auch einen Raum mit dem Namen „Markus Winkelhock“. Ausgerechnet den aber wies das Personal nicht dem Audi-Piloten zu. Stattdessen nächtigte er im Raum „Eric van de Poele“. Der Belgier ist mit fünf Siegen bei den 24 Stunden von Spa Rekordhalter. Immer wenn er im Gemach mit seinem Namen übernachtete, gewann er das Rennen. Als er einmal in einem anderen Zimmer schlief, verlor er es. Der Hotelinhaber wollte, dass Winkelhock gewinnt, und wies ihm deshalb explizit dieses Zimmer zu. Ihn besuchte Markus Winkelhock am Montag nach dem Sieg noch einmal und bedankte sich sehr herzlich.

Heckflügel mit Autogrammen

Bei der Autogrammstunde am Mittwoch in der Innenstadt von Spa entschieden die drei Fahrer spontan, den Heckflügel ihres Rennwagens zu signieren. Anschließend überzeugten sie auch die Mechaniker von dieser Idee. „Ich habe so etwas noch nie zuvor getan“, sagte Christopher Haase. „Die Idee verkörperte den guten Teamgeist, der auch am Wochenende geherrscht hat.“

Quelle: Audi Motorsport

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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