Es gibt Momente im Leben, wo man sich automobile Designikonen der 60er und 70er Jahre zurück wünscht. Der heutige Einheitsbrei, geprägt von allerhand gleich aussehenden Autos, Downsizing, E10 Kraftstoffen und überfetteten Autos jenseits der 1,5 Tonnen, macht wirklich keine Lust mehr aufs Autofahren. Selbst Porsche geht mit der Zeit und versucht/muss seine Autos diesen Anforderungen anpassen. Der Luft Boxer ist ja schon seit dem Modell 996 Geschichte und lies die Porsche Fans aus aller Welt jammern. Auch die kleine Sportwagenschmiede Singer Vehicle Design konnte sich nur schwer mit diesem Gedanken anfreunden und konstruiert den Singer 911. Denn, laut Meinung der kleinen kalifornischen Sportwagenschmiede sind alle aktuellen Porsche verweichlicht, unschön und synthetisch. Die Idee eines komplett, eigens entwickelten Sportwagen war geboren und so baut Singer aus alten Porsche 911er Karossen den Singer 911. Das Fahrfeeling soll dabei pur und unverfälscht sein und sich auf das reine Bewegen eines Sportwagens reduzieren.

Das klassische 911er Deisgn sollte dabei komplett erhalten bleiben aber nicht eine 1:1 Kopie. Auf den ersten Blick wirkt er wie ein 911er - zwar einen Nachbau - dafür aber einen wie man ihn wohl nicht besser machen kann. So steht der Singer 911 auf fetten 275er Hinterreifen die auf wunderschönen 17" Fuchs Felgen montiert, mit den breiten Backen schon pure Lust aufs Fahren machen. Natürlich darf auch der obligatorische Heckspoiler nicht fehlen, der zum einen den nötigen Anpressdruck erzeugt und zum anderen auch die Kühlung des Aggregats im Heck sorgt. Moderne Klarglasscheinwerfer mit Projektionslinsen sorgen für die bessere Sicht bei Nacht - es ist eben nicht alles schlecht, was heute verbaut wird.

Als Triebwerk dient dem Singer 911 ein frei atmender bis zu 3,8 L großer 6 Zylinder Luftboxer der 425 PS über die nur 1.100 kg Leergewicht herfallen lässt. Der Motor ist eine komplette Neukonstruktion aus verschiedenen Porsche Baureihen und katapultiert den Singer 911 in knapp 4 Sekunden auf 100 km/h. Der Vortrieb endet, bei eingelegter 6. Fahrstufe - das Getriebe stammt aus dem 993er -, erst bei 273 km/h. Damit der Fahrer auch sicher im Sattel sitzt, darf er in formvollendeten Karbonschalen Platz nehmen und auf die bitterböse zubeißende Brembo Bremsanlage aus dem Porsche 993 Turbo zurückgreifen. Ein ABS und eine wahlweise abschaltbare Traktionskontrolle komplettieren die passive Sicherheitsausstattung. Wer denn möchte darf auch eine Klimaanlage, ein Garmin Navi und einen iPod Anschluß dazu bestellen. Wie gesagt - es nicht alles schlecht was neu ist.

Ganz ohne Motorsport und Autos können wir ja irgendwie doch nicht. Darum nutzen wir die kleine Rennpause zwischen dem Homburger Bergrennen und den 24h von Spa für ein Testwochenende der süchtigmachenden Art. Einer der momentan stärksten Audi RS3 sollte also unser Testobjekt sein - nein, nicht irgendein RS3, sondern der von Tij-Power auf 410 PS erstarkte Audi RS3. Das Auto konnte bisher schon viel Lob beim diesjährigen Tuner Grand Prix auf dem Hockenheimring einfahren. Allein schon die extrem bullige Optik des sonst eher unauffällig daher kommenden, Ingolstädters lässt erahnen, dass das nichts für zart besaitete ist. Rundum auf fetten Emotion Strada (Gunmetal) 9 x 20" Rädern mit 245/30/ZR20 (vorne) und 235/30/ZR20 (hinten) Pneus von Conti, kombiniert mit einem KW Clubsport Fahrwerk, verleiht es dem Audi eine extrem aggresive Optik. Zwischen Radhaus und Reifen ist gerade mal ein Finger breit Platz.

Der Zugang zur Schaltzentrale gibt weitere nette Details des Audis Preis. Ein wulstiges, nach unten abgeflachtes Dreispeichen Wildlederlenkrad, lädt geradezu zum festen Zupacken ein. Hinter dem Lenkradkranz schimmern die beiden Alu Schaltpadel des 7-Gang DSG Getriebes durch, dessen Schaltzeiten von Tij-Power ebenfalls optimiert wurden. Die Sportschalensitze halten den Fahrer und seinen mutigen Beifahrer fest wie ein Schraubstock. Ach ja - ne Soundanlage von Bose gibt es auch - warum auch immer, aber dazu später mehr. Zurück zum Motor - der 2.5 L Reihenfünfzylinder der von einem Turbolader zwangsbeatmet wird, produziert schon in der Serie einen süchtigmachenden Klang. Wer hätte da gedacht, dass man das noch toppen kann? Oh doch, man kann - Tij-Power zeigt uns eindrucksvoll das eine selbst gefertige Abgasanlage einen derart krassen Sound produziert, wie man ihn sonst nur von einem Rennwagen erwarten würde. Mit verantwortlich dafür ist wohl auch das 76mm dicke Rohr, was ab dem Turbolader direkt in der Tij-Power Anlage mit ihrem netten Klappensystem mündet. Apropros Klappensystem - die Klappe öffenet sich entweder wahlweise über die S-Taste im Cockpit oder bei erreichen von 3.500 U/min. und einem Ladedruck von 0.5 Bar. Die Lautstärke steigt dabei exponentiel zur Serienlautstärke an und verstärkt die Lust nach dem heiseren Schreien des 5 Zylinders immens.

Am 4.3.2011 war es endlich soweit - die Abholung eines Supersportwagen stand auf dem Programm. Nicht nur irgendein Supersportwagen, sondern wie sich nach diesem unvergesslichen Tag zeigen sollte, der Supersportwagen schlechthin - der Mosler MT900 GTR. Aber immer schön der Reihe nach - der Mosler MT900 wurde von dem Amerikaner Warren Mosler, von Mosler Automotive in Florida, als eigene Interpretation eines Supersportwagen konstruiert um seine Vision des schnellsten und zuverlässigsten Seriensportwagen der Welt zu verwirklichen. Ursprünglich als Rennwagen MT900R für die Amerikanische Le Mans Endurance Series entwickelt und die damit verbundenen Erfolge, wurde von Mosler Deutschland der MT900 GTR als ultimatives Sportgerät für die Straße aufgelegt. Das Fahrzeug wiegt 1050 kg und verfügt dabei über ein Leistungsgewicht von nur 1,75 kg/PS. Als Triebwerk dient der von Mosler Deutschland applizierte und von Henriks Power entwickelte 7.0L GM LS7. Dieser Motor entwickelt über 441KW/600PS (791 NM bei 5000 U/min.) an Basisleistung und sorgt für den brachialen Antritt des MT900.

Die gesamte Konstruktion der nur knapp 90 kg schweren Karosserie mit Fahrgastzelle besteht komplett aus Kohlefaser und ist mit Frontsplitter, Carbon Heckflügel, Venturikanälen und Heckdiffusor auf maximale Downforce optimiert. Ab etwa 200 km/h wäre man durch den eigenen Antrieb in der Lage an der Decke eines Tunnels entlang zu fahren ohne herunter zu fallen. Beim Fahrwerk vertraut man auf bewährte Technik aus dem Hause KW Automotive, welches komplett eingestellt werden kann. Die 6-Kolben Keramik Bremsanlage mit 370mm Bremsscheiben stammt von der Firma MOVIT und verzögert beinahe momentartig. Geschaltet werden kann entweder über das 6-Gang Kulissentriebe von Getrag oder über ein sequentielles 6-Gang Getriebe von Hewland - je nach Wunsch des Kunden.

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