Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Spannende Tourenwagen-Fights

Und das nicht nur in den verschiedenen Klassen, sondern auch in der Tourenwagen-Gesamtwertung, deren Top-Zwanzig final ausschließlich aus KW Berg-Cup Aktiven bestanden. Doch der Reihe nach. Wetterkapriolen – so wie den Nebel 2016 – gab es diesmal nicht. Die bayerische Rhön zeigte sich von ihrer angenehmen Seite. Immer trocken und mit moderaten Temperaturen gewährleistete sie beim „48. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ am 29. und 30. Juli gleichbleibende Verhältnisse für alle Teilnehmer. Beide Tage zeichnete ein minutiöser Beginn aus, an den sich ein flüssiger Verlauf der jeweils drei Auffahrten anschloss. Besonders erfreulich: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war die Action auf den schnellen 4,2 Kilometern von Hausen hinauf Richtung Hochrhönstraße deutlich vor 17:00 Uhr zu Ende. Die Strecke mit den Schlüsselstellen Jopp-Kurve und Schikane zeigte sich übrigens in einem sehr guten Zustand und ermöglichte schnelle Zeiten. Diese wollen wir uns nun gemeinsam anschauen und darüber berichten, welche KW Berg-Cup‘ler denn am Hauenstein besonders flott und damit erfolgreich unterwegs gewesen sind.

Im NSU-Bergpokal sind dies in der Rhön eindeutig Steffen Hofmann (P1), Jörg Höber (P2) und Uwe Schindler (P3), die sich in der genannten Reihenfolge die Podestränge sichern. Im Training stört Frank Kleineberg noch etwas deren Kreise, ist da Dritter. Aber gleich im ersten Rennlauf ziehen ihn Technik-Gremlins aus dem Verkehr. Um die Plätze hinter dem Stockerl balgen sich fortan Thomas Krystofiak, Mike Vogel und Horst Fleischer. Aber schon im zweiten Race-Heat wird diese Auseinandersetzung entschieden. Thomas Krystofiak bleibt auf Position vier, Horst Fleischer wird Fünfter, Mike Vogel Sechster.

 

Damit wechseln wir von Luft- zu Wasserkühlung, kommen zu den Klassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) der Gruppen H, FS und E1. Jürgen Schneider ist im VW Schneider Polo 16V der Topfavorit der 1150er Abteilung. Dementsprechend ist er unterwegs, sorgt für die Übungsbestzeit und holt sich mit über 10 Sekunden Vorsprung den Sieg. Auch der zweite Rang ist von Anfang bis Ende fest vergeben. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing hat außer Jürgen Schneider alle seine Klassenkameraden sicher im Griff. Bernd Deutsch, auf seinem Schneider Audi 50 in den Probegalopps noch Dritter, findet sich zum Rennbeginn plötzlich auf der Fünf wieder. Jörg Eberle (P3/Fiat 127 Super) und Walter Voigt (P4) im VW Polo 16V sind im Formationsflug an ihm vorbei gedüst. Die Abstände sind minimal, aber die eingenommenen Platzierungen haben Bestand. Final liegt Jörg Eberle als Dritter 4,622 Sekunden vor Walter Voigt (P4), dem Geburtstagskind des Wochenendes. Bernd Deutsch (P5) ist nahe dran, aber zwei Zehntelsekunden geben den Ausschlag zugunsten von Walter. Die 1,15-Liter KW 8V-Trophy orientiert sich konzerntreu am Ferrari Doppelsieg in Ungarn. Zwei Fiats sind bei den roten Startnummern vorne dran: Jürgen Heßberger gewinnt vor Jörg Eberle (8VP2) und Bernd Deutsch auf der Drei. Vierter wird Rolf Rauch im Fiat 128 Rally. 

„Der Scirocco ist zurück.“ Das ist die passende Überschrift für die 1400er Klasse. Mit revidiertem Motor präsentiert sich Armin Ebenhöhs Minichberger Scirocco 16V stark wie eh und je. Im Cockpit sitzt in der Rhön Armins Teampartner Hansi Eller. Einen Trainingslauf lang hält er sich vornehm zurück, erlaubt den beiden Polo 16V Piloten Franz Weißdorn (TP2) und Hugo Moser auf der Drei noch so etwas ähnliches wie Tuchfühlung. Danach zieht er das Tempo unbarmherzig an, unterbietet als einziger 1,4-Liter die 2-Minuten-Marke. Zum Teil tut er dies sogar sehr deutlich, 1:58,092 sind im zweiten Race-Heat sein Bestwert. Franz Weißdorn versucht alles, was in seinen Kräften liegt, aber es bleibt bei Rang zwei. Finaler Dritter ist Hugo Moser, der zwar zu keiner Zeit zurücksteckt, die von Franz vorgelegten Zeiten aber in jedem Run knapp verfehlt. Hinter dem 16-Ventiler Trio an der Spitze duellieren sich Frank Duscher und Nils Abb um den 1400er KW 8V-Trophy Sieg. Vor dem Rennen am Hauenstein war Nils viermal in Folge dafür zuständig, aber jetzt schafft Frankie Duscher die Wende. Auf Klassenposition vier gewinnt er im Greineder Polo die 8V-Wertung, Nils Abb ist im Schneider Polo Klassenfünfter und zweitbester 8V’ler. Dritter der „Roten“ wird der 21-jährige Dominik Schlott (Schneider Polo), Vierter ist Stefan Winkler mit seinem Fiat 127.

Stefan Faulhaber im Minichberger C-Kadett 16V und André Stelberg mit seinem VW Corrado 16-Ventiler setzen am Hauenstein ihr 1600er Dauerduell fort, fahren dabei in einer eigenen Liga. Stefan ist der etwas Schnellere. Nach den drei Wertungsläufen über insgesamt 12,6 Kilometer gewinnt er 1,961 Sekunden vor André (P2). Erwin Buck zeigt mit seinem 8-Ventiler Spiess Scirocco am Samstag perfekte Fahrten, ist 1,298 Sekunden vor Andy Heindrichs (TP4) Übungsdritter, auf der Fünf meldet sich Helmut Maier im Spiess Golf 16V. Am Renntag fliegt das eingangs beschriebene Spitzenduo auf und davon. Doch dahinter bewegt sich etwas. Im Opel Risse Corsa 16V setzt sich Andy Heindrichs vor Erwin Buck (P4). Beide sind gefordert, denn der maximale Abstand nach zwei Läufen beträgt 1,257 Sekunden. In Run drei kann sich Erwin Buck sogar wieder bis auf 949 Tausendstel an Andy heran robben, zu einem Tausch der Positionen kommt es aber nicht. Die Schweizerin Corinne Pflug platziert sich bei ihrem ersten Hauenstein Bergrennen auf der Fünf. Schon sehr früh haben sich Jürgen Frommknecht (Honda CRX) und Helmut Maier wegen Motorproblemen abmelden müssen, in der letzten Auffahrt fehlt zusätzlich Jürgen Datzer im ex-Bernhard-Sturm Scirocco 16V. Und – das ist noch nachzutragen – der 1600er KW 8V-Trophy Gewinnerpokal geht an Erwin Buck.

29 2-Liter Autos nehmen das Training auf, 28 das Rennen. Auch in dieser Abteilung hat sich bis zum Ende der Probe-Heats ein Spitzentrio gebildet, das über alle drei Rennläufe hinweg Bestand hat. Wir gratulieren also Björn Wiebe zum fünften Saison-Sieg in der Klasse bis 2000 Kubik, den er mit dem Renault Williams Wiebe Laguna souverän einfährt. Rang zwei ist die Angelegenheit von Dirk Preisser, der sich mit seinem Opel Kadett C-Coupé 16V in Bestform präsentiert. Das gilt auch für den Dritten, Michael Rauch im 8-Ventiler Briegel Kadett. Durch dessen Performance höchst motiviert setzt sich Christian Auer vom Rennbeginn an mit dem BMW 2002 8V an die vierte Position, die er bis zum Schluss behaupten kann. Lars Heisel, an dessen Böhm Kadett 16V wegen Zahnausfall am Tellerrad des Diffs nach dem Training die Hinterachse getauscht werden muss, taucht nun auf der Fünf auf, die er nicht mehr abgibt. Ebenso wenig wie Markus Reich (VW Golf 2 16V) Rang sechs. Wegen sinkendem Öldruck am Kadett 16V muss Michael Bodenmüller seine gute siebte Position, die er nach dem ersten Run innehat, kampflos preisgeben. Diese bezieht für einen Moment Werner Weiß mit seinem Ford Escort BDA. In der letzten Auffahrt verliert er diesen Rang an Hans-Peter Wiebe im zweiten Renault Laguna. Werner wird schlussendlich Achter. Platz neun geht an Jens Weber (Kadett Coupé 16V), Zehnter wird Berg-Gelegenheitsstarter Markus Saal mit seiner 16-Ventil C-Kadett Limousine. Mit Michael Rauch (8VP1) und Christian Auer (8VP2) haben wir den Erst- und Zweitplatzierten der 2-Liter KW 8V-Trophy bereits genannt. Rang drei holt sich Christian Dümler (VW Golf 2), danach laufen die Opel C-Kadett Coupés von Martin Kellndorfer und Alexander Pleier im Ziel ein.

Senior Sepp Koller ist bei den Dieseln als Alleinunterhalter unterwegs, zieht routiniert alle Läufe durch. Auch ein Mucken in der Technik seines Alfa Romeo JTD im ersten Wertungslauf kann ihn weder beirren noch vom Klassensieg abhalten.

Die erste 3-Liter Trainingsbestzeit lässt sich Günter Göser gutschreiben, die zweite Bernhard Permetinger. In der dritten Übungsauffahrt bleibt Bernhards BMW M3 E30 stehen, fängt sogar kurz Feuer. Der Keilriemen hatte sich aufgelöst und dabei eine Kraftstoffleitung so beschädigt, dass Sprit austreten und sich entzünden konnte. Doch am Renntag ist der M3 wieder pikobello geputzt und einsatzbereit. Auch in dieser Klasse formiert sich die Reihung schnell und stabil. Günter Göser gewinnt im Böhm Kadett 16V 1,837 Sekunden vor Bernhard Permetinger (P2). Für Günter ist es ein hoch emotionales Rennen. Denn am Sonntagmorgen ist sein Vater – wegen dessen Krankheit er bereits auf die Teilnahme in St. Anton verzichtet hatte – verstorben. Da es dessen ausdrücklicher Wunsch war, dass Günter das Hauenstein Bergrennen auf jeden Fall zu Ende fährt, nimmt er den Wettbewerb auf. Seinen Sieg dort widmet er seinem Vater. Dritter wird Helmut Knoblich, der zum zweiten Mal in dieser Saison mit dem Mini Cooper S dabei ist. Marcel Gapp fährt seinen BMW M3 E36 auf die Vier, Fünfter wird Hauke Weber im Audi 80 Quattro. Den größten 3-Liter KW 8V-Trophy Pokal holt sich Karl-Heinz Schlachter im BMW 2002, Zweiter der „Roten“ wird Werner Walser (Kadett Limousine), Dritter Youngster Felix Bürker mit seinem Kadett City. Der 21-Jährige hat ein besonderes Erlebnis: Im ersten Race-Heat läuft er auf den von der Technik eingebremsten Sepp Koller auf. Da ihn dieser nicht bemerkt, zuckelt er hinter ihm ins Ziel. Legt man Felix Zeiten aus den beiden nächsten Runs zugrunde, dann hat ihn dieses Manöver rund 15 Sekunden gekostet. Und damit höchstwahrscheinlich auch zwei Plätze. Eine Wiederholung des Laufes, die er bei der Rennleitung wegen des Vorfalls beantragt, bekommt er leider nicht zugesprochen.

Bei den Boliden mit mehr als 3-Liter Hubraum sieht am Samstagabend alles nach einem leicht zu holenden Erfolg für Herbert Pregartner aus. Im Porsche 911 GT2 RSR war er 2,124 Sekunden früher im Ziel als Norbert Handa mit seinem Lancia Delta Integrale. Doch in Rennlauf eins dreht Norbert Handa explosiv voll auf, folgt „Pre“ im Minimalabstand von 185 Tausendsteln. In der zweiten Auffahrt dreht der „Lancisti“ sogar den Stand um, führt mit 0,621 Sekunden vor dem Zuffenhausener Biturbo aus Österreich. Im Finale wird Herbert Pregartner nochmals um unglaubliche 1,307 Sekunden schneller, fährt mit 1:49,941 eine Top-Zeit. Norbert Handa dagegen ist 1,175 Sekunden langsamer als in seinem zweiten Run. Damit gewinnt Herbert Pregartner 1,055 Sekunden vor Norbert Handa, der Zweiter wird. Rang drei geht an Sabine Röck im VW Golf Turbo, die stark unterwegs ist. Norman Struckmann fährt seinen Ford Escort Cosworth auf die Vier, Fünfter wird Marcus Gesell im Seat Leon Supercopa.

Zwei ungleiche Fahrzeuge duellieren sich um den Sieg bei den E2-Silhouetten-Rennern. Holger Hovemann im bulligen Opel C-Kadett GT/R Risse V8 gegen Ralf Kroll im filigranen Silver Car heißt die Paarung. Holger lässt den über 700 PS seines 5,7-Liter V8-Triebwerkes die Zügel locker, hat im Ziel über 220 Sachen drauf. Das Silver Car hat an derselben Stelle ein Defizit von rund 37 km/h. Damit ist auf einer Highspeed-Piste nicht mehr zu holen als Klassenrang zwei. Nichtsdestotrotz wird Ralf Zwölfter des Gesamt-Rankings, der um 18,437 Sekunden schnellere Holger Hovemann sogar hervorragender Vierter.

Den Hauenstein TW-Gesamtsieg heftet Herbert Pregartner an seine Fahnen. Norbert Handa ist in dieser Wertung Zweiter, Björn Wiebe Dritter. Die Ehrenplätze vier und fünf gehen an die Kadett-Piloten Dirk Preisser (TW-GP4) und Günter Göser (TW-GP5).

So, nun heißt es schnell den Koffer checken (nicht auspacken!). Denn schon bald geht es los zum nächsten NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Lauf in Osnabrück. Dort wird ganz groß die 50. Auflage des Rennens in der Borgloher Schweiz gefeiert. Es wird ein Mega-Wochenende, das vom 03. bis zum 06. August dauert. Danach folgen drei Wochen Pause, bis am 26./27.08. in Oberhallau der sicherlich total heiße KW Berg-Cup Herbst eingeläutet wird. Fünf Rennen sind es noch, die in der 30. KW Berg-Cup Saison im Terminplan stehen. Kommt bitte möglichst zu allen, liebe NSU-Bergpokal und KW Berg-Cup Freunde. Wir Berg-Cup’ler und unsere Veranstalter-Partner freuen uns ehrlich auf euch.

Foto: Harald Jordan - rennfotos.de

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Osnabrück: Langes Jubiläum in der Borgloher Schweiz

Die Einleitung zum Report über das „50. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen“ fällt mir schwerer als ansonsten üblich. Denn ich sehe das Geschehen in der Borgloher Schweiz aus zwei verschiedenen Blickwinkeln. Da ist zum einen der Veranstalter, der sich unheimlich angestrengt hat, um das Jubiläum würdig und in großem Rahmen zu feiern. Also hat er sein schon in den letzten Jahren großes Zusatzprogramm noch um einen Nostalgie-Autocorso am Samstag sowie um eine Fahrerparade am Sonntag erweitert. Schon vor Beginn des Geschehens am 2,030 Kilometer langen Uphöfener Berg wurden alle Fahrer gleich zweimal eingeladen: Am Donnerstagabend zum FunTriathlon-Event auf die neue E-Kart-Bahn Nettedrom und ins Rutschenparadies des Nettebades, Bustransfer und Verköstigung inklusive. Und auch bei der eigentlichen Feier der 50. Bergrennauflage freitagabends im VIP-Zelt waren die Aktiven herzlich willkommen, wurden dort mit Show und Talk unterhalten und so auf das weitere Wochenende eingestimmt.
Um den Zeitplan zu entzerren begann die Abnahme bereits donnerstags, die ersten Übungsauffahrten fanden am Freitag statt. Aber leider meinten es die Gipfelsturmgötter mit dem MSC Osnabrück und den aktiven Pilotinnen und Piloten nicht so besonders gut. Schon kurz nach dem Auftakt des Samstagstrainings begann es zu regnen. Die Vorfälle auf der Strecke häuften sich, eine lange Ölspur musste zeitraubend beseitigt werden. Am Sonntag blieb es zwar bei angenehmen Temperaturen trocken, aber dennoch mussten ungewöhnlich viele Dreher, Ausrutscher und Einschläge abgearbeitet werden. Die 26(!) protokollierten Unterbrechungen schlugen mit knapp vier Stunden zu Buche. Daher blieb es an den beiden Haupttagen für die knapp 190 Rennstarter bei der Minimalanzahl von zwei Läufen.
Damit möchte ich zum Blickwinkel der Fahrer kommen, die teilweise bis zu viele hundert Kilometer weit angereist waren. Und noch am Sonntagabend diese Strecke mit Gespann zurückfahren mussten, um am Montagmorgen wieder ihrem Beruf nachgehen zu können. Für den größten Teil davon war es am Wochenende nichts mit lange schlafen, denn ab spätestens 7:30 Uhr dröhnten die Rennmotoren. Zwischen den beiden Läufen klafften – nicht zuletzt hervorgerufen durch die schon beschriebenen Vorfälle – stundenlange Lücken. Und wer am Beginn einer der zwei Startgruppen dabei war, der musste teils äußerst geduldig auf seine Rückführungen warten. Trotz nur zweier Rennläufe, deren letzter kurz nach 18:00 Uhr beendet war, begann die Siegerehrung deutlich nach 20 Uhr, bis zu ihrem Ende dauerte es weit mehr als eine Stunde. All dies produzierte reichlich Missmut. Aber einfach nur auf den Veranstalter und das Rahmenprogramm zu schimpfen, trifft nicht wirklich des Pudels Kern. Denn die Mannschaft des MSC Osnabrück, die echte Schwerstarbeit leistete, hatte mit dem Freitagstraining und dem stets pünktlichen Beginn alles ihr zur Verfügung stehende ausgeschöpft, um das Riesenfeld so oft wie möglich nach oben zu bringen. Die Problematik dieses Unterfangens sowie die Ausweitung des Showteils waren im Vorfeld nie verschwiegen worden. Außerdem wurde schon sehr früh um Verständnis dafür gebeten, dass in diesem Jahr das Jubiläum im Mittelpunkt stehen würde. In Zukunft wird Organisationsleiter Bernd Stegmann anders planen: „Ab 2018 konzentrieren wir uns an erster Stelle auf den Rennsport!“

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Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Spannende Tourenwagen-Fights

Und das nicht nur in den verschiedenen Klassen, sondern auch in der Tourenwagen-Gesamtwertung, deren Top-Zwanzig final ausschließlich aus KW Berg-Cup Aktiven bestanden. Doch der Reihe nach. Wetterkapriolen – so wie den Nebel 2016 – gab es diesmal nicht. Die bayerische Rhön zeigte sich von ihrer angenehmen Seite. Immer trocken und mit moderaten Temperaturen gewährleistete sie beim „48. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ am 29. und 30. Juli gleichbleibende Verhältnisse für alle Teilnehmer. Beide Tage zeichnete ein minutiöser Beginn aus, an den sich ein flüssiger Verlauf der jeweils drei Auffahrten anschloss. Besonders erfreulich: Sowohl am Samstag als auch am Sonntag war die Action auf den schnellen 4,2 Kilometern von Hausen hinauf Richtung Hochrhönstraße deutlich vor 17:00 Uhr zu Ende. Die Strecke mit den Schlüsselstellen Jopp-Kurve und Schikane zeigte sich übrigens in einem sehr guten Zustand und ermöglichte schnelle Zeiten. Diese wollen wir uns nun gemeinsam anschauen und darüber berichten, welche KW Berg-Cup‘ler denn am Hauenstein besonders flott und damit erfolgreich unterwegs gewesen sind.

Im NSU-Bergpokal sind dies in der Rhön eindeutig Steffen Hofmann (P1), Jörg Höber (P2) und Uwe Schindler (P3), die sich in der genannten Reihenfolge die Podestränge sichern. Im Training stört Frank Kleineberg noch etwas deren Kreise, ist da Dritter. Aber gleich im ersten Rennlauf ziehen ihn Technik-Gremlins aus dem Verkehr. Um die Plätze hinter dem Stockerl balgen sich fortan Thomas Krystofiak, Mike Vogel und Horst Fleischer. Aber schon im zweiten Race-Heat wird diese Auseinandersetzung entschieden. Thomas Krystofiak bleibt auf Position vier, Horst Fleischer wird Fünfter, Mike Vogel Sechster.

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Osnabrück Hill Climb News No. 13 - Zum Jubiläum ein spektakuläres Starterfeld

50. Int. Osnabrücker Bergrennen – Fahrer aus 15 Nationen fahren und feiern am „Uphöfener Berg“

Ein Starterfeld der Superlative darf der MSC Osnabrück e.V. bei der 50. Auflage des Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens, gleichzeitig dem 8. Lauf zum FIA Int. Hill Climb Cup, präsentieren. Mit rund 245 Nennungen und Teilnehmern aus 15 Nationen wird es „eng“ auf der traditionellen 2,030 km langen Strecke am „Uphöfener Berg“, aber in diesem Jahr wollen  fast alle nationalen und internationalen Bergfahrer der Spitzenklasse dabei sein und natürlich auch beim Jubiläumsprogramm, das der Veranstalter insbesondere den aktiven Fahrern gewidmet hat,  mitfeiern. Zum runden Geburtstag gibt es darüber hinaus ein erstklassigen Rahmenprogramm mit einer Reihe von phantastischen Fahrzeugen mit Kultcharakter sowie bekannten und TV erprobten „Promis“, aber auch internationale Profirennfahrer der absoluten Spitzenklasse.

Fast 60 offene Formel- und Sportwagen, alleine 11 Formel 3000, das sind rekordverdächtige Zahlen, die das sportliche Geschehen im Gesamtklassement bestimmen wollen. 52, 232 sec – der Streckenrekord aus dem Jahr 2016 steht auf dem Prüfstand. Der derzeit mitführende in der Europa-Bergmeisterschaft, Christian Merli aus Italien hat seine eigene Bestzeit aus dem Vorjahr im Visier und macht kein Geheimnis daraus, dass er bei entsprechenden Bedingungen auf der Strecke diese Zeit nochmals „knacken“ will. Der sympathische Fahrer mit dem superschnellen Osella FA 30 wird dabei von einigen hochkarätigen international erfolgreichen Piloten gejagt. Der mehrfache Französische Bergmeister Sebastien Petit (Norma M20 FC) wird ebenso einen Podiumsplatz im Visier haben, wie der sympathische Schweizer Formel 3000-Pilot Eric Berguerand ( Lola FA 99), der erstmals in Deutschland am Start stehende Franzose Geoffrey Schatz (Reynard 01L Formel 3000) sowie die weiteren Sportwagenpiloten Jelle de Coninck aus Belgien (Norma M 20 FC), der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik (ebenfalls mit einem neuen Norma M 20F) und, nicht zu vergessen, der nach längerer Zeit wieder am Start stehende Luxemburger Tommy Rollinger mit einem Osella FA 30 .  Mit sehr guten Aussichten dabei sind auch der letztjährige Drittplatzierte in Osnabrück, Vaclav Janik aus der Tschechischen Republik (Norma M 20 FC) sowie das Schweizer "Ur-Gestein“, Marcel Steiner, der mit seinem LobArt LA 01 Mugen – Prototypen immer besser zurecht kommt und in der Schweiz in 2017 bereits zwei Gesamtsiege feiern konnte. Die Liste der Top-Fahrer und Fahrzeuge der offenen Rennsportklassen ließe sich weiter fortsetzen und sicher ist auch mit der ein oder anderen positiven Überraschung zu rechnen, aber das macht den Bergrennsport bei der Vielzahl der Klassen und Gruppen auch zusätzlich spannend. Aus deutscher Sicht wird auch der Schweinfurter Uwe Lang mit dem Osella PA 20/S Evo wieder ein Top-Resultat anstreben, der 5. Platz in 2016 ist dafür sicher Ansporn genug.

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News - Rundstrecke

Audi-Doppelsieg im Regen von Zandvoort

Regen in Zandvoort: Diese Bedingungen scheinen Audi im ADAC GT Masters besonders zu liegen. Mit den Vorjahreschampions Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (28/Heiligenhaus) gelang der Marke mit den vier Ringen der erste Sieg in der "Liga der Supersportwagen" seit dem letztjährigen Rennwochenende auf dem Dünenkurs. Mit Platz zwei in einem turbulenten Rennen sorgten Jeffrey Schmidt (23/CH) und Christopher Haase (29/Kulmbach) für einen Doppelsieg für Montaplast by Land-Motorsport. Rang drei ging erstmals an Florian SpenGötz dominiert erste Rennhälfte 

Als es kurz vor dem Start zum achten Saisonlauf des ADAC GT Masters zu regnen begann, war klar, dass die Zuschauer ein spektakuläres Rennen erleben würden. Nach dem Aus des führenden Pole-Setters Mirko Bortolotti (27/I, GRT Grasser-Racing-Team) wegen eines Defektes in der vierten Runde, stand die erste Rennhälfte ganz im Zeichen von Mercedes-AMG-Pilot Maximilian Götz (31/Uffenheim, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport), der an der Spitze zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als 17 Sekunden herausfuhr. Dahinter wechselten auf der nassen Strecke immer wieder die Positionen. Als zur Rennmitte im Kampf um Platz drei Lamborghini-Pilot Christian Engelhart (30/Wolnzach, GRT Grasser-Racing-Team) und Kelvin van der Linde (21/ZA, Aust Motorsport) im Audi kollidierten, gab es die erste von insgesamt vier Safety-Car-Phasen. Die anschließenden Pflichtboxenstopps wirbelten das Feld wieder durcheinander. Während Götz-Partner Patrick Assenheimer (25/Lehrensteinsfeld) auf Platz fünf liegend von der Strecke rutschte, führte nach den Fahrerwechseln Audi-Pilot Jeffrey Schmidt (23/CH), der die Spitzenposition bis zur drittletzten Runde verteidigte. Dann ging sein Teamkollege Connor De Phillippi im zweiten Audi des Teams Montaplast by Land-Motorsport vorbei und fuhr zum ersten Saisonsieg für sich und Partner Christopher Mies, der das Auto auf Platz sechs liegend an den US-Amerikaner übergeben hatte. Für Schmidt sprang neben Platz zwei noch der Sieg in der Junior-Wertung heraus.

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Corvette-Piloten Gounon/Van der Zande gewinnen in Zandvoort

Jubel bei den niederländischen Fans: Lokalmatador Renger van der Zande (31/NL, Callaway Competition) und Tabellenführer Jules Gounon (22/F) gewannen mit ihrer Corvette C7 in Zandvoort den siebten Lauf des ADAC GT Masters. Dank seines zweiten Saisonsiegs sicherte sich Gounon damit den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters. Ebenfalls auf das Podium kamen zum ersten Mal in dieser Saison die Audi-Fahrer Markus Pommer (26/Neckarsulm) und Kelvin van der Linde (21/ZA, beide Aust Motorsport) und das Mercedes-AMG-Duo Indy Dontje (24/NL) und Marvin Kirchhöfer (23/Markkleeberg, beide Mercedes-AMG Team HTP Motorsport). "Der Sieg fühlt sich an, als hätte ich eine Weltmeisterschaft gewonnen", jubelte ADAC GT Masters-Premierensieger van der Zande. "Hier beim Heimspiel in Zandvoort zu gewinnen ist einfach unglaublich."

Trio an der Spitze
 
Während Pole-Setter Jules Gounon beim Start die Führung verteidigte, ging Mercedes-Pilot Luca Stolz (21/Brachbach, Mercedes-AMG Team ZAKSPEED) am ebenfalls aus der ersten Reihe gestarteten Markus Pommer vorbei auf Rang zwei. In den folgenden Runden setzten sich Gounon, Stolz und Pommer langsam von den Verfolgern ab. Das Trio lag dabei bis zu den Pflichtboxenstopps innerhalb von knapp einer Sekunde. Danach fuhr van der Zande, der in Zandvoort den verletzten Stammpiloten Daniel Keilwitz (27/Villingen) vertritt, zum zweiten Saisonsieg für die Corvette mit der Startnummer 77. Für den Lokalmatador war es der erste Triumph in der "Liga der Supersportwagen", für Gounon nach dem Red Bull Ring der zweite der Saison. Dank dieses Erfolgs baute er seine Führung in der Meisterschaft weiter aus und sicherte sich den inoffiziellen Titel des Halbzeitmeisters.

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Heimsieg für Grasser-Lamborghini auf dem Red Bull Ring, Podium für DTM-Pilot Auer

Österreich jubelt auf dem Red Bull Ring: Die Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser-Racing-Team) triumphierten im Sonntagsdurchgang auf dem Red Bull Ring zum ersten Mal in diesem Jahr - sehr zur Freude ihres Rennstalls, der nur unweit der österreichischen Strecke seinen Sitz hat. Als Zweiter im Rennen mit dem schnellsten Durchschnittstempo in der Geschichte des ADAC GT Masters fuhr DTM-Tabellenführer Lucas Auer (22/A) zusammen mit Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG auf das Podium. Platz drei holten die Tabellenführer und Samstagssieger Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in einer Corvette C7. "Wir sind sehr happy und sehr dankbar", so Sieger Ineichen. "Das Auto war heute wirklich perfekt, besser ging es nicht. Das Team hat super gearbeitet." Ineichen/Engelhart waren im sechsten Saisonrennen die sechsten unterschiedlichen Sieger der Saison 2017.

Engelhart bestimmt das Tempo
 
Die erste Rennhälfte stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Christian Engelhart. Der Lamborghini-Pilot drehte die schnellsten Runden im Feld und setzte sich an der Spitze kontinuierlich ab. Als er zur Rennmitte an Partner Rolf Ineichen übergab, betrug sein Vorsprung fast sieben Sekunden. Ineichen baute danach den Abstand zu den in Zweikämpfe verwickelten Verfolgern zwischenzeitlich auf mehr als zehn Sekunden aus. Nach 41 Runden sah der Schweizer als Sieger die Zielflagge - obwohl sein Lamborghini Huracán in der Schlussphase an Aussetzern litt und der Vorsprung auf 3,6 Sekunden schrumpfte. Für Engelhart und Ineichen war es nach Oschersleben 2016 der zweite Gesamterfolg im ADAC GT Masters. Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 170,9 km/h war der Sonntagslauf das bisher schnellste Rennen in der Geschichte des ADAC GT Masters.

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