Der KW Berg-Cup am Schottenring: Gelungener Start der 30. Berg-Cup Saison

„…und das ganz ohne Schnee und Winterreifen“ wurde im Fahrerlager in Anspielung auf die Wetterkapriolen des Vorjahres häufig gewitzelt. 2017 präsentierte sich das für den „14. ADAC Bergpreis Schottenring“ (28. bis 30. April) genutzte, 3,033 Kilometer lange Teilstück des legendären Schottenrings, das von der Fahrerlager-Gastgeber-Ortschaft Rudingshain über den Poppenstruth zum Ludwigsbrunnen führt, beständig trocken, mit am Rennsonntag durchaus annehmbaren Temperaturen. Die Strecke wurde bereits am Freitagnachmittag im Rahmen der vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten angebotenen Einstellfahrten für letzte Funktionstests sehr gut genutzt. Dank der idealen Möglichkeit, nach der Zieldurchfahrt über Wirtschaftswege sofort, ohne klassische Rückführung, wieder ins Fahrerlager zurück gelangen zu können, verliefen sowohl das Freitagsprogramm als auch die beiden Wettbewerbstage echt flüssig, ein frühes Rennende nach den vier Wertungsläufen kurz vor 16 Uhr inklusive.

Der Bergpreis Schottenring ist den Tourenwagen der Kategorie 1 vorbehalten, dazu gibt der DMSB dort grünes Licht für E2-Silhouetten Fahrzeuge. 74 Starter nehmen am Samstag das Training auf, 66 davon beenden die Veranstaltung im hessischen Vogelsbergkreis sonntags in Wertung. Wer das in den Klassen mit Beteiligung von Aktiven des Berg-Cup e.V. ist, das wollen wir uns nun gemeinsam genauer ansehen.

 

Wie immer in der Reihenfolge, in der die Mädels und Jungs bei den Veranstaltungen auf die Piste gehen. Im NSU-Bergpokal setzt Thomas Krystofiak im zweiten Run die drittbeste Zeit der Übungsdurchgänge. Danach verurteilt ihn ein Motorschaden zum Zuschauen. Trainingsposition eins holt sich Jörg Höber, 1,69 Sekunden vor Karsten Steinert (TP2). Am Sonntag werden die finalen Platzierungen gleich im ersten Heat bezogen. Jörg Höber fährt zum Sieg vor Karsten Steinert (P2) und Uwe Schindler, der Dritter wird. Wobei Letztgenannter ab Rennmitte auf Karsten aufholt, nach dem letzten Run hat er seinen zwischenzeitlichen 1,016-Sekunden-Rückstand bis auf 146 Tausendstel eingedampft. Auf Ehrenplatz Nummer vier läuft Wolfgang Schwalbe ein, Fünfter der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge wird Alexander Follmann.

Damit zu den stark verbesserten Tourenwagen der gemeinsam gewerteten Fzg.-Gruppen H, FS und E1. Bei den 1150ern teilt Bernd Deutsch das Schicksal von Thomas Krystofiak. Bereits am Samstag muss er mit technischen Problemen an seinem Schneider Audi 50 die Segel streichen. Der Mann des Wochenendes heißt bei den 1,15-Litern Thomas Stelberg. Im neu gestylten Schneider Polo 16V sichert er sich die imaginäre Pole-Position und einen souveränen Rennsieg. Ein heißer Fight entbrennt um Platz zwei zwischen Walter Voigt (VW Polo 16V) und Steffen Hofmann im NSU 16V RPM Evo 2. Die Probe-Heats beendet Steffen als Zweiter, hat da sogar noch leichte Tuchfühlung zu Thomas Stelberg, kann Walter um 1,77 Sekunden auf Distanz halten. Der erwischt allerdings den besseren Start ins Rennen, behauptet sich vom Anfang bis zum Ende auf der Zwei. Endrang drei also für Steffen Hofmann, dessen 16-Ventil NSU an Zuverlässigkeit und Performance gewonnen hat. Was uns auf weitere spannende Positionskämpfe im Laufe der Saison hoffen lässt. Vierter und damit auch 1150er KW 8V-Trophy Sieger wird der 20 Jahre junge Markus Werner, der im Ford Fiesta Mk 1 sein allererstes Bergrennen fährt und dabei eine achtbare, fehlerfreie Vorstellung abliefert. Bitte weiter so!

Die 1,4-Liter Abteilung erlebt einen erstarkten Franz Weißdorn, der seine über den Winter vorgenommenen Modifikationen am Fahrwerk seines VW Polo 16-Ventilers vom Beginn weg in schnelle Zeiten umsetzt. Mit diesen zwingt er Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco 16V zu einer flotten Gangart. Im Training schenken sich die beiden jedenfalls nichts, im zweiten Run ist Franz minimal der Schnellere. Erst in der letzten Sitzung des Tages setzt sich Armin Ebenhöh 1,096 Sekunden von Schwiegerpapa Franz Weißdorn ab. Den dritten Übungsrang schnappt sich Frank Duscher im VW Polo 8-Ventiler, seine Vorderachse verfügt jetzt über das 2016er ex-Weißdorn KW Fahrwerk. „Das hat unglaublich viel gebracht“ befindet Frank. Der Rennauftakt entspricht auf den Podestplätzen dem Samstagsstand. Aber Armin und Franz trennen nur 175 Tausendstel. Sollte vielleicht am Ende doch..? Aber dazu kommt es nicht. Armin erhöht das Tempo und legt eine blendende Serie auf das Schottenring-Parkett. Am Ende beträgt sein Siegervorsprung 6,699 Sekunden. Franz Weißdorn ist sicherer Zweiter, als Dritter ist Frank Duscher bester 1,4-Liter 8V’ler. Hinter ihm fliegt eine im Infight befindliche Verfolgergruppe mit roten Startnummern den Berg hinauf, die im Verlauf des Rennens munter Plätze tauscht. Der Gewinner in diesem Spiel der 8-Ventiler Polos ist Frank Lohmann, der sich von Rang sechs bis zum Rennende an Nikolas Dietz (P6) und Nils Abb (P5) vorbei bis auf Rang vier nach vorne kämpft. Final wird Frank Duscher auf der obersten Stufe des 1400er KW 8V-Trophy Podiums von Frank Lohmann als Zweitem und von Nils Abb als Drittem flankiert. Vierter der „roten Startnummern“ ist Nikolas Dietz, Fünfter wird Fiat 127 Pilot Stefan Winkler.

Die 1600er Story ist schnell erzählt. Stefan Faulhaber muss wegen einer Verletzung kurzfristig absagen. André Stelberg diktiert im Minichberger Corrado 16V während des ganzen Wochenendes das Geschehen souverän, gewinnt mit 11,547 Sekunden Vorsprung. Zweiter ist – ebenfalls über das ganze Wochenende – ein phantastisch fahrender Erwin Buck. Weder bei ihm selbst noch bei seinem 8-Ventiler VW Spiess Scirocco ist etwas von der 12-jährigen Rennpause zu bemerken. Helmut Maier fährt im Spiess Golf 16V die drittschnellste Übungszeit, muss aber am Sonntag nach dem ersten Heat mit Problemen aufhören. Auf Platz drei meldet sich Benedikt Schulte auf seinem Citroen Nemeth AX Sport, er ist zugleich Zweiter der 1,6-Liter KW 8V-Trophy. Neueinsteiger Jürgen Frommknecht zeigt eine sehr solide Leistung, er sichert sich im Honda CRX Endrang vier.

Achtzehn 2-Liter Autos sind zum Schottenring gekommen. Mit der Empfehlung eines zweiten Ranges beim Europameisterschaftsauftakt am Rechberg ist der Tiroler Thomas Strasser mit seinem VW Scirocco 16V an den Schottenring gereist. Hier hat er Ambitionen auf den Sieg, die er mit der imaginären „Pole Position“ unterstreicht. Diese setzt er 0,993 Sekunden vor Hansi Eller im VW Golf II von Teampartner Markus Reich. Auf der Drei steht Lars Heisel im Böhm Kadett 16V, er hat nur 381 Tausendstel mehr für seine beste Auffahrt benötigt als Hansi Eller. Vierter ist Martin Bürki auf seinem BMW 318i STW, die fünfte Position gehört dem schnellsten KW 8V-Trophy Piloten. Dies ist im Opel Briegel Kadett Michael Rauch. Auch am Sonntag ist Tom Strasser für alle vier Laufbestzeitzeiten zuständig, nach der letzten Zieldurchfahrt hat er seinen Vorsprung auf 4,86 Sekunden ausgebaut. Um die weiteren Podestplätze rangeln Hansi Eller und Lars Heisel. Dieser erwischt den besseren Start, ist zwei Heats lang Zweiter. Aber dann zieht Hansi Eller vorbei auf die Zwei, Lars wird in seinem ersten KW Berg-Cup Rennen starker Dritter. Der Ehrenplatz des Vierten geht an den äußerst konstant agierenden Michael Rauch, der zugleich die 2-Liter KW 8V-Trophy gewinnt. Dahinter ist Bewegung im Feld, die mehrfachen Platztausch einschließt. Martin Bürki beginnt als Sechster, bis zum Rennende fährt sich der schnelle Schweizer bis auf Position fünf nach vorne. Golf GTi Pilot Ralph Paulick ist nach Run eins Fünfter, dann zwei Heats lang Siebter, am Ende beansprucht er Rang sechs für sich. Wechselspiel auch bei Patrick Orth, dessen BMW 320iS nun am Prüfstand die lange angestrebte Leistung hat, diese aber im Fahrbetrieb nicht immer zur Verfügung stellt. Sein Renn-Kurzprotokoll: Siebter, Fünfter, Sechster und schlussendlich Siebter. Stabilität ist auf den nächsten Rängen anzutreffen. Bea Flik liegt während des kompletten Sonntags mit ihrem Renault Megane Cup auf der Acht, Alex Pleier folgt im Kadett C-Coupé in ihrem Windschatten auf der Neun. Rang zehn holt sich im neu aufgebauten Ford Escort RS 1800 Werner Weiss, der ab der dritten Auffahrt Roland Christall im Opel Ascona B von dieser Position verdrängt. Auf dem KW 8V-Trophy Podium stehen neben Sieger Michael Rauch Alexander Pleier als Zweiter sowie Roland Christall als Dritter. Christian Ehret (Opel Ascona B) beendet sein Schottenring Wochenende als Vierter der „Roten“.

Bei den Selbstzündern ist Karlheinz Meurer rund um Rudingshain mit seinem Golf 5 R-TDI leider als Alleinunterhalter unterwegs. Daher Spiel, Satz und unangefochtener Dieselsieg für den Piloten aus dem Markgräflerland.    

Ohne Zweifel im Aufwind befindet sich die Abteilung von zwei- bis dreitausend Kubik, was sowohl für die Teilnehmerzahl sowie die vorgelegte Performance gilt. Und auch wenn es beim Renn-Spitzentrio keine Positionswechsel gibt, so steht der Gewinner Günter Göser mit seinem Opel Böhm Kadett C-Coupé doch beständig unter Druck von BMW M3 E30 Pilot Bernhard Permetinger, der Zweiter wird. Auf Rang drei ist Marcel Gapp anzutreffen, der an seinem Sechszylinder BMW M3 E36 über Nacht Probleme mit dem Schwingungsdämpfer der Kurbelwelle aussortieren muss. Einen tollen KW Berg-Cup Einstand zeigt der 20 Jahre junge Hauke Weber. Im Audi 80 Quattro sorgt er für Trainingsrang drei, ist bis einschließlich Race-Heat drei Vierter. Den letzten Run kann er nicht beenden, somit bleibt er einer der unbelohnten Helden des Schottenrings 2017. Klassenvierter und somit auch KW 8V-Trophy Gewinner seiner Hubraumabteilung ist Alexander Bärtel in der Opel Nemeth Kadett C Limo. Auf dem Ehrenplatz des Fünften läuft Friedhelm Gürtzgen im compacten BMW 318i ein. Das 2-Ventiler Siegerstockerl komplettieren Karl-Heinz Schlachter auf seinem BMW 2002 tii Alpina als Zweiter sowie Werner Walser, der mit seiner Kadett Limousine nach technisch bedingten Schrauber-Sonderschichten Dritter wird.

Die Klasse über 3-Liter Hubraum dezimiert sich am Übungstag um den Lotus Esprit V8 von Andrä Schrörs, der im zweiten Probe-Heat in einer schnellen Passage in die Leitplanke rutscht, diesen Vorfall aber glücklicherweise – mal abgesehen von den Schäden am Auto – glimpflich übersteht. Um den Klassengipfel entbrennt ein enges Duell zwischen den Altmeistern Norbert Handa im Lancia Delta Integrale und Herbert Stolz im Porsche 935 DP2, das zugleich die Frage nach dem Gesamtsieg regelt. In der imaginären Startaufstellung hat Norbert Handa die Nase um 152 Tausendstel vorne. Im Rennen wogt es hin her, jeder der beiden Kontrahenten kann zwei Läufe an seine Fahnen heften. Die Zeitenaddition spricht schlussendlich für Herbert Stolz, er ist der Gesamtsieger des „14. ADAC Bergpreis Schottenring“, Norbert Handa ist 0,887 Sekunden dahinter Zweiter. Klassendritter wird Maurice Moufang auf seinem BMW M3 E36 3,2 Liter, den er ansonsten bei Rallyes einsetzt.

E2-Silhouettenautos sind rund um Rudingshain 2017 eine genauso seltene Spezies wie die Diesel-Renner, Ralf Kroll ist mit seinem Silver Car der einzige Vertreter. Was diesen nicht vom Setzen exzellenter Zeiten abhält, die ihn auf Gesamtposition drei bringen. Thomas Strasser folgt ihm als Vierter Over-All, Günter Göser als Fünfter.

Aus dem Hessischen geht die KW Berg-Cup Reise nun nach Luxemburg, wo am 06. und 07. Mai des „European Hill Race“ in Eschdorf im Terminkalender steht. Danach ist eine kleine Pause angesagt, die bis Pfingsten dauert. Am Sonntag und Montag wird dann vom Eifeldörfchen Wolsfeld aus gerannt, anschließend heißt es auf nach Südthüringen zum EBM-Lauf Glasbachrennen (10./11.06.). Nach dieser nächsten heißen Phase ist das erste Drittel der 30. KW Berg-Cup Saison fast gelaufen, dann werden sich erste Trends über mögliche Jahresplatzierungen herauslesen lassen. Wir werden das genauestens verfolgen und aufbereiten. Live an der Strecke und in den KW Berg-Cup Medien. Versprochen!

 

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News - Bergrennen

Osnabrück Hill Climb News No. 12

Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen werden wieder heiße Rennen um den Sieg im Gesamtklassement ausgefahren. Christian Merli (Italien) gilt als heißer Favorit und bei gutem Wetter wird er sicher ein Auge auf seinen eigenen Streckenrekord werfen, der aktuell bei 51,232 sec. notiert ist. Mit dem ultraschnellen Osella FA 30 hat er bei 7 Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft bereits 4 Gesamtsiege eingefahren. Mit großen Hoffnungen kommt auch der vielfache Französische Meister und Vize-Meister Sebastien Petit in das Osnabrücker Land. Er pilotiert einen neuen Norma M 20 FC und ist ebenfalls in sehr starker Verfassung. Auch, wenn die Beiden als Top-Favoriten auf den Gesamtsieg beim Jubiläumsrennen einzustufen sind, haben weitere erfolgreiche Piloten sehr gute Chancen auf ein Spitzenresultat. Der Schweizer Bergmeister Eric Berguerand kommt traditionell mit dem Lola Formel 3000 und befindet sich bei rekordverdächtigen 12 ( ! ) Formel 3000-Rennwagen in bester Gesellschaft. Der Belgier Jelle De Coninck und der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik sind mit ihren neuen Norma-Honda Sportwagen mit Turbo-Antrieb ebenfalls hoch einzuschätzen und auch der Schweizer Marcel Steiner kommt mit dem LobArt-Sportwagen immer besser zurecht. Die Aufzählung ließe sich bei deutlich mehr als 50 hochkarätiger Formel-und Sportwagen problemlos fortsetzen, am 1. Augustwochenende wird die Uhr entscheiden.

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Der KW Berg-Cup in Homburg: Harte Fights in fast allen Klassen

Diese fanden unter fairen Bedingungen statt. Denn das bergab beginnende, für das 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ genutzte 2,6 Kilometer lange Teilstück der Käshofer Straße zeigte sich am 15. und 16. Juli bei nicht zu hohen Außentemperaturen immer trocken. 132 Rennteilnehmer nahmen am Samstag das Training auf. Trotz fast pünktlichem Beginn gegen 8:40 Uhr zogen sich die drei Durchgänge bis kurz nach 18:30 hin. Geschuldet war dies den zahlreichen Vorfällen, deren Bandbreite vom einfachen Technik-Trouble über fällige Kehrpausen bis zu Grabenbesuchen und sonstigen Ausrutschern reichte, die aber allesamt glimpflich verliefen. Am Rennsonntag reduzierten sich die den Ablauf bremsenden Ereignisse deutlich. Zwischen 8:30 und 16:50 Uhr gingen alle drei geplanten Wertungsläufe über die Bühne. Wie es den Teilnehmern des NSU-Bergpokals und des KW Berg-Cups dabei erging und wer sich den meisten Lorbeer sichern konnte, das wollen wir nun gemeinsam betrachten.

Da wir uns dabei an die Abfolge des Wettbewerbs halten, schauen wir zuerst in den NSU-Bergpokal. Dieser stellt sein finales Ranking schon in den Übungsauffahrten her. Mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir noch eingehen werden. Jörg Davidovic fährt zum Klassensieg. Gaststarter Andreas Reich, dem im zweiten Heat die beste NSU-Laufzeit gelingt, folgt Jörg beständig im Windschatten und wird Zweiter. In der Addition der drei Läufe fehlen ihm lediglich 1,643 Sekunden auf den Gewinner. Platz drei ist die Angelegenheit von Uwe Schindler, Vierter wird Alexander Follmann. Die fünfte Position hat lange Christoph Schwarz inne. Aber im letzten Run spielt sein Motor nicht mehr mit. Schon beim Vorziehen zum Start hört sich der TT gequält an. Auf den ersten Streckenmetern klingt er wieder besser, aber nach kurzer Fahrt kommt leider die Ausfallmeldung. Damit rückt Mike Vogel final auf die Fünf vor.

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Der KW Berg-Cup in St. Anton/A: „Bergrennen in den Bergen – einfach genial!“

Das in der Überschrift verwendete Statement stammt nicht vom Schreiber dieser Zeilen, sondern von Jörg Davidovic, der erstmals in St. Anton an der Jeßnitz zusammen mit einigen Wegbegleitern aus dem NSU-Bergpokal dabei war. „Alles das, was uns St. Anton erfahrene Kollegen im Vorfeld an Positivem über diese Veranstaltung berichtet haben, stimmt haargenau“ äußerten die NSU’ler unisono. Also die Dinge wie herzlicher Empfang, selektive Rennstrecke, super Organisation und flüssige Abwicklung. Der Trainingstag gestaltete sich nicht nur wettertechnisch traumhaft: Pünktlicher Beginn um 09:00 Uhr, drei Läufe über je 3,235 „Steinleiten-Kilometer“, Unterbrechungen nur zum Kehren, Feierabend zur besten Kaffeezeit gegen halb vier. Auf diesen frühen Schluss reagierte das Organisationsteam von Emsi Motorsport sofort, zog die abendliche Fahrer- und Videopräsentation um eine Stunde vor. Wie gewohnt war das Festzelt im Startbereich dann ab 19:00 Uhr gut gefüllt, die Stimmung der Anwesenden bombastisch.

Bei besten äußeren Bedingungen begann das „19. Internationale Bergrennen St. Anton / Jeßnitz“ wie vorgesehen um 09:00 Uhr. So problemlos wie der Übungstag gestaltete sich der Sonntag (09.07.) allerdings nicht. Bereits der erste Teilnehmer strandete kurz vor dem Ziel mit Motorschaden samt Ölaustritt. Dies blieb nicht der einzige zeitraubende Vorfall. Weiterer Technik-Trouble, Kontakte mit Leitplanken und Rundballen sowie nicht vorgesehene Geländeerkundungen gesellten sich dazu. Reichlich Gelegenheiten also für die Emsi-Truppe um zu zeigen, was in ihr steckt. Doch die Mannschaft um Rennleiter Helmut Emsenhuber bewahrte stets die Ruhe und den Überblick, keine Unterbrechung dauerte ungebührlich lang. Die Fahrer erhielten zwischen den drei Heats genügend lange Pausen, um sich um sich selbst und die sensible Technik ihrer vierrädrigen Lieblinge zu kümmern. Trotz des für das Streckenpersonal sehr arbeitsintensiven Tages quollen schon um 16:34 Uhr die finalen Ergebnislisten aus dem Drucker. Für die Leistung aller derer, die an der Renndurchführung beteiligt waren, möchten wir an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment aussprechen, verbunden mit einem riesigen Dankeschön.

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News - Rundstrecke

Heimsieg für Grasser-Lamborghini auf dem Red Bull Ring, Podium für DTM-Pilot Auer

Österreich jubelt auf dem Red Bull Ring: Die Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser-Racing-Team) triumphierten im Sonntagsdurchgang auf dem Red Bull Ring zum ersten Mal in diesem Jahr - sehr zur Freude ihres Rennstalls, der nur unweit der österreichischen Strecke seinen Sitz hat. Als Zweiter im Rennen mit dem schnellsten Durchschnittstempo in der Geschichte des ADAC GT Masters fuhr DTM-Tabellenführer Lucas Auer (22/A) zusammen mit Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG auf das Podium. Platz drei holten die Tabellenführer und Samstagssieger Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in einer Corvette C7. "Wir sind sehr happy und sehr dankbar", so Sieger Ineichen. "Das Auto war heute wirklich perfekt, besser ging es nicht. Das Team hat super gearbeitet." Ineichen/Engelhart waren im sechsten Saisonrennen die sechsten unterschiedlichen Sieger der Saison 2017.

Engelhart bestimmt das Tempo
 
Die erste Rennhälfte stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Christian Engelhart. Der Lamborghini-Pilot drehte die schnellsten Runden im Feld und setzte sich an der Spitze kontinuierlich ab. Als er zur Rennmitte an Partner Rolf Ineichen übergab, betrug sein Vorsprung fast sieben Sekunden. Ineichen baute danach den Abstand zu den in Zweikämpfe verwickelten Verfolgern zwischenzeitlich auf mehr als zehn Sekunden aus. Nach 41 Runden sah der Schweizer als Sieger die Zielflagge - obwohl sein Lamborghini Huracán in der Schlussphase an Aussetzern litt und der Vorsprung auf 3,6 Sekunden schrumpfte. Für Engelhart und Ineichen war es nach Oschersleben 2016 der zweite Gesamterfolg im ADAC GT Masters. Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 170,9 km/h war der Sonntagslauf das bisher schnellste Rennen in der Geschichte des ADAC GT Masters.

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Corvette-Doppelsieg auf dem Red Bull Ring

Fünftes Saisonrennen, fünfter Sieger: Beim Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring triumphierten zum ersten Mal in diesem Jahr die Corvette-Piloten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). Als Zweite sorgten ihre Markenkollegen Sven Barth (36/Illertissen) und Maximilian Hackländer (27/Rüthen, beide RWT Racing) für einen Corvette-Doppelsieg. Lokalmatador Philipp Eng (27/A) holte zusammen mit Ricky Collard (20/GB, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 vor Lucas Auer (22/A) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT3 die dritte Position. "Wir sind megahappy", so Sieger Keilwitz nach seinem sechsten ADAC GT Masters-Sieg auf dem Red Bull Ring in fünf Jahren. "Unser Ziel war es, hier am Wochenende ein Rennen zu gewinnen. Das haben wir geschafft."

Gounon bleibt beim Start vorn
 
Pole-Sitter Jules Gounon übernahm beim Start die Führung und verteidigte diese bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte. Teamkollege Daniel Keilwitz behauptete die Spitzenposition trotz zweier Safety-Car-Phasen wegen gestrandeter Autos und einer knapp 15-minütigen Rennunterbrechung nach einem Unfall von Porsche-Pilot Alex MacDowall (26/GB, Schütz Motorsport) anschließend bis ins Ziel. Für das französisch-deutsche Duo war es der erste Saisonsieg. Mit diesem übernahmen sie auch die Tabellenführung in der "Liga der Supersportwagen".
 
Hinter dem Siegerfahrzeug kämpfte in der ersten Rennhälfte DTM-Star Lucas Auer mit Sven Barth um den zweiten Rang. Doch nach den Boxenstopps tauschten der Mercedes-AMG und die Corvette die Positionen. Während Barths Teamkollege Maximilian Hackländer den zweiten Platz bis ins Ziel verteidigte und damit seinem Team RWT Racing den ersten Podestplatz des Jahres sicherte, fiel Mercedes-AMG-Pilot Asch, der von Auer übernommen hatte, in der Schlussphase noch auf den vierten Rang zurück. Der letzte Podestplatz ging mit Philipp Eng dennoch an einen Österreicher. Der BMW-Pilot zeigte eine starke Aufholjagd und kämpfte sich vom achten Platz auf den letzten Podestplatz nach vorn. Für Eng und Teamkollege Ricky Collard war es das erste Podium seit dem Sieg im zweiten Saisonrennen in Oschersleben.

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Perez Companc/Bortolotti holen ersten Saisonsieg für Lamborghini

Platz drei am Samstag, Pole-Position und souveräner Start-Ziel-Sieg im ADAC GT Masters am Sonntag: Für das Lamborghini-Duo Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) hat sich der Ausflug zum Motorsport Festival Lausitzring vor 67.500 Zuschauern (am Wochenende) gelohnt. Das argentinisch-italienische Duo holte im vierten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen" den ersten Saisonsieg für Lamborghini. Zweite wurden die aktuellen Titelträger Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 vor Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach) im zweiten Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams. "Das war ein perfektes Rennen und ein grandioser Sieg", freute sich Bortolotti nach seinem zweiten Laufsieg im ADAC GT Masters. "Wir haben alles richtig gemacht. Ich bin sehr glücklich." 

Perez Companc/Bortolotti dominieren
 
Das Siegerduo bestimmte vom Start an das Rennen. Von der Pole-Position aus setzte sich Bortolotti an die Spitze des Feldes, die er bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Auch Partner Perez Companc, der in Runde 24 den Lamborghini übernahm, ließ danach nichts mehr anbrennen und sah schließlich mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden als Erster die Zielflagge - und triumphierte damit auch in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren. Perez Companc/Bortolotti sind im vierten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen" die vierte Siegerpaarung.
 
Den zweiten Rang behauptete lange Zeit der BMW M6 von Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer). Eng hatte sich mit einem sensationellen Start vom siebten auf den zweiten Rang verbessert. Auch Partner Collard lag nach dem Fahrerwechsel anfangs auf der zweiten Position, fiel aber am Ende noch auf die fünfte Position zurück. Der zweite Rang ging schließlich an die Audi-Fahrer De Phillippi und Mies vor dem Lamborghini von Trophy-Sieger Ineichen und Engelhart. Auf Platz vier landeten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition), die von Startposition elf kommend eine starke Aufholjagd zeigten.

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