Der KW Berg-Cup in St. Anton/A: „Bergrennen in den Bergen – einfach genial!“

Das in der Überschrift verwendete Statement stammt nicht vom Schreiber dieser Zeilen, sondern von Jörg Davidovic, der erstmals in St. Anton an der Jeßnitz zusammen mit einigen Wegbegleitern aus dem NSU-Bergpokal dabei war. „Alles das, was uns St. Anton erfahrene Kollegen im Vorfeld an Positivem über diese Veranstaltung berichtet haben, stimmt haargenau“ äußerten die NSU’ler unisono. Also die Dinge wie herzlicher Empfang, selektive Rennstrecke, super Organisation und flüssige Abwicklung. Der Trainingstag gestaltete sich nicht nur wettertechnisch traumhaft: Pünktlicher Beginn um 09:00 Uhr, drei Läufe über je 3,235 „Steinleiten-Kilometer“, Unterbrechungen nur zum Kehren, Feierabend zur besten Kaffeezeit gegen halb vier. Auf diesen frühen Schluss reagierte das Organisationsteam von Emsi Motorsport sofort, zog die abendliche Fahrer- und Videopräsentation um eine Stunde vor. Wie gewohnt war das Festzelt im Startbereich dann ab 19:00 Uhr gut gefüllt, die Stimmung der Anwesenden bombastisch.

Bei besten äußeren Bedingungen begann das „19. Internationale Bergrennen St. Anton / Jeßnitz“ wie vorgesehen um 09:00 Uhr. So problemlos wie der Übungstag gestaltete sich der Sonntag (09.07.) allerdings nicht. Bereits der erste Teilnehmer strandete kurz vor dem Ziel mit Motorschaden samt Ölaustritt. Dies blieb nicht der einzige zeitraubende Vorfall. Weiterer Technik-Trouble, Kontakte mit Leitplanken und Rundballen sowie nicht vorgesehene Geländeerkundungen gesellten sich dazu. Reichlich Gelegenheiten also für die Emsi-Truppe um zu zeigen, was in ihr steckt. Doch die Mannschaft um Rennleiter Helmut Emsenhuber bewahrte stets die Ruhe und den Überblick, keine Unterbrechung dauerte ungebührlich lang. Die Fahrer erhielten zwischen den drei Heats genügend lange Pausen, um sich um sich selbst und die sensible Technik ihrer vierrädrigen Lieblinge zu kümmern. Trotz des für das Streckenpersonal sehr arbeitsintensiven Tages quollen schon um 16:34 Uhr die finalen Ergebnislisten aus dem Drucker. Für die Leistung aller derer, die an der Renndurchführung beteiligt waren, möchten wir an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment aussprechen, verbunden mit einem riesigen Dankeschön.

 

So, und nun wollen wir uns um den Wettbewerb selbst kümmern. Dass der NSU-Bergpokal diesmal mit von der Niederösterreich-Partie ins schöne Ötscherland war, habt ihr ja bereits in der Einführung erfahren. Leider schrumpfte die Abordnung der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge aus verschiedenen Gründen schon vor Antritt der Reise auf drei zusammen. Die aber hatten alle richtig Spaß, freuten sich darüber, für ihren regelbedingt einzigen möglichen Auslandsevent die richtige Wahl getroffen zu haben, genossen ihren Aufenthalt und das ihren Fahrzeugen entgegengebrachte Interesse sichtlich. Die Geschichte ihres Rennens ist schnell erzählt. Am Ranking, das sie am Samstag gleich in der ersten Auffahrt herstellen, ändert sich bis zur Siegerehrung nichts mehr. Jörg Davidovic gewinnt souverän, Mike Vogel holt sich Rang zwei, Dritter der NSU‘ler ist in St. Anton Christoph Schwarz.

Damit sind wir bei den Hubraumklassen der stark verbesserten Tourenwagen (TW) angelangt. 1150er sucht man im Mostviertel leider vergeblich, deshalb steigen wir mit den 1,4-Litern in die Berichterstattung ein. Das Resultat des Trainings ist brisant, die Plätze eins bis vier liegen innerhalb von 0,574 Sekunden zusammen, zwischen dem Zweiten und dem Vierten beträgt die Lücke gar nur 99 Tausendstel. Ihr möchtet die Namen dazu? Gerne, hier sind sie: Auf der imaginären Pole Position (TP1) hat sich Armin Ebenhöh – noch immer im Reserve VW Polo 16V unterwegs – häuslich eingerichtet. Neben ihm steht als Zweiter Hugo Moser, die nächste Startreihe eröffnet Franz Weißdorn (beide VW Polo 16V) als Dritter. Vierter im Bunde der Spitzenzeiten ist der Local Hero Jakob Löffler auf seinem Suzuki Swift GTI. Dieses Quartett zieht sich in Race Heat eins in unveränderter Reihung etwas weiter auseinander, Armin Ebenhöhs Führung vor Hugo Moser beträgt 0,447 Sekunden. Der Letztgenannte markiert im zweiten Run die Klassen-Benchmark, robbt sich damit bis auf 0,340 Sekunden an Armin Ebenhöh heran. Damit will sich Hugo Moser aber noch nicht zufriedengeben. Voll motiviert gibt er im letzten Lauf noch einmal alles, drückt seine eigene Marke um unglaubliche 1,679 Sekunden auf 1:26,173 nach unten. Das ist der Sieg für ihn, Armin Ebenhöh bleibt Platz zwei, Dritter ist Franz Weißdorn. Auf der Vier läuft Jakob Löffler ein, Frank Duscher wird im 8-Ventiler VW Polo Fünfter, er nimmt auch den 1400er KW 8V-Trophy Gewinnerpokal mit heim in die Oberpfalz. Youngster Tobi Mayer beendet seinen ersten Steinleiten-Auftritt im VW Polo 16V auf Position sechs.

In der 10 Teilnehmer umfassenden 1,6-Liter Klasse sind vier KW Berg-Cup’ler dabei – zumindest eine gewisse Zeit lang. Doch der Reihe nach. In den drei Probegalopps setzen sich zwei Österreicher auf die Top-Plätze. Christian Schneider ist mit seinem Peugeot 205 der Schnellste, Rang zwei holt sich im 16-Ventiler VW Golf 1 Florian Pyringer. 1,271 Sekunden hinter der Bestzeit ist Valentin Schneider im TSM-Golf Dritter, Übungsrang fünf sichert sich Helmut Maier auf seinem Spiess Golf 16V. Der Renntag bringt nicht allen KW Berg-Cup Startern Glück. Valentin Schneider touchiert im ersten Heat die Leitplanke und scheidet aus. Auch Wolfi Glas ist im VW Golf 1 20-Ventiler eine Wiederholung oder Verbesserung seiner Samstagszeiten vorerst nicht gegönnt. Er schlägt an derselben Stelle wie Valentin Schneider an die Leitschienen an, kann aber mit Zeitverlust ins Ziel fahren. In Lauf zwei ist Wolfi wieder dabei, unterbietet in diesem auch seine Trainingsleistung um 1,095 Sekunden, fehlt aber dann im dritten Run. Das Siegerpodest ist eine rein rot-weiß-rote Angelegenheit. Christian Schneider gewinnt vor Florian Pyringer (P2) und Norbert Strasser jun., der mit seiner Toyota Corolla AE86 Dritter wird. Auf Position fünf ist Helmut Maier bester KW Berg-Cup Vertreter, Rookie Jürgen Frommknecht beendet sein erstes St. Anton Wochenende im Honda CRX als Achter.

Das Training der 28 2-Liter-Renner, von denen 11 zum KW Berg-Cup gehören, verspricht prickelnde Spannung. Und dies gleich in mehrfacher Hinsicht. An der Spitze bahnt sich ein beinhartes Duell zwischen Christopher Neumayr, der sich mit seinem Ford NPM – IRS Escort in 1:21,339 die Bestzeit holt, und Tom Strasser jun. (TP2) an. Im VW Scirocco STW benötigt der Letztgenannte exakt 182 Tausendstel mehr. Rang drei geht an Jürgen Halbartschlager, der einen VW Golf 16V bewegt. Vierter ist Diethard Sternad im Alfa Romeo 156 STW, ihm folgt im VW Golf 2 16V Hansi Eller auf der Übungsfünf. Auf Klassenplatz sieben lässt sich Norbert Wimmer im BMW 2002 die schnellste 8-Ventiler Zeit gutschreiben. Direkt hinter ihm, ganze 13 Tausendstel zurück, fliegt der Briegel Kadett von Michael Rauch durchs Ziel. Am Sonntag geht das große Kräftemessen munter weiter. An der Reihung der ersten vier aus dem Training ändert sich im ersten Heat nichts. Tom Strasser ist bis auf winzige 103 Tausendstel an Christopher Neumayr dran, Jürgen Halbartschlager fehlen nur 0,868 Sekunden auf den Leader. Auf diesen hat Didi Sternad schon 2,713 Sekunden Rückstand. Direkt hinter ihm lauert ein KW Berg-Cup Expresszug, der aus Michael Rauch (P5), Dirk Preisser (P6) im Opel Kadett C 16V, Norbert Wimmer (P7) und Hansi Eller als Achtem besteht. Das Zeitfenster, in dem sich die auf den Rängen vier bis acht platzierten Piloten bewegen, ist 73 Hundertstel schmal. Es wird gnadenlos schnell gefahren. Auch im zweiten Run, der für Tom Strasser leider der letzte ist. Er schlägt an die Leitplanke an, danach stehen nicht mehr alle Scirocco-Räder exakt in der gewünschten Richtung. Zwar schleppt er sich noch ins Ziel hoch, zu Lauf drei kann er aber nicht mehr antreten. Christopher Neumayr (P1) liegt nun relativ klar vor Jürgen Halbartschlager (P2) in Front, Dirk Preisser ist bis auf die Drei nach vorne gestürmt, Hansi Eller hat die Sechs bezogen. Das ist aber noch lange nicht der Endstand. Denn in Auffahrt drei erwischt es Jürgen Halbartschlager, der sich mit einem Rundballen anlegt und dabei den Kürzeren zieht. Von derlei und vom langen Warten am Start völlig unbeeindruckt sichert Christopher Neumayr seinen Sieg ab. Den er mit einem großen Vorsprung von 7,746 Sekunden holt. Hinter ihm fängt Didi Sternad (P2) Dirk Preisser (P3) um die Winzigkeit von 2 Tausendsteln ab. Finaler Vierter ist Hansi Eller, der damit weitere wichtige KW Berg-Cup Zähler holt. Michael Rauch verteidigt die fünfte Position konsequent, mit der er auch den 2-Liter KW 8V-Trophy Sieg holt. Direkt hinter ihm kommt Norbert Wimmer als Sechster und zweitschnellster 8-V’ler oben an. Die Top-Ten komplettieren auf der Sieben Lokalmatador Michi Emsenhuber im VW Corrado 16V sowie Michael Wels (P8/VW Scirocco 16V), Franz Roider (P9/Ford Mondeo STW) und „Drifterkönig“ Hermann Blasl (P10) auf seinem Opel C-Kadett 16V. Alex Pleier (P12) setzt sich im Kadett-Duell um 8-Ventiler Rang drei knapp gegen Daniel Bayer (P13/8VP4) durch. Steinleiten-Neuling Jens Weber kommt mit seinem 16-Ventiler Kadett von Lauf zu Lauf immer besser mit der Strecke zurecht, er wird schlussendlich Fünfzehnter. Als Siebzehnter ist Rookie Martin Kellndorfer in seinem C-Coupé zugleich 8V-Fünfter. Rang sechs der Sonderwertung in Rot geht an Johann Hatezic, der im bewährten Opel B Ascona auf der Neunzehn einläuft. Großes Pech hat Neueinsteiger Johannes Pabst bei seinem ersten Rennen zum KW Berg-Cup. Am Ende des zweiten Heats liegt er auf Position zweiundzwanzig, fällt aber danach im dritten Run leider mit einem Schaden am Motor seines Opel Kadett D 16V aus. 

Der Diesel Golf von Karlheinz Meurer zeigt sich da wesentlich standfester, bewältigt die Steinleiten an beiden Tagen total ohne Probleme. Dass er in seiner Klasse in St. Anton keinen Mitbewerber hat, sieht Karlheinz gelassen. Denn sowohl die Strecke als auch die Veranstaltung haben ihm richtig Spaß gemacht und entschädigen für die lange An- und Abreise.

Wie üblich gibt es in Österreich über 2000 Kubikzentimeter nur mehr eine Klasse, in der sich eine ganze Menge leistungsstarker Turbo-Allradler tummeln. Da ist es klar, dass unsere bis-3-Liter-Autos einen sehr schweren Stand haben. Zumindest in der St. Anton Tageswertung, für die Vergabe der KW Berg-Cup Punkte wird die 3000-Kubik-Grenze natürlich berücksichtigt. Auch Sabine Röck wird ihre verdienten Zähler nicht aus der Alleinunterhalter-Klasse beziehen, die man für sie und ihren VW Golf 1 Turbo wohlmeinend eingerichtet hatte. Die Story der Veranstaltungswertung ist, da sich an den Top-Fünf weder im Training noch im Rennen etwas ändert, sehr schnell darzustellen. Allen vorneweg fliegt im VW Golf Rallye TFSI-R der Local-Hero Karl Schagerl. Im zweiten Race-Heat schraubt er den Tourenwagen-Streckenrekord auf 1:15,756 herunter, erzielt dabei eine Durchschnittsgeschwindigkeit von 153,7 km/h. Das macht ihn zum 2017er St. Anton Überflieger, er sichert sich 2,7 Sekunden vor dem schnellsten Rennsportfahrzeug (Christoph Lampert/Osella PA2000 Evo) auch den Gesamtsieg. Mit auf das Klassenpodium steigen Lancia Integrale Pilot Felix Pailer (P2) und als Dritter Karl Werner im Audi S2-R Quattro. Auf der Vier läuft Stefan Wiedenhofer mit seinem exotischen Mitsubishi Mirage R5 WRT ein. Hinter ihm platziert sich der beste Fahrer mit einem Saugmotor. Das ist Bernhard Permetinger im BMW M3 E30. Die sechstschnellsten Zeiten dieser Abteilung setzt – wenn wir flugs intern zusammenlegen – Sabine Röck. Im Training ist Alexander Bärtl, der von Anfang an mit einem störrischen Getriebe an seiner Opel Kadett Limousine hadert, noch guter Achter. Im ersten Rennlauf sieht er allerdings das Ziel nicht. Alle denken bei der Ausfallmeldung sofort an seine Gearbox, aber leider ist es der 8-Ventil-Motor, der ernste Probleme bereitet. Seine beiden mitangereisten KW 8V-Trophy Kollegen bleiben von solcherlei Unbill verschont, spulen ihr Programm souverän ab. Rechnen wir Sabine Röck mit ein, so ist Karl-Heinz Schlachter mit seinem 2,5-Liter BMW 2002 tii Alpina Zehnter, Werner Walser platziert sich in seiner Opel C-Kadett Limousine als Elfter. Damit ist auch das 8-Ventiler Ergebnis klar: Karl-Heinz Schlachter gewinnt vor Werner Walser (8VP2).

So, liebe KW Berg-Cup Fans und Freunde, damit seid ihr mit den Ereignissen in St. Anton an der Jeßnitz vertraut. Bereits am kommenden Wochenende geht es mit dem 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ weiter, das dann bereits KW Berg-Cup Lauf Nummer sieben in der 30. Saison unserer Traditionsmeisterschaft ist. Nach einer zweiwöchigen Pause folgt dann der nächste Doppelstint. Am 29. und 30. Juli geht es in die Rhön auf die Highspeed-Piste des Hauenstein-Bergrennens, eine Woche später steht in Osnabrück vom 03. bis 06. August das große 50. Jubiläum des dortigen ADAC Bergrennens im Terminplan. Besucht ihr eine der genannten Veranstaltungen? Ja? Das ist super, wir vom KW Berg-Cup und unsere Veranstalter-Partner freuen uns ehrlich auf euch.

 

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News - Bergrennen

Osnabrück Hill Climb News No. 12

Beim 50. Int. Osnabrücker Bergrennen werden wieder heiße Rennen um den Sieg im Gesamtklassement ausgefahren. Christian Merli (Italien) gilt als heißer Favorit und bei gutem Wetter wird er sicher ein Auge auf seinen eigenen Streckenrekord werfen, der aktuell bei 51,232 sec. notiert ist. Mit dem ultraschnellen Osella FA 30 hat er bei 7 Läufen zur Europa-Bergmeisterschaft bereits 4 Gesamtsiege eingefahren. Mit großen Hoffnungen kommt auch der vielfache Französische Meister und Vize-Meister Sebastien Petit in das Osnabrücker Land. Er pilotiert einen neuen Norma M 20 FC und ist ebenfalls in sehr starker Verfassung. Auch, wenn die Beiden als Top-Favoriten auf den Gesamtsieg beim Jubiläumsrennen einzustufen sind, haben weitere erfolgreiche Piloten sehr gute Chancen auf ein Spitzenresultat. Der Schweizer Bergmeister Eric Berguerand kommt traditionell mit dem Lola Formel 3000 und befindet sich bei rekordverdächtigen 12 ( ! ) Formel 3000-Rennwagen in bester Gesellschaft. Der Belgier Jelle De Coninck und der Deutsch-Slowene Patrik Zajelsnik sind mit ihren neuen Norma-Honda Sportwagen mit Turbo-Antrieb ebenfalls hoch einzuschätzen und auch der Schweizer Marcel Steiner kommt mit dem LobArt-Sportwagen immer besser zurecht. Die Aufzählung ließe sich bei deutlich mehr als 50 hochkarätiger Formel-und Sportwagen problemlos fortsetzen, am 1. Augustwochenende wird die Uhr entscheiden.

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Der KW Berg-Cup in Homburg: Harte Fights in fast allen Klassen

Diese fanden unter fairen Bedingungen statt. Denn das bergab beginnende, für das 44. Homburger ADAC Bergrennen „Karlsberg Rennen“ genutzte 2,6 Kilometer lange Teilstück der Käshofer Straße zeigte sich am 15. und 16. Juli bei nicht zu hohen Außentemperaturen immer trocken. 132 Rennteilnehmer nahmen am Samstag das Training auf. Trotz fast pünktlichem Beginn gegen 8:40 Uhr zogen sich die drei Durchgänge bis kurz nach 18:30 hin. Geschuldet war dies den zahlreichen Vorfällen, deren Bandbreite vom einfachen Technik-Trouble über fällige Kehrpausen bis zu Grabenbesuchen und sonstigen Ausrutschern reichte, die aber allesamt glimpflich verliefen. Am Rennsonntag reduzierten sich die den Ablauf bremsenden Ereignisse deutlich. Zwischen 8:30 und 16:50 Uhr gingen alle drei geplanten Wertungsläufe über die Bühne. Wie es den Teilnehmern des NSU-Bergpokals und des KW Berg-Cups dabei erging und wer sich den meisten Lorbeer sichern konnte, das wollen wir nun gemeinsam betrachten.

Da wir uns dabei an die Abfolge des Wettbewerbs halten, schauen wir zuerst in den NSU-Bergpokal. Dieser stellt sein finales Ranking schon in den Übungsauffahrten her. Mit einer einzigen Ausnahme, auf die wir noch eingehen werden. Jörg Davidovic fährt zum Klassensieg. Gaststarter Andreas Reich, dem im zweiten Heat die beste NSU-Laufzeit gelingt, folgt Jörg beständig im Windschatten und wird Zweiter. In der Addition der drei Läufe fehlen ihm lediglich 1,643 Sekunden auf den Gewinner. Platz drei ist die Angelegenheit von Uwe Schindler, Vierter wird Alexander Follmann. Die fünfte Position hat lange Christoph Schwarz inne. Aber im letzten Run spielt sein Motor nicht mehr mit. Schon beim Vorziehen zum Start hört sich der TT gequält an. Auf den ersten Streckenmetern klingt er wieder besser, aber nach kurzer Fahrt kommt leider die Ausfallmeldung. Damit rückt Mike Vogel final auf die Fünf vor.

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Der KW Berg-Cup in St. Anton/A: „Bergrennen in den Bergen – einfach genial!“

Das in der Überschrift verwendete Statement stammt nicht vom Schreiber dieser Zeilen, sondern von Jörg Davidovic, der erstmals in St. Anton an der Jeßnitz zusammen mit einigen Wegbegleitern aus dem NSU-Bergpokal dabei war. „Alles das, was uns St. Anton erfahrene Kollegen im Vorfeld an Positivem über diese Veranstaltung berichtet haben, stimmt haargenau“ äußerten die NSU’ler unisono. Also die Dinge wie herzlicher Empfang, selektive Rennstrecke, super Organisation und flüssige Abwicklung. Der Trainingstag gestaltete sich nicht nur wettertechnisch traumhaft: Pünktlicher Beginn um 09:00 Uhr, drei Läufe über je 3,235 „Steinleiten-Kilometer“, Unterbrechungen nur zum Kehren, Feierabend zur besten Kaffeezeit gegen halb vier. Auf diesen frühen Schluss reagierte das Organisationsteam von Emsi Motorsport sofort, zog die abendliche Fahrer- und Videopräsentation um eine Stunde vor. Wie gewohnt war das Festzelt im Startbereich dann ab 19:00 Uhr gut gefüllt, die Stimmung der Anwesenden bombastisch.

Bei besten äußeren Bedingungen begann das „19. Internationale Bergrennen St. Anton / Jeßnitz“ wie vorgesehen um 09:00 Uhr. So problemlos wie der Übungstag gestaltete sich der Sonntag (09.07.) allerdings nicht. Bereits der erste Teilnehmer strandete kurz vor dem Ziel mit Motorschaden samt Ölaustritt. Dies blieb nicht der einzige zeitraubende Vorfall. Weiterer Technik-Trouble, Kontakte mit Leitplanken und Rundballen sowie nicht vorgesehene Geländeerkundungen gesellten sich dazu. Reichlich Gelegenheiten also für die Emsi-Truppe um zu zeigen, was in ihr steckt. Doch die Mannschaft um Rennleiter Helmut Emsenhuber bewahrte stets die Ruhe und den Überblick, keine Unterbrechung dauerte ungebührlich lang. Die Fahrer erhielten zwischen den drei Heats genügend lange Pausen, um sich um sich selbst und die sensible Technik ihrer vierrädrigen Lieblinge zu kümmern. Trotz des für das Streckenpersonal sehr arbeitsintensiven Tages quollen schon um 16:34 Uhr die finalen Ergebnislisten aus dem Drucker. Für die Leistung aller derer, die an der Renndurchführung beteiligt waren, möchten wir an dieser Stelle ein ganz großes Kompliment aussprechen, verbunden mit einem riesigen Dankeschön.

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News - Rundstrecke

Heimsieg für Grasser-Lamborghini auf dem Red Bull Ring, Podium für DTM-Pilot Auer

Österreich jubelt auf dem Red Bull Ring: Die Lamborghini-Piloten Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser-Racing-Team) triumphierten im Sonntagsdurchgang auf dem Red Bull Ring zum ersten Mal in diesem Jahr - sehr zur Freude ihres Rennstalls, der nur unweit der österreichischen Strecke seinen Sitz hat. Als Zweiter im Rennen mit dem schnellsten Durchschnittstempo in der Geschichte des ADAC GT Masters fuhr DTM-Tabellenführer Lucas Auer (22/A) zusammen mit Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im Mercedes-AMG auf das Podium. Platz drei holten die Tabellenführer und Samstagssieger Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition) in einer Corvette C7. "Wir sind sehr happy und sehr dankbar", so Sieger Ineichen. "Das Auto war heute wirklich perfekt, besser ging es nicht. Das Team hat super gearbeitet." Ineichen/Engelhart waren im sechsten Saisonrennen die sechsten unterschiedlichen Sieger der Saison 2017.

Engelhart bestimmt das Tempo
 
Die erste Rennhälfte stand ganz im Zeichen von Pole-Setter Christian Engelhart. Der Lamborghini-Pilot drehte die schnellsten Runden im Feld und setzte sich an der Spitze kontinuierlich ab. Als er zur Rennmitte an Partner Rolf Ineichen übergab, betrug sein Vorsprung fast sieben Sekunden. Ineichen baute danach den Abstand zu den in Zweikämpfe verwickelten Verfolgern zwischenzeitlich auf mehr als zehn Sekunden aus. Nach 41 Runden sah der Schweizer als Sieger die Zielflagge - obwohl sein Lamborghini Huracán in der Schlussphase an Aussetzern litt und der Vorsprung auf 3,6 Sekunden schrumpfte. Für Engelhart und Ineichen war es nach Oschersleben 2016 der zweite Gesamterfolg im ADAC GT Masters. Mit einer Durchschnittgeschwindigkeit von 170,9 km/h war der Sonntagslauf das bisher schnellste Rennen in der Geschichte des ADAC GT Masters.

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Corvette-Doppelsieg auf dem Red Bull Ring

Fünftes Saisonrennen, fünfter Sieger: Beim Samstagsrennen des ADAC GT Masters auf dem Red Bull Ring triumphierten zum ersten Mal in diesem Jahr die Corvette-Piloten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition). Als Zweite sorgten ihre Markenkollegen Sven Barth (36/Illertissen) und Maximilian Hackländer (27/Rüthen, beide RWT Racing) für einen Corvette-Doppelsieg. Lokalmatador Philipp Eng (27/A) holte zusammen mit Ricky Collard (20/GB, beide BMW Team Schnitzer) im BMW M6 GT3 vor Lucas Auer (22/A) und Sebastian Asch (31/Ammerbuch, beide BWT Mücke Motorsport) im besten Mercedes-AMG GT3 die dritte Position. "Wir sind megahappy", so Sieger Keilwitz nach seinem sechsten ADAC GT Masters-Sieg auf dem Red Bull Ring in fünf Jahren. "Unser Ziel war es, hier am Wochenende ein Rennen zu gewinnen. Das haben wir geschafft."

Gounon bleibt beim Start vorn
 
Pole-Sitter Jules Gounon übernahm beim Start die Führung und verteidigte diese bis zum Fahrerwechsel zur Rennmitte. Teamkollege Daniel Keilwitz behauptete die Spitzenposition trotz zweier Safety-Car-Phasen wegen gestrandeter Autos und einer knapp 15-minütigen Rennunterbrechung nach einem Unfall von Porsche-Pilot Alex MacDowall (26/GB, Schütz Motorsport) anschließend bis ins Ziel. Für das französisch-deutsche Duo war es der erste Saisonsieg. Mit diesem übernahmen sie auch die Tabellenführung in der "Liga der Supersportwagen".
 
Hinter dem Siegerfahrzeug kämpfte in der ersten Rennhälfte DTM-Star Lucas Auer mit Sven Barth um den zweiten Rang. Doch nach den Boxenstopps tauschten der Mercedes-AMG und die Corvette die Positionen. Während Barths Teamkollege Maximilian Hackländer den zweiten Platz bis ins Ziel verteidigte und damit seinem Team RWT Racing den ersten Podestplatz des Jahres sicherte, fiel Mercedes-AMG-Pilot Asch, der von Auer übernommen hatte, in der Schlussphase noch auf den vierten Rang zurück. Der letzte Podestplatz ging mit Philipp Eng dennoch an einen Österreicher. Der BMW-Pilot zeigte eine starke Aufholjagd und kämpfte sich vom achten Platz auf den letzten Podestplatz nach vorn. Für Eng und Teamkollege Ricky Collard war es das erste Podium seit dem Sieg im zweiten Saisonrennen in Oschersleben.

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Perez Companc/Bortolotti holen ersten Saisonsieg für Lamborghini

Platz drei am Samstag, Pole-Position und souveräner Start-Ziel-Sieg im ADAC GT Masters am Sonntag: Für das Lamborghini-Duo Ezequiel Perez Companc (22/RA) und Mirko Bortolotti (27/I, beide GRT Grasser-Racing-Team) hat sich der Ausflug zum Motorsport Festival Lausitzring vor 67.500 Zuschauern (am Wochenende) gelohnt. Das argentinisch-italienische Duo holte im vierten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen" den ersten Saisonsieg für Lamborghini. Zweite wurden die aktuellen Titelträger Connor De Phillippi (24/USA) und Christopher Mies (27/Heiligenhaus, beide Montaplast by Land-Motorsport) im Audi R8 vor Rolf Ineichen (39/CH) und Christian Engelhart (30/Wolnzach) im zweiten Lamborghini des GRT Grasser-Racing-Teams. "Das war ein perfektes Rennen und ein grandioser Sieg", freute sich Bortolotti nach seinem zweiten Laufsieg im ADAC GT Masters. "Wir haben alles richtig gemacht. Ich bin sehr glücklich." 

Perez Companc/Bortolotti dominieren
 
Das Siegerduo bestimmte vom Start an das Rennen. Von der Pole-Position aus setzte sich Bortolotti an die Spitze des Feldes, die er bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Auch Partner Perez Companc, der in Runde 24 den Lamborghini übernahm, ließ danach nichts mehr anbrennen und sah schließlich mit einem Vorsprung von 1,5 Sekunden als Erster die Zielflagge - und triumphierte damit auch in der Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren. Perez Companc/Bortolotti sind im vierten Saisonlauf der "Liga der Supersportwagen" die vierte Siegerpaarung.
 
Den zweiten Rang behauptete lange Zeit der BMW M6 von Ricky Collard (20/GB) und Philipp Eng (27/A, beide BMW Team Schnitzer). Eng hatte sich mit einem sensationellen Start vom siebten auf den zweiten Rang verbessert. Auch Partner Collard lag nach dem Fahrerwechsel anfangs auf der zweiten Position, fiel aber am Ende noch auf die fünfte Position zurück. Der zweite Rang ging schließlich an die Audi-Fahrer De Phillippi und Mies vor dem Lamborghini von Trophy-Sieger Ineichen und Engelhart. Auf Platz vier landeten Jules Gounon (22/F) und Daniel Keilwitz (27/Villingen, beide Callaway Competition), die von Startposition elf kommend eine starke Aufholjagd zeigten.

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