Auf zur zweiten Runde. Dieses mal hat es uns in die wunderschöne Eifel, nahe Luxemburg verschlagen. Das Team von 100octane.de ist zu Gast bei der erfolgreichsten Deutschen Bergpilotin - Petra Höllerich. Gemeinsam mit der attraktiven, ehemaligen NSU und Formel 3 Pilotin Petra Höllerich (damals auch Wolpert-Höllerich) führte uns die Reise einer jungen Rennfahrerin, die die letzte Männerdomäne - das Autofahren - durcheinander zu mischen schien.

100octane: Frau Höllerich, wie und wann sind Sie im in den Motorsport eingestiegen?
Höllerich: Mein Vater ist bis 1956/57 Internationale Rundstreckenrennen mit dem Motorrad gefahren, dadurch wurde mir der Motorsport quasi schon in die Wiege gelegt. Mich hat damals schon das Bergrennen in Stadtsteinach als Zuschauerin interessiert. Bis ich dann im Fahrerlager die Leute vom MSC Sophiental kennen gelernt habe. Mit den Sophientalern (siehe rechtes Foto) bin ich dann eine Gleichmäßigkeitsprüfung auf dem Salzburgring gefahren. Dann kam 1981 die erste Begegnung mit dem NSU - einmal gefahren und am liebsten nie wieder hergeben. Eins stand fest - ich musste unedingt so ein Auto haben. Letztendlich konnte ich mir den Wunsch erfüllen und einen NSU in ziemlich desolatem Zustand erstehen.

100octane: Was kostete dieses Auto damals?
Höllerich: Das waren 3.200,00 DM für den NSU, dazu kamen noch 2.300,00 DM für den Hänger (sah aus wie eine Badewanne) und einen 5er BMW als Zugfahrzeug - das Geld dafür war eigentlich für die Eröffnung einer Boutique gedacht. Den NSU habe ich damals vom Kunz gekauft und hatte damals als oberste Farbschicht einen undefinierbaren Orange-Ton - darunter mindestens 5 weitere Farbschichten unterschiedlicher Couleur. Schlussendlich bekamen wir dann doch alle Farben herunter geschliffen und lackierten ihn in rosa.

100octane: Ein ähnliches Fahrzeug, wie Ihre Tochter Nicola jetzt auch am Berg einsetzt?
Höllerich: Nicht nur ein ähnliches Fahrzeug, sondern genau das Fahrzeug was ich selbst bis 1983 aktiv eingesetzt habe. Danach hat der Prinz dann seinen Dornröschenschlaf gehalten, bis wir 2006 das Auto neu für meine Tochter Nici restauriert haben.

100octane: Das klingt ja interessant - Mutter und Tochter auf ein und demselben Auto in zwei Epochen. Warum NSU?
Höllerich: Das hat sich zwangsweise so ergeben - einmal damit gefahren und man war hin und weg vom tollen Fahrverhalten dieses Autos. Zudem hat mir der NSU von Anfang an sehr gut gefallen.

100octane: Welches war Ihr erstes Rennen und welchen Platz belegten Sie?
Höllerich: Das erste Rennen bestritt ich am 1. Mai 1983 in Stadtsteinach, wo ich in meiner über 30 Fahrzeuge starken Klasse den 8. Platz belegte. Dabei wurde ich tatkräftig von meinem eigens angereisten "Helmbrechtser Fanclub" angefeuert. Das war damals schon was besonders - eine junge Frau im rosa Rennauto.

100octane: Wie konnten Sie damals die laufenden Kosten für Reifen, Benzin und Startgelder aufbringen?
Höllerich: Das war alles nicht so einfach - ich hatte ja nicht so viel Geld. Die Reifen habe ich mir von den Formelfahrern schenken lassen - ausgediente und verschlissene Formel 3 Reifen (vorne) und Formel 2 Reifen (hinten). Die Startgelder habe ich teilweise durch das anbringen von Sponsorenaufklebern erstattet bekommen, den Sprit musste ich allerdings selbst bezahlen. Dummerweise quittierte mein Prinz nach nur 3 Rennen schon den Dienst - kapitaler Motorschaden. Enttäuscht lies ich meinen Wagen stehen... Uwe Wolpert nahm den Wagen mit und richtete ihn wieder her, so dass er bis zum Homburger Bergrennen 1981 wieder fertig war.

100octane: Was sagte das vermeidlich "starke Geschlecht" zu Ihren Rennfahrer-Ambitionen?
Höllerich: Sagen wir es so - die Begeisterung über meine Rennfahrer-Ambitionen hielt sich doch sehr in Grenzen. Leider waren damals kleinere und auch größere Sabotageakte an der Tagesordnung - diese gingen vom "einfachen" zerstechen der Reifen bis hin zum herausdrehen der Vergaserdüsen. Was 1981, in Führung liegend, nach fulminantem Start mit einem kompletten Motorschaden endete. So etwas war schon arg böse und ich legte mir einen geschlossenen Hänger zu.

100octane: Für die Presse waren Sie ja damals die Rennamazone? Mochten Sie diese Betitelung?
Höllerich: Das war mir damals, ehrlich gesagt, ziemlich egal. Ein größeres Problem waren damals die vielen Fotografen, die einen auf Schritt und Tritt verfolgt haben. Gerade in der damaligen CSSR brach dort quasi ein regelrechter Hype um mich herum aus. Das mir die Fotografen nicht auf die Toilette gefolgt sind war schon fast verwunderlich.

100octane: Welchen Wagen und welche Rennen fuhren Sie in folgenden Jahren?
Höllerich: Nach dem NSU wechselte ich in die damalige Gruppe 6 und fuhr dort mit 2 NSU BRIXNER SPIDER in Deutschland, Frankreich, Belgien, Österreich, Schweiz und der CSSR.

100octane: Wann und warum erfolgte der Umstieg in die Formel 3?
Höllerich: Für die Saison 1984 wollte ich gerne ein schnelleres Fahrzeug haben und legte mir einen CHEVRON B38 zu. Zudem hat mich natürlich auch das riesige Startfeld in der Formel 3 schon sehr gereizt.

100octane: Woher bekamen Sie den Chevron B38 und in welchem Zustand war das Fahrzeug?
Höllerich: Ich holte das Auto mit meinem damaligen Ehemann Uwe Wolpert aus der Wiener Neustadt ab. Der Zustand war sehr gut - optisch wie technisch (siehe linkes Foto).

100octane: Das war aber ein riesiges Starterfeld in der Formel 3 - verglichen mit heute?
Höllerich: Wir hatten damals bis zu 24 Fahrzeuge allein in der Formel 3, dazu kamen noch die Formel 2, Vau, van Diemen und Gruppe 6 Fahrzeuge.

100octane: Was war Ihr persönliches Ziel in der Zeit?
Höllerich: Schnell Auto zu fahren natürlich. Meine Idee, dies mit einem MACO FORMEL 3 (siehe rechtes Foto) umzusetzen erwies sich leider als nicht sehr förderlich. Dieses Auto hat mich um Längen zurück geworfen. Ein schönes Auto reicht leider nicht, es sollte auch fahrbar sein - dies war der Maco leider nicht - es war eine absolute Krücke. Schön, aber ein absoluter Konstruktionsfehler.

100octane: Wie ging es in den folgenden Jahren weiter?
Höllerich: Dann kam eines meiner Lieblingsautos - der pinke RALT RT3 Formel 3. Ich kaufte Thomas von Löwis of Menar dieses Auto ab, welches dieser in seiner Laufbahn bei einem Unfall stark deformierte. Alle wunderten sich damals, wie Mann oder besser gesagt Frau mit solch einem krummen Auto nur fahren kann. Ich kam gut damit zurecht und konnte mich gut platzieren - z.B. beim Trierer Bergrennen 1987 wurde ich 3. in der Formel 3 Klasse mit einem Starterfeld von 24 Fahrzeugen!

100octane: Eines Ihrer schönsten Fahrzeuge war der BSR 393. Wie sind Sie an dieses Auto gekommen?
Höllerich: Oh ja, der BSR. Arnold Wagner kaufte dieses Auto 1991 von Bertram Schäfer aus Bitburg und wurde 2 mal damit Deutscher Bergmeister! Ab 1996 übernahm ich das Fahrzeug und gestaltete es in meinen traditionellen Farben (was meine Mechaniker überhaupt nicht begeisterte).

100octane: Und wie ging es dann weiter?
Höllerich: Nach einer längeren Pause kaufte ich mir 2001 den gelben Osella PA20/S von Martin Krisam.

100octane: Der gelbe Osella PA20/S war dann Ihr letztes aktives Fahrzeug am Berg?
Höllerich: Ja, ich fuhr dieses Auto nur in der Saison 2001. Ab 2007 unterstütze ich dann meine Tochter Nici am Berg.

100octane: Wenn Sie nun die Bergrennen von Heute mit denen von damals vergleichen, welche Zeit fanden Sie schöner?
Höllerich: Man kann das eigentlich gar nicht mehr vergleichen - damals und heute - es hat sich ja vieles verändert. Von der Atmosphäre her würde ich sagen, war es damals schöner als heute ist - im Allgemeinen gesprochen. Dieser familiäre Zusammenhalt ist eigentlich nur noch bei den NSUs so zu finden. Dazu kommt noch, dass die offenen Fahrzeuge am Berg leider auch immer weniger werden.

Hiermit möchte ich mich bei Petra Höllerich für das sehr nette Interview bedanken und hoffen, dass es Ihnen beim Lesen genauso viel Freude bereitet wie uns beim Interview.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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