Am 15.02.2009 war das Team von 100octane.de bei der Scuderia Westfalica bzw. dem ehemaligen JEHRO Team zu Gast. Der sympathische Bergrennen- und Rundstreckenpilot Erich Rostek gewährte uns, während unseres Besuches, einen kleinen Einblick in die fesselnde Vergangenheit des JEHRO Teams.

100octane: Herr Rostek, wie und wann sind Sie im in den Motorsport eingestiegen?
Rostek: Mit einem "MOTUL FV 1300" im Jahr 1975.

100octane: Was kostete dieses Auto damals?
Rostek: Etwa 6000,00 DM.

100octane: Welches war Ihr erstes Rennen und welchen Platz belegten Sie?
Rostek: Saisonauftakt "Bergischer Löwe" Zolder (Belgien) im März 1975, 1. Lauf um die Deutsche FV 1300 Meisterschaft, 90 Fahrzeuge! im ersten Training - 30 durften am Rennen teilnehmen, mit Null - Streckenkenntnis im freien Training, im Pflichttraining Platz 9! herausgefahren. Die Startflagge fiel und nach 200 Metern was das Rennen für mich gelaufen, weil alle in die gleiche Lücke stechen wollten die ich mir ausgesucht hatte...

100octane: Konnten Sie den Wagen wieder reparieren?
Rostek: Ja, mit VW Käferteilen vom Schrottplatz, denn ich war zu der Zeit bei der Bundeswehr und hatte nicht viel Geld zur Verfügung. Der Wehrsold zum Beispiel musste für das Startgeld herhalten.

100octane: Welches war Ihr nächstes Rennen?
Rostek: Der "Schotten-Bergpreis" 1975

100octane: Wie konnten Sie sich dort platzieren?
Ich kam, sah und siegte! Platz 1 in der FV 1300 Klasse (10 Teilnehmer).

100octane: Welchen Wagen und welche Rennen fuhren Sie im folgenden Jahr?
Rostek: Für die Saison 1976 kaufte ich mir einen verunfallten Kaimann - das Maß der Dinge in der damaligen Zeit - mit einem Zöllner Motor, reparierte den Wagen selbst und fuhr damit in der deutschen Meisterschaft voll vorne mit - zu meinen Gegnern zählte unter anderem "Klaus Niedzwitz".

100octane: Welches war Ihr bestes Resultat in der Saison 1976?
Rostek: Platz 2 beim DM-Lauf in Hockenheim (großer Kurs) mit schnellster Runde im Rennen.

100octane: Was war Ihr persönliches Ziel in der Zeit?
Rostek: Ich wollte Profi-Rennfahrer werden und am liebsten natürlich in der Formel 1.

100octane: Wie ging es in den folgenden Jahren weiter?
Rostek: Von 1977 - 1979 fuhr ich mit meinen Kaimännern, ich hatte 6 Stück zu der Zeit, Rundstrecken- und Bergrennen. Am Berg habe ich in der Formel V Klasse alles in Grund und Boden gefahren. Zum Beispiel beim "Sauerland-Bergpreis 79". Die 2 Minuten Grenze zu druchbrechen, war das Ziel der FV Piloten - ich fuhr oder besser gesagt ich flog in 1 min und 53 sek. den Berg hinauf! Das war für die Konkrurrenten unglaublich, aber wahr, denn sie schafften es nicht unter 2 Minuten zu kommen.

100octane: Der nächste logische Schritt wäre doch aber die Formel 3 gewesen, konnten Sie das denn nicht realisieren?
Rostek: Das habe ich auch mit großer persönlicher Kraft 1978 in die Tat umgesetzt, denn Geld gab es von Haus aus nicht und Sponsoren zu finden war für mich ein Traum.

100octane: Und wie sind Sie dann zu einem Formel 3 Rennwagen gekommen?
Rostek: Ich baute mir bei der Firma "MACO" in Braunschweig, für die Saison 1978 selbst einen Formel 3 Rennwagen. Ernst Maring, der Konstrukteur dieser optisch wunderschönen Rennwagen, war in den Vorjahren mit seinen Fahrzeugen sehr erfolgreich.

100octane: Was konnten Sie mit diesem Wagen in der Saison 1978 realisieren?
Rostek: Nicht viel, oder besser gesagt gar nichts! Der MACO F378 war eine absolute Fehlkonstruktion und Gurke! Beim ersten EM-Lauf in Zandvoort, im März 1978, zerstörte ich den nagelneuen Wagen total, denn er war einfach unfahrbar.

100octane: Und wie ging es dann weiter?
Rostek: Mein Geld war komplett aufgebraucht - das Fahrzeug wurde repariert und musste sofort verkauft werden! Der Traum von der Formel 3, war ein realer Alptraum geworden und das Thema Formel hatte sich damit auf der Rundstrecke erledigt.

100octane: Damit war das Thema "Profilaufbahn" doch abgehakt oder?
Rostek: In der Tat, denn ich war damals schon 25 Jahre alt und somit war in der Hinsicht der Zug schon abgefahren.

100octane: Was fuhren Sie in den folgenden Jahren?
Rostek: 1980 und 1981 "Formel Ford 1600 Deutsche Meisterschaft"

100octane: Mit Erfolg?
Rostek: Das kann man sagen, denn ich wurde auf einem "GÄTMO-VON DIEMEN" Deutscher Vizemeister 1980 und konnte mich vor "Stefan Bellof" platzieren! (siehe Foto)

100octane: Wie ging es dann weiter?
Rostek: Es war schon sehr hart für mich, mit anzusehen wie Bellof dann in der Formel 2 1982 durchstartete...

100octane: Und was fuhren Sie ab der Saison 1982?
Rostek: Wir, das heißt meine Bruder Herbert und ich, hatten mit Hilfe von Ortwin Podlech (Manager von Keke Rosberg), einen Sponsor gefunden, der uns ein Formel 2 und Formel 3 Rennwagen für die Deutsche Bergmeisterschaft finanzierte. Ich holte mir den MARCH 803 von Stefan Johansson aus der englischen Formel 3 Meisterschaft und Bruder Herbert den MARCH 782 von Jo Gartner aus Österreich.

100octane: Das waren ja schon richtige Raketen oder - und das am Berg ?!
Rostek: Ja, die Autos gingen beide infernalisch, am schlimmsten der Formel 2 mit einem 320 PS starken BMW-Heidegger Motor.

100octane: Konnten die Gebrüder Rostek damit am Berg auftrumpfen?
Rostek: Mit diesen beiden Autos F2 und F3, begann für uns eine sehr erfolgreiche Ära am Deutschen Berg. Wir fuhren fast immer in die Top-Ten des Gesamt-Klassement. Für Herbert ging es um den Gesamtsieg und ich kämpfte mit 20 Total-Verrückten in der F3 Klasse um Sieg und Platz - eine herrliche aber auch sehr gefährliche Zeit! Man verlieh uns damals den Titel "Die norddeutschen Bergkönige".

100octane: Wie lange fuhren die Gebrüder Rostek gemeinsam am Berg?
Rostek: Bis Ende 1990, in der Saison startete Herbert zu seinem krönenden Abschluss, mit dem ersten Formel 3000 am deutschen Berg um zwar mit dem Ex-EM-Siegerwagen von Roberto Moreno, einem 500 PS starken REYNARD-COSWORTH!

An dieser Stelle möchten wir uns noch mal ganz herzlich für das Interview und die freundliche Aufnahme in den heiligen Hallen von JEHRO Racing bedanken. Wir hoffen unsere neue Rubrik "Living Legends" hat Ihnen gefallen und Sie freuen sich auf die nächsten Besuche & Interviews.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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