Wenn von Motorsport die Rede ist, dann steht die Sicherheit ganz bestimmt nicht immer ganz oben auf der Liste der Prioritäten. Um Schnelligkeit geht es vielmehr, um laute Motoren und darum, wer als Erster ins Ziel kommt. Auch wenn Insider diese Wahrheit nicht immer gerne hören wollen: oftmals wird mit der Sicherheit der Fahrer gepokert, um ein besonders schnelles und damit für die Zuschauer interessantes Rennen veranstalten zu können. Ähnliche Kritiken hagelte es am vergangenen Wochenende auch für den Sachsenring, wo der Große Preis von Deutschland durchgeführt wurde. Bei dem Motorrad Rennen auf der Rennstrecke im sächsischen Hohenstein-Ernstthal verloren insgesamt 30 Fahrer die Kontrolle über ihre Maschinen und stürzten zum Teil schwer. Nun werden Fragen laut, ob es an der Rennstrecke gelegen haben könnte. Man verlangt nach einer Entschärfung der Piste, doch wie Veranstalter Wolfgang Streubel betont, seien so bald keine Umbauten an der Strecke geplant. Vielmehr sei der Einsatz der falschen Reifen Schuld an dem Sturzfest vom Wochenende.

Es kommen Fragen auf, ob es das wirklich wert ist, wenn sich zahlreiche Fahrer bei einem Turnier derart schwer verletzen. Unter den Leidtragenden waren unter anderem MotoGP Weltmeister Jorge Lorenzo und WM-Spitzenreiter Dani Pedrosa, die nach dem Rennen in Krankenhäuser gebracht werden mussten. Der Sachsenring gilt an sich als eine der traditionsreichsten Rennstrecken Deutschlands. Schon um 1900 wurden hier die ersten Motorradrennen veranstaltet. Mehr Informationen dazu auf: http://de.wikipedia.org/wiki/Sachsenring. Doch wenn die Sicherheit der Fahrer auf dem Spiel steht, bleibt es fraglich, ob die Strecke weiterhin für diese Art von Rennen genutzt werden kann. Im Zentrum der Kritik steht vor allem Kurve Nummer elf. Hier kam es am Wochenende zu den meisten Unfällen. Sie gilt als eine der spektakulärsten Kurven im Jahreskalender des MotoGP und wird auch „Wasserfall“ Kurve genannt. Es ist ein schneller Rechtsknick, der zwar für den gewissen Kick sorgt, aber auch Jahr für Jahr schwere Unfälle verursacht. Doch liegt es vielleicht wirklich einfach nur an den Reifen? Durch nur drei Rechtskurven auf dem Sachsenring wird nämlich das Risiko dadurch erhöht, dass die rechte Seite der Reifen meist nicht auf Temperatur kommt und so ein Sturz in der elften Kurve wahrscheinlicher wird.

Auch die Fahrer selbst sprechen sich über die Problematik in Kurve elf aus. Sie bemängeln die Tatsache, dass es nicht genügend Rechtskurven gibt, so dass man in der gefährlichen Kurve schließlich Probleme bekommt. So mancher sprach sogar davon, es würde nicht sonderlich viel Spaß machen, hier zu fahren. Dagegen spricht die allgemein gute Stimmung am Sachsenring, die sich trotz zahlreicher Unfälle bei den Fahrern und insgesamt knapp 205 000 Zuschauern hielt. Doch die Sicherheit darf nicht vernachlässigt werden. Schließlich würde man bei einem Auto ja auch nicht die Installation eines Schutzschalters vergessen, wenn es dadurch schneller wird. Ein Schutzschalter ist (ähnlich wie ein Fi Schutzschalter im Haushalt funktioniert), zum Beispiel dafür verantwortlich, die Elektrik eines Rennwagens zu unterbrechen, wenn es zu einem Kurzschluss, austretendem Treibstoff oder zu einer Stilllegung der Benzinpumpe kommt. Der Motor wird dann automatisch ausgeschaltet, damit keine zu hohe Gefahr für den Fahrer entsteht. Und genau dieser Punkt sollte bei allen Rennen im Mittelpunkt stehen. Mehr Informationen über Fehlerstromschutzschalter unter http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter

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