Isle Of Man TT – heißer Motorsport jenseits des Mainstreams

Die Durststrecke der deutschen Formel-1-Fans ist zum Glück bald beendet, denn nach langer Pause im Jahr 2015 kehrt die Königsklasse des Motorsports diesen Sommer zurück auf den Hockenheimring in Deutschland. Doch gerade diese Unterbrechung brachte manchen Freund heißer Renn-Action dazu, auch einmal in andere, weniger populäre Formate reinzuschnuppern. Dabei hat vielleicht so mancher Motorsportfreak richtig Feuer gefangen, denn es gibt sie tatsächlich noch, die Rennen, wo der eigentliche Sport noch ganz im Zentrum allesn Handelns steht! Vielleicht ist es auch ganz einfach mal an der Zeit, endlich über den Tellerrand der üblichen Mainstream-Klassiker zu blicken und sich aufzumachen zu neuen Ufern: Bei Formel-1 und NASACAR scheint es hauptsächlich noch um Profit zu gehen während andere Formate schlichtweg auf Rennspaß pur setzen!

 

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Neben dem brandneu ins Leben gerufenen Audi Sport TT Cup und der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft besitzen noch weitere Nischenformate das Potential, Rennsportfans ganz neu für ihr actionreiches Hobby zu begeistern. Echte technische Highlights und Fahrer auf dem Weg zum Weltklasse-Niveau gibt es auch – wer hätte das gedacht? – bei den motorisierten Zweirädern zu bestaunen. Die Tourist Trophy der Isle of Man, kurz Isle of Man TT, bietet sich hier als prägnantes Beispiel an. Sie findet bereits seit dem Jahr 1907 statt und hat über Jahrzehnte nichts an ihrem einzigartigen Reiz verloren. Die kleine Insel in der Irischen See bildet die perfekte Kulisse für ein heißes Rennen hart am Limit, das leider auch schon so manches Opfer gefordert hat. Seit 1911 sollen insgesamt 242 Rennfahrer auf dieser Strecke ihr Leben gelassen haben – die Gefahr lauert hier in jeder Kurve. Auf manchen Motorradfreak übt aber gerade dieses hohe Risiko eine schon fast magische Anziehungskraft aus – andere Fahrer wiederum steigen trotz der Gefahr in das Rennen ein. Die Tourist Trophy ist und bleibt umstritten, nichtsdestotrotz besitzt sie bereits einen festen Platz im Kalender zahlreicher passionierter Motorsportfans.

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Für das sagenhafte Rennen bleibt die prominente Unterstützung natürlich nicht aus: Weltweit agierende Konzerne wie Dunlop, Monster Energy oder auch Online-Poker-Gigant PokerStars werfen ihre Namen ins Rennen, um die TT kräftig zu fördern. Der Online-Anbieter ist selbst ansässig auf der Isle of Man und bringt sich als Titelsponsor des sechs Runden währenden Senior Rennens ein. Bereits seit 2007 unterstützt der Online-Anbieter die TT, das Unternehmen kreierte sogar einen eigenen »Spirit of TT«-Award, als Auszeichnung für rennsportbegeisterte Personen, die ganz besonderen Einsatz für das spannende Motorrad-Event zeigen. So wird die TT sicher in den nächsten Jahren noch weiter ins Licht der Öffentlichkeit rücken und immer mehr Fans in ihren Bann ziehen.

Die Tourist Trophy unter der Lupe: Aktuelles und Historisches

Der Parcours verläuft auf den normalen Straßen der Insel, er wird als Snaefell Mountain Course bezeichnet. Während der Trainingsfahrten und des eigentlichen Rennens muss der Individualverkehr auf andere Routen ausweichen: Also ein echtes Straßenrennen nach alter Manier, ohne sorgfältig berechnete Kurven und Geraden. Etwa 60 km legen die rasanten Maschinen auf der Rennstrecke zurück, Start- und Zielort ist die Inselhauptstadt Douglas. Auf dieser langen Strecke besteht für die Fahrer kaum die Möglichkeit, sich alle wichtigen Kurven inklusive ihrer Bremspunkte zu merken; hier sind ganz einfach fahrerisches Können und eine untrügliche Intuition gefragt. Der Rundparcours stellt höchste Ansprüche an jeden Teilnehmer und natürlich auch an die Technik der Zweiräder, die immer wieder mit neuen Verbesserungen aufwartet. Gestartet wird zeitversetzt, ein gemeinsames Starterfeld wäre auf der Strecke einfach zu gefährlich. Das schnellste Rennen wartet mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von über 200 km/h auf – und das, obwohl der Parcours von scharfen Kurven nur so strotzt. Beim normalen Motorrad-Grand-Prix liegt das Tempo beinahe 50 km/h niedriger! Die Maschinen rasen zwischen Steinwänden und Gebäuden hindurch, über Brücken hinweg und an steilen Böschungen entlang – einigermaßen sichere Sturzräume gibt es kaum. Da bricht nicht nur manchem Zuschauer der kalte (Angst)-Schweiß aus!

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Richtig irre wird es dann am Mad Sunday, wenn ein Teil der Strecke für den Normalverkehr in einer Richtung freigegeben wird. Früher galt diese Regelung für die gesamte Strecke, heute betrifft es nur noch die Mountain Road von Ramsey bis nach Creg Ny Baa. Doch das reicht schon, um für heftige Adrenalinstöße zu sorgen! Die beteiligten Fahrer des Privatverkehrs wissen hoffentlich genau, auf was sie sich einlassen, wenn sie sich am verrückten Sonntag für die Mountain Road entscheiden.

Starke Rekorde und waghalsige Fahrten

Der bislang schnellste Fahrer der Isle of Man TT trägt genau den passenden Namen: John MCGuinness schlug 2015 den Streckenrekord und schaffte es damit vielleicht tatsächlich ins Guinness-Buch der Rekorde: Mit einer durchschnittlichen Geschwindigkeit von 214 km/h absolvierte er den Parcours in 17 Minuten und 3,567 Sekunden. Mal sehen, wie lange diese fantastische Bestmarke Bestand haben wird!

Im Jahr 1954 wagte sich zum ersten Mal eine Frau auf die rasante Piste, gemeinsam mit ihrem Rennpartner erreichte Inge Stoll in der Gespann-Kategorie den 5. Rang. Drei Jahre später probierte sie es noch einmal, schied dann aber aufgrund einer Verletzung aus. Der Brite Joey Dunlup, der bis zu seinem Tod im Jahr 2000 als einer der erfolgreichsten Straßenrennfahrer aller Zeiten galt, holte sich volle 26 Mal den Sieg auf der Isle of Man. Nicht umsonst trug er den prägnanten Titel »King of the Roads«. Er ließ sein Leben bei einem Rennen in Estland, sonst hätte er womöglich noch die 30 Siege vollgemacht.

 

 

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Auch deutsche Rennfahrer schafften es im TT bis an die Spitze, der erfolgreichste von ihnen ist der Motorrad-Veteran Siegfried Schauzu. Er trat ebenso wie Inge Stoll im Seitenwagen-Rennen an, gemeinsam mit Wolfgang Kalauch bzw. Horst Schneider. Auf seiner BMW räumte er in den Jahren 1967 bis 1975 neunmal hintereinander den Siegespreis ab. Insbesondere sein herausragender Kurvenstil brachte ihm den Nicknamen »Sideways Sid« ein, auch die Deutsche Seitenwagenmeisterschaft konnte er sechsmal für sich entscheiden. Historische Erfolge auf der Isle of Man feierten auch Ewald Kluge in der 250er-Klasse im Jahr 1938 und Georg »Schorch« Meier auf BMW 1939 in der vielbestaunten 500er-Klasse. Kluge war der erste Deutsche, der den 1. Platz in einem TT-Rennen erreichte, der „Gusseiserne Schorsch“ war ihm mit einem Jahr Zeitverzögerung dicht auf den Fersen.

 

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Was viele nicht wissen: Audi nannte seinen TT nach der Isle of Man Tourist Trophy, was sicher auch auf Ewald Kluges grandiosen Sieg mit seiner DKW zurückzuführen ist. Ein weiterer Beweis dafür, dass die TT als historisches Motorradrennen auch in der Gegenwart noch hochaktuell ist und in Zukunft beste Chancen hat, wieder mehr Zuschauer und Profi-Fahrer für sich zu begeistern. Denn hier haben nervenzerreißende Spannung und atemberaubende Stunts noch ihren festen Platz!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Porsche-Fahrer Renauer und Jaminet gewinnen ADAC GT Masters

Ein Punkt war am Ende entscheidend: Dank Platz fünf im zweiten Rennen beim Saisonfinale in Hockenheim sicherten sich die Porsche-Fahrer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ihren ersten Titel im ADAC GT Masters und verwiesen damit die Rennsieger Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf den zweiten Gesamtrang. Platz zwei ging im 14. Saisonrennen an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team), den dritten Platz holten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP). "Ein Megatag", jubelte der frischgebackene Champion Renauer. "Unglaublich, dass wir den Titel geholt haben. Ich bin immer noch ein wenig baff."

Titelkampf beginnt turbulent

Der Titelkampf im alles entscheidenden Rennen begann dramatisch: Der Pole-Setter und Tabellendritte Maximilian Götz kollidierte bereits in der ersten Kurve mit dem Audi von Dries Vanthoor (20/B, EFP by TECE) und musste aufgeben. Mit dem Champion von 2012 und seinem Teamkollegen Markus Pommer waren damit die ersten der vier verbliebenen Titelkandidaten aus dem Rennen.

Das Rennen wurde nach einer kurzen Unterbrechung für Aufräumarbeiten neu gestartet. An der Spitze setzte sich Lamborghini-Werkspilot Christian Engelhart in den Folgerunden stetig vom Feld ab und baute seinen Vorsprung auf knapp sechs Sekunden aus. Auf Platz zwei folgte Audi-Fahrer Kelvin van der Linde vor dem BMW von Timo Scheider (BMW Team Schnitzer) und Tabellenführer Mathieu Jaminet, der von Platz zehn gestartet war. Bis zu den Fahrerwechseln blieb diese Reihenfolge stabil.

Danach machte Sheldon van der Linde, der von Bruder Kelvin übernommen hatte, in großen Schritten Jagd auf den führenden Lamborghini von Rolf Ineichen. Kurz vor Rennende war er am Schweizer dran und überholte diesen schließlich drei Runden vor Schluss. Mit 2,2 Sekunden Vorsprung fuhr er danach zum zweiten Saisonsieg. Den erhofften Titel verpassten die beiden Südafrikaner dennoch um nur einen Zähler. Denn mit Rang fünf hinter dem drittplatzierten Mercedes-AMG von Dontje/Buhk, die dank einer geschickten Boxenstoppstrategie Plätze gutmachten, und dem BMW von Timo Scheider und BMW-Junior Mikkel Jensen (23/DK) holten Renauer und Jaminet die entscheidenden Meisterschaftszähler. Mit 137:136 Punkten gewannen die "Neunelfer"-Piloten erstmals den Fahrertitel im ADAC GT Masters.

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Corvette-Sieg macht Titel-Vierkampf noch spannender

Showdown im letzten Saisonrennen: Nach dem Sieg der Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition) im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim liegen vor dem Finalrennen am Sonntag (ab 13.00 Uhr live bei SPORT1) noch vier Fahrerpaarungen im Titelrennen. Dank Platz zwei im Samstagsrennen führt das Porsche-Duo Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) weiterhin die Gesamtwertung an. Da die Audi-Fahrer Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im Mercedes-AMG als Dritte und Vierte ins Ziel kamen, können auch sie sich weiterhin Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. „Ich bin superhappy“, sagt Marvin Kirchhöfer. „Es wird morgen superspannend. Wir werden erneut alles geben.“ Das Mann-Filter Team HTP gewann am Samstag bereits vorzeitig den Titel in der Team-Wertung, Sheldon van der Linde holte mit einem Klassensieg in der Pirelli-Junior-Wertung vorzeitig den Titel in der Nachwuchsfahrerwertung, Remo Lips durfte sich vorzeitig über den dritten Titel in Folge in der Pirelli-Trophy-Wertung freuen.

Spannende Zweikämpfe der Titelrivalen
Die Rennsieger Kirchhöfer und Keilwitz verbesserten sich bereits beim Start von der dritten auf die zweite Position. Danach machte Startfahrer Kirchhöfer Jagd auf Pole-Setter und Tabellenführer Renauer. In der neunten Runde beschleunigte er den Porsche-Fahrer schließlich ausgangs der Spitzkehre aus und eroberte die Führung. Mit einer Serie schneller Runden baute Kirchhöfer anschließend seinen Vorsprung bis zu den Boxenstopps auf knapp 2,5 Sekunden aus. Partner Keilwitz blieb auch nach dem Pflichtfahrerwechsel vorn. In der Schlussphase wurde er noch einmal von Renauers Teamkollege Jaminet unter Druck gesetzt, sah aber nach 36 Runden mit 0,746 Sekunden Vorsprung als erster die Zielflagge. Dank des dritten Saisonsieges verbesserten sich Kirchhöfer und Keilwitz auf den zweiten Rang der Fahrer-Wertung und liegen punktgleich mit Pommer/Götz zehn Zähler hinter den Tabellenführern Renauer/Jaminet.

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Van der Linde-Brüder legen beim Finale vor

Starkes Statement im Titelkampf von den aktuellen Tabellendritten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) im ersten freien Training beim Finale in Hockenheim. Im Audi R8 setzten die Brüder im ersten freien Training die Bestzeit und lagen 0,254 Sekunden vor ihrem nächsten Verfolger. Die beiden Rennen des großen Finalwochenendes werden am Samstag (ab 14:30 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Die Brüder van der Linde beherrschten von Anfang an die 50-minütige Sitzung. Kelvin van der Linde setzte mit 1.40,074 Minuten bereits früh die erste Bestmarke, die bis in die Schlussminuten Bestand hatte. Zwar verloren die Titelkandidaten kurz vor Ende der Session zwischenzeitlich noch einmal den Spitzenplatz, doch dann erzielte Sheldon van der Linde mit 1.39,471 Minuten die endgültige Bestzeit. "Ich hatte bereits zu Beginn mit alten Reifen einen sehr guten Run", so Kelvin van der Linde. "Zum Schluss haben wir unsere Qualifying-Abstimmung für morgen ausprobiert, da es wohl im Lauf des Tages zu regnen beginnen soll. Wir sind gut vorbereitet. Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu tun, aber wir sind startklar für Samstag."

0,254 Sekunden hinter den Audi-Fahrern fuhren Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG auf den zweiten Rang vor Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) im schnellsten Lamborghini Huracán GT3. Die Top Fünf komplettierten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP) und Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport).
Die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) kamen auf den 14. Rang, nachdem sie in den Tests am Donnerstag die Tagesbestzeit erzielt hatten.

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