Gemeinsame Nutzung des Familienautos - das ist zu beachten

Wenn Kinder den Führerschein erwerben, ist das üblicherweise mit Veränderungen bei der Nutzung des Familienfahrzeugs verbunden. Denn schließlich wollen die Sprösslinge ihre erworbene Fahrberechtigung auch in die Tat umsetzen. Da ein eigenes Auto erst einmal eher die Ausnahme als die Regel darstellt, richtet sich das Augenmerk zunächst auf den Familienwagen.

Organisation und Timing gefragt

Das kann ein Gewinn für die ganze Familie sein, denn ein zusätzlicher Fahrer bedeutet mehr Flexibilität und Einsatzmöglichkeiten. Das Bringen und Holen im Zusammenhang mit Terminen und Veranstaltungen hat ein Ende und der Führerschein-Neuling kann manche Fahrten übernehmen, die früher nicht delegierbar waren. Andererseits wächst auch die Beanspruchung des Fahrzeugs. Schnell kann es zu Konflikten kommen, wenn sich Nutzungswünsche überschneiden und nicht miteinander vereinbar sind. Klare Regelungen im Vorfeld, eindeutige Absprachen und eine koordinierte Terminplanung helfen, solche Probleme zu vermeiden.

Kostenfaktor Versicherung

Wird das Auto mehr und häufiger gefahren, macht sich das natürlich bei den Kosten bemerkbar. Das betrifft nicht nur Ausgaben fürs Tanken. Intensiveres Fahren bedeutet schnellere Abnutzung und höheren Aufwand bei Wartung und Pflege. Die anfallenden Mehrkosten sollten bei der Haushaltsplanung berücksichtigt werden. Dies gilt auch für den wichtigen Kostenfaktor Versicherungsschutz. Wenn der Führerschein-Neuling das Familienauto nutzen soll, muss der Fahrerkreis bei der Kfz-Versicherung entsprechend erweitert werden - das kann recht teuer werden.



In Abhängigkeit der Typklasse des Fahrzeugs verdoppeln sich im Schnitt die Prämien bei Einbeziehung von Fahranfängern, im einigen Fällen erhöhen sich die Beiträge sogar um bis zu 150 Prozent. Absolut ausgedrückt sind das mehrere hundert Euro pro Jahr. Der Grund für diesen "Preissprung" ist das deutlich höhere Unfall- und Schadenrisiko, das Führerschein-Neulinge gewöhnlich mitbringen. Die Erweiterung des Fahrerkreises kann daher ein guter Anlass sein, den bestehenden Kfz-Schutz zu überprüfen und zu einem günstigeren Anbieter zu wechseln. Denn trotz des zu erwartenden "Zuschlags" - es gibt trotzdem eine erhebliche Konditionen-Bandbreite am Markt.

Zweites Familienauto vorhanden?

Häufig ist nicht nur ein Familienauto vorhanden, sondern auch ein Zweitfahrzeug, das dann bevorzugt oder exklusiv vom Fahranfänger genutzt wird. Hier kann es sinnvoll sein, diesen Zweitwagen über die Eltern zu versichern und den Führerschein-Neuling als Fahrer einzutragen - sofern dies vom Versicherer zugelassen wird. Das ist wesentlich günstiger als eine Extra-Versicherung für den Sprössling. Nachgewiesene Fahrpraxis wie beim begleiteten Fahren ab 17 Jahren wirkt sich zusätzlich vorteilhaft aus. Nach einigen Jahren Fahrpraxis lässt sich dann die Versicherung vergleichsweise günstig auf den jungen Fahrer umstellen. Eine Alternative zur Versicherung des Zweitwagens über Eltern bieten sogenannte Familientarife. Hier ermöglichen manche Versicherer bessere Konditionen, wenn alle Fahrzeuge einer Familie unter "ihrem Dach" versichert sind. Weitere Informationen zu lohnenswerten Sparmöglichkeiten sind hier zu finden.

Versicherungsvergleich lohnt sich

Auf jeden Fall ist ein Vergleich der Alternativen zu empfehlen. Mit dem passenden Versicherungsschutz lässt sich bei Familienfahrzeugen deutlich sparen. Der Direktversicherer Allsecur bietet auf seiner Seite ausführliche Informationen rund um die Themen Zweitwagenversicherung, Versicherung von Fahranfängern und dem Wechsel der Kfz-Versicherung.