Der KW Berg-Cup in St.Anton/A: 2:2 zwischen Österreich und KW Berg-Cup
Der KW Berg-Cup in St.Anton/A: 2:2 zwischen Österreich und KW Berg-Cup

2:2, das ist der Spiel-Endstand im Action geladenen Gipfelturnier zwischen den Hill-Climb-Assen in Rot-Weiß-Rot und der angereisten KW Berg-Cup Delegation beim 17. Internationalen Bergrennen St. Anton an der Jeßnitz am 30. und 31. Mai 2015. Das genannte Ergebnis ist bezogen auf die Siege in den vier Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung. Bevor wir uns aber der reinen Renn-Berichterstattung zuwenden, vorab noch ein kurzer Stimmungslage-Report aus dem Fahrerlager im Ötscherland.

Dieses zu erreichen gestaltete sich für einige Berg-Cup’ler zum echten Hürdenlauf. Lasst uns zwei Beispiele stellvertretend aufgreifen: Thomas Stelberg plant wie immer seriös, tritt die 800 Kilometer Reise frühzeitig an. Das ist gut so, denn er muss gleich zwei außerplanmäßige Boxenstopps in Würzburg und Nürnberg einlegen, braucht sogar die Hilfe des Abschleppdienstes. Dann funktioniert sein Wohnmobil endlich wieder, bringt ihn und den Polo noch rechtzeitig am Freitag nach Niederösterreich. In Würzburg muss übrigens auch Familie Heindrichs ihre 875 Kilometer Tour unfreiwillig unterbrechen. So verbringen Thomas und unsere KW Berg-Cup Belgier den Mittwochabend gemeinsam auf dem Werkstatthof. Nichtsahnend, dass ihre Technik Gremlins beim Wohnmobil-Service nicht wirklich ausgemerzt, sondern lediglich in ihre Rennautos umgesiedelt werden. Na ja, auch kleine Kobolde wollen halt ab und zu auf Urlaubs-Abenteuerreise gehen.

St. Anton an der Jeßnitz selbst präsentierte sich herzlich und gastfreundlich, so wie aus den Vorjahren bekannt. Wohltuend entspannt ging die vom EMSI-Motorsport Team bestens inszenierte Veranstaltung, die auch zur Österreichischen Berg-Meisterschaft zählte, über die Bühne. Urlaubsfeeling machte sich breit. Jeweils pünktlich um 9:00 Uhr startend wurden alle ausgeschriebenen Läufe durchgeführt, also drei Übungsdurchgänge am Samstag und drei spannende Rennläufe am Sonntag. Auch Petrus spielte weitestgehend mit, ließ das hochselektive, 3,25 Kilometer lange Steinleiten-Asphaltband trocken. Ganz leichter Nieselregen zwischen Probe-Heat zwei und drei verflüchtigte sich umgehend, erst nach dem Trainingsende gegen 16:00 Uhr setzten weitere Niederschläge ein. Diese begleiteten auch die Fahrer- und Videopräsentation im gut gefüllten Festzelt, in derem Rahmen bereits ein aktueller Samstags-Zusammenschnitt aller Teilnehmer zu sehen war. Am nächsten Morgen hatten sich die Wolken verzogen, Slicks waren wieder angesagt, angenehme Temperaturen und Sonnenschein verwöhnten die Akteure und die zahlreichen Fans.

53. Wolsfelder Bergrennen 2015 - Unverhofft kommt selten oft
53. Wolsfelder Bergrennen 2015 - Unverhofft kommt selten oft

Der wahre Motorsportfan spricht ja nicht in Feiertagen oder von einem Datum, nein er spricht in Veranstaltungen, wenn er über seine Terminplanung erzählt. So verkommt der 1. Mai als Eschdorf und Pfingsten eben als Wolsfeld -  und das ist auch schon seit nun 53 Jahren so. Nämlich genauso lange gibt es das Wolsfelder Bergrennen im kleinen Ort Wolsfeld in der Südeifel. Unlängst der Grenze zum Nachbarland Luxemburg führt eine 1,6 km lange Strecke mit vielen schnell aufeinander folgenden Kurvenkombinationen den Wolsfelder Berg hinauf. Der Flug durch die "kleine Grüne Hölle" gleicht dem eines Hubschrauberfluges im heimischen Wohnzimmer. Gerät man hier einmal aus dem Tritt läuft man Gefahr den Schrank, ähm pardon, eine Leitplanke oder Hang zu knallen. Action ist also immer eine Menge geboten und das Team vom EMSC Bitburg mit seiner erfahrenen Führungsspitze Christoph Schackmann und Günther Hoor, tun alles für einen tollen Rennablauf.  Dem Ruf des Berges folgten knapp über 130 Starter aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Auch wieder mit dabei war das Schweizer Bergurgestein Bruno Ianniello auf seinem Lancia Delta S4 16V. Man könnte meinen, als die Italiener den S4 gebaut haben, hätten sie ihn genau für den Wolsfelder Berg gebaut. Wohl kein anderes Auto ist so perfekt für diese Bergrennstrecke konstruiert - kurz, Allrad, doppelt mittels Kompressor und Turbolader zwangsbeatmet, sprintet der S4 wie ein Derwisch den Berg hinauf - virtuos bewegt vom immer gut aufgelegten Bruno Ianniello.

Am Trainingssonntag sah auch noch alles nach einem ungefährdeten Tourenwagensieg für Bruno aus, doch eine kleine Wetterkapriole am Rennmontag mischte alles oberhalb der 1600er Klasse komplett durcheinander - aber immer der Reihe nach. Lokalmatador Patrick Orth presste seinen BMW 320is im Training hochmotiviert das Geschlängel hinauf und stellte sich insgeheim schon Siegmodus für den Renntag ein. Polotreter Peter Naumann im aufgeladenen VW Polo II Supercharger war nicht minder schnell unterwegs und hegte wohl ähnliche Ambitionen. Björn Wiebe im blauen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC wollte da wohl auch noch ein Wörtchen mitreden und so freuten sich alle auf einen spannenden Renntag am Pfingstmontag oder Wolsfeldmontag.

48. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2015 - News No. 4
48. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2015 - News No. 4

Kartenvorverkauf zum 48. Int. Osnabrücker Bergrennen gestartet

Auch in diesem Jahr bietet der MSC Osnabrück wieder einen Kartenvorverkauf über seine Homepage www.msc-osnabrueck.com an.

Interessierte werden bei einem Klick auf den entsprechenden Button durch ein übersichtliches Menü geführt und können sich ihre Tickets schon frühzeitig sichern. Die Tagestickets für den 1. und 2. August sind im Vorverkauf nicht nur günstiger zu erwerben, an der Tageskasse können die Besucher Wartezeiten umgehen und durch die Sonderkasse schnell das Veranstaltungsgelände erreichen.

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, VIP-Gutscheine für den überaus attraktiven VIP-Bereich mit einem phantastischen “All in-Angebot” zu erwerben.

Kinder von 0 – 9 Jahren wieder freien Eintritt; Jugendliche von 10-17 Jahren bezahlen nur die Hälfte.

FIA Hill Climb Cup Gewinner  Niki Zlatkov plant erneut einen Start mit dem Ur-Quattro

Die große Fangemeinde des Ur-Quattros darf sich freuen: Nikolay Zlatkov aus Sofia hat jetzt seinen Terminplan für 2015 veröffentlicht. Darin ist auch wieder das Int. Osnabrücker Bergrennen zu finden. Der mit  atemberaubenden Sound ausgestattete 850 PS starke Bolide zieht die Fans magisch an. Klar, dass der sympathische Bulgare nach seinem Tourenwagen-Sieg am „Uphöfener Berg“ wieder zu den Top-Favoriten gehört. Mit seinen geplanten Starts überwiegend in Italien und Osteuropa strebt er die Titelverteidigung des europäischen Championats 2015 an.

Mission Possible: Der DMSB Berg-Team-Cup 2015 läuft
Mission Possible: Der DMSB Berg-Team-Cup 2015 läuft

Uff, das war knapp! In allerletzter Minute kamen die vom DMSB als Mindestmenge zur Austragung geforderten 5 Einschreibungen zustande. Und um der Wahrheit die Ehre zu geben: Es sind sogar sechs Mannschaften geworden, also exakt eine mehr als unbedingt benötigt.

Sie kommen aus den unterschiedlichsten Stellplätzen in den Fahrerlagern. „Team Bayernblitz“ zum Beispiel ist bunt gemischt. Alexander Reder und Jörg Weidinger agieren in Tourenwagen, Uwe Lang sitzt im E2-Sports-Car, sein Junior Georg in einem Formelauto. Zwei Einschreibungen versuchen die Fahnen der Rennsport-Fahrzeuge hoch zu halten. Zähler für das „MSC Osnabrück Rennsport Team“ sammeln Bernd Letmade, Robert Meiers, Günter Miethke und Gerhard Siebert. Frank Debruyne, Dino Gebhard sowie Mathieu und Uwe Wolpert treten im Rahmen ihrer 2015er Berg-Tournee als die „Fantastic Four“ auf. Drei Gipfelsturm-Seilschaften bestehen aus KW Berg-Cup Aktiven. Eine davon, „Die Eichenbühler“, ist sogar in einer einzigen, uns bestens bekannten, unterfränkischen Ortschaft zuhause. Nils Abb, Rekordmeister Norbert Brenner, Christof Hörnig und Stefan Winkler heißen ihre Mitglieder. Alle vier „Meisterjäger“ vertrauen auf VW Fahrzeuge, die von Frank Duscher, Armin und Silvia Ebenhöh sowie André Stelberg eingesetzt werden. In bewährter und unveränderter Aufstellung treten die „Gipfelstürmer 54“ zur nun möglichen Mission Titelverteidigung an. Peter Naumann, Roman Sonderbauer, Manfred Schulte und Franz Weißdorn wollen auch 2015 maximale Punkte einfahren.

Das ist ihnen beim Auftakt in Luxemburg bestens gelungen. Der 1600er Klassensieg von Manfred Schulte sowie der zweite Platz von Peter Naumann und der sechste Rang von Roman Sonderbauer bei den 2-Litern brachten stolze 56,2 Zähler auf ihr gemeinsames Berg-Punktekonto. Damit führen sie die aktuelle Berg-Team Hitliste an. 3,6 Points vor den „Meisterjägern“ und 4,2 Zähler vor den „Fantastic Four“.

Knappe Abstände also, das verspricht Spannung! Schon am Pfingstwochenende gilt es in Wolsfeld die Punktebestände zu vermehren. Um für die entscheidende Jahres-Schlussbilanz bestens gewappnet zu sein. Wir werden die Team-Kurs-Entwicklung gemeinsam genauestens beobachten und verfolgen – versprochen!

Bergrennen Mickhausen 2015 - Endgültige Absage
Bergrennen Mickhausen 2015 - Endgültige Absage

Bei einer gemeinsamen Sitzung des Orgateams und der Vorstandschaft des ASC Bobingen am vergangenen Mittwoch konnte für die Probleme im organisatorischen, personellen und technischen Bereich für das internationale ADAC Bergrennen Mickhausen 2015 leider keine Lösungen gefunden werden. Bereits vor ein paar Tagen hatte der Veranstalter alle Prädikate an den DMSB zurückgegeben.


Dem ASC Bobingen liegt die Fortführung dieser Traditionsveranstaltung sehr am Herzen. Wir wollen auch weiterhin allen Fans hochklassigen „Motorsport zum Anfassen“ mitten in den Stauden bieten. 

Um 2016 das Bergrennen wieder durchführen zu können, wird seitens des Orga-Teams mit Hochdruck an einem tragfähigen Konzept gearbeitet.

„Berg-Werkler“ am Nürburgring beim ADAC Zurich 24h-Rennen erfolgreich
„Berg-Werkler“ am Nürburgring beim ADAC Zurich 24h-Rennen erfolgreich

Die Bedingungen beim Klassiker auf der legendären Nürburgring Nordschleife sind bekannt schwierig und höchst anspruchsvoll. 24 Stunden Vollgas am Stück bei Tag und Nacht, bei launischem Eifelwetter, bei wechselnden Fahrbahnbedingungen, bei regem Verkehr, bei sich ständig ändernden Situationen. Fitness, Speed, Gespür für Taktik, Einteilung, Materialschonung, Cleverness, Selbstdisziplin, das sind nur einige der vielen Anforderungen an die Piloten, die sich in den Cockpits abwechseln. Wer die Hatz zweimal rund um das Uhr-Ziffernblatt ohne größere Probleme überstehen möchte, der braucht dazu standfestes Material, ein technisch bestens vorbereitetes und betreutes Auto, eine Top-Boxenmannschaft, ein stets glückliches Händchen bei der Reifenwahl und – last, but not least – auch das Glück des Tüchtigen.

Dies stand diesmal KW Berg-Cup Mitbegründer Andreas Schettler und seinem Pixum Team Adrenalin Motorsport in den entscheidenden Momenten zur Seite. Zum Beispiel als Andreas in der Nacht nach einem Überrundungsmanöver die Straße ausging. Auf die nasse Spur neben der Ideallinie gekommen, kreiselte der Baden-Badener in die Leitplanke, beschädigte sich dabei die Frontschürze. Ein Tape-Not-Schnellverband musste an der Box aufgelegt werden, flott ging es zurück auf die Piste. Auf der es trotz eines zweiten „Big Moments“, für den einer von Andreas Mannschaftskollegen sorgte, hervorragend lief. Die Klassenführung stets beständig ausbauend, stellte man nach der Nacht auf „Materialschonung“ um, kontrollierte das Geschehen souverän. 5(!) Runden betrug nach langen 24 Stunden der Vorsprung der V5-Sieger, die sich obendrein über Rang 49 der Gesamtwertung im mehr als 150 Teilnehmer umfassenden Feld freuen durften, dabei im Serienauto viele wesentlich stärkere Fahrzeuge hinter sich lassend.

Mission Impossible? - oder: Die Titelverteidigun gim DMSB Berg-Team-Cup
Mission Impossible? - oder: Die Titelverteidigun gim DMSB Berg-Team-Cup

Können die „Gipfelstürmer 54“ ihren 2014 errungenen Sieg in der DMSB-Berg-Team-Challenge, die jetzt gemäß den allerneuesten DMSB Meisterschaftsbestimmungen DMSB-Berg-Team Cup heißt, verteidigen oder nicht? Der Wille und die Motivation dazu ist da, die Mannschaft unverändert. Aber Franz Weißdorn, Manfred Schulte, Roman Sonderbauer und Peter Naumann drohen die Konkurrenten auszugehen. Denn bisher haben sich insgesamt lediglich drei Teams zusammengefunden und eingeschrieben. Deren fünf müssen es aber unbedingt sein, sonst kommt der DMSB-Berg-Team Cup 2015 nicht zur Austragung. Bereits am nächsten Freitag (15.05.) ist Nennschluss, viel Zeit bleibt also nicht mehr.

In 2014 bewarben sich immerhin acht rasante „Fahrgemeinschaften“ um die DMSB Team Krone. Vier davon wurden von eingeschriebenen KW Berg-Cup Teilnehmern gebildet. Wer also Lust darauf verspürt, zusammen mit drei weiteren Gleichgesinnten als Quartett im Bergrenngeschehen mitzumischen, der muss sich sputen. Auf der Homepage www.dmsb.de könnt ihr über die weiteren Menüpunkte Automobilsport / Bergrennen / Bulletins und Informationen für Teilnehmer problemlos bis zum Einschreibeformular navigieren. Euer Spieleinsatz beträgt pro Team 85,- Euro.

Etwas pikant und kurios ist die Situation schon: Denn wenn der DMSB-Berg-Team-Cup 2015 mangels Masse wirklich nicht zustande kommen sollte, dann wäre das alleine in der letzten Zeit nach dem Classic-Berg-Pokal CBP und der Internationalen Deutschen Bergmeisterschaft für Rennsportfahrzeuge immerhin schon der dritte vom DMSB initiierte Wettbewerb, der sich am „freien Markt“ auf Dauer nicht behaupten und durchsetzen kann. Alleine schon deshalb drücken wir der Berg-Mannschafts-Meisterschaft auf alle Fälle kräftig die Daumen zum weiteren Bestehen!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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