42. Homburger ADAC Bergrennen findet am 11./12. Juli 2015 statt
42. Homburger ADAC Bergrennen findet am 11./12. Juli 2015 statt

Mit dem Homburger Bergrennen geht es wieder bergauf

Das Bergrennen in Homburg ist noch eines von neun, in Hochzeiten waren es einmal über 70, Veranstaltungen dieser Art in ganz Deutschland und seit genau 30 Jahren fester Bestandteil des Kalenders der Deutschen Automobil-Bergmeisterschaft des Deutschen Motorsport Bundes (DMSB). Das 41. Rennen auf der Käshofer Straße im vergangenen Jahr endete für den Homburger Automobilclub (HAC) mit einem finanziellen Desaster. Die Freude über den überraschenden Gesamtsieg des HAC-Mitglieds Timo Bernhard verflog schnell, denn nach dem Kassensturz klaffte ein Loch von über 12.000€ in der Vereinskasse. Das miserable Wetter und das am selben Tag stattfindende Endspiel um die Fußball WM bescherten dem Club eine Minuskulisse.

Jetzt gab die Vorstandschaft des HAC grünes Licht für die 42. Auflage der weit über die Grenzen der Region bekannten Motorsportveranstaltung, sodass am 11. und 12. Juli wieder die Motoren zwischen dem saarländischen Homburg und dem westpfälzischen Käshofen angelassen werden. Dank der Unterstützung des ADAC Saarland e.V., zusagen einiger Sponsoren, einer Spendenaktion in der Bergrennszene und nicht zuletzt durch das Engagement von Porsche-Werksfahrer und Le Mans-Sieger Timo Bernhard, konnten die im Vorfeld notwendigen finanziellen Mittel letztendlich „zusammengekratzt“ werden.

Das lange im Raum stehende Aus der saarpfälzischen Traditionsveranstaltung, hätte nicht nur den Veranstalter Homburger Automobilclub bis ins Mark getroffen, sondern auch den Fortbestand der ganzen Meisterschafts-Rennserie gefährdet und nach dem Verlust des Trierer Bergrennens vor vier Jahren, die Motoren der Berg-Rennwagen in der Region ganz verstummen lassen.

Der aktuelle Aufwärtstrend und eine Zukunftssicherung sind jetzt eng mit dem Wetter am zweiten Juli-Wochenende verknüpft. Die HAC-Mitglieder richten schon jetzt das ein oder andere Gebet an den „Wetter-Gott“. „Wir sind zuversichtlich und essen zur Sicherheit unsere Teller immer leer“, scherzt Rennleiter Jürgen Guckert. „Aber im Ernst, ein verregnetes Rennwochenende hätte für den Club und das Rennen erneut schwerwiegende Folgen“.

In den kommenden Tagen und Wochen laufen die ersten administrativen Vorbereitungen im Rennbüro von Organisationsleiter Hartmut Schöffler an. Arbeitspensum und Anspannung wird sich dann bis in die heiße Phase Anfang Juli kontinuierlich steigern.

27. European Hill Race Eschdorf 2015 - Wechselnde Bedingungen an der Sauer
27. European Hill Race Eschdorf 2015 - Wechselnde Bedingungen an der Sauer

Nicht weniger als drei Veranstaltungen stellte die Union des Pilotes in den letzten 12 Monaten auf der 1,8 km lange Strecke im kleinen Ort Eschdorf (Distrikt Diekirch) auf die Beine. Eine wahre Mammutaufgabe, wenn man sich mal überlegt was alles organisatorisch dahinter steckt. Aber das Team um Yves Thommes leistete gewohnt gute Arbeit und stellte sich wieder einmal mehr mit einer blitzsauberen Veranstaltungen vor.  Die Einwohner des knapp 2.300 Seelen Dorfes inmitten der  bewaldeten Hügellandschaft mit den prägenden  Schieferfelswänden, kennen also so langsam die Geräuschkulisse hochgezüchteter Rennmotoren um dem damit verbundenen Troubel. Das ganze Dorf ist auf und unterstützt das Team und die Fahrer wo es nur kann. Der Wettergott meinte es leider nicht allzu gut und spielte mit sehr gemischten Karten. Während der Freitag und Samstag bis abends noch wohl temperiert und durchaus als sonnig zu beschreiben war, machte der Rennsonntag allen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Reifen wechseln und Regenprogramm in den Köpfen laden war auf Fahrerseite angesagt, warme und regenfeste Kleidung bei den zahlreichen Fans und Medienvertretern.

Die Meute der luftgekühlten Heckmotorfraktion aus dem NSU Bergpokal fuhren dieses Mal unter der Fahne des Berg Cups und fühlten sich hier auch sichtlich wohl. Für den ein oder anderen noch etwas ungewohnt, fehlte doch der Rekordchamp aus dem NSU Bergpokal - Steffen Hofmann, der dann in der Klasse der 1150er mit seinem bekannten blauen NSU auftauchte. Als Antrieb dient ein neu aufgebautes NSU 16V Triebwerk, was leider am Ende des ersten Trainingslaufes seinen Dienst quittierte. Motorbauer und Teampartner Jörg Davidovic schaut sich zur jetzigen Zeit bestimmt schon den Motor an um ihn wieder für den nächsten Renneinsatz flott zu machen. Zu den sonst bekannten Startern gesellten sich noch ein paar Exoten aus dem nahen Ausland hinzu. Mit dabei war Mike Manning im Ford Puma Cosworth, der aus allen erdenklichen Ecken Flammen spuckte. Auch die beiden infernalisch gehenden Norma  M20FC V8 von Sebastien Petit und Cyrille Frantz waren am Start und begeisterten die Fans entlang der 1,850 km langen Strecke.

Das Training verlief bis auf ein paar kleine Dreher ohne nennenswerte Vorkommnisse. Unter komplett trockenen Bedingungen wurden bis etwa 17.30 Uhr drei Heats durchgezogen, bevor man dann am Abend zum gemütlichen Teil eines jeden Bergrennens übergehen konnte. Unser Kameramann Sven Koob hat sich für dieses Jahr zum ersten Mal für die komplette Saison eingeschrieben und zeigt mit seinem Fiat X1/9 in typischen Koob Motorsportfarben, dass er auf jeden Fall fahren kann aber leider ein Opfer der noch fehlenden Leistung des 1,3L Triebwerks ist. Das neue 1,4 L Triebwerk lässt noch auf sich warten und wird hoffentlich Ende Juni zum Ibergrennen zur Verfügung stehen. Im trockenen ging also nicht mehr, dafür im Regen umso mehr und Sven konnte seinen Fiat auf P6 abstellen.

100octane.de Bergrennen Autoquartett - Edition 2015
100octane.de Bergrennen Autoquartett - Edition 2015

Wir freuen uns, Euch das 100octane.de Bergrennen Autoquartett in der Editon 2015 präsentieren zu dürfen. Die Winterpause, also die rennfreie Zeit, war ja bekanntlich lang und Raum für neue Ideen war genügend gegeben. Mit Bergrennfahrer Tobias Klimsa haben wir das Thema schon vor einigen Jahren besprochen und wollten diese Idee nun in die Tat umsetzen. So ist in den vergangenen Wochen das Bergrennen Autoquartett 2015 entstanden und wird ab ca. Anfang Mai 2015, also pünktlich zum European Hill Race Eschdorf, verfügbar sein. Das Produkt ist "Handmade with pride", also handgemacht und kein Massenerzeugnis. Vorerst ist das Bergrennen Autoquartett exklusiv über uns zu per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon unter 05224-9299141 für etwa 10,00 € zzgl. Versandkosten zu beziehen. 

News&Facts No.4 - Cars&Fun - 48. Osnabrücker Bergrennen 2015
News&Facts No.4 - Cars&Fun - 48. Osnabrücker Bergrennen 2015

Am 1./2. August 2015 stehen auf der 2,030 km langen Kultstrecke des „Uphöfener Berges“ im Osnabrücker Land wieder die grandiosen und schnellen PS-Boliden im Mittelpunkt beim 48. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen.

Der Automobil-Event bietet ein einmaliges und spektakuläres Programm mit zahlreichen nationalen und internationalen Automobil-Meisterschaften, an der Spitze der 9. Lauf um den FIA Int. Hill Climb Cup 2015, präsentiert von der RWE.

Und für die Besucher besonders attraktiv: sie sind hier „hautnah“ dabei, ob an den Schlüsselstellen der kurvenreichen Rennstrecke oder in allen Teilen des Fahrerlagers – mit einer  Eintrittskarte erlebt man die letzten Vorbereitungen zum Start, verfolgt, ob der Teilnehmer beim Kampf gegen die Uhr die Ideallinie in seinem Lauf findet oder führt mit den Piloten ein zwangloses „Benzingespräch“.

Sportlich steht der das Ringen um die Bestzeiten  der schnellsten europäischen Piloten mit ihren Formel-Rennwagen, Sportwagen und Tourenwagen im Mittelpunkt des Besucher-und starken Medieninteresses. Die spektakulären Boliden der Formel-3000-Rennwagen, der offenen ein-und zweisitzigen Rennsportfahrzeuge sowie der anderen Formel-Gruppen, die bei Spitzenleistungen von fast 600 PS gerade mal ein Gewicht von etwas mehr als 500 kg auf die Waage bringen, stellen hierbei die Top-Favoriten auf den Gesamtsieg. 

Kevin Ferner ist der neue Vizepräsident des Berg-Cup e.V.
Kevin Ferner ist der neue Vizepräsident des Berg-Cup e.V.

Satzungsgemäße Teilneuwahlen waren einer der Punkte auf der Tagesordnung der ordentlichen Mitgliederversammlung des Berg-Cup e.V. am letzten Sonntag in Bad Mergentheim Edelfingen. Stolze 95 stimmberechtigte Mitglieder fanden den Weg ins Taubertal, um bei der wichtigsten Versammlung des Trägervereins des KW Berg-Cups und des NSU-Bergpokals dabei zu sein.

Da sich der bisherige Vizepräsident Manfred Schulte aus beruflichen Gründen nicht mehr für eine weitere Amtszeit zur Verfügung stellen konnte, musste nach einem passenden Nachfolger gesucht werden. Dieser wurde mit dem in Bergrennkreisen bestens bekannten Heiligenstädter Kevin Ferner rasch gefunden. In ihren Ämtern bestätigt wurden Bea Flik als Schriftführerin und Wolfgang Glas als 1. Sportleiter. Um der Berg-Cup Vorstandschaft einen Teil ihrer umfangreichen Arbeit abzunehmen, wird sich Manfred Schulte weiterhin verantwortlich um den KW Berg-Cup Auftritt im Rahmen der Essen Motorshow kümmern.

Die enge Zusammenarbeit zwischen dem KW Berg-Cup, dem DMSB-Fachausschuss Bergrennen sowie den Veranstalterpartnern wird nochmals vertieft. Denn 2015 wird die vom DMSB-Fachausschuss initiierte Siegerehrung der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft ein Teil der KW Berg-Cup Meisterfeier sein. Ein Schritt, der von allen Beteiligten sehr positiv aufgenommen wurde.

Einen ausführlichen Report über die weiteren Punkte der Mitgliederversammlung des Berg-Cup e.V. wird es in einigen Tagen geben. Alle Vereinsmitglieder erhalten das Protokoll der Versammlung zugeschickt, die zahlreichen passiven Mitglieder dazu ein Exemplar des brandneuen Berg-Cup Magazins.

48. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2015 - Broschüre FIA Int. Hill Climb Cup 2015
48. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2015 - Broschüre FIA Int. Hill Climb Cup 2015

Der internationale Automobilsport-Weltverband FIA hat jetzt die offizielle Broschüre zum FIA Int. Hill Climb Cup 2015 veröffentlicht.

Auf insgesamt 24 Seiten werden die 13 Veranstaltungen, die in 7 Nationen ausgetragen werden, vorgestellt. Daneben gibt es einen Rückblick auf die Sieger des Cups 2014 sowie Informationen zum diesjährigen Reglement dieser europäischen Berg-Meisterschaft. In diesem Jahr wurden bei der Fotoauswahl insbesondere Motive des letztjährigen 47. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens 2014 berücksichtigt. Auf der Titelseite ist der BMW Z4 GT3 des Osnabrücker Automobilhändlers Henry Walkenhorst abgebildet, der in 2014 den 3. Gesamtrang im Tourenwagen-Klassement belegte.

Auf der Rückseite des Heftes sind der spektakuläre Opel Kadett C Coupe von Holger Hovemann sowie der Formel 3000 des Schweizers Tiziano Riva, Vizemeister des letztjährigen Cups, ebenfalls im Einsatz am “Uphöfener Berg”, abgebildet; außerdem im Innenteil ein Foito von Keith Edwards mit dem Ur-Quattro-Boliden. Die Präsentation des 48. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens 2015 mit dem Titellogo 2015 und weiteren Informationen befindet sich auf Seite 13.

Die Broschüre wurde auf der Homepage der FIA unter dem  Download http://www.fia.com/season-brochure-2015-fia-ihcc-engfraitager bereitgestellt. Außerdem wird die gedruckte Fassung, die überwiegend über die Veranstalter und aktiven Fahrer europaweit zur Verteilung kommt, in Kürze erscheinen.

News&Facts No.3 - Cars&Fun - 48. Osnabrücker Bergrennen 2015
News&Facts No.3 - Cars&Fun - 48. Osnabrücker Bergrennen 2015

Das neue Plakat ist da!  -  Weitere „heiße“ Werbephase beginnt

Mit der Veröffentlichung des neuen Plakates beginnt eine weitere “heiße Werbephase” zum diesjährigen “Cars”"&Fun” 48. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen am 1./2. August auf der Strecke am “Uphöfener Berg” im Osnabrücker Land. Wie gewohnt, finden sich zahlreiche Partner und Sponsoren darauf wieder, die eine wichtige “Grundlage” für die erfolgreiche Durchführung dieses sehr beliebten Automobil-Events schaffen. Neben der unbegrenzten Online-Verbreitung wird in diesem Jahr die Druckauflage in den Größen A 0, A 1, A 2 und A 3 auf insgesamt 5.000 Exemplare festgelegt.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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