Ehre wem Ehre gebührt – Siegerehrung der Meister und Platzierten der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft 2014 am 8. November
Ehre wem Ehre gebührt – Siegerehrung der Meister und Platzierten der Deutschen Automobil-Berg-Meisterschaft 2014 am 8. November
Bereits im Februar diesen Jahres anlässlich der Tagung des DMSB-Fachausschusses “Bergrennen” mit den Veranstaltern in Rimbach wurde einvernehmlich festgelegt, dass die diesjährige Siegerehrung der Deutschen Automobil-Bergmeister und Platzierten  2014 vom MSC Osnabrück e.V. ausgerichtet wird.
 
Am 8. November (Beginn 19:00 Uhr) lädt der norddeutsche Berg-Veranstalter in das festliche “solarlux-Forum” in Bissendorf im Rahmen der “Race Challenge 2014” zu einer großen Festveranstaltung ein. Die Gäste aus der Bergszene erwartet dabei neben vielen kulinarischen Köstlichkeiten ein tolles Unterhaltungsprogramm u.a. mit Überraschungskünstler und einer Top-Partyband.
 
Als Höhepunkt des Abends steht dann die Ehrung der Meister und Platzierten der beiden Divisionen sowie der Mannschaften und Junior-Wertung durch die Mitglieder des Fachausschusses an. Die Trophäen und Pokale werden von dem in der Bergszene bestens bekannten Odenwälder Reifenhändler Dieter Knüttel gestiftet.
 
Sobald die endgültige Auswertung der Prädikate durch den DMSB nach dem Saisonfinale in Mickhausen vorliegt, erhalten diejenigen Fahrerinnen und Fahrer, denen eine Ehrung zu Teil wird, kurzfristig die Einladung übersandt.
 
Der Fachausschuss “Bergrennen” des DMSB und der MSC Osnabrück e.V. freuen sich, gemeinsam mit rund 300 Gästen (u.a. die Veranstalter und viele Freunde aus der deutschen Bergszene), auf eine stimmungsvolle Feier mit anschließender langer Partynacht in einer herrlichen Location.
Klaus Wilschrey - Ein gelebtes Leben ist zu Ende!
Klaus Wilschrey - Ein gelebtes Leben ist zu Ende!

Am 14. September 2014 ist unser Ehrenvorsitzender Klaus Wilschrey im Alter von 85 Jahren nach einem schönen und intensiv gelebten Leben von uns gegangen. Klaus Wilschrey wurde am 13.4.1929 in Düsseldorf geboren und war seit 1962 Mitglied im MSC Osnabrück. Zunächst als 2. Vorsitzender im Jahr 1966 und dann ab 1978 bis zum Jahr 2004 1. Vorsitzender des Vereins hat er lange Jahre lang maßgeblich das Geschehen mit Besonnenheit und Umsicht im Verein mit gestaltet. In den 50er und 60er Jahren war er außerdem ein erfolgreicher Rallyefahrer zum Beispiel im VW Käfer. In diesen Jahren war er auch Mitorganisator der Rallye „Rund um Osnabrück“. Mit Beginn des Bergrennens am “Uphöfener Berg” lag der Schwerpunkt seiner ehrenamtlichen Tätigkeit bei dieser Veranstaltung.

Bis 2008 war er Inhaber der Int. Rennleiterlizenz des Deutschen Automobil Sport Bundes (DMSB); deshalb war er rund 3 Jahrzehnte als stellv. Rennleiter während der beiden Renntage im August tätig. Von Beginn an war er so etwas wie der „Leitwolf“ der „Aufbautruppe” am Berg und ca. 40 Jahre gelang es ihm immer wieder, seine „Clubfreunde” zu motivieren, die Großveranstaltung im Osnabrücker Land mit den umfangreichen Auf- und Abbauarbeiten zu stemmen. Er pflegte ebenfalls stets einen besonders guten Kontakt zu den verschiedenen Behörden, die Gemeinde Hilter a.T.W., den Landkreis Osnabrück und die beteiligten Stellen der Landesbehörden an den Veranstaltungen sowie die jeweiligen politischen Vertreter. Für seinen großartigen Einsatz für den Motorsport hat er auf der ADAC-Ebene zahlreiche Ehrungen erfahren.

Auch im privaten Bereich war Klaus Wilschrey ein wahrer Lebenskünstler, der das Leben jede Minute auskostete und lebte. Zahllose Reisen zu den ungewöhnlichsten Orten waren sein Lebenselixier. Mit seiner Frau Christa genoss er das Leben und jeden Tag, bis ein Unfall vor einigen Monaten ihm gesundheitlich so zusetzte, dass er sich hiervon nicht mehr richtig erholte. Wir werden Klaus im Gedenken behalten, er wird für uns immer ein Vorbild für Lebensfreude sein, der alle motivieren und zusammenhalten konnte, um gesteckte Ziele zu verwirklichen.

Klaus, Du wirst uns fehlen!

Dein MSC Osnabrück e.V. im ADAC

47. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2014 - Das perfekte Motorsportevent
47. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2014 - Das perfekte Motorsportevent

Wir schreiben Halbzeit in der Deutschen Bergmeisterschaft und das zweite Marathon Highlight innerhalb einer Woche steht vor der Tür. Viele der bereits am Glasbach startenden Fahrer haben die einwöchige Pause für einen kleinen Kurzurlaub zwischen den beiden Rennen genutzt. So auch Mikko Kataja samt Frau Kati, die wir selbst zu Besuch hatten oder die Rennbegeisterten Familien Flik und Wiebe, die schon direkt am Montag in die Borgloher Schweiz kamen. Der MSC Osnabrück lockte mit einem wahrhaft traumhaften Starterfeld auf die komplett neu asphaltierte Rennstrecke unlängst von Osnabrück. Über 200 Teilnehmer folgten dem Ruf des Bernd Stegmanns und boten den über 25.000 angereisten Zuschauern das wohl diesjährige Highlight der Saison. Nicht nur der neue Streckenbelag sollte seine Premiere feiern, sondern auch der nach knapp zwei Jahren Bauzeit fertig gestellte Yellow Psycho III - Yellow Psycho III ? - Ja, es ist die Rede von Holger Hovemanns neuem Arbeitsgerät, Opel Kadett C Coupé V8 GT/R, das am ersten Augustwochenende in Dienst gestellt wurde. Mensch und Maschine freundeten sich an und tauschten erste Höflichkeiten aus- man mochte sich und beschloss die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Holger zeigte sich auf jeden Fall sehr vom neuen Auto angetan, bemerkte aber auch, dass hier noch ein ganzes Stück Arbeit vor  sich und seinem Team liegt. Die Leistungsdichte am Berg ist mittlerweile so hoch, dass um vorne mitfahren zu können, dass das Paket schon sehr gut zusammen passen muss. Holger ist topfit, das steht mal außer Frage - Yellow Psycho III muss noch lernen und fit gemacht werden, aber das wird schon klappen, da sind wir uns sicher.  

Die Wetteraussichten für das Rennwochenende am Uphöfener Berg waren anfangs doch eher durchwachsen, zeigte sich aber dann doch von seiner besten Seite und lockte den Besucherrekord von den bereits eben erwähnten mehr als 25.000 Zuschauern an die Strecke. Das Team um Bernd Stegmann sollte ja nun schließlich für den ganzjährigen und unermüdlichen Einsatz für ihr Bergrennen in Hilter/Borgloh entlohnt werden. Der selektive 2,03 km lange Kurs mit durchschnittlich 4,5% Steigung ist das nördlichste Rennen in der Meisterschaft, welches 1968 vor etwa 7.000 Zuschauern mit rund 140 Teilnehmern ausgetragen wurde. Nun - 47. Ausgaben später hat sich das Osnabrücker Bergrennen zu einem der Medien- und Motorsportevents auf nationaler und internationaler Ebene gewandelt. Darum hatte der MSC Osnabrück nun ein wahres Rekordstarterfeld von knapp 209 Startern zu verzeichnen, und das nur eine Woche nach dem Europameisterschaftslauf am Glasbach. Wie sonst auch wurde das Thema Cars & Fun beim MSC Osnabrück wieder groß geschrieben, denn man wollte den Leuten ja schließlich etwas bieten. Neben dem Schauspieler Norbert Heisterkamp der in der legendären Schwarzen Witwe, einem Opel Rekord A, als Taxi den Berg hinauf fuhr waren  auch Titus Dittmann mit seinem 67er Ford Mustang anstelle seiner Dodge Viper mit am Start. Diese fiel einem folgenschweren Unfall beim 24h Rennen am Nürburgring zum Opfer. Am Samstag waren da auch noch zwei wohl bekannte BMW Piloten - Jörg Weidinger (BMW 318i STW) und Henry Walkenhorst (BMW Z4 GT3). Beide reichten ihren obligatorischen Trainingslauf noch am Sonntagmorgen nach und stellten nachher im Rennen ihre Klasse unter Beweis.

47. Bergrennen Unterfranken 2014 - Top Rennsport trotzt dem Wetter
47. Bergrennen Unterfranken 2014 - Top Rennsport trotzt dem Wetter

Das vorletzte Bergrennen der Deutschen Bergmeisterschaft im malerischen Ort Eichenbühl findet eigentlich immer am ersten Septemberwochenende statt. Durch eine Terminkollision mit der Michaelis Messe musste man dieses Jahr allerdings um eine Woche nach hinten verschieben. Dies tat der guten Stimmung beim und um das Rennen aber keinen Abbruch. Fast jeder aus Eichenbühl und den umliegenden Ortschaften packt mit an und bietet den dieses Jahr über 209 angereisten  Startern wieder ein großes fränkisches Volksfest, gepaart mit viel Rennsport. Denn um den Rennsport geht es schließlich auch auf der 3050m langen, sehr selektiven Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach.  Der sehr technische untere Teil verlangt nach guter Streckenkenntnis und genauen Einlenkpunkten um die optimale Linie und genügend Schwung für den oberen superschnellen Teil der Strecke mitzunehmen, wo die Fahrer dann im sechsten Gang voll ausgedreht auf die Zielkurve zufahren und das Auto hart zusammenbremsen müssen.  Hier finden sich neben den beiden anderen bekannten Streckenabschnitten Klinge und Honda-Kurve, die meisten Zuschauer ein. Das Wetter drohte dem Team von Rennleiter und Clubpräsident des GAMSC Würzburg, Peter Thumbeck, fast einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der gesamte Freitag war total verregnet und machte es für den ein oder anderen schwierig ins Fahrerlager zu kommen und dort den avisierten Platz zu beziehen. Doch pünktlich zum Training am Samstag kam die Sonne heraus und lies ab dem zweiten der beiden Trainingsläufe den Wechsel auf Slicks zu. Wie bei jedem Rennen, zeigten noch nicht alle, was sie hinter dem Volant konnten und wogen den ein oder anderen in trügerische Sicherheit. In der Gruppe H/FS/E1 bis 2L Hubraum fehlte Jörg Weidinger aufgrund seines geplanten Einsatzes beim Team Scheid Motorsport im Rahmen des 8. VLN Rennens. Doch hier schien das Wetter die Oberhand zu behalten und man sagte das Rennen aufgrund von starkem Nebel nach Stunden Wartezeit ab. Jörg reiste am Samstagnachmittag nach, trainierte genau einen Lauf und siegte wieder einmal deutlich in der Klasse. Als Sahnehäubchen gab es für den BMW 318i STW Piloten den Titel des Deutschen Automobil Bergmeisters der Tourenwagen und natürlich noch den Tourenwagen-Gesamtzweiten hinter dem Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DP2. Ihm folgte der schnellste Fronttriebler vom Wochenende, Mario Minichberger im VW Minichberger Scirocco I 16V.

Fahrer aus 15 Nationen gehen an den Start!
Fahrer aus 15 Nationen gehen an den Start!

Spektakuläres Starterfeld beim 47. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen am 2./3. August

Mit insgesamt über 200 Nennungen aus 15 europäischen Ländern meldet der Veranstalter für das 47. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen auf der 2, 030 km langen legendären Rennstrecke des „Uphöfener Berges“ ein Rekordergebnis.

Insgesamt 168 Meldungen wurden für  den 10. Wertungslauf zum FIA Hill Climb Cup 2014 abgegeben, daneben 29 Anmeldungen für die historischen Rennen und 24 Fahrzeuge werden im europaweit bisher einzigartigen 2. E-Mobil-Berg-Cup für Elektrofahrzeuge an den Start gehen.

Unter den 40 Rennsportwagen finden sich alleine 10 (!) Formel 3000-Rennwagen, so viele, wie lange nicht mehr bei einer einzigen Veranstaltung. Als Favorit startet der Schweizer Eric Berguerand, der seine letzten Rennen alle als Gesamtsieger mit neuen Streckenrekorden beendete. Aus der französischen Meisterschaft kommen Philippe Guelat (LolaT 94) und Patrick Watin (Lola B 99/50) erstmals nach Deutschland.

Der Italo-Schweizer Tiziano Riva kommt mit der Empfehlung eines 2. Gesamtranges des FIA-Laufes in  St.Andrä/Kitzeck (Österreich) und der zweifache polnische Meister Robert Stec erreichte beim heimischen Europameisterschaftslauf in Limanova einen hervorragenden 3. Gesamtrang. Besonders gespannt sind die Besucher und Medienvertreter auf David Hauser, der seinen ganz neuen Wolf GB08 F1 weit nach vorne fahren möchte. Tommy Rollinger kämpft mit dem Osella FA 30 um wichtige Punkte für die Luxemburger Meisterschaft, während Vaclav Janik aus Tschechien mit dem Lola B02/50 seinen Titel  in der FIA Meisterschaft verteidigen möchte. Der beliebte Ungar Laszlo Szasz und der Franzose Antoine Lombardo bringen ebenfalls ihre Formel 3000-Boliden an den Start.

Als Favoriten in der Kategorie der Formel 3 und markenoffenen Fahrzeuge bis 2.000 ccm gelten die französischen Brüder Jerome und Etienne Debarre sowie Anthony Loeuilleux (Tatuus Formula Master) als Favoriten; auch der letztjährige Klassensieger Frederic Souris aus Belgien (Dallara F 399) und der Deutsche Meister aus 2012, Frank  Debruyne Dallara F 303) sind zu beachten.

Bei  den zweisitzigen Sportwagen startet das gesamte Team Zajelsnik, wobei mit Patrick Zajelsnik im Norma M 20 F auch einer der Topfahrer auf ein tolles Ergebnis hofft. Mit seinem wunderschönen und sehr schnellen Norma M 20 geht erstmals der langjährige erfolgreiche belgische Bergpilot Georges Hubert an den Start. Mit seinem Osella PA 20  möchte der amtierende Deutsche Bergmeister Uwe Lang aber auch bei den Sportwagen weit nach vorne fahren. In der kleinen Hubraumklasse gilt der Tscheche Jiri Svoboda (Norma M 20 F) als Favorit unter den sieben Startern.

Mit großer Spannung wird in der Gruppe E2-SH die Premiere des mit  zwei Lotus-Motoren ausgestatteten Opel Kadett von Holger Hovemann mit rund 700 PS erwartet. Nach jahrelanger Vorbereitung steht das von vielen Fans lang ersehnte Fahrzeug erstmals  an der Startlinie und wird in der Klasse vom 8 fachen Deutschen Meister Norbert Brenner (Ex-DTM Opel Vectra) und Sebastian Schmitt  (Ex-DTM Opel Astra) gejagt.

Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Die erste große Entscheidung ist gefallen
Der KW Berg-Cup am Hauenstein: Die erste große Entscheidung ist gefallen

„Acht aus elf“, das ist die 2014er KW Berg-Cup Kurz-Erfolgsformel. Ausgeschrieben und im Klartext bedeutet dies: Die besten acht Resultate jedes Fahrers oder Teams, die in den elf zum KW Berg-Cup zählenden Veranstaltungen erzielt werden, gehen in die Jahresendwertung ein. Das „45. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ am 16. und 17. August ist ganz exakt das achte von elf ausgeschriebenen KW Berg-Cup Rennen. Wer also vom Saisonstart weg bei allen Events nicht nur dabei, sondern auch immer in oder an der Klassenspitze zu finden war, konnte seinen persönlichen Erfolgssack möglicherweise schon in der bayerischen Rhön zumachen. Lasst uns auf dieses Thema bitte später zurückkommen.

Denn zunächst gilt es den Trainingssamstag und den Rennsonntag mit ihren je drei Läufen á 4,2 Kilometer näher zu betrachten und zu durchleuchten. 183 Fahrerinnen und Fahrer nehmen das Highspeed Geschehen in Angriff, rund ein Drittel davon versucht im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) möglichst identische Zeiten zu erzielen. Das Hauptfeld dagegen beschäftigt sich wie gewohnt mit purem Racing, hat ganz klar Bestleistungen auf seine Fahnen geschrieben. Der Übungstag beginnt pünktlich, ist geprägt von Schauerwetter und mehreren kleinen Vorfällen die sich aufaddieren, dauert deshalb fast bis 19 Uhr. Der Sonntag zeigt sich kühl, aber trocken. Das hält den ganzen Tag über an, dem Rennwettergott sei Dank. Denn immer wieder ziehen dunkle Wolken auf, besonders vor und während des dritten Durchganges, der sich lange hinzieht, entladen ihre Regenlasten aber nicht. Gegen 17 Uhr ist das Geschehen auf der Strecke mit der letzten Rückführung beendet. Zuvor hat sich viel ereignet. Was genau, das wollen wir uns nun in den Klassen der zusammen gewerteten Gruppen H/FS/E1 mit KW Berg-Cup Beteiligung genauer ansehen.

19. Glasbachrennen 2014 - Ölschlacht am Deutschen Pikes Peak
19. Glasbachrennen 2014 - Ölschlacht am Deutschen Pikes Peak

Auflage 4 nach Wiederbelebung des legendären Glasbachrennens seit den 90er Jahren - die RSG Altensteiner Oberland lud wie die letzten 3 Jahre zuvor wieder zum Internationalen ADAC Glasbachrennen - zum zweiten Mal mit EBM Prädikat ein. Wie gewohnt erwarteten die Fahrer und Zuschauer wieder eine Top Veranstaltung mit vielen tollen Fahrzeugen und einem flüssigem Rennablauf.  Was am Freitag noch bei tollem Wetter mit einem extra angesetzten Präsentationslauf begann wurde durch die Verkettung unglücklicher Umstände am Samstag und Sonntag jäh niedergeschmettert. Diverse Motorschäden und Inkontinenz einiger Fahrzeuge, gepaart mit am Samstag einsetzendem Monsunregen, wirbelte den Zeitablauf derart durcheinander, dass an einen flüssigen Ablauf nicht mehr zu denken war. Der erste und leider auch einzig komplette Trainingslauf wurde aufgrund der eben genannter Gründe gegen 13.30 Uhr beendet. Pünktlich zum Beginn des zweiten Laufs setzte dann monsunartiger Starkregen ein. Nicht , dass das nicht schon genug war und die Orga   vor eine harte Probe stellte - nein, Fiat 127 Pilot Jörg Eberle setzte dem ganzen dann noch die Krone auf, in dem er dank verlorenem Öldeckel die Hälft der Strecke mit Öl eindeckte. In Verbindung mit dem Wasser keine wirklich gute Mischung. So tat die Rennleitung um Kevin Ferner in Absprache mit der FIA das einzig richtige und brachen den zweiten Trainingslauf inmitten der 1150er Klasse um 17.40 Uhr ab. Die Sicherheit der Fahrer geht schließlich vor und man wollte die Strecke zum Rennsonntag hin wieder komplett sauber haben.  Somit war auch kein wirklich aufschlussreiches Ergebnis vom Samstag zu verzeichnen und ließen die Fahrer und Zuschauer weiter rätseln, wer denn die modernste Bergrennstrecke Europa am schnellsten bezwingen wird. Die 35 Kurven, verteilt auf 5500m verläuft auf einem sehr kurvenreichen Teilstück der  L1027 von Steinbach (380 m ü NN) bis hoch hinauf zum Rennsteig auf 640 m ü NN und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 260 m. Mit diesen charakteristischen Eckdaten und gespickt mit modernster und sicherster Technik ist diese Rennstrecke wohl einzigartig in Deutschland. Laut Organisationsleiter Marcus Malsch hat man hier Kapazitäten für 35.000 Zuschauer entlang der Strecke geschaffen und war somit nun einem großen Besucheransturm gewachsen. 

Bei vielen war der mehrfache Europabergmeister Simone Faggioli im neuen Norma M20FC ein heißer Anwärter auf den Gesamtsieg, sowie die Helden der Deutschen Tourenwagenelite Jörg Weidinger, Klaus Hoffmann, Sebastian Schmitt  oder Norbert Brenner - allesamt vor Ort um den wohl wahnwitzigsten Motorsport zu präsentieren, die wir bisher gesehen haben. Das hier neue Rekorde aufgestellt werden würden, hatte wohl jeder, der sich in der Szene auskennt irgendwie geahnt, nur dass dann - um dies schon vorweg zu nehmen - wieder die Tourenwagen betrifft, wieder durch Jörg Weidinger, das hätten wohl die wenigsten geahnt. Er knallte allen anderen eine Zeit vor den Latz, so dass vielen wohl immer die Spucke wegblieb und man zum Staunen die Münder offen stehen ließ, als die Zeit von Jörg durch das Team von Thomas Stolls Berg-Zeitnahme durchgegeben wurde. Wieder einmal konnte Jörg Weidinger seine Ausnahmeklasse unter Beweis stellen und sicherte sich abermals den Tourenwagen-Gesamtsieg und unterbot seinen eigenen Streckenrekord. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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