Das vorletzte Rennen der Bergrennen Saison 2010 stand am zweiten September Wochenende an. Für viele war das Starterfeld bis zum Mittwochabend noch weites gehend unbekannt, da der GAMSC diese leider erst sehr spät zur Verfügung stellte. Trotz alledem hatte sich ein tolles Starterfeld bei bestem Wetter in Eichenbühl eingefunden.

Der Trainingssamstag begann mit dem flott durchgeführtem ersten Trainingslauf. Der zweite Lauf wurde durch ein paar Technische Defekte (u.a. Armin Ebenhöh auf seinem VW Minichberger Polo I 16V - Motorschaden) geprägt. Ansonsten deckten die Fahrer ihre Karten im Training noch nicht auf und pokerten, um die Konkurrenz etwas zu verwirren. Das Gesamtklassement führte der Schweizer Marcel Steiner auf seinem Martini MK77 an. Er ließ seinen neuen Osella FA30 zu Hause rückte mit dem altbewährtem Arbeitsgerät an. Ihm folgten dicht auf den Fersen der Schweinfurter Uwe Lang auf Osella PA20/S. Bei den Tourenwagen lag Herbert Stolz auf seinem Porsche 935 DP2 vor Lokalmatador Norbert Brenner. DM Leader Norbert Handa fiel mit Lagerschaden und einhergehendem Kolbenfresser im dritten Trainings lauf aus.

Am Abend wurde dann das Revanchespiel der Gruppe H 1150er und dem NSU Berg Pokal auf dem angrenzenden Sportplatz ausgetragen. Beim bis zum Schluss spanenden Spiel, welches die 1150er mit 5:3 für sich entscheiden konnten, wurde ein Geldbetrag für den Kindergarten Eichenbühl gesammelt und dem Bürgermeister übergeben.

 

Denn Rennsontag begann neblig trüb, klarte aber schnell auf und bescherte den vielen angereisten Gästen strahlenden Sonnenschein. Leider wurde das Rennen nach dem ersten Lauf für knapp 2 Stunden unterbrochen, da das Kabel für die Zeitnahme defekt war. Die dann vorgezogene Mittagspause hätte man schon direkt zu Beginn der Reparaturarbeiten beginnen lassen können, zumal die Dauer der Reparatur auch angekündigt wurde und somit abzusehen war. So mussten die Fahrer der ersten Startgruppe knapp 2 Stunden am Start bzw. Vorstart verweilen. 
Den Gesamt- und Klassensieg (Gruppe CN bis 3.0) vor Augen, warf Marcel Steiner diesen in der Hondakurve im letzten Lauf weg und reichte diesen an den Schweinfurter Osella PA20/S Piloten, Uwe Lang weiter, der sich vorzeitig seinen zweiten Deutschen Bergmeister für Rennsportfahrzeuge sichern konnte. Urs Müller (Argo JM21) und Rolf Köppel (Norma M14) komplettierten das Feld. In der kleinen CN Klasse bis 2.0 lag der Österreicher Arno Bereiter nach Lauf 1 in Führung, verunfallte aber im 2. Lauf und beschädigte seinen PRC Honda schwer. Somit gewann Georg Olbrich (Osella PA21) mit deutlichem Abstand vor Dino Gebhard und Bernd Letmade (beide Norma M20). Die Klasse der Formelfahrzeuge entschied endlich Frank Debruyne (Dallara F393) vor dem Sieger des DMSB Berg Pokals, Thomas Rössler, für sich und landete sogar auf dem dritten Gesamtrang.

Tourenwagengesamtsieger und Gewinner der großen Klasse FS/E1 wurde der Walldürner Norbert Brenner auf seinem Opel Astra DTM vor Herbert Stolz (Porsche 935 DP2) und Thorsten Meier (Seat Leon Turbo). Letzterer profitierte von Klaus Hoffmanns Dreher im 2000er DTM Astra während des 2. Wertungslaufs. Die Klasse FS/E1 bis 2.0 wurde von Andreas Greppmeier (Opel Kadett C Coupé), vor Arne Schiermeister (Opel Kadett D), Jürgen Schuster (Mazda RX7) und Günter Miethke (VW 1302RS), gewonnen. In der kleinsten FS/E1 sicherte sich der Schweizer Martin Bürki auf seinem bärenstarken VW Polo II den Sieg vor Werner Heindrichs (Opel Corsa A). 
Die Gruppe H über 2.0 war dieses Mal erfreulich gut besetzt. Der Duderstädter Markus Wüstefeld (Mercedes 190E Klasse 1) platzierte sich vor Christan Leutheuser (BMW E46), der zweimal Leitplankenkontakt bei der Anfahrt zur Klinge hatte, und dem Österreicher Bernhard Permetinger (BMW M3 E30). Die Gruppe H bis 2.0 wurde durch Mr. Gruppe H – Holger Hovemann auf seinem Opel Kadet C Coupé gewonnen. Er sicherte sich vorzeitig zum bereits zum 7. Mal in Folge den Gesamtsieg im KW Berg Cup. Läuft alles nach Plan könnte er auch noch den DMSB Berg Pokal für Tourenwagen gewinnen. Holger verwies in seiner Klasse bis 2.0 Dieter Rottenberger (BMW 318iS STW), Ralf Kroll (VW Golf I 16V) und Hans-Peter „Hansi“ Eller (VW Minichberger Scirocco I 16V) auf die Plätze. Sebastian Schmitt hatte wieder einmal mehr Motorprobleme und Leistungsverlust zu beklagen – für ihn wirklich eine Saison zum vergessen. Die 8V Subwertung entschied Michael Rauch (Opel Kadett C Coupé 8V) deutlich vor Norbert Wimmer im, nach seinem BMW 2002 Unfall von Oberhallau, schnellstens aufgebauten BMW M3 8V.

In der 1600er Klasse siegte Hans Paulitsch (VW Minichberger Scirocco I 16V) vor Helmut Meier (VW Spiess Golf I 16V) und Tobias Auchter (Opel Corsa A 16V). Nicolas Dietz fiel hier bereits im Training mit Technischem Defekt aus. Sehr spannend ging es in der Gruppe H bis 1300ccm zu. Teilweise innerhalb einer Sekunde liegend, konnte Manfred Konrad letzten Endes den Sieg für sich verbuchen, dicht gefolgt von Franz Weißdorn und Jürgen Gehrig (beide VW Polo 16V). Bei den kleinen 1150ern schlug der Defektteufel wieder heftig zu. Tobias Klimsa schied in Führung liegend nach dem 2. Lauf mit Getriebeproblemen aus, Steffi Deutsch riss die Gaszugfeder, wodurch der Motor kurzzeitig sehr hoch drehte – Olaf Katrimski und Laura Siebert fielen ebenfalls ausl. Somit lautete das Resultat wie folgt – Platz 1. Bernd Deutsch (Audi 50) vor Uwe Werne (Ford Fiesta) und Rolf Rauch (Fiat 128 Coupé).

Im Classic Berg Cup / Classic Berg Pokal fuhr Tim Fröhlich auf dem Ex-Siebert URD 772 ein einsames, aber imposantes Rennen. Die große CBC/CBP Klasse konnte der immer fröhliche Richard Rein (Ford Capri 2600RS) als Sieger für sich verbuchen, Renault Alpine GT V6 Pilot Axel Ress auf Rang 2. Jürgen Fechter sicherte sich vorzeitig den CBP Titel und den Sieg in der Klasse bis 1600 ccm. Die kleine Klasse gewann Michael Burghart vor Detlef Schröder – beide auf VW Polo. Das große und vor allem hochkarätig besetzte Starterfeld des NSU Berg Pokals vertagte die Titelentscheidung auf den letzten Lauf in Mickhausen. Uwe Schindler fuhr mit seinem NSU in der Zielkurve in den Graben. Er konnte zwar notdürftig reparieren, war aber raus aus der Spitzengruppe – ebenso Jochen Schittenhelm, der in Lauf 2 einen zeitkostenden Dreher hatte. Damit war der Weg frei für Steffen Hofmann, der seinen Tagessieg nun sicher einfahren konnte. Auf den Rängen 2 und 3 folgten Jörg Davidovic, Thomas Krystofiak. Nicola Höllerich erarbeitete sich in diesem starken Feld einen tollen 4. Gesamtrang und bescherte sich einen schönen Saisonabschluß. 
Die weiteren Klassensieger heißen: Gruppe G: Ludger Dreyfürst (Mitsubishi EVO), Gruppe N 1400ccm: Tim Verhoeven (Citroen AX), Gruppe N: Harald Ludwig (BMW M3 E36)

Fragwürdig und sehr bedenklich aus unserer Sicht war, dass sich unser Freund und Medienpartner Frank Altstädt von zwei aufgebrachten Streckenposten vor der Zufahrt zur Klinge bereits am Samstag schon beschimpfen lassen musste. Grund hierfür war eine Sicherheitsweste mit dem Aufdruck der Sicherheitsstaffel NiSA aus dem Norden, die Frank gegen 50,00 € Pfand im Rennbüro ausgehändigt bekommen hatte. Der Streckenposten meinte, dass es sich dabei um das Eigentum der Sicherheitsstaffel handelt und er die Weste sofort ausziehen und zurückgeben sollte. Wir gingen weiter und ignorierten diesen unschönen Vorfall, der aber am Sonntag seine Fortsetzung finden sollte.
Eben diese beiden Streckenposten fingen uns erneut an gleicher Stelle ab und forderten nun mit audiovisuell sehr präsentem Nachdruck die eben genannte Weste ein. Bevor die Situation eskalierte gaben wir nach und händigten den beiden die Weste aus – mit einem beinahe Verlust der Erlaubnis dort unsere Arbeit als Fotografen auszuüben. Zum Glück hatte unser Freund von Rennfotos.de, Harald Jordan, eine Ersatzweste dabei, so dass Frank seine Arbeit fortsetzen konnte. Alles in allem eine sehr unglückliche Situation, mit der sich letztendlich der Veranstalter auseinandersetzen und die Konsequenz ziehen bzw. tragen muss. So etwas haben wir bisher nicht erlebt und müssen wir uns auch nicht bieten lassen. Wir üben unsere Tätigkeit mit höchster Professionalität aus und müssen uns weder als Dieb bezichtigen oder derart wirsch anfahren lassen. So überlegen wir uns ernsthaft, ob das Bergrennen Eichenbühl für uns noch mal auf dem Terminkalender stehen wird.

Alle Angaben sind vorläufig, da leider noch keine Ergebnislisten zur Verfügung gestellt wurden.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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