Obwohl schon Mitte Juli, stand erst der 4. Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft auf dem Programm. Das 38. Homburger Bergrennen, welches vom Homburger Automobilclub ausgerichtet wird, ist eines der anspruchsvollsten Rennen im Kalender, nicht zuletzt wegen der Mutpassage "Brückchen". Wir schreiben quasi die Stunde 0 - vielen der knapp 170 angereisten Starter, aus verschiedenen europäischen Ländern, saß noch der Schock über den tragischen Unfalltod von Georg Plasa, vor nicht mal ganz einer Woche, in den Knochen. Herbert Stolz und Sebastian Schmitt sagten ihren Start in Homburg, aufgrund ihrer Verbundenheit und Respekt vor Georgs Tod, kurzfristig ab. Reto Meisel verfasste hierzu einen herzergreifenden Brief an seinen Freund Georg, wo wir an dieser Stelle auch nur noch mal andächtig den Hut vor ziehen können und sagen: "Reto, du warst einer wahrer Freund von Georg."


Am Freitag bezogen also nun die Teilnehmer das enge Fahrerlager auf der Wiese in Homburg - es hatte schon etwas von einem Schiebepuzzle, die ganzen Autos und Transporter dort unter zu bekommen. Der komplette Trainingssamstag konnte bei moderaten Temperaturen und schönem Wetter mit Slicks unter die Räder genommen werden. Guy Demuth pulverisierte bereits am Samstag 2 mal den bestehenden Streckenrekord deutlich, dies aber nur inoffiziell, da gewertete Rekordfahrten nur am Renntag zählen und leider nicht im Training. Da für den Renntag allerdings mieses Wetter, sprich Regen angesagt war, sollte der bestehende Streckenrekord also weiter Bestand haben. Ansonsten zeigte sich in den übrigen Klassen, das gewohnte Bild - die entsprechenden Favoriten besetzten quasi ihre designierten Plätze. Alle hofften also auf einen ebenso trockenen Renn Sonntag - doch die Hoffnung wurde gegen 22.00 Uhr jäh zerstört. Es fing wie aus Kübeln an zu schütten und verwandelte das Fahrerlager ein wahres Schlammbecken. Der Regen fand es scheinbar schön im schönen Saarland und sagte sich, da bleibe ich doch erstmal bis etwa 14.00 Uhr am nächsten Tag.

 

Das Rennen begann also gegen 9.00 Uhr - bei Regen - wer hätte es anders erwartet? Leider wurde das Rennen durch mehrere heftige Unfälle überschattet - am schlimmsten erwischte es hier die junge Rennfahrerin Bea Flik. Sie krachte in der Höhe des Brückchen frontal in einen Baum und zerstörte ihren schönen Renault Mégane 16V dabei nachhaltig. Bea selbst trug, nach ersten Informationen, zum Glück nur leichte Verletzungen davon - bis auf einen Schock und dass ihr alle Knochen weh tun, ist sie ansonsten wohl auf und mittlerweile wieder auf dem Heimweg. Trotzdem wünschen wir Bea, Gute Genesung und Kopf hoch. Material ist zu ersetzen, der Mensch nicht. Ebenso erwischte es dort Nikolaus Dietz, Jürgen Heßberger und Andreas Herl an gleicher Stelle. Aufgrund der vielen Unfälle, des schlechten Wetters und der fortgeschrittenen Zeit, wurde das Rennen einvernehmlich gegen 18.00 Uhr vom Rennleiter abgebrochen. Man hätte die noch etwa 60 verbliebenen Starter nicht mehr in der Zeit den Berg hoch bekommen.

Doch kommen wir zurück zum eigentlichen Renngeschehen - Den Gesamtsieg sicherte sich Uwe Lang in seinem betagten Osella BMW PA20/S, der Guy Demuth in seiner Wunderwaffe Osella Zytek FA30 auf Rang 2 verwies. Das Podest komplettierte unser Schweizer Freund Reto Meisel mit seinem Mercedes 190E RM1 Judd V8, der zugleich den Tourenwagen Sieg für sich verbuchen konnte. Norbert Handa (Lancia Delta Integrale EVO III) und Klaus Hoffmann (Opel Astra Coupé V8 DTM) wurden Tourenwagen und FS/E1& E2/SH über 2000ccm Zweiter und Dritter.

In der kleineren FS/E1 Klasse bis 2000ccm gewann Gino Kruhs auf seinem Renault Mégane Maxi 16V vor Jürgen Schuster (Mazda RX7) und Werner Kieser (Ford Escort RS2000). Die kleinste Klasse des FS/E1er konnte Thomas Bodtländer (Peugeot 205 Rallye) vor Lukas Bodtländer (Peugeot 106 Rallye) und Pascal Becker (VW Polo) für sich entscheiden. Bei den Formelfahrzeugen der Klasse FS/E2-SS siegte Thomas Rössler (Dallara F307) vor Yann Hèche (Tatuus Formel Renault 2000) und Frank Debruyne (Dallara F300).

Wechseln wir rüber in den KW Berg Cup der Gruppe H, die zahlenmäßig das größte Starterfeld bereitstellen. Bei den Über-2L Hubraum Fahrzeugen gewann Berg Cup Wiedereinsteiger Alexander Hin auf seiner Opel Kadett C C Limosine 8V. Ihm folgten auf den Rängen 2 und 3 die Herren Norman Struckmann (Ford Escort Cosworth) und Wolfgang Hönscheid (BMW E36 325i). 
In der heiß umkämpften Königklasse bis 2000ccm sicherte sich unser Mr. Gruppe H - Holger Hovemann - einmal mehr den Sieg, dicht gefolgt von einem glänzend fahrenden Dirk Preisser, der sein bestes Saisonergebnis einfahren konnte. Das Stockerl komplettierte hier Hans-Peter "Hansi" Eller auf seinem VW Minichberger Scirocco I 16V. Bester 8V Mann war hier Christian Auer auf dem BMW 2002tii 8V.

Bei den 1600ern gewann der Routinier, Helmut Maier (VW Spiess Golf i 16V) vor Tobias Auchter und Werner Heindrichs, beide auf Opel Corsa A 16V. Stefan Fauhaber zeigte hier auch einmal wieder seine Klasse und wurde schnellster 8V Starter in dieser Startergruppe. Das Feld der 1300ccm Fahrzeuge ist heiß umkämpft wie nie, Markus Spöri konnte hier nach den beiden Wertungsläufen seinen 2. Saisonsieg einfahren. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Armin Ebenhöh (VW Minichberger Polo I 16V) und Helmut Götzl (VW Polo II 8V) der zugleich auch bester 8V Starter war. Überraschungen gab es bei den kleinen 1150ern. Vorjahres Gesamtsieger Tobias Klimsa hatte sein Auto noch nicht wieder einsatzbereit. Jürgen Heßberger hatte im ersten Lauf einen Unfall und war somit aus dem Rennen. Die Karten wurden also neu gemischt, so dass letztendlich Olaf Katrimski mit seinem Fiat Uno 8V das beste Blatt in den Händen hielt. Zweiter in der Klasse wurde ein toll fahrender Tobias Stegmann (Schneider Audi 50 8V) vor Jürgen Schneider (VW Schneider Polo II 16V).

Die Gruppe N bis 2000ccm gewann Jochen Stoll (Peugeot 306 S16) vor Herbert Schmitz (Opel Astra GSI 16V) und Kai Neu (Ford Escort RS2000 DTC). In kleineren Gruppe N bis 1400ccm siegte Tim Verhoeven (Citroen AX GTi) vor Frank Gärtner (VW Polo 86C) und Heimo Blatt (Peugeot 106 Rallye).

Kommen wir nun zu den beliebten klassischen Fahrzeugen aus dem Classic Berg Cup und den Anhang K Fahrzeugen bis 2000ccm Hubraum. Hier konnte sich Kult Publikumsliebling und Quertreiber, Bob Kellen mit seinem Ford Escort MK2 8V den Sieg vor Andreas Herl (Ford Escort RS2000) und dem Schweizer Roger Moser (BWM E21 Gruppe 2) sichern. Eine Klasse tiefer bzw. nach Zusammenlegung mit der 1600er bis 1300ccm, gewann Christian Mörzl (Talbot Samba Rallye) vor Ronny Hering (VW Scirocco I GTI) und Andreas Gmeider (VW Passat Typ 32). 
Bei Freunden aus dem NSU Bergpokal konnte der Meister, Steffen Hofmann sein ganzes Können in Homburg ausspielen. Er siegte hier vor Jörg Davidovic und Thomas Krystofiak, der den einzigen NSU 1200C im Feld pilotiert. Einen tollen 4. Rang sicherte sich die fränkische Frohnatur, Leo Rabus - er verwies sogar den Meister des Jahres 2009 auf den 5. Rang - toll gemacht Leo.

In 3 Wochen geht es weiter zum nächsten Rennen in der schönen Rhön, zum Hauenstein Bergrennen. Die Fotos und dieses mal nur Onboard Aufnahmen, werden im Laufe der Woche auf unserer Seite erscheinen.

Hier noch ein ganz toller Bericht von unserem Steffilein - Prädikat: Besonders lesenswert.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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