Anfang August in der Deutschen Bergmeisterschaft – die Hälfte der Saison ist fast rum und der Terminkalender ist eng. Rennen Nummer 5, das 42. Hauenstein Bergrennen 2011, vom MSC Rhön stand vor der Tür und lag aufgrund des Termins inmitten der Urlaubszeit einiger Fahrer. Dennoch fanden etwa 150 Starter den Weg ins kleine Örtchen Hausen, in der schönen Rhön. Das Wetter präsentierte sich von seiner schönen Seite und lies, trotz anders lautender Vorhersage der Wetterkaffeesatzleser, auf ein reibungsloses Rennen hoffe. Die schnellste und längste Strecke in der Deutschen Bergmeisterschaft, stellt höchste Herausforderungen an Mensch und Maschine. Dies mussten leider einige der Fahrer erfahren – so viele Motorschäden und technische Probleme haben wir bisher bei keinem anderen Rennen gesehen. Leider traf es auch den Lokalmatador Sebastian Schmitt mit seinem neu aufgebauten, bärenstarken Opel Gerent Kadett C Coupé 16V, sowie die Herren Holger Hovemann, André Schrörs, Martin Kleiner, Markus Spöri und Wolfgang Glas. Die weiteren Aussichten auf die Saison sind bei manch einem daher noch ungewiss. 
Einige Premieren gab es auch zu sehen – so präsentierte der mehrfache Deutsche Bergmeister Norbert Brennen seinen neu angeschafften Opel Vectra V8 DTM, Steffen Hofmann startete nicht auf seinem bekannten blau/weißen NSU TT sondern auf einem orangenen Modell, dessen Besitzer ungenannt bleiben möchte - und eben Basti Schmitt, der mit seinem Gerent Kadett vor heimischen Publikum debütieren wollte.

Das Wetter am Trainingstag hielt zum Glück und bescherte den Fahrern und Zuschauern feinsten Motorsport. Gerade in der stark umkämpften Gruppe H bis 2L Hubraum kam vieles anders als erwartet. Dauersieger und Top Favorit, Holger Hovemann kam nicht so richtig in Schwung und wurde auf Rang 4 durchgereicht. Fahrerisch war er wie immer top unterwegs, dafür klang das Risse Aggregat nicht so bissig wie sonst. Mario Minichberger konnte sich hier, das erste Mal auf dem neu aufgebauten VW Minichberger Scirocco I 16V sitzend, deutlich auf den ersten Rang setzen. Auf Rang 2 und 3 folgten hier Dieter Rottenberger (BMW 318i STW) und Ralf Kroll im bärenstarken VW Lehmann Golf I 16V.
Viele der Fahrer wurde am Sonntag Morgen wohl durch lautes Regengeprassel aus dem Schlaf gerissen und wussten, dass sie wohl oder übel auf Regenreifen umrüsten müssen. Hier wurden Erinnerungen an das letzte Jahr wach, wo sintflutartige Regenfälle das Endergebnis total durcheinander würfelten. Um 9.15 Uhr ging es also los, die 42. Ausgabe des Hauenstein Bergrennens wart gestartet.

Der Schweinfurter Osella BMW PA20/S Pilot, und 2-facher Deutscher Bergmeister, Uwe Lang zeigte wieder einmal mehr seine Klasse und sicherte sich den Gesamtsieg vor dem besten Tourenwagen Piloten, Reto Meisel auf seinem Mercedes 190E RM1 Judd V8 und Thomas Rössler auf Dallara Spiess F305. Uwe Lang gewann somit auch überlegen die Klasse E2/SC bis 3000ccm vor Urs Müller auf Osella Zytek PA30 und Rolf Köppel auf Norma BMW M14. In der kleineren Klasse E2/SC bis 2000ccm sicherter sich wieder einmal mehr Georg Olbrich (Osella Honda PA21) den Sieg vor dem schnellen Österreicher Arno Bereiter (PRC Honda CN) und Bernd Letmade (Norma Honda M20).
Wie eingangs schon erwähnt, gewann Reto Meisel neben seinem tollen 2. Gesamtrang, dem Tourenwagengesamtsieg, natürlich auch seine Klasse FS/E1-SH über 2000ccm. Ihm folgten mit Respektabstand, Klaus Hoffmann auf seinem Opel Astra Coupé V8 DTM und Norbert Handa mit seinem Lancia Delta Integrale EVO III. Norbert Brenner patzte in der Jopp Kurve und drehte sich im 2. Wertungslauf raus, somit war für ihn das Rennen gelaufen. Bei den kleineren FS/E1 bis 2000ccm stellte Bernd Frank seinem bildschönen BMW 320 STW auf P1 ab. Ihm folgten auf P2 Gino Gruhs (Renault Mégane Maxi 16V) und Stefan Grünig (VW Golf II 16V).
Im KW Berg Cup der Gruppe H über 2000 ccm gewann der Duderstädter Markus Wüstefeld auf seinem Mercedes AMG 190E 2.5 16V Klasse I deutlich vor Siegfried Hauff (Opel Kadett C Coupé 16V) und Maximilian Bachmann (BMW 325i). Zurück zur anfangs angesprochenen, hart umkämpften Gruppe H bis 2000 ccm. Nicht umsonst wird diese Klasse, die Königsklasse genannt, denn nirgendwo anders ist das Feld so voll und so stark umkämpft. Holger Hovemann viel gleich im ersten Lauf aufgrund einer defekten Zylinderkopfdichtung aus – andere Mitfavoriten des Top 5 Feld raffte es ja bereits einen Tag zuvor dahin. Somit trumpfte Mario Minichberger wieder enorm stark auf und fuhr entfesselt auf P1 in der Klasse. Im folgten Dieter Rottenberger (BMW 31i STW) und ein toll fahrender Peter Naumann (VW Polo II G40 Supercharger), der im ersten Lauf noch auf P1 lag. Schnellster 8V Pilot war hier Christian Auer auf dem Wimmer BMW 2002tii 8V. Besonders ist hier Patrick Orth zu erwähnen, der mit seinem selbst aufgebauten BMW 320iS 16V, eines der wohl größten Talente am Berg ist. Im Regen ist der Mann einfach saustark – im ersten Lauf lag er auf P6 von 25 Startern in der Klasse! 

Der Sieg in der wieder erstarkten 1600er Klasse ging an einen weiteren VW Minichberger Scirocco I 16V, den Hans Paulitsch mit 5 sek. Abstand vor dem zweitplatzierten Helmut Maier (VW Spiess Golf I 16V) auf P1 prügelte. Auf Rang 3 folgte hier der sympathische Belgier, Werner Heindrichs mit seinem Opel Corsa A 16V. Auch die Klasse der kleinen 1300er Schreihälse sollte einen neuen Saisonsieger bekommen. Der fehlerfrei fahrende Jürgen Gehrig sicherte sich eben mit seinem VW Polo I 16V seinen ersten Saisonsieg vor Hugo Moser (VW Polo I 16V) und Manfred Konrad (VW Corrado 16V). Der schnellste 8 Ventiler war hier Helmut Götzl auf seinem VW Polo II 8V. Franz Koob kommt seinem selbst aufgebauten Fiat X1/9 Dallara 16V immer besser zurecht und freute sich über seine gute Platzierung im Mittelfeld der Klasse. „Trotzdem fehlt uns immer noch einiges an Leistung“, sagte uns Franz nach dem Rennen. „Aber wir sind auf einem guten Weg, das Auto ist ja noch am Anfang seiner Entwicklung.“
Fast voll besetzt war die Klasse der kleinsten – in der 1150er Klasse konnte Motorenpabst und Rennfahrer Jürgen Schneider den ersten Sieg für den VW Schneider Polo II 16V verbuchen. Auf den Rängen 2 und 3 folgten Berd Deutsch (Audi 50 8V) und Tobias Stegmann (Audi 50 8V), der bereits seinen 2. Podestplatz in dieser Saison einfahren konnte.
Kommen wir zu den Seriennahen Fahrzeugen aus den Gruppen G und N. Die Gruppe N gewann Jochen Stoll (Peugeot 306 S16) vor Herbert Schmitz (Opel Astra GSi) und Kai Neu (Ford Escort). In der Gruppe G sicherte sich Michael Frank (VW Polo) den Sieg vor Alexander Reder (BMW 318iS) und Axel Pohlmann (Alfa Romeo 75).

Die klassischen Fahrzeuge auf dem Classic Berg Cup (mit NSU Berg Pokal) und dem Classic Berg Pokal waren natürlich auch am Hauenstein Bergrennen am Start. Die Klassensieger hießen hier, bei nur je einem Auto pro Klasse, Stephan Collisi (Benke Condor), Roger Moser (BMW E21 Gruppe 2) und René Frank (BMW E30 M3 DTM). In der Klasse bis 1300 und 1600 ccm gewann Andreas Gmeider (VW Passat Typ 32) vor Jürgen Fechter (VW Golf I) und Ronny Hering (VW Sciorcco I). Eine Überraschung gab es auch im NSU Berg Pokal. Steffen Hofmann, war nicht wie sonst üblich in seinem bekannten NSU am start, sondern mit einem orangen Renner. Nach Rennwertung gewann Steffen Hofmann die Klasse vor Uwe Schindler und Michael Vogel. Auf einem tollen 4. Rang und sein bestes Ergebnis bisher, fuhr unser „Raketen Bär“, Bernhart Neuner ein. Er ist ein echter Regenprofi, wie sich im ersten Lauf zeigte. Denn da lag der „Bär“ noch auf dem 3. Rang hinter Uwe Schindler!
Bereits am nächsten Wochenende geht es zu unserem Heimrennen, dem 44. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2011, in die Borgloher Schweiz. Dort wird wieder Top Motorsport geboten – wie immer eines der Saisonhighlights.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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