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Die Bergrennsaison 2011 hatte anfangs erst verhalten Fahrt aufgenommen um dann während des Saisonverlaufs  richtig Gas zu geben. Nun findet die Saison 2011 traditionell mit dem Bergrennen Mickhausen ihr ruhmreiches Ende. Mehr als 27.000 Besucher aus Deutschland, sowie dem benachbarten Ausland, fanden den Weg in die Staudenregion. Das Spätsommer-Hoch und das über 230 Teilnehmer zählende Rekordstarterfeld ließen auf ein wahrhaft goldenes und spannendes Oktoberwochenende hoffen. Viele Meistertitel waren ja schließlich noch zu vergeben, denn Deutschland sucht ja noch den Deutschen Automobilbergmeister der Rennsportfahrzeuge. Der Schweinfurter Uwe Lang, der kurz vor seinem 3. Titelgewinn steht, sowie Formel 3 Pilot Thomas Rössler haben rein rechnerisch noch Chancen den begehrten Titel einzufahren. Letztgenannter debütierte auch gleich noch mit der Jungfernfahrt in seinem Ex-Leikeim Osella PA20/S, welcher aber das ganze Wochenende mit technischen Problemen behaftet war. Um dies vorweg zu nehmen - Uwe Lang konnte sich dann  doch recht deutlich seinen 3. Deutschen Automobil Bergmeister Titel der Rennsportfahrzeuge auf die Fahne schreiben. Stolz hielt er nach dem 2. Wertungslauf symbolisch 3 Finger in die Lüfte um zu zeigen, „Ja ich habe es geschafft!“ Unseren Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle nach Schweinfurt, an den neuen und alten Bergmeister – Uwe Lang.

Das Starterfeld hätte hochklassiger nicht sein können – fast alles was Rang und Namen hat, wollte bei der großen Abschlussparty des Bergrennsports dabei sein. Nicht weniger als 5 Osella FA30 & PA30 Zytek standen zum Schlagabtausch bereit. Mit dabei waren der frisch gebackene Europabergmeister Simone Faggioli, sowie die nationalen Bergmeister der  Schweiz und Luxemburg, Marcel Steiner und Guy Demuth. Ebenso waren auch viele Formel 3000 Fahrzeuge, mit teils starken Fahrern wie Fausto Bormolini, Milan Svoboda, Eric Berguerand und dem jungen, talentierten Joel Volluz mit dabei, um die Phalanx der Osella FA30 einzubrechen.  Auch Dusan Neveril, mit seinem nagelneuen Norma M20 FC-Judd,  wollte hier ein Wörtchen um den Tagessieg mitreden. Bei den Tourenwagen sah es auch nicht minder hochklassig aus – über alle Klassen verteilt waren spannende Entscheidungen um den Sieger zu erwarten. Bereits im Training wurde auf Maximum Attack gefahren und den Zuschauern eine tolle Show geboten. Mit beherzten Drifts und Drehzahlorgien jenseits der 10.000 U/min. war Gänsehaut pur vorprogrammiert. Leider gab es im Training schon ein paar Unfälle zu beklagen. Raimund Eirich zerstörte seinen VW Polo II aufs heftigste, genau wie BEM Quertreiber Norbert Wimmer. Er kollidierte in der Parkplatzschikane mit der Betonmauer und kam zum Glück mit dem Schrecken davon. Nach eigenen Aussagen ist der schöne 02 aber reparabel – nur an eine vor Ort Reparatur war nicht zu denken. Hier hatten die sympathische Rennamazone Steffi Deutsch und Ford Escort RS2000 Pilot Holger Alt Glück im Unglück- sie konnte ihre Rennwagen am Samstagabend noch richten um am Sonntag dann doch vor der atemberaubenden Zuschauerkulisse ins Renngeschehen eingreifen zu können. Die Organisation war in ihrer Ausübung perfekt und konnte jede Unterbrechung schnellstens abwickeln, so dass der Rennbetrieb wieder aufgenommen werden konnte.

„Farewell to a Legend“ hätte das auch das Motto der Helfer- & Freunde Feier vom Meisel Motorsport Team sein können. Neben einem leckeren Schweizer Käsefondue gab es Livemusik und viele tolle Gespräche, rückblickend auf die Saison 2011 in denen natürlich auch Retos gutem Freund Georg Plasa gedacht wurde. Gleichzeitig wurde auch der Mercedes 190E RM1 Judd V8 ins wohlverdiente Altenteil verabschiedet. Reto baut im kommenden Jahr ein komplett neues Fahrzeug auf und wird daher leider, wenn überhaupt, nur sehr selten an Deutschlands Bergen zu sehen sein. Auch hier noch mal vielen Dank für den tollen Abend bei den Freunden vom Meisel Motorsportteam.

Der Renn-Sonntag präsentierte sich leider morgens doch sehr verhangen. Dichte Nebelschwaden ließen einen Start um 8.00 Uhr aus Sicherheitsgründen leider nicht zu. Deshalb entschied der Veranstalter, den Start auf 9.00 Uhr zu verlegen.  Auch am Renntag gab es leider wieder ein paar Unfälle, die aber alle zum Glück glimpflich ausgingen. Das bei dem hochkarätigen Starterfeld der ein oder andere Rekord in Gefahr war, war fast allen klar – nur das der Streckenrekord für Rennsportfahrzeuge gleich 2 mal von 2 verschiedenen Fahrern, innerhalb von nicht einmal 2 Minuten unterboten wurde – damit hatte wohl keiner gerechnet. Erst unterbot Marcel Steiner in seinem Osella Zytek FA30 den alten Rekord von Lionel Regal auf 00:48:751 – dann kam Simone Faggioli mit gleichem Fahrzeugtyp und legte einen Fabelrekord, scheinbar  für die Ewigkeit hin – in sage und schreibe 00:46:903 erklomm er die 2,2 km lange Bergrennstrecke in den Stauden. Ganz großes Kino – der Applaus an der Antoniusbuche war grandios als Streckensprecher Uli Kohl die Zeit verkündete.  Somit landete Faggioli in der Klasse E2-SS bis 3000ccm auf Rang 1 vor Marcel Steiner und Joel Volluz.  Bei den Fahrzeugen der Klasse E2-SS bis 2000ccm zeigte der junge Luxemburger und Naturtalent, David Hauser, wieder einmal seine Klasse. Er gewann mit 13 Sekunden Vorsprung vor Frank Debruyne  die Klasse und schob sich sogar auf einen 6 Gesamtrang. So etwas kannten wir vorher nur von Berglegenden wie Arnold Wagner, der auf einem Formel sogar  2-mal Bergmeister wurde. Auf Rang 3 folgte hier Bernhard Gradschinger.

In der Klasse ES-SC bis 3000ccm preschte, der bereits oben genannte Tscheche Dusan Neveril mit seinem Norma M20 FC-Judd auf P1, auf Rang 1 - dicht gefolgt vom Schweizer Eidgenossen Urs Müller auf seinem Osella Zytek PA30. Das Stockerl komplettierte der alte und neue Bergmeister, Uwe Lang auf seinem Osella BMW PA20/S. In der kleinen Klasse E2-SC bis 2000ccm gewann Fabrizio Peroni auf Lucchini Honda vor Georg Olbrich (Osella PA21P) und Arno Bereiter (PRC Honda CN).

Der bereits seit dem Glasbachrennen feststehende Bergmeister der Tourenwagen, Reto Meisel lag ganz klar auf Siegkurs – doch dann machte die Antriebswelle im RM1 leider in der Startkurve schlapp und verhinderte einen glorreichen Abschied der Judd V8 Bestie. Damit rückte der Tscheche Petr Fulin in seinem 2006er Audi A4 DTM an die Spitze der Tourenwagen. Der Mann hat am Wochenende sein erstes Bergrennen bestritten und lieferte dabei dann gleich voll ab. Er gewann mit fast 4 Sekunden Vorsprung vor Klaus Hoffmann auf seinem Opel Astra Coupé V8 DTM die Tageswertung. Auf dem 3. Rang folgte der scheidende Bergmeister Norbert Handa mit seinem Lancia Delta Integrale EVO III, der die hochgezüchteten Boliden der Markenkollegen Felix Pailer und Fulvio Guiliani deutlich auf ihre Plätze verwies. Petr Fulin gewann somit natürlich auch die Klasse E2-SH vor Klaus Hoffmann und Bernhard Lenz auf BMW E36 M3. Die Gruppe der Fahrzeuge der Klasse E1/FS über 2000ccm war sehr stark vertreten und wurde, wie eingangs schon beschrieben, von Norbert Handa auf seinem Lancia Delta Integrale EVO III. Ihm folgten Herbert Stolz auf seinem Porsche 935 DP2 und Felix Pailer auf dem Über-Lancia Delta Integrale. In der kleineren Klasse bis 2000ccm gewann der Österreicher Andreas Marko auf seinem Audi A4 STW vor Vladimir Vitver vom Czech National Team auf seinem Lotus WR. Ein fulminant fahrender Andreas Greppmeier mit seinem Opel Kadett C Coupé 16V komplettierter das Podium auf Rang 3. Bei den 1600er E1/FS Fahrzeugen ging der Sieg an Manuel Michalko (Citroen Saxo Kit Car), der die beiden Strassers, Norbert jun. Und Michael auf ihren Toyota Corolla AE86 auf die Plätze verwies. Bei den 1400ern gewann Thomas Strasser jun. Auf seinem VW Polo II 16V vor Martin Bächler (VW Lupo) und Stefan Thalmayr (Suzuki Swift GTR).

Der Wechsel in die Gruppe H über 2000cm , endlich einmal stark vertreten. Hier konnte sich der Schweizer Josef Koch mit seinem Überliter Opel Kadet C Coupé 16V den Sieg vor Bernhard Permetinger (BMW E30 M3) und Siegfried Hauff (Opel Kadett C Coupé 16V)  sichern. Basti Fantastico war das Motto in der Königsklasse der Gruppe bis 2000ccm Hubraum. Sebastian Schmitt konnte seine Fahrwerksprobleme von St. Agatha und Unterfranken endlich beheben – und wie. Er fuhr in einer komplett anderen Liga und dominierte die Klasse mehr als deutlich. Im zweiten Lauf brannte er mit seinem Opel Gerent Kadett C Coupé 16V eine Fabelzeit von 00:56:871 in den Asphalt. Hier konnte keiner mehr herankommen und Basti stand als Klassensieger so gut wie fest. Ein ebenfalls toll fahrender Björn Wiebe bewegte seinen Renault Clio Williams BWR 16V beherzt auf den 2. Rang. Auf dem 3. Rang folgte der infernalisch brüllende VW Lehmann Golf I 16V mit Ralf Kroll am Steuer. Peter Naumann hatte leider einen kleinen Patzer im ersten Lauf und fand sich auf Rang 5 wieder. Bester 8V Pilot wurde Michael Rauch auf seinem Opel Gerent Kadett C Coupé 8V. KW Berg Cup Sieger Mario Minichberger wollte noch angreifen, hatte aber im ersten Lauf einen Unfall kurz vorm Ziel zu verzeichnen, der zum Glück relativ glimpflich ausging. Das Team aus Mario Minichberger und Hansi Eller konnten bereits eine Woche zuvor in St. Agatha den lang ersehnten und wohl verdienten Sieg einstreichen. Gesamt Klassensieg und Divisionssieg Nr.1 im KW Berg Cup für Minichberger Motorsport.

Bei den 1600ern sah es die ganze Zeit so aus, als ob Hans Paulitsch einen weiteren Saisonsieg einfahren konnte. Doch da kam Tobias Auchter mit seinem Opel Corsa GSI 16V und fuhr eine 00:59:692 im 3. Lauf – er sicherte sich damit wirklich verdient zum Saisonabschluss noch einen Klassensieg und verwies Hans Paulitsch auf den 2. Rang. Werner Rohr belegte mit seinem Toyota Corolla AE86 den 3. Rang. Schnellster und einzig verbleibender 8V Pilot in der Klasse wurde Werner Opl, nachdem Stefan Faulhaber aka KDR mit einem Kipphebelschaden am Opel Risse Kadett C Coupé 8V zu beklagen hatte. All dies änderte aber nichts am Gesamt Klassensieg und Divisionssieg im KW Berg Cup Gruppe H bis 1600ccm für Hans Paulitsch. Er bescherte Tuner Mario Minichberger den 2. Gesamtklassensieg eines seiner Fahrzeuge. Doch damit nicht genug – Lokalmatador Wolfgang „Wolfi“ Glas machte den Hattrick für Minichberger Motorsport perfekt – er sicherte sich einen weiteren Klassensieg  für Minichberger Motorsport vor Markus Spöri (Suzuki Swift GTi 4WD) und Jürgen Gehrig (VW Polo I 16V). Ein bis dahin toll fahrender André Stelberg verschenkte seinen möglichen Sieg und die Youngster Wertung im 3. Lauf, die nun an Björn Wiebe geht. Bester 8V Pilot wurde hier abermals Helmut Götzl auf seinem VW Polo II 8V. Der Gesamt Klassensieg ging an Manfred Konrad im VW Corrado 16V.

In der Klasse bis 1150ccm  konnte Jürgen Heßberger seien Fiat 127 Martini Racing auf dem ersten Platz abstellen. Ihm folgten Jörg Eberler (ebenfalls Fiat 127) und Bernd Deutsch auf seinem Schneider Audi 50 GL 8V, der auch den Gesamt Klassensieg für sich verbuchen konnte. Spannend wie nie zuvor gestaltete sich die Entscheidung im NSU Berg Pokal. Seinen bereits 7. Meistertitel konnte Steffen Hofmann für sich im NSU TT verbuchen. Er machte im 2. Wertungslauf alles klar und verwies Uwe Schindler und Thomas Krystofiak auf die Ränge 2 und 3. Im Gesamtklassement standen nun Steffen Hofmann auf P1, Uwe Schindler auf P2 und Jörg Davidovic auf P3.

Die Gruppe N gewann Christian Allkofer auf seinem Fiat Punto RTN vor Jochen Stoll auf Peugeot 306 S16 und Kai Neu auf Ford Escort RS2000.

Weitere Klassensieger sind:

-Gruppe G – LG5-7: Heinz-Peter Boch
-Gruppe G – LG4: Michael Hulm
-Gruppe G – LG3: Nikolas Uenzen
-Gruppe N bis 1400 ccm: Dieter Altmann jun.
-Gruppe N bis 1600 ccm: Michael Fendl
-Gruppe N über 2000 ccm: Michael Widmer
-Gruppe A bis 2000 ccm: Helmut Knoblich
-Gruppe A über 2000 ccm: Rudi Biccato

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Somit ist die Bergrennen Saison 2011 beendet und hat ihre Meister und Sieger gefunden. Wir hoffen Ihnen/Euch haben unsere Berichte, Fotos und Videos gefallen und dürfen Sie/Euch auch weiterhin zu unseren Besuchern zählen. Wir sehen uns im nächsten Jahr bestimmt an einer von Deutschlands Bergrennstrecken wieder.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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