Lang war sie, die Winterpause nach dem Saisonabschluss in Mickhausen Anfang Oktober 2011. Nach über einem halben Jahr traf sich nun die versammelte Meute der motorisierten Bergbesteigung im luxemburgischen Örtchen Eschdorf. Nicht alle waren mit ihrer Arbeit über den Winter fertig geworden und mussten den Start auf einen späteren Zeitpunkt verschieben, so dass bei diesem Rennen fehlten – unter anderen Sebastian Schmitt der die nächste Evolutionsstufe seines Opel Gerent Kadett C Coupé zünden möchte, oder Manfred Kronlachner der seinen Toyota MR2 Turbo noch nicht ganz fertig hat – beide planen aber für Wolsfeld dabei zu sein. Ein Comeback feierte die Risse Crew mit Holger Hovemann und Roman Sonderbauer – beide Fahrer zerstörten ihre Autos im letzten Jahr nachhaltig so dass ein kompletter Neuaufbau auf dem Programm stand. Romans Auto wurde pünktlich fertig, Holgers Auto folgt zum Ende der Saison oder Anfang der nächsten Saison. Er teilt sich so lange mit Marken- & Teamkollege Henning Göbel dessen rotes Kadett C Coupé.
Nichts desto trotz, waren hier in Eschdorf sage und schreibe 241 Nennungen eingegangen – ein Rekord der seines gleichen sucht. Was die Union des Pilotes unter der Leitung von Guy Oster hier auf die Beine gestellt, verdient wirklich größten Respekt. Der kleine Ort Eschdorf quoll fast über vor den zahlreich angereisten Piloten aus ganz Europa. Selbst die durchaus schlechte Wettervorhersage, konnte die Fans und Freude des Bergrennsports nicht vom Besuch des Rennens abhalten.

Bereits am Freitagabend goss es gegen 19.00 Uhr wie aus Kübeln und verregnete vielen Teams die gesellige Abendplanung im Fahrerlager. Auch ein Räderwechsel auf Regenreifen musste wohl oder übel für den nächsten Tag mit eingeplant werden. So begann der Trainingssamstag also mit eifrigem Rädertausch, bevor nun um etwa 10.00 Uhr Carsten Steinert mit seinem NSU TT, das Training eröffnete. Gespickt von vielen Drehern und glimpflichen Unfällen, konnte viele Erkenntnisse für das Rennen am Sonntag gefunden werden. Wie erwartet, dominierten die Fahrzeuge aus der Klasse E2-SS das gesamte Training. In der Gruppe H schafften die Unglückslämmer der 2L Klasse aus der letzten Saison ein eindrucksvolles Comeback im Regen – Roman Sonderbauer ganz knapp vor Holger Hovemann. Damit zeigten beide, dass auf jeden Fall mit ihnen zu rechnen ist .Im zweiten Lauf hatte Peter Naumann aber dann die Nase vorn und konnte sich, auf Slicks startend, an die Spitze des Feldes setzen. 

Leider sollte der Rennsonntag wettertechnisch nicht besser werden – es begann, wer hätte es gedacht, wieder mit Regen und Reifen umrüsten. Gegen 9.00 Uhr begann der erste der beiden Wertungsläufe. Den Gesamtsieg sicherte sich der junge Luxemburger David Hauser auf seinem Dallara V8 GP2 vor dem Schweizer Marcel Steiner auf Osella Zytek FA30 und Eric Berguerand auf Lola Ford B99. Bei den Formel 3000 Fahrzeugen siegte Alban Thomas (Lola Cosworth B99/50) vor Joel Roussel (Lola Zytek B02/50) und Simon Hugentobler (Reynard Cosworth 92D), der das Siegerauto vom letzten Jahr pilotierte. Das Klassement im seit wohl seit langen stärkste Formel 3 Feld wurde durch Ludovic Cholley (Dallara Opel F300) angeführt, gefolgt von David Weber (Dallara Opel F302-04) und Patrick Cholley (Dallara Opel F303). 

Bei den ebenfalls zahlreich angereisten Sportwagen der Gruppe E2-SC mussten knapp 10 Fahrer ihre Fahrzeuge wieder aufladen, da sie nicht durch die technische Abnahme kamen. Der verbaute Tank entsprach leider nicht den Regularien. So reduzierte sich das Feld der 3L Fahrzeuge auf 8 Starter. Hier setzte sich Jaques Marchal mit seinem Norma BMW M20F auf P1, Yannik Latreille (Norma BMW M20F) und Urs Müller (Osella Zytek PA30) folgten auf P2 und P3. In der Klasse E2-SC bis 2L Hubraum gewann Mario Blum mit seinem PRC Honda PRC-S4 vor Bernd Letmade auf Norma Honda M20F und Georg Olbrich auf Osella Honda PA21P. Mario und Bernd freuten sich sehr über ihre tolle Platzierung unter diesen widrigen Wetterbedingungen.

Im großen Feld der Tourenwagen konnte der mehrfache Bergmeister Norbert Brenner seinen Opel Vectra GTS DTM V8 das erste Mal auf P1 als Tagessieger und Klassensieger in der Klasse E2-SH/E1 über 3000 ccm abstellen und damit zeigen, dass er mit dem Auto immer wieder für einen Tagessieg gut ist - denn alte Messer schneiden eben besser. Im folgten auf Rang 2, Herbert Stolz mit seinem Porsche 935 DP2 und Norbert Handa im Lancia Delta Integrale EVO III). Letztere Beiden konnten den Vorteil ihrer Allradraketen nicht gegenüber Brenners Ex-DTM Auto ausspielen. Bei den kleineren Fahrzeugen bis 3000 ccm gewann Albert Dobler im wunderschönen Ex BMW E30 M30 DTM vor Romain Ciuca (Opel Kadett C) und Yves Melchior (Mazda MX5). Der Wechsel von Rainer Schönborn aus der Gruppe H bis 2L Hubraum in die Gruppe E2-SH/E1 sollte sich auszahlen. Er stellte seinen VW Golf I GTI 16V in der starken Klasse bis 2000ccm auf P1 ab und verwies Fabrice Crobien (VW Golf) und Vincent Vansamilliette (BMW 320 Evo) auf die Plätze 2 und 3. Egidio Pisano zeigte ebenfalls wieder einmal seine Stärke und sicherte sich mit seinem VW Spiess Golf I den Klassensieg in der Klasse bis 1600ccm. Bruno Collard (BRC CM05 Evo Suzuki) und Canio Marchione (Fiat 127) kompletten die Ränge 2 und 3.

Beim KW Berg Cup der Gruppe H, welcher dieses Jahr in seine 25. Saison gestartet ist, waren viele neu aufgebaute und viele neue Autos am Start. Über 2L waren nur 2 Fahrer am Start – Harald Ludwig setzte sich hier mit seinem BMW M3 gegen Thomas Ostermann auf seinem Hartge BMW E30 325i durch. Die Klasse bis 2000ccm hatte am Ende des Rennens etwas unter Favoritenschwund zu leiden. So schied Holger Hovemann mit dem Henning Göbel Kadett C Coupé aus. Er bekam beim anbremsen auf die 180° Kurve am Posten 3/4 ein langes Pedal. Ohne Bremsdruck und in Verbindung mit einer Ölspur war er nur noch Passagier. Er schlug links in die Leitplanke ein und beschädigte den Risse Kadett, so dass an ein Weiterfahren nicht zu denken war. Ein ähnliches Schicksal ereilte den Polotreter Peter Naumann. Er knallte 60m vorm Ziel in einen Heuballen und beschädigte den aufgeladenen VW Polo II nachhaltig. Roman Sonderbauer konnte an seine tolle Leistung vom Training anknüpfen und stelle den Risse Kadett wohlverdient auf P1 ab. Im folgten Hans-Peter „Hansi“ Eller mit seinem VW Minichberger Scirocco I 16V auf Rang 2. Mann des Tages war hier Patrick Orth, der junge Bergweiler zirkelte seinen BMW 320iS 16V gekonnt den rutschigen Eschdorfer Berg hinauf und komplettierte das Podium in der Klasse. Schnellster 8Ver war hier BMW 2002tii 8V Pilot Norbert Wimmer vor Stefan Faulhaber auf dem Opel Briegel Kadett C Coupé 8V von Michael Rauch.

Der Corsaflieger Tobias Auchter konnte ebenfalls nahtlos an seine gute Performance aus Mickhausen 2011 anknüpfen. Er stellt seinen Opel Corsa A 16V deutlich Auf P1 vor Hans Paulitsch auf VW Minichberger Scirocco I 16V ab. Dieser hat auch mit den Folgen eines kleinen Ausrittes in der Zielkurve zu kämpfen. Das Stockerl komplettierte Regenspezialist Helmut Maier auf seinem VW Spiess Golf I 16V. In der Gruppe H bis 1300ccm hatte Markus Spöri gut lachen – seine schwarze Taschenrakete Suzuki Swift 4WD klebt selbst bei nassem Asphalt auf der Fahrbahn wie auf Schienen geführt. So reichte es am Ende für Rang 1vor VW Corrado I 16V Pilot Manfred Konrad und Wolfgang Glas mit seinem VW Minichberger Polo I 16V. Die schnellsten 8V Piloten kamen beide aus Eichenbühl und hießen Christoph Hörnig (VW Polo II 8V) vor Nils Abb (VW Schneider Polo II 8V).Die kleinen Drehorgeln der 1150er Klasse machten Thomas Stelberg mit dem 16 Ventiler Schneider Polo II als Sieger aus. Jörg Eberle auf Fiat 127 Sturm Keepsake und Bernd Deutsch auf Audi 50 Schneider folgten auf den Rängen 2 und 3. Beindruckend waren hier auch die Zeiten von NSU TT Treter Volker Angelberger. Er konnte mit seinem schwereren 1150er NSU die Zeiten der 1300er NSUs aus dem NSU Bergpokal fahren.

Der NSU Bergpokal kürte, nach Luxemburger Wertungssystem, Jörg Davidovic als Sieger, der in Lauf 2 die schnellste NSU Zeit auf die Strecke zauberte. Ein starker Carsten Steinert saß ihm dicht auf den Fersen, der wiederum dicht von Dauersieger und Rekordchampion Steffen Hofmann verfolgt wurde. Auf Rang 4 folgte Jörg Höber mit seinem neu aufgebauten NSU, Nici Höllerich komplettierte die Top 5 als einzige Frau im Starterfeld. Bei den Kollegen aus der klassischen Fraktion, wo auch die Starter des Classic Berg Cups starteten, gewann Richard Rein (Ford Capri 2600 RS) vor Francis Kienert (Porsche 911 2.7 RS) und Albert Vogt (BMW 325i).

Alle weiteren Ergebnisse und Klassensieger können der Ergebnisliste entnommen werden. Bereits in 3 Wochen geht es beim 50. Wolsfelder AvD Bergrennen 2012 in der Eifel weiter. Zum Jubiläumsrennen hat der Veranstalter EMSC Bitburg extra Preisgelder ausgeschrieben. Gerechnet wird hier mit einem großen Starterfeld von etwa 200 Fahrzeugen. Wir dürfen also gespannt sein.

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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