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Auf geht’s zur zweiten Runde der Deutschen Bergmeisterschaft. Traditionell ist das Wolsfelder AvD Bergrennen vom EMSC Bitburg an Pfingsten der Austragungsort für hochkarätigen Automobilrennsport. Dieses Jahr feiert das älteste noch ausgetragene Bergrennen mit DMSB Prädikat seine 50. Ausgabe des Eifel-Klassikers. Die sehr selektive Strecke mit vielen Spitzkehren ist nur 1,64 km lang, verlangt dem Fahrer aber dafür alles ab. Die Wettervorhersage war ausgesprochen gut und lockte über 150 Starter mit ihren Fahrzeugen in den kleinen Ort Wolsfeld, unweit von Bitburg und der luxemburgischen Grenze. Für Spannung ist hier immer gesorgt, da aufgrund der Streckencharakteristik hier auch ein Tourenwagen um den Gesamtsieg mitreden kann. Die Favoriten in diesem Jahr standen auf jeden Fall schon vor dem Rennen fest – schafft es der mehrfache Sieger Bruno Ianniello mit seinem Lancia Delta S4 sich gegen den Luxemburger Guy Demuth in seiner hochmodernen Osella Rakete vom Typ FA30 durchzusetzen? Ebenso spannend wurde die Gruppe H bis 2000ccm Hubraum betrachtet – hier rollte Sebastian Schmitt mit seinem neu aufgebauten Opel Gerent Kadett CQP Evo II an den Start. Gepaart mit von je 15 cm mehr Karosseriebreite  und einem scharf nachgewürztem Motor aus dem Hause Gerent Rennsporttechnik in Lage, sollte der Kadett in Wolsfeld beim seinem ersten Rennen, den Rollout haben. Die Risse Mannschaft um Holger Hovemann baute nach dessen unsanftem Einschlag in Eschdorf den roten Risse Kadett in Windeseile wieder auf, so dass einem Start in Wolsfeld auch hier nichts im Weg stehen sollte.  Am Samstagabend lud der EMSC Bitburg seine 50. Ausgabe des Rennens mit einem Festakt ein, durch den Streckensprecher Urgestein Hannes Martin gekonnt führte.  Neben vielen Rückblicken auf 50. Jahre Bergrenngeschichte wurden viele Benzingespräche geführt und die oder andere Anekdote von damals erzählt.

Bereits am Sonntag im Training wurde mächtig an gegast und bot so den Zuschauern und Fans einen ersten Vorgeschmack auf den Renn Montag. Hier lag „Raketen Bruno“ Ianniello noch mit seinem Lancia Delta S4 mit einer knappen halben Sekunde in Führung, dicht gefolgt von Guy Demuth in seinem Osella Zytek FA30. Tommy Rollinger komplettierte das Trainings Stockerl mit seiner Lola B02/50 auf Rang 3. Pech hatte Horst Wiebe im Training gleich 2 mal – erst fuhr er Ausgangs der Bit Kurve in Graben und hatte später im Training noch einen kapitalen Motorschaden zu beklagen. Eifrig schraubte die ganze Familie Wiebe in einer Nachtschicht am havarierten Mégane, ohne ihn aber wieder  für den Renn Montag fit zu bekommen.  Andrä Schrörs riss im Training der Gaszug, der wieder repariert werden konnte. Andrea Schönborn scherte am Familien Golf I GTI 16V die Antriebswelle ab, die aber auch wieder ersetzt werden konnte. Basti Schmitt gewöhnte sich langsam an die properen Ausmaße seines CQPs und verglich die Fahrt ein wenig mit Truck Grand Prix auf einer Kartbahn – ansonsten war er guter Dinge, was denn Renntag angehen sollte.

Den Gesamtsieg holte sich dann doch recht deutlich der Luxemburger Osella Zytek FA30 Pilot Guy Demuth mit knapp 3 Sekunden Vorsprung auf Bruno Ianniello im Lancia Delta S4 16V. Ihm folgte Tommy Rollinger auf Lola B02/50 F3000. Rang 4 belegte ein sehr stark fahrender Frank Debruyne mit seinem Dallara F300 Formel 3 Fahrzeug. Auf P5 konnte Herbert Stolz seinem Porsche 935 DPII als zweitschnellster Tourenwagen abstellen.

Bereits auf P6 im Gesamtklassement und 3. Der Gesamttourenwagen folgte Basti Schmitt mit seinem Opel Gerent Kadett CQP Evo II.  Die Gruppe E2-SS bis 2000ccm + Formel 3 gewann Frank Debruyne mit seinem Dallara F300 vor dem mehrfachen luxemburgischen Altmeister Leon Linden (Dallara  F304) und Robert Meiers im Toyota Formel 3. Guy Demuth, Tommy Rollinger, Dino Gebhard und Uwe Kaufel (nach dem Ausfall von Gerhard Siebert) waren allesamt Einzelstarter in ihren Klassen und gewannen diese somit. Bei den Gruppe E2-SC bis 2000ccm konnte Georg Olbrich auf seinem Osella PA21P vor Bernd Letmade auf seiner Norma Honda M20. Gerhard Siebert schied mit seinem Osella PA18 aus.  

In der großen Klasse der Gruppe FS/E1 Berg und FIA/E2-SH setzte sich Bruno Ianniello mit seinem Lancia Delta S4 16V deutlich auf Platz 1. Das Stockerl komplettierte  Herbert Stolz mit seinem Porsche 935 DPII vor Klaus Hoffmann auf Opel Astra Coupé V8 DTM. Bei den 2L FS/E1 und FIA/E2-SH trumpfte Andrea Schönborn im VW Golf I GTI 16V auf und zeiget ihre Klasse. Ihr folgten mit etwas Respektabstand  Ford Escort RS2000 Quertreiber Bob Kellen und Ralf Kleinsorg im BMW 316i. Bei den 1600ern stellte der Eidgenosse  Martin Bächler auf VW Lupo Junior Cup ganz knapp  vor Fabian Schmitz (VW Golf I GTI) ab. Auf P3 folgte Franz Hasenstab mit seinem Peugeot 206. Bei den kleineren 1300ern der FS/E1 und FIA/E2-SH gewann Sylvain Labat (Simca 1000 Rallye 2) vor Canio Marchione (Fiat 127) und Thomas Bodtländer (Peugeot 205 Rallye).

Wechseln wir nun in den KW Berg Cup der Gruppe H, welcher in Wolsfeld wieder sehr zahlreich vertreten ist. Auch die Klasse über 2000 ccm war dieses Mal sehr gut besetzt. Der Österreicher Bernhard Permetinger trieb seinen BMW E30 M3 als schnellster in der Klasse den Wolsfelder Berg hinauf. Auf P2 folgte Harald Ludwig im BMW E36 M3 vor einem gut aufgelegten Thomas Ostermann (Hartge BMW E30 325i) auf P3. In der Königsklasse bis 2000ccm Hubraum ging es spannend zu wie nie zuvor. Basti Schmitt feuerte sein Gerent CQP Evo 2, mit einer knappen halben Sekunde Vorsprung auf den zweitplatzierten Roman Sonderbauer (Opel Risse Kadett C Coupé 16V), auf P1 und fuhr im letzten Lauf sogar noch einen neuen 2L Streckenrekord für Wolsfeld. Damit hatte sicherlich keiner gerechnet, dass Basti mit dem Breitbau C Coupé so schnell und so gut auf der doch sehr verwinkelten Strecke zurechtkommt.  Ebenfalls sehr gut unterwegs war Björn Wiebe, der die Talsohle vom letzten Jahr endgültig überwunden hat und zu einer tollen Form zurückgekehrt ist. Belohnt wurde er mit Rang 3 in der Gruppe H bis 2000 ccm Hubraum. Holger Hovemann saßen seine beiden unfreiwilligen Ausflüge vom Glasbach und Eschdorf doch noch irgendwie im Kopf – trotz alledem konnte er sich knapp auf Rang 4 positionieren. Lokalmatador Patrick Orth zeigte wieder einmal mehr, welches Potential in ihm steckt – er zirkelte seinen selbst aufgebauten BMW E30 320iS mehr als nur gekonnt und spektakulär durch die Kurvengeschlängel auf Platz 5 von 29 Startern. Ganz große Klasse, wie wir finden. Bester 8V Pilot und zugleich 6. in der 2L Klasse wurde Markenkollege Norbert Wimmer auf seinem wunderschönen BWM 2002tii 8V. Peter Naumann war mit seinem aufgeladenem VW Polo II G40 Supercharger bis zum 3. Lauf noch vorn mit dabei, wurde aber durch eine herausgesprungene Sicherung der Benzinpumpe gestoppt und verlor so knapp 6 Sekunden. Hans-Peter „Hansi“ Eller hatte leider direkt im ersten Lauf Feindkontakt und schied mit dem VW Minichberger Scirocco I 16V aus. 8V Siegaspirant Stefan Faulhaber hatte Getriebeprobleme am Briegel Kadett C Coupé 8V zu beklagen und musste ebenfalls vorzeitig das Rennen beenden.

Die 1600er Klasse bot auch für jeden einiges an Überraschungen. Tobias Auchter war bereits im Training super flott unterwegs, verlor aber im ersten Lauf den Fahrbahnkontakt und überschlug sich mit seinem Opel Corsa GSi 16V. Für ihn war das Rennen und evtl. auch die ganze Saison 2012 gelaufen – sehr schade. Nun war die Zeit für Thorsten Brunner auf seinem Nemeth Golf 16V gekommen. Er sicherte sich seinen ersten Klassensieg in der Gruppe H bis 1600 ccm. Eine richtig tolle Leistung zeigte unser 100octane.de Chef Videograf und Rallyepilot Sven Koob. Er wollte eigentlich nur, Just for Fun hier in Wolsfeld mit seinem Citroen Saxo an den Start gehen. Aber wer Sven kennt, weiß das der Mann fahren kann – und wie – er holte doch recht unerwartet den 2. Platz in der Klasse vor Berg Cup Neuzugang Ralf Gazelkowski im Ford Puma. Die jungen wilden sind eben nicht zu stoppen.  Werner Heindrichs kämpfte noch mit stumpfer Waffe, da sein neu aufgebauter Opel Veytal Corsa 16V noch nicht wieder einsatzbereit ist – am Iberg soll es aber dann soweit sein. Drücken wie ihm die Daumen, dass alles bis dahin fertig wird. Starter gibt es in der 1300er Klasse immer gewohnt viele – entsprechend spannend gestaltete sich also auch hier der Rennverlauf. Bei André Stelberg ist auch endlich der Knoten geplatzt und konnte zeigen, dass mit ihm auf jeden Fall zu rechnen ist. Er gewann die Klasse mit seinem VW Schneider Polo I 16V vor Klaus Bernert (VW Polo II 16V) und Berg Cup Urgestein Franz Weißdorn (VW Polo Honda 16V). Bester 8V Pilot wurde hier  Christoph Bauer auf VW Polo II 8V. Der Defektteufel schlug hier bei Markus Spöri zu und legte den Suzuki Swift GTi 4WD 16V lahm.

Bei den kleinsten und drehfreudigsten, der Klasse bis 1150 ccm sicherte sich Motorenpapst Jürgen Schneider auf VW Schneider Polo II 16V den zweiten Saisonsieg nach Eschdorf. Auf den Rängen 2 und 3 folgten Bernd Deutsch Schneider Audi 50 8V und Peter Richter VW Capricorn Polo I 8V. Tobias Stegmann hatte den ganzen Tag mit Elektronikproblemen an seinem Schneider Audi 50 8V zu kämpfen und kam deshalb nicht richtig in den Tritt. Auch die klassischen Fahrzeuge waren gut vertreten. René Frank konnte mit seinem Schnitzer BMW E30 M3 DTM den ersten Saisonsieg einfahren. Ford Capri 2600 RS Treter Richard Rein stellte das Auto nach dem 4. Lauf auf P2 ab. Ronny Hering hatte Mühe nach seinem Ausritt in Eschdorf einen neuen Blinker für den Scirocco I GTI zu bekommen. Letzten Endes kaufte er neben dem Blinker noch eine Ersatzkarosse mit dazu – nur so für alle Fälle. Ein 3. Platz war hier der Lohn für seine Mühe. Hannes Feldmann war Einzelstarter in seiner Gruppe, ebenso wie Francis Kienert.

Ebenfalls wieder vorzüglich besetzt waren die Freunde der Heckmotorfraktion aus dem NSU Bergpokal. Mit vielen Spitzenzeiten hauten sich die Top 5 die Platzierungen munter hin und her. Jörg Davidovic lies hier aber trotzdem nichts anbrennen und stellte den TT auf P1 ab. Ihm folgte Uwe Schindler im NSU TT KWR auf P2 und Steffen Hofmann, der noch etwas Kummer mit der Elektronik an seinem TT hat, auf P3. Eine tolle Leistung zeigte auch wieder Nicola „Nici“ Höllerich im NSU TT Reich. Zwischenzeitlich sogar auf P3 liegend beendete sie das Rennen auf P4 vor Jörg Höber. Dieser stellte seinen Fahrstil auf einen deutlich harmonischeren um als im letzten Jahr und darf nun die Früchte ernten. Gerne Weiter so.

In der Gruppe N/F bis 2000 ccm gewann Jochen Stoll mit seinem sonor klingenden Peugeot 306 S16 vor Hebert Schmitz (Opel Astra GSi 16V) und Jürgen Fechter (VW Scirocco). Bei den Fahrzeugen bis 1400 ccm gewann Jürgen Plumm (Daihatsu Charade 4x4) vor Tom Verhoeven (Citroen AX GTI) und Dennis Reusrath (Daihatsu Charade 4x4). In knapp 5 Wochen geht beim Ibergrennen in Heilbad-Heiligenstadt weiter. Bis dahin – Alles Gute.

Weitere Klassensieger:

Johny Blom – Citroen DS3 R3 – Gruppe A über 2000 ccm
Joelle Wiltgen – Honda Civic Type R – Gruppe A bis 2000 ccm
Marco Wielsch – Audi A3 – Gruppe G (LG2)
Arno Billen – BMW 318iS – Gruppe G (LG3)
Romain Theissen – Porsche 997 Cup – Gruppe GT über 3500 ccm
Sepp Koller – Alfa 147 JTD Cup – Gruppe H Diesel bis 2000 ccm

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports instĂ€ndig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsĂŒber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tĂŒckisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei ÜbungsdurchgĂ€nge programmgemĂ€ĂŸ um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde frĂŒher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprĂ€gten ersten Auffahrt. Ganz gemĂ€ĂŸ der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind hĂ€ufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum GlĂŒck nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da fĂŒr den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme ZurĂŒckhaltung abgelegt, was vermehrte VorfĂ€lle nach sich zog. Die aber allesamt glĂŒcklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwĂ€hnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein wĂŒrdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-PrĂ€dikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die fĂŒr die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort MĂŒnster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende ĂŒber die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine DurchgĂ€ngigkeit, dafĂŒr aber viele VerĂ€nderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt ĂŒbrigens nicht nur fĂŒr die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch fĂŒr die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. RennjubilĂ€um eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flĂŒssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemĂ€ĂŸig die wichtigsten VorfĂ€lle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen ĂŒber das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kĂŒhl. Am Samstag wĂ€rmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hĂ€lt sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spĂŒren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden EinzelfĂ€llen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die GemĂŒter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulĂ€r und wĂŒrdig zugleich ab.

Wie immer ist die RĂŒckfĂŒhrung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse fĂŒr Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hĂ€tte es fĂŒr den GAMSC WĂŒrzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kĂŒhl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pĂŒnktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten LĂ€ufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten GleichmĂ€ĂŸigkeitsprĂŒfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „FĂŒnfzigsten“ beschrĂ€nkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die GĂ€ste ein buntes Programm, zu dem die EichenbĂŒhler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war fĂŒr alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federfĂŒhrend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurĂŒck aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, fĂŒr den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekĂŒhlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als FĂŒnfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fĂŒnften Rang ĂŒbernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geĂ€ndert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmĂ€ĂŸig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg fĂŒr Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, FĂŒnfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar fĂŒr ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit fĂŒr das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffĂ€llige Design fĂŒr seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/JĂŒlich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller LĂ€nge ĂŒbertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergĂ€nzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters fĂŒr Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als GeschĂ€ftsfĂŒhrer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur VerfĂŒgung, wĂ€hrend Medienprofi Kraemer als GeschĂ€ftsfĂŒhrer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce ProfessionalitĂ€t, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die DebĂŒtsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in SĂŒdeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nĂ€chste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjĂ€hrigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage fĂŒr mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

DebĂŒt fĂŒr Honda im ADAC GT Masters. FĂŒr ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/NĂŒrnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trĂ€gt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller LĂ€nge von SPORT1 ĂŒbertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurĂŒck. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste GrĂ¶ĂŸe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und GeschĂ€ftsfĂŒhrer AndrĂ© Schubert haben das Kernziel fĂŒr die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukĂ€mpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt AndrĂ© Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spĂŒre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen ĂŒberzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet fĂŒr BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trĂ€gt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller LĂ€nge von SPORT1 ĂŒbertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurĂŒck. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarĂ€tig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung fĂŒr die Rennserie und ein Vorbild fĂŒr unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich wĂŒrde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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