Nach den starken Frostschäden vom Winter 2010/2011, die die 2011er Ausgabe des Ibergrennens verhinderten, waren Fans und Fahrer überglücklich als Rennleiter Kevin Ferner  Anfang des Jahres das Comeback für 2012 ankündigte. Die Schäden an der Strecke wurden über das letzte Jahr hin professionell beseitigt, so dass man auch schon früh in die Planungsphase für 2012 einsteigen konnte. Das Dreigestirn - Kevin Ferner, Hermann Ludolf und Silvana Tismer – rührte kräftig die Werbetrommel und brachten so knapp 130 Starter an den etwa 2 km langen Iberg im schönen Heilbad Heiligenstadt. Neben den zahlreich vertretenen Tourenwagen aus dem KW Berg Cup und der Classic Berg Cup waren auch einige hochklassige Starter aus den Reihen der Sport- und Formelfahrzeugen vor Ort um den 3. Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft zu bestreiten.  Die Erwartungshaltung bei Fans und Fahrern war also enorm hoch – aber der MC Heilbad Heiligenstadt lieferte ein wahres Rennen der Spitzenklasse ab. Alles lief wie am Schnürchen - angefangen bei der total entspannten Atmosphäre im Fahrerlager (welches ja direkt in der Innenstadt liegt) über die unkomplizierte Papierabnahme, der top organisierte Trainings- und Rennablauf (an beiden Tagen wurden bis 17.00 Uhr 4 Läufe durchgebracht) bis hin zu den super netten Leuten vor Ort, die alles für ihr Rennen tun. Mit anderen Worten – eine perfekte Veranstaltung nach einem Jahr Zwangspause – besser kann man ein Comeback wohl kaum gestalten. Das Ibergrennen und der Deutsche Bergrennsport sind auch weit über Europas Grenzen bekannt. So rief uns ein australischer Bergrennen Fan in der letzten Woche an und wollte extra für ein Bergrennen aus Melbourne nach Deutschland kommen um live mit zu erleben. Evan Rogerson hat uns das ganze Wochenende begleitet und war ebenfalls sehr begeistert von der Freundlichkeit, die ihm entgegen gebracht wurde und natürlich von den tollen Autos aus der Deutschen Bergmeisterschaft. Während des Trainings postete er gleich via Facebook den Link zum Livestream vom Thomas Stolls Berg-Zeitnahme Team an seine Freunde in Australien, die „Very impressed.“ waren.

Das Training begann am Samstagmorgen bei schönstem Wetter, pünktlich auf die Minute. Wolfgang Schwalbe nahm als erster mit seinem NSU TT die knapp 2 km, des Holzwegs hoch zum Iberg, unter die Räder.  Bis auf ein paar kleinere Un- und Ausfälle lief das Training ohne besondere Vorkommnisse ab. In der Gruppe H ging es in allen Klassen sehr knapp zu. Auch in der Königsklasse bi s 2L Hubraum wurde bis auf die 1/100 Sekunde gefightet. Peter Naumann hatte Probleme mit dem aufgeladenen Super Polo und musste in einer Nachtschicht auf seinen Ersatzmotor zurückgreifen, der aber etwa 30 PS weniger Leistung hat. Talbot Lotus Sunbeam Pilot Andrä Schrörs beklagte ebenfalls zu wenig Leistung seines selbst aufgebauten Aggregats. Er hatte beim Abstimmen des Motors eine zu fette Gemisch Aufbereitung, was den Motor im hohen Drehzahlbereich zu schnürte. Hier musste dann also auch zu später Stunde noch kräftig gearbeitet werden. Thorsten Meier hatte mit seinem infernalisch antretenden Seat Leon einen kleinen Gummiaustausch in der Zuschauerkurve an Posten 7 zu verzeichnen, was aber schnell durch eine kleine Politur wieder behoben werden konnte.  In der Nacht zum Sonntag regnet es, was die Strecke am nächsten Morgen noch etwas nass erscheinen ließ. Deshalb gab der Rennleiter Kevin Ferner den Fahrern und Fahrerinnen die Gelegenheit noch vor dem Rennen die Strecke mit einer Besichtigungsfahrt zu inspizieren. Dies fand bei den Fahrern sehr großen Anklang – man merkt halt, dass der Rennleiter auch ein Rennfahrer ist. Großes Lob an dieser Stelle. Das Rennen konnte dennoch pünktlich um 9 Uhr durch Roland Geiling vom Vorstand vom ADAC Hessen / Thüringen  gestartet werden.

Den Gesamtsieger stellte das V-Racing Team aus Freiburg. Patrick Zajelsnik konnte seinen Norma M20 Mugen V8 vor Georg Olbrich auf Osella Honda PA21P auf P1 abstellen. Auf Rang 3 folgte Norbert Brenner mit seinem Opel Vectra DTM V8, der auch zugleich der schnellste Tourenwagen im Klassement war. Einzelstarter in der Klasse E2 Formelfahrzeuge bis 2000ccm, aber dadurch nicht minder schnell, war der einzige Formel 3 Pilot Frank Debruyne auf seinem Dallara F300. In der Gruppe E2 CN / E2-SC bis und über 2000ccm gewann Patrick Zajelsnik vor Georg Olbrich und seinem Bruder Alexander Zajelsnik auf Norma BMW M20F. Rang 4 belegte der Detmolder Bernd Letmade auf seinem Norma Honda M20, der leider im ersten Lauf einen Dreher zu verzeichnen hatte.  Uwe Kaufel war  ebenfalls wieder einmal Einzelstarter in seiner Klasse E2 C3 bis 2000ccm Hubraum. Das Feld der großen Tourenwagen in der Gruppe FS/E1-Berg/E1-FIA/E2-SH über 2000ccm reduzierte sich während des Rennens von 6 auf 4 Starter. Norbert Brenner siegte hier vor seinem Markenkollegen Klaus Hoffmann (Opel Astra Coupé V8 DTM) und Herbert Stolz auf Porsche 935 DPII. Lutz Pfeil stellte seinen BMW M3 HPR auf dem 4. Platz ab. Thorsten Meier hatte nach dem 2. Lauf mit Leistungseinbußen an seinem 650 PS starken Allrad Leon zu kämpfen und verzichtete auf weitere Starts um dem Problem auf den Grund zu gehen und das Triebwerk nicht zu beschädigen. Norbert Handa fehlte auch nach dem 2. Lauf und nahm ebenfalls keine Punkte mit nach Hause.

Für den VW Golf GTI 16V Piloten Rainer Schönborn läuft es in der Meisterschaft alles nach Plan. Der 3. Klassensieg im 3. Rennen ist die maximale Ausbeute die er zusammen mit seiner Frau Andrea einfahren konnte. Er verwies „Krabbelkäfer“ VW1302 RS Pilot Günter Miethke auf Rang 2. Ihm folgte Bernd Frank im Ex-STW BWM E36 318iS auf Rang 3. Lokalmatador Markus Wüstefeld konnte ebenfalls seinen ersten Sieg beim seinem ersten Bergrennen in dieser Saison einfahren. Er stellte seinen AMG Mercedes 190E EVO II auf P1 ab. Ihm folgten Harald Ludwig auf BMW E36 325i auf P2 und Thorsten König BMW 320iS auf P3.

Ein wahres Favotitensterben war in der Königsklasse, der Gruppe H bis 2000ccm Hubraum zu verzeichnen. Erst brannte der Wahl-Düsseldorfer Sebastian Schmitt mit seinem Opel Gerent Kadett CQP Evo2 eine Fabelzeit von 1:00:699 in den Asphalt um dann talwärts auf dem  Abschlepper ins Fahrerlager zurück zu kommen. Basti hatte oben im Ziel Ölverlust zu beklagen, so dass er schon mit einem kapitalen Motorschaden rechnete und daher nichts riskieren wollte. Doch Motorenguru Uli Gerent konnte per Ferndiagnose die Ursache für den Ölverlust ausmachen. Eine einfache Öldichtung hatte sich verabschiedet und musste ersetzt werden. Das passende Öl kam von Richard Rein, der Basti damit kollegial aushalf. Somit stand Bastis 2. Klassensieg in der Saison nichts mehr im Weg. Dieter Rottenberger drehte sich auf Rang 2 liegend im 2. Wertungslauf raus und knallte in den Graben. Der BMW 318iS STW wurde dabei nachhaltig beschädigt. Ähnlich erging es Opel Risse Kadett C Coupé 16V Pilot Roman Sonderbauer. Er rutsche am Posten 7 in die Reifenstapel und hatte so auch eine Nullnummer in der Wertung zu verzeichnen.  Hans-Peter „Hansi“ Eller (VW Minichberger Scirocco I 16V) war das ganze Wochenende schon flott unterwegs. Als Lohn bekam er P2 in der Klasse vor einem ebenfalls glänzend fahrenden Ralf Kroll auf VW Lehmann Golf I 16V. Schnellster 8V-Pilot wurde der Aschauer BMW 2002tii 8V Pilot Norbert Wimmer vor Michael Rauch (Opel Briegel Kadett C Coupé 8V) und Bernhard Lang der mit seinem erstarkten Ford Escort RS2000 gut bei der Musik war.

Die mit 7 Startern etwas dünner besetzte Klasse bis 1600ccm gewann der zweite VW Minichberger Scirocco I 16V deutlich vor Helmut Maier auf VW Spiess Golf I 16V. Das Stockerl komplettierte Opel Corsa A GSi 16V Pilot Tobias Auchter, der sein Auto nach dem Unfall von Wolsfeld in Windeseile wieder repariert hatte. Bei den 1300ern war volles Haus angesagt – hier balgten sich 11 Starter um die Plätze – und dies alles sehr, sehr knapp.  Der „Alte Fuchs“ Franz Weißdorn konnte sich mit seinem VW Polo I 16V mit Honda Zylinderkopf gegen die jungen Wilden in Form von André Stelberg (VW Schneider Polo I 16V) und Manfred Konrad im VW Corrado 16V durchsetzen. André sagte „Franz ist im Ziel bis zu 10 km/h schneller wie ich, da komme ich nicht ran.“ Manfred Konrad betrieb Schadensbegrenzung und  sicherte sich ganz knapp vor Gerhard Moser (VW Polo 1 16V) noch den 3. Rang. Schnellster 8V-Pilot wurde hier Frank Lohmann VW Polo II 8V Steilheck vor Rookie Klaus Streiberger im „Schlumpf“ VW Polo II 8V und Nils Abb im VW Schneider Polo II 8V.

Bei den 1150ern war es spannend bis zum 4. Lauf. Hier haute sich Schneider Audi/Polo Meute die hundertstel Sekunden um die Ohren. Bernd Deutsch lag noch in Führung, wurde aber durch eine defekte Sperre an seinem Audi 50 8V eingebremst. Die beiden Tobias rückten nach und fighteten den 1. Rang unter sich aus. Tobias Klimsa fuhr wie entfesselt, teils quer mit dem Audi 50 8V durch die Zuschauerkurve am Posten 7, auf P1. Sein Namensvetter Tobias Klimsa stellte seinen VW Schneider Polo I 8V auf P2 ab. Die beiden 16V Piloten in dieser Klasse, Jürgen Schneider und Robert Bauer, hatte beide mit technischen Problemen zu kämpfen und schieden aus.

Endlich mal wieder ein volleres Starterfeld im Classic Berg Cup. Gut gefüllt balgten sich die Freunde der klassischen Rennwagen um den ersten Rang. René Frank konnte sich hier deutlich mit seinem Schnitzer BWM E30 M3 DTM der ersten Platz im Klassement vor Richard Rein auf Ford Capri 2600RS und Markenkollegen Christian Reuter im Linder BMW E30 M3 DTM. Letzter fand durchaus gefallen am klassischen fahren am Berg und zog Prallelen zu damals, als er und Richard Rein auch immer ganz knapp beieinander lagen – wie sich die Geschichte doch wiederholt. CBC Präsident Richard Feulner setzte sich erfolgreich mit seinem March BMW Formel 2 gegen Gerhard Dietrich (Estonia 25) und Hannes Feldmann (Formel Ford van Diemen) durch. Im NSU Berg Pokal hingegen scheint alles nach der Nase von Jörg Davidovic (NSU TT Davidovic) zu laufen.  Der Odenwälder konnte seinen bereits 3. Saisonsieg verbuchen. Überglücklich verwies er seinen Mitstreiter Uwe Schindler (NSU TT KWR) auf P2. Rekordmeister Steffen Hofmann kam aufgrund einer falsch programmierten Lambda Einstellung nicht richtig auf Touren und verpasste somit nur ganz knapp den 2. Platz hinter Uwe Schindler. Auf Rang 4 und 5 folgten Karsten Steinert und Jörg Höber. Nicola Höllerich konnte aufgrund von gesundheitlichen Problemen ihrer Mutter leider nicht am Rennwochenende dabei sein.

In der Gruppe N über 2000ccm gewann Lokalmataor Lars Bröker auf seinem Mitsubishi EVO X mit extrem flotten Zeiten seine Klasse vor Ludger Dreyfürst auf Mitsubishi EVO 8. Bei den Startern der 2L Klasse gewann Patrick Orth (an. d. R: es nicht der Patrick Orth aus der Gruppe H) auf VW Golf III GTI vor Herbert Schmitz (Opel Astra GSi) und Mario Heß (Opel Kadett E GSi). VW Scirocco Fahrer Jürgen Fechter gewann die Klasse bis 1600ccm vor Dieter Altmann (Peugeot 205) und Hein-Peter Boch (Honda Civic).

Wir machen eine kleine Pause in der Deutschen Bergmeisterschaft und lassen das Homburger Bergrennen aus, da wir an dem Wochenende beim ADAC GT Masters auf dem Nürburgring unterwegs sind. Ende Juli geht es für uns beim 17. ADAC Glasbachrennen in Bad Liebenstein weiter. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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