Es gibt Rennen, die sich ganz besonders tief ins Gedächtnis einprägen. Zu dieser Kategorie zählt ganz ohne Zweifel das 39. Homburger ADAC Bergrennen am 14. und 15. Juli 2012. Denn die Anforderungen an Teilnehmer, Organisatoren und Helfer waren mannigfaltig und anspruchsvoll – auf und auch neben der Strecke. Denn alleine diese zu erreichen war bereits eine echte Herausforderung. Der immer wieder einsetzende, teilweise heftige Regen, hatte die Fahrspuren im Wiesen-Fahrerlager grundlos tief aufgeweicht. Und so kamen nur einige wenige Autos aus eigener Kraft auf die asphaltierte Straße Richtung Start. Erst massive Arbeiten mit Radladern und das Einbringen von jeder Menge Rindenmulch schafften Abhilfe. Trotzdem gingen die drei ausgeschriebenen Trainingsläufe – wenn auch notgedrungen mit gemischter Startreihenfolge – im vorgesehenen Zeitrahmen mal mit mehr, mal mit weniger und manchmal auch ganz ohne Regen über die Bühne. Durch die unterschiedlichen Streckenverhältnisse waren die Trainingsergebnisse wenig aussagekräftig.

Echte Hoffnungen auf einen trockenen Renntag machte sich vermutlich niemand im Feld der 140 Starter. Schon gar nicht nach dem Studium diverser Wetterberichte, die allesamt bis zum Sonntagmittag Niederschläge und danach das Risiko von Schauern prognostizierten. Regenreifen waren erste Wahl für Wertungslauf Nummer eins auf den selektiven 2,6 Kilometern der Käshofer Straße. Danach begann es aufzutrocknen, im zweiten Heat purzelten die Zeiten nach unten. Alles lief wie am Schnürchen, Unterbrechungen hatten Seltenheitswert. Erst im 3. Run gab es Schwierigkeiten, technische Probleme an den Fahrzeugen und Ausritte häuften sich. Mitten in der 2-Liter Klasse der Gruppe H begann es wieder zu regnen, ja zu schütten. Unterbrechung – Reifenwechsel. Es läuft weiter bis zur Klasse 39, Gruppe FS/E1/E2SH bis 1300 ccm. Leader Canio Marchione verteilt nach einem Defekt das Getriebeöl seines Fiat 127 zwischen Posten 5 und 8, bleibt stehen. Rennleitung und Streckensicherung begutachten den rund 300 Meter langen, verschmierten Abschnitt, diskutieren und erwägen praktikable Maßnahmen. Aber die herrschende Nässe und die fortgeschrittene Zeit geben keinen Spielraum: Um 17:50 Uhr wird das Rennen abgebrochen, die Wertung erfolgt gemäß dem Stand nach Lauf zwei. Und so bleiben einerseits manche Heldentaten und Bravourleistungen des begonnen dritten Durchganges ebenso unbelohnt wie andererseits einige technische Gebrechen, Böschungskontakte und anderes Malheur ungesühnt.

Daher sind die Geschichten der einzelnen Klassen schnell erzählt. Thomas Stelberg und Jürgen Schneider (Polo 16V) sind bei den 1150ern nicht vom Glück begünstigt. Nach den zwei Auftakt Klassensiegen muss das Team den zweiten Ausfall in Folge mit technischen Problemen im Training verkraften. Im Rennen sind die 8-Ventiler deshalb unter sich. Motiviert vom Iberg-Sieg stürmt Tobias Stegmann im Schneider Audi 50 an die Spitze, gefolgt von den Fiat 127 Piloten Jörg Eberle und Jürgen Heßberger. So lautet auch der Endstand nach Lauf zwei. Die Positionen 4 und 5 holen sich Bernd Deutsch (Schneider Audi 50) und Uwe Werner im Ford Fiesta RS. Regenwetter – Spöri-Wetter. Der 2011 geprägte Spruch gilt auch 2012. Denn am schwarzen Suzuki Swift 4WD führt kein Weg vorbei. Markus Spöri gewinnt nach Eschdorf zum zweiten Mal in dieser Saison die 1,3-Liter Klasse. Daran können auch Armin Ebenhöh (P2, Minichberger Polo 16V) und Altmeister Franz Weißdorn (P3) im von der Konkurrenz respektlos „Bat-Mobil“ getauften, flügelbewehrten VW Polo/Honda trotz vollem Einsatz nichts ändern. Genauso wenig wie André Stelberg (P4) und Jürgen Gehrig auf Rang 5 in ihren Polo 16-Ventilern. Die Reihung der 1300er KW 8V-Trophy Teilnehmer lautet von Platz 1 bis 4 Christof Hörnig, Nils Abb, Klaus Streiberger (alle VW Polo) sowie Markus Hülsmann im VW Golf.

In der nächsten Abteilung, bei den 1600ern, findet Tobias Auchter mit dem Zöllner Corsa 16V nach dem Wolsfeld Unfall zu alter Form und Kampfkraft zurück. Bestens aufgelegt setzt er im 1. Run alles auf eine Karte, distanziert Hans Paulitsch um stolze 3,19 Sekunden. Diesem wiederum sitzt der Belgier Werner Heindrichs (Veytal Corsa 16V) mit einem Minimalrückstand von 27 Hundertstel Sekunden im Nacken. In Lauf 2 wittert der Vorarlberger Hans Paulitsch Morgenluft, bläst im über 250 PS starken Minichberger Scirocco bedingungslos zur Attacke, setzt eine klare 1,6-Liter Laufbestzeit. Doch noch bleiben Tobias Auchter 0,163 Sekunden Vorsprung, die letztlich zum Klassengewinn reichen. Vor Hans Paulitsch und Werner Heindrichs. Die Ehrenplätze 4 und 5 gehen an Berg-Cup Neueinsteiger Ralf Gazelkowski (Ford Puma) und Citroen AX Kit Car Pilot Manfred Schulte. Auf Rang 6 läuft der schnellste 8-Ventiler ein, Jürgen Seitz im Ford Escort. Bei den 2-Litern meldet sich Holger Hovemann im roten Risse Kadett 16V seines Teampartners Henning Göbel eindrucksvoll auf der Erfolgsspur zurück, beansprucht die Führung für sich. Youngster Patrick Orth kommt ihm im BMW 320 iS am nächsten, gefolgt von Roman Sonderbauer (Risse Kadett 16V), Sebastian Schmitt und Mario Minichberger im 16-Ventiler Minichberger Scirocco. Im zweiten Durchgang spielt Sebastian Schmitt die Vorzüge seines ultrabreiten Gerent Kadett voll aus, schiebt sich mit der schnellsten 2-Liter Zeit auf Rang zwei nach vorne, zwischen den führenden Holger Hovemann und Patrick Orth auf Position drei. Durch den späteren Rennabbruch wird aus dieser Reihung der Endstand. Roman Sonderbauer beendet den Wettbewerb als Vierter, Norbert Wimmer prügelt seinen blauen BMW 2002 auf Klassenrang 5 und gewinnt die 8-Ventiler Wertung. Peter Naumann schlüpft im aufgeladenen VW Polo an Mario Minichberger (P7) vorbei auf Platz sechs. Michael Rauch ist auf Klassen-Position 8 im weißen Briegel Kadett zugleich Zweiter der 2-Liter KW 8V-Trophy. Die Top-Ten komplettieren Renault Clio Pilot Thomas Flik als Neunter und „Golfer“ Ingo Lorig als Zehnter. Rookie Christian Dümler (VW Golf) steigt als Dritter mit auf das 8-Ventiler Podest, die Ehrenplätze 4 und 5 dieser hart umkämpften Sonderwertung sichern sich Hans-Dieter Seitz und Bernhard Lang, beide auf Ford Escort RS 2000 unterwegs.

Der frühere Daihatsu Charade Pilot Mario Fuchs tritt erstmals bei einem Bergrennen in einem Mitsubishi Lancer EVO 9 an und entscheidet die Gruppe H über 2-Liter im Handstreich für sich. Berg-Cup Rookie Harald Ludwig wuchtet seinen BMW M3 E36 auf Platz zwei, Dritter wird Thomas Ostermann im BMW E30 Hartge.Trotz seines eingangs geschilderten Ausfalles gewinnt der Luxemburger Canio Marchione im Fiat 127 auf Grund des von ihm selbst verursachten Abbruches die 1300er Klasse der Gruppen FS/E1/E2SH. NSU Tuner Edgar Reich holt sich mit seinem TT Rang zwei, Position drei geht an Polo-Pilot Marco Kunz. Die nächsthöhere Klasse bis 1,6-Liter Hubraum steht im Zeichen der Rallye-Experten. Sven Koob behält im leicht betagten Citroen Saxo VTS die Oberhand vor der saarländischen Nachwuchshoffnung Jörg Broschart im brandaktuellen Citroen C2 R2 MAX. Das Siegerpodest komplettiert auf der dritten Stufe der Luxemburger Claude Soisson (Honda Civic).

Die 2-Liter Klasse der Gruppen FS/E1/E2SH erfreut sich eines immer größeren Zulaufes. Als logische Konsequenz daraus wird die Luft an der Spitze immer dünner. Das bekommt auch Rainer Schönborn (VW Golf I 16V) deutlich zu spüren, der sich mit seinen bisherigen Saisonerfolgen selbst zum Top-Favoriten gestempelt hat. Zwar steht er nach Lauf 1 ganz oben in der Zwischenergebnisliste, aber der Oberbayer Michael Dandl im BMW 320 iS und Ralf Kleinsorg (BMW 316) folgen dichtauf. In der zweiten Auffahrt ist Michi Dandl im Angriffsmodus unterwegs, zieht an Rainer Schönborn vorbei. Somit steht er am Ende ganz oben auf dem Siegerstockerl, begleitet von Rainer Schönborn (P2) und Ralf Kleinsorg als Drittem. Günter Göser (Kadett 16V) fährt in seinem ersten Berg-Cup Rennen 2012 als Vierter lediglich um 0,17 Sekunden an einem Podestplatz vorbei. Knapp dahinter erobert Jürgen Schuster im Wankelmotor angetriebenen Mazda RX 7 Position fünf.   

Bleibt noch eine Klasse, die über 2000 ccm. Die es einmal mehr in sich hat. Nach Lauf 1 führt Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM das Tourenwagenfeld an. Mit einer einzigen Tausendstel-Sekunde Vorsprung auf Herbert Stolz im Porsche 935 DP II. Norbert Brenner hadert mit Schaltproblemen am Opel Vectra V8 DTM, fängt sich einen Rückstand von mehr als 5 Sekunden ein und beendet den Wettbewerb vorzeitig. Im 2. Wertungslauf distanziert Klaus Hoffmann Herbert Stolz überraschend deutlich, fährt zum Tourenwagensieg und zum megastarken Rang zwei in der Gesamtwertung. Herbert Stolz behauptet als Gesamtdritter Platz 2 in der Klasse. Streckenneuling Yannick Bodson aus Belgien wird im Training von technischen Problemen am 480 PS Mitsubishi Lancer EVO 8 RS eingebremst, holt sich aber im Rennen mit immer schneller werdenden Zeiten Klassenrang drei. Vom Umfeld sichtlich begeistert will er nun öfters die Reise an Deutschlands Berge antreten.Nach Homburg führt Franz Weißdorn weiterhin die Berg-Cup Division I an. Vor André und Thomas Stelberg sowie Armin Ebenhöh/Wolfgang Glas. Die Div. II sieht Andrea und Rainer Schönborn in Front. Norbert Wimmer ist hier im 8-Ventiler BMW 2002 Zweiter, auf Position 3 finden wir Klaus Hoffmann. Die Gesamt-Leader sind unverändert Andrea und Rainer Schönborn, es folgen Franz Weißdorn und das Team André und Thomas Stelberg. Die KW 8V-Trophy steht im Zeichen von Norbert Wimmer, Bernd Deutsch (P2) sowie Stefanie Deutsch/Tobias Stegmann vervollständigen im Moment das imaginäre 8-Ventiler Siegerpodest. Patrick Orth holt sich in Homburg als erfolgreichster Berg-Cup Youngster einen weiteren „Sofort-Hunderter“ und führt diese Sonderwertung klar vor Bea Flik (Renault Megane Cup) und Patrick Spahr im BMW 318 16V an. Bei den Rookies hält nach wie vor Harald Ludwig die Spitze, muss aber auf die immer stärker werdenden Christian Dümler und Ralf Gazelkowski achten, die zurzeit auf den Positionen 2 und 3 liegen.

Für ernsthafte KW Berg-Cup Erfolgsprognosen ist es nach 4 gefahrenen Rennen noch zu früh. Aber eins steht fest: Für alle, die im bisherigen Saisonverlauf weniger als zumindest zwei Top-Resultate geholt haben, gestaltet sich der Weg zum KW Berg-Cup Gipfel immer schwieriger und steiler. Sieben Rennen stehen noch im Terminkalender 2012. Die acht besten Resultate jedes Fahrers bzw. Teams werden gewertet. Da darf im „heißen KW Berg-Cup Herbst“ nichts mehr schief gehen. Weder bei Mensch noch bei Material. Bereits in gut einer Woche geht es mit dem 17. ADAC Glasbachrennen vom 27. bis zum 29. Juli weiter. Auf der mit 5,5 Kilometer längsten Bergrennstrecke in Deutschland, auf der es drei Wertungsläufe zu absolvieren gilt. Dort, in Thüringen, treffen die KW Berg-Cup Recken auch auf internationale Konkurrenz aus der FIA Hill Climb Challenge, dem FIA Hill Climb Cup und der Tschechischen Bergmeisterschaft. Höchste Zeit also, die Reise nach Thüringen zu planen und zu buchen. Zum nächsten Top-Bergrennsport Event. Wir sehen uns dort – bis dann!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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