Beim 45.Osnabrücker ADAC Bergrennen gehen die schnellsten Bergpiloten mit ihren Boliden an den Start - Von Marcel Steiner über Guy Demuth bis zu Laszlo Szasz sind alle dabei!

Seit 1968 werden Jahr für Jahr auf der 2,030 km langen Sprintstrecke am „Uphöfener Berg“ die besten Bergpiloten gekürt, doch wenn sich am 4. und 5. August die Starterflagge zum 45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen in Hilter-Borgloh im Osnabrücker Land senkt, wird tatsächlich die „Creme de la Creme“ des europäischen Bergrennsports dabei sein.

Und die Besucher sind mittendrin, denn – egal ob an der superschnellen Startgeraden,  in den engen Kurvenbereichen, im Vorstartbereich oder bei den  letzten Startvorbereitungen im Fahrerlager – überall ist man als Gast des Bergrennens  „hautnah“ dabei und erlebt atemberaubend interessante und spannende Momente beim einsamen Kampf der internationalen Top- Piloten mit ihren phantastischen Rennboliden  um tausendstel Sekunden gegen die Uhr mit unzähligen PS.

Es gilt die absolute Rekordmarke von 55,274 sec./Lauf aus dem Jahr 2009 zu unterbieten, um sich als neuer Streckenrekordhalter in die Geschichte des Osnabrücker ADAC Bergrennens zu verewigen. Dafür kommen nach den vorliegenden Meldungen eine Reihe außergewöhnlicher Rennfahrer in Betracht, die bereits, jeder für sich, eine ganze Reihe von großen Erfolgen im Automobilsport, besonders natürlich an Europas Bergen, aufzuweisen haben.

Der 37-jährige amtierende Schweizer Bergmeister Marcel Steiner hat mit dem „Uphöfener Berg“ noch eine „Rechnung offen“. Trotz großer Ambitionen konnte er hier bei seinen Starts noch keinen Gesamtsieg einfahren, doch mit seiner „Wunderwaffe“ Osella FA 30, mit der er in der Saison insgesamt 11 Gesamtsiege bei internationalen Bergrennen erreichte und dabei gleich 6 neue Streckenrekorde aufstellte, hat er auch beim nördlichsten Bergrennen Deutschlands den großen Coup im Visier. Genauso motiviert und mit der Strecke bestens vertraut ist der amtierende nationale Champion des Großherzogtums Luxemburg, Guy Demuth. Er möchte nach seinen Gesamtsiegen in 2010 und der Regenschlacht  in 2011 einen echten „Hattrick“ landen, zumal er im vergangenen Jahr im noch trockenen Training mit 54,899 sec./Lauf die inoffiziell jemals schnellste Zeit auf den Asphalt knallte. Auch er pilotiert einen Osella FA 30.Dieses Fahrzeug wird von einem Achtzylinder-Zytek Motor, der rund 500 PS leistet, angetrieben und stellt eine Verbindung aus Sportwagen- und Formelfahrzeug dar.

Von der Formel 1 nur von den absoluten Fachleuten zu unterscheiden sind die ebenfalls fast 500 PS starken Rennboliden der Formel 3000, die ebenfalls zu den schnellsten Vertretern im Rahmen der vom Weltmotorsportverband FIA ausgetragenen International Hillclimb Challenge und European Hillclimb Cup gehören und ihren 10. Wertungslauf austragen.

Der Schweizer Nachwuchsstar Joel Volluz und amtierende Vize-Bergmeister der Eidgenossen startet  mit seinem Reynard Cosworth Formel 3000. Der erst 20 jährige Walliser zählt zu den größten Talenten im europäischen Bergrennsport und konzentriert sich auch in 2012 zunächst auf die nationale Meisterschaft, möchte bei seinem „Ausflug“ nach Norddeutschland aber auf jeden Fall auf Rekordjagd gehen. Einen riesigen internationalen Erfolg konnte Vaclav Janik bereits feiern; im Jahr 2009 wurde er mit einem Mitsubishi Lancer Evo VIII Europa-Bergmeister der Tourenwagen. In diesem Jahr startet er für das Nationalteam der Tschechischen Republik in der International FIA Hillclimb Challenge und hat nach dem derzeitigen 3. Gesamtrang in der Zwischenwertung beste Aussichten auf einen absoluten Spitzenplatz. Mit dem Lola B02/50 Formel 3000 konnte er bereits mehrere Gesamtsiege in der laufenden Saison erringen, so beim slowenischen Rennen zum europäischen Championat in Gorjanci. Zu den weiteren Top-Favoriten ist auch der Schweizer Eric Berguerand zu zählen. Er hat seinem Formel 3000-Fahrzeug vom Typ Lola B99/50 zu Saisonbeginn eine „Frischzellenkur“ verpasst, um diesem mit einer deutlichen Verbreiterung der Front-und Heckflügel eine Optimierung der Aerodynamik zu erreichen, man darf gespannt sein, ob es gewirkt hat. Einen „alten Hasen“ der Bergszene muss man bei der Aufzählung der Favoriten des 45. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennens immer mit auf der Rechnung haben: Der Ungar Laszlo Szasz hat in seiner langen Karriere unzählige Siege an Europas Bergen einfahren können und war bereits einmal im Jahr 2001 dabei, bevor er 2002 das europäische Championat für sich entschied. In diesem Jahr startet er vornehmlich in Osteuropa und konnte dabei ein Rennen zur kroatischen Bergmeisterschaft in seinem Reynard Zytec  Formel 3000 mit Streckenrekord gewinnen.

Eher Außenseiterchancen muss man dem sympathischen Luxemburger Tommy Rollinger mit seinem grasgrünen Lola B02/50-Zytec Formel 3000 einräumen, der erst vor knapp zwei Jahren in den Motorsport einstieg und dabei sofort in dem Cockpit eines ultraschnellen Formel 3000 Rennwagens Platz nahm. Von Rennen zu Rennen kommt er jedoch besser mit den  500 PS bei nur rund 540 kg Fahrzeuggewicht zurecht und liegt bisher aussichtsreich in der Luxemburger Bergmeisterschaft, die ebenfalls am „Uphöfener Berg“ einen Wertungslauf austrägt, in Position.

In dieser Saison neu im Feld der europäischen Formel 3000-Bergpiloten ist auch der Schweizer Simon Hugentobler zu finden. Er fährt einen  Reynard 92 D und möchte damit auf einer recht kurzen, aber sehr anspruchsvollen Bergrennstrecke weitere Erfahrungen sammeln und sich aber auch unter den Top 10 im Gesamtklassement wiederfinden. Ebenso attraktiv wie spektakulär sind die zweisitzigen offenen Sportwagen der Gruppe C; viele kenn sie von den großen Sportwagenrennen wie z.B. beim 24 Stunden-Klassiker in Le Mans. So startet der Freiburger Patrick Zajelsnik mit einem Norma M 20 Mugen V8 mit Honda Motor und kommt mit der Empfehlung eines überlegenen Gesamtsieges beim diesjährigen traditionellen Ibergrennen. Sein Bruder Alexander präsentiert einen nicht minder attraktiven Norma M 20 BMW. Der Schweizer Urs Müller pilotiert einen wunderschönen Osella PA 30 aus der gleichnamigen weltbekannten italienischen Sportwagenschmiede.

„Die Rennsportfahrzeuge sind sicher beim Angriff auf den Streckenrekord das Salz in der Suppe, aber auch bei den Tourenwagen gibt es eine Leistungsdichte, die rasante Rennen erwarten lässt, wie sie es lange nicht mehr gab“ blickt Organisationsleiter Bernd Stegmann vom veranstaltenden MSC Osnabrück e.V. im ADAC gespannt auf ein äußerst spannendes Automobilsportwochenende.

Der amtierende European Hillclimb Champion, Dan Michl (Tschechische Republik), der auch in diesem Jahr als Favorit gilt, kommt erstmals mit seinem spektakulären Opel Michl 2,8 in das Osnabrücker Land und möchte dabei die nationale und internationale Konkurrenz hinter sich lassen. Den Tourenwagen-Rekord am „Uphöfener Berg“ hält nach wie vor der 8-fache Deutsche Automobil-Bergmeister Norbert Brenner aus dem unterfränkischen Eichenbühl. In dieser Saison startet er erstmals mit einem neu aufgebauten Ex-DTM Opel Vectra, wobei er nach zwei Siegen und  zwei Streichresultaten auf seiner Lieblingsstrecke in Osnabrück wieder voll angreifen wird, um die Chancen auf den 9. Titel in Deutschland zu erhalten. Der Österreicher Herbert Stolz startet in 2012 wieder mit einer deutschen Lizenz und liegt mit seinem fast 700 PS starken Porsche 935 DP 2 Turbo derzeit an aussichtsreicher Position. Ganz langsam hat sich ein weiterer Pilot mit einem Ex-DTM-Fahrzeug in das Spitzentrio um die diesjährige Tourenwagen-Bergmeisterschaft eingeschlichen. Nach seinem Sieg beim Homburger Bergrennen gilt Klaus Hoffmann mit dem Ex-DTM Opel Astra, der im vergangenen Jahr zu den absoluten Lieblingsfahrzeugen der Besucher beim Osnabrücker Bergrennen zählte, als neuer Geheimfavorit. Und dann gehören auf jeden Fall wiederum zwei Schweizer zu den Sieganwärtern bei den Tourenwagen. Zu den schillerndsten Figuren in der Bergszene gehört der Schweizer Bruno Ianniello, der mit seinem infernalisch vorantreibenden Lancia S 4 die Besucher zu Beifallsstürmen hinreißt. Das über 700 PS starke Fahrzeug wurde ehemals für die Rallye-Weltmeisterschaft konzipiert und „Raketen-Bruno“ treibt es vornehmlich in der Schweiz und Italien von Sieg zu Sieg. Mit einem vergleichbaren Fahrzeug ist auch der Schwarzwälder Jürgen Gerspacher dabei, der ebenfalls für das Ianniello-Team startet. Der Schweizer Tourenwagen-Bergmeister 2010, Toni Bühler, wird am „Uphöfener Berg“ sein damaliges Meisterschaftsfahrzeug, einen Mitsubishi Lancer Evo einsetzen und damit in dieser Saison erstmals wieder in einen Tourenwagen steigen, nachdem er zu Beginn der Saison in einen Formelrennwagen umgestiegen war. Fast ein Heimspiel ist für den Ostwestfalen Daniel Schrey das Rennen am 4. und 5. August. Er startet mit seiner Dodge Viper GTSR, von der weltweit lediglich 53 Fahrzeuge eigens für die FIA GT Weltmeisterschaft gebaut wurden. Mit rund 900 PS ist die Viper nicht nur das leistungsstärkste Fahrzeug der diesjährigen Veranstaltung, sondern der 5 fache Gesamtsieger des Oldtimer-Grandprix auf dem Nürburgring wird den „Uphöfener Berg“ mit dem atemberaubenden Sound des amerikanischen Sportwagens wieder zum Beben bringen.

Die Trainingsläufe finden am Samstag, 4. August von 8.30 Uhr bis ca. 18.00 Uhr statt.

Das Rennen wird am Sonntag, 5. August von 8.30 Uhr bis ca. 17.00 Uhr gestartet.

Alle Informationen zu den verschiedenen Rennfahrzeugen, Startern, dem tollen Rahmen-und Eventprogramm „Cars & Fun“

sowie zu Eintrittskarten, Eintrittspreisen, Anfahrt, Übernachtungs-möglichkeiten und aktuelle Medienfotos findet man auf der Homepage des Veranstalters www.msc-osnabrueck.com

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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