Im letzten Jahr erlebte der Klassiker, unweit des ehemaligen Rennsteig Bergrennens, nach 20 Jahren seine Wiedergeburt. Mit noch nur 2,2 km Streckenlänge und einem in allen Belangen perfekt umgesetzten Rennen, legte die RSG Altensteiner Oberland die Messlatte für die 2012er Ausgabe sehr hoch. In diesem Jahr wollte man das Ganze noch mal toppen – die Streckenlänge stieg auf 5,5 km Länge an und sollte die modernste und längste Bergrennstrecke Deutschlands werden. In den vergangenen 12 Monaten wurde wirklich fast ganze Berge durch Marcus Malsch und sein Team bewegt. Was die Frauen und Männer dort geleistet haben, verdient wirklich den allergrößten Respekt. Die Starteranzahl sollte auf etwa 120 Starter, aufgrund der fehlenden Erfahrung auf der langen Strecke, begrenzt werden. So konnte vom erfahrenen Rennleiter Kevin Ferner und Streckensicherungsleiter  Leander Birkl ein reibungsloser Rennablauf garantiert werden. Immerhin war dies schon der 2 große Bergrennen Einsatz der beiden – und das innerhalb von nur knapp 4 Wochen nach dem Ibergrennen. Vorgesehen waren von vorn herein, je 3 Trainings- und 3 Wertungsläufe. Am Samstag ging die Rechnung aufgrund ein paar kleiner technischer Startschwierigkeiten und plötzlichen einsetzendem Starkregen im 1. und 3. Lauf nicht ganz auf, so dass am Ende nur 2 Trainingsläufe gefahren werden konnten.  Die Reifenpokerrunde der Fahrer war also eröffnet – Sliks oder Heavy Wets? war hier die Frage, die sicherlich den einen mehr oder weniger beschäftigte. Als Entlohnung winkten dann 3 Ps – Pokale, Punkte und Preisgelder.

Damit das ganze am Sonntag nicht weniger interessant wird, fing es pünktlich zum ersten Wertungslauf wieder an zu regen – und wie. Teilweise ergossen sich ganze Rinnsale über die 5,5 km lange Rennstrecke unlängst der Orte Steinbach und Bad Liebenstein. Hier zeigte sich dann, wer die besagten … in der Hose hatte und sein Geschoss mit viel Herz den Berg hinauf bewegte. Den Gesamtsieg und den Klassensieg in der Gruppe  E2/SS bis 3000ccm holte sich der Tscheche Václav Janik mit seinem Lola B02/50 Formel 300 vor Otakar Kramsky im Reynard K12 Formel 3000. Auf dem 3. Gesamtrang folgte ein grandios fahrender ehemaliger Rekordbergmeister der Tourenwagen, Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM. Bei den Formel 3 Fahrzeugen der Klasse E2-SS bis 2000ccm gewann Navy Lubor auf Dallara JSC 302 vor Frank Debruyne im Dallara F300. In den Gruppen E2/SC und CN bis 2000ccm blieben nicht mehr viel Starter nach den vielen Ausfällen übrig. Milan Svoboda  gewann auf seinem BRM CM 02 die Klasse E2/SC bis 1300ccm. Bern Letmade blieb leider auch als einziger in seiner Klasse übrig. Er steuerte seinen Norma M20 Honda auf den ersten Rang, den er aber auch bei nicht ausfallend der anderen Starter, sicher gehabt hätte.

Bei den zahlreich angereisten Tourenwagen in der Gruppe E2-SH über 2000ccm zeigt Altmeister Norbert Brenner seine ganze Erfahrung die er in seiner Karriere gesammelt hat. Er stellt seinen Opel Vectra GTS V8 DTM hochverdient auf P1 vor einem ebenfalls toll fahrenden Herbert Stolz auf Porsche 935 DP2 und Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM.  In der Gruppe E1 über 2000ccm gewann der Opel Michl 2.8 Pilot Dan Michl deutlich vor dem amtierenden Bergmeister Norbert Handa auf seinem Lancia Delta Integrale EVO III 16V und BMW M3 HPR Pilot, Lutz Pfeil. Mazda RX7 Pilot Jürgen Schuster setzte sich gegen den Renntrabant 601S von Ronny Urland durch und gewann somit die Gruppe FS bis 2000ccm. In Gruppe H über 2000ccm Hubraum blieben nur noch Harald Ludwig (BMW M3) und Marcus Gesell (Seat Leon Supercopa) übrig. Harald Ludwig gewann hier deutlich vor seinem Mitstreiter.

Die Stunde der Regenkönige schlug in der Gruppe H bis 2000ccm. Norbert Wimmer fuhrt mit seinem BMW 2002tii 8V virtuos im ersten Lauf kurzfristig auf den ersten Rang in der Gruppe – ihm folgte der zweite BMW Regenkönig, Patrick Orth, im BMW 320iS. Für die beiden scheint es irgendwie andere Regeln der Physik zu geben oder sie sind vollkommen „positiv verrückt“. Auch Polotreter Peter Naumann stand dem in nichts nach. Er sicherte sich mit seinem VW Polo II 1.4 G40 Supercharger den Klassensieg. Hans-Peter „Hansi“ Eller folgte ihm mit hauchdünnem Abstand auf Rang 2. Das Stockerl komplettierte der zugleich schnellste 8V Pilot Norbert Wimmer. Youngstar Patrick Ort h stellte seinen Italo M3 auf P4 ab und sicherte sich so wichtige Meisterschaftspunkte. Homburg Sieger Holger Hovemann schied am Samstag mit Motorschaden. Opel Gerent CQP Evo 2 Fahrer, Sebastian Schmitt, schied nicht wie zuerst angegeben mit einem Motorschaden aus. Er streifte  mit dem ultrabreiten CQP die Reifenstapel in der Schikane und musste durch den verklemmte Frontspoiler leider aufgeben. Die 1600er Klasse war mit 5 Startern besetzt. Hier kam auch wieder ein alter Hase zum Zu. Helmut Maier siegte auf seinem VW Spiess Golf I vor Opel Corsa Zöllner GSi 16v Pilot Tobias Auchter, der auch leichten Feindkontakt zu verzeichnen. Der Belgier Werner Heindrichs folgte seinem Markenkollegen dicht auf Rang 3.

In der Klasse bis 1300ccm dreht der Suzuki Swift 4WD 16V Pilot Markus Spöri richtig auf. Im ersten Lauf lag er lange Zeit auf Gesamtrang  1. Diese Zeit im Regen wird wohl lange Zeit das Maß der Dinge in der Gruppe H bis 1300ccm bleiben. Den Klassensieg hatte Markus somit deutlich im Sack und verwies VW Schneider Polo I 16V Pilot André Stelberg auf den 2. Platz. Berg-Cup Urgestein Franz Weißdorn, der bei der Programmierung seines Getriebes einen Bock geschossen hatte, bekam die Probleme aber in den Griff und beendete als  Dritter das Rennen in der Klasse. Schnellster 8V Pilot wurde Christof Hörnig auf seinem VW Polo II 8V. Der sympathische Franke, Klaus Streiberger, hatte etwas mit seinem Schlumpf (Name des VW Polo II 8V – klingt komisch, ist aber so) zu kämpfen. Im Training hatte er leichten Leitplankenkontakt, konnte aber dank der Hilfe von seinen Fahrerkollegen den Polo wieder fahrbereit bekommen und am Sonntag wieder starten. Die kleinsten der Gruppe H, die 1150er hatten ebenfalls mit den Wetterkapriolen am Glasbach zu kämpfen. Robert Bauer kam mit den Bedingungen am besten klar und sicherte sich mit seinem VW EMP Polo II 16V deutlich den Klassensieg vorm besten 8V Piloten Bern Deutsch mit seinem Schneider Audi 50 GL 8V. Thomas Stelberg komplettiert mit seinem VW Schneider Polo II 16V das Podest auf P3.

Im großen Kreis der Mitsubishi Evos IX und X (immerhin waren hier 9 Stück am Start) gewann Lukas Vojácek vor Achim Kreim die Gruppe A. Oskar Bens sicherte sich den Gruppensieg in der Gruppe N vor Lars Bröker und Dominika Benesova. Jochen Stoll (Peugeot 306 S16) wiederum zeigte seine Klasse und gewann die Gruppe N bis 2000ccm vor Patrick Orth (dem zweiten) auf VW Golf III und Daniel Lesser (Honda Civic Type R). Bei den klassischen Fahrzeigen aus dem Classic Berg Cup über 2000ccm gewann Ford Capri 2600RS Fahrer, Richard Rein, die Klasse vor Linder BMW E30 M3 DTM Pilot Christian Reuter. Auf Rang 3 folgte Albert Vogt mit seinem BWM 325i. Der gut aufgelegte Ronny Hering sicherte sich einen erneuten Klassensieg und verweis Vorjahresmeister Andreas Gmeinder (VW Passat Typ 32) auf Rang 2. Steffen Hofmann scheint irgendwie die Physik seines NSU TTs ausgehebelt zu haben. Er gewann mit 16 Sekunden Vorsprung vor dem zweitplatzierten und ebenfalls top fahrenden Jörg Davidovic. Als dritter folgte ein zufriedener Jörg Höber mit weiteren 6,5 Sekunden Abstand. Frank Kleineberg und Uwe Schindler folgten auf den Rängen 4 und 5.

In knapp einer Woche folgt ein weiteres Saisonhighlight – das 45. Osnabrücker ADAC Bergrennen 2012 steht vor der Türe und wartet mit einem wahrhaften Spitzenstarterfeld auf. Bis in knapp einer Woche.

Weitere Klassensieger:

Gruppe G – Michael Frank
Gruppe N bis 1400 ccm – Dieter Altmann jun.
Gruppe N bis 1600 ccm – Jürgen Fechter
Gruppe E1 bis 1600 ccm – Mario Jurisic
Gruppe E1 bis 2000 ccm – Roman Schwan
Gruppe  E2-SC bis 2000 ccm – Georg Olbrich
Gruppe E2-SS bis 1600 ccm – Federico Liber

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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