Der MSC Osnabrück steht mit dem Osnabrücker ADAC Bergrennen seit jeher für eines der Saisonhighlights im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft. Mit jährlich über 15.000 Zuschauern, einem ausgewogenen Rahmenprogramm, VIP Bereich und einem perfekt organisiertem Rennen für Fahrer und Zuschauer, lockt Organisationsleiter Bernd Stegmann mit seinem Team die Massen zur wohl nördlichsten aller Motorsportveranstaltungen. Alle die in den vergangenen Jahren schon dabei waren, können sicherlich bestätigen, dass es hier nichts mehr zu verbessern gab – doch wer Bernd Stegmann kennt, der weiß, dass es immer noch etwas zu verbessern gibt. So auch dieses Jahr – bereits im Vorfeld wurden Kontakte geknüpft und gepflegt, in dem man Präsenz bei allen Rennen zeigte und die Öffentlichkeitsarbeit wie kein anderer Motorsport Club pflegt. Der Fleiß sollte belohnt werden und der MSC Osnabrück erhielt neben den Deutschen Prädikaten auch die Prädikate zur FIA Hill Climb Challenge.

Bei schönstem Sommerwetter, folgten dieses Jahr 160 Starter aus Deutschland und Europa, den Ruf des Bernds, um die 2,03 km lange Bergrennstrecke am Uphöfener Berg hinauf zur erklimmen. Die über 15.000 Besucher erlebten dann hier Motorsport zum Anfassen – Cars & Fan – getreu dem Motto des Osnabrücker Bergrennens. Das Starterfeld ist das wohl beste in der Geschichte des Osnabrücker Bergrennens. Neben den einschlägig bekannten Startern aus  der Deutschen Bergmeisterschaft, traten auch Stars aus dem Ausland  wie Marcel Steiner, Urs Müller, Guy Demuth, Eric Berguerand und Toni Büeler die Reise in die Borgloher Schweiz an.  Bereits am Trainings Samstag wurde bis aufs Messer gefightet. Der Streckenrekord fiel ganze 3-mal den neuen Waffen aus dem Hause Osella zum Opfer. Virtuos pilotiert von Guy Demuth und Marcel Steiner, spielten die Osella FA30 ihr ganzes Potential aus.

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Auch im Tourenwagen Bereich ging es nicht weniger spektakulär zur Sache. In der Gruppe H bis 2L Hubraum griff ein „alter Bekannter“ aus dem Sportwagen Segment ins Lenkrad. Der ehemalige Deutsche Bergmeister und Berg Europameister, Jörg Weidinger, startete auf dem Dieter Rottenberger BMW 318iS STW und zeigte dem staunenden Publikum und Fahrern, dass er es immer noch kann. Weidinger zeigte seine Klasse und setzte sich am Ende des Tages sehr deutlich an die Spitze des Gruppe H 2L Feldes. Leider zerstörte André Stelberg seinen Schneider VW Polo I 16V im ersten Trainingslauf nachhaltig, so dass für die ihn die Saison wohl beendet scheint. Ebenso hatte Raphael Hoffmann einen Motorschaden an seinem Opel Corsa A zu verzeichnen – das Pech scheint kein Ende im Team Heindrichs Racing nehmen, denn Schwiegervater Werner Heindrichs schied ebenfalls am Sonntag aus.

 

In der Nacht zum Sonntag regnete es ein wenig und lies den Himmel am Sonntagmorgen etwas bedeckt  aussehen. Beim Veranstalter und manch einem Fahrern traten kurzfristig ein paar Sorgenfalten im Gesicht auf, aber das kundige Rennleiter und Leiter Streckensicherung Team – Holger Maes und Michael Schrey – sind hier über alle Zweifel erhaben. Pünktlich um 8.30 Uhr wurde das Rennfahrzeug aus den Reihen der GLP Pro Berg auf die Strecke geschickt. Bereits um 9.00 Uhr war die erste Gruppe im Ziel und die Rückführung konnte beginnen – ein wohl absoluter Rekord, was den zeitlichen Ablauf angeht. Anfang des zweiten Wertungslaufes fing es ganz leicht an zu regnen, wodurch der Rennleiter Holger Maes das Rennen kurzerhand als Wet Race ausgerufen hatte und den Fahrern die Gelegenheit gab, die Reifen zu wechseln. Zum Glück war das auch nur der einzige Schauer und ab mittags war der Sommer zurück  und die Rekorde sollten purzeln. Den Gesamtsieg sicherte sich, wohl verdient das Schweizer MSC Osnabrück Mitglied, Marcel Steiner auf seinem Osella Zytek FA30 vor seinem Markenkollegen und Vorjahressieger Guy Demuth. Auf Platz 3 folgte Marcels Team Kamerad Joel Voluz auf seinem Reynard 95D Formel 3000. Schnellster Tourenwagen wurde wieder ein Schweizer. Toni Büeler setzte hier mit seinem Mitsubishi EVO 6 RS die Bestzeit vor dem Österreicher Herbert Stolz auf seinem Porsche 935 DP2. Das Stockerl komplettierte der grandios fahrende Jörg Weidinger (BWM 318iS STW) als schnellster der Gruppe H bis 2L Hubraum.

Somit gewann Marcel Steiner auf seinem Osella Zytek FA30 auch seine Klasse D/E2-SS bis 3000ccm Hubraum vor Guy Demuth (Osella FA30) und dem 21-jährigen Joel Voluz (Reynard 95D Formel 3000). Die kleineren Formelfahrzeuge wurden vom, derzeit führenden der Deutschen Bergmeisterschaft, Frank Debruyne (Dallara F300 Formel 3) gewonnen. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten Robert Meiers (Ralt RT36) und Leon Linden (Dallara F304 Formel 3). Die Gruppe E2-CN/E2-SC bis 3000 ccm hatte einige Ausfälle zu beklagen. So kam am Ende nur Patrick Zajelsnik (Norma Mugen M20F V8) vor Urs Müller (Osella Zytek PA30) ins Ziel, der Rest schied durch technische Defekte oder kleinere Unfälle aus. Bei den Fahrzeugen der Klasse E2-CN/E2-SC bis 2000 ccm Hubraum gewann Georg Olbrich auf seinem E2-SC Osella Honda PA21P vor Bernd Letmade auf seinem E2-CN Norma Honda M20. Uwe Kaufel (Pedrazza C/3 M92) und Jiri Svoboda (Radical SR3) waren Einzelstarter in ihren Klassen.

Gleiches Schicksal ereilte auch Klaus Hoffmann, in der Klasse E2-SH über 2000 ccm Hubraum, auf seinem Opel Astra Coupé V8 DTM. Norbert Brenner hatte bereits am Samstag mit ABS Problemen zu kämpfen, die auch leider am Renntag wieder präsent waren. Man versuchte noch das Problem in Griff zu kriegen, konnte aber nicht rechtzeitig zum Rennbeginn fertig werden.   Günther Miethke verkam ebenfalls mit seinem VW 1302 RS zum Einzelstarter. Ebenso der in der luxemburgischen Meisterschaft führende, Romain Theissen, auf seinem Porsche 997 Cup. In der Klasse E1/FS über 2000 ccm gewann der Schweizer Toni Büeler (Mitsubishi EVO 6 RS) vor Herbert Stolz (Porsche 935 DP2) und Dan Michl im Opel Michl 2.8. Daniel Schrey belegte mit der Rundstrecken Dodge Viper GTS-R den 4. Rang. Der Paderborner Thorsten Meier, musste leider den Start absagen, nachdem er am Iberg einen Motorschaden zu verzeichnen hatte und der Motor noch nicht wieder einsatzbereit war. Die Gruppe E1/FS bis 2000 ccm gewann wieder einmal Rainer Schönborn auf seinem VW Golf I GTI 16V vor Mazda RX7 Pilot, Jürgen Schuster. Georges Goedert komplettierte hier das Stockerl auf Rang 3. In der Gruppe E1/FS bis 1600 ccm blieben nach Ausfällen nur noch 2 Starter übrig. Manfred Lewe spielte hier seine Erfahrung von der Rundstrecke und am Berg aus, und sicherte sich mit seinem VW Brügge Golf I 20V, einen weiteren Klassensieg bei seinem Heimrennen.  Zweiter wurde der Kroate Mario Jurisic im Citroen AX. Pascal Becker war mit seinem VW Polo III Einzelstarter in der Klasse E1/FS bis 1400 ccm.

Die Gruppe H über 2000 ccm gewann Ralf Iwan im neu aufgebauten Opel Kadett C Coupé 2.5 8V vor Slalomspezialist Thorsten König auf BMW 320iS. Dritter wurde Wilko de West auf Opel Kadett C Coupé 8V. Beim Duell der beiden baugleichen Gruppe H Dieselfahrzeuge setzte sich Andreas von der Haar gegen Team Kollegen Maik Kruse durch. Beiden starteten auf VW Golf V R-TDI. Viele hatten in der Gruppe H bis 2000 ccm Hubraum schon so eine Vorahnung, dass ein gewisser Jörg Weidinger, hier das Maß der Dinge sein könnte. Bereits nach dem Training zeigte er seine Klasse, die er im Rennen dann mehr als nur einmal unter Beweis stellte. Mit durchweg schnellen Zeiten dominierte er die Klasse nach Belieben und wies Vorjahres Meister Hans-Peter Eller (VW Minichberger Scirocco I 16V) und Opel Kadett CQP Evo 2 Pilot auf die Plätze 2 und 3. Roman Sonderbauer im Opel Risse Kadett C Coupé 16V und Werner Weiß im Ford Zakspeed Escort BDA folgten auf den Rängen 4 und 5. Die Enttäuschung war manch einem deutlich bei der Rückführung anzusehen, hatte man sich doch irgendwie mehr erhofft. Schnellster 8V Pilot wurde, lang verdient, Bernhard Lang im Ford Escort RS200 8V. Er freute sich riesig über seinen Erfolg. Stefan Faulhaber hatte im 2. Lauf einen Dreher am Posten 2 verzeichnen,  wollte nichts weiter riskieren und trat im 3. Lauf nicht mehr an. Viel Pech hatte der junge Patrick Orth mit seinem BMW 320iS. Ein Lagerschaden am Italo BMW M3 Motor machte seine Punktechancen, auf Platz 5 liegend, zunichte.

Bei den 1660ern war wieder einmal die Zeit für den „Alten Fuchs“ und Routinier Helmut Maier gekommen. Er setzte sich mit seinem VW Spiess Golf I 16V gegen Opel Corsa A GSI 16V Pilot Tobias Auchter und Citroen AX Kit Car Pilot Manfred Schulte durch. Werner Heindrichs  und Jürgen Seitz scheiden beide aus. Das große Feld der 1300er dezimiert sich leider immer mehr. Erst feuerte André Stelberg seinen VW Schneider Polo I 16V fast ungebremst im Wald in die Reifen, dann tat es ihm Armin Ebenhöh im VW Minichberger Polo I 16V an gleicher Stelle nach. Beide Autos wurden dabei nachhaltig beschädigt. Armins Schwiegervater und Berg-Cup Urgestein, Franz Weißdorn, sicherte sich so ein weiteres Mal den Klassensieg für sich verbuchen. Manfred Konrad hatte im 2. Lauf ebenfalls einen unfreiwilligen Ausritt, konnte aber trotzdem noch auf den 2. Platz vorfahren. Starker dritter und bester 8V Pilot wurde der Hiddenhausener, Marcel Hellberg, im VW Polo II 8V. Der Sohn von Uwe Dingerdissen fuhr hier sein erstes Bergrennen und zeigte eindrucksvoll sein Bergrennen Talent.

Tobias Stegmann mausert sich mittlerweile zum echten Favoriten in der kleinen Klasse bis 1150 ccm. Er stellte den Schneider Audi 50 8V deutlich vor „Schwiegervater in Spee“ Bernd Deutsch Schneider Audi 50 8V und Thomas Stelberg im VW Schneider Polo II 16V, auf Rang 1 ab. Beherzt schrubbte er seinen Hausberg in Borgloh hinauf, wo er jeden cm ganz genau kennt. Tolle Leistung.

Im Classic Berg Cup / Classic Berg Pokal gewann die Klasse über 2000 ccm, René Frank auf seinem Schnitzer BMW E30 M3 DTM die Klasse vor Ford Capri 2600 RS Pilot, Richard Rein. Auf Platz 3 folgten Heinz Neurohr mit seiner wunderschönen Renault Apline A310S und Albert Vogt im BMW 325i. Ronny Hering strich mit seinem VW Scirocco I ebenfalls einen weiteren Sieg ein, genauso wie VW Polo I 8V Pilot Detlef Schröder. Das gewohnt gut besetzte Straterfeld des NSU Bergpokals gewann Rekordsieger Steffen Hofmann auf seinem NSU TT vor Karsten Steinert und Jörg Davidovic. Für Steffen lief es das ganze Wochenende durch sehr gut. Mit konstant schnellen Zeiten, baute er seinen Vorsprung in der Meisterschaft weiter aus. Die einzige Dame im Feld, Nicola Höllerich, hatte die ganze Zeit mit Problemen am Familien NSU zu kämpfen. Eine defekte Lichtmaschine und eine defekte Batterie waren die Ursache für die Probleme. Unser Team Mitglied, Jan-Oliver Scharf, lieh Nici kurz die Batterie aus seinem Privat Renault Clio. So konnte Nici am Wochenende doch fahren und landete letzten Endes, nicht ganz zufrieden, auf Rang 7.

Die Gruppe G(LG3) konnte Kevin Veit im BMW 318iS für sich entscheiden. Michael Frank (VW Polo) und Axel Pohlmann (Alfa Romeo 75 TS) folgten auf den Rängen 2 und 3. Din der Gruppe N bis 2000 ccm gewann Hebert Schmitz (Opel Astra GSI) vor Thomas Linnemeyer (VW Golf II) und Daniel Donkels (Renault Clio 3 RS).

In 2 Wochen geht es weiter nach Hausen in die Rhön zum Hauenstein Bergrennen 2012. Bis bald.

Weitere Klassensieger:

-Gruppe A bis 2000 ccm - Sandor Venneker
-Gruppe N über 2000 ccm – Ludger Dreyfürst
-Gruppe G (LG1) – Michael Starke
-Markenpokale – Uwe Bergstermann
-Gruppe GLP – Modus 2 – Klasse 4 – Wolfgang Baase
-Gruppe GLP – Modus 2 – Klasse 3 – Burkhard Bock
-Gruppe GLP – Modus 2 – Klasse 1 – Joachim Gräsl

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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