Aber natürlich ging es im schweizerischen Oberhallau nicht nur um dieses von meinen eidgenössischen Streckensprecherkollegen hochstilisierte Kadett-Länderspiel. Sondern vor allem um tollen Bergrennsport und wichtige Zähler für den KW Berg-Cup Gruppe H, der langsam aber sicher auf die Zielgerade seiner Jubiläumssaison 2012 einbiegt. Das alles fand statt vor zahlreichen begeisterten Fans auf einer Rennstrecke, deren drei Kilometer langes Asphaltband idyllisch in die umgebenden Rebberge eingebettet ist. Und mit der Wiese oberhalb der berühmt-berüchtigten Tarzankurve einen der – wenn nicht den – attraktivsten Zuschauerpunkte mit Top-Übersicht im gesamten Bergrennkalender bietet. Auch Petrus war nach einem kurzen Sturm am Donnerstagabend milde gestimmt, lediglich am frühen Samstagmorgen war die Piste noch feucht, aber in den restlichen Trainingssitzungen und in den Rennläufen bei freundlichen Temperaturen komplett trocken. Der jeweils pünktliche Beginn und der Ablauf gemäß Zeitplan trotz hoher Starterzahl ließen keine organisatorischen Wünsche offen.

„Die besten zwei aus insgesamt drei“, das war das Motto der Rennläufe. Mit dem niemand ein Problem hatte – im Gegenteil, einige Teilnehmer konnten von dieser Regelung profitieren, retteten Punkte trotz eines Ausfalles in einem der Bestzeit-Heats.Als einziger 1150er Pilot fand Jürgen Schneider mit dem in letzter Zeit etwas Mucken machenden Polo 16V den Weg nach Oberhallau. Reglementgemäß wurde er mit der nächsthöheren 1300er Klasse zusammengelegt, die von den Schweizern allerdings als Gruppe H bis 1,4 Liter Hubraum bezeichnet wurde. Und in der gab Altmeister Franz Weißdorn (Polo 16V) im Training die Schlagzahl vor, setzte sich vor Manfred Konrad im VW Corrado und Suzuki Swift Pilot Markus Spöri an die Spitze. Der erste Run am Sonntagmorgen bietet dasselbe Bild. Diesem können aber Manfred Konrad und Wolfi Glas (Minichberger Polo 16V) nur wenig Gefallen abgewinnen. Sie geben beherzt Gas und arbeiten erfolgreich an einer Umgestaltung desselben. Ab Lauf zwei heißt der Leader Manfred Konrad, seine nächsten Verfolger Franz Weißdorn und Wolfgang Glas. Im letzten Heat kommt Franz noch bis auf 9 Hundertstelsekunden an Manfred heran, aber die Reihenfolge kann er nicht mehr drehen. Der Zieleinlauf sieht Manfred Konrad, Franz Weißdorn und Wolfgang Glas auf den Podiumsplätzen. 27 Hundertstelsekunden dahinter wird Markus Spöri Vierter. Vor Jürgen Schneider, dem neben Rang fünf die positive Erkenntnis bleibt, dass das Polo Coupé nach intensiver Prüfstandsarbeit nun wieder picobello funktioniert.

Der Vorarlberger Hans Paulitsch fliegt im gelben Minichberger Scirocco 16V der Konkurrenz bereits im Training auf und davon. Er bleibt auch im Rennen unantastbar, drückt der 1600er Klasse seinen Stempel auf und gewinnt diese deutlich. Die Positionskämpfe finden dahinter statt. Im ersten Durchgang übernimmt Tobias Auchter im Zöllner Corsa 16V die Rolle des ersten Paulitsch Verfolgers, steht dabei aber seinerseits unter Druck von Helmut Maier (Spiess Golf 16V) und Werner Heindrichs im Veytal Corsa. Bereits in der zweiten Auffahrt wird der Endstand hergestellt. Helmut Maier dreht gewaltig auf und schiebt sich an Tobias Auchter vorbei auf Platz zwei. Tobias beendet das Rennen als Dritter. Vor Werner Heindrichs und Jürgen Seitz im 8-Ventiler Ford Escort, der einen weiteren 1,6 Liter KW 8V-Trophy Erfolg einfährt. Zwar legt er sich im letzten Sturmlauf mit einem Strohballen an und (ver-) bremst sich kurz vor dem Ziel in einen Notausgang, aber „zwei aus drei“ bewahrt ihn vor dem Wertungsverlust.Genauso wie Bernhard Lang eine Klasse höher, bei den 2-Litern. Aber der Reihe nach: Sebastian Schmitt, Hansi Eller, Ralf Kroll, Peter Naumann und Markus Reich bilden in dieser Reihenfolge die Top-Five des Trainingstages, Michael Rauch ist im Briegel Kadett schnellster 8-Ventil Pilot. Fast genau so beginnt auch das Rennen. Nur Ralf Kroll presst sich im Lehmann Golf 16V am Minichberger Scirocco von Hansi Eller vorbei, setzt sich auf Rang zwei. Die Verfolgergruppe von Platz zwei bis vier düst im „Formationsflug“ den Oberhallauer Berg hinauf, liegt innerhalb der Winzigkeit von 4 Hundertstelsekunden zusammen. Der zweite Run bringt keine Veränderungen in der Spitzengruppe, lediglich der Abstand unter den Verfolgern wächst auf 2 Zehntelsekunden an. Im Finale zieht Hansi Eller nochmals alle Register, findet weitere 56 Hundertstel, sprintet zu 1:24,81. Und sichert sich so Platz zwei hinter Basti Schmitt im Gerent Kadett 16V. Dritter wird Ralf Kroll, knapp vor Polo Super Charger Treter Peter Naumann (P4) und Markus Reich (P5/VW Golf 16V). Einmal mehr ist Patrick Orth auf Klassenplatz sechs im BMW 320 iS der erfolgreichste KW Berg-Cup Youngster und somit „Sofort-Hunderter“ Empfänger. Günter Göser fährt seinen Kadett 16V auf Position sieben, Michael Rauch (P8), Thomas Flik (Renault Clio/P9) und Roland Christall (P10) im Opel Ascona B komplettieren die Top-Ten. Auf dem 2-Liter KW 8V-Trophy Siegerpodest steht Michael Rauch ganz oben, flankiert von Roland Christall als Zweitem und Bernhard Lang als Drittem, der im Finale in der Tarzankurve ausrollt. Aber da hat er bereits zwei Läufe im Trockenen. Christian Ehret (Opel Ascona B/P4) und Hans-Dieter Seitz (P5) im Ford Escort RS 2000 sichern sich die noch freien 8-Ventiler Pokale.

Die Geschichte der Gruppe H über 2 Liter Hubraum ist schnell erzählt. Die beiden Berg-Cup Neueinsteiger Norman Struckmann und Harald Ludwig (BMW M3 E36) sind hier unter sich, nachdem die Premiere des Toyota MR 2 von Manfred Kronlachner noch einmal verschoben werden musste. Der Struckmann Escort Cosworth funktioniert diesmal bestens und Norman treibt ihn fehlerfrei und schnell zu seinem ersten Berg-Cup Klassensieg.In der E1 bis 1400 Kubikzentimeter hat der Schweizer Martin Bächler seinen zweiten starken KW Berg-Cup Auftritt in dieser Saison, gewinnt im ex-Cup VW Lupo wie in Wolsfeld seine Klasse. Diesmal, beim „Heim Grand-Prix“, vor André Dürig (Fiat Uno) und Jürgen Baumgartner im Mazda 323.Die Schweizer und damit auch die Oberhallauer Organisatoren pflegen Traditionen. Dazu gehört die akribische Archivierung nicht nur von absoluten Streckenrekorden, sondern auch von Klassenbestzeiten. Im Bereich des KW Berg-Cups wurden gleich drei davon verbessert. Manfred Konrad legt die 1300er Messlatte auf 1:30,10; Hans Paulitsch sorgt in 1:27,84 für den neuen 1,6 Liter Maßstab. Bei den 2-Litern brennt Basti Schmitt im zweiten Heat mit 1:23,70 den neuen Bestwert in den Asphalt.Und damit sind wir wieder beim Eingangsthema, beim Kadett-Ländervergleich. War die Kadett-Bestzeit früher eine rein Schweizer Angelegenheit, so änderte sich dies spätestens mit dem Auftauchen von Holger Hovemann und des KW Berg-Cups schlagartig. Fritz Erb, Seppi Koch und Co erhielten neue, starke Konkurrenz. 2012 war Basti Schmitt mit 1:23,70 der Match-Winner für Deutschland und den KW Berg-Cup. Vor Christoph Zwahlen, Fritz Erb und Josef Koch, der im 2,5-Liter C-Coupé 16V allerdings mit 1:23,55 – erzielt 2011 – immer noch die absolut schnellste Oberhallauer Kadett-Zeit sein Eigen nennt. Das „Revanchespiel“ findet nun am 07. Oktober in Mickhausen statt, die Fans beider Lager freuen sich darauf.

Sebastian Schmitt seinerseits musste übrigens zu einem „vierten Wertungslauf“ antreten. In Form einer Doping-Kontrolle, im Leistungssport ja nichts Ungewöhnliches. Allerdings nicht bei sich selbst, sondern an seinem Arbeitsgerät, dem ultrabreiten Gerent Kadett 16V. Dieser wurde im Rahmen einer technischen Schlussüberprüfung auf die Waage gestellt, auch sein Motor-Hubraum wurde ausgemessen. Das Ergebnis: Negativ, bei beiden Proben. Damit hält der Oberhallau-Doppelerfolg in Rennen und Länderspiel amtlich beglaubigt und besiegelt Einzug in die Bergrenn-Geschichtsbücher. Aufgewertet wird er noch durch den megastarken Rang zwei in der Tourenwagengesamtwertung, hinter dem 650 PS Allrad-Mitsubishi-Bergmonster von Toni Bühler und vor Christoph Zwahlen im 2,5-Liter Kadett 16V. „Der KW Berg-Cup biegt in seine 2012er Zielgerade ein.“ Auch davon war eingangs die Rede. Und in die Zielgerade einbiegen heißt zum Schlussspurt ansetzen. Denn die acht besten Resultate aus elf Veranstaltungen werden gewertet. Gerannt wird noch genau dreimal, in Unterfranken, in St. Agatha (A) und in Mickhausen. Und da noch niemand acht absolute Top-Ergebnisse auf seinem persönlichen Punktekonto hat – weder im Gesamt-Ranking noch in den Divisions- und Sonderwertungen – gilt es alle Kräfte zu mobilisieren und bei allen restlichen Veranstaltungen dabei zu sein, um maximale Zähler einzufahren. Und es scheint alles darauf hinaus zu laufen, dass Mickhausen einmal mehr zum „Finale Furioso“ wird, dass erst im bayerischen Schwabenland am 06. und 07. Oktober die endgültigen Entscheidungen vor großer Kulisse fallen. KW Berg-Cup Herz, was willst du mehr?

Zuvor aber hören und sehen wir uns am 08. und 09. September in Eichenbühl beim 45. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken. Top – die Verabredung gilt!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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