Anfang Oktober ist der feste Termin des Bergrennens Mickhausen, was dieses Jahr seine 32. Ausgabe feiern sollte. Der ASC Bobingen tat wie gewohnt alles, was das Herz begehrt, um die beste Veranstaltung des Jahres auf die Füße zu stellen. Das Wetter zeigte sich am Freitag und Samstag von seiner besten Seite – ein wahrer Indian Summer inmitten der Staudenregion im kleinen Ort Mickhausen-Münster. Die etwa 220 angereisten Fahrer aus allen Teilen Europas waren in jedem Winkel vom Fahrerlager zu finden, was sichtlich an seine Kapazitätsgrenzen gelangt ist – ein Tribut, was an den immer professioneller werdenden Auftritt der Teams zu sollen ist. Wo früher noch PKWs mit Hänger standen, stehen heute ganze Motorhomes, die einen Vergleich mit denen aus der DTM oder Formel 1 nicht zu fürchten brauchten. Ein paar Titel in den verschiedenen Meisterschaften waren ja noch zu vergeben – unter anderem waren ja noch der Der Samstag verlief  zum Glück relativ ruhig, so dass insgesamt 3 Trainingsläufe die 2,2 km lange Strecke hinauf gefahren werden konnte. Trotz des guten Wetters zeigte sich der Asphalt im ersten Lauf noch sehr rutschig. Dem jungen Peugeot 205 Fahrer, Dieter Altmann, wurde das leider zum Verhängnis – er krachte mit seinem gerade frisch wieder aufgebauten Auto in die Betonbegrenzung und zerstörte es dabei nachhaltig. Der Berg Europameister Simone Faggioli fuhr bereits am Samstag mit seinem Osella Zytek FA30 einen inoffiziellen neuen Streckenrekord. Der neue Berg-Cup Gesamtsieger Sebastian Schmitt lag am Samstag ebenfalls noch vor dem BMW 320i STW Piloten, Jörg Weidinger. Letzterer griff in diesem Jahr das dritte Mal ins Lenkrad von Teampartner Dieter Rottenbergers BMW.

Der Sonntag sollte aber anders werden – ganz anders. Als erstes Mal, war das Wetter schon mal ganz anders – es regnete wie aus Kübeln und die Temperatur fiel von über 20°C am Vortag auf unter 10°C am Sonntag. Das Rennen wurde also zum Wet Race deklariert. Gerade die Fronttriebler hatten hier größte Probleme ihre Hinterreifen auf Betriebstemperatur zu bekommen, was sich dann auch in den wirklich vielen und schweren Un-und Ausfällen niederschlug. Manfred Konrad zerstörte seinen VW Corrado 16V aufs heftigste. Dazu gesellten sich dann noch Markus Spöri, Jürgen Gehrig, Hans Paulitsch, Ralf Paulick und diverse andere. In dieser ganzen Regenschlacht konnten von den geplanten 4 Wertungsläufen nur noch 2 durchgeführt werden.  Der Schweizer Eidgenosse und Bergmeister, Marcel Steiner, behielt in dem ganzen Chaos den Durchblick und bezwang seinen Markenkollegen Simone Faggioli deutlich und sicherte sich den Gesamtsieg. Auf dem zweiten Rang folgte eben dieser Simone Faggioli und Eric Berguerand mit seinem Lola FA99 Formel 3000 – dieses Ergebnis war dann auch zugleich das Ergebnis der Klasse E2-SS bis 3000 ccm Hubraum.  In der Klasse D, E2-SS bis 2000 ccm gewann der neue Deutsche Bergmeister der Rennsportfahrzeuge  2012 – Frank Debruyne, auf seinem Dallara F300 vor Andreas Stollnberger (Opel Lotus) und Hermann Waldy jun. (Dallara 395).

Bei den Fahrzeugen der Gruppe CN, E2-SC bis 3000 ccm sicherte sich der Tscheche Dusan Neveril im Norma M20 FC Judd vor Urs Müller im Osella Zytek PA30 und Erich Öppinger im Osella PA16. In der Klasse CN, E2-SC, CSC bis 2000 ccm Hubraum gewann Luici Bormolini im betagten Osella PA9 vor Uwe Kaufel im PRC VW. Bei den modernen CN, E2-SC sicherte sich Bernd Letmade (Norma Honda M20) endlich seinen lang verdienten Klassensieg vor Georg Olbrich (Osella Honda PA21/P) und Uwe Wolpert (UWR Honda WFK 07). Die kleinsten der CN, E2-SC bis 1600 ccm gewann Jiri Svoboda im Radical Sr3 vor Francesco D’Acri im Elia ST09.

Klaus Hoffmann erfüllte sich seinen lang gehegten Traum – der Deutsche Bergmeister der Tourenwagen 2012 – gewann mit er verdient mit seinem Opel Astra Coupé V8 DTM  vor Markenkollege Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM und somit auch den Klassensieg in der Klasse E2-SH über 3000 ccm Hubraum. Günter Miethke (VW1302 RS) war aufgrund der Klasseneinteilung leider mal wieder zum Einzelstarter verkommen. Genauso wie Michael Valentini mit dem wohl soundstärksten Fahrzeug vom Wochenende – der Porsche 996 GT2. Die Klasse der Gruppe E1, FS über 2000 ccm sowie den Tourenwagen Gesamtsieg gewann der Schweizer Toni Büeler im Mitsubishi EVO 6 RS vor Herbert Stolz im Porsche 935 DP II und Herbert Pregartner im Über-Porsche 911 GT2 RSR. Augen und Ohrenschmauß war hier Niki Zlatkov im Audi Quattro S1 - da wurden Erinnerungen an die Gruppe B wach. In Mickhausen war die Gruppe E1 bis 2000 ccm ebenfalls super besetzt. Den Klassensieg sicherte sich der Polotreter Peter Naumann im VW Polo II 1.4 G40 Supercharger. Auf den Rängen 2 und 3 folgten Christoph Lampert im VW Golf GTI 16V und Jan Cermak im Lotus WR Evora. Die Klasse bis 1600 ccm gewann Martin Bürki (MB VW Polo) vor dem Citroen Nemeth Saxo 1.6 Piloten Manuel Michalko und Egidio Pisano im VW Spiess Golf I 16V. Die kleinsten der E1 bis 1400 ccm sicherte sich Martin Bächler im VW Lupo Junior Cup vor Robert Auer im VW Polo RSS und Gerhard Scheiber im Suzuki Ledinegg Swift GTi.

Der Wechsel in die Gruppe H, in der es wie gewohnt spannend zuging.  Bei den Fahrzeugen der Gruppe H über 2000 ccm Hubraum gewann Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth  vor Urs Banz (Opel Ascona B 16) und Harald Ludwig (BMW M3). Sepp Koller war mit seinem Alfa Romeo 147 Diesel wieder Einzelstarter in seiner Klasse.  Was soll man noch zu diesem Mann sagen? Jörg kam sah und siegte – I M Jörg! eben. Er startete zum dritten Mal auf dem BMW 320i STW von Teamkollegen Dieter Rottenberger und konnte alle drei Starts in Klassensiege umwandeln. Besser kann man es wohl nicht machen. Holger Hovemann zeigte sich als ultrastarker Regengott – Holger holte alles aus roten Risse Kadett C Coupé und belegte verdient den zweiten Platz in der Klasse. Das Stockerl komplettierte Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V. Schnellster 8V Pilot wurde ein ebenfalls toll fahrender Michael Rauch im Opel Briegel Kadett C Coupé 8V, Berg-Cup 8V-Trophysieger, Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V.

In der 1600er Klasse der Gruppe H warf VW Minichberger Scirocco I 16V Pilot, Hans Paulitsch, buchstäblich seinen Divisonssieg im 2. Lauf weg, als sich bei der Zufahrt zum Karussell drehte und leicht einschlug. Der Routinier Helmut Maier Gewann hier mit seinem VW Spiess Golf I 16V die Klasse vor Tobias Auchter (Opel Zöllner Corsa A GSI 16V) und Manfred Schulte (Citroen AX Kit Car 16V). Schnellster 8V Pilot wurde der endlich wieder eingesetzte Opel Risse Kadett C Coupé 8V in neuer Kriegsbemalung – natürlich mit Stefan Faulhaber am Steuer. Die Klasse bis 1300 ccm hatte herbe Verluste zu verzeichnen – nach dem Konrad, Gehrig und Spöri ich Fahrzeuge aus dem Rennen warfen, war der Weg für den Altmeister Franz Weißdorn frei. Er sicherte sich mit seinem VW Polo I Honda 16V den Klassen- und Division I Sieg 2012. Ihm folgten Gerhard Moser VW Polo I 16V und Wolfgang Glas auf VW Minichberger Polo I 16V. Schnellster 8V Pilot wurde hier Volker Angelberger im Ersatz Audi 50 8V. Die kleinen 1150er kürten Jürgen Heßberger in seinem Fiat 127 Sport Martini Racing zum Klassensieger. Auf P2 landete Markenkollege Jörg Eberle (Fiat 127 Sturm Keepsake) und Thomas Stelberg im VW Schneider Polo II 16V.

Der NSU Bergpokal war mit insgesamt 13 Fahrzeugen am Start. Steffen Hofmann demonstrierte seine Ausnahmestellung in der Meisterschaft und sicherte deutlich einen weiteren Klassensieg vor Uwe Schindler und der Regengöttin Nicola Höllerich, die eine mehr als nur beeindruckende Leistung darbot.

Die Gruppe A über 2000 ccm gewann Thomas Kessler im Mitsubishi  Lancer EVO VIII vor Alfred Hilger im BMW M3 E36 und Laslo Hernandi im Mitsubishi  Lancer EVO VIII. Der Klassensieg der Grupp A bis 2000 ccm ging an Rene Martinek (Honda Civic Type R) vor Kurt Ritzberger (Peugeot 306 GTI) und Helmut Knoblich im Peugeot 306 Maxi. Vaclav Yanik gewann die Gruppe N über 2000 ccm vor Rudi Bicciato  und Michael Widmer – alle auf Mitsubishi EVO.  In der Klasse bis 2000 ccm gewann Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 vor Chris-André Mayer (Honda Civic  Type R) und Patrick Orth (VW Golf GTI 16V).

Die Saison 2012 ist also zu Ende – das Team 100octane.de blickt auf eine tolle Motorsport Saison zurück. Wir haben über 20 Motorsportveranstaltungen besucht und viel Spaß an der Strecke gehabt – sei  es mit den Fahrern, Teams oder die befreundeten Medienteams. Unser Team haben wir durch wirklich tolle neue Menschen vergrößern können. Deswegen gilt von mir als „Chef“ unseres kleinen verrückten Haufens, ein große DANKE an mein Team zu richten, die auch einmal alle namentlich erwähnt werden sollen.

DANKE an Linda Kalich, Torsten Euler, Sven Koob, Jan-Oliver Scharf, Rami Hänggi, Joachim Osswald, Hidehiko Ishiura und Riki Dhingra. Ohne euch wäre 100octane.de nicht das, was es jetzt ist!

Wir werden uns dieses Jahr bestimmt noch auf der einen oder anderen Feier, Messe der Rallye sehen – bis es im nächsten Jahr wieder heißt – Der Berg ruft!  

Weitere Klassensieger:
-Jürgen Fechter  (VW Scirocco) – Gruppe N bis 1600 ccm
-Ulrich Zeitz (Peugeot 106) – Gruppe N bis 1400 ccm
-Kevin Veit  (BMW 318is) - Gruppe G LG3
-Hendrik Uenzen (VW Golf II) – Gruppe G LG2

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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