Nach dem schier unendlich erscheinenden Rekordwinter des vergangen Jahres, war es am letzten Wochenende wieder soweit. Die Freunde der flotten Bergbesteigung sollten wieder auf ihre Kosten kommen. Anders als in den letzten Jahren, war der Saisonstart schon zwei Wochen angesetzt. Beim 11. Bergpreis Schottenring lockte der "Neue Berg" etwa 100 Tourenwagen Teilnehmer aus der Deutschen Bergmeisterschaft und der GLP Pro Serie an die traditionsreiche, etwa 3 km  Bergrennstrecke im Vogelsbergkreis in der Nähe von Gießen. Nicht alle Fahrer wurden über den Winter mit Ihren Fahrzeugen fertig - so bauen die 3 BMW Piloten Rüdiger Julius-Bernhart, Patrick Orth und Norbert Wimmer noch mit fieberhaft an Ihren neu aufgebauten oder umgebauten Rennwagen. Bis zum 25. European Hill Race in  Eschdorf am 04.05. und 05.05.2013 sollten aber auch die fehlenden Piloten am Start sein.

Die Wettervorhersage für das Premierenwochenende war durchweg positiv, zwar aufgrund der 650m Dienstgipfelhöhe doch sehr kalt, aber zumindest trocken. So konnten bereits am Freitag, die vom Veranstalter angesetzten Test- und Einstellfahrten von vielen Fahrern genutzt werden, und einem erstes Kennenlernen mit der noch bis dahin den meisten unbekannten Strecke, stand nichts im Weg. Ein großer Vorteil, den der Schottenring den Teilnehmern bietet, ist das die Wartezeit nach den jeweiligen Läufen mit wenigen Minuten sehr gering ausfällt, da der Teilnehmer - quasi wie auf einer Rundstrecke - nach dem Lauf sofort bis ins Fahrerlager fahren oder sich, wie bei den Testfahrten direkt wieder am Start anstellen. Leider konnten aufgrund der fehlenden Streckenabnahme für Rennsportfahrzeuge (Gruppe CN und Formel) eben diese, aber das soll durch eine erneute Abnahme für 2014 nachgeholt werden. Von allen Fahrern wurde die Strecke als gut zufahrende Powerstrecke mit einem Spaß machenden Schwenk durch die Poppenstruth, beschrieben. Seitens des Veranstalters ist, trotz einem reibungslosen Rennablauf, der Weg für Detailverbesserungen vorhanden und lässt uns auf eine weitere Ausgabe des Klassikers hoffen.

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Bereits im Training wurde mächtig angegast und die Zeiten purzelten von Lauf zu Lauf und die Piloten fassten immer mehr Vertrauen zur schnellen Strecke und zu, über den Winter doch etwas fremd gewordenen Rennwagen. Tobi Auchter hatte noch etwas mit seinem nagelneu aufgebauten und in einem giftigen Grün erstrahlenden Opel Corsa A zu kämpfen. Der 16V - ähm, pardon 17V ;-) - zeigte sich noch etwas störrisch wild und ritt mit Tobi im oberen Teil kurzfristig von der Strecke in die dort stehenden Reifenstapel. Zum Glück konnte alles repariert werden, so das Tobi am Sonntag mit einer Glanzleistung sich auf dem 9. Gesamtrang einfand. Eine ebenfalls sehr respektable Leistung zeigte die einzige Damen im Starterfeld - Bea Flik. Bei ihr ist endlich die Blockade im Kopf verschwunden, so sagte sie - als Belohnung hierfür gab es für sie und ihren weitreichend veränderten Renault Mégane Maxi einen tollen 15. Gesamtrang. Eine ebenfalls mehr als gelungene Premiere feierte der Renault Laguna BTCC aus dem Hause Wiebe Motorsport. Die Renault Spezialisten aus Monzingen bestritten mit dem aus Kanada erworbenen Fahrzeug ihr erstes Bergrennen. Björn Wiebe fuhr wie auf Schienen die 3 km lange Strecke hinauf und sicherte sich einen super 6. Platz im Gesamtklassement. Dieses Fahrzeug bleibt aber nur bis zum European Hill Race Eschdorf im Einsatz, da das eigentliche Einsatzfahrzeug - ein weiterer Renault Laguna BTCC - einer von dreien übrigens - erst dann fertig sein wird. Wir drücken der sympathischen Rennfamilie auf jeden Fall die Daumen, dass alles so wie geplant klappt. Durch die angekündigte genaue Einhaltung des DMSB Reglements für die Gruppe H, war über den Winter viel Unruhe und ein dadurch resultierendes Klassenwechseln zu verzeichnen. Ob nun alle Teilnehmer endgültig ihre Gruppe gefunden haben, kann noch keiner sagen - aber so spannend wie jetzt, war es noch nie zuvor.

Den Gesamtsieg sicherte sich ein glänzend aufgelegter Herbert Stolz mit seinem über 600 PS starken Bi Turbo Allrad Porsche 935 DP2. Der Innsbrucker Kaufmann setzte sich mit 2 Sekunden deutlich von dem amtierenden Bergmeister der Tourenwagen, Klaus Hoffmann auf Opel Astra V8 DTM, ab und verwies ihn auf P2 im Gesamtklassement. Das Storckerl komplettierte der Wahl-Düsseldorfer Sanitär- und Heizungsbaumeister Sebastian Schmitt mit seinem Opel Gerent Kadett CQP Evo 2. Er war zugleich auch schnellster Tourenwagen aus der Gruppe H und sicherte sich somit den Klassensieg in der Gruppe H bis 2L Hubraum. Wohl möglich, dass dies einer der letzten Auftritte des Über-Kadetts in der Klasse war, denn Basti hat das Auto so gut wie ins Ausland verkauft. Zu wenig Zeit und zu die berufliche Herausforderung, gab Basti hier als Gründe an.  Ihm folgten auf den Rängen 2. Dieter Rottenberger im BMW 318IS STW und Roman Sonderbauer auf Opel Kadett C Coupé 16V. Letzterer wechselte vom Motorenbauer Risse zu Ziegler und kam mit dem neu eingepflanzten Herz sehr gut zurecht. Auf Platz 4. landete der eben angesprochene Björn Wiebe im Renault Laguna BTCC vor Markenkollegen Thomas Flik im Renault Clio Williams 16V. Schnellster aus der Gruppe FS-E1 bis 2L Hubraum war der Vorarlberger Christoph Lampert mit seinem brachial antretenden VW Golf II 16V. Wiederkehrer in der Gruppe H bis 1600 ccm, war Thomas Klingelberger mit seinem VW Polo 6N2 JWRC Kit Car Super 1600. Das Fahrzeug fuhr mit Thomas am Steuer wie auf Schienen den Berg hinauf und sicherte sich zurecht den ersten Platz in der Klasse und in der noch frischen Saison. Auf P2 folgte Jürgen Fechter im blauen VW Golf I 16V und Franz Koob im neu aufgebauten Fiat Uno 16V. Letzter machte einen extrem guten Eindruck und ist das wohl bisher beste Auto aus dem Hause Koob Motorsport. Bei den 1300ern aus der Gruppe H gewann Manfred Konrad deutlich im ebenfalls komplett neu aufgebauten VW Corrado 16V. Der Schwabe setzte sich gekonnt vor Fiat X1/9 Pilot Thomas Kohler und Berg-Cup Neuling Frank Lohman im VW Polo 86C Steilheck. Letzter sicherte sich zugleich die 8V Wertung vor Nils Abb (VW Schneider Polo II 8V) und der fränkischen Frohnatur Klaus Streiberger im VW Polo II "Tigger" 8V. Bei den kleinen 1150ern stellte sich das Klassement wie folgt dar. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing belegte Platz 1 vor dem Mühlheimer Peter Richter im wunderschönen VW Capricorn Polo I 8V. Auf P3 folgte Laura Siebert im Autobianci A112.

Bei den über 2L Hubraum großen Fahrzeugen konnte Cossi Treter Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth seinen ersten Klassensieg diesen Jahres vor Thomas Ostermann, im erleichterten Hartge E30 BMW 325i und Harald Ludwig im BMW E36 M3 sichern. Harald Ludwig hatte im ersten Wertungslauf leichten Feindkontakt mit der Leitplanke. Auch die Gruppe H der Dieselfahrzeuge war dieses mal mit drei Startern besetzt. Hier gewann der Zierenberger Christian Triebstein im Alfa 147 Cup vor Manfred Pape im VW Golf V R-TDI und Sepp Koller, ebenfalls im Alfa 147 Cup unterwegs. Die Altmeister Franz Weißdorn und Klaus Bernert sind zwei der Wechsler in die Gruppe FS-E1. Sie setzten hier ab sofort ihre beiden VW Polo in der Klasse ein. Franz Weißdorn hatte in Schotten das bessere Ende für sich gebucht und gewann vor Klaus Bernert. Auf dem dritten Rang folgte ein sehr flott fahrender Neueinsteiger, Ronnie Bucher im VW Polo II 16V. Aufgrund der wenigen Starter in der Gruppe FS-E1 bis 1600cm wurden Tobias Auchter und Helmut Maier in Gruppe bis 2L Hubraum hochgestuft. Sie kamen hier Christoph Lambert auf Rang 2 und 3 ins Ziel.

Im NSU Bergpokal gab es gleich zu Anfang der Saison einen neuen Sieger. Der Erzrivale und mehrfacher Vize Champion, Uwe  Schindler gewann hier vor Carsten Steinert im infernalisch klingenden NSU TT und dem Allzeit-Rekordchampion Steffen Hofmann, der noch auf sein eigentlichen Einsatzfahrzeug in der Gruppe H bis 2L Hubraum wartet. Dieter Altmann musste ebenfalls eine Klasse höher fahren und kämpfte mit seinem Peugeot 205 auf verlorenem Posten gegen die beiden 2L Piloten Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und Markus Goldbach im Renault Clio Sport.

In knapp zwei Wochen bewegt sich der ganze Bergtross bei hoffentlich warmen Temperaturen ins luxemburgische Eschdorf. Die Fotos vom Rennen finden Sie wie immer in der Rubrik Fotos.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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