Knapp zwei Wochen nach dem Start der Bergrennen Saison 2013 am Schottenring, zog es die große Bergrennen Gemeinde in das Großherzogtum Eschdorf im Distrikt Diekirch.  Bereits zum 25. Mal trägt die Union des Pilotes das European Hill Race in Eschdorf aus, welches damit schon längst zu den Klassikern im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft zählt. Die Einwohner des knapp 2.300 Seelen Dorfes inmitten der  bewaldeten Hügellandschaft mit den prägenden  Schieferfelswänden, hatten dieses Mal schon am 1. Mai die Vollgastage in ihrem Ort. Da die Union des Pilotes zum 25-jährigen Bestehen einen Doppelveranstaltung auf die Beine stellte, wurden vorab die Eschdorf Classic Days als historisches Bergrennen und ab dem 03.05.2013 die 25. Ausgabe des European Hill Race in Eschdorf durchgeführt. Das Orga Team um Yves Thommes gab sich hierbei keine Blöße und zog beide Veranstaltungen top organisiert und blitzsauber durch - ein großes Lob an die engagierte Luxemburger Truppe.

Das Wetter zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite und bescherte den über 180 angereisten Teilnehmern aus ganz Europa eine tolle Jubiläumsveranstaltung mit frühsommerlichen Temperaturen, die auch zahlreiche Zuschauer an die knapp 2 km lange Strecke lockte. Leider waren immer noch nicht alle Fahrer mit ihren Fahrzeugen fertig geworden - das fränkische JB Classic Racing Team mit Rüdiger Julius-Bernhart und Steffen Hofmann musste die Premiere nochmals um zwei Wochen in Richtung Wolsfeld verschieben, da man die Arbeiten am Gruppe 5 BMW 2002 erst in dieser Woche endgültig abschließen kann. Auch Norbert Wimmer und Michael Rauch fehlten noch in der heiß umkämpften Gruppe H bis 2L Hubraum.

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Dafür präsentierten zwei andere Fahrer ihre neu aufgebauten bzw. umgebauten Rennwagen. Der Youngster Sieger der letzten Saison, Patrick Orth, stand mit seinem flammneuen und wunderschön aufgebauten BMW E30 320iS am Start und setzte sich bereits nach dem ersten Trainingslauf auf Rang 3 ab. Doch die Freude währte leider nicht sehr lang, da am neuen Triebwerk ein Ventil abriss und der vierte Kolben aus dem Motorblock herausriss. Alles blockierte bei der Anfahrt auf die Kurve 3, so dass sich Patrick zu allem Überfluss noch drehte aber zum Glück nicht einschlug. Total am Boden zerstört, sah es nach der ersten Bestandsaufnahme, alles nach einem kapitalen Motorschaden aus. Wir drücken Patrick und seiner sympathischen Rennfamilie ganz feste die Daumen, dass bei ihrem Heimrennen in Wolsfeld wieder am Start stehen und endlich die Früchte der langen Arbeit ernten können.

Mehr Glück hatte der Schwelmer Talbot Lotus Sunbeam Pilot Andrä Schrörs. Er bauten seinen bekannten Lotus  über den Winter komplett um und taufte ihn nur noch in SMG Lotus. Optisch mit einem fetten Body Kit an den Audi Quattro S1 angelehnt, wollte er nach wochenlanger Arbeit endlich mit dem Fahrzeug an den Start gehen. "Er ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich wollte unbedingt fahren", sagte uns Andrä im Gespräch. Über die Saison wird das Auto noch weiter technisch und optisch entwickelt - wir dürfen also auch hier gespannt sein, wie es weiter geht.

Bereits am Trainingssamstag fiel der absolute Streckenrekord von Lionel Regal dem Schweizer Eidgenossen Marcel Steiner in seinem Osella Zytek FA30 zum Opfer, der aber aufgrund des Trainings noch nicht zählte. Seine beiden starken Verfolger aus Luxemburg, Guy Demuth (ebenfalls Osella Zytek FA30) und der junge David Hauser mit seinem GP2 lauerten bereits um zuzuschlagen. Die gesammelten Eindrücke aus dem Training sollten also auch am Renn Sonntag ihre Fortsetzung finden. Bei ebenfalls sommerlichen Temperaturen und einer flotten Durchführung, untermalt mit den charismatischen  Stimmen von den Streckensprechern Patrick Weber und Uli Kohl, kam bei den etwa 5.000 Zuschauern und Fahrern wieder echtes Rennfeeling auf. Mit dem ersten der drei Wertungsläufe wurde pünktlich um 8.30 Uhr begonnen und die ersten Tourenwagen aus den Reihen des NSU Bergpokals die 1,8 km lange Strecke unter die Räder nahmen. Bereits am Samstag deutete sich ja ein Fallen des Streckenrekordes an - was am Sonntag dann durch einen fehlerfrei fahrenden Marcel Steiner auch in die Tat umgesetzt wurde. Steiner unterbot mit 00:49:470 in seinem Osella Zytek FA30 den bestehenden Rekord von Lionel Regal. Somit sicherte sich Marcel Steiner in einem knappen Rennen, den Gesamtsieg vor David Hauser im Dallara SRE-CH GP2. Ihm folgte sein Landsmann Guy Demuth auf Osella Zytek FA30. Dies ist auch zugleich das Klassenergebnis der Klasse E2-SS. Im Kampf um die zahlreich vertretenen Formel 3 Fahrzeuge der Klasse E2-SS (F3) entschied das Familienduell Ludovic Cholley auf Dallara Opel F300 vor Patrick Cholley auf Dallara Opel F303-04. Frederiq Souris stellte seinen Dallara Fiat F396 auf Rang 3 ab. Altmeister Leon Linden gewann die Klasse E2-SS 100 und 2000 ccm auf seinem Dallara Opel Spiess F304 vor Hugo Vitali im Dallara Opel F2 und Roland Braquet im Tatuus Renault FR2000.

Schnellster der offenen Sportwagen gesamt und zugleich Einzelstarter in seiner Klasse der Sportwagen E2-SC über 3500 ccm war der Franzose Cyrille Franz im infernalisch klingenden Osella BMW PA27 mit 4.0 L BMW V8 Aggregat. Er verwies den Klassensieger der Klasse E2-SC bis 3000 cccm, Patrick Zajelsnik im Norma M20F Mugen V8, auf den zweiten Rang. Der Belgier Jelle De Connick belegte P2 in der Klasse bis 3000 ccm, gefolgt von Jaques Marchal - beide auf Norma BMW M20F. Bei den kleineren E2-SC/CN/C3 bis 2000 ccm Hubraum gewann der Spanier Pascual Perez auf Norma Honda M20 vor Georg Olbrich im stark überarbeiteten Osella Honda PA21P und Bernd Letmade im Norma Honda M20. Die kleinsten der E2-SC/C/C3 bis 1600 ccm gewann Sportwagen Berg Cup Pilot Francesco D'Acri im Elia Suzuki Avrio ST 09 vor Bruno Collard im BRC Suzuki CM 05 Evo.

Der amtierende Deutsche Bergmeister für Tourenwagen, Klaus Hoffmann, musste sich mit seinem Opel Astra Coupé V8 DTM dem Innsbrucker Porsche 935 DP2 Fahrer, Herbert Stolz geschlagen geben.  Letzterer stellte sein Power Pack aus Zuffenhausen auf P1 im Tourenwagen Klassement ab und sicherte sich so zugleich seinen Klassensieg in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS über 3500 ccm Hubraum. Markenkollege Nicolas Werver folgte mit 6 Sekunden Respektabstand auf seinem Porsche 997 GT3 Cup auf Rang 2. Das Stockerl komplettierte der Slowake Martin Kois im über 600 PS starken Rallye Cross Ford Fiesta RS Cosworth. Einen Exoten konnte man auch in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 3000 ccm auf dem Siegertreppchen bewundern. Yannick Poinsignion feuerte seinen turbogetriebenen CG Simca Turbo deutlich auf P1. Ihm folgten auf Rängen Romain Ciuca auf Opel Kadett C  und Jean Leruth auf Honda Integra Type R. Die seit den vom DMSB angekündigten Reglementseinhaltungen gut gefüllte Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 2000 ccm gewann der Polotreter Peter Naumann mit seinem aufgeladenen VW Polo II 1.4. G40 Supercharger knapp vor dem Belgier Gaetan Hayot auf VW Lehmann Golf I 16V und Markenkollegen Ralf Kroll - ebenfalls VW Lehmann Golf I 16V. Die drei hauten sich die Bestzeiten nur so um die Ohren. Eine Schrecksekunde gab es für Peter Naumann im zweiten Wertungslauf, als er diesen mit Elektronikproblemen abbrechen musste, die aber bis zum dritten Lauf wieder gefixt werden konnten.

Ebenfalls top gefüllt war die Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1600 ccm. Hier wurde bis aufs Messer gekämpft. Corsa Flieger Tobias Auchter stellte sein neu aufgebautes grünes Giftgerät namens Opel Zöllner Corsa GSI 16V nach einem erbitterten Kampf auf P2 ab. Nur Egidio Pisano war mit seinem VW Spiess Golf 16V, in der Addition der zwei besten Läufe, schneller wie Tobias. Thomas Klingelberger kam mit seinem VW Polo 6N2 JWRC Kit Car 16V nach dem dritten Wertungslauf dem dritten Rang ins Ziel. Der Luxemburger Canio Marchione gewann im Fiat 127 die Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1400 ccm vor Réginald Togaert im Peugeot 205 Rallye. Die ehemaligen Gruppe H Fahrer, die nun in die Gruppe E1-nat/EX/RACB/FS bis 1300 ccm wechseln mussten, zeigten dass es hier nicht minder schnell zugehen muss. Durchweg mit Top Zeiten duellierten sich die Herren der "Alten Garde" - mit dem besseren Ende für Franz Weißdorn im VW Polo Honda I 16V. Getriebespezialist Klaus Bernert stellte seinen VW Polo II 16V auf P2 ab, Martin Kleiner folgte ebenfalls im VW Polo II 16V auf P3. Schnellster 8V Pilot war ein mit sumpfen Waffen kämpfender und zwangsversetzter Klaus Streiberger im VW Polo II 8V "Tigger". Thomas Stelberg gab in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1150 ccm mit seinem VW Schneider Polo Coupé 16V den Alleinunterhalter, ebenso wie Manfred Pape im einzigen VW Golf V r-TDI Diesel in der Gruppe H.

Einen weiteren Rückkehrer mit noch nicht ganz komplettiertem Fahrzeug, fand man in der Gruppe H über 2000 ccm - Christian Auer stand hier mit dem neu aufgebauten BMW M3 ganz oben auf dem Treppchen. Ford Escort Cosworth Pilot Norman Struckmann und Hartge BMW E30 325i reihten sich auf den Rängen 2 und 3 ein. Die Gruppe H bis 2000 ccm zeigte sich leider etwas Starter bereinigt mit nur noch 11 Startern. Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V Pilot Roman Sonderbauer, konnte seinen Vorjahressieg noch einmal wiederholen und gewann die Königsklasse deutlich vor Dieter Rottenberger im BMW 318i E36 STW. André Wiebe zeiget welches Potenzial im Ex-Werks Renault Williams Wiebe Laguna steckt und konnte sich knapp hinter Dieter Rottenberger auf P3 behaupten. Schnellster 8V Pilot war hier Alex Konstanzer im Opel Kadett C Coupé 8V.  Die Gruppe H bis 1600 ccm war leider nicht vertreten, so dass es hier keine Ergebnisse zu vermelden gibt. Dafür aber in der Gruppe H bis 1300 ccm, wo ich Manfred Konrad im VW Corrado 16V einen weiteren ungefährdeten Klassensieg einfahren konnte. Helmut Götzl war der schnellste 8V Pilot und zugleich zweiter in der Klasse. Frank Lohmann kam mit seinem VW Polo 86C Steilheck auf Rang 3. Die kleinste Klasse bis 1150 ccm gewann Fiat 127 Sport Martini Racing vor dem Mülheimer Peter Richter im VW Capricorn Polo I 8V und Volker Angelberger im Audi 50 8V.

Die wilder Meute der gepflegten Hecktrieblerbewegung aus dem NSU Bergpokal stand mit insgesamt 12 Fahrzeugen in Luxemburg  am Start und stellten somit das wohl größte Starterfeld. Uwe Schindler konnte hier einen weiteren ungefährdeten Klassensieg einfahren. Auf dem zweiten Platz folgte ein toll fahrender Karsten Steinert im schrill schreienden NSU TT. Jörg Höber komplettierte die Top 3 und Nicola Höllerich fuhr wieder einmal glänzend aufgelegt unter die Top 5 im NSU Klassement. Die Gruppe N + F bis 1300 ccm gewann Dieter Altmann jr. Im Peugeot 205 Rallye. In der größeren Klasse bis 2000 ccm gewann Ralf Orth im BMW 320iS. Werner "Jetty" Jetzt war leider auch nur Einzelstarter in seiner Gruppe N bis 3000 ccm. Er konnte den Ex-Colin McRae Subaru Impreza mit Top Zeiten wieder exzellent den Berg hinauf bewegen. Die Gruppe A bis 2000 ccm gewann  Corentin Starck im Renault Clio III Cup. In knapp zwei Wochen geht es, wie immer zu Pfingsten, nach Wolsfeld zum Wolsfelder Bergrennen in die schön Eifel.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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