Knapp zwei Wochen nach dem Start der Bergrennen Saison 2013 am Schottenring, zog es die große Bergrennen Gemeinde in das Großherzogtum Eschdorf im Distrikt Diekirch.  Bereits zum 25. Mal trägt die Union des Pilotes das European Hill Race in Eschdorf aus, welches damit schon längst zu den Klassikern im Kalender der Deutschen Bergmeisterschaft zählt. Die Einwohner des knapp 2.300 Seelen Dorfes inmitten der  bewaldeten Hügellandschaft mit den prägenden  Schieferfelswänden, hatten dieses Mal schon am 1. Mai die Vollgastage in ihrem Ort. Da die Union des Pilotes zum 25-jährigen Bestehen einen Doppelveranstaltung auf die Beine stellte, wurden vorab die Eschdorf Classic Days als historisches Bergrennen und ab dem 03.05.2013 die 25. Ausgabe des European Hill Race in Eschdorf durchgeführt. Das Orga Team um Yves Thommes gab sich hierbei keine Blöße und zog beide Veranstaltungen top organisiert und blitzsauber durch - ein großes Lob an die engagierte Luxemburger Truppe.

Das Wetter zeigte sich ebenfalls von seiner besten Seite und bescherte den über 180 angereisten Teilnehmern aus ganz Europa eine tolle Jubiläumsveranstaltung mit frühsommerlichen Temperaturen, die auch zahlreiche Zuschauer an die knapp 2 km lange Strecke lockte. Leider waren immer noch nicht alle Fahrer mit ihren Fahrzeugen fertig geworden - das fränkische JB Classic Racing Team mit Rüdiger Julius-Bernhart und Steffen Hofmann musste die Premiere nochmals um zwei Wochen in Richtung Wolsfeld verschieben, da man die Arbeiten am Gruppe 5 BMW 2002 erst in dieser Woche endgültig abschließen kann. Auch Norbert Wimmer und Michael Rauch fehlten noch in der heiß umkämpften Gruppe H bis 2L Hubraum.

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Dafür präsentierten zwei andere Fahrer ihre neu aufgebauten bzw. umgebauten Rennwagen. Der Youngster Sieger der letzten Saison, Patrick Orth, stand mit seinem flammneuen und wunderschön aufgebauten BMW E30 320iS am Start und setzte sich bereits nach dem ersten Trainingslauf auf Rang 3 ab. Doch die Freude währte leider nicht sehr lang, da am neuen Triebwerk ein Ventil abriss und der vierte Kolben aus dem Motorblock herausriss. Alles blockierte bei der Anfahrt auf die Kurve 3, so dass sich Patrick zu allem Überfluss noch drehte aber zum Glück nicht einschlug. Total am Boden zerstört, sah es nach der ersten Bestandsaufnahme, alles nach einem kapitalen Motorschaden aus. Wir drücken Patrick und seiner sympathischen Rennfamilie ganz feste die Daumen, dass bei ihrem Heimrennen in Wolsfeld wieder am Start stehen und endlich die Früchte der langen Arbeit ernten können.

Mehr Glück hatte der Schwelmer Talbot Lotus Sunbeam Pilot Andrä Schrörs. Er bauten seinen bekannten Lotus  über den Winter komplett um und taufte ihn nur noch in SMG Lotus. Optisch mit einem fetten Body Kit an den Audi Quattro S1 angelehnt, wollte er nach wochenlanger Arbeit endlich mit dem Fahrzeug an den Start gehen. "Er ist zwar noch nicht ganz fertig, aber ich wollte unbedingt fahren", sagte uns Andrä im Gespräch. Über die Saison wird das Auto noch weiter technisch und optisch entwickelt - wir dürfen also auch hier gespannt sein, wie es weiter geht.

Bereits am Trainingssamstag fiel der absolute Streckenrekord von Lionel Regal dem Schweizer Eidgenossen Marcel Steiner in seinem Osella Zytek FA30 zum Opfer, der aber aufgrund des Trainings noch nicht zählte. Seine beiden starken Verfolger aus Luxemburg, Guy Demuth (ebenfalls Osella Zytek FA30) und der junge David Hauser mit seinem GP2 lauerten bereits um zuzuschlagen. Die gesammelten Eindrücke aus dem Training sollten also auch am Renn Sonntag ihre Fortsetzung finden. Bei ebenfalls sommerlichen Temperaturen und einer flotten Durchführung, untermalt mit den charismatischen  Stimmen von den Streckensprechern Patrick Weber und Uli Kohl, kam bei den etwa 5.000 Zuschauern und Fahrern wieder echtes Rennfeeling auf. Mit dem ersten der drei Wertungsläufe wurde pünktlich um 8.30 Uhr begonnen und die ersten Tourenwagen aus den Reihen des NSU Bergpokals die 1,8 km lange Strecke unter die Räder nahmen. Bereits am Samstag deutete sich ja ein Fallen des Streckenrekordes an - was am Sonntag dann durch einen fehlerfrei fahrenden Marcel Steiner auch in die Tat umgesetzt wurde. Steiner unterbot mit 00:49:470 in seinem Osella Zytek FA30 den bestehenden Rekord von Lionel Regal. Somit sicherte sich Marcel Steiner in einem knappen Rennen, den Gesamtsieg vor David Hauser im Dallara SRE-CH GP2. Ihm folgte sein Landsmann Guy Demuth auf Osella Zytek FA30. Dies ist auch zugleich das Klassenergebnis der Klasse E2-SS. Im Kampf um die zahlreich vertretenen Formel 3 Fahrzeuge der Klasse E2-SS (F3) entschied das Familienduell Ludovic Cholley auf Dallara Opel F300 vor Patrick Cholley auf Dallara Opel F303-04. Frederiq Souris stellte seinen Dallara Fiat F396 auf Rang 3 ab. Altmeister Leon Linden gewann die Klasse E2-SS 100 und 2000 ccm auf seinem Dallara Opel Spiess F304 vor Hugo Vitali im Dallara Opel F2 und Roland Braquet im Tatuus Renault FR2000.

Schnellster der offenen Sportwagen gesamt und zugleich Einzelstarter in seiner Klasse der Sportwagen E2-SC über 3500 ccm war der Franzose Cyrille Franz im infernalisch klingenden Osella BMW PA27 mit 4.0 L BMW V8 Aggregat. Er verwies den Klassensieger der Klasse E2-SC bis 3000 cccm, Patrick Zajelsnik im Norma M20F Mugen V8, auf den zweiten Rang. Der Belgier Jelle De Connick belegte P2 in der Klasse bis 3000 ccm, gefolgt von Jaques Marchal - beide auf Norma BMW M20F. Bei den kleineren E2-SC/CN/C3 bis 2000 ccm Hubraum gewann der Spanier Pascual Perez auf Norma Honda M20 vor Georg Olbrich im stark überarbeiteten Osella Honda PA21P und Bernd Letmade im Norma Honda M20. Die kleinsten der E2-SC/C/C3 bis 1600 ccm gewann Sportwagen Berg Cup Pilot Francesco D'Acri im Elia Suzuki Avrio ST 09 vor Bruno Collard im BRC Suzuki CM 05 Evo.

Der amtierende Deutsche Bergmeister für Tourenwagen, Klaus Hoffmann, musste sich mit seinem Opel Astra Coupé V8 DTM dem Innsbrucker Porsche 935 DP2 Fahrer, Herbert Stolz geschlagen geben.  Letzterer stellte sein Power Pack aus Zuffenhausen auf P1 im Tourenwagen Klassement ab und sicherte sich so zugleich seinen Klassensieg in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS über 3500 ccm Hubraum. Markenkollege Nicolas Werver folgte mit 6 Sekunden Respektabstand auf seinem Porsche 997 GT3 Cup auf Rang 2. Das Stockerl komplettierte der Slowake Martin Kois im über 600 PS starken Rallye Cross Ford Fiesta RS Cosworth. Einen Exoten konnte man auch in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 3000 ccm auf dem Siegertreppchen bewundern. Yannick Poinsignion feuerte seinen turbogetriebenen CG Simca Turbo deutlich auf P1. Ihm folgten auf Rängen Romain Ciuca auf Opel Kadett C  und Jean Leruth auf Honda Integra Type R. Die seit den vom DMSB angekündigten Reglementseinhaltungen gut gefüllte Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 2000 ccm gewann der Polotreter Peter Naumann mit seinem aufgeladenen VW Polo II 1.4. G40 Supercharger knapp vor dem Belgier Gaetan Hayot auf VW Lehmann Golf I 16V und Markenkollegen Ralf Kroll - ebenfalls VW Lehmann Golf I 16V. Die drei hauten sich die Bestzeiten nur so um die Ohren. Eine Schrecksekunde gab es für Peter Naumann im zweiten Wertungslauf, als er diesen mit Elektronikproblemen abbrechen musste, die aber bis zum dritten Lauf wieder gefixt werden konnten.

Ebenfalls top gefüllt war die Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1600 ccm. Hier wurde bis aufs Messer gekämpft. Corsa Flieger Tobias Auchter stellte sein neu aufgebautes grünes Giftgerät namens Opel Zöllner Corsa GSI 16V nach einem erbitterten Kampf auf P2 ab. Nur Egidio Pisano war mit seinem VW Spiess Golf 16V, in der Addition der zwei besten Läufe, schneller wie Tobias. Thomas Klingelberger kam mit seinem VW Polo 6N2 JWRC Kit Car 16V nach dem dritten Wertungslauf dem dritten Rang ins Ziel. Der Luxemburger Canio Marchione gewann im Fiat 127 die Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1400 ccm vor Réginald Togaert im Peugeot 205 Rallye. Die ehemaligen Gruppe H Fahrer, die nun in die Gruppe E1-nat/EX/RACB/FS bis 1300 ccm wechseln mussten, zeigten dass es hier nicht minder schnell zugehen muss. Durchweg mit Top Zeiten duellierten sich die Herren der "Alten Garde" - mit dem besseren Ende für Franz Weißdorn im VW Polo Honda I 16V. Getriebespezialist Klaus Bernert stellte seinen VW Polo II 16V auf P2 ab, Martin Kleiner folgte ebenfalls im VW Polo II 16V auf P3. Schnellster 8V Pilot war ein mit sumpfen Waffen kämpfender und zwangsversetzter Klaus Streiberger im VW Polo II 8V "Tigger". Thomas Stelberg gab in der Klasse E1-nat/EX/RACB/FS bis 1150 ccm mit seinem VW Schneider Polo Coupé 16V den Alleinunterhalter, ebenso wie Manfred Pape im einzigen VW Golf V r-TDI Diesel in der Gruppe H.

Einen weiteren Rückkehrer mit noch nicht ganz komplettiertem Fahrzeug, fand man in der Gruppe H über 2000 ccm - Christian Auer stand hier mit dem neu aufgebauten BMW M3 ganz oben auf dem Treppchen. Ford Escort Cosworth Pilot Norman Struckmann und Hartge BMW E30 325i reihten sich auf den Rängen 2 und 3 ein. Die Gruppe H bis 2000 ccm zeigte sich leider etwas Starter bereinigt mit nur noch 11 Startern. Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V Pilot Roman Sonderbauer, konnte seinen Vorjahressieg noch einmal wiederholen und gewann die Königsklasse deutlich vor Dieter Rottenberger im BMW 318i E36 STW. André Wiebe zeiget welches Potenzial im Ex-Werks Renault Williams Wiebe Laguna steckt und konnte sich knapp hinter Dieter Rottenberger auf P3 behaupten. Schnellster 8V Pilot war hier Alex Konstanzer im Opel Kadett C Coupé 8V.  Die Gruppe H bis 1600 ccm war leider nicht vertreten, so dass es hier keine Ergebnisse zu vermelden gibt. Dafür aber in der Gruppe H bis 1300 ccm, wo ich Manfred Konrad im VW Corrado 16V einen weiteren ungefährdeten Klassensieg einfahren konnte. Helmut Götzl war der schnellste 8V Pilot und zugleich zweiter in der Klasse. Frank Lohmann kam mit seinem VW Polo 86C Steilheck auf Rang 3. Die kleinste Klasse bis 1150 ccm gewann Fiat 127 Sport Martini Racing vor dem Mülheimer Peter Richter im VW Capricorn Polo I 8V und Volker Angelberger im Audi 50 8V.

Die wilder Meute der gepflegten Hecktrieblerbewegung aus dem NSU Bergpokal stand mit insgesamt 12 Fahrzeugen in Luxemburg  am Start und stellten somit das wohl größte Starterfeld. Uwe Schindler konnte hier einen weiteren ungefährdeten Klassensieg einfahren. Auf dem zweiten Platz folgte ein toll fahrender Karsten Steinert im schrill schreienden NSU TT. Jörg Höber komplettierte die Top 3 und Nicola Höllerich fuhr wieder einmal glänzend aufgelegt unter die Top 5 im NSU Klassement. Die Gruppe N + F bis 1300 ccm gewann Dieter Altmann jr. Im Peugeot 205 Rallye. In der größeren Klasse bis 2000 ccm gewann Ralf Orth im BMW 320iS. Werner "Jetty" Jetzt war leider auch nur Einzelstarter in seiner Gruppe N bis 3000 ccm. Er konnte den Ex-Colin McRae Subaru Impreza mit Top Zeiten wieder exzellent den Berg hinauf bewegen. Die Gruppe A bis 2000 ccm gewann  Corentin Starck im Renault Clio III Cup. In knapp zwei Wochen geht es, wie immer zu Pfingsten, nach Wolsfeld zum Wolsfelder Bergrennen in die schön Eifel.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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