Traditionell zum Pfingstfest lockt das kleine Eifeldörfchen Wolsfeld in der Nähe von Bitburg seit nunmehr 51 Jahren zum Wolsfelder Bergrennen und ist damit die tradtionsreichste Bergrennen Strecke in Deutschland. Der selektive 1,64 km lange Parcours gleicht einer Slotcar Rallyepiste - klein, kurz, schnell und ultraspannend. Der EMSC Bitburg hatte bereits im Vorfeld mit den fraglichen Witterungsbedingungen in der Eifel zu kämpfen - so wurde fast das komplette Fahrerlager auf der Wiese derart unter Wasser gesetzt, dass nur ein paar ganz mutige versuchten an ihrem Fuße ihr Lager aufzuschlagen.Der Rest musste Wohl oder Übel auf die angrenzenden Höfe und Privatparkplätze der Anwohner ausweichen, die diese tolle Veranstaltung aufs Beste unterstützten. Aus der Not musste nun eine Tugend gemacht werden - das Fahrerlager erhielt so ein ganz anderes Flair, wie man es von den letzten Jahren her kannte. Viele hatten am Samstag  ja noch die Hoffnung, dass das Wetter halten würden, denn die meisten der etwa 150 angereisten Teilnehmer kamen bei strahlendem Sonnenschein im deutschen Grenzland zu Luxemburg an. 

Ebenfalls mit dabei waren Lokalmatador Patrick Orth, der nach vielen Nachtschichten, das neue Frank Power Aggregat in seinen BMW E30 320is verpflanzte und bei seinem Heimrennen an den Start gehen konnte - und wie sogar - der sympathische Eifel-Pilot stellte den E30 auf dem 3. Rang in der Gruppe H bis 2L Hubraum ab und erntete damit endlich die Früchte der getanen Arbeit. Auch das JB Classic Racing Team stand nun endlich mit dem wunderschönen und beim Publik sehr begehrten BMW 2002 Gruppe 5 am Start. Ein paar Anlaufschwierigkeiten gab es noch zu bewerkstelligen und auch Mensch und Maschine müssen sich wohl erst noch aneinander gewöhnen. Das blaue Biest zeigte sich am Sonntag etwas störrisch und bescherte Steffen Hofmann bei seinem ersten Einsatz auf dem Auto gleich zwei Aha-Erlebnisse der unschönen Art. Das Training lief sehr gut und Steffen konnte im Training unter die Top 5 der Tourenwagen fahren.

Am Rennmontag hatte Steffen dann im ersten Lauf einen Dreher, der zum Glück ohne Einschlag blieb, im zweiten Lauf platze der Kühlwasserschlauch, so dass der Innenraum einer Dampfsauna glich und im letzten Lauf einen zum Glück glimpflichen Ausritt in die angrenzende Botanik. Alles in allem nicht so, wie sich Steffen Hofmann und Rüdiger Julius-Bernhart so erhofft hatten. Man ist aber zuversichtlich, dass das Projekt Erfolg haben wird. Ebenfalls vom Pech verfolgt sollte Corsa Extremtiefflieger Tobias Auchter sein - im zweiten Lauf entwickelte sein giftgrüner Rennfloh ganz eigene Vorstellungen von Vortrieb und krachte zwischen Posten 2 und 3 rechts in die Böschung. Der Corsa wurde dabei umfangreich aus der Form gebracht. Tobi erzählte uns im Gespräch: "Hier fahr ich nicht mehr, der Berg mag mich nicht. :-(". Sehr schade, denn bis dahin war Tobias extrem flott unterwegs. Das Training wurde durch die am Nachmittag aufziehenden Regenwolken und damit nun angesagten Mischbedingungen geprägt. Sehr gut kamen die beiden angereisten Lancia Delta S4 aus der ehemaligen Gruppe B damit zurecht. Gepaart mit über 500 PS und Allradantrieb duellierten sich Bruno "Raketenbruno" Ianniello und Frank Gerspacher sich mit ihren beiden Allradraketen.

Dort kamen die angereisten Sportwagenpiloten Guy Demuth, Uwe Lang und co. nicht mit und es sah alles nach einem weiteren Sieg für die Ecurie Basilisk aus. Doch Fortuna und der Wettergott meinten es dann doch anders und wollten dem Publik die Spannung nicht vorenthalten. Pfingstmontag ist der Renntag in Wolsfeld - und wie sollte es anders sein - es regnete auch hier den ganzen Tag wie aus Eimern. Mit diesem widrigen Verhältnissen musste nun alle irgendwie zurechtkommen - die Zuschauer, wir von der Presse und natürlich die Fahrer. Osella Zytek FA30 Pilot Guy Demuth kam mit seinem Fahrzeug hervorragend zurecht und sicherte sich dann doch recht deutlich den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm und den Gesamtsieg vor Bruno Ianniello im Lancia Delta S4 16V und Markenkollegen Frank Gerspacher. Demuths Teamkollege Tommy Rollinger war Alleinunterhalter in seiner Gruppe E2-SS Formel 3000 und gewann diese natürlich auch. Den ersten Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm konnte ein weiterer Eifelaner, Robert Meiers, im Dallara F300 Toyota einfahren. Roland Braquet im Tatuus FR2000 und Bernhard Bihl im Black Forrest Formula gesellten sich auf den Rängen 2 und 3 zu ihm.

Der mehrfache Deutscher Bergmeister der Rennsport Fahrzeuge Uwe Lang war der einzige der großen Gruppe E2-SC bis 3000 ccm. Er konnte sich mit seinem Osella BMW PA20/S hinter einem glänzend fahrenden Franceso D'Acri im Elia Avrio ST 09 auf P5 im Gesamtklassement platzieren. D'Acri gewann zugleich auch die Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum. Uwe Wolpert im UWR WFK 07 und Bernd Letmade im Norma M20 komplettierten das Stockerl in der Klasse. Von den drei gestarteten Fahrzeugen in der Gruppe E2 (C3) bis 2000ccm kamen nur zwei in Wertung. Hier gewann Uwe Kaufel im PRC M92 C3 vor Stephan Collisi im Behnke Condor. Das Gesamtergebnis bei den Tourenwagen spiegelt zugleich das der Gruppe FS/E1 Berg/E2-SH über 2000 ccm wieder - Ianniello vor Gerspacher. Die Plätze 3 und 4 blieben leer, da Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM und Simon Wüthrich im VW Golf II  Turbo nicht in Wertung kamen. Die seit dem ganzen Reglementsgewusel top besetzten kleinen Gruppe der FS/E1 und E2-SH boten den Fans an der Strecke wieder spannenden Rennsport am Limit. Hans-Peter "Hansi" Eller stellte den VW Minichberger Scirocco I 16V mit gut 2 Sekunden Abstand vor Polotreter Peter Naumann im aufgeladenen VW Polo II 1.4 G40 Supercharger in der Gruppe FS/E1 Berg/E2-SH bis 2000 ccm auf Rang 1 ab. Ultra Breitbau SMG Talbot Lotus Sunbeam Pilot Andrä Schrörs sicherte sich den dritten Rang vor André Wiebe im Renault Clio Williams 16V. Überraschung in der Klasse war der fünftplatzierte Bob Kellen. Mit beherzten Drift und Quertriebeinlagen errang er mit seinem Ford Escort MK2 Rallye verdient den fünften Rang in der Klasse. Dem Publik gefiel dies auf jeden Fall sehr.

Die meisten Verluste hatte wohl die Gruppe FS/E1 Berg/E2-SH bis 1600 ccm zu beklagen - hier kamen 6 Fahrzeuge von 14 angetretenen nicht in Wertung. VW Spiess Golf I 16V Pilot Egidio Pisano gewann hier abermals die Klasse. Geburtstagskind und neu Fünfziger Werner Heindrichs glänzte mit seinem Opel Schneider Corsa A 16V auf dem zweiten Rang. Manfred Schulte kam mit seinem Citroen AX Sport 16V Kit Car auf Rang 3. Die Stunde des Weißdorns hatte in der Gruppe FS/E1 Berg/E2-SH bis 1300 ccm geschlagen. Beherzt trommelte er den VW Polo Honda I 16V auf P1 gefolgt von Hans-Peter Wiebe im R8 Gordini PWR 16V und Jürgen Schneider im 1150er VW Schneider Polo I 16V. Die Gruppe H über 2000 ccm gewann Mitsubishi Lancer Evo IX Pilot Mario Fuchs. Mit Fabelzeiten und über 23 Sekunden Abstand auf den zweitplatzierten Opel Kadett C Coupé 16V Piloten Siegfried Hauff, zeigte er, dass er fahren kann wie wohl kein anderer. Ralf Kleinsorg komplettierte die Top 3 in der Klasse mit dem BMW 316i. Die immer heiß umkämpfte Gruppe H bis 2000 ccm Hubraum gewann Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V und sicherte sich somit einen weiteren Saisonsieg. Björn Wiebe fuhr wieder sehr stark im Ex-BTCC Renault Williams Laguna 16V und wurde mit P2 belohnt. Patrick Orth folgte im BMW E30 320is knapp dahinter auf P3. VW Golf II 16V Pilot Christian Dümler wurde starker vierter vor Thomas Flik im Renault Clio Williams 16S. Roland Christall war im Opel Ascona B 8V schnellster 8V Pilot.

Die Gruppe H bis 1600 ccm ist scheinbar gestorben, da alle in die FS/E1 abgewandert sind. Dafür war die Gruppe H bis 1300 ccm mit 8 Startern wieder gut besetzt. Wolfgang Glas gewann hier im VW Minichberger Polo I 16V ganz knapp VW Corrado 16V Pilot Manfred Konrad. 100octane.de Chef-Kameramann und Fiat X1/9 Pilot Sven Koob wurde extrem starker dritter und zugleich schnellster 8V Pilot in der Klasse. Unser Glückwünsche an dieser Stelle. Da dem "Tigger" für die Gruppe H eine Nase fehlte, kehrte Klaus Streiberger mit dem "Schlumpf" in Gruppe H bis 1300 ccm zurück und hatte am Sonntag leichten Leitplankenkontakt zu verzeichnen, konnte aber am Montag beim Rennen starten. Die kleinen 1150er der Gruppe waren mit 5 Fahrzeugen am Start. Der werdende Papa Tobias Stegmann zeigte gleich bei seinem ersten Rennen dieses Jahr, dass er den Familien Schneider Audi 50 8V noch flott bewegen kann - Platz 1 lautete das Ergebnis nach drei Läufen. Fiat 127 Sport Martini Racing Pilot Jürgen Heßberger und VW Capricorn Polo I 8V Fahrer Peter Richter kamen auf die Ränge 2 und 3.

In der Gruppe A über 2000 ccm gewann der Ex-Europabergmeister Roland Wanek im Mitsubishi Evo IX deutlich die Klasse vor seinen beiden Markenkollegen Roland Herget und Erhard Lezius. Ebenfalls einen weiteren Klassensieg in der Gruppe A/F/CTC/CGT bis 2000 ccm konnte Peugeot 306 S16 Pilot Jochen Stoll für sich verbuchen. Stark fahrend platzierte er sich vor Kai Neu im Ford Focus ST170 und Herbert Schmitz im Opel Astra GSI 16V. Die Gruppe A/F/CTC/CGT bis 1600 ccm gewann Hans Hasenstab im Peugeot 206 vor Claude Bechem im Ford Fiesta R2  und Hans-Peter Boch im Honda Civic. Ebenfalls durch Allradfahrzeuge beherrscht wurde die Gruppe A/F/CTC/CGT bis 1400 ccm durch Jürgen Plumm im Daihatsu Charade 4x4 vor seinem Markenkollegen Dennis Reusrath und Frank Gärtner im VW Polo 86CFC2. In den Reihen des Classic Berg Cups respektive der Gruppe CTC/CGT (bis 1993) über 2000 ccm gewann Werner Weiß in einem seiner Ford Zakspeed Escort RS 1800 BDA Schätze vor Ronny Hering im VW Scirocco GTI und René Frank im Ex-Schnitzer BMW E30 M3 DTM. Es war schön, wieder einmal so viele klassische Fahrzeuge am Start zu sehen. Einen neuen und auch vollkommen verdienten Klassensieger gab es in den Reihen des NSU Bergpokals. Hier konnte sich Jörg Höber endlich einmal ganz oben aufs Podest in Wolsfeld stellen und genoss seinen ersten Klassensieg. Uwe Schindler folgte mit etwas mehr als 2 Sekunden Abstand auf Rang 2. Den dritten Platz und zugleich die schnellste NSU Zeit vom Renntag sicherte sich eine toll und präzise fahrende Nicola Höllerich im  pinken NSU TT. Nicis Vater, Arnold Wagner, war mächtig Stolz auf seine Tochter. In knapp 5 Wochen geht es für die Deutsche Bergmeisterschaft erst weiter, wenn der ganze Tross ins schöne Heilbad Heiligenstadt zum Ibergrennen 2013 zieht. Wir sind auf jeden Fall dabei, wenn es wieder heißt: Der Berg ruft!

Weitere Klassensieger waren:

  • Gruppe GT1/GT2/GT3/RGT - Romain Theissen - Porsche 997 GT3R
  • Gruppe LG3 + LG1 - Arno Billen - BMW 318is
  • Gruppe R (Lux) bis 1600 ccm - Marc Henri Turk - Fiat Abarth 500
  • Gruppe N/CTC/CGT bis 166 ccm - Christian Bächle - Suzuki Swift Sport
  • Gruppe N/CTC/CGT über 2000 ccm - Michael Widmer- Mitsubishi Lancer Evo X

Die kompletten Fotogalerien sind unter der Rubrik Fotos zu finden.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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