Der nun bereits 4. Lauf zur Deutschen Bergmeisterschaft und 5. Lauf für den Berg-Cup steht wie immer Ende Juni beim Ibergrennen 2013 mit seiner 18. Auflage auf dem Programm. Mit eher mäßigen Wetteraussichten machten sich trotz alledem über 130 Fahrer auf den Weg in das schöne Heilbad Heiligenstadt im Eichsfeld. Je nach Berechnung befindet sich der Mittelpunkt Deutschlands genau inmitten der Stadt – umso mehr ein Grund, eines der wohl schönsten Bergrennen im Kalender dort auszurichten. Denn fast die gesamte Stadt mit ihren etwa 35.000 Einwohnern unterstützt das Team MC Heilbad Heiligenstadt nach Leibeskräfte. Überhaupt das ganze Team hängt sich in die Ausrichtung rein, wie wohl kaum ein anderes Team – angefangen bei der unheimlich entspannten Atmosphäre die die netten Menschen ausstrahlen, über die beispiellose Pressebetreuung durch Pressequeen Silvana Tismer (die übrigens gerade mit ihrem Kumpel Fabian Klaus ein sehr empfehlenswertes Buch über Oldtimer herausgebracht hat) und das bestens eingespielte Rennleiter Kevin Ferner und Streckensicherungsleiter Leander Birkel – es gibt wirklich nichts zu meckern. Ganz im Gegenteil – denn wer hat denn schon einen Anhänger Abhol- und Lieferdienst für die Fahrer im Fahrerlager? Das Fahrerlager integriert sich komplett in den Ortskern und hat dadurch einen ganz eigenen Charme, da  alle Fahrer auf dem Asphalt stehen können. Das wirkt sich natürlich positiv auf die ganze Stimmung aus und so treffen sich Einheimische, Fahrer und Fans abends bei ausgelassener Stimmung rund das bestens besuchet Restaurant „Alex“, der jedes Jahr aufs Neue wohl seinen Jahresumsatz macht.

Das Wetter zeigte sich, wie schon erwähnt, ja leider von seiner wechselhaften Seite, so dass es immer wieder zu teils kurzen aber dafür heftigen Schauern kam. Erst am Samstagnachmittag klarte der Himmel auf und zeigte sich von seiner blauen Seite. NSU TT Pilot Leo Rabus sagte uns: „Ich habe zwei Regenreifen und zwei Slicks drauf, da muss ich morgen wenigstens nicht alle viere wechseln.“ So etwas ist typisch die fränkische Frohnatur - immer alles positiv sehen. Nicht ganz so positiv verlief das Training für den einen oder anderen Fahrer. Der amtierende Bergmeister Uwe Lang drehte sich im zweiten Trainingslauf im oberen Teil der Streck so unglücklich raus, so dass er seitlich rückwärts in der Leitplanke einschlug und ein weiteres Fahren mit dem auf über 450 PS erstarkten Osella BMW PA20/S Evo nicht zu denken war. Enttäuscht lud er auf und musste die Heimreise nach Schweinfurt antreten. Der Pechvogel schlug dann auch bei Wolfgang Glas zu, dem bei der Rückführung an seinem VW Minichberger Polo I 16V ein Ventil abriss und einen kapitalen Motorschaden zur Folge hatte.

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Am schlimmsten erwischte es aber unseren Freund Rüdiger Julius-Bernhart mit seinem wunderschön aufgebauten BMW 2002 Gruppe 5. Bereits am Samstag hatte er immer noch mit spukender Motorelektronik zu kämpfen, die dann dank der Hilfe vom MTO Engineering Ikone „Telly“ beseitig werden konnten. Rüdiger fiel im 4 Trainingslauf beim Posten 7 aus und konnte so keinen kompletten Lauf im trockenen antreten. Das dieser Posten ihm am nächsten Tag zum folgenschweren Verhängnis werden sollten, konnte zu dem Zeitpunkt noch keiner ahnen. Mit einem furiosen Start bewegte er sich die knapp 1,7 km lange Strecke auf dem Holzweg hinauf. Bei der Zufahrt auf die Zuschauerkurve am Posten 7 passierte dann das unfassbare – vermutliches, komplettes Bremsversagen am ex Gruppe 5 BMW 2002. Rüdiger versuchte noch den Wagen durch anlehnen an der rechten Leitplanke zu verzögern, doch mit knapp 200 km/h war er dafür viel zu schnell und schlug nahezu ungebremst links in den Hang ein, durchschlug dabei die Reifenbarriere und blieb qualmend auf dem Dach liegen. Rüdiger kam dann doch recht schwer verletzt mit dem eiligst herangeeilten Rettungswagen ins Heiligenstädter Krankenhaus. Wir wünschen ihm an dieser Stelle wirklich alles erdenklich Gute und eine schnelle Genesung von diesem wirklichen Horrorcrash. Der schöne 02 wurde bei dem Unfall so nachhaltig zerstört, dass das Auto nicht wieder fahren wird. So ist dieses ehrgeizige Projekt viel zu früh gestoppt worden, sehr schade wie wir finden. Eine Anmerkung in eigener Sache: Wir werden weder Fotos noch Videos von dem Unfall veröffentlichen, da wir selbst sehr eng mit Rüdiger befreundet sind, das Projekt eng über die ganze Zeit begleitet haben und es generell gegen unseren Ehrenkodex als Medienvertreter spricht.

Den Gesamtsieg konnte sich Michael Behnke mit seinem Osella BMW PA20/S recht knapp vor dem schnellsten Tourenwagen Piloten Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM. Michaels Bruder Peter verunfallte ebenfalls im ersten Wertungslauf am Posten 7 und beschädigte sich die Fronthaube.  Michael Behnke gewann somit auch die Klasse E2-SC über 2000 ccm Hubraum vor Markenkollegen Holger Fladung und Rolf Köppel im Norma BMW M14. Bernd Letmade gewann im Norma Honda M20 die Klasse E2-SC bis 2000 ccm vor Francesco D’Acri im Elia ST 09. Der Dritte im Bunde, Günter Miethke, fiel leider nach dem ersten Lauf aus und kam nicht in Wertung.  Der Osteroder PRC C3 Pilot gewann dir Klasse E2-C3 bis 2000 ccm vor Gerhard Siebert im Osella BMW PA18 und Stephan Collisi im Behnke Condor BMW. Robert Meier gewann im Dallara Toyota F300 seine Klasse E2-SS bis 2000 ccm vor Sascha Herz im Formel BMW.

Der amtierende Bergmeister für Tourenwagen Klaus Hoffmann gewann als schnellster Tourenwagenpilot somit auch seine Klasse FS/E1-Berg/E1-FIA/E2-SH über 2000 cccm Hubraum vor dem Innsbrucker Porsche 935 DP2 Pilot Herbert Stolz und dem Paderborner Thorsten Meier auf seinem Tij-Power Seat Leon 1.8T Evo. Leider hatte letzterer mit starken Getriebeproblemen zu kämpfen, so dass er die ganze Zeit keinen dritten Gang zur Verfügung hatte. Zudem kam noch, dass seine Jungs ihm nur knapp 500 PS der über 650 zur Verfügung stehenden Pferde bereit stellten – da waren ein paar Pferde wohl noch auf der heimischen Weide in Paderborn. Trotz alledem konnte Thorsten seine Bestzeit vom letzten Jahr um eine Sekunde unterbieten. In der Klasse FS/E1-Berg/E1-FIA/E2-SH bis 2000 cccm sah nach dem ersten Lauf alles nach einem Duell zwischen Peter Naumann im VW Polo II 1.4 G40 Supercharger und dem VW Minichberger Scirocco I 16V Pilot Mario Minichberger aus. Letzterer hatte ebenfalls einen schweren Motorschaden nach dem ersten Lauf zu beklagen. Polotreter Peter Naumann hatte Antriebsprobleme am Kompressor des Polos zu beklagen und konnte den zweiten Lauf ebenfalls nicht mehr in Angriff nehmen. Somit konnte Ralf Kroll im VW Lehmann Golf I 16V seinen ersten Klassensieg für 2013 verbuchen. Ihm folgte, mit knapp einer Sekunde Abstand Andrä Schrörs im SMG Talbot Lotus Sunbeam, verdient auf dem zweiten Platz. Rang Drei belegte Hans-Peter „Hansi“ Eller im infernalisch klingenden und in Windeseile aufgebauten Ford Escort RS2000 V6 STW.

Die Klassen FS/E1-Berg/E1-FIA/E2-SH bis 1150, 1300 und 1600 cccm wurden aufgrund der zu geringen Starter zusammengelegt, und nun die kleinen 1150er und 1300er gegen die größeren 1600er antreten mussten. Hier gewann Routinier Helmut Maier mit seinem VW Spiess Golf 16V vor Corsa Pilot und Jungvater Tobias Auchter im Opel Zöllner Corsa GSi 16V und VW Schneider Polo I 16V Pilot André Stelberg. Letzterer möchte sich von seinem Renngefährt trennen und bietet es derzeit zum Verkauf an. Berg-Cup Urgestein Franz Weißdorn kam mit seinem VW Honda Polo I 16V auf einen beachtlichen 4 Rang.

Die Gruppe H über 2000 ccm Hubraum gewann der Duderstädter Markus Wüstefeld im AMG Mercedes 190E Evo 2 vor Ford Escort Cosworth Pilot Norman Struckmann und Franz Eberle im BMW M3 E36. Bei den Diesel Fahrzeugen der Gruppe H konnte sich Christian Triebstein im Alfa 147 Cup vor Markenkollegen Sepp Koller platzieren. Die immer hart umkämpfte Gruppe H bis 2000 ccm konnte wieder einmal Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V für sich entscheiden – der bereits dritte Saisonsieg für den sympathischen Polizeibeamten. Dieter Rottenberger sicherte sich weitere wertvolle Punkte und stellte den BMW 318iS STW auf Rang 2 ab. Im folgten auf P3 André Wiebe im nun endgültigen und wunderschön aufgebauten Renault Laguna BTCC und eine wieder extrem stark fahrender Patrick Orth im BMW 320iS auf Rang 4. Schnellster 8V Pilot war hier ein sehr sauber fahrender Johann Hatezic im Opel Ascona B 8V. Bei den 1300er Fahrzeugen der Gruppe H bis 1300 ccm stellte VW Corrado 16V Pilot Manfred Konrad den selbigen ein weiteres Mal auf P1 ab. Gerhard Moser folgte im VW Polo I 16V mit Oettinger Kopf auf Rang 2. Starker Dritter und zugleich schnellster 8V Pilot war hier Frank Lohmann im VW Polo II Steilheck 8V.

Bei den 1150ern war wieder alles in Händen der Familie Stegmann / Deutsch. Tobias gewann vor Bernd Deutsch (beide Audi 50 8V) und Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing. Roland Wanek gewann vor seinem Markenkollegen Ludger Dreyfürst im Mitsubishi Evo IX die Klasse A/CTC/CGT/F über 2000 ccm. Patrick Orth (der andere ;-)) gewann im VW Golf III die Klasse A/CTC/CGT/F bis 2000 ccm vor einem verwunderten Lars Bröker im Honda Civic Type R und Jochen Stoll Peugeot 306 S16. Jürgen Fechter gewann im VW Scirocco die Klasse A/CTC/CGT/F bis 1600 ccm vor Hartmut Grebe im Ford Fiesta.

Der Classic Berg Cup war wieder sehr gut in Heilbad Heiligenstadt vertreten und konnte den zahlreich angereisten Zuschauern ihre schönen klassischen Fahrzeuge präsentieren. René Frank gewann hier im ex-Schnitzer BMW M3 E30 DTM die Klasse CTC/CGT über 2000 ccm vor Ford Capri 2600 RS Pilot Richard Rein und Ronny Hering im unterlegenen VW Scirocco I GTI. BWM 325i Pilot Albert Vogt belegte Rang 4 und Heinz Neurohr mit der Renault Alpine A310 V6 den 5. Rang. Ein weitere ex Linder BMW M3 E30 DTM Pilot, kam leider nicht in Wertung. Bei den Piloten aus dem NSU Bergpokal zeigte sich das gewohnte Bild an der Spitze. Uwe Schindler konnte einen weiteren Klassensieg vor Steffen Hofmann und Karsten Steinert für sich verbuchen. Ihm folgten Jörg Davidovic, Thomas Krystofiak und Nicola Höllerich auf den Rängen 4 – 6. Hannes Feldmann (Formel Ford van Diemen - Klasse CSC), Hans-Joachim Brett (BWM Z4 M Coupé – Gruppe G) und Stefano D’Acri (Peugeot 106 Rallye – Gruppe N/CTC/CGT bis 1400 ccm) waren allesamt Einzelstarter in ihren Klassen und gewannen diese somit.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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