Festspiele finden in aller Regel in Festspielhäusern, Theatern oder Sälen statt. Glücklicherweise aber manchmal auch auf Naturrennstrecken. So wie am 13. und 14. Juli in Homburg, auf dem 2,6 Kilometer langen Bestzeit-Abschnitt der „Käshofer Straße“, deren 5 Meter breites Asphaltband zügig-selektiv einen schnellen Wechsel vom Saarland in die Pfalz ermöglicht. Ohne jegliche Grenzkontrollen, aber inklusive deutlich spürbarem Belagwechsel. Bei idealen äußeren Bedingungen ging die 40. Auflage der Traditionsveranstaltung des Homburger AC glatt über die Bühne, bot Aktiven und Fans 3 interessante Trainings- und 3 spannende Renn-Akte, denen in Umfeld-Details – ganz gemäß dem Jubiläumsgedanken – ein gewisser Touch von Nostalgie anhaftete.

Im Homburg-Festspielprogramm gilt unser Hauptaugenmerk natürlich dem Auftritt des KW Berg-Cup Ensembles, den wir uns nun genüsslich anschauen wollen. In der Reihenfolge, wie auch im Wettbewerb gestartet wird.

In der 1150er Klasse der Gruppe H sind die 8-Ventiler noch unter sich. Zwar hat der DMSB das Motorenreglement gelockert, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Entscheidung ist der Homburg Nennschluss schon vorbei, die Zeit zum Reagieren zu kurz. In den Samstags-Probedurchgängen lässt Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing Tobias Stegmann noch den Vortritt, am Sonntag dreht der Malermeister aus Roßtal bei Nürnberg voll auf, setzt sich gleich in der ersten Auffahrt an die Spitze. Vor den beiden Schneider Audi 50 von Tobias Stegmann und Bernd Deutsch. Damit sind die Klassenpodiumsplätze vergeben, im restlichen Rennverlauf gibt es an der Spitze keine Änderungen mehr. Die Ehrenplätze 4 und 5 gehen an Volker Angelberger (Audi 50/P4) und Rolf Rauch (P5) im Fiat 128 Coupé. Peter Richter im Capricorn Polo und Gaststarter Edgar Reich (NSU TT) fallen der Defekthexe zum Opfer und scheiden aus.

Bei den 1,3-Litern geben im Training die 16V’s den Ton an. Hugo Moser setzt im giftgrünen VW Polo die Bestmarke, dicht gefolgt von Armin Ebenhöh im Minichberger Polo. Mit etwas Respektabstand folgt Manfred Konrad im VW Corrado, dahinter reihen sich Nils Abb und Christof Hörnig in ihren 8-Ventiler Polos ein. Am Sonntagmorgen präsentiert sich Armin Ebenhöh in Bestform, übernimmt 0,56 Sekunden vor Hugo Moser die Führung. Dahinter das schon bekannte Bild, das Manfred Konrad, Nils Abb und Christof Hörnig in der Verfolgerrolle zeigt. Diese Reihung hat auch im 2. Heat Bestand, an der Spitze vergrößern sich die Abstände etwas. Nur Christof Hörnig knabbert ein wenig vom Vorsprung ab, den Nils Abb im 1. Run herausfahren konnte. Im Finale will der Ölpumpen-Antriebsriemen des Konrad Corrado nicht mehr vom Saarland in die Pfalz, bei Posten 4 geht er von Bord, springt ab. Manfred stellt den Motor blitzartig ab und hofft nun, mit neuen Pleuellagerschalen und einem Ölwechsel davon zu kommen. Und mit einem neuen Antriebsriemen natürlich. Drücken wir die Daumen, dass bis zum Glasbachrennen am Corrado alles wieder wie geschmiert läuft. Nach diesem Vorfall ist der Endstand hergestellt: Klassensieg für Armin Ebenhöh vor Hugo Moser und Nils Abb, der zugleich 1300er KW 8V-Trophy Gewinner ist. Auf das Sonderwertungs-Siegerstockerl begleiten ihn Christof Hörnig als Zweiter und Markus Hülsmann (VW Golf) als Dritter.

Die 2-Liter Klasse steht ganz im Zeichen von Jörg Weidinger, der im Rottenberger BMW 318i E36 STW zu keinem Zeitpunkt auch nur den geringsten Zweifel an seinen Siegambitionen aufkommen lässt. Von Anfang an diktiert er das Tempo, legt in jedem Lauf mindestens 2 Sekunden zwischen sich und seine nächsten Verfolger, die im Verlauf der 3 Probedurchgänge mehrfach die Positionen tauschen. Roman Sonderbauer erweist sich final als schnellster des Restfeldes, liegt seinerseits aber nur knapp vor Björn Wiebe im Renault Wiebe Williams Laguna, Norbert Wimmer im 8-Ventiler BMW 2002 und Patrick Orth im BMW Frank E 30 320 iS. Am Rennsonntag wird das Spiel neu gemischt, allerdings nur von Platz 2 aufwärts. Jörg Weidinger bleibt das unangefochtene Trumpf-Ass. Roman Sonderbauer zieht die Verliererkarte, touchiert im ersten Run mit dem Ziegler Kadett 16V die Leitplanke, Homburg-Game over für den sympathischen Bundespolizeibeamten aus Grafling bei Deggendorf. Björn Wiebe schlüpft mit sehr ansprechenden Zeiten in die Rolle des Kronprinzen, rangiert auf Platz 2, Patrick Orth ist Dritter. Dahinter melden sich zwei Saison-Späteinsteiger respektlos und gekonnt zurück: Norbert Wimmer (P4) und Bernd Ehrle im 8-Ventiler Kadett C-Coupé als Fünfter. So bleibt es bis Rennende, auch wenn die Zeitabstände immer wieder variieren. Günter Göser (Kadett 16V) pirscht sich im Verlauf des Wochenendes bei seinem ersten 2013er Bergeinsatz bis auf Rang 6 nach vorne. Ihm folgen Christian Dümler (VW Golf 8V/P7), Thomas Flik im Renault Clio 16S Williams als Achter sowie Johann Hatezic (Opel Ascona B/P9) und Horst Wiebe im Renault Megane Maxi AWR auf Platz zehn. Auf das 2-Liter KW 8V-Trophy Siegerpodest fahren Norbert Wimmer (P1), Bernd Ehrle (P2) und Christian Dümler als Dritter. Johann Hatezic wird Sonderwertungsvierter, Position 5 sichert sich Hans-Dieter Seitz im Ford Escort RS 2000.

Den Siegerpokal der H-Dieselklasse holt sich der große Routinier Sepp Koller aus Bad Gögging auf seinem Alfa Romeo 147 JTD Cup im Handstreich mit gleichmäßig schnellen Zeiten.

In der H über 2000 Kubikzentimeter dominiert ein BMW. Christian Auer macht im klassischen M3 E30 die Pace, gibt die Schlagzahl vor. Von Trainingsstart bis Rennende sind die Plätze eins bis drei fest vergeben. Christian Auer heißt final der Sieger. Er gewinnt vor Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth und Ralf Kleinsorg im BMW 316. War Franz Eberle im BMW M3 E36 am Samstag noch Vierter, so muss der Mindelheimer diese Position am Sonntag – mit einem Getriebeproblem hadernd – an Thomas Ostermann im 2-Ventiler 6-Zylinder Hartge BMW E30 abgeben. Franz bleibt Rang 5, Thomas sichert sich zusätzlich einmal mehr den Klassen-KW 8V-Trophy Siegerpokal.

Mangels Masse werden die 1150er und die 1,3-Liter Fahrzeuge der Gruppen FS/E1 zusammen gelegt. „Mister Berg-Cup“ Franz Weißdorn lässt im 1300er Polo 16V nichts anbrennen, ist bedingungslos im Angriffsmodus unterwegs, verbessert sich von Lauf zu Lauf, sprintet zum Klassensieg. Aber auch Motorenexperte Jürgen Schneider zeigt sich angriffslustig, bleibt im 1150er Schneider Polo in Heat eins und zwei erstaunlich dicht an Franz Weißdorn dran, verliert erst in der dritten Auffahrt durch Schaltprobleme den Anschluss, wird schlussendlich Zweiter. Robert Bauer (Polo 16V/1150 ccm) hält auf Position drei Hans-Peter Wiebe im 1,3-Liter Renault R8 Gordini in Schach, der am Ende Vierter wird.

Mehrfach stand in dieser Saison die 1600er FS/E1 schon im Brennpunkt des Interesses, präsentierte sich höchst spannend. Das ist in Homburg etwas anders. Die drei Probedurchgänge stehen im Zeichen von Tobias Auchter (Zöllner Corsa 16V) und Manfred Schulte im Citroen AX Sport Kit-Car. Nur 1,23 Sekunden trennen die Beiden. Zu Luxemburgs Canio Marchione, im Fiat 127 auf P3, klafft eine große Lücke, der schnelle Schweizer Martin Bächler hat im Training Feindberührung, tritt die Heimreise an. Canio Marchione vermisst sonntags gleich nach dem Start des ersten Wertungslaufes den Vortrieb, auch für ihn ist vorzeitig Schluss. Tobias Auchter und Manfred Schulte machen weiter wie gehabt. Tobias ganz vorn, Manfred gleich dahinter. Alle erwarten, dass es so bleibt. Aber auch Tobias Auchter kommt nicht ungeschoren davon. Beim Start zu Run 3 hat er urplötzlich keinen Antrieb mehr, mit laufendem Motor rollt der Corsa aus – vorbei. Bei Citroen Kundendienstmanager Manfred Schulte hält die Technik, er holt sich seinen ersten Berg-Klassensieg vor den Honda Piloten Thomas Krüger und Romain Pautler.

„Duo Infernale“, so wurden Peter Naumann und Klaus Bernert gerne bezeichnet, als sie bis Ende 2007 noch zusammen in der 1300er Gruppe H unterwegs waren. Nun könnte dieser Begriff wieder aufleben. Mit Hansi Eller im Minichberger Scirocco 16V als Peters neuem Partner beziehungsweise „Lieblingsgegner“. Bereits am Samstag beharken sich die Zwei beinhart, Hansi sichert sich in der letzten Auffahrt die „Pole Position“, 0,26 Sekunden vor Peter und 2,482 Sekunden vor Belgiens Gaetan Hayot im Lehmann Golf 16V. Genau so beginnt auch der Renntag, allerdings werden die Abstände kleiner. Zwischen Hansi und Peter liegt die Winzigkeit von 0,101 Sekunden, 1,571 Sekunden hinter dem Leader liegt Gaetan auf der Lauer, getreu dem Motto „wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“. Doch soweit kommt es nicht. Im zweiten Heat bläst Peter Naumann im Polo Super Charger zur Attacke, verdrängt Hansi Eller von der Spitze, führt mit 0,185 Sekunden. Das ist kein wirklich dickes Polster. Der dritte und letzte Durchgang muss die Entscheidung bringen. Hansi Eller agiert konstant schnell. Peter setzt den Bremspunkt vor dem zweiten Brückchen etwas zu optimistisch, kommt in Probleme, muss ein ausbrechendes Heck einfangen, verliert dabei Zeit. Aber er rettet die Polo Karosse und Platz zwei, 0,82 Sekunden hinter Hansi Eller und 4,646 Sekunden vor Gaetan Hayot. „Wenn du gegen einen Hansi Eller fährst und gewinnen willst, musst du mit mindestens 100 Prozent Einsatz unterwegs sein. Und darfst dir dabei nicht den geringsten Fehler erlauben, weil er auch keine macht“ gibt Peter später zu Protokoll. Auf den Klassenplätzen vier und fünf laufen André Wiebe (Renault Clio/P4) und Jürgen Schuster im Wankelmotor Mazda RX 7 ein.

Bleibt noch die FS/E1 über 2 Liter, deren Resultat in der Regel auf den vorderen Rängen mit der Tourenwagen Gesamtwertung identisch ist. Das ist in Homburg anders. Warum? Wegen der Weidinger Festspiele eben. Doch der Reihe nach. Die Haupt-Titelaspiranten der Deutschen Berg Meisterschaft 2013, Klaus Hoffmann und Herbert Stolz, sind sowieso mit von der Partie. Eine Berg-Unbekannte ist Porsche Werksfahrer Timo Bernhard, der zum Homburg Jubiläum seinen 911 GT3 Cup aus der Deutschen Rallye Meisterschaft einsetzt. Und auch den mit reichlich Drehmoment und Allradantrieb gesegneten Mitsubishi Lancer EVO Piloten René Laubscher aus der Schweiz und Belgiens Urgestein Yanick Bodson eilt nicht unbedingt der Ruf voraus, Kinder von Traurigkeit im Umgang mit dem Gaspedal zu sein. Beim Betrachten der Trainings-Gesamtergebnisliste scheint noch alles „normal“ zu sein. Die schnellsten „Fahrzeuge mit Dach“ tauchen auf den Plätzen fünf bis acht auf. In der Reihung Klaus Hoffmann, Herbert Stolz, Timo Bernhard und Jörg Weidinger, Hans-Peter Eller ist Zehnter. Am Sonntag dann der Renn-Urknall. Jörg Weidinger drückt im 2-Liter Gruppe H BMW seine hervorragende Trainingszeit nochmals um fast eine Sekunde nach unten. Okay, das passiert immer wieder. Dass allerdings bei gleichbleibenden Bedingungen kein anderer Tourenwagen diese Marke knacken kann, ist außergewöhnlich. Im zweiten Run findet Jörg nochmals 0,703 Sekunden, bleibt vorne! Nur eine Handvoll Rennsport- und Formelfahrzeuge ist schneller. Erst in der letzten Auffahrt fängt ein hoch motivierter und alles gebender Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 Coupé DTM Jörg noch um ganze 0,29 Sekunden ab. Jörg wird zweitschnellster Tourenwagen und Sechster Over All. Damit unterstreicht er eindrucksvoll die Qualitäten des BMW 318i STW seines KW Berg-Cup Teampartners Dieter Rottenberger. Und beweist seine fahrerische Extraklasse, die ihn neben vielen anderen Erfolgen zum zweifachen Berg-Europameister der Tourenwagen Kategorie I und zum Deutschen Automobil Bergmeister der Rennsportfahrzeuge gemacht hat. Das Klassenresultat der FS/E1 sieht Klaus Hoffmann als Sieger vor Herbert Stolz im Porsche 935 DP II und dem frisch gebackenen Papa Timo Bernhard, der nach Heat zwei bis auf 0,197 Sekunden an Herbert Stolz dran ist, sowie René Laubscher und Yanick Bodson.

Es sind nun 6 von 12 Läufen zum KW Berg-Cup Gruppe H 2013 gefahren. Noch ist kein sicherer Trend in Sachen Meisterschaftsfavoriten zu erkennen. Und das ist gut so. Schließlich soll der Spannungsbogen hoch bleiben. In unser aller Sinne. Bereits in knapp 14 Tagen, vom 26. bis zum 28. Juli, steht mit dem 18. Internationalen ADAC Glasbachrennen ein absolutes Saisonhighlight im KW Berg-Cup Kalender. Das Prädikat Europa Bergmeisterschaft wird ganz sicher weitere hochkarätige und illustre Starter auf die hochmoderne 5,5 Kilometer Strecke in Thüringen locken. Wie wird sich das KW Berg-Cup Ensemble dabei in Szene setzen? Gibt es die nächsten Festspiele? Wem werden sie gewidmet sein? Schauen wir es uns doch an, seien wir dabei. Live natürlich. Bis dann also!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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