Festspiele finden in aller Regel in Festspielhäusern, Theatern oder Sälen statt. Glücklicherweise aber manchmal auch auf Naturrennstrecken. So wie am 13. und 14. Juli in Homburg, auf dem 2,6 Kilometer langen Bestzeit-Abschnitt der „Käshofer Straße“, deren 5 Meter breites Asphaltband zügig-selektiv einen schnellen Wechsel vom Saarland in die Pfalz ermöglicht. Ohne jegliche Grenzkontrollen, aber inklusive deutlich spürbarem Belagwechsel. Bei idealen äußeren Bedingungen ging die 40. Auflage der Traditionsveranstaltung des Homburger AC glatt über die Bühne, bot Aktiven und Fans 3 interessante Trainings- und 3 spannende Renn-Akte, denen in Umfeld-Details – ganz gemäß dem Jubiläumsgedanken – ein gewisser Touch von Nostalgie anhaftete.

Im Homburg-Festspielprogramm gilt unser Hauptaugenmerk natürlich dem Auftritt des KW Berg-Cup Ensembles, den wir uns nun genüsslich anschauen wollen. In der Reihenfolge, wie auch im Wettbewerb gestartet wird.

In der 1150er Klasse der Gruppe H sind die 8-Ventiler noch unter sich. Zwar hat der DMSB das Motorenreglement gelockert, aber zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Entscheidung ist der Homburg Nennschluss schon vorbei, die Zeit zum Reagieren zu kurz. In den Samstags-Probedurchgängen lässt Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing Tobias Stegmann noch den Vortritt, am Sonntag dreht der Malermeister aus Roßtal bei Nürnberg voll auf, setzt sich gleich in der ersten Auffahrt an die Spitze. Vor den beiden Schneider Audi 50 von Tobias Stegmann und Bernd Deutsch. Damit sind die Klassenpodiumsplätze vergeben, im restlichen Rennverlauf gibt es an der Spitze keine Änderungen mehr. Die Ehrenplätze 4 und 5 gehen an Volker Angelberger (Audi 50/P4) und Rolf Rauch (P5) im Fiat 128 Coupé. Peter Richter im Capricorn Polo und Gaststarter Edgar Reich (NSU TT) fallen der Defekthexe zum Opfer und scheiden aus.

Bei den 1,3-Litern geben im Training die 16V’s den Ton an. Hugo Moser setzt im giftgrünen VW Polo die Bestmarke, dicht gefolgt von Armin Ebenhöh im Minichberger Polo. Mit etwas Respektabstand folgt Manfred Konrad im VW Corrado, dahinter reihen sich Nils Abb und Christof Hörnig in ihren 8-Ventiler Polos ein. Am Sonntagmorgen präsentiert sich Armin Ebenhöh in Bestform, übernimmt 0,56 Sekunden vor Hugo Moser die Führung. Dahinter das schon bekannte Bild, das Manfred Konrad, Nils Abb und Christof Hörnig in der Verfolgerrolle zeigt. Diese Reihung hat auch im 2. Heat Bestand, an der Spitze vergrößern sich die Abstände etwas. Nur Christof Hörnig knabbert ein wenig vom Vorsprung ab, den Nils Abb im 1. Run herausfahren konnte. Im Finale will der Ölpumpen-Antriebsriemen des Konrad Corrado nicht mehr vom Saarland in die Pfalz, bei Posten 4 geht er von Bord, springt ab. Manfred stellt den Motor blitzartig ab und hofft nun, mit neuen Pleuellagerschalen und einem Ölwechsel davon zu kommen. Und mit einem neuen Antriebsriemen natürlich. Drücken wir die Daumen, dass bis zum Glasbachrennen am Corrado alles wieder wie geschmiert läuft. Nach diesem Vorfall ist der Endstand hergestellt: Klassensieg für Armin Ebenhöh vor Hugo Moser und Nils Abb, der zugleich 1300er KW 8V-Trophy Gewinner ist. Auf das Sonderwertungs-Siegerstockerl begleiten ihn Christof Hörnig als Zweiter und Markus Hülsmann (VW Golf) als Dritter.

Die 2-Liter Klasse steht ganz im Zeichen von Jörg Weidinger, der im Rottenberger BMW 318i E36 STW zu keinem Zeitpunkt auch nur den geringsten Zweifel an seinen Siegambitionen aufkommen lässt. Von Anfang an diktiert er das Tempo, legt in jedem Lauf mindestens 2 Sekunden zwischen sich und seine nächsten Verfolger, die im Verlauf der 3 Probedurchgänge mehrfach die Positionen tauschen. Roman Sonderbauer erweist sich final als schnellster des Restfeldes, liegt seinerseits aber nur knapp vor Björn Wiebe im Renault Wiebe Williams Laguna, Norbert Wimmer im 8-Ventiler BMW 2002 und Patrick Orth im BMW Frank E 30 320 iS. Am Rennsonntag wird das Spiel neu gemischt, allerdings nur von Platz 2 aufwärts. Jörg Weidinger bleibt das unangefochtene Trumpf-Ass. Roman Sonderbauer zieht die Verliererkarte, touchiert im ersten Run mit dem Ziegler Kadett 16V die Leitplanke, Homburg-Game over für den sympathischen Bundespolizeibeamten aus Grafling bei Deggendorf. Björn Wiebe schlüpft mit sehr ansprechenden Zeiten in die Rolle des Kronprinzen, rangiert auf Platz 2, Patrick Orth ist Dritter. Dahinter melden sich zwei Saison-Späteinsteiger respektlos und gekonnt zurück: Norbert Wimmer (P4) und Bernd Ehrle im 8-Ventiler Kadett C-Coupé als Fünfter. So bleibt es bis Rennende, auch wenn die Zeitabstände immer wieder variieren. Günter Göser (Kadett 16V) pirscht sich im Verlauf des Wochenendes bei seinem ersten 2013er Bergeinsatz bis auf Rang 6 nach vorne. Ihm folgen Christian Dümler (VW Golf 8V/P7), Thomas Flik im Renault Clio 16S Williams als Achter sowie Johann Hatezic (Opel Ascona B/P9) und Horst Wiebe im Renault Megane Maxi AWR auf Platz zehn. Auf das 2-Liter KW 8V-Trophy Siegerpodest fahren Norbert Wimmer (P1), Bernd Ehrle (P2) und Christian Dümler als Dritter. Johann Hatezic wird Sonderwertungsvierter, Position 5 sichert sich Hans-Dieter Seitz im Ford Escort RS 2000.

Den Siegerpokal der H-Dieselklasse holt sich der große Routinier Sepp Koller aus Bad Gögging auf seinem Alfa Romeo 147 JTD Cup im Handstreich mit gleichmäßig schnellen Zeiten.

In der H über 2000 Kubikzentimeter dominiert ein BMW. Christian Auer macht im klassischen M3 E30 die Pace, gibt die Schlagzahl vor. Von Trainingsstart bis Rennende sind die Plätze eins bis drei fest vergeben. Christian Auer heißt final der Sieger. Er gewinnt vor Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth und Ralf Kleinsorg im BMW 316. War Franz Eberle im BMW M3 E36 am Samstag noch Vierter, so muss der Mindelheimer diese Position am Sonntag – mit einem Getriebeproblem hadernd – an Thomas Ostermann im 2-Ventiler 6-Zylinder Hartge BMW E30 abgeben. Franz bleibt Rang 5, Thomas sichert sich zusätzlich einmal mehr den Klassen-KW 8V-Trophy Siegerpokal.

Mangels Masse werden die 1150er und die 1,3-Liter Fahrzeuge der Gruppen FS/E1 zusammen gelegt. „Mister Berg-Cup“ Franz Weißdorn lässt im 1300er Polo 16V nichts anbrennen, ist bedingungslos im Angriffsmodus unterwegs, verbessert sich von Lauf zu Lauf, sprintet zum Klassensieg. Aber auch Motorenexperte Jürgen Schneider zeigt sich angriffslustig, bleibt im 1150er Schneider Polo in Heat eins und zwei erstaunlich dicht an Franz Weißdorn dran, verliert erst in der dritten Auffahrt durch Schaltprobleme den Anschluss, wird schlussendlich Zweiter. Robert Bauer (Polo 16V/1150 ccm) hält auf Position drei Hans-Peter Wiebe im 1,3-Liter Renault R8 Gordini in Schach, der am Ende Vierter wird.

Mehrfach stand in dieser Saison die 1600er FS/E1 schon im Brennpunkt des Interesses, präsentierte sich höchst spannend. Das ist in Homburg etwas anders. Die drei Probedurchgänge stehen im Zeichen von Tobias Auchter (Zöllner Corsa 16V) und Manfred Schulte im Citroen AX Sport Kit-Car. Nur 1,23 Sekunden trennen die Beiden. Zu Luxemburgs Canio Marchione, im Fiat 127 auf P3, klafft eine große Lücke, der schnelle Schweizer Martin Bächler hat im Training Feindberührung, tritt die Heimreise an. Canio Marchione vermisst sonntags gleich nach dem Start des ersten Wertungslaufes den Vortrieb, auch für ihn ist vorzeitig Schluss. Tobias Auchter und Manfred Schulte machen weiter wie gehabt. Tobias ganz vorn, Manfred gleich dahinter. Alle erwarten, dass es so bleibt. Aber auch Tobias Auchter kommt nicht ungeschoren davon. Beim Start zu Run 3 hat er urplötzlich keinen Antrieb mehr, mit laufendem Motor rollt der Corsa aus – vorbei. Bei Citroen Kundendienstmanager Manfred Schulte hält die Technik, er holt sich seinen ersten Berg-Klassensieg vor den Honda Piloten Thomas Krüger und Romain Pautler.

„Duo Infernale“, so wurden Peter Naumann und Klaus Bernert gerne bezeichnet, als sie bis Ende 2007 noch zusammen in der 1300er Gruppe H unterwegs waren. Nun könnte dieser Begriff wieder aufleben. Mit Hansi Eller im Minichberger Scirocco 16V als Peters neuem Partner beziehungsweise „Lieblingsgegner“. Bereits am Samstag beharken sich die Zwei beinhart, Hansi sichert sich in der letzten Auffahrt die „Pole Position“, 0,26 Sekunden vor Peter und 2,482 Sekunden vor Belgiens Gaetan Hayot im Lehmann Golf 16V. Genau so beginnt auch der Renntag, allerdings werden die Abstände kleiner. Zwischen Hansi und Peter liegt die Winzigkeit von 0,101 Sekunden, 1,571 Sekunden hinter dem Leader liegt Gaetan auf der Lauer, getreu dem Motto „wenn zwei sich streiten, freut sich der Dritte“. Doch soweit kommt es nicht. Im zweiten Heat bläst Peter Naumann im Polo Super Charger zur Attacke, verdrängt Hansi Eller von der Spitze, führt mit 0,185 Sekunden. Das ist kein wirklich dickes Polster. Der dritte und letzte Durchgang muss die Entscheidung bringen. Hansi Eller agiert konstant schnell. Peter setzt den Bremspunkt vor dem zweiten Brückchen etwas zu optimistisch, kommt in Probleme, muss ein ausbrechendes Heck einfangen, verliert dabei Zeit. Aber er rettet die Polo Karosse und Platz zwei, 0,82 Sekunden hinter Hansi Eller und 4,646 Sekunden vor Gaetan Hayot. „Wenn du gegen einen Hansi Eller fährst und gewinnen willst, musst du mit mindestens 100 Prozent Einsatz unterwegs sein. Und darfst dir dabei nicht den geringsten Fehler erlauben, weil er auch keine macht“ gibt Peter später zu Protokoll. Auf den Klassenplätzen vier und fünf laufen André Wiebe (Renault Clio/P4) und Jürgen Schuster im Wankelmotor Mazda RX 7 ein.

Bleibt noch die FS/E1 über 2 Liter, deren Resultat in der Regel auf den vorderen Rängen mit der Tourenwagen Gesamtwertung identisch ist. Das ist in Homburg anders. Warum? Wegen der Weidinger Festspiele eben. Doch der Reihe nach. Die Haupt-Titelaspiranten der Deutschen Berg Meisterschaft 2013, Klaus Hoffmann und Herbert Stolz, sind sowieso mit von der Partie. Eine Berg-Unbekannte ist Porsche Werksfahrer Timo Bernhard, der zum Homburg Jubiläum seinen 911 GT3 Cup aus der Deutschen Rallye Meisterschaft einsetzt. Und auch den mit reichlich Drehmoment und Allradantrieb gesegneten Mitsubishi Lancer EVO Piloten René Laubscher aus der Schweiz und Belgiens Urgestein Yanick Bodson eilt nicht unbedingt der Ruf voraus, Kinder von Traurigkeit im Umgang mit dem Gaspedal zu sein. Beim Betrachten der Trainings-Gesamtergebnisliste scheint noch alles „normal“ zu sein. Die schnellsten „Fahrzeuge mit Dach“ tauchen auf den Plätzen fünf bis acht auf. In der Reihung Klaus Hoffmann, Herbert Stolz, Timo Bernhard und Jörg Weidinger, Hans-Peter Eller ist Zehnter. Am Sonntag dann der Renn-Urknall. Jörg Weidinger drückt im 2-Liter Gruppe H BMW seine hervorragende Trainingszeit nochmals um fast eine Sekunde nach unten. Okay, das passiert immer wieder. Dass allerdings bei gleichbleibenden Bedingungen kein anderer Tourenwagen diese Marke knacken kann, ist außergewöhnlich. Im zweiten Run findet Jörg nochmals 0,703 Sekunden, bleibt vorne! Nur eine Handvoll Rennsport- und Formelfahrzeuge ist schneller. Erst in der letzten Auffahrt fängt ein hoch motivierter und alles gebender Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 Coupé DTM Jörg noch um ganze 0,29 Sekunden ab. Jörg wird zweitschnellster Tourenwagen und Sechster Over All. Damit unterstreicht er eindrucksvoll die Qualitäten des BMW 318i STW seines KW Berg-Cup Teampartners Dieter Rottenberger. Und beweist seine fahrerische Extraklasse, die ihn neben vielen anderen Erfolgen zum zweifachen Berg-Europameister der Tourenwagen Kategorie I und zum Deutschen Automobil Bergmeister der Rennsportfahrzeuge gemacht hat. Das Klassenresultat der FS/E1 sieht Klaus Hoffmann als Sieger vor Herbert Stolz im Porsche 935 DP II und dem frisch gebackenen Papa Timo Bernhard, der nach Heat zwei bis auf 0,197 Sekunden an Herbert Stolz dran ist, sowie René Laubscher und Yanick Bodson.

Es sind nun 6 von 12 Läufen zum KW Berg-Cup Gruppe H 2013 gefahren. Noch ist kein sicherer Trend in Sachen Meisterschaftsfavoriten zu erkennen. Und das ist gut so. Schließlich soll der Spannungsbogen hoch bleiben. In unser aller Sinne. Bereits in knapp 14 Tagen, vom 26. bis zum 28. Juli, steht mit dem 18. Internationalen ADAC Glasbachrennen ein absolutes Saisonhighlight im KW Berg-Cup Kalender. Das Prädikat Europa Bergmeisterschaft wird ganz sicher weitere hochkarätige und illustre Starter auf die hochmoderne 5,5 Kilometer Strecke in Thüringen locken. Wie wird sich das KW Berg-Cup Ensemble dabei in Szene setzen? Gibt es die nächsten Festspiele? Wem werden sie gewidmet sein? Schauen wir es uns doch an, seien wir dabei. Live natürlich. Bis dann also!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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