Knisternde Spannung herrscht vor dem Showdown der schnellsten Bergrennfahrer Europas am 3. und 4. August beim 46. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen in Hilter-Borgloh. Fast 180 Starter aus 11 Nationen stellen nicht nur ein Rekordfeld dar, sondern werden auf der 2,030 km langen Strecke am „Uphöfener Berg“ für außergewöhnliche Leistungen bei diesem  Automobilsportevent der Extraklasse sorgen.

Die Stars der internationalen Bergszene sind zu einem großen Teil an diesem Wochenende vereint und haben bei ihrem Gipfelsturm neben wichtigen Punkten für die europäischen Bergmeisterschaften FIA Hillclimb Challenge und European FIA Hillclimb Cup, präsentiert von der RWE,  den aktuellen Streckenrekord von 53,014 sec. im Visier. Der amtierende Schweizer Bergmeister Marcel Steiner geht mit der Startnummer 1 ins Rennen; schließlich ist er der Titelverteidiger aus 2012 und Rekordhalter, der die Bestmarke gesetzt hat. Große Konkurrenz ist ihm inzwischen im eigenen Team von Ceylin Motorsport erwachsen. Der junge Schweizer Joel Volluz steuert ebenso wie Steiner einen Osella FA 30 und konnte vor wenigen Wochen beim Schweizer Meisterschaftslauf in La Roche-La Berra mit dem rund 500 PS starken Boliden einen spektakulären Sieg feiern. Dritter im Bunde des erfolgreichen Teams ist Julien Duccommun (Veyrier/Schweiz), der sich in der laufenden Saison der Europa-Bergmeisterschaft bereits weit nach vorne gearbeitet hat und als Teamneuling bei Ceylin Motorsport absolut für Furore sorgt. Das starke Schweizer Team wird durch den sympathischen Urs Müller mit dem Osella PA 30 komplettiert und präsentiert sich bei den Bergrennen auf dem Kontinent „Formel 1 würdig“.

 

Das benachbarte Großherzogtum Luxemburg vergibt einen seiner Meisterschaftsläufe zur hochkarätigen nationalen Bergmeisterschaft in den Norden nach Osnabrück. Aus dem kleinen Benelux-Land kommen ganz schnelle Piloten mit außergewöhnlichen PS-Boliden. Ein einmaliges und wunderschönes Fahrzeug präsentiert der 23 Jahre junge David Hauser des Teams Racing Experience: mit dem Dallara GP 2 war der Student bereits sehr erfolgreich und siegte bei diversen internationalen Rennen. Das Luxemburger Team um Guy Demuth (Osella FA 30) und den Spaßvogel Tommy Rollinger ( Lola B 02/50 Formel 3000) kommt bereits seit ein paar Jahren in das Osnabrücker Land und hat zahlreiche Fans gewonnen. Sportlich liegt der „Uphöfener Berg“ besonders Guy Demuth, der im vergangenen Jahr nach hartem Kampf den zweiten Platz hinter Marcel Steiner belegte und bei nasser Strecke im 2. Lauf deutlich der Schnellste war. Auch in diesem Jahr hat der amtierende Luxemburger Bergmeister einen Platz auf dem Podium als Zielmarke, zumal ihm in 2010 und 2011 jeweils ein überragender Gesamtsieg gelang.

Der Schweizer Eric Berguerand, viertplatzierter in 2012, hat in den vergangenen Monaten nicht nur in der Schweizer Bergmeisterschaft positive Akzente gesetzt, sondern bei diversen Auftritten im Rahmen der österreichischen Bergmeisterschaft mit dem Lola FA 99 Formel 3000 glanzvolle Siege eingefahren. Gleich vier starke Rennfahrzeuge bringt das Freiburger Team Zajelsnik an den Start. Der jüngste Pilot im Team, Patrick Zajelsnik möchte sich mit seinem Norma M 20 F Sportwagen, der mit seinen 8 Zylindern für einen atemberaubenden Sound hervorruft, auf jeden Fall gegenüber seinem 6. Platz des Vorjahres verbessern. Ein ebenso schönes Fahrzeug fährt sein Bruder Alexander Zajelsnik, dessen Norma Sportwagen von einem BMW Motor angetrieben wird. Neu im Team ist der Österreicher Karl Philipp Eiermann mit einem Osella PA 20/S, der beim „European Hillrace“ in Eschdorf/Luxemburg Anfang Mai erstmals dabei war. Mit dem Elsässer Antoine Lombardo nimmt nach vielen Jahren erstmals wieder ein Fahrer aus der Französischen Bergszene mit einem Formel 3000 (Lola B99/50) den „Uphöfener Berg“ in Angriff.

Traditionell zu den klangvollen Namen der europäischen Bergszene gehören die Fahrer aus der Tschechischen Republik. Der amtierende europäische Champion der FIA Hillclimb Challenge, Vaclav Janik, präsentiert seinen wunderschönen Formel 3000 Lola B02/50 und hat den Angriff auf die Titelverteidigung für das Team der Tschechischen Nationalmannschaft zur Saisonmitte längst begonnen.

Zu den klangvollen Namen der vergangenen Jahrzehnte  der europäischen Bergmeisterschaften gehört unzweifelhaft der Ungar Laszlo Szasz. Mit seinem Reynard Zytek führt er derzeit die Zonenmeisterschaft im osteuropäischen Raum an und gewann dabei bereits wichtige Rennen in Kroatien und auf dem Balkan. Der beliebte Budapester startet auch in 2013 nur einmal in Deutschland und das  bei der nördlichsten Veranstaltung. Der Schweizer Simon Hugentobler plant sein Comeback in diesem Jahr im Osnabrücker Land und startet mit dem neu erworbenen Reynard Cosworth 93 Formel 3000.

Bei einer derartigen Dichte an internationalen Spitzenpiloten haben die schnellsten deutschen Bergfahrer eher Außenseiterchancen und konzentrieren sich darauf, wichtige Punkte für die Deutsche Automobil Bergmeisterschaft 2013 zu erringen. Nachdem der Schweinfurter Ex-Bergmeister Uwe Lang eine Pause eingelegt hat und gleichzeitig seinen Osella PA 20 S Sportwagen leistungsmäßig aufgerüstet hat, ist ihm jedoch eine Überraschung zuzutrauen, zumal er  mit der Empfehlung eines 2. Gesamtplatzes beim  Meisterschaftslauf Mitte Juli in Homburg/Saar kommt.

Auch die Südbayerischen Brüder Michael und Peter Behnke sollte man mit ihren Sportwagen aus dem Hause Osella auf der Rechnung haben, schließlich kommt Letztgenannter mit der Empfehlung eines Gesamtsieges beim nationalen Meisterschaftslauf beim Ibergrennen 2013 in Thüringen ins Osnabrücker Land.

Die große Dichte an Spitzenfahrern mit ihren phantastischen offenen Boliden sorgt für eine unglaubliche Spannung und garantiert den Besucherinnen und Besuchern Bergrennsport auf allerhöchstem Niveau!

Auch bei den Tourenwagen gibt es ein Starterfeld mit einer unglaublichen Dichte und der Favoritenkreis ist auch hier sehr groß. Der Ostwestfale Daniel Schrey  wird mit seiner rund 900 PS starken Dodge Viper den „Uphöfener Berg“ wieder „zum Beben“ bringen; der Gesamtsieger des diesjährigen Eifelrennens und fünffache Sieger des Oldtimer-Grand Prix möchte als vielfacher Champion von der Rundstrecke in diesem Jahr den absoluten Bergspezialisten bei den Tourenwagen näher auf den Leib rücken.

Zwei Piloten dominieren in dieser Saison die Deutsche Bergmeisterschaft der Tourenwagen: der Unterfranke Klaus Hoffmann zieht mit seinem Ex DTM Opel Astra bei jedem Start die gespannten Blicke der Fans auf sich und im Moment scheint es so, als könne ihm in diesem Jahr die Titelverteidigung seines Championats aus 2012 gelingen. Aber der Innsbrucker Herbert Stolz wird auf den noch folgenden Powerstrecken in Bayern mit seinem fast 800 PS starken Porsche 935 dp Turbo alles daran setzen, das Blatt noch zu wenden. Vorher will er in der „Borgloher Schweiz“ jedoch unter Beweis stellen, dass er die gesamte Konkurrenz in Schach halten kann. In diesem Jahr soll es endlich mit dem Auftritt des Schweizer Teams um „Raketen Bruno“, Bruno Ianniello und Jürgen Gerspacher mit ihren spektakulären Lancia Delta S klappen;  viele Fans warten schon sehnsüchtig auf diesen Auftritt und eine Top-Leistung ist für beide Pflicht. Ein ganz besonderes Auto  präsentiert auch wieder der Tscheche Dan Michl mit dem Lotus Evora, mit dem er seinen Titel als Gewinner des European FIA Hillclimb Cups 2012 verteidigen möchte.

Erstmals bei einem Bergrennen in Mitteleuropa überhaupt startet ein Norweger mit seinem Fahrzeug. Tom Einaar Aaserud aus Langhus (Norwegen) pilotiert einen Volvo S 40 und möchte damit die Bergrennszene in Deutschland näher kennen lernen.

Weitere Favoriten im großen Tourenwagenfeld kommen aus dem KW Berg Cup Gruppe H, der beliebtesten Automobil Breitensportserie Europas. Die Serie bietet eine einmalige Markenvielfalt und stellt ein El Dorado für Tuningfans dar.

Mit seinem BMW Z4 GT3 gibt der Automobilkaufmann Henry Walkenhorst ein einmaliges Gastspiel am Berg. Mit dem wunderschönen Fahrzeug war das Team als bester privat eingesetzter BMW beim diesjährigen 24-Stunden-Rennen am Nürburgring gewertet und belegte Spitzenplätze bei den 24h von Barcelona 2012 und 24h von Dubai 2013. Manfred Lewe aus Recke kommt mit einem Seat Leon, Ex-Fahrzeug aus der Tourenwagenweltmeisterschaft, erstmalig an den Berg.

Alles in allem wird es bei den Tourenwagen „heiß hergehen“ und große Positionskämpfe sind zu erwarten.

 

Darüber hinaus erleben die Besucher hautnah tolle Historische Rennvarianten, z.B. der besonderen „britischen Art“ und die Gruppe des NSU Bergpokals, die sich im Fahrerlager einer großen Fangemeinde erfreut. Opel Classic präsentiert mit dem Original Ex-Walter Röhrl Ascona 1 und der „Schwarzen Witwe“, dem Opel Rekord in Rennversion zwei ganz besondere Klassiker aus der Rüsselsheimer Autoschmiede. Pilotiert werden diese beiden Fahrzeuge mit großer Geschichte von dem beliebten Schauspieler und Ex-Stuntman Norbert Heisterkamp, der ebenso den Fans für Autogrammwünsche zur Verfügung steht, wie die Skate-Ikone Titus Dittmann, der seine grüne Dodge Viper im Rahmenprogramm an den Start bringt.

Eine besondere Europapremiere gibt es mit der Austragung des 1. E-Mobil-Berg-Cups um den Großen Preis der Stadtwerke Osnabrück und hier ist mit dem e Wolf ALPHA 1 Radical als offener Sportwagen eines der schnellsten Sportvarianten weltweit zu bewundern, gefahren von dem beliebten Luxemburger Automobilsportler Joe Schmitz.

Auch abseits der Rennstrecke gibt es für die großen und kleinen Gäste eine Menge zu erleben; insbesondere in der RWE Erlebniswelt darf man aktiv mitmachen und dabei aktuelle Energiethemen auf spielerische Art erleben.

 

Am Samstag, 3. August, findet das Training aller Teilnehmer in der Zeit von 8:30 Uhr bis ca. 18:00 Uhr statt. Die Rennläufe werden am Sonntag, 4. August zwischen 8:30 Uhr und ca. 17:00 Uhr ausgetragen, anschließend Siegerehrung am Vorstart.

 

Sämtliche Informationen zum 46. Int. Osnabrücker ADAC Bergrennen findet man im Internet unter www.msc-osnabrueck.com

 

Kontakt:

MSC Osnabrück e.V. im ADAC

Tel. 0172/5215638

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Porsche-Fahrer Renauer und Jaminet gewinnen ADAC GT Masters

Ein Punkt war am Ende entscheidend: Dank Platz fünf im zweiten Rennen beim Saisonfinale in Hockenheim sicherten sich die Porsche-Fahrer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ihren ersten Titel im ADAC GT Masters und verwiesen damit die Rennsieger Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) auf den zweiten Gesamtrang. Platz zwei ging im 14. Saisonrennen an das Lamborghini-Duo Rolf Ineichen (40/CH) und Christian Engelhart (31/Starnberg, beide GRT Grasser Racing Team), den dritten Platz holten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP). "Ein Megatag", jubelte der frischgebackene Champion Renauer. "Unglaublich, dass wir den Titel geholt haben. Ich bin immer noch ein wenig baff."

Titelkampf beginnt turbulent

Der Titelkampf im alles entscheidenden Rennen begann dramatisch: Der Pole-Setter und Tabellendritte Maximilian Götz kollidierte bereits in der ersten Kurve mit dem Audi von Dries Vanthoor (20/B, EFP by TECE) und musste aufgeben. Mit dem Champion von 2012 und seinem Teamkollegen Markus Pommer waren damit die ersten der vier verbliebenen Titelkandidaten aus dem Rennen.

Das Rennen wurde nach einer kurzen Unterbrechung für Aufräumarbeiten neu gestartet. An der Spitze setzte sich Lamborghini-Werkspilot Christian Engelhart in den Folgerunden stetig vom Feld ab und baute seinen Vorsprung auf knapp sechs Sekunden aus. Auf Platz zwei folgte Audi-Fahrer Kelvin van der Linde vor dem BMW von Timo Scheider (BMW Team Schnitzer) und Tabellenführer Mathieu Jaminet, der von Platz zehn gestartet war. Bis zu den Fahrerwechseln blieb diese Reihenfolge stabil.

Danach machte Sheldon van der Linde, der von Bruder Kelvin übernommen hatte, in großen Schritten Jagd auf den führenden Lamborghini von Rolf Ineichen. Kurz vor Rennende war er am Schweizer dran und überholte diesen schließlich drei Runden vor Schluss. Mit 2,2 Sekunden Vorsprung fuhr er danach zum zweiten Saisonsieg. Den erhofften Titel verpassten die beiden Südafrikaner dennoch um nur einen Zähler. Denn mit Rang fünf hinter dem drittplatzierten Mercedes-AMG von Dontje/Buhk, die dank einer geschickten Boxenstoppstrategie Plätze gutmachten, und dem BMW von Timo Scheider und BMW-Junior Mikkel Jensen (23/DK) holten Renauer und Jaminet die entscheidenden Meisterschaftszähler. Mit 137:136 Punkten gewannen die "Neunelfer"-Piloten erstmals den Fahrertitel im ADAC GT Masters.

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Corvette-Sieg macht Titel-Vierkampf noch spannender

Showdown im letzten Saisonrennen: Nach dem Sieg der Corvette-Piloten Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (29/Villingen, beide Callaway Competition) im vorletzten Saisonlauf in Hockenheim liegen vor dem Finalrennen am Sonntag (ab 13.00 Uhr live bei SPORT1) noch vier Fahrerpaarungen im Titelrennen. Dank Platz zwei im Samstagsrennen führt das Porsche-Duo Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) weiterhin die Gesamtwertung an. Da die Audi-Fahrer Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP) im Mercedes-AMG als Dritte und Vierte ins Ziel kamen, können auch sie sich weiterhin Hoffnungen auf die Meisterschaft machen. „Ich bin superhappy“, sagt Marvin Kirchhöfer. „Es wird morgen superspannend. Wir werden erneut alles geben.“ Das Mann-Filter Team HTP gewann am Samstag bereits vorzeitig den Titel in der Team-Wertung, Sheldon van der Linde holte mit einem Klassensieg in der Pirelli-Junior-Wertung vorzeitig den Titel in der Nachwuchsfahrerwertung, Remo Lips durfte sich vorzeitig über den dritten Titel in Folge in der Pirelli-Trophy-Wertung freuen.

Spannende Zweikämpfe der Titelrivalen
Die Rennsieger Kirchhöfer und Keilwitz verbesserten sich bereits beim Start von der dritten auf die zweite Position. Danach machte Startfahrer Kirchhöfer Jagd auf Pole-Setter und Tabellenführer Renauer. In der neunten Runde beschleunigte er den Porsche-Fahrer schließlich ausgangs der Spitzkehre aus und eroberte die Führung. Mit einer Serie schneller Runden baute Kirchhöfer anschließend seinen Vorsprung bis zu den Boxenstopps auf knapp 2,5 Sekunden aus. Partner Keilwitz blieb auch nach dem Pflichtfahrerwechsel vorn. In der Schlussphase wurde er noch einmal von Renauers Teamkollege Jaminet unter Druck gesetzt, sah aber nach 36 Runden mit 0,746 Sekunden Vorsprung als erster die Zielflagge. Dank des dritten Saisonsieges verbesserten sich Kirchhöfer und Keilwitz auf den zweiten Rang der Fahrer-Wertung und liegen punktgleich mit Pommer/Götz zehn Zähler hinter den Tabellenführern Renauer/Jaminet.

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Van der Linde-Brüder legen beim Finale vor

Starkes Statement im Titelkampf von den aktuellen Tabellendritten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) im ersten freien Training beim Finale in Hockenheim. Im Audi R8 setzten die Brüder im ersten freien Training die Bestzeit und lagen 0,254 Sekunden vor ihrem nächsten Verfolger. Die beiden Rennen des großen Finalwochenendes werden am Samstag (ab 14:30 Uhr) und Sonntag (ab 13:00 Uhr) von SPORT1 live und in voller Länge übertragen. Außerdem sind sie online im Livestream auf sport1.de, adac.de/motorsport und youtube.com/adac zu sehen.

Die Brüder van der Linde beherrschten von Anfang an die 50-minütige Sitzung. Kelvin van der Linde setzte mit 1.40,074 Minuten bereits früh die erste Bestmarke, die bis in die Schlussminuten Bestand hatte. Zwar verloren die Titelkandidaten kurz vor Ende der Session zwischenzeitlich noch einmal den Spitzenplatz, doch dann erzielte Sheldon van der Linde mit 1.39,471 Minuten die endgültige Bestzeit. "Ich hatte bereits zu Beginn mit alten Reifen einen sehr guten Run", so Kelvin van der Linde. "Zum Schluss haben wir unsere Qualifying-Abstimmung für morgen ausprobiert, da es wohl im Lauf des Tages zu regnen beginnen soll. Wir sind gut vorbereitet. Ein paar Kleinigkeiten gibt es noch zu tun, aber wir sind startklar für Samstag."

0,254 Sekunden hinter den Audi-Fahrern fuhren Luca Stolz (23/Brachbach) und Sebastian Asch (32/Ammerbuch, beide Team Zakspeed BKK Mobil Oil Racing) im Mercedes-AMG auf den zweiten Rang vor Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) im schnellsten Lamborghini Huracán GT3. Die Top Fünf komplettierten Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbek, beide Mann-Filter Team HTP) und Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport).
Die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) kamen auf den 14. Rang, nachdem sie in den Tests am Donnerstag die Tagesbestzeit erzielt hatten.

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