Die Halbzeit in der Deutschen Bergmeisterschaft ist bereits erreicht und die Marathon Highlight Woche für die meisten Bergrennfahrer neigte sich mit der 46. Auflage des Osnabrücker Bergrennen 2013 dem krönenden Ende. Die Wetteraussichten für das Rennwochenende am Uphöfener Berg waren hervorragend lies auf ein wahres Top-Motorsportevent hindeuten. Das Team um Bernd Stegmann sollte ja schließlich für den ganzjährigen und unermüdlichen Einsatz für ihr Bergrennen in Hilter/Borgloh entlohnt werden - und das sollten sie auch. Knapp 15.000 Uhr Zuschauer säumten die  2,03 km lange Bergrennstrecke in der Borgloher Schweiz. Getreu dem Motto "Der Bernd ruft!" freuen sich mittlerweile viel der Internationalen Gäste in Osnabrück an den Start zu gehen - man ist damit auf Augenhöhe zu den anderen Top Veranstaltungen in der Deutschen Bergmeisterschaft wie Mickhausen oder das Glasbachrennen.

Der selektive 2,03 km lange Kurs mit durchschnittlich 4,5% Steigung ist das nördlichste Rennen in der Meisterschaft, welches 1968 vor etwa 7.000 Zuschauern mit rund 140 Teilnehmern ausgetragen wurde. Nun - 46. Ausgaben später hat sich das Osnabrücker Bergrennen zu einem der Medien- und Motorsportevents auf nationaler und internationaler Ebene gewandelt. Darum hatte der MSC Osnabrück nun ein wahres Rekordstarterfeld von knapp 180 Startern zu verzeichnen, und das nur eine Woche nach dem Europameisterschaftslauf am Glasbach. Wie sonst auch wurde das Thema Cars & Fun beim MSC Osnabrück wieder groß geschrieben, denn man wollte den Leuten ja schließlich etwas bieten. Neben dem Schauspieler Norbert Heisterkamp der in der legendären Schwarzen Witwe, einem Opel Rekord A, als Taxi den Berg hinauf fuhr waren auch der ehemalige Walter Röhrl Opel Ascona A und auch Titus Dittmann mit seiner Dodge Viper mit am Start. Zwei Premieren gab es auch zu bewundern - zum einen wurde der wohl weltweit erste E-Mobil Berg-Cup mit etwa 20 Fahrzeugen ausgetragen als auch der erste Einsatz eines BMW Z4 GT3 am Berg, welcher sich mit seinem Piloten Henry Walkenhorst als zweitschnellster Tourenwagen extrem gut geschlagen hatte. 

Vor dem ersten Trainingslauf gab es einen kurzen Regenschauer, der manch einem noch zu einem kurzen Reifenwechsel am Morgen hinreißen ließ - aber das war dann auch das einzig negative am Wetter, denn sonst gab es nur Sonne pur und Traumwetter. Leider wurde der Traininsgsamstag von ein teils heftigen Unfällen geprägt, so dass seit langen einmal wieder nur drei Trainingsläufe abgehalten werden konnten. Daniel Schrey verunfallte mit seiner ehemaligen Oreca Dodge Viper GTS-R aus der GT1 Meisterschaft in Höhe des Posten 8 schwer und beschädiget das Auto dabei nachhaltig. Ebenso tat es Tim Gürtzgen im BMW 2002am Ende des Geschlängels im Wald als er frontal in die Reifenkette krachte. Die beiden Unfälle und der Motorschaden von Vaclav Yanik im ersten Trainingslauf durchkreuzten den straffen Zeitplan von Rennleiter Holger Maes und Leiter der Streckensicherung Michael Schrey. Beide waren hochengagiert und packten selbst beim Reifenaufstellen tatkräftig mit an - so muss das sein. In den großen Klassen wurde eifrig angegast und geblufft, was  das Zeug hält - wollte man doch nicht die Karten zu schnell offen legen. In der Gruppe H bis 2L Hubraum zeichnete sich so langsam eine kleine Wachablösung an - André Wiebe und Patrick Orth waren extrem gut aufgelegt und ließen auf einiges hoffen - doch spielten hier auch alle mit offenen Karten? Man wusste es nicht. Doch am Rennsonntag mussten die Karten ja wohl oder übel offen gedeckt werden - und das taten auch alle.

Julien Docummun holte sich seinen ersten Klassen- Gesamtsieg und Streckenrekord in einem Zug als er sich am Ende mit knapp einer Sekunde Vorsprung vor seinem Teamkameraden und Landsmann Marcel Steiner platzierte. Joel Volluz, der dritte Osella Zytek FA30 aus dem Team Ceylin Motorsport, kam als Dritter aufs Podium. Irgendwie können einem die Schweizer Angst machen, denn da hatte kein anderer mehr nur den Hauch einer Chance, zumal der viert- und sechstplatzierte auch aus der Schweiz kommen. Der Luxemburger Guy Demuth patze im zweiten Heat und knallte rückwärts in die Leitplanken. So sah dann auch die Platzierung in der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum aus. Die Gruppe E2-SS bis 1600 ccm gewann Frederic Souris im Dallara 396 vor Robert Meiers im Dallara Formel 3 und Roland Braquet im Tatuus F2000. Bei den zahlreich angereisten Fahrzeugen der Gruppe E2-SC (CN) bis 3000 ccm  Hubraum konnte sich der Slowene Patrick Zajelsnik im Norma M20F gegen den mehrfachen Deutschen Bergmeister Uwe Lang im Osella BMW PA20/S Evo und Schweizer Urs Müller im Osella Zytek PA30. Die kleinere Klasse E2-SC (CN) bis 2000 ccm wurde von Jiri Svoboda im Norma Honda M20F  dominiert. Ihm folgten mit Respektabstand  Dioisio Perez-Pascual  und Bern Letmade, beide auf Norma Honda M20. Der Osteroder Uwe Kaufel im PRC VW C3 setzte sich erfolgreich gegen Gerhard Siebert auf Osella BMW PA18 und Stephan Collisi im Behnke Condor BMW in der Gruppe E2-C3 bis 2000 ccm durch.

Der Wechsel zu den Tourenwagen - hier konnte Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM sich gesamt gegen Lokalmatador Henry Walkenhorst im Rundstrecken BMW Z4 GT3 und Dan Michl im Lotus Evora Hartley durch. Klaus Hoffmann gewann somit seine Klasse E2-SH über 2000 ccm vor dem eben genannten Dan Michl. Henry Walkenhorst wurde nur als einzelner in seiner Klasse gewertet, da seinem Mitstreiter Romain Theissen im ersten Lauf die Fronthaube am Porsche 997 GT3 R hochklappte. In der Gruppe FS/E1 über 2000 ccm siegte der Innsbrucker Herbert Stolz auf Porsche 935 DP2 deutlich vor Frank Neugebauer im Porsche 996 GT3 RSR und Jürgen Gerspacher im Lancia Delta S4. Thorsten Meier kam mit immer wieder auftretenden Getriebeproblemen am Tij-Power Seat Leon 1.8T leider nicht in Wertung.  Eine Klasse niedriger in der Gruppe FS/E1 bis 2000 ccm setze sich Hans-Peter "Hansi" Eller in VW Minichberger Scirocco I 16V gegen den frisch vermählten Andrä Schrörs, der in der Zwischenzeit seine Karin heiratete, auf Talbot Lotus Sunbeam durch. Auf Rang 3 landete ein angeschlagener Ben Lintgen im Ford Puma Cup.

Die beiden Klassen der Gruppe FS/E1  bis 1300 und 1600 ccm wurden zusammengelegt. Hier konnte unser kleiner giftgrüner Opel Corsa A GSI 16V mit Tobias Auchter am Steuer einen Sieg vor Manfred Schulte im lauthals brüllenden Citroen AX Sport 16V Kit Car und Thomas Stelberg in Sohnemanns VW Schneider Polo I 16V erringen. Franz Weißdorn patzte hier im 4. Lauf als er vergaß die Schutzfolie seiner Hinterreifen vorm Start zu entfernen - was dann auch prompt mangels Gripp in einem Unfall endete - sehr Schade. Komme wir zur Gruppe H in der es immer heiß zugeht - heiß, oh ja sehr heiß. Während der Duderstädter Markus Wüstefeld in seinem Mercedes Benz AMG 190E Evo 2 einen ungefährdeten Sieg in der Gruppe H über 2000 ccm vor Ralf Iwan im Opel Kadett C Coupé 2.5 16V und Thomas Ostermann im Hartge BMW 325i einfahren konnten, so ging es in der Königsklasse bis 2000 ccm super spannend zu. Bereits am Vortag waren André Wiebe, Roman Sonderbauer, Patrick Orth und Dieter Rottenberger extrem nahe beieinander und verbreiteten schon mächtig Spannung in der Klasse. Letzter hatte dann nach dem ersten Lauf einen Motorschaden zu beklagen und zog sein Fahrzeug aus dem Wettbewerb zurück. Nun war er Kampf um die Spitz entfacht - der Youngster des Jahres 2012, Patrick Orth peitschte seinen BMW Frank 320iS gekonnt den Uphöfener Berg hinauf und setzte sich nach dem dritten Lauf an die Spitze. André Wiebe war anfangs nicht flott unterwegs, holte aber zusehend auf, so dass das Ganze zu einer ganz knappen Kiste wurde. Doch am Ende konnte sich PO, wie Patrick Orth genannt wird, durchsetzen und den ersten Klassen und Gruppensieg mehr als nur verdient für sich verbuchen - ganz großes Kino - Gratulation nochmals an dieser Stelle. Schnellster 8V Pilot wurde Johann Hatezic im Opel Ascona B 8V, der wieder einen flotten Reifen auf den Asphalt brannte.

In der Gruppe H bis 1300 ccm betrieb Manfred Konrad im VW Corrado 16V Schadensbegrenzung - Armin Ebenhöh konnte er im VW Minichberger Polo I 16V nicht einfangen und musst sich gleichzeitig von unten gegen den heranpreschenden Gerhard Moser im VW Polo I 16V wehren. Der schnellste 8V Pilot ist ein weiteres der Eichbühler Nils Abb im VW Schneider Polo II 8V geworden. Same Procedure as last year Mr. Stegmann - Yes, same procedure als last year - Tobias Stegmann gewann im Schneider Audi 50 8V zum wiederholten Mal die Gruppe H bis 1150 ccm bei seinem Heimrennen in der Borgloher Schweiz. Tobias Klimsa kam im VW Scheider Polo I 8V nach über einem Jahr Pause auf einen respektablen zweiten Platz. Bernd Deutsch belegte ebenfalls im Schneider Audi 50 8V den dritten Rang.

Ex-Europameister Roland Wanek gewann als Einzelstarter im Mitsubishi Evo IX seine Gruppe A über 2000 ccm. Der Weg zweiten Orths sollte auch zum Sieg führen - Papa Ralf Orth tat seinem Sohnemann gleich und gewann im BMW 320iS die Gruppe A-F bis 2000 ccm deutlich vor Herbert Schmitz auf Opel Astra GSI und Markus Goldbach im Renault Clio. Die Gruppe A-F bis 1400 ccm gewann Christoph Hilmes auf VW Polo II  vor Hartmut Grebe auf Ford Fiesta. Daniel Donkels im Renault Clio 3 RS war Einzelstarter in der Gruppe N bis 2000 ccm. Porsche 997 GT3 RS Pilot gewann die Gruppe G LG1 vor Axel Pohlmann im Alfa Romeo 75 TS. Die Markenpokalwertung  konnte ein weitere Mann aus dem Osnabrücker Land für sich gewinnen - Manfred Lewe im Seat Leon Supercopa WTCC gewann hier vor Manuel Rubow auf Renault Clio RS Cup III und Carsten Woyak auf Seat Leon Cupra R.

Bei den klassischen Schönheiten aus dem Classic Berg Cup und den Anhang K Fahrzeugen war ein tolles großes Starterfeld in Osnabrück zu sehen. Hendrik van Delden gewann im VW Käfer 1302 RS vor Uwe Koenzen im Ginetta G4 die Klasse der GT Fahrzeuge Anhang K bis 1600 und über 2000 ccm. Ex-Schnitzer BMW E30 M3 DTM Pilot René Frank gewann die Klasse CTC/CGT über 2000 ccm vor Albert Vogt im BMW 325i und Heinz Neurohr auf seiner Renault Alpine A310. Eine Klasse darunter aber dafür nicht minder interessant konnte sich Wilhelm Vinke im bärenstarken Opel Kadett B 1900 einen Klassensieg vor Werner Weiss im infernalisch brüllenden Ford Zakspeed Escort RS1800 BDA und Stefan Scholz im Opel Kadett C Coupé GTE, erringen. Ronny Hering und Detlef Schröder folgten auf den Rängen 4 und 5. Im NSU Bergpokal ist die Stunde des Jörg Höbers geschlagen. Bereits seinen zweiten Klassensieg fuhr er mit seinem NSU TT vor Karsten Steinert und Jörg Davidovic ein. Frank Kleineberg und Karlheinz Meurer folgten auf P4 und P5. In zwei Wochen geht es bereits weiter, beim Hauenstein Bergrennen in der Rhön.

 

Weitere Klassensieger:

  • Richard Allen Hall - Lotus Seven S1 - GLP Modus 2 bis 2000 ccm
  • Burckhard Bock - Opel Manta B  - GLP Modus 2 bis BJ. 1985
  • Joachim Gräsel - Morris Mini Cooper S - GLP Modus 2 bis BJ: 1970
  • Daniel Alders - E4x4 Spider Karmann Ghia - Elektro Fahrzeuge E-Sportprotypen E6
  • Michael J.A. Eymann - Tesla Roadster - Elektro Fahrzeuge E-Sportprotypen E4
  • Dirk Dreßler - Nissan Leaf - Elektro Fahrzeuge LG größer 15KG
  • Friedrich Lückemeier - German E-Car Agila - Elektro Fahrzeuge LG größer 30KG
  • Peter Schaar - Opel Ampera - Elektro Fahrzeuge LG größer 10KG

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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