Denn neun der zwölf Rennen zum KW Berg-Cup Gruppe H 2013 gehen in die Jahresendwertung ein. Wer beim Spurt auf den absoluten KW Berg-Cup Gipfel ganz vorne dabei sein möchte muss also unbedingt neun Top-Resultate in seinem Tourgepäck haben. Exakt zwei Drittel der Saison sind gelaufen, ein Drittel liegt noch vor uns. Ein Drittel mit den Stationen Hauenstein, Unterfranken, St. Agatha/AUT und Mickhausen, das 2013 wieder zu einem echten KW Berg-Cup Finale werden könnte. Denn noch ist nichts wirklich entschieden, zu viele Fragezeichen liegen über der restlichen Saison. Der bloße Blick in die Zwischenstände bringt wenig, zu unterschiedlich lief es 2013 bisher für die einzelnen Berg-Cup Piloten und Teams. Aus den verschiedensten Gründen. Als da zum Beispiel wären: Renngerät nicht rechtzeitig fertig, Zeitmangel, technische Probleme, fehlende Zulieferteile, Ausrutscher, die immer passieren können wenn man am Limit unterwegs ist, Gesundheit angeknackst und, und, und. Niemand kam völlig ungeschoren davon, Niemand konnte in den vorangegangenen acht KW Berg-Cup Rennen voll punkten. Eine Prognose für den weiteren Verlauf und auf die Endstände ist schwierig. Was bleibt ist den Kreis der Favoriten einzuengen. Auf Grundlage der vorliegenden Resultate und der spezifischen Merkmale von Fahrern, Rennboliden und der noch zu absolvierenden Strecken.

Beginnen wir mit der Gesamtwertung. Wo aus einem zunächst vermuteten Duell an der Spitze durchaus noch ein Fünf- oder Mehrkampf entstehen kann. Mit den Hauptdarstellern Dieter Rottenberger/Jörg Weidinger im BMW 318i STW. Die die Tabelle anführen. Mit sieben Top-Ergebnissen, darunter drei Klassensiege. Und einem Ausfall, technisch bedingt, nach der Trainingsbestzeit in Osnabrück. Sowie mit einer vielleicht noch zu überbietenden Punkteausbeute in Wolsfeld. 99,47 Zähler holen die Beiden im Schnitt aus einem beendeten KW Berg-Cup Lauf. Oder sogar 100,60 wenn man Wolsfeld weglässt. Das sind 2013 die Spitzenwerte. Die Rolle des nächsten Verfolgers hat im Moment Roman Sonderbauer im Ziegler Kadett 16V inne (P2). Auch er gewann dreimal die 2-Liter Klasse der Gruppe H. In Homburg leistete er sich einen Ausrutscher, in St. Anton/AUT ließ er es im letzten, feuchten Lauf etwas ruhiger angehen, holte sich dort etwas weniger Punkte. Bei den restlichen sechs Läufen konnte er sich durchschnittlich 97,29 Zähler gutschreiben lassen. KW Berg-Cup Zwischenrang drei 2013 gehört Björn und André Wiebe, die gleich im Premierenjahr ihres Renault Williams Wiebe Laguna mächtig auftrumpfen und durch gleichmäßig gute Rennergebnisse mit steigender Tendenz beeindrucken. Ihr Punkteschnitt lautet 96,27. Dieses Führungstrio kann sich absolut begründet Hoffnungen auf einen der drei Siegerkränze in der Gesamtwertung des KW Berg-Cups 2013 machen. Auch deshalb, weil sie alle bereits sechs Spitzenergebnisse auf dem Konto haben, dazu je ein weiteres gutes Resultat. Das beruhigt, denn sie brauchen aus den letzten vier Veranstaltungen „nur“ noch zwei- bis dreimal Big-Points zu holen. Achten müssen sie allerdings auf die Herrschaften, die sich auf den

Positionen sieben bis neun des KW Berg-Cup Gesamtrankings „verstecken“. Die Mitglieder dieser Gruppe teilen allerdings ein schwerwiegendes Handicap: Allesamt waren sie bisher lediglich fünfmal erfolgreich. Aber ihr Punkteschnitt aus diesen Gipfelstürmen zeigt deutlich, dass auch sie noch ganz an die Spitze fahren können. Zu diesem Kreis gehören (P7) die 2011er KW Berg-Cup Champions Mario Minichberger/Hansi Eller im Minichberger Scirocco, gut für 98,44 Zähler pro Rennen. Als derzeit Gesamt-Tabellenachte empfehlen sich auch Wolfgang Glas/Armin Ebenhöh im Minichberger Polo 16V für einen Platz an der KW Berg-Cup Sonne. Und das gleich doppelt: In der Division I genauso wie im Tableau „Over All“. Mit dem Auftrieb seines ersten KW Berg-Cup Gruppe H 2-Liter Klassensieges in Osnabrück im Marschgepäck muss man auch Junior Patrick Orth (P9/BMW 320 iS) noch unbedingt auf der Rechnung haben. Allerdings darf sich keiner aus diesem Verfolgerpulk bei den kommenden Rennen auch nur den geringsten Schnitzer leisten. „9 aus 12“ ist speziell für diese Gruppe gnadenlos, wird kein Ausruhen, keine Schwäche, kein Nachlassen, keine Fehler, keine Defekte oder dergleichen akzeptieren. Sondern knallhart Nervenstärke, Speed und Konzentration der Lenkradartisten sowie beste technische Vorbereitung der Wettbewerbsautos einfordern. Erst recht, wenn unter wechselnden Bedingungen „gerannt“ werden sollte. Möge der Bessere gewinnen, liebe Freunde, der dazu ganz sicher auch das brauchen wird, was man „das Glück der Champions“ nennt.

Ich höre bereits im Hintergrund die berechtigte Frage: „Da sind bis jetzt aber nicht alle aus den Top-Ten des Gesamtklassements genannt, sondern nur sechs Fahrer beziehungsweise Teams. Was ist denn mit den restlichen Vier?“ Stimmt, guter Einwand. Zur Beantwortung ziehen wir wieder die Durchschnittspunkte zu Rate. Das sind bei Franz Weißdorn im VW Polo 16V auf P4 79,56, beim fünft platzierten Thomas Flik (Renault Clio Williams) 77,52 und beim aktuell Sechsten „Over All“, Manfred Konrad im VW Corrado 16-Ventiler, starke 87,42 Zähler. Jürgen Heßberger auf P10 treibt seinen Fiat 127 Sport Martini Racing im Schnitt zu 78,13 Punkten. Alle zuletzt genannten werden – einen weiteren guten Saisonverlauf und fleißige Rennteilnahmen vorausgesetzt – sicher ganz weit vorne dabei sein. Aber ein Podestplatz im Rahmen der Siegerehrung der KW Berg-Cup Gesamtwertung ist für sie, wenn sich in der absoluten Spitze nichts Gravierendes ereignet, nur mehr sehr, sehr schwer erreichbar.

In der KW Berg-Cup Division II, in der alle Klassen der Gruppen H, FS, E1-Bergrennen, E1-FIA und E2-SH gewertet werden, ist vieles deckungsgleich mit dem Gesamtranking. Der Spitzen Expresszug besteht aus der Lokomotive Dieter Rottenberger/Jörg Weidinger, gefolgt von Roman Sonderbauer (P2), Björn und André Wiebe (P3), Thomas Flik (P4), Mario Minichberger/Hans-Peter Eller (P5) und Patrick Orth (P6). Siebter ist Peter Naumann, der mit seinem VW Polo Super Charger aber 2013 nicht mehr antreten will und seine Zeit der Vorbereitung auf 2014 widmet. Er wird dadurch an Boden verlieren, Johann Hatezic/Roland Christall (Opel Ascona B 8V/P8), Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth (P9) und Berg-Cup Lady Bea Flik (Renault Megane Coupé/P10) werden vorbei ziehen. Wer kann in dieser Division noch Druck von hinten machen, kann den Sprung in die Top-Ten schaffen? Da sind sicher zu nennen Andrä Schrörs im SMG Lotus (P11), Jens Weber im Opel Kadett C 16V als aktuell Zwölfter sowie Christian Dümler (VW Golf/P13). Für eine Überraschung könnte zum Beispiel auch noch Christian Auer im „klassischen“ BMW M3 E30 sorgen, wenn er zu allen verbleibenden KW Berg-Cup Läufen antritt und sich dabei an der Klassenspitze behaupten kann.

Der Leader der Division I (alle Klassen bis 1600 ccm der im vorigen Abschnitt genannten Gruppen) heißt Franz Weißdorn. Er hat bereits siebenmal gut gepunktet. Nur in Osnabrück musste er Federn bzw. Zähler lassen, als nicht er schief sondern seine Reifen zu lange gewickelt waren, was zum Ausfall führte (siehe Rennbericht Osnabrück). Abgesehen davon liegt sein Punkteschnitt bei 79,56. Und damit muss er aufpassen. Denn: Manfred Konrad auf P2 kam bisher sechsmal ins Ziel, mit durchschnittlich 87,42 Punkten. Und: Die Geheimfavoriten der Division I, das Team Wolfgang Glas/Armin Ebenhöh, sind aktuell Dritte, waren fünfmal dick in den „Big Points“. Ihre 96,27 Zähler pro Rennen sind die Messlatte der „kleinen“ Division. Für sie gilt aber auch, dass ab sofort nichts mehr schief laufen darf. Auf den Ehrenplätzen vier und fünf haben sich Jürgen Heßberger (P4/Ø 78,13 Pkt.) und Tobias Auchter im Zöllner Corsa 16V (P5/Ø 82,84 Pkt.) häuslich eingerichtet. Kleiner Vorteil für Jürgen: Er hat bereits sechs Resultate unter Dach und Fach, Tobias erst deren fünf. Manfred Schulte ist mit seinem Citroen AX Sport Kit-Car 16V mit einem Punkteschnitt von 67,89 aus 6 Rennen auf Rang sechs zu finden. Er besitzt durchaus Verbesserungspotential in den noch ausstehenden Wettbewerben. Fünfmal stehen Zähler in der KW Berg-Cup Zwischenwertung für Stefanie Deutsch/Tobias Stegmann (Schneider Audi 50/P7/Ø 83,80 Pkt.) und für die Brüder Gerhard und Hugo Moser im grünen VW Polo 16V (P8/Ø 76,86 Pkt.). Auch da bestehen noch Möglichkeiten für einen Vorstoß nach vorne. Die Voraussetzungen dazu sind bekannt: Alle verbleibenden Wettbewerbe fahren und fleißig hoch punkten. Der Neunte in der Division I Hitliste, André Stelberg (Ø 81,20 Pkt.), wird mit dem Schneider Polo 16V heuer nicht mehr ins Renngeschehen eingreifen. Auch er widmet sich bereits der nächsten Saison. Chancen also für alle hinter ihm gelisteten, weiter nach vorne zu kommen. Dies gilt zum Beispiel für den heuer sehr zuverlässig agierenden Nils Abb im Schneider Polo 8V (P10/Ø 51,46 Pkt.) und eine ganze Reihe weiterer Piloten. Auch da ist das letzte Wort sicher noch lange nicht gesprochen. Denn: Wer richtig gut drauf ist kann aus den finalen vier Rennen noch bis zu 400 Punkte schöpfen.

Nun lasst uns rot sehen. Nein, keine Angst, wir wollen hier nicht über irgendwelche emotionalen Schieflagen sprechen. Sondern über den hochkarätigen Wettbewerb der Jungs mit den roten Startnummern und den 2-Ventil Kraftquellen, über die KW 8V-Trophy also. Auch da steckt noch jede Menge Brisanz drin. Im Moment scheint die Führung von Johann Hatezic/Roland Christall im Opel Ascona B relativ klar zu sein (7Rennen/Ø 72,37 Pkt.). Doch auch hinter diesem Duo lauert jede Menge Gefahr in Form von weiteren Sieg- und Podiumsplatzanwärtern. Da ist zunächst Routinier Jürgen Heßberger zu nennen, mit dem Punkteschnitt von 79,18 aus sechs Veranstaltungen auf KW 8V-Trophy Position zwei. Je fünf erfolgreiche Rennen haben Christian Dümler im weißen VW Golf (P3/Ø 86,43 Pkt.) sowie die viert platzierten Stefanie Deutsch/Tobias Stegmann im Schneider Audi 50 (Ø 81,06 Pkt.) bestritten. Nils Abb holte im Schneider Polo durchschnittlich 66,41 Zähler aus seinen sechs gewerteten Veranstaltungen. Danach kommt – schaut man auf das bisherige 8V Gesamtranking – ein Abriss von mehr als 90 Punkten auf die nächstplatzierten Teilnehmer. Von P6, von Alex Konstanzer im Opel Kadett C Coupé, bis zum KW 8V-Trophy Zwölften Markus Hülsmann (VW Golf) sind es dann weniger als hundert Zähler Differenz. Hier ist, nach den bereits bekannten Vorgaben, noch einiges zu bewegen. Jeder Teilnehmer hat es selbst in der Hand. Norbert Wimmer im BMW 2002, der 8-Ventiler Dominator der letzten Jahre, hält mit 97,86 den Rekordschnitt in der 8-Ventiler Abteilung. Allerdings war er 2013 erstmals in Homburg dabei, hat bisher nur zwei Rennteilnahmen vorzuweisen. Fährt er im gleichen Stil noch den Rest der Saison, wird er durchs KW 8V-Trophy Feld nach vorn pflügen wie das berühmte heiße Messer durch die Butter. Aber auch für ein heißes Messer ist irgendwann Schluss, irgendwo findet es seinen Anschlag. Im Falle von Norbert stellt sich die Frage: Findet er seinen persönlichen Schlussanschlag auf oder knapp neben dem KW 8V-Trophy Siegerstockerl? Wir werden es genau verfolgen und mit erleben.     

In der KW Berg-Cup Ravenol Youngster-Wertung atmet Bea Flik Führungsluft. Im Windschatten folgt ihr André Wiebe dichtauf. Zwischen diesen beiden wird die Entscheidung um den Sieg fallen. Relativ ungefährdeter Dritter dieser Sonderwertung ist der Eichenbühler Nils Abb.

Frank Lohmann sammelte in der Rookie-Wertung im VW Polo bisher die meisten Punkte. Allerdings bleibt offen, wie oft der „Nordmann“ aus dem Osnabrücker Land in Sachen KW Berg-Cup heuer noch in den Süden reisen wird, in dem sich ja die entscheidenden finalen Rennen abspielen werden. Zumindest rein geographisch könnte das Rookie-Pendel daher mehr in Richtung des Mindelheimer Newcomers Franz Eberle (P2/BMW M3 E36) ausschwingen. Dahinter liegen Manfred Pape (P3/VW Golf V TDI), Marc Fischer als Vierter im Opel Kadett C Coupé und Sachsens Ronny Urland im Trabant 601S engstens zusammen.

Wer wird denn nun – gemäß der Titelseite des Berg-Cup Magazins 2013 – die Hand wirklich am Drücker haben? Am Drücker haben in der Gesamtwertung, in den beiden Divisionen, in der KW 8V-Trophy, in der Youngster und Rookie Wertung? Noch wissen wir es nicht. Die Entscheidungen sind vertagt und völlig offen. Vermutlich wird erst Mickhausen Klarheit bringen. Und genauso soll es sein. Mit höchster Spannung bis zum Schluss. Auch in der 26. Saison des KW Berg-Cups Gruppe H.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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