Sind Dieter Rottenberger und Jörg Weidinger bereits die KW Berg-Cup Gesamtsieger 2013? Das ist momentan die Schlüsselfrage in der Bergrennszene, die alle bewegt. Doch eine glasklare Antwort gibt es noch nicht. Zwar hat das Team mit der Startnummer 304 im BMW 318i STW seit dem Unterfranken-Wochenende die geforderten neun Top-Resultate und 895,72 Zähler sicher auf der Habenseite, aber die Verfolger Roman Sonderbauer, Björn und André Wiebe sowie die 2011er Champions Hansi Eller und Mario Minichberger könnten ebenfalls noch in dieses Punkte-Level vorstoßen. Sollte es Dieter und Jörg – der den BMW in St. Agatha pilotieren wird – allerdings bereits in Oberösterreich gelingen ihr Wolsfeld-Ergebnis um zehn oder mehr Zähler zu toppen und damit zum „Streicher“ zu machen, so sind sie uneinholbar vorn. Dazu sollte, je nach Starterzahl in der Klasse und dem Abschneiden ihrer Mitbewerber, ein Podestplatz sicher reichen. Vielleicht auch bereits eine Zielankunft in den Top-Five. Das scheint machbar, ja sogar einfach. Aber wir wissen ja: Zusammengezählt wird ganz zum Schluss! Und das könnte durchaus auch erst in Mickhausen sein, beim großen Finale. Also lassen wir ab sofort das Rechnen und das Spekulieren sein, kehren wir zurück zum 07. und 08. September, zum „46. Int. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken“.

Das in der 2013er Auflage mit 146 Startern aufwartete, ergänzt durch knapp über 40     Teilnehmer an der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP). Der Trainingssamstag begann pünktlich, warm und trocken. Doch kaum war der letzte Tourenwagen im ersten Lauf oben, begann es für rund zwei Stunden teils heftig zu regnen. Im zweiten Heat trockneten die 3,050 Kilometer des Umpfenbacher Berges nur zögerlich teilweise ab, die Bedingungen waren schwierig und unberechenbar. Mehrere technische Defekte und Ausrutscher brachten den Zeitplan in Bedrängnis. Mehr als zwei Auffahrten waren nicht drin. Zum Rennstart am Sonntag um 08:30 Uhr präsentierte sich der Unterfranken-Asphalt nass, trocknete aber nach dem baldigen Ende der Niederschläge mehr und mehr ab, die Zeiten verbesserten sich ständig. Dennoch dauerte der erste Durchgang, gestreckt durch diverse Vorfälle, bis zur Mittagspause. Danach lief plötzlich alles wie am Schnürchen, Run zwei und drei waren beste Werbung für den Bergrennsport, zügig, schnell, attraktiv, spannend – einfach schön! Dazu passend das Rennende kurz nach 17:00 Uhr. Apropos Rennen: Lasst uns nun endlich mit dem Blick in die Klassen des KW Berg-Cups beginnen!

Bei den 1150ern setzt Gruppe H Rückkehrer Jürgen Schneider im 16-Ventiler Schneider Polo eine deutliche Trainingsbestzeit. Und ebenso klar distanziert der Zweite, Bernd Deutsch, den Drittschellsten, Tobias Stegmann (beide Schneider Audi 50 8-Ventiler). Im nassen ersten Rennlauf ändert sich das Bild: Zwar ist Jürgen Schneider wieder der Leader, aber die 4,45 Sekunden Vorsprung des Übungssamstages sind auf 89 Hundertstel zusammen geschmolzen. Bernd Deutsch (P2) ist weiterhin sein hartnäckigster Widersacher. Der Dritte, nur 1,05 Sekunden hinter dem Spitzenreiter zurück, heißt nun Jörg Eberle, der heuer erstmals im Fiat 127 Bauer Super bei einem Bergrennen dabei ist. Heat zwei und drei stehen dann ganz im Zeichen von Jürgen Schneider, der die Vorzüge seines 16V Aggregates deutlich demonstriert und an der Spitze unaufhaltsam Richtung Klassensieg enteilt. Am Ende hat er 10,73 Sekunden Vorsprung auf Bernd Deutsch (P2) heraus gefahren. In der Mittagspause ist Tobias Stegmann endgültig munter geworden. Der Jung-Papa bläst zur Attacke, fährt in den beiden Nachmittags-Runs jeweils die zweitschnellste 1150er Zeit, zieht flugs an Jörg Eberle vorbei, nimmt Bernd Deutsch ins Visier. An den kommt er zwar noch bis auf 17 Hundertstelsekunden heran, aber er kommt nicht mehr an ihm vorbei. Es bleibt bei Platz drei. Ob Tobi nun im Regen verwachst hatte, oder ob Opa Bernd die Gratulationen und Feiern zur Geburt der kleinen Holly, die unmittelbar nach dem Hauenstein Bergrennen perfekt getimt das Licht der Welt erblickte, besser wegsteckte als Papa Tobias, bleibt – zumindest vorerst – unbekannt. Jörg Eberle wird schlussendlich Vierter, Peter Richter, der den ganzen Samstag lang an technischen Problemen seines Capricorn Polo herumdoktern muss, läuft auf Position fünf ein. Der 1150er KW 8V-Trophy Sieg geht an Bernd Deutsch. Er gewinnt vor Tobias Stegmann (8V-P2) und Jörg Eberle (8V-P3). Die Sonderwertungsplätze vier und fünf gehen an Peter Richter (8V-P4) und Rolf Rauch im Fiat 128 Coupé als Fünftem.

In der 1,3-Liter Abteilung gibt Klaus Bernert ein Kurz-Gastspiel. Gleich im ersten Samstags-Heat stürmt der Routinier zur imaginären „Pole-Position“, fährt die schnellste Übungszeit. In der zweiten Auffahrt reißt ihn ein Motorschaden jäh aus dem Wettbewerb, noch bevor dieser richtig begonnen hat. Armin Ebenhöh im Minichberger 16-Ventiler Polo (P2), Manfred Konrad im VW Corrado 16V (P3) und Hugo Moser (P4/Polo 16V) folgen mit knappen Abständen auf den nächsten Trainings-Rängen. Noch kurz vor Rennbeginn kann Manfred Konrad dem Regen nichts wirklich Positives abgewinnen. Dennoch bleibt er fest entschlossen, seinen bisherigen drei Unterfranken Klassensiegen einen weiteren hinzu zu fügen, zieht alle Register. Ergo treibt er den Corrado in Lauf eins an die Spitze. Vor Armin Ebenhöh (P2) und Hugo Moser (P3). Diese Anfangsreihung hat bis zum Schluss Bestand, es ändert sich nichts mehr. Gleich hinter dem Klassen-Spitzentrio fliegt das Eichenbühler 8-Ventiler „Duo Infernale“ mit ihren Polos ins Ziel. Christof Hörnig als Vierter (8V-P1), Nils Abb als Fünfter (8V-P2). Markus Hülsmann komplettiert im VW Golf als Dritter das 1300er KW 8V-Trophy Podium. Die Sonderwertungs-Ehrenplätze holen sich Klaus Streiberger (VW Polo/8V-P4) und Rupert Rumpel (8V-P5) im Simca Rallye.

Was es schon lange nicht mehr gab, lebt in Unterfranken wieder auf: Die 1600er Klasse in der Gruppe H! Dass diese lediglich aus zwei Schweizern und einem zurzeit in Deutschland lebenden Finnen besteht, tut der guten Sache keinen Abbruch. Auch nicht die Tatsache, dass keiner der Akteure in den KW Berg-Cup 2013 eingeschrieben ist. Denn was nicht ist, kann ja bekanntlich noch werden. Vielleicht im nächsten Jahr schon, das wäre toll! Spannend und abwechslungsreich war die H 1600 obendrein. Nach der zweiten Sonntags-Auffahrt liegen die drei Akteure im Minimalabstand von 32 Hundertstelsekunden zusammen. Zum Schluss gewinnt der Oberhallauer Beat Halbheer im Citroen Saxo 0,09 Sekunden vor Toyota Starlet Pilot Mikko Kataja (P2). Der anfangs führende Andi Külling (Oberhallau/Peugeot) muss sich am Ende mit Platz drei zufrieden geben.    

Volles Haus bei den 2-Litern. 31 Fahrzeuge nehmen den Samstags-Probegalopp auf. Die drei KW Berg-Cup Führenden geben von Beginn weg an besonders beherzt Gas, schenken sich nichts. Ganz oben trägt sich Dieter Rottenberger (P1) im BMW 318 i STW ins Trainings-Ranking ein. Winzige 0,11 Sekunden dahinter kreuzt Roman Sonderbauer (P2) im Ziegler Kadett 16V die Ziellichtschranke. Der von Björn Wiebe gefahrene Renault Williams Wiebe Laguna benötigt nochmals 28 Hundertstel mehr für den 3,050 Kilometer-Highspeed-Sprint. Mit leichtem Respektabstand folgen Dirk Preißer (P4/Opel Kadett 16V) und Patrick Orth im Frank BMW 320 iS. Zum Rennauftakt ist Dieter Rottenberger hellwach und glänzend disponiert, legt bei seinen Lieblingsstreckenbedingungen sofort ein Polster von 1,29 Sekunden zwischen sich und den nächsten Kontrahenten. Das ist Marco Fink (P2) in seinem auf einen Kreutzmüller-Vierzylindermotor umgerüsteten BMW 320 iS WTCC. Roman Sonderbauer ist Dritter, 31 Hundertstel hinter Marco zurück. Dirk Preißer kann seine vierte Position aus dem Training behaupten, Björn Wiebe rutscht auf Rang fünf zurück, ihm fehlen bereits 2,40 Sekunden auf den Spitzenreiter. Auf der abtrocknenden Bahn des zweiten Durchganges kann Marco Fink das Tempo der absoluten Spitze nicht mehr ganz mitgehen, zollt dem höheren Gewicht seines E46 Modells Tribut, fällt auf Rang vier zurück. Björn Wiebe glänzt mit der schnellsten 2-Liter Einzellaufzeit und schiebt sich auf Platz drei nach vorne, liegt nur mehr eine einzige Hundertstelsekunde hinter Roman Sonderbauer (P2) auf der Lauer. Dieter Rottenberger führt nach wie vor, aber sein Vorsprung ist kleiner geworden. Nur 1,38 Sekunden liegen zwischen ihm und dem Viertplatzierten. Daher ist alles möglich, der finale dritte Run muss die endgültige Entscheidung bringen. Björn Wiebe muss als erster des Spitzenquartetts auf die Strecke, verbessert sich nochmals um sechs Hundertstel, fährt mit 1:23,08 wieder die Richtmarke der Klasse. Dann startet Marco Fink. Auch er feilt Späne von seiner eigenen Zeit ab, behält so Position vier. Als Dieter Rottenberger dran ist, weiß er, dass es eng werden wird. Er gibt alles, treibt den BMW 1,08 Sekunden schneller den Umpfenbacher Berg hinauf als im Lauf zuvor. Sind seine insgesamt 4:18,75 die Klassensiegerzeit? Nur Roman Sonderbauer könnte ihn mit einer absoluten Fabelleistung vielleicht noch von der Spitze verdrängen. Als die Uhren für Roman bei 1:24,26 stehen bleiben ist die Reihung klar: Dieter Rottenberger darf sich über Klassengewinn und 106,77 wichtige KW Berg-Cup Zähler freuen. Björn Wiebe wird Zweiter, Roman Sonderbauer Dritter. Hinter Marco Fink (P4) wird Patrick Orth Fünfter, Dirk Preißer beendet das Rennen als Sechster. André Wiebe fährt den zweiten Laguna auf Position sieben, Thomas Flik läuft im Renault Clio Williams als Achter ein. Bernd Ehrle holt sich im 8-Ventiler Kadett als Klassenneunter den 2-Liter KW 8V-Trophy Sieg, Günter Göser wird Zehnter. Roland Christall setzt sich im Opel Ascona B im Kampf um 8V-Platz zwei gegen Alex Konstanzer (Opel Kadett/8V-P3) durch. Die weiteren Sonderwertungspokale sichern sich schlussendlich Hans Dieter Seitz im Ford Escort RS 2000 (8V-P4) und Daniel Bayer (8V-P5) im Opel Kadett. Doppeltes Pech für KW 8v-Trophy Mitfavorit Christian Dümler: Nachdem er drei Berg-Cup Rennen wegen einer Fußball-Verletzung auslassen musste, fällt er beim Comeback mit einem Problem an der Kraftübertragung seines Golfs bereits im ersten Rennlauf aus.

Nachdem der flotteste Diesel-Trainierer Christian Triebstein (Alfa Romeo 147 Cup) am Renntag nicht antritt, wird die Selbstzünderklasse zu einer klaren Angelegenheit für Manfred Pape und seinen VW Golf R-TDI. Er gewinnt vor dem zweiten ex-Cup Alfa von Bergrenn-Urgestein Sepp Koller.

Markus Wüstefeld – man ist versucht zu fragen: wer sonst? – holt sich im ex-DTM AMG Mercedes 190E Evo II die schnellste Samstagszeit in der H über 2 Liter Hubraum. Übungsposition zwei geht an den Hauenstein-Organisator Christian Leutheuser, der mit einem VLN BMW E46 M3 seines Teams „Leutheuser Racing & Events“ nach Unterfranken gekommen ist „um endlich wieder einmal selbst zu fahren“. Trainingsrang drei geht an Norman Struckmann im Ford Escort RS Cosworth. Staunen dann am Renntag: Christian Leutheuser setzt das Potenzial seines Langstrecken BMW perfekt um und geht in Führung vor Markus Wüstefeld (P2) und Siegfried Hauff (P3) im Kadett C-Coupé. Daran ändert sich nichts mehr, dieser Stand geht so in die Unterfanken-Endergebnislisten ein. Kleines Detail am Rande: Im dritten Heat setzen Christian Leutheuser und Markus Wüstefeld mit 1:25,09 exakt dieselbe Zeit! Platz vier sichert sich Norman Struckmann, Fünfter wird Harald Ludwig im BMW M3 E36, Thomas Ostermann ist im Hartge BMW als Klassensechster erfolgreichster 2-Ventiler-Pilot der „Überliter“.

Bleiben noch die drei Klassen der Gruppen FS/E1 und E2-SH zu beleuchten. Tobias Auchter schnappt sich im Zöllner Corsa GSi 16V die Trainingsbestzeit. Vor Manfred Schulte (Citroen AX Sport Kit-Car) und Werner Heindrichs im Schneider Corsa 16V. Helmut Maier ist Vierter, hat im Eifer des Gefechtes glatt vergessen seinen Spiess Golf 16-Ventiler Unterfranken gerecht länger zu übersetzen. Das merkt er spätestens, als er in den schnellen oberen Streckenpassagen viel zu früh im sechsten Gang in den Drehzahlbegrenzer kommt. Er hofft auf Nässe „denn meine Regenreifen sind etwas höher als die Slicks, das bringt einige km/h mehr Top-Speed“. Der Regen kommt, Helmut nutzt die Gunst der Stunde, enteilt seinen Klassenkonkurrenten prompt um 2,28 Sekunden. Werner Heindrichs (P2) und Manfred Schulte (P3) können im Moment nichts gegen Helmut ausrichten. Als wieder Slick-Wetter herrscht, verwaltet Rennfuchs Helmut Maier seinen Vorsprung gekonnt-konsequent, bewahrt sich eisern 1,02 Sekunden davon und holt sich den Klassengewinn. Hinter ihm werden noch Plätze getauscht: Manfred Schulte fährt auf Rang zwei nach vorne, Tobias Auchter wird Dritter. Werner Heindrichs bleibt Position vier, Fünfter wird Thorsten Brunner im VW Golf 16V.

Nur sechs Teilnehmer stellen sich bei den 2-Litern dem Starter in Unterfranken. Mario Minichberger übt im Minichberger Scirocco 16-Ventiler am schnellsten. Vor Hansi Eller im V6 Escort RS 2000 und Andrä Schrörs im Talbot SMG Lotus. Den erwischt es im zweiten Probelauf knüppeldick. Nach der Hondakurve kommt er von der Strecke ab und beschädigt sein Auto schwer, bleibt aber selbst unversehrt. Den Sicherheitseinrichtungen sei Dank! Da Mario in Unterfranken in seiner Klasse etwas unterfordert ist, bezieht er seine Motivation aus dem Ranking „Over-All“, treibt den Scirocco als souveräner „Class-Winner“ auf Rang acht der Gesamtwertung und ist drittschnellster Tourenwagenpilot hinter den „Überautos“ von Klaus Hoffmann und Herbert Stolz. Hansi Eller wird sicherer Zweiter, Jürgen Schuster im Zweischeiben-Wankelmotor befeuerten Mazda RX7 Dritter. Edmund Bodenmüller beendet sein Unterfranken Wochenende im Minichberger C-Kadett als Vierter, der Schweizer Stefan Grünig (VW Golf) als Fünfter.

Bleiben noch die bereits erwähnten „Überautos“ mit mehr als 2000 Kubikzentimeter. Vier davon sind am Umpfenbacher Berg unterwegs. Herbert Stolz ist im Porsche 935 DP II Schnellster am Samstag, vor den DTM V8 Astra Coupés von Klaus Hoffmann (P2) und Sebastian Schmitt (P3). Gleiche Reihung im ersten Rennlauf. Im zweiten Run dreht sich Basti Schmitt harmlos von der Strecke halb aufs Gras, als er am Kurvenausgang etwas zu früh und zu stark aufs Gas steigt. „Im Kadett wäre das problemlos gegangen, aber der Astra reagiert sehr spontan und feinfühlig, daran muss ich mich erst noch gewöhnen“ kommentiert er den Vorfall gelassen und ungerührt. Klaus Hoffmann zoomt sich derweil mit 1:17,43 näher an den Stolz-Porsche heran. Und mit einer weiteren 1:17er Zeit im Finale an diesem vorbei. Damit ist er Klassenprimus und Zweiter der Gesamtwertung. Schneller ist nur noch der „Winner Over-All“ Uwe Lang im Rennsportfahrzeug Osella PA 20S EVO unterwegs. Er sichert sich vorzeitig seinen vierten Titel in der Deutschen Automobil Bergmeisterschaft. Wir gratulieren dem sympathischen Sportler herzlich dazu! Herbert Stolz wird Klassen-Zweiter und Gesamt-Dritter, Andreas Hetzel fährt im VW Golf auf Klassenrang drei.

Zwei alles entscheidende Rennen sind in der 26. KW Berg-Cup Saison jetzt noch zu fahren. Im oberösterreichischen St. Agatha (ca. 45 Kilometer donauabwärts von Passau gelegen) am 14./15. September und am 05./06. Oktober in Mickhausen in der Nähe von Augsburg. Spätestens dort werden alle Titel und Platzierungen vergeben. Seid, wenn es nur irgendwie geht, bei beiden Top-Events dabei. Erlebt die KW Berg-Cup Finalläufe mit, bejubelt die Aktiven, spornt sie zu Höchstleistungen an! Ich freue mich darauf. Und auf Euch, wir sehen uns!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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