Nun ist schon wieder vorbei, die Bergrennen Saison2013. Traditionell lockt der ASC Bobingen alle Jahre wieder Anfang Oktober etwa 200 Fahrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Mickhausen / Münster in den Stauden. Das kleine 1.300 Einwohner Örtchen, inmitten der Staudenregion unweit von Augsburg, stellt mit knapp 30.000 Zuschauern jedes Jahr eines der Highlights der Bergrennen Saison dar. Dieses Jahr hatte der Veranstalter leider zum zweiten Mal in Folge Pech mit dem Wetter, so dass die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben und einen Fortbestand des Rennens gefährden. Zudem gesellten sich diverse wetterbedingte Un- und Ausfälle die die Planung der Veranstaltung gehörig durcheinander brachten. Den wohl schwersten Unfall hatte Holger Fladung mit seinem Osella BMW PA20/S als er kurz vor der Antioniusbuche mit über 150 km/h ungebremst in den Wald einschlug. Dabei verletzte er sich schwer am Kopf und an der Schulter, wurde aber auf eigenen Wunsch mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Auch einige Kandidaten aus den Reihen der Tourenwagen Piloten erwischte es - so rutschen Mario Minichberger und Thomas Klingelberger sehr unsanft von der Strecke und schlugen unsanft rückwärtig in die Streckenbegrenzung. Sowohl der VW Minichberger Scirocco I 16V als auch der VW Polo 6N2 Super 1600 JWRC Kit Car 16V wurden dabei erheblich beschädigt. Aufgrund der Unfälle und des insgesamt doch sehr hässlichen Wetters konnten mit Mühe und Not nur 2,5 Trainings- und 2 Wertungsläufe durchgeführt werden. Sehr Schade, denn sowohl Veranstalter als auch Fans und Fahrer hätten sicherlich mehr verdient, aber es ist nun mal eine Freiluftveranstaltung die man wettertechnisch nicht beeinflussen kann. Trotz der ganzen Widrigkeiten, war die Stimmung sehr gut und alle freuten sich am Ende über eine gelungene Veranstaltung. Wir hoffen nur, dass dies Kult-Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder auf dem Programm der Deutschen Bergmeisterschaft steht.

Den Gesamtsieg als auch Sportwagengruppensieg konnte sich ein wie entfesselt fahrender Christian Merlin pardon Merli mit seinem 2L Honda befeuerten Osella PA2000 einfahren - bei der Leistung ist ein Vergleich mit dem sagen umwogenden Zauberer Merlin wohl durchaus gerechtfertigt. Was der Mann mit diesem Fahrzeug am Berg anstellt lässt sich kaum in Worte kleiden, zumal er sich ja nun auch gegen die deutlich schnelleren Fahrzeuge wie die Osella Zytek FA30 und die ganze Phalanx der F3000 Fahrzeuge durchsetzte. Somit landeten die 3 Eidgenossen Marcel Steiner, Julien Doucommun (jeweils im Osella Zytek FA30) und der neue Schweizer Bergmeister Eric Berguerand (Lola FA99) auf den Rängen 2 - 4. Marcel zeigt sich aber als guter Verlierer und konnte sich zumindest über den Klassensieg in der Klasse E2-SS bis 3000 ccm Hubraum freuen. Ducommun und Berguerand folgten auf P2 und P3. Der Italiener Fausto Bormolini kam nach einem spektakulären Dreher ohne Einschlag im ersten Lauf, nicht in Wertung, startet den Fans zu Liebe aber noch mal im zweiten Lauf.  Die Gruppe E2-SS bis 2000 ccm gewann Andras Stollnberger im Opel Lotus vor dem letztjährigen Deutschen Bergmeister Frank Debryune im Dallara F303 und Hermann Waldy jun. im Tatuus Formel Masters S2000. Graziano Buttoletti war  in seinem Gloria CP5 Einzelstarter und gewann somit auch seine Klasse E2-SS bis 1600 ccm. In der kleinsten Klasse der E2-SS bis 1300 ccm gewann Bernhard Bihl im Black Forrest Formula vor Sascha Herz im Formel BMW FB2.

Ebenfalls einen Alleinunterhalter in der Klasse E2-SC über 3000 ccm gab der Österreicher Wolfgang Terschl im Tork BRS. Der neue Deutsche Bergmeister Uwe Lang sicherte sich zum Saisonabschluss im Osella BMW PA20/S EVO den Klassensieg in der Klasse E2-SC bis 3000 ccm Hubraum vor Michael Behnke (Osella BMW PA20/S) und Ferdinand Madian (Norma M20F). Uwe Kaufel setzte im PRC M88 VW vor Gerhard Siebert im Osella BMW PA18 durch und konnte die Klasse E2-SC bis 2000 ccm gewinnen. Was soll man noch zu dem Mann sagen - Christian Merli im Osella P2000 gewann natürlich auch die Klasse E2-SC bis 2000 ccm - mit 17 Sekunden Abstand mehr als nur deutlich vor Jiri Svoboda (Norma M20F) und Uwe Wolpert (UWR WFK 07). Da fragt man sich - wie macht der das nur? Er macht es halt einfach und bleibt dabei noch herrlich bescheiden und freute sich fast verlegen. Sein ehemaliger Landsmann und nun Wahl-Deutscher Franceso D'Acri waren mit seinem Elia Avrio ST09 ebenfalls Einzelstarter in der Klasse E2-SC bis 1600 ccm.

Den Tourenwagen Gesamtsieg sowie den Gruppensieg in der Klasse E2-SH und als Sahnehäubchen noch den Titel des Deutschen Bergmeisters der Tourenwagen sicherte sich der Innsbrucker Kaufmann und Porsche 935 DP2 Pilot, Herbert Stolz. Er setzte sich überlegen vor Markenkollege und Landsmann Herbert Pregartner im Porsche 911 GT2 RSR und Erzrivalen Reto Meisel im Mercedes Benz 190E RM1 Judd V8. Die beiden Opel Astra Coupé V8 DTM Piloten Klaus Hoffmann und Sebastian Schmitt fielen beide Chancenlos nach dem ersten Lauf auf aus und kamen somit nicht in Wertung. Der Tscheche Roman Schwan im Lotus Evora EVO gewann die Klasse E2-SH bis 2000 ccm, Jarsolav Janák im Kamai VW Golf I die Klasse E2-SH bis 1600 ccm. Guiseppe Agnello gewann im Mazda MX-5 als Einzelstarter die GT Klasse bis 2000 ccm. Ein weiterer Tscheche, Jan Cermak sicherte sich zum Saisonabschluß einen Klassensieg in der Klasse FS/E1 über 2000 ccm im geliehenen Mitsubishi Colt Evo vor Felix Pailer im Lancia Delta Integrale Evo und Subaru Impreza WRX Ledinegg Pilot Mike Jelinek. Einen Überraschungssieger in der Klasse FS/E1 bis 2000 ccm konnten die Zuschauer in Gestalt von Jürgen Schuster sehen. Er trieb seinen Wankel Mazda RX-7 mehr als nur gekonnt den Berg hinauf und wurde mit dem ersten Klassensieg in der Klasse belohnt. Auf P2 folgte Hans-Peter "Hansi" Eller im Ford Escort RS2000 STW V6 vor Franz Roider im Ford Mondeo STW. Schnellster 8V Pilot in dieser Klasse wurde Walter Terler im Opel Krause Kadett C Coupé 8V.

Der Schweizer Martin Bürki konnte seine ganze Erfahrung und Mut beim Kampf in der Klasse FS/E1 bis 1600 ccm ausspielen. Er verwies im VW Polo II 16V MB den VW Spiess Golf 16V Piloten Egidio Pisano und Citroen AX 1.6 16V Kit Car Pilot Manfred Schulte auf die Ränge 2 und 3. Martin Bürkis Teamkollege Christoph Rohr tat seinem Kumpel Martin gleich und gewann im Audi 50 MLP die Klasse FS/E1 bis 1400 ccm vor Martin Bächler im VW Lupo. Der alte Hase Franz Weißdorn im VW Polo Honda 16V konnte sich gekonnt gegen den Schweizer Lucky Naef im Suzuki Swift und Hans-Peter Wiebe im Renault R8 Gordini 16V durchsetzen. Somit waren ihm weitere wichtige Punkte hier sicher. Aldo Pezullo im Fiat 126 war auch einer der vielen Einzelstarter in der Klasse und gewann seine Klasse FS/E1 bis 1150 ccm.

Der Wechsel in die Gruppe H - bei den Überliterfahrzeugen der Gruppe H über 2L Hubraum gewann Werner "Jetty" Jetzt im ex-Colin McRae Subaru Impreza WRX Sti, nach einer fetten "Drift-Leitplankenkontakt-durch den Dreck räuber" Show Einlage im ersten Lauf, verdient vor Ford Escort Cosworth Pilot Norman Struckmann. Der Schweizer Armin Banz auf Opel Kadett C Coupé 16V komplettierte das Stockerl auf P3. Bei den Freunden der Selbstzünder Fraktion fehlte der Zierenberger Christian Triebstein, da er immer noch mit den Spätfolgen des feigen Säure Attentats am Alfa 147 JTD von Eichenbühl zu tun hat. Somit waren nur zwei Fahrer am Start. Sepp Koller gewann hier vor Carina Miller. In der Gruppe H bis 2L Hubraum scheint die Zeit der STW Fahrzeuge nun wirklich gekommen zu sein. Unter den ersten 6 befinden sich insgesamt 4 STW/WTCC/BTCC Fahrzeuge. Am besten mit den widrigen Bedingungen kam Björn Wiebe mit seinem Renault Williams Wiebe Laguna klar. Er peitschte den blau-goldenen Renner in Rekordzeit Strecke hinauf und sicherte sich somit verdient den Klassensieg vor Marco Fink im BMW 320si WTCC und dem Gesamtsieger der Gruppe H, Dieter Rottenberger im BMW 318iS STW. Auf Rang 4 landete ein wie immer bestens aufgelegter Patrick Orth im BMW 320iS, der sich diese Saison keinen Fehler leistete und seine Klasse damit mehr als nur unter Beweis stellte. Auf P5 landete das einzige spitzen Opel Kadett C Coupé 16V mit Roman Sonderbauer am Steuer. Platz 6 belegte Björns jüngerer Bruder André im weiteren Renault Williams Wiebe Laguna, der aber leider vorne nur mit geschnittenen Slicks unterwegs war - sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen, sagte er uns. Ja - Wiebes waren mit zwei originalen BTCC Lagunas vor Ort - wer nun meint das wäre alles, der hat geirrt. Es gibt noch zwei weitere davon in Wiebe Motorsports Händen - einer davon noch als zerlegtes T-Car. Schön, wenn solche Autos noch aktiv eingesetzt werden. Wenn das dann auch noch schnell und erfolgreich ist, umso besser. Schnellster 8V Pilot wurde, ein dieses Jahr leider nicht so oft fahrender, Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V.

Die Gruppe H bis 1600 ccm war rein in Schweizer Hand - Christoph Mattmüller im VW Scirocco gewann hier vor Beat Halbheer im Citroen Saxo und Roland Sprecher im Peugeot 106 16V. Bei den 1300ern der Gruppe H war ein riesen Starterfeld von 16 Autos am Start, so viel wie noch nie dieses Jahr. Gerhard Moser setzte sich mit dem VW Polo I 16V mit Oettinger Kopf auf P1 vor Manfred Konrad im VW Corrado 16V und Lokalmatador Wolfang Glas im VW Minichberger Polo I 16V. Auf P4 folgte schon der schnellster 8V Pilot Nils Abb im VW Schneider Polo II 8V. Nils hat hier wieder eine hervorragende Leistung abgeliefert und konnte sich so wichtige Punkte für die Meisterschaft sichern. In der kleinsten Klasse der Gruppe H bis 1150 ccm setzte sich ebenfalls ein alter Hase durch - Jürgen Heßberger platzierte sich mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing 8V vor dem einzigen 16V im Feld - Thomas Stelberg auf VW Schneider Polo II 16V . Das Stockerl komplettierte Bernd Deutsch im Schneider Audi 50 GL 8V.

Der Classic Berg Cup war in Mickhausen nicht ausgeschrieben, so dass die große Anzahl an NSUs in einer eigenen Klasse in der Gruppe H gewertet wurden. Jörg Höber zeigte und bestätigte seine über das ganze Jahr hervorragende Leistung - er sicherte sich zu Recht P1 in dieser Klasse und wurde so auch zugleich Vizemeister im NSU Bergpokal. Dem hatte auch der Rekordmeister, Steffen Hofmann, nicht viel entgegen zu setzen. Ihm fehlten dieses Jahr einfach ein paar Läufe um aktiv in den Meisterschaftskampf eingreifen zu können. Steffen überlegt für die kommende Saison ein anderes Projekt aufzubauen, wir dürfen also gespannt sein. Auf Platz 3 landete der neue NSU Bergpokal Meister Uwe Schindler im NSUT TT KWR. Nicola Höllerich zeigte ebenfalls, dass sie und der Regen keine Feinde sind  und mit ihr dann immer zu rechnen ist. Sie wurde mit einem guten 4. Platz dafür belohnt. Auf Platz 5 reihte sich Karlheinz Meurer mit seinem orangenen NSU TT ein.

In der großen Gruppe A/F über 2000 ccm gewann Rudi Bicciato (Mitsubishi EVO VI) vor Guido Bestle in der Renault Alpine GT V6 Turbo. BMW M3 Treter Alfred Hilger platzierte seinen Wagen nach einem Ausritt auf P3. Eine Klasse weiter tiefer, in der Gruppe A bis 2000 ccm, konnte sich Helmut Knoblich im überbreiten Peugeot 306 Maxi gegen die Markenkollegen Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und Kurt Ritzberger im Peugeot 306 GTi durchsetzen. Bei den 1600ern der Gruppe A/F gewann Jürgen Fechter im VW Scirocco GTi vor Franz Hasenstab im Peugeot 206 Kit Car und Heinz-Peter Boch. Dieter Altmann jun. verkam im Peugeot 205 Rallye 1.3 zum Einzelstarter in der Gruppe A/F bis 1400 ccm. Die große Gruppe N über 2000 ccm gewann der ehem. Berg Europameister Roland Wanek auf Mitsubishi Lancer EVO IX vor Václav Janik im Mitsubishi Lancer EVO IX. Heimo Hinterhofer gewann die Gruppe N bis 2000 ccm vor Chris-André Mayer und Bernhard Gassler - alle auf Honda Civic Type R. In der Gruppe N bis 1600 ccm siegte Davide D'Acri auf Peugeot 106 Rallye vor Christian Bächle im Suzuki Swift Sport. Zwei weitere D'Acris machten die Gruppe N bis 1400 ccm unter sich aus. Stefano setzte sich hier gegen Luigi durch - beide auf Peugeot 106 Rallye. Michael Hulm (BMW M3) und Nikolas Uenzen (Toyota Corolla E9) gewannen als Einzelstarter jeweils ihre Gruppe G LG1 und LG4.

Das war sie nun, die Saison 2013 - sie hatten viele Höhen und leider auch Ihre Tiefen. Wir hoffen, dass wir uns im kommenden Jahr wiedersehen. Bis dahin, Alles Gute. 

sponsor banner

News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

Weiterlesen ...
 

Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

Weiterlesen ...
 

Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

Weiterlesen ...
 

News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

Weiterlesen ...
 

Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

Weiterlesen ...
 

Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

Weiterlesen ...
 

tij banner

Zum Seitenanfang