Nun ist schon wieder vorbei, die Bergrennen Saison2013. Traditionell lockt der ASC Bobingen alle Jahre wieder Anfang Oktober etwa 200 Fahrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Mickhausen / Münster in den Stauden. Das kleine 1.300 Einwohner Örtchen, inmitten der Staudenregion unweit von Augsburg, stellt mit knapp 30.000 Zuschauern jedes Jahr eines der Highlights der Bergrennen Saison dar. Dieses Jahr hatte der Veranstalter leider zum zweiten Mal in Folge Pech mit dem Wetter, so dass die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben und einen Fortbestand des Rennens gefährden. Zudem gesellten sich diverse wetterbedingte Un- und Ausfälle die die Planung der Veranstaltung gehörig durcheinander brachten. Den wohl schwersten Unfall hatte Holger Fladung mit seinem Osella BMW PA20/S als er kurz vor der Antioniusbuche mit über 150 km/h ungebremst in den Wald einschlug. Dabei verletzte er sich schwer am Kopf und an der Schulter, wurde aber auf eigenen Wunsch mittlerweile aus dem Krankenhaus entlassen.

Auch einige Kandidaten aus den Reihen der Tourenwagen Piloten erwischte es - so rutschen Mario Minichberger und Thomas Klingelberger sehr unsanft von der Strecke und schlugen unsanft rückwärtig in die Streckenbegrenzung. Sowohl der VW Minichberger Scirocco I 16V als auch der VW Polo 6N2 Super 1600 JWRC Kit Car 16V wurden dabei erheblich beschädigt. Aufgrund der Unfälle und des insgesamt doch sehr hässlichen Wetters konnten mit Mühe und Not nur 2,5 Trainings- und 2 Wertungsläufe durchgeführt werden. Sehr Schade, denn sowohl Veranstalter als auch Fans und Fahrer hätten sicherlich mehr verdient, aber es ist nun mal eine Freiluftveranstaltung die man wettertechnisch nicht beeinflussen kann. Trotz der ganzen Widrigkeiten, war die Stimmung sehr gut und alle freuten sich am Ende über eine gelungene Veranstaltung. Wir hoffen nur, dass dies Kult-Veranstaltung auch im nächsten Jahr wieder auf dem Programm der Deutschen Bergmeisterschaft steht.

Den Gesamtsieg als auch Sportwagengruppensieg konnte sich ein wie entfesselt fahrender Christian Merlin pardon Merli mit seinem 2L Honda befeuerten Osella PA2000 einfahren - bei der Leistung ist ein Vergleich mit dem sagen umwogenden Zauberer Merlin wohl durchaus gerechtfertigt. Was der Mann mit diesem Fahrzeug am Berg anstellt lässt sich kaum in Worte kleiden, zumal er sich ja nun auch gegen die deutlich schnelleren Fahrzeuge wie die Osella Zytek FA30 und die ganze Phalanx der F3000 Fahrzeuge durchsetzte. Somit landeten die 3 Eidgenossen Marcel Steiner, Julien Doucommun (jeweils im Osella Zytek FA30) und der neue Schweizer Bergmeister Eric Berguerand (Lola FA99) auf den Rängen 2 - 4. Marcel zeigt sich aber als guter Verlierer und konnte sich zumindest über den Klassensieg in der Klasse E2-SS bis 3000 ccm Hubraum freuen. Ducommun und Berguerand folgten auf P2 und P3. Der Italiener Fausto Bormolini kam nach einem spektakulären Dreher ohne Einschlag im ersten Lauf, nicht in Wertung, startet den Fans zu Liebe aber noch mal im zweiten Lauf.  Die Gruppe E2-SS bis 2000 ccm gewann Andras Stollnberger im Opel Lotus vor dem letztjährigen Deutschen Bergmeister Frank Debryune im Dallara F303 und Hermann Waldy jun. im Tatuus Formel Masters S2000. Graziano Buttoletti war  in seinem Gloria CP5 Einzelstarter und gewann somit auch seine Klasse E2-SS bis 1600 ccm. In der kleinsten Klasse der E2-SS bis 1300 ccm gewann Bernhard Bihl im Black Forrest Formula vor Sascha Herz im Formel BMW FB2.

Ebenfalls einen Alleinunterhalter in der Klasse E2-SC über 3000 ccm gab der Österreicher Wolfgang Terschl im Tork BRS. Der neue Deutsche Bergmeister Uwe Lang sicherte sich zum Saisonabschluss im Osella BMW PA20/S EVO den Klassensieg in der Klasse E2-SC bis 3000 ccm Hubraum vor Michael Behnke (Osella BMW PA20/S) und Ferdinand Madian (Norma M20F). Uwe Kaufel setzte im PRC M88 VW vor Gerhard Siebert im Osella BMW PA18 durch und konnte die Klasse E2-SC bis 2000 ccm gewinnen. Was soll man noch zu dem Mann sagen - Christian Merli im Osella P2000 gewann natürlich auch die Klasse E2-SC bis 2000 ccm - mit 17 Sekunden Abstand mehr als nur deutlich vor Jiri Svoboda (Norma M20F) und Uwe Wolpert (UWR WFK 07). Da fragt man sich - wie macht der das nur? Er macht es halt einfach und bleibt dabei noch herrlich bescheiden und freute sich fast verlegen. Sein ehemaliger Landsmann und nun Wahl-Deutscher Franceso D'Acri waren mit seinem Elia Avrio ST09 ebenfalls Einzelstarter in der Klasse E2-SC bis 1600 ccm.

Den Tourenwagen Gesamtsieg sowie den Gruppensieg in der Klasse E2-SH und als Sahnehäubchen noch den Titel des Deutschen Bergmeisters der Tourenwagen sicherte sich der Innsbrucker Kaufmann und Porsche 935 DP2 Pilot, Herbert Stolz. Er setzte sich überlegen vor Markenkollege und Landsmann Herbert Pregartner im Porsche 911 GT2 RSR und Erzrivalen Reto Meisel im Mercedes Benz 190E RM1 Judd V8. Die beiden Opel Astra Coupé V8 DTM Piloten Klaus Hoffmann und Sebastian Schmitt fielen beide Chancenlos nach dem ersten Lauf auf aus und kamen somit nicht in Wertung. Der Tscheche Roman Schwan im Lotus Evora EVO gewann die Klasse E2-SH bis 2000 ccm, Jarsolav Janák im Kamai VW Golf I die Klasse E2-SH bis 1600 ccm. Guiseppe Agnello gewann im Mazda MX-5 als Einzelstarter die GT Klasse bis 2000 ccm. Ein weiterer Tscheche, Jan Cermak sicherte sich zum Saisonabschluß einen Klassensieg in der Klasse FS/E1 über 2000 ccm im geliehenen Mitsubishi Colt Evo vor Felix Pailer im Lancia Delta Integrale Evo und Subaru Impreza WRX Ledinegg Pilot Mike Jelinek. Einen Überraschungssieger in der Klasse FS/E1 bis 2000 ccm konnten die Zuschauer in Gestalt von Jürgen Schuster sehen. Er trieb seinen Wankel Mazda RX-7 mehr als nur gekonnt den Berg hinauf und wurde mit dem ersten Klassensieg in der Klasse belohnt. Auf P2 folgte Hans-Peter "Hansi" Eller im Ford Escort RS2000 STW V6 vor Franz Roider im Ford Mondeo STW. Schnellster 8V Pilot in dieser Klasse wurde Walter Terler im Opel Krause Kadett C Coupé 8V.

Der Schweizer Martin Bürki konnte seine ganze Erfahrung und Mut beim Kampf in der Klasse FS/E1 bis 1600 ccm ausspielen. Er verwies im VW Polo II 16V MB den VW Spiess Golf 16V Piloten Egidio Pisano und Citroen AX 1.6 16V Kit Car Pilot Manfred Schulte auf die Ränge 2 und 3. Martin Bürkis Teamkollege Christoph Rohr tat seinem Kumpel Martin gleich und gewann im Audi 50 MLP die Klasse FS/E1 bis 1400 ccm vor Martin Bächler im VW Lupo. Der alte Hase Franz Weißdorn im VW Polo Honda 16V konnte sich gekonnt gegen den Schweizer Lucky Naef im Suzuki Swift und Hans-Peter Wiebe im Renault R8 Gordini 16V durchsetzen. Somit waren ihm weitere wichtige Punkte hier sicher. Aldo Pezullo im Fiat 126 war auch einer der vielen Einzelstarter in der Klasse und gewann seine Klasse FS/E1 bis 1150 ccm.

Der Wechsel in die Gruppe H - bei den Überliterfahrzeugen der Gruppe H über 2L Hubraum gewann Werner "Jetty" Jetzt im ex-Colin McRae Subaru Impreza WRX Sti, nach einer fetten "Drift-Leitplankenkontakt-durch den Dreck räuber" Show Einlage im ersten Lauf, verdient vor Ford Escort Cosworth Pilot Norman Struckmann. Der Schweizer Armin Banz auf Opel Kadett C Coupé 16V komplettierte das Stockerl auf P3. Bei den Freunden der Selbstzünder Fraktion fehlte der Zierenberger Christian Triebstein, da er immer noch mit den Spätfolgen des feigen Säure Attentats am Alfa 147 JTD von Eichenbühl zu tun hat. Somit waren nur zwei Fahrer am Start. Sepp Koller gewann hier vor Carina Miller. In der Gruppe H bis 2L Hubraum scheint die Zeit der STW Fahrzeuge nun wirklich gekommen zu sein. Unter den ersten 6 befinden sich insgesamt 4 STW/WTCC/BTCC Fahrzeuge. Am besten mit den widrigen Bedingungen kam Björn Wiebe mit seinem Renault Williams Wiebe Laguna klar. Er peitschte den blau-goldenen Renner in Rekordzeit Strecke hinauf und sicherte sich somit verdient den Klassensieg vor Marco Fink im BMW 320si WTCC und dem Gesamtsieger der Gruppe H, Dieter Rottenberger im BMW 318iS STW. Auf Rang 4 landete ein wie immer bestens aufgelegter Patrick Orth im BMW 320iS, der sich diese Saison keinen Fehler leistete und seine Klasse damit mehr als nur unter Beweis stellte. Auf P5 landete das einzige spitzen Opel Kadett C Coupé 16V mit Roman Sonderbauer am Steuer. Platz 6 belegte Björns jüngerer Bruder André im weiteren Renault Williams Wiebe Laguna, der aber leider vorne nur mit geschnittenen Slicks unterwegs war - sonst wäre sicherlich mehr drin gewesen, sagte er uns. Ja - Wiebes waren mit zwei originalen BTCC Lagunas vor Ort - wer nun meint das wäre alles, der hat geirrt. Es gibt noch zwei weitere davon in Wiebe Motorsports Händen - einer davon noch als zerlegtes T-Car. Schön, wenn solche Autos noch aktiv eingesetzt werden. Wenn das dann auch noch schnell und erfolgreich ist, umso besser. Schnellster 8V Pilot wurde, ein dieses Jahr leider nicht so oft fahrender, Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V.

Die Gruppe H bis 1600 ccm war rein in Schweizer Hand - Christoph Mattmüller im VW Scirocco gewann hier vor Beat Halbheer im Citroen Saxo und Roland Sprecher im Peugeot 106 16V. Bei den 1300ern der Gruppe H war ein riesen Starterfeld von 16 Autos am Start, so viel wie noch nie dieses Jahr. Gerhard Moser setzte sich mit dem VW Polo I 16V mit Oettinger Kopf auf P1 vor Manfred Konrad im VW Corrado 16V und Lokalmatador Wolfang Glas im VW Minichberger Polo I 16V. Auf P4 folgte schon der schnellster 8V Pilot Nils Abb im VW Schneider Polo II 8V. Nils hat hier wieder eine hervorragende Leistung abgeliefert und konnte sich so wichtige Punkte für die Meisterschaft sichern. In der kleinsten Klasse der Gruppe H bis 1150 ccm setzte sich ebenfalls ein alter Hase durch - Jürgen Heßberger platzierte sich mit seinem Fiat 127 Sport Martini Racing 8V vor dem einzigen 16V im Feld - Thomas Stelberg auf VW Schneider Polo II 16V . Das Stockerl komplettierte Bernd Deutsch im Schneider Audi 50 GL 8V.

Der Classic Berg Cup war in Mickhausen nicht ausgeschrieben, so dass die große Anzahl an NSUs in einer eigenen Klasse in der Gruppe H gewertet wurden. Jörg Höber zeigte und bestätigte seine über das ganze Jahr hervorragende Leistung - er sicherte sich zu Recht P1 in dieser Klasse und wurde so auch zugleich Vizemeister im NSU Bergpokal. Dem hatte auch der Rekordmeister, Steffen Hofmann, nicht viel entgegen zu setzen. Ihm fehlten dieses Jahr einfach ein paar Läufe um aktiv in den Meisterschaftskampf eingreifen zu können. Steffen überlegt für die kommende Saison ein anderes Projekt aufzubauen, wir dürfen also gespannt sein. Auf Platz 3 landete der neue NSU Bergpokal Meister Uwe Schindler im NSUT TT KWR. Nicola Höllerich zeigte ebenfalls, dass sie und der Regen keine Feinde sind  und mit ihr dann immer zu rechnen ist. Sie wurde mit einem guten 4. Platz dafür belohnt. Auf Platz 5 reihte sich Karlheinz Meurer mit seinem orangenen NSU TT ein.

In der großen Gruppe A/F über 2000 ccm gewann Rudi Bicciato (Mitsubishi EVO VI) vor Guido Bestle in der Renault Alpine GT V6 Turbo. BMW M3 Treter Alfred Hilger platzierte seinen Wagen nach einem Ausritt auf P3. Eine Klasse weiter tiefer, in der Gruppe A bis 2000 ccm, konnte sich Helmut Knoblich im überbreiten Peugeot 306 Maxi gegen die Markenkollegen Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und Kurt Ritzberger im Peugeot 306 GTi durchsetzen. Bei den 1600ern der Gruppe A/F gewann Jürgen Fechter im VW Scirocco GTi vor Franz Hasenstab im Peugeot 206 Kit Car und Heinz-Peter Boch. Dieter Altmann jun. verkam im Peugeot 205 Rallye 1.3 zum Einzelstarter in der Gruppe A/F bis 1400 ccm. Die große Gruppe N über 2000 ccm gewann der ehem. Berg Europameister Roland Wanek auf Mitsubishi Lancer EVO IX vor Václav Janik im Mitsubishi Lancer EVO IX. Heimo Hinterhofer gewann die Gruppe N bis 2000 ccm vor Chris-André Mayer und Bernhard Gassler - alle auf Honda Civic Type R. In der Gruppe N bis 1600 ccm siegte Davide D'Acri auf Peugeot 106 Rallye vor Christian Bächle im Suzuki Swift Sport. Zwei weitere D'Acris machten die Gruppe N bis 1400 ccm unter sich aus. Stefano setzte sich hier gegen Luigi durch - beide auf Peugeot 106 Rallye. Michael Hulm (BMW M3) und Nikolas Uenzen (Toyota Corolla E9) gewannen als Einzelstarter jeweils ihre Gruppe G LG1 und LG4.

Das war sie nun, die Saison 2013 - sie hatten viele Höhen und leider auch Ihre Tiefen. Wir hoffen, dass wir uns im kommenden Jahr wiedersehen. Bis dahin, Alles Gute. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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