Nun sollte es endlich soweit sein, die Bergrennen Saison startet in ihre 2014er Ausgabe im Großherzogtum Luxemburg, wo sie auch dieses Jahr zum ersten Mal mit dem FIA Hillclimb Masters auch wieder enden wird. Denn die Union des Pilotes trägt neben dem bereits zum 26. Mal statt findenden European Hill Race Eschdorf auch das die erste Auflage des FIA Hillclimb Masters aus im kleinen Ort Eschdorf (Distrikt Diekirch) aus. Die Einwohner des knapp 2.300 Seelen Dorfes inmitten der  bewaldeten Hügellandschaft mit den prägenden  Schieferfelswänden, hatten dieses Jahr mit knapp 240 gemeldeten Teilnehmern ein volles Haus zu verzeichnen und stelle das Orga Team um Yves Thommes und Guy Oster vor eine große zu bewältigende Aufgabe. Der Samstag zeigte sich vom Ablauf her etwas zäh und lies, nach ein paar Zwischenfällen, letzten Endes nur zwei volle Trainingsläufe zu. Wettertechnisch waren zumindest am Freitag und Samstag die Eisheiligen deutlich zu spüren,  was der dann sonnige Sonntag aber in Gänze wieder wettmachen konnte. Mit angenehm frühlingshaften Temperaturen konnten alle Teilnehmer das Rennen bestreiten und den Zuschauern tollen und spannenden Motorsport präsentieren. Ein hochkarätigeres Starterfeld hat man in Europa oder der Deutschen Bergmeisterschaft wohl eher selten zu sehen. Darum wunderte es kaum, dass viele Zuschauer die knapp 2 km lange Strecke säumten und einer der wohl knappsten Rennausgänge überhaupt beiwohnen konnten.

Der Franzose Nicolas Schatz im brachial gehenden Norma BMW M20 FC V8 gewann das 26. European Hill Race in Eschdorf mit 0,035 Sekunden Vorsprung, nach der Addition von zwei aus drei Rennläufen, vor Eric Berguerand im Lola Cosworth FA99 und Sébastien Petit im Norma BMW M20 FC V8. Eric Berguerand konnte sich im zweiten Wertungslauf noch den absoluten neuen Streckenrekord mit 00:48.990 min sichern und unterbot damit den bisherigen Rekord von Landsmann Marcel Steiner im Osella Zytek FA30. Schnellster Tourenwagen und damit auch hier der Sieger wurde verdient der amtierende Deutsche Bergmeister Herbert Stolz im wunderschönen Porsche 935 DPII vor dem Schweizer Eidgenossen Ronnie Bratschi im Mitsubishi Evo 8 EGMO. Der drittschnellste und die damit verbundene abgelieferte Glanzleistung, wurde Berg-Cup Pilot Jörg Weidinger. Bei dem Mann fehlen einem im positiven Sinne echt die Worte und gehen einem auch die Superlative aus. Er wurde mit seinem BMW 318i STW, mit 2 L Hubraum und um die 300 PS Leistung, dritter im Tourenwagen-Gesamtklassement. Äußerst potente Mitstreiter gab es ja nun mehr als genug, die teilweise das dreifache an Leistung zur Verfügung hatten. Hier zeigt Jörg Weidinger eben einmal mehr seine Klasse als Topmotorsportler.

Der neue Streckenrekordhalter Eric Berguerand im Lola Cosworth FA99 gewann natürlich auch seine Klasse E2-SS bis 3000 ccm Hubraum vor Geoffrey Schatz im Reynard Mugen Honda 95D und Alban Thomas  im Reynard Mugen Honda 01KL. David Hauser schaffte mit seinem komplett neu entwickelten Wolf Power GB08F1 einen guten fünften Rang hinter dem Reynard Cosworth 93D Pilot Simon Hugentobler. Eigenartigerweise waren beim Bergrennen in Eschdorf mehr Formel 3 Fahrzeuge am Start als Wochenende zuvor in Oschersleben bei der Formel Meisterschaft - nicht weniger als 14 Formel 3 waren hier in Eschdorf am Start und kürten Ludovic Cholley im Dallara Mercedes F306 als Sieger. Auf P2 und P3 folgten Samy Guy und Etienne Debarre, jeweils im Dallara Opel Spiess F302. Die Klasse E2-SS bis 2000 ccm gewann Anthony Loeuilleux vor Peter Behnke, beide auf Tatuus Honda Formula Master. Der bereits 76-jährige Leon Linden stellte seinen Dallara Opel Spiess F304 bei seinem Heimrennen auf P3 ab. Thierry Bertin im Dallara Suzuki PB08 war Einzelstarter in seiner Klasse E2-SS bis 1300 ccm.

Die in Deutschland nicht zugelassene Klasse E2-SC/CNplus bis 4000 ccm Hubraum gewann selbstredend Nicolas Schatz im Norma M20  FC mit BMW V8 Power vor Sébastien Petit, ebenfalls Norma BMW M20 FC V8, und Cyrille Frantz im transparenten Osella BMW PA27. Ein sehr gut aufgelegter Patrick Zajelsnik im Norma Mugen M20F verwies seine BMW befeuerten Markenkollegen Jelle De Connick und Martine Hubert, in der Klasse E2-SC/CN bis 3000 ccm auf die Ränge zwei und drei. Bei den ebenfalls zahlreich vertretenen Fahrzeugen der Klasse E2-SC/CN bis 2000 ccm Hubraum gewann der Norma Honda M20F Pilot Kevin Durot vor Herbert Hunziker und dem bestplatzierten Deutschen in der Klasse, Bernd Letmade - ebenfalls auf Norma Honda M20. Die infernalisch und spektakulär bewegten Flundern aus der Klasse E2-SC/CN bis 1300 cm war hart umkämpft. Hier konnte sich Yves Tholy im Speed Car Suzuki gegen Fabien Bourgeon im TracKing Suzuki RC01 und Bruno Collard im BRC Suzuki Evo CM05 durchsetzen.

Vladimir Vitver preschte mit seinem bestens vorbereiteten Audi WTTR DTM in der Klasse E2-SH über 3000 ccm auf P1 vor. Sebastian Schmitt hatte am Trainingstag sein Aha-Erlebnis mit Ausritt, konnte aber über Nacht reparieren und somit  den Renntag in Angriff nehmen. Seinen Opel Astra Coupé V8 DTM stellte nach der Addition von zwei aus drei Läufen auf P2 ab, gefolgt vom Mazda 3 MPS Rotary Piloten Yann Héche. Bart de Saedeleer im Fiat 500 VRC war Einzelstarter in seiner Klasse E2-SH bis 1600 ccm Hubraum. Die rein von Rennwagen aus Zuffenhausen besetzte Klasse GT über 3500 ccm Hubraum konnte Yanick Bodson im infernalisch klingenden Porsche 997 GT3 Cup für sich entscheiden. P2 ging an Christian Schmitter im aufgeladenen Porsche 997 GT2, während sich Georges Goedert im Porsche 997 GT3 RS den dritten Rang sicherte. Eine Hubraumklasse tiefer, von 2000 - 3500 ccm Hubraum, verkam Ralph Schroeder im Nissan 350Z zum Einzelstarter. In der sehr gut besetzten Klasse E1 über 3000 ccm gewann Herbert Stolz verdient und deutlich im betagten Porsche 935 DP2 vor Ronnie Bratschi im Mitsubishi Lancer EVO 8 EGMO und Slalomass Mario Fuchs im Pinkschwarzen Mitsubishi Evo 9, der sich ebenfalls gegen wesentlich stärkere Kontrahenten durchsetzen konnte.  Yannick Poinsignon beanspruchte im wilden CG Simca B1200S Turbo den Sieg der Klasse E1 von 2000 - 3000 ccm. P2 ging hier an Anthony Dubios im schnittigen Scora Maxi Renault Turbo, P3 an den BMW E30 Fahrer Bertrand Favre.

Die mit über 35 Fahrzeugen extrem gut  besetzte Gruppe E1 bis 2000 ccm Hubraum war die am heißesten umkämpfte Gruppe am Wochenende. Nach der logischen Zusammenlegung der Gruppe H und E1 zu einer Startgruppe, war diese Gruppe das Salz in der heißen Suppe vom Wochenende. Bereits eingangs beschriebener Top Pilot Jörg Weidinger gewann diese Klasse mit fast 4 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Egidio Pisano im VW Spiess Golf 2.0 16V und ganz knapp dahinter Mario Minichberger im VW Minichberger Scirocco I 16V. André Wiebe stellte den bestplatzierten der 3 - in Worten drei - mitgebrachten Renault Williams Wiebe Laguna BTCC auf P4 ab. Bergfremdfahrer, und nun im Opel Adam Cup Rallyedienst stehender, Patrick Orth  wurde im BMW Frank 320is toller fünfter. Schnellster 8V Fahrer der Klasse ist Christian Auer im Wimmer BMW 2002tii 8V vor Stefan Faulhaber im Opel Briegel Kadett C Coupé 8V, der im dritten Lauf mit technischen Problemen zu kämpfen hatte und nur noch durchs Ziel rollte. Opel  Zöllner Corsa A GSI 16V Treter Tobias Auchter gewann mit etwas über einer Sekunde Vorsprung auf Manfred Schulte im Citroen Dobrowolski AX Evo 3 und Franz Koob im Koob Motorsport Fiat Uno 16V. Der schnellste 8V Pilot wurde der supersympatische Finne Mikko Kataja im quirligen Toyota Starlet 8V. Auf 3 Rädern sauste er durch die Kurven als wenn es kein Morgen gibt. Bei ihm hat sein beherzter Gastauftritt am Glasbach im letzten Jahr wohl das Verlangen nach mehr geweckt. Wir freuen uns über diese Bereicherung in der Klasse E1 bis 1600 ccm.

Wie der Top besetzt war die Klasse E1 bis 1400 ccm - ja die heißt jetzt 1400 ccm und nicht mehr 1300 ccm - wo Altmeister und Urgestein Franz Weißdorn sich mit fast 2 Sekunden Abstand gegen Berg-Cup Neueinsteiger Carnio Marchione im Fiat 127 16V durchsetzte. Das Stockerl komplettierte Geburtstagskind Wolfgang Glas im VW Minichberger Polo I 16V. Der beste der 8V Piloten war Nils Abb, der damit an seine hervorragende Form des Vorjahres anknüpfte.  Ein Rekordstarterfeld hatte die Klasse E1 bis 1150 ccm Hubraum zu vermelden. Mit 9 Startern waren so viele Starter aktiv, wie schon lange nicht mehr. Thomas Stelberg konnte hier endlich einmal seine Leistung im VW Schneider Polo II 16V unter Beweis stellen und verwies Robert Bauer im VW Polo II 16V und Jürgen Hessberger im Fiat 127 Sport 8V in die Schranken. Armin Ebenhöh kam im Weißdorn Polo I 8V auf P4. Ihm ist aber der beste Sound des Wochenendes sicher, wo er sich nicht hinter denen eines BMW E30 M3 verstecken muss.

Die Gruppe A bis über 2000 ccm gewann der Ex-Europameister Roland Wanek im Mitsubishi Lancer Evo 9 vor Richard Rein im Ford Capri 2600 RS und Ludger Dreyfürst im Mitsubishi Lancer. Eine Klasse tiefer bis 2000 ccm konnte sich ein erkennbar erleichterter Ralf Orth im BMW 320is gegen Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und Markus Goldbach im Renault Clio RS durchsetzen. Da konnten die Damen des Hauses Orth mächtig stolz auf ihre beiden Jungs sein. Eine Glanzauftritt hatte Ronny Hering im VW Scirocco I GTI als sich gegen die moderneren und deutlich potenteren Kontrahenten der Klasse A bis 1600 ccm durch setzte. Johny Blom im Citroen DS3R3 und Chris Koenig im Citroen C2R2 Max hatten da das Nachsehen.

Der NSU Bergpokal durfte natürlich in Eschdorf auch nicht fehlen, wenn auch mit nicht mit einem ganz so großen Starterfeld wie sonst. Steffen Hofmann stellte seine absolutes Können und seine ganze Erfahrung hier bestens im komplett neu aufgebauten NSU TT mit Gruppe 5 Heckflügel unter Beweis. Zwar mit Leihgetriebe, da das eigene leider unter Karies leidet, verwies er einen ebenfalls toll und blitzsauber fahrenden Jörg Höber und Uwe Schindler auf die Ränge 2 und 3. Auf Platz 4 folgte Thomas Krystofiak im Langnasen-NSU 1200C, Nicola Höllerich komplettierte als einzige Frau NSU Feld die Top 5.

Die Klasse der GLP Fahrzeuge gewann Alfred Belz im VW Käfer 1302 vor Jutta Meuser im MG Midget Mk3 und Stephan Lewitzki im Ford Anglia de Luxe.

Die Deutsche Bergmeisterschaft macht bis zum Pfingstfest eine kleine Pause bis dann zum Wolsfelder Bergrennen wieder heißt, der Berg ruft!

Weitere Klassensieger sind:

  • Klasse VH GT bis 1600 ccm - Hendri van Delden - VW Käfer 1302S
  • Klasse VH bis 1600 ccm - Jane Harratt - Brabham Ford BT21B
  • Klasse N + R1 bis 1600 ccm - Christian Bächle - Suzuki Swift Sport
  • Klasse N + R1 bis 2000 ccm - Yvan Michotte - Peugeot 206RC
  • Klasse A + R2 + R3 bis 1400 ccm - Henri Marc Turk - Abarth 500

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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