Pfingsten ist allen in der Bergrennen Szene ein Begriff - nein nicht, weil dort eine besondere Kirche steht oder so etwas, sondern natürlich wegen dem Wolsfelder Bergrennen. So zieht der Tross, nach dem bereits vor 4 Wochen stattgefundenen European Hill Race in Eschdorf, weiter in die Eifel, Nähe Bitburg. Bei herrlichem Kaiserwetter, um nicht zu sagen, bei einer Bruthitze von über 35° Celsius wartete der EMSC Bitburg mit einem Rekordstarterfeld von 182 Nennungen aus vielen Europäischen Ländern auf. Das wie immer bestens von Günter Hoor und seinem hochmotiviertem Team vorbereitete und flüssig durchgeführte Rennen, lockte zahlreiche Besucher und Fans an die Naturtribünen der 1,64 km langen Strecke an der Nims. Zum Glück gab es genügend Versorgungspunkte um die durstige Menge mit kühlen, meist nicht alkoholischen Getränken abzukühlen. Denn die Abkühlung war bei den heißen Gefechten zu hochsommerlichen Temperaturen um die Topplätze in allen Klassen bitter notwendig.

Bereits im Training am Pfingstsonntag wurde mächtig angegast und gab einen kleinen Vorgeschmack auf das, was da am Pfingstmontag komme sollte. Manch einer zeigte noch nicht seine wahre Performance und wiegte so den ein oder anderen Mitkontrahenten in trügerische Sicherheit um dann im Rennen seine wahre Form zu präsentieren. In Glanzform war übrigens auch unser sympathischer Finne Mikko Kataja, mit dem wir Samstag noch ein Fotoshooting für zwei ausländische Printmagazine durchführten. Vor der malerischen Eifelkulisse zeigte uns Mikko, dass so einer kleiner Toyota Starlet 1600 ccm 8V auch auf einer abgemähten Wieser mächtig Vorwärts geht und den Driftwinkel wohl ein weiteres Mal evolutioniert hat. Mit viel Einsatz bescherte Mikko uns das Highlight des Tages - Vielen Dank noch mal an dieser Stelle. Dies stellte sich auch für ihn als wertvolle Aktion dar, sonst hätte er nicht bereits  schon am Samstag den gebrochenen Kipphebel an der Nockenwelle bemerkt, woraufhin der Starlet nur noch als Dreizylinder unterwegs war. Dass der Berg eine große Familie ist, zeigt sich dann gleich auf dem Fuße. Familie Orth bot Mikko gleich an in die nicht weit entfernte heimische Werkstatt zu fahren, und den Schaden zu beheben. Mikko bekam es aber ohne spezielles Werkzeug hin und war dann wieder mit 4 Zylindern am Start.

Den Siegerkranz & Bierfass für den Gesamtsieg holte sich der Luxemburger Osella Zytek FA30 Pilot Tommy Rollinger mit einer Gesamtzeit von 03:08.091 min. Der amtierende deutsche Bergmeister Uwe Lang im Osella BMW PA20S EVO folgte mit knapp zwei Sekunden Abstand. Schweizer Slalommeister und Eschdorf Tourenwagensieger Ronnie Bratschi wurde im Mitsubishi Evo 8 EGMO Gesamtdritter und somit auch schnellster Tourenwagen beim 52. Wolsfelder Bergrennen 2014.  Jürgen Gerspacher im Miet-Lancia Delta S4 folgte als weiterer Schweizer auf Rang 4. Ein weiterer ehemaliger deutscher Bergmeister, Frank Debruyne im Dallara Formel 3 F303, komplettierte die Top 5. Auf Platz 6 folgte Jörg Weidinger. Jörg Weidinger? Jep, der war nämlich Gesamtsechster und ließ sogar Platzhirsch Bruno Ianniello im weißen  Lancia Delta S4 hinter sich. Äußerst beeindruckend kann man da wirklich wieder und immer wieder sagen, was der Jörg dort mit einem 2L Tourenwagen zeigt. Ihm folgten knapp dahinter eben Bruno Ianniello und Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V, der auch eine absolute Glanzleistung zeigte - Hut ab meine Herren.

Tommy Rollinger bekam als Einzelstarter in seiner Klasse E2 SS/D bis 3000 ccm Hubraum natürlich noch den Klassensieg zum Gesamtsieg mit dazu - macht in Summe ganz viele Premierensiege für den Luxemburger. Der eben bereits erwähnte ehemalige deutsche Bergmeister für Rennsportfahrzeuge Frank Debruyne kam mit seinem vom CR Racing Team vorbereiteten Dallara F303 zu einem imposanten Klassensieg, in der Gruppe E2 SS/D bis 2000 ccm, in dem er seine Mitkontrahenten Franz Seitz auf Reynard Opel Lotus und Leon Linden auf Dallara F304 auf die Plätze verwies. Uwe Lang und Dino Gebhard tummelten sich alleine in der Klasse E2 SS/D bis 3000 ccm, mit dem dann doch recht deutlich besseren Ende für den routiniert fahrenden Uwe Lang im Osella BMW PA20/S EVO. Bei den Fahrzeugen der Gruppe E2 SC/C2 bis 2000 ccm Hubraum beherrschte der Detmolder Bernd Letmade mit seiner Norma Honda M20 das Startfeld. Uwe Wolpert  im UWR WFK 07 und Gerhard Siebert im Osella BMW Pa18 hatten hier das Nachsehen und landeten auf den Rängen 2 und 3. Günter Miethke hatte am Sonntag bereits mit Zündproblemen zu kämpfen und trat am Montag nicht mehr an.

Der Wechsel zu den Tourenwagen. Zwar fehlten die ganzen dicken Brummer von Klaus Hoffmann, Norbert Brenner, Sebastian Schmitt und Herbert Stolz, dafür waren aber andere am Start, die sonst nicht zu oft in Deutschland anzutreffen sind. Ronnie Bratschi im pfeilschnellen Mitsubishi Evo 8 EGMO brachte das Kunststück fertig und siegt quasi im Hause von Bruno Ianniello (P3) und dessen Teamkammeraden Jürgen Gerspacher (P2) - beide auf Lancia Delta S4 in der Klasse E1 Lux über 2000 ccm unterwegs. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe E1 Lux. bis 2000 ccm, siegte Egidio Pisano im neu motorisierten VW Minichberger Golf 16V STW mit 3 Sekunden Abstand auf Canio Marchione im Fiat 127 mit nur 1400 cm Hubraum. Auf Rang 3 kam der wohl coolste Fahrer vom Wochenende - Bob Kellen. Wie nicht anders von ihm gewohnt, driftete er sauschnell und äußerst spektakulär ums Eck. Die Zuschauer quittierten das mit viel Beifall und Gejubel. Der Markteinersheimer Norbert Handa war leider immer noch nicht mit seinem neuen Lancia Delta am Start, so dass das altgediente Schlachtross Lancia Delta Integrale Evo 3, nochmals zum Rennen ausgeführt wurde. Sabine Röck kam im zwangsbeatmeten VW Golf I Turbo auf P2. Rennfahrervater Rüdiger Bernhard kam im Porsche 997 GT3 seines berühmten Sohnes Timo auf P3. Timo wird wieder beim Homburger Bergrennen, Mitte Juli, am Start sein.

René Frank hatte nach seinem Wechsel aus den Reihen der historischen Fahrzeuge in die Gruppe H/E1/FS bis 3000 ccm Hubraum, seinen ersten Klassensieg in der Klasse zu verzeichnen und konnte seinen Schnitzer BMW E30 M3 DTM auf P1 abstellen. Siegfried Hauff folgte im Opel Kadett C Coupé 16V, mit etwas mehr als 2 Sekunden Abstand, auf dem zweiten Rang. Ralf Kleinsorg komplettierte im hochgerüsteten BMW 316 mit 2,5 Liter Motor das Stockerl. In der Königsklasse Gruppe H/E1/FS bis 2000 ccm Hubraum sollte es mit knapp 30 Startern spannend zugehen und die Favoriten rätselten bereits am Samstagabend, wer denn wohl hier siegen würde. Packt Jörg Weidinger im BMW 318i STW wieder alle ein und macht den Sack zu oder vielleicht Hansi Eller, der in Wolsfeld immer sehr stark unterwegs war. Auch Roman Sonderbauer hat sehr gute Erinnerungen an den Wolsfelder Berg. Und Neu-Rallye-Fahrer Patrick Orth wird an seinem Heimrennen auch ein Wörtchen mitzureden haben, ebenso wie Polotreter Peter Naumann im VW Polo II 1,4 Supercharger 16V. Aber der Meister des Jahres 2013 schlug unbarmherzig zu und schrieb sich einen weiteren Klassensieg auf seine Fahne, zwar nicht ganz so deutlich wie sonst, aber gewonnen ist gewonnen. Hansi Eller, war wie bereits van allen vermutet, sehr stark unterwegs und brachte fast das Kunststück fertig, König Jörg zu stürzen, aber eben auch nur fast. Am Ende fehlten ihm 0.134 Sekunden zum Sieg. Björn Wiebe kam im blauen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC auf P3. Ihm folgten knapp dahinter Peter Naumann und Patrick Orth im BMW Frank 320is. Sechster und zugleich schnellster 8V Pilot wurde Norbert Wimmer im BMW 2002tii 8V.

Ein wahnsinnig gut besetztes Feld in der Gruppe H/E1/FS bis 1600 ccm bot sich den Zuschauern. 14 Autos mit vielen Rookies waren hier am Start. Die wiedererstarkte und topfahrende "Flying Belgian" Werner Heindrichs preschte im Opel Schneider Corsa A 16V auf P1 vor. Mit etwas über einer Sekunde Abstand folgte ihm der "Fliegende Finne" Mikko Kataja im Toyota Starlet 8V vor Manfred Schulte im Citroen Dobrowolski AX Evo III und Slalom Ass Blazej Stosik im infernalisch gehenden Nissan Micra. Bei den Startern der Gruppe H/E1/FS bis 1400 ccm standen sogar 16 Autos an der Startlinie und wollten den schnellsten unter ihnen ausmachen. Klaus Bernert konnte nach langer Durststrecke endlich wieder einmal einen Klassensieg für sich und seinen schnellen VW Polo II 16V beanspruchen.  Wolfgang Glas war ihm mit etwas mehr als einer Viertelsekunde im VW Minichberger Polo I 16V dicht auf den Fersen. Berg-Cup Urgestein Franz Weißdorn donnerte im VW Polo Honda I 16V als Dritter über die Ziellinie. Schnellster 8V Pilot wurde Frank Lohmann im VW Polo 86C Steilheck 8V.  Die kleinste Klasse der Gruppe H/E1/FS bis 1150 ccm gewann Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing vor Jürgen Schneider im VW Schneider Polo Coupé 16V, der am Samstag bereits sein Aha-Erlebnis hatte und sich von seinem Frontspoiler trennte. Bernd Deutsch empfand diesen scheinbar ebenfalls als lästig und warf ihn kurzerhand im 1. Trainingslauf ab und wurde 3. in der Klasse.

Die Gruppe A /F über 2000 ccm Hubraum konnte der ehemalige Europabergmeister Roland Wanek im Mitsubishi Lancer Evo 9  gewinnen. Markenkollegen Roland Herget, Ludger Dreyfürst und Frank Wedekink folgten auf den Rängen zwei bis 4. Der Publikumsliebling mimte der supernette Mercedes W123 Pilot Uwe Pfarr. Er treib das alte schwarze Monster spektakulär den Berg hinauf.  Auch wieder gut besetzt war die Gruppe A/F bis 2000 ccm Hubraum. Der Belgier Corentin Starck im Renault Clio 3 Cup verwies Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und Daniel Donkels im Renault Clio 3 Cup auf die Plätze zwei bis drei. Gilles Jacoby im Citroen C2 R2 Max gewann die Klasse A/F bis 1600 ccm vor einem super fahrenden Ronny Hering im betagte VW Scirocco I GTI, der normalerweis immer in Reihen des CBCs unterwegs ist. Dritter wurde Lukas Bodtländer im Citroen C2 Challenge. Jürgen Plumm konnte sich im Daihatsu Charade 4x4 konnte sich mit 6 Sekunden Abstand gegen Henri-Marc Turk im Fiat Abarth 500 und Christoph Hilmes im VW Polo 86C Coupé durchsetzen. Karl-Eduard Reinders im Renault R5 Alpine und Christian Wagner im BMW 318is wurden als Einzelstarter jeweils Klassensieger in ihrer Gruppe N bzw. G.

Pech hatte Rekordchampion Steffen Hofmann im NSU Berg-Pokal. Ihm scherte im ersten Wertungslauf beim Herausbeschleunigen aus der Bitkurve die Antriebswelle ab - kein Vortrieb mehr, kein Sieg in der offiziellen Wertung, aber noch mögliche Laufsiege für die NSU Wertung. Auch Jörg Davidovic fiel mit technischen Gebrechen am Renn NSU TT aus. So konnte der Nürnberger Jörg Höber alles klar machen und setzte den grauroten TT auf P1. Ihm folgten Uwe Schindler und eine stark fahrende Nicola Höllerich als schnellste Frau im NSU Berg-Pokal. René Rabus stellte den Familien NSU auf P4 ab, Karsten Steinert kam mit seinem TT auf Rang 5.

Die Wertung der GLP gewann Dieter Latzel im Steyr Puch 500S vor Manfred Bläsius im BMW E21 320i und Hendrik van Delden im VW Käfer 1302s.

In knapp 3 Wochen geht es beim Ibergrennen im schönen Heilbad-Heiligenstadt weiter, bis es dort wieder heißt - Der Berg ruft! Die Fotogalerien folgen im Laufe der Woche.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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