Nun ist das halbe Jahr schon um und die Bergrennen-Gemeinde zieht es ins schöne Eichsfeld nach Heilbad Heiligenstadt. Der schöne, inmitten der malerischen Idylle gelegene, 35.000 Seelen Ort ist einzigartig im Kalender der deutschen Bergmeisterschaft.  Bereits zum 19. mal lockt das Team vom MC Heilbad Heiligenstadt die knapp 120 Starter in ihren schönen Ort. Das scheint auch nicht mehr als logisch zu sein, so ist Heilbad Heiligenstadt doch der Mittelpunkt Deutschlands und lädt quasi gerade dazu ein hier eines der wohl schönsten Bergrennen auszutragen. Wie immer war hier alles vom Team um Rennleiter Kevin Ferner, Leiter der Streckensicherung Leander Birkel, Organisationsleiter Hermann Ludolph und Pressedame Silvana Tismer, bestens vorbereitet worden. Nichts wurde dem Zufall überlassen und man konnte sich auf einen sehr entspannten Rennablauf freuen. Auch die verschollenen Pressewesten, die es ein wenig zu eilig hatten und sich schon voller Vorfreude auf den Weg zum Glasbach gemacht haben, wurden kurzerhand wieder herbeigeschafft. Auch etwas übereifrige Zuschauer, die meinten sich zu nahe an die Strecke zu begeben, wurden kurzerhand - freundlich aber bestimmt - durch den LS Leo ihrer Plätze verwiesen - denn Sicherheit geht nun mal vor. Auch über den flotten Hol- & Bringdienst der Anhänger im Fahrerlager freuten sich alle Fahrer und wünschten sich solch einen Service bei jedem Rennen. Zwischendurch bleibt natürlich immer wieder Zeit sich beim "Treffpunkt Alex" zu treffen, etwas zu essen oder zu trinken. Ein kleines Feeling vom Großen Preis von Monaco kommt hier schon auf, denn an fahrerischem Können oder Spannung fehlt es hier bestimmt nicht.

Bereits am Trainingssamstag ließen die Piloten ordentlich die sprichwörtliche Kuh fliegen und setzten in den ersten 3 Läufen ihre Duftmarken, ohne bereits alles zu geben. Im vierten Lauf regnete es dann wie aus Kübeln gab den Piloten so noch einmal die Möglichkeit ein evtl. Regensetup zu testen. So musste auch Steffen Hofmann noch mal ran, der den dritten Lauf aussetzte um sein Material zu schonen. Sein Mitstreiter Jörg Höber war mal wieder mit coolem Spoiler unterwegs, demontierte diesen aber, da ihm Schnecken - ja die kleinen schleimigen Tiere mit Haus drauf - den Spoiler an der Unterseite zerdepperten, dabei aber selbst in Teilen am selbigen hängen blieben. Möglich, dass im Eichsfeld Panzerstreckenschnecken unterwegs sind oder Jörgs grauroter NSU TT einfach zu tief, aber dafür super schnell, ist. Total blöd lief es für NSU TT Piloten Uwe Schindler, der im ersten Lauf einen Bremsklotz verlor und im zweiten Lauf einen kapitalen Motorschaden zu verzeichnen hatte - hier erblickte ein Pleuel bei 8.000 U./min. das Licht Welt und machte den Motor zu Kernschrott. Der "Flying Belgian" Werner Heindrichs hatte ebenfalls Pech am Samstag, als sein Opel Schneider Corsa A 16V mit elektronischen Gebrechen seinen Dienst versagte und zum Glück durch die vielen lieben Kollegen am Berg, bis tief in die Nacht, behoben werden konnte. Damit war der Start am Sonntag für den sympathischen Belgier gesichert. Auch Manfred Schulte erging es nicht besser, er hatte auch einen Motorschaden an seinem Citroen AX Kit Car zu verzeichnen. In Windeseile wurde das Ersatzaggregat herbeigeschafft und eingebaut - Start gesichert. Abends konnte dann beim "Fußball Rudelglotzen" im Treffpunkt Alex noch das ein oder andere Benzingespräch vertieft und die Spekulationen um den morgigen Renntag angeheizt werden - wird der Streckenrekord von Jörg Weidinger aus dem Jahre 2009 fallen? Wer gewinnt die Gruppe H/E1/FS bis 2L Hubraum - Patrick Nickel aus Österreich im komplett umgebauten Ultrabreitbau Gerent Kadett, Peter Naumann im VW Polo II 1.4 Supercharger, Wiebes in ihren starken Renault Laguna BTCC oder Jörg Weidinger im ex STW BMW 318i? Auf all das sollte die es am nächsten Tag die Antwort geben.

Der Regen sollte dann auch bis zum nächsten Tag um 10 Uhr anhalten, was den früh morgendlichen Reifenwechsel erst einmal aufschob. Nach dem ersten Lauf, der noch unter nassen Bedingungen gefahren wurde, führt der Happurger Teufelskerl, Jörg Weidinger das Feld vor allen anderen an - mit einem 2L Tourenwagen - der pure Wahnsinn. Den Vorsprung konnte er unter trockenen Bedingungen dann nicht mehr ganz halten und  musst den deutlich stärker motorisierten Patrik Zajelsnik im Norma Mugen M20 V8, ziehen lassen, der dann natürlich auch den Gesamtsieg sowie den neuen Streckenrekord von 0:53.124 min aufstellte. Jörg Weidinger gratulierte ihm zum tollen Erfolg vom Siegertreppchen aus, auf dessen zweiter Stufe er sich mit dem BMW 318i STW einreihen konnte. Auf P3 stellte Klaus Hoffmann seinen Opel Astra Coupé V8 DTM ab, Michael Behnke im Osella PA20/S und Frank Debruyne im Dallara F303 Formel 3 komplettierten die Top 5. Den Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum sicherte sich Patrik Zajelsnik natürlich auch sehr deutlich vor Michael Behnke und einem gute fahrenden Dino Gebhardt im Osella BMW PA20/S. Formel 3 Ass Frank Debruyne gewann ebenfalls seine Gruppe D/E2-SS bis 2000 ccm Hubraum vor Robert Meiers im Dallara F300 und Mathieu Wolpert im betagten BSR 389. Hart umkämpft war auch die Gruppe E2-SC bis 2000 ccm Hubraum, wo sich der derzeit führende in der Deutschen Bergmeisterschaft, Bernd Letmade im Norma Honda M20 aus Detmold, ein heißes Gefecht mit Franceso D'Acri im Elia ST09 lieferte. D'Acri setze sich dann im dritten, alles entscheidenden Lauf gegen Bernd durch uns holte sich seinen Klassensieg. Auf Rang 3 und das erste Mal auf dem Podium in der Klasse, konnte Günter Miethke seinen schönen Norma Honda M20 abstellen.

Die Gruppe E2-SH war komplett von ehemaligen DTM Fahrzeugen aus dem Hause Opel besetzt. Klaus Hofmann aus Kitzingen setzte sich, nach einem kleinen Abflug im Training, gegen den Wahl-Düsseldorfer Sebastian Schmitt durch - beide auf Opel Astra Coupé V8 DTM. Norbert Brenner kam mit seinem wunderschön, neu designten Opel Vectra GTS DTM V8 auf Rang 3. Norbert sagte uns, dass er hier noch komplett ohne elektronische Helferlein auskommen muss und das Auto noch nicht ganz fertig ist. In der Gruppe E1 über 3000 ccm tummelten sich nur zwei Fahrer - Ford Escort RS Cosworth Pilot Norman Struckmann siegte vor Franz Eberle im neu aufgebauten BMW E36 M3. Fast wie in alten Tagen fühlten man sich beim Duell der DTM Autos aus den 90ern. Der Duderstädter Markus Wüstefeld im Mercedes Benz AMG 190E Evo II,  verwies seinen Kontrahenten René Frank im Schnitzer BMW E30 M3 DTM auf Rang 2. Auf dem dritten Platz folgte Ralf Iwan im Opel Kadett C Coupé 2.5 8V.

Christian Treibstein aus Zierenberg fuhr mit seinem Alfa Romeo 147 JTD Cup einem ungefährdeten Sieg in der Gruppe E1 Diesel entgegen. Manfred Pape im VW Golf 5 R-TDI und Sepp Koller im weiteren Alfa Romeo 147 JTD kamen auf P2 und P3 ins Ziel. 

Mit 21 Startern wieder quantitativ und vor allem auch qualitativ bestens besetzt, gab sich die Gruppe H/E1/FS bis 2000 ccm Hubraum, die wieder einmal zu den Jörg Weidinger Festspielen werden sollten. Im ersten Heat legte ein glänzend fahrender Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC mit einer 1:08.885 vor, wo die Menge schon vollkommen aus dem Häuschen war. Dann kam Jörg Weidinger im BMW 318i STW und unterbot die Zeit um fast 3 Sekunden. Wie macht der Mann das nur, war abermals die Frage? Und die Antwort lautete wieder einmal - Er macht es eben einfach. Großen Respekt vor dieser Leistung, mit der er sich ja auch kurzzeitig an die Spitze des gesamten Feldes setzte. Hätte es weiter geregnet wäre sicherlich der Gesamtsieg mögliche gewesen. Auf Rang 3 kam endlich mal wieder Polotreter Peter Naumann man an. Er stellte den VW Polo II 1.4 Supercharger 16V mit einer halben Sekunden Rückstand auf P3 ab. Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V und Mario Minichberger VW Scirocco I 16V machten die Top 5 voll, hatten aber schon eine Lücke zu Peter Naumann auf Rang 3. schnellster 8V Pilot und zugleich sechster in der Gruppe wurde Christian Auer im BMW 2002tii 8V.  Ein sehr coolen Auftritt bescherte CBC Fahrer Andreas Gmeinder im breiten Audi 80, der mit einem alten Audi 100 Avant als Zuglimousine, zeitgenössisch am Iberg anreiste. So etwas gefällt uns.

Auch die Gruppe H/E1/F2 bis 1600 ccm Hubraum war mit 12 Starter wieder top besetzt. Rückkehrer Hans Paulitsch aus Österreich siegte im infernalisch gehenden VW Minichberger Scirocco I 16V vor André Stelberg im neu aufgebauten und schön anzusehenden VW Schneider RSB Corrado 16V. Manfred Schulte kam mit leistungsschwächerem Ersatzmotor auf Rang 3. Werner Heindrichs Im Opel Schneider Corsa A 16V und  Lutz Hesse im VW Büchl Golf I 16V komplettierten die Top 5 in der Gruppe. Der flotte Finne, Mikko Kataja, sorgte wieder mit beherzten Drift- und Fahreinlagen für das Highlight in der Gruppe. Mit defektem Stoßdämpfer, was erst nach dem zweiten Lauf festgestellt wurde, kam er mit seinem Toyota Starlet 8V auf den sechsten Rang und wurde natürlich auch schnellster 8V Pilot in der Klasse.  Mit 11 Fahrzeugen ebenfalls gut besetzt, konnte die Gruppe H/E1/FS bis 1400 ccm Franz Weißdorn im VW Polo Honda 16V mit knapp 3 Sekunden Vorsprung vor seinem Schwiegersohn Wolfgang Glas im VW Minichberger Polo I 16V gewinnen. Frank Lohmann kam als schnellster 8V Pilot im VW Polo II Steilheck 8V auf den dritten Rang. Helmut Göztl und Stefan Müller (beide auf VW Polo II 8V) folgten auf den Rängen 4 und 5. Mächtig um den Sieg gefightet wurde auch in der Gruppe H/E1/FS bis 1150 ccm. Nach mehreren Führungswechseln gewann Robert Bauer im VW Polo II 16V vor Tobias Stegmann im Familien Schneider Audi 50 8V  und Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing. Tobias wurde so auch schnellster 8V Pilot in dieser Klasse.

In der Gruppe A über 2000 ccm stellte Roland Wanek sein ganzen Können unter Beweis und siegte im Mitsubishi Lancer Evo IX vor Lokalmatador Lars Bröker im Mitsubishi Lancer Evo X und Ludger Dreyfürst im Mitsubishi Lancer CTO. Die beiden CBC Piloten Richard Rein im Ford Capri 2600 RS und Albert Vogt im Subaru Impreza WRX Sti machten die Top 5 Fahrer der Klasse komplett. Eine Klasse tiefer, die Gruppe A bis 1600 ccm, wurde durch ein ultraknappes Duell zwischen Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 und BMW 320is Piloten Ralf Orth bestimmt  mit dem besseren, wenn auch knappen Ende für Jochen Stoll. Er verwies Papa Ralf Orth auf Rang 2 und Kai Neu im Ford Focus ST170 auf Rang 3. CBC Pilot Ronny Hering im VW Scirocco I GTI kam als 9. im Klassement an. In der kleinsten Klasse der Gruppe A bis 1400 cm gewann Detlef Schröder im VW Polo I 8V vor Stefano D'Acri im Peugeot 106. Benjamin Rochlitz im Renault Twingo RS gewann in der Gruppe N über 1600 ccm gegen Ulrich Zeitz im Peugeot 106 Rallye. Hans-Joachim Brett gewann als Einzelstarter im BMW Z4 M Coupé die Gruppe G LG1.

Beim NSU Bergpokal schlug wieder einmal die Stunde für Champion Steffen Hofmann im selbst aufgebauten NSU TT mit Gruppe 5 Heckflügel. Ihm folgten die beiden NSU Jörgs in ihren beiden NSU TT, die sich einen erbitterten Kampf innerhalb einer halben Sekunden lieferten. Nicola Höllerich kam als einzige Dame im Feld im pinken Renn NSU TT auf einen guten vierten Rang und lies den einzigen NSU 1200C KWR Fahrer, Thomas Krystofiak hinter sich. Karsten Steinert scherte im 3. Wertungslauf die Antriebswelle ab und kam deswegen nicht mehr in die offizielle Wertung, sowohl aber in der NSU Wertung, wo jeder Lauf gewertet wird.

In knapp zwei Wochen geht es beim Homburger Bergrennen im Saarland weiter mit der Deutschen Bergmeisterschaft, wo das Team von 100octane.de aller Wahrscheinlichkeit nicht vertreten sein und es daher nur einen abgespeckten Bericht und Fotos geben wird. Die Fotos vom 19. Ibergrennen 2014 finden sich im Laufe der Woche unter der Rubrik Fotos -> Fotos 2014 ein. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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