21 Tourenwagen fahren unter die Top-25 „Over All“. Auch das erfolgreichste Rennsportfahrzeug kommt vom KW Berg-Cup, 2 Berg-Cup’ler stehen auf dem Gesamtsiegerpodest. 

Was, schon wieder Regen, wird der eine oder andere regelmäßige Leser der KW Berg-Cup Rennberichte fragen. „Ja, allerdings nicht immer und überall, dazu in der Stärke sehr verschieden“ lautet die klare Antwort. Der Übungssamstag beginnt mit durchgehend nasser Fahrbahn, danach trocknet der gewertete 2,6-Kilometer-Abschnitt der hochselektiven Käshofer Straße auf. Im dritten und letzten Probegalopp werden die besten Zeiten auf das fünf Meter schmale Asphaltband gelegt, das im Saarland bergab(!) beginnt und sich dann kurvenreich ansteigend nach Rheinland-Pfalz hinein windet. Zustand, Oberfläche und Gripniveau wechseln dabei häufig. Was die Sache für die 123 Teilnehmer nicht einfacher macht. Das Rennen beginnt am Sonntagmorgen trocken. Allerdings nicht lange. Bereits in der ersten Startgruppe beginnt es zu regnen. Nach dem NSU-Bergpokal ist Wet Race angesagt, profilierte Reifen werden ausgefasst. Ganz nach den persönlichen Vorlieben reicht die verwendete Palette dabei vom Intermediate bis zum extremen Regenpneu. Nicht jeder zieht im Reifenroulette einen Hauptgewinn an Land. Der sportliche Wert der Veranstaltung leidet übrigens nicht unter den Wetterkapriolen – ganz im Gegenteil! Fesselnd, prickelnd und abwechslungsreich gestaltet sich das Geschehen in den einzelnen Klassen und in der Gesamtwertung. Da stört es außer den eingefleischten Regenfetischisten niemanden wirklich, dass nach zwei Renn-Heats Schluss ist. Denn just vor dem dritten Durchgang schüttet es wie aus Kübeln, das Fahrerlager auf der Waldwiese meldet „Land unter, nichts geht mehr“. Daher wird das 41. Homburger ADAC Bergrennen (13./14. Juli) für beendet erklärt. Der Veranstalter entsendet Geländewagen und Traktoren, um dem Bergrennvolk samt Equipment aus der Wiese und auf die Straße zu helfen. Eine sehr nette und gern angenommene Geste. Ob der schnell gefasste Entschluss zum frühen Feierabend und die positiven Reaktionen darauf in direktem Zusammenhang mit dem um 21:00 Uhr beginnenden Fußball-WM-Finale stehen, ist bisher ungeklärt. Das interessiert uns hier aber auch nur sekundär, primär geht es um das Geschehen in den Klassen mit KW Berg-Cup Beteiligung. Obendrein um die Gesamtwertung, in der sich die KW Berg-Cup Fahrer wacker schlagen. Und dadurch flugs zum Vorbild für Jogis Jungs mutieren, die derart angespornt und motiviert prompt den heiß ersehnten WM-Titel für Deutschland holen. Wie bitte, ihr meint ich übertreibe? Naja, vielleicht ein wenig, okay. Aber es liest sich halt schon echt gut, oder etwa nicht?

 

Ich verspreche, mich von nun an wie gewohnt wieder fest an die Fakten zu halten. Ausschließlich. Beginnend mit den 1150ern. Bei denen zum Trainingsende die beiden 16V-Polos von Jürgen Schneider (P1) und Robert Bauer (P2) ganz oben auf der Zeitenliste stehen. Gefolgt von der 8-Ventil Armada, die angeführt von Jürgen Heßberger sowie Bernd Deutsch und Jörg Eberle in genau dieser Reihenfolge die Positionen von drei an aufwärts bezieht. Doch der nasse Rennlauf eins ändert die Konturen des Klassenbildes gewaltig. Fußballfan Jürgen Heßberger läuft im Fiat 127 Sport Martini Racing zur Höchstform auf und sichert sich die Führung vor Jürgen Schneider (P2) und Bernd Deutsch (P3) im Schneider Audi 50. Jörg Eberle pilotiert seinen Fiat 127 Super Bamotec auf Rang vier, Volker Angelberger ist im VW Polo Fünfter. Robert Bauer rutscht bis auf Rang sechs zurück. Im zweiten Run sind die äußeren Bedingungen etwas freundlicher. Jürgen Schneider wittert seine Chance, nutzt die Vorzüge des von ihm selbst gebauten Polo-Motors konsequent aus, powert sich zur klaren Laufbestzeit von 1:32,926, übernimmt damit die Spitze. Dass dies bereits der Klassensieg ist, weiß zu diesem Zeitpunkt noch niemand. 1,319 Sekunden zurück wird Jürgen Heßberger Zweiter und 1,15-Liter KW 8V-Trophy Sieger. Bernd Deutsch verteidigt Platz drei (8V-P2) erfolgreich. Jörg Eberle behält Position vier (8V-P3), Robert Bauer verbessert sich auf Rang fünf. Volker Angelberger beendet sein Homburg Wochenende als Vierter und Peter Richter (Schneider Polo) als Fünfter der 8-Ventiler Sonderwertung.

Die versammelte 1,4-Liter Abteilung steht am Samstag einmal mehr im Zeichen des Geplänkels zwischen Franz Weißdorn und Armin Ebenhöh. Erst im letzten Versuch gelingt Franz die Bestzeit, ganze 56 Tausendstelsekunden vor Armin. Gleich hinter den tonangebenden 16-Ventilern läuft ein weiteres Dauerduell. Nils Abb (P3/8V-P1) behält dabei im Schneider Polo die Oberhand über Christof Hörnig (VW Polo/P4/8V-P2). Thomas Kohler komplettiert mit seinem Fiat X 1/9 16V die Trainings Top-Fünf. Zum Rennauftakt erwarten die Szenekenner die Fortsetzung des Spitzenduells zwischen Franz Weißdorn und Armin Ebenhöh, reiben sich erwartungsfroh die Hände. Doch es kommt anders. Ganz anders. Eigentlich sensationell. Ab Platz zwei. Ganz vorne macht Franz alles richtig, setzt auf die optimalen Reifen, übernimmt mit 2,427 Sekunden Vorsprung klar die 1400er Spitze. Der Klassenzweite aber heißt Mario Betzen, bewegt ein 8-Ventiler VW Polo Coupé GT, ist 25 Jahre jung, in der Eifel bei Bitburg zuhause und seines Zeichens KW Berg-Cup Neueinsteiger. Armin Ebenhöh verzockt sich im Reifenroulette und muss im Minichberger Polo mit Platz 3 vorlieb nehmen. Dahinter reihen sich Christof Hörnig auf P4 und Nils Abb als Fünfter ein. In Run zwei wird der Endstand hergestellt. „Mr. Berg-Cup“ Franz Weißdorn lässt nichts mehr anbrennen und fährt mit einer weiteren Laufbestzeit im Polo-Honda zu seinem dritten 2014er Klassenerfolg. Armin Ebenhöh ist auf Schadensbegrenzung programmiert und holt sich mit der zweitschnellsten 1,4-Liter Zeit Rang zwei. Auch das KW 8V-Trophy Establishment ist mittlerweile hellwach und im Angriffsmodus unterwegs. Nils Abb tut sich dabei besonders hervor, sprintet mit 1:33,194 auf Platz drei und ist damit auch klassenbester 8-Ventiler Pilot. Vor Christof Hörnig (P4/8V-P2) und Mario Betzen, der das Tempo auf der nur mehr feuchten Bahn nicht mehr ganz mitgehen kann, aber als Klassenfünfter und drittbester 8V’ler ein echt tolles Einstands-Resultat verbucht. Die 1,4-Liter KW 8V-Trophy Plätze vier und fünf gehen in der genannten Reihenfolge an die Nordlichter Markus Hülsmann im VW Golf und Frank Lohmann im Steilheck Polo.

Auch die 1600er lassen es bereits im Training richtig fliegen, wechseln sich auf den Rängen mehrfach ab. In der dritten und letzten Auffahrt markiert Helmut Maier im Spiess Golf 16V die Bestmarke. Vor Manfred Schulte (P2) und Mikko Kataja im Toyota Starlet 8-Ventiler. Werner Heindrichs ist im Schneider Corsa Vierter, Tobias Auchter im Zöllner Corsa Fünfter. Alle Genannten liegen innerhalb von nur 2,044 Sekunden zusammen. Im ersten Sonntagslauf presst sich Manfred Schulte im Citroen Dobrowolski AX EVO 3 an die Spitze, 0,468 Sekunden vor Belgiens Werner Heindrichs und Helmut Maier, der seinerseits 96 Tausendstel hinter Werner liegt. Der rallyeerprobte Finne Mikko Kataja fühlt sich auf der Käshofer Straße pudelwohl. Bergab-Passage, teils wellige Oberfläche, wechselnder Belag, Regen, das alles kennt und mag er. Und schwuppdiwupp ist er Vierter und schnellster 8V’ler dazu, liegt lediglich 1,177 Sekunden hinter dem Leader zurück. Und damit noch vor André Stelberg (P5), der mit Bremsproblemen am VW Schneider RSB Corrado 16V hadert. Und vor vielen weiteren 16-Ventilern. Werner Heindrichs kommt am Abschleppseil zurück, sein Corsa Motor blockiert. Die sofortige Schnelldiagnose im Fahrerlager bringt kein greifbares Resultat, Werner ist out of Race. Der zweite Run bringt ganz an der Spitze keine Veränderungen mehr. Manfred Schulte gewinnt 0,813 Sekunden vor Helmut Maier (P2). Miko Kataja steigt als Dritter mit auf das Klassenpodest und ist einmal mehr bester 1600er KW 8V-Trophy Pilot. Knapp dahinter, lediglich 0,724 Sekunden zurück, läuft André Stelberg auf P4 ein, Tobias Auchter beendet den Wettbewerb als Fünfter. Der junge Belgier Andy Heindrichs wird im Opel Corsa Zweiter bei den roten Startnummern der 8-Ventiler Wertung. Im ersten Durchgang schafft er das Kunststück, gleich zwei Super 1600 Fahrzeuge hinter sich zu halten, wird von diesen erst im zweiten Durchgang wieder abgefangen.

Die Samstags-Generalprobe der 2-Liter sieht Jörg Weidinger in Front, der den BMW 318i STW sogar bis auf Platz fünf des Gesamt-Rankings nach vorne fährt. Nach mehreren Wechseln bezieht Björn Wiebe Klassenrang zwei, Dritter ist Hansi Eller im Minichberger Scirocco. Die nächsten Verfolger sind Berg-Gelegenheitsarbeiter Patrick Orth im BMW Frank 320iS (P4) und Peter Naumann als Fünfter. Christian Auer ist im BMW 2002 auf Rang acht schnellster 8-Ventiler vor „Golfer“ Christian Dümler (8V-P2) und KW 8V-Trophy Titelverteidiger Johann Hatezic im Opel Ascona B mit Frank-Motor. In Renn-Heat eins übernimmt der Trainingsschnellste Jörg Weidinger souverän die Leader-Rolle. Das Verfolgerfeld sortiert sich neu. 3,432 Sekunden hinter Jörg setzt sich Peter Naumann im VW Polo 1.4 G40 auf Rang zwei fest. Als Dritter folgt Hansi Eller, Björn Wiebe ist im Renault Wiebe Williams Laguna Vierter vor Patrick Orth. Zwei KW 8V-Trophy Piloten erwischen einen Blitzstart: Christian Auer ist Sechster, Christian Dümler Siebter. Im zweiten Run ändert sich auf den Plätzen eins bis vier nichts. Jörg Weidinger gewinnt unangefochten zum fünften Mal in Folge, baut damit die Führung im KW Berg-Cup und in der Deutschen Automobil Berg-Meisterschaft (DBM) weiter aus. Und man braucht sicher kein Prophet zu sein um fest zu stellen: der Weg zum KW Berg-Cup Gipfel 2014 wird nur über das Team Jörg Weidinger/Dieter Rottenberger führen. Doch zurück nach Homburg. Peter Naumann steigt als Zweiter mit auf das Klassenpodest, Hans-Peter Eller tut dies als Dritter. Rang vier geht an Björn Wiebe. 2-Liter KW 8V-Trophy Sieger Christian Auer zieht noch an Patrick Orth (neu P6) vorbei und wird Fünfter. Marco Fink punktet im BMW 320 si WTCC erstmals in der Saison 2014 als Siebter. Rang acht geht an Roman Sonderbauer und seinen Ziegler Kadett 16V, an dem sich samstags die Kardanwelle gelockert hatte. Im untermotorisierten Mazda RX 7 beweist Jürgen Schuster seine Regen-Qualitäten, treibt das Wankelmotor-Sportcoupé bis auf Platz neun der 25 Teilnehmer starken Klasse nach vorne. Christian Dümler komplettiert als Zehnter die 2-Liter Top-Ten. Er ist zugleich Zweiter bei den 8-Ventilern, Johann Hatezic sichert sich final Sonderwertungsplatz drei.

Bei den Selbstzündern spult Sepp Koller im Alfa 147 Diesel sein Pensum routiniert und gekonnt souverän ab, gewinnt seine Klasse im Alleingang.

In der Abteilung bis 3000 Kubikzentimeter setzt Ralf Kleinsorg im BMW 316 die schnellste Übungszeit, muss sich im Rennen selbst aber dem Schweizer Gast Bertrand Favre (P1) im BMW E30 beugen. Ralf bleibt Rang zwei. Starker Dritter und schnellster Zweiventiler-Pilot wird Thomas Ostermann im BMW E30 Hartge. Auf Klassenplatz fünf ist der Vorarlberger KW Berg-Cup Neueinsteiger Werner Walser mit seiner C-Kadett Limousine Zweiter der KW 8V-Trophy Wertung.

Bleibt noch die Klasse über 3-Liter, bekanntermaßen nach oben ohne Limit. Was auch auf die gezeigten Leistungen des Siegers zutrifft. Porsche und Audi Werkspilot Timo Bernhard aus dem nahen Bruchmühlbach bringt einen brandaktuellen 911 GT3 des Team 75 Bernhard aus dem Porsche Carrera Cup an den Start. Im Vorjahr setzte Timo noch auf seinen Rallye GT3, den Papa Rüdiger bei der 2014er Auflage des Homburger Bergrennens übrigens zu Klassenplatz drei fährt. Timo selbst hatte damit bereits 2013 einen bärenstarken Auftritt als Achter des Gesamt-Rankings und als Vierter des Tourenwagen-Klassements. Und dazu noch jede Menge Spaß. Diesmal will er mehr, peilt den Tourenwagen-Gesamtsieg an. Die härteste Gegenwehr bei diesem Unterfangen kommt aus der 2-Liter Klasse der Gruppen H/FS/E1. Der mögliche Spielverderber heißt Jörg Weidinger. Das Kräftemessen mit ungleichen Waffen beginnt bereits im Training. Die erste Auffahrt geht an Timo, die zweite an Jörg. Im dritten Übungs-Heat kontert Timo wieder, quetscht den 460 PS leistenden 3,8-Liter Porsche hoch motiviert völlig aus, ist 0,779 Sekunden schneller unterwegs als Jörg im 300 PS 2-Liter BMW. Das Duo Infernale belegt im Gesamt-Trainingsresultat die Ränge vier und fünf. Nur der Franzose Daniel Allais im Formel 3000 Reynard-Judd, Luxemburgs Tommy Rollinger im Osella FA 30 Zytec und Formel 3 Pilot Frank Debruyne im Dallara F300 Opel-Spiess bewältigen die 2,6-Kilometer-Strecke noch zügiger. Doch Jörg steckt keinesfalls zurück. Sonntagfrüh unternimmt er noch einen Anlauf Richtung Tourenwagen-Gipfel, packt den Hammer aus, wirft seine ganze große Erfahrung in die Waagschale, ist an der absoluten Grenze des Machbaren unterwegs. Die Uhr bleibt für Jörg bei 1:23,683 stehen. Er hat bestens vorgelegt. Timo muss reagieren, setzt seinerseits 1:22,104. Das Paket Timo Bernhard und Porsche 911 GT3 erweist sich als zu stark. Jörg konzentriert sich fortan – auch im Interesse des Teams Rottenberger und mit Blick auf seine eigenen Meisterschaftschancen im KW Berg-Cup und in der DBM – auf den Gewinn der 2-Liter Klasse. Dennoch haben sich Timo und Jörg gegenseitig zu Höchstleistungen gepusht, sie führen nach dem ersten Kräftemessen sogar die Gesamtwertung locker an. Noch vor dem schnellsten Rennsportfahrzeug, das übrigens aus dem Lager des KW Berg-Cups kommt: Norbert Brenner treibt den Opel Vectra GTS DTM V8 aus der Gruppe E2-SH (Silhouette) auf Platz drei Over-All. Dieses Spitzentrio hat auch in Lauf zwei Bestand. Timo Bernhard fliegt im Porsche zum Gesamtsieg, Jörg Weidinger im 2-Liter BMW auf Platz zwei, Norbert Brenner ist als Dritter zugleich Gewinner der DBM Division II der Rennsportfahrzeuge. Mitten im Sandwich der beiden Bernhard-GT3 tummelt sich Norman Struckmann im Ford Escort RS Cosworth mit ansprechenden Zeiten auf Klassenrang zwei.

Das Homburg Fazit: Nicht nur die deutsche Fußball-Nationalelf präsentiert sich weltmeisterlich in Top-Form. Auch die KW Berg-Cup Piloten sind absolute Spitze. Um deren Qualitäten zu beweisen, genügt ein Blick auf die Gesamtergebnisliste: Unter den Top-Ten befinden sich mit Jörg Weidinger, Norbert Brenner, Peter Naumann, Hansi Eller, Björn Wiebe, Christian Auer, dem 2014 Rallye fahrenden Berg-Cup Mitglied Patrick Orth, Marco Fink und Roman Sonderbauer insgesamt stolze neun Berg-Cup’ler. Das Spitzentrio des Trocken-Trainings wird im Rennen vom Regen gewaltig zurück gespült. Frank Debruyne bis auf Rang 19 des Gesamt-Rankings, Tommy Rollinger bis auf Platz 20. Am härtesten treffen die Niederschläge Pole-Mann Daniel Allais. Er wird im Formel 3000 Renner schlussendlich 74. Gesamt.

Schauen wir noch kurz voraus, benutzen wir dazu – weil es ja so schön war am Sonntagabend! – noch einmal das Fußballer-Jargon. Auf die KW Berg-Cup Familie warten englische Wochen. Vom 25. bis zum 27. Juli geht es nach Thüringen. An den Glasbach, auf dessen 5,5 Kilometern es zusätzlich um Zähler für die FIA Europa und die Tschechische Bergmeisterschaft geht. Bereits eine Woche später findet die Punktehatz ihre Fortsetzung. In der Borgloher Schweiz, beim Osnabrücker ADAC Bergrennen. Bei dem auch der FIA International Hill Climb Cup und die Luxemburger Bergmeisterschaft gastiert. Um nur die wichtigsten Prädikate neben dem KW Berg-Cup zu nennen. Vom 15. bis zum 17. August besucht der KW Berg-Cup Tross dann die bayerische Rhön, das Hauenstein Bergrennen steht auf dem Programm.

Nach diesem sind schon acht von elf Läufen zum KW Berg-Cup 2014 gefahren. Anschließend gibt es volle vier Wochen Zeit zur Zwischenbilanz und zum Aufladen der Akkus. Bei Mensch und Maschine. Bevor mit den Stationen Unterfranken, St. Agatha/A und Mickhausen die ganz heiße Phase des Endspurts eingeläutet wird.

Davon sollten wir so viel wie möglich live miterleben. Vor Ort. Da, wo das Gänsehaut-Feeling besonders intensiv ist. Oder zumindest per Livezeiten, Livestream, Internet und Printmedien daran teilhaben und mit fiebern. Wir sehen und hören uns also – ich verlasse mich fest auf euch. So wie immer. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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