Auflage 4 nach Wiederbelebung des legendären Glasbachrennens seit den 90er Jahren - die RSG Altensteiner Oberland lud wie die letzten 3 Jahre zuvor wieder zum Internationalen ADAC Glasbachrennen - zum zweiten Mal mit EBM Prädikat ein. Wie gewohnt erwarteten die Fahrer und Zuschauer wieder eine Top Veranstaltung mit vielen tollen Fahrzeugen und einem flüssigem Rennablauf.  Was am Freitag noch bei tollem Wetter mit einem extra angesetzten Präsentationslauf begann wurde durch die Verkettung unglücklicher Umstände am Samstag und Sonntag jäh niedergeschmettert. Diverse Motorschäden und Inkontinenz einiger Fahrzeuge, gepaart mit am Samstag einsetzendem Monsunregen, wirbelte den Zeitablauf derart durcheinander, dass an einen flüssigen Ablauf nicht mehr zu denken war. Der erste und leider auch einzig komplette Trainingslauf wurde aufgrund der eben genannter Gründe gegen 13.30 Uhr beendet. Pünktlich zum Beginn des zweiten Laufs setzte dann monsunartiger Starkregen ein. Nicht , dass das nicht schon genug war und die Orga   vor eine harte Probe stellte - nein, Fiat 127 Pilot Jörg Eberle setzte dem ganzen dann noch die Krone auf, in dem er dank verlorenem Öldeckel die Hälft der Strecke mit Öl eindeckte. In Verbindung mit dem Wasser keine wirklich gute Mischung. So tat die Rennleitung um Kevin Ferner in Absprache mit der FIA das einzig richtige und brachen den zweiten Trainingslauf inmitten der 1150er Klasse um 17.40 Uhr ab. Die Sicherheit der Fahrer geht schließlich vor und man wollte die Strecke zum Rennsonntag hin wieder komplett sauber haben.  Somit war auch kein wirklich aufschlussreiches Ergebnis vom Samstag zu verzeichnen und ließen die Fahrer und Zuschauer weiter rätseln, wer denn die modernste Bergrennstrecke Europa am schnellsten bezwingen wird. Die 35 Kurven, verteilt auf 5500m verläuft auf einem sehr kurvenreichen Teilstück der  L1027 von Steinbach (380 m ü NN) bis hoch hinauf zum Rennsteig auf 640 m ü NN und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 260 m. Mit diesen charakteristischen Eckdaten und gespickt mit modernster und sicherster Technik ist diese Rennstrecke wohl einzigartig in Deutschland. Laut Organisationsleiter Marcus Malsch hat man hier Kapazitäten für 35.000 Zuschauer entlang der Strecke geschaffen und war somit nun einem großen Besucheransturm gewachsen. 

Bei vielen war der mehrfache Europabergmeister Simone Faggioli im neuen Norma M20FC ein heißer Anwärter auf den Gesamtsieg, sowie die Helden der Deutschen Tourenwagenelite Jörg Weidinger, Klaus Hoffmann, Sebastian Schmitt  oder Norbert Brenner - allesamt vor Ort um den wohl wahnwitzigsten Motorsport zu präsentieren, die wir bisher gesehen haben. Das hier neue Rekorde aufgestellt werden würden, hatte wohl jeder, der sich in der Szene auskennt irgendwie geahnt, nur dass dann - um dies schon vorweg zu nehmen - wieder die Tourenwagen betrifft, wieder durch Jörg Weidinger, das hätten wohl die wenigsten geahnt. Er knallte allen anderen eine Zeit vor den Latz, so dass vielen wohl immer die Spucke wegblieb und man zum Staunen die Münder offen stehen ließ, als die Zeit von Jörg durch das Team von Thomas Stolls Berg-Zeitnahme durchgegeben wurde. Wieder einmal konnte Jörg Weidinger seine Ausnahmeklasse unter Beweis stellen und sicherte sich abermals den Tourenwagen-Gesamtsieg und unterbot seinen eigenen Streckenrekord. 

 

Die Startergruppen stellte man im engen Dialog mit der FIA kurzerhand so um, dass alle EBM Teilnehmer auf jeden Fall ihre zwei Läufe in trockenen Tüchern hatten. Die Teilnehmer der DBM mussten sich also hinten anstellen und konnten erst gegen 14.30 Uhr ihren ersten Lauf in Angriff nehmen.

Den Overall-Gesamtsieg krallte sich natürlich der mehrfache Europabergmeister Simone Faggioli im Norma M20FC. Der Italiener stellte zwar keinen neuen Streckenrekord auf und fuhr im zweiten Lauf auch nur einen Sicherheitslauf, wobei er da immer noch 2 Sekunden schneller war wie seine Kontrahenten. Der Tscheche Milos Benes hatte hier im Osella Zytek FA30 das Nachsehen und kam auf P2 ins Ziel. Faggiolies Landsmann Federico Liber stellte seinen Osella Zytek FA30 mit 4:23:617 etwa 13 Sekunden hinter ihm auf P3 ab. Die Top komplettierten Fausto Bormolini im Reynard K02 F3000 und David Hauser im Wolf GB01F1. Letzterer hatte im letzten Lauf etwas Pech in der Schikane als der Wolf nur bockend wie eine Ziege, Gas annahm und so wertvolle Sekunden verschenkte. Milos Benes gewann im Osella FA30 somit auch die Klasse E2-SS bis 3000 ccm Hubraum.  Federico Lieber im Osella FA30 und Fausto Bormolini im Reynard K02 folgten auf den Plätzen zwei und drei. Ein weiterer Tscheche aus der EBM, Milan Svoboda, im Dallara JSC302 konnte den Klassensieg in der Klasse E2-SS bis 2000 ccm Hubraum für sich entscheiden. Robert Meiers vom EMSC Bitburg im Dallara F300 konnte hier nicht mithalten. Der junge Mathieu Wolpert im betagten BSR 389 wurde toller dritter im Feld der Formel 3 Fahrzeuge.

Wer den Gesamtsieg beim einzigen EBM Lauf in Deutschland einfährt ist natürlich auch Klassensieger in der Klasse E2-SC bis 3000 ccm Hubraum. Die Rede ist natürlich von Simone Faggioli im Norma M20FC. Wie auf Schienen geleitet preschte er, mit 21 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Patrick Zajelsnik im Norma M20F V8, ins Ziel.  Dusan Neveril im Norma M20FC wurde Dritter in dieser Klasse. Was der Faggioli da mit dem Auto macht ist schon der pure Wahnsinn. Egal mit welchem Auto in welcher Klasse, der Mann gibt einfach immer alles.  Ebenfalls eine Glanzleistung lieferte der Osella PA21/S Pilot Petr Vondrak ab und wurde ebenfalls mit einem Klassensieg belohnt. Bernd Letmade gab alles, konnte sich im nach CN Reglement aufgebauten Norma Honda M20 aber nur auf P2 einreihen. Franceso D'Acri wurde im Motorradmotor betriebenen Elia ST09 sehr guter Dritter. 

Ein tolles Comeback gab der mehrfache Deutsche Bergmeister Norbert Brenner im neu aufgebauten Opel Vectra GTS V8 DTM. In der heiß umkämpften Klasse E2-SH über 3000 ccm setzte er sich gegen seinen Markenkollegen Sebastian Schmitt im Opel Astra Coupé V8 DTM und Marek Rybnicek im infernalisch gehenden Mitsubishi Lancer EVO 600. Die Tschechen waren sowieso alle sehr aufgelegt, daher wunderte es nicht, dass Youngstar Jan Cermak im Misubishi Colt EVO 600 die Klasse E1/H/FS über 3000 ccm gewann. Richard Meixner im Mitsubishi EVO VIII und Lukas Suchomel in der Lotus Elise komplettierten das Stockerl auf P2 und P3.

Der Tag des Jörgs in der Gruppe H/E1/FS, so könnte dieser wieder in die Motorsportgeschichtsbücher eingehen. Neuer Streckenrekord - Check! Tourenwagen-Gesamtsieg - Check! Klassensieg - natürlich auch Check! Mehr brauch man dazu glaube ich nicht zu sagen. Der Mann fährt einfach in einer anderen Liga. Hans-Peter "Hansi" Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V wurde "Best of Rest" und holte sich einen tollen und hart umkämpften zweiten Platz vor Peter Naumann im VW Polo II 1.4 16V Supercharger. Peter hatte auch die goldene A-Karte mit Eichenlaub für sich gebucht. Beim Abladen riss ihm der Zahnriemen und lies das Team um den Polotreter fast in Verzweiflung geraten. Aber bevor man die Flinte ins Korn wirft, fuhr man schnellstens nach Hause, baute einen Ersatzmotor auf und um, um dann zum zweiten oder 1 1/4ten Trainingslauf an der Startlinie zu stehen. Das ist Einsatz meine Damen und Herren. Belohnt wurde er mit dem dritten Platz in der Klasse. Schnellster 8V Pilot wurde ein wieder extrem gut fahrender Norbert Wimmer im BMW 2002 tii 8V in dem er inmitten der 16V Piloten hervorstoß und so ebenfalls sein ganzes Können unter Beweis stellte. Viele Überraschungen gab es auch in der Gruppe H/E1/FS bis 1600 ccm. André Stelberg  war bei einer Unterbrechung im ersten noch nicht ganz zufrieden mit seiner Leistung und sich unsicher ob er denn schon alles gegeben hat. Oh ja, das hatte er. Als Belohnung gab es den ersten Klassensieg im neu aufgebauten VW Schneider RSB Corrado 16V. Für eine weitere Überraschung sorgte unser Freund und fliegender Finne, Mikko Kataja im Toyota Starlet 8V. Er wurde schnellster 8V Pilot und zweiter in der Klasse. "Mehr geht auch nicht, das war das Limit" freute er sich im Gespräch mit uns nach dem Rennen. Manfred Schulte stellte seinen Citroen AX Sport EVO III auf P3 ab. Franz Koob hatte im ersten Wertungslauf einen kapitalen Motorschaden zu verzeichnen.

In der Gruppe H/E1/FS gab es einen weiteren Premierensieg in der Saison 2014. Armin Ebenhöh schob sich im neu aufgebauten VW Minichberger Scirocco I 16V an Schwiegervater Franz Weißdorn VW Polo Honda I 16V vorbei und sicherte sich so den ersten Klassensieg im neuen Auto. Christof Hörnig wurde als bester 8V Pilot  im VW Polo II 8V toller dritter in der Klasse. Wolfgang Glas riss dummerweiser der Gaszug, Klaus Bernert und Phlillip Plein rutschen beide auf einer Ölspur aus und schlugen in die Leitplanke ein.  Robert Bauer im VW Polo II 16V hatte nach Thomas Stelbergs Motorschaden im ersten Lauf freie Fahrt und fuhr einem ungefährdeten Sieg in der Klasse ein. 1. FC Nürnberg Fan Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing kam als schnellster 8V Pilot auf P2. Bernd Deutsch beanspruchte im Audi 50 GL 8V den P3 für sich.

Im NSU Bergpokal wurden wieder einmal die Siegesglocken für den Rekordchamp aus Burgebrach, Steffen Hofmann im NSU TT geläutet. Mit blitzsauberer Fahrt und bestens abgestimmtem Fahrzeug setzte er sich gegen seine Mitkontrahenten Jörg Davidovic (NSU TT) und Thomas Krystofiak im NSU 1200C durch. Leo Rabus und Jörg Höber fielen leider beide nach dem ersten Lauf. Doppelt ärgerlich für Jörg Höber, der bis dahin auf P2 lag. 

Die Gruppe F über 2000 ccm gewann Lars Bröker im Mitsubishi Lancer trotz eines krassen Fahrfehlers in der Schikane vorn Hendrik Uenzen im BMW M3 STW und CBC Pilot Richard Rein im Ford Capri 2600 RS. Publikumsliebling Uwe Pfaar im Mercedes W123 Coupé 280CE wurde mit beherzten Fahrmanövern Fünfter in der Klasse. Jochen Stoll war ebenfalls wieder glänzend aufgelegt und gewann im Peugeot 306 S16 die Gruppe F bis 2000 ccm Hubraum vor Kevin Veit im BMW E30 320is und Alexander Reder im BMW 318is. Eine Klasse tiefer bis 1300 ccm konnte sich Luigi D'Acri im Peugeot 106 Rallye 1.3 gegen seinen Markenkollegen  Ulrich Zeitz durchsetzen.

In der Gruppe A über 3000 ccm gewann Jaromir Maly im Mitsubishi EVO VIII vor Lukas Vojacek (ebenfalls Mitsubishi EVO VIII) und Dominik Pavlu im Renault Clio RS. Die durchweg gut besetzten Klassen der Gruppe N hätte man bis auf eine Ausnahme wohl auch Mitsubishi EVO Klasse nennen können. Igor Stefahovski gewann vor Jiri Los und Filip Sajler - alle EVOs, wen wunderts. In der Historischen EBM Kat 2.1. bis 1300 ccm gewann Josef Michl im Skoda 130 RS vor Miroslav Adamek im NSU TT und Michaela Vondrakova im Skoda 120S.

Folgende Einzelstarter sind noch zu erwähnen:

  • FIA Hist Kat 1.1. bis 850 ccm - Anders Jensen - Saab 96 Sport
  • FIA Hist Kat 1.1. bis 2000 ccm - Vladimir Konikar - BMW 2002ti
  • FIA Hist Kat 2.1. über 2000 ccm - Jean-Luc Baudin - Porsche 911S
  • FIA Hist Kat 3.1. bis 1300 ccm - Jiri Kubicek - Skoda 130 RS
  • FIA Hist Kat 3.1. bis 2000 ccm - Joachim Escher - VW Golf I
  • FIA Hist Kat 3.1. über 2000 ccm - Marian Czapka - Porsche 928S
  • FIA Hist Kat 4.2. über 2000 ccm - Uberto Bonucci - Osella PA 9/90
  • FIA Hist Kat 4.2. bis 3000 ccm - Roberto Turriziani - Osella PA N Sport Nazionale
  • FIA Hist Kat 5.2. bis 1600 ccm - Petry Tykal - F-Easter MTX 1-03
  • FIA Hist Kat 5.2. bis 2000 ccm - Edmond Guistarini - Chevron B48
  • Gruppe G - Mathias Marquardt - BMW E36 318ti
  • Gruppe H/E1/FS Diesel bis 2000 ccm - Christian Triebstein - Alfa Romeo 147 JTD Cup

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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