Wir schreiben Halbzeit in der Deutschen Bergmeisterschaft und das zweite Marathon Highlight innerhalb einer Woche steht vor der Tür. Viele der bereits am Glasbach startenden Fahrer haben die einwöchige Pause für einen kleinen Kurzurlaub zwischen den beiden Rennen genutzt. So auch Mikko Kataja samt Frau Kati, die wir selbst zu Besuch hatten oder die Rennbegeisterten Familien Flik und Wiebe, die schon direkt am Montag in die Borgloher Schweiz kamen. Der MSC Osnabrück lockte mit einem wahrhaft traumhaften Starterfeld auf die komplett neu asphaltierte Rennstrecke unlängst von Osnabrück. Über 200 Teilnehmer folgten dem Ruf des Bernd Stegmanns und boten den über 25.000 angereisten Zuschauern das wohl diesjährige Highlight der Saison. Nicht nur der neue Streckenbelag sollte seine Premiere feiern, sondern auch der nach knapp zwei Jahren Bauzeit fertig gestellte Yellow Psycho III - Yellow Psycho III ? - Ja, es ist die Rede von Holger Hovemanns neuem Arbeitsgerät, Opel Kadett C Coupé V8 GT/R, das am ersten Augustwochenende in Dienst gestellt wurde. Mensch und Maschine freundeten sich an und tauschten erste Höflichkeiten aus- man mochte sich und beschloss die Zusammenarbeit weiter auszubauen. Holger zeigte sich auf jeden Fall sehr vom neuen Auto angetan, bemerkte aber auch, dass hier noch ein ganzes Stück Arbeit vor  sich und seinem Team liegt. Die Leistungsdichte am Berg ist mittlerweile so hoch, dass um vorne mitfahren zu können, dass das Paket schon sehr gut zusammen passen muss. Holger ist topfit, das steht mal außer Frage - Yellow Psycho III muss noch lernen und fit gemacht werden, aber das wird schon klappen, da sind wir uns sicher.  

Die Wetteraussichten für das Rennwochenende am Uphöfener Berg waren anfangs doch eher durchwachsen, zeigte sich aber dann doch von seiner besten Seite und lockte den Besucherrekord von den bereits eben erwähnten mehr als 25.000 Zuschauern an die Strecke. Das Team um Bernd Stegmann sollte ja nun schließlich für den ganzjährigen und unermüdlichen Einsatz für ihr Bergrennen in Hilter/Borgloh entlohnt werden. Der selektive 2,03 km lange Kurs mit durchschnittlich 4,5% Steigung ist das nördlichste Rennen in der Meisterschaft, welches 1968 vor etwa 7.000 Zuschauern mit rund 140 Teilnehmern ausgetragen wurde. Nun - 47. Ausgaben später hat sich das Osnabrücker Bergrennen zu einem der Medien- und Motorsportevents auf nationaler und internationaler Ebene gewandelt. Darum hatte der MSC Osnabrück nun ein wahres Rekordstarterfeld von knapp 209 Startern zu verzeichnen, und das nur eine Woche nach dem Europameisterschaftslauf am Glasbach. Wie sonst auch wurde das Thema Cars & Fun beim MSC Osnabrück wieder groß geschrieben, denn man wollte den Leuten ja schließlich etwas bieten. Neben dem Schauspieler Norbert Heisterkamp der in der legendären Schwarzen Witwe, einem Opel Rekord A, als Taxi den Berg hinauf fuhr waren  auch Titus Dittmann mit seinem 67er Ford Mustang anstelle seiner Dodge Viper mit am Start. Diese fiel einem folgenschweren Unfall beim 24h Rennen am Nürburgring zum Opfer. Am Samstag waren da auch noch zwei wohl bekannte BMW Piloten - Jörg Weidinger (BMW 318i STW) und Henry Walkenhorst (BMW Z4 GT3). Beide reichten ihren obligatorischen Trainingslauf noch am Sonntagmorgen nach und stellten nachher im Rennen ihre Klasse unter Beweis.

Das Training wurde von nicht weniger als 25 Rotphasen geprägt, war der erste Lauf nach knapp 3 Stunden recht flott zu Ende, war ab dann der Wurm drin. Immer wieder kam es zu Drehern, Pylonenumwürfen und Unfällen. Das top eingespielte Team vom Leiter der Streckensicherung Holger Maes und Rennleiter Michael Schrey packten feste zu und ließen so nur ganz kurze Unterbrechungen zu. Da ist bei manch einem Rennen weniger los und die Unterbrechungen dauern dann doch deutlich länger. Aufgrund der vielen Unterbrechungen kam man um 19.00 Uhr letztendlich nur auf drei Trainingsläufe, was dem großen Starterfeld und eben den vielen Unterbrechungen zu Schulden war. Aber immerhin gab es drei Läufe - sowohl im Training als auch im Rennen. Das Rennen wurde dafür aber um 17.10 Uhr pünktlich beendet und mit Freigetränken im VIP Zelt ordentlich begossen. Hier fand auch zum ersten Mal die Siegerehrung statt, was bei allen Gästen und Teilnehmern sehr gut ankam. Gewonnen hat das große Rennspektakel am Uphöfener Berg der Schweizer Eidgenosse Eric Berguerand im verbesserten Formel 3000 Lola FA99. Der Luxemburger Tommy Rollinger im scheinbar einzig noch verbliebenen Osella Zytek FA30 kam auf den zweiten Rang. P3 belegte der Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma Mugen M20F V8. Einen wahre Retrosieg gab es in der Tourenwagenwelt. Hier gewann Nikolay Zlatkov in einem der beiden Audi Quattro S1. Jap, es waren zwei dieser soundtechnisch omnipräsenten Rennwagen der 80er am Start. Wer sowas noch nicht live erlebt hat, dem ist echt etwas entgangen. Was der S1 vom Start weg an Metern gut macht, ist nicht in Worte zu kleiden. Auf P2 landete der Tourenwagensieger vom letzten Jahr, Henry Walkenhorst im BMW Z4 GT3, der nicht weniger Laut zu Werke schreitet. Auf einen tollen dritten Rang kam der Franzose Nicolas Werver im Porsche 997 GT3 Cup.

Eric Berguerand gewann natürlich auch seine Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum vor Tommy Rollinger und Philippe Guélat im Lola Cosworth T94/50 Formel 3000. Das mit 16 Startern sehr gut besetzte Feld der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum konnte Anthony Loeullieux im Tatus Formula Masters Honda vor dem ehemaligen Deutschen Bergmeister Frank Debruyne im Dallara Opel F303 und Jerome Debarre im Dallara Opel F302 gewinnen. Richtig gut läuft es dieses Jahr für den Slowenen und Wahl-Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma Mugen M20F V8. In Osnabrück sicherte er sich einen weiteren Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum. Uwe Lang im weiterentwickelten Osella BMW PA20/S Evo und Georges Huber im Norma BWM M20F stellten ihre Fahrzeuge auf P2 und P3 ab. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm, musste sich Lokalmatador Bernd Letmade im Norma Honda M20 dem Tschechen Jiri Svoboda im Norma M20F geschlagen geben. Der Ostfale Günter Miethke stellte seine Norma Honda M20 auf Rang 3 ab. Pech hatte der Wahl-Düsseldorfer Sebastian Schmitt im Opel Astra Coupé V8 DTM. In Schlagdistanz zum ersten Klassensieg liegend, drehte sich Sebastian ausgangs der Bauernhauskurve heraus und rutsche leicht in die Reifen. Damit war das Rennen für ihn gelaufen. Norbert Brenner machte dann alles klar und gewann im Opel Vectra GTS V8 DTM die Gruppe E2-SH über 3000 ccm vor Holger Hovemann im neu aufgebauten Opel Kadett C Coupé V8 GT/R. Konstrukteur Norbert Vornholt zeigte sich trotzdem sehr zufrieden, dass alles funktioniert hat und nix kaputt gegangen ist. Dieses Jahr und evtl. auch das nächste Jahr wird ein Entwicklungsjahr für das Team um Holger Hovemann werden. Die Klasse der GT Fahrzeuge gewann Lokalmatador Henry Walkenhorst im einsatzerprobten BMW Z4 GT3 vor Yanick Bodson im Porsche 997 GT3 Cup.

Der Wechsel zu den Tourenwagen. Der nette Bulgare Nikolay Zlatkov im Prospeed Audi Quattro S1 gewann überlegen die große Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum. Hier wurden Erinnerungen an die glorreichen Zeiten der Audi Quattros der Gruppe B wach. Ach ja, schön war die Zeit. Nicolas Werver im Porsche 997 GT3 Cup folgte mit Respektabstand auf P2. Der Schweizer René Ruch im orangen Ferrari F355 GT. Der Brite Keith Edwards im weiteren Audi Quattro S1 Pikes Peak kam auf Rang 4 vor dem Maseratti GT Trofeo Sport Piloten Michael Kuster. Ein weiteres historisch wertvolles Auto in Form des Mercedes Benz AMG 190E EVO II mit Markus Wüstefeld am Steuer gewann die Gruppe H/FS/E1 bis 3000 ccm Hubraum. René Frank im Schnitzer BMW E30 M3 DTM konnte stressbedingt durch eine blockierte Zufahrstraße zum Vorstart gerade rechtzeitig, total abgehetzt zum Start kommen und verpatzte den dritten Lauf, fiel damit auf P3 hinter Ralf Iwan im Opel Kadett C Coupé 2.5 zurück.  

Die Königsklasse der Tourenwagen war wie immer top umkämpft und es sollten wieder einmal mehr ein Kapitel im Buch der Weidinger Festspiele werden. Jörg kam am Sonntag, fuhr am Sonntag und siegte am Sonntag - im BMW 318i STW vor Hans-Peter "Hansi" Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V, André Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC und Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V. Auf den Rängen 4 bis 6 folgten Björn Wiebe und Hans-Peter Wiebe in zwei weiteren Renault Williams Wiebe Laguna BTCC, sowie ein saustark fahrender Christian Dümler im VW Golf II 8V als schnellsten 8V Piloten in der Klasse. Die Gruppe H/FS/E1 Diesel gewann Andreas von der Haar im VW Golf V R-TDI vor Christian Triebstein im Alfa 147 JTD Cup und Marcel Obermeyer im VW Golf V R-TDI.

Irgendwie mögen sich Mensch und Maschine wohl doch - André Stelberg fährt im VW Schneider RSB Corrado 16V in der Gruppe H/FS/E1 bis 1600 ccm bereits den zweiten Klassensieg ein. Manfred Schulte im Citroen AX EVO 3 kam auf P2. Verdienter dritter wurde Slalom-Ass Stefan Faulhaber im Opel Risse C Coupé 8V mit sequentiellem 6 Gang Getriebe. Als schnellster 8V Pilot kam Alexander Geier im Peugeot 205 GTI 1.6 8V auf P7 ins Ziel. Armin Ebenhöh hatte leider ein Negativerlebnis im zweiten Lauf zu verzeichnen. Deutlich in Führung liegend krachte er am Posten 3  erst rechts in die Reifen und dann links in die Leitplanke, was das aus bedeutete. Schwiegerpapa Franz Weißdorn im VW Polo Honda I 16V hatte den den Weg frei und gewann die Klasse. Canio Marchione im infernalisch gehenden Fiat 127 Sport 16V kam auf Platz 2. Nils Abb kam als schneller dritter im VW Schneider Polo II 8V aufs Podium.

Seine Siegesserie vor heimischem Publikum wollte auch Schneider Audi 50 8V Pilot Tobias Stegmann fortsetzen. Der Lebensgefährte von Steffi Deutsch bescherte seiner Steffi und Tochter Holly einen tollen Sieg vor Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing und Schwiegerpapa in Spe Bernd Deutsch im Schneider Audi 50 GL 8V. In der Gruppe A über 3000 ccm trumpfte der ehemalige Bergeuropameister Roland Wanek im Mitsubishi EVO IX mächtig auf  und verwies seine Markenkollegen Laszlo Hernadi und Gabriella Pedroni (jeweils Mitsubishi EVO VIII) auf die Ränge zwei und drei. Die beiden CBC Piloten Albert Vogt im Subaru Impreza und Heinz Neurohr in der Renault Alpine A10 komplettierten die Top 5. der Klasse. Eine Klasse Tiefer bis 2000 ccm gewann Patrick Orth im VW Golf III GTI gegen Ralf Orth im BMW 320is. Nein, hier sprechen wir nicht von Ralf Orths Sohn Patrick sondern von seinem Namensvetter der eben auch flott den Berg hochfährt. Auf Rang 3 landete Dirk Totz im Honda Integra Type R. Detlef Schröder aus Reihen des CBCs konnte im VW Polo I die kleinste Klasse der Gruppe A bis 1400 ccm vor einem spektakulär fahrenden Christoph Hilmes im VW Polo II und Hartmut Grebe im Ford Fiesta gewinnen. Manfred Lewe setzte sich im Seat Leon Supercopa WTCC mit der Chassis No. 007 bei seinem Heimrennen gegen seinen Kontrahenten Ralf Oeverhaus im BMW M235i Racing durch.

Der NSU Bergpokal war mit 10 Fahrzeugen wieder ganz ordentlich besetzt und lockte zahlreiche NSU Fans an die Strecke in die Borgloher Schweiz. Steffen Hofmann musste sich dieses Mal ganz schön lang machen und sich mit all seinem Können seinen beiden stärksten Verfolgern Jörg Davidovic und Jörg Höber zur Wehr setzen. Thomas Krystofiak im NSU 1200C stellte den Langnasenprinz auf Rang 4 ab. Carsten Steinert im NSU TT komplettierte das Top 5 Ergebnis der Gruppe des NSU Bergpokals.

Weitere Klassensieger:

  • Gruppe N bis 1400 ccm: Luigi D'Acri - Peugeot 106 Rallye
  • Gruppe G LG1: Michael Starke - Porsche 997 GT3
  • GLP Modus 2 - Sport- und Formelfahrzeuge bis 2000 ccm: Wolfgang Basse - Martini MK21B Formel 3
  • GLP Modus 2 - Tourenwagen bis 1989: Oliver von Fragstein - Ford Escort RS Cosworth
  • GLP Modus 2 - Tourenwagen bis 1970: Klaus Tweddell - Ginette G12
  • GLP Modus 2 - Kampf der Zwerge: Hubert Nagel - Fiat Abarth 1000TC
  • Hybrid LG5 - Manfred Hülsmann - BMW i8
  • Hybrid LG10 - Peter Schaar - Opel Ampera
  • E Prototypen: Robert Troost - Lotus Super Seven Elektro
  • Elektro LG kleiner 6,5: Udo Werges - Tesla Roadster 2.5
  • Elektro LG größer 6,5: Andreas Mäurer - BMW i3
  • Elektro LG 15: Oliver Schaffer - VW 181 Kübelwagen
  • Elektro LG 30: Dirk Diener - Renault Kangoo Express

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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Audi-Piloten Hofer/Ellis siegen beim ADAC GT Masters-Saisonauftakt

Zwei ADAC GT Masters-Neulinge sorgten beim Saisonstart in der Motorsport Arena Oschersleben für eine große Überraschung: Die Audi-Piloten Max Hofer (18/A) und Philip Ellis (25/GB, beide Phoenix Racing) gewannen im R8 LMS von der Pole-Position den Auftakt der zwölften Saison der "Liga der Supersportwagen". Zweite wurden die Lamborghini-Piloten Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) nach einem spannenden Rennen mit knappen 0,245 Sekunden Rückstand. Rang drei holte das Brüderpaar Kelvin van der Linde (21/ZA) und Sheldon van der Linde (18/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) in einem weiteren Audi R8. "Ein überwältigender Moment", jubelte Sieger Hofer, der im Zeittraining bereits auf die Pole-Position gefahren war. "Das Qualifying hatte uns schon den Tag gerettet, aber dass wir die Pole-Position auch noch in einen Sieg umwandeln konnten, ist extrem motivierend für die weitere Saison."

Pole-Debütant Hofer bleibt beim Start vorn
 
Ihren Grundstein für den späteren Sieg legten Hofer und Ellis beim Start. Obwohl er sein erstes ADAC GT Masters-Rennen überhaupt bestritt, zeigte Pole-Setter Hofer keine Nerven. Der junge Österreicher verteidigte gegen Routinier Bortolotti seine Spitzenposition und setzte den besten Startplatz in die Führung um. Das Spitzenduo setzte sich in den folgenden Runden von den Verfolgern ab und lieferte sich ein enges Duell um Platz eins, den Hofer bis zum Pflichtboxenstopp behauptete. Der Abstand zwischen dem Audi-Fahrer und Bortolotti betrug nie mehr als 0,8 Sekunden. Auch als ihre Teamkollegen Philip Ellis und Andrea Caldarelli die Fahrzeuge übernahmen, ging der enge Kampf an der Spitze weiter, der nur durch eine kurze Safety-Car-Phase zur Bergung des Honda NSX von Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH, beide Honda Team Schubert Motorsport) unterbrochen wurde. Bei der Zieldurchfahrt hatte Ellis einen knappen Vorsprung von 0,245 Sekunden auf Verfolger Caldarelli. Die beiden Sieger sicherten sich auch den ersten Platz in der Pirelli-Junior-Wertung für Piloten unter 25 Jahren.

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IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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