„Acht aus elf“, das ist die 2014er KW Berg-Cup Kurz-Erfolgsformel. Ausgeschrieben und im Klartext bedeutet dies: Die besten acht Resultate jedes Fahrers oder Teams, die in den elf zum KW Berg-Cup zählenden Veranstaltungen erzielt werden, gehen in die Jahresendwertung ein. Das „45. ADAC/MSC-Rhön Hauenstein-Bergrennen“ am 16. und 17. August ist ganz exakt das achte von elf ausgeschriebenen KW Berg-Cup Rennen. Wer also vom Saisonstart weg bei allen Events nicht nur dabei, sondern auch immer in oder an der Klassenspitze zu finden war, konnte seinen persönlichen Erfolgssack möglicherweise schon in der bayerischen Rhön zumachen. Lasst uns auf dieses Thema bitte später zurückkommen.

Denn zunächst gilt es den Trainingssamstag und den Rennsonntag mit ihren je drei Läufen á 4,2 Kilometer näher zu betrachten und zu durchleuchten. 183 Fahrerinnen und Fahrer nehmen das Highspeed Geschehen in Angriff, rund ein Drittel davon versucht im Rahmen einer Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) möglichst identische Zeiten zu erzielen. Das Hauptfeld dagegen beschäftigt sich wie gewohnt mit purem Racing, hat ganz klar Bestleistungen auf seine Fahnen geschrieben. Der Übungstag beginnt pünktlich, ist geprägt von Schauerwetter und mehreren kleinen Vorfällen die sich aufaddieren, dauert deshalb fast bis 19 Uhr. Der Sonntag zeigt sich kühl, aber trocken. Das hält den ganzen Tag über an, dem Rennwettergott sei Dank. Denn immer wieder ziehen dunkle Wolken auf, besonders vor und während des dritten Durchganges, der sich lange hinzieht, entladen ihre Regenlasten aber nicht. Gegen 17 Uhr ist das Geschehen auf der Strecke mit der letzten Rückführung beendet. Zuvor hat sich viel ereignet. Was genau, das wollen wir uns nun in den Klassen der zusammen gewerteten Gruppen H/FS/E1 mit KW Berg-Cup Beteiligung genauer ansehen.

 

Zum 1150er Trainingsauftakt setzt Top-Favorit Robert Bauer im 16-Ventiler Polo die erste Bestzeit. Knapp vor Bernd Deutsch im Schneider Audi 50, Drittschnellster ist im Fiat 127 Martini Racing Jürgen Heßberger. Im zweiten Übungsheat sticht Robert Bauer zu optimistisch in die Jopp-Kurve, der Polo rutscht untersteuernd heftig in die Leitplanke. Von da an sind die 8-Ventiler unter sich, das weitere Klassengeschehen entspricht damit vollständig dem 1,15-Liter KW 8V-Trophy Resultat. Final schnappt sich Bernd Deutsch die imaginäre „Pole Position“. Den besten Rennstart legt aber Tobias Stegmann hin, übernimmt mit seinem Schneider Audi 50 die Führung. Jürgen Heßberger (P2) und Bernd Deutsch (P3) folgen. Jörg Eberle behauptet sich im Fiat 127 Bamotec auf Rang vier, Fünfter ist Peter Richter im Schneider Polo. An dieser Reihenfolge ändert sich nichts mehr, nur die Abstände variieren. Im Schluss-Spurt kommt Jürgen Heßberger mit einem fulminanten dritten Rennlauf noch bis auf 12 Tausendstel an den etwas nachlassenden Klassensieger Tobi Stegmann heran, der sich den Zeitverlust selbst nicht erklären kann, kommt aber nicht mehr an diesem vorbei.

Dem schnellen Treiben der 1,4-Liter Abteilung drückt am Hauenstein „Mister Berg-Cup“ Franz Weißdorn den Stempel auf. Im VW Polo mit dem 16V Honda Motorrad-Zylinderkopf hat er das Geschehen fest im Griff, holt die Übungs-Bestzeit. Die zweite Samstags-Position geht an 8-Ventiler-Mann Christof Hörnig (VW Polo), Probe-Dritter ist Jörg Völker im wiederbelebten Suzuki Swift GTi 16V. Frank Duscher macht als Vierter genauso auf sich aufmerksam wie Stefan Müller (beide VW Polo) als Fünfter. Am Sonntag diktiert und kontrolliert Franz Weißdorn das Geschehen von der Spitze aus, gewinnt souverän und ungefährdet. In gleicher Manier fliegt KW Berg-Cup Urgestein und Mitbegründer Martin Kleiner (VW Polo 16V) zu Platz zwei. Christof Hörnig behauptet sich im ersten und zweiten Run auf Position drei. Vor Ronnie Bucher (P4) und Nils Abb (P5) im 8-Ventiler Schneider Polo. Im finalen dritten Durchgang lässt Ronnie Bucher der Schneider-Power seines Polo 16V entfesselt freien Lauf, nimmt dem ebenfalls nochmals schneller werdenden Christof Hörnig 1,993 Sekunden ab, holt sich mit der Gesamtzeit 6:34,853 als Dritter seinen zweiten KW Berg-Cup Podestplatz nach Schotten 2013, schiebt „Eihö“ Christof Hörnig auf Endrang vier zurück. Auch dahinter wird noch beinhart gefightet. Der bestens aufgelegte Frank Duscher bläst zur Attacke auf Nils Abb, sprintet den Hauenstein um 1,405 Sekunden flotter hinauf als dieser und quetscht sich in der Addition aller Läufe mit exakt 748 Tausendstel Vorsprung an Nils vorbei auf Platz fünf. Damit haben wir auch das 1400er KW 8V-Trophy Podium komplett: Der Sieger heißt Christof Hörnig, der Zweite Frank Duscher, der Dritte Nils Abb. Die Sonderwertungs-Ehrenplätze vier und fünf gehen an Marcel Hellberg (8V-P4) und Frank Lohmann (8V-P5), beide auf VW Polo unterwegs.

Die 1,6-Liter Geschichte ist am Hauenstein eine ganz besondere, beinhaltet leider auch traurige Kapitel. Das beginnt schon am Samstag. Motorenprobleme führen bei Lutz Hesse (VW Golf 16V) genauso zum vorzeitigen Aufladen wie beim zweifachen Saison-Klassengewinner André Stelberg und seinem Corrado 16V. Nur sechs 1600er nehmen das Rennen auf. Aber die Defekthexe hat diese kleine Gruppe weiterhin im Visier. Verursacht zwar keine Ausfälle mehr, bringt aber auf ihre eigene gemeine Art und Weise das Ranking durcheinander. Doch der Reihe nach: Helmut Maier lässt sich im Spiess Golf 16V die schnellste Übungszeit notieren. Vor Manfred Schulte (P2) im Citroen AX Evo 3 und dem unglücklichen Lutz Hesse (P3) auf seinem Büchl Golf 16-Ventiler. Mikko Kataja ist mit seinem Toyota Starlet als Probe-Klassenvierter flottester 8V’ler vor Uwe Nowaczyk im 1er Golf. Am Sonntag setzt sich Helmut Maier an die Spitze (P1), vor Manfred Schulte (P2) und Mikko Kataja als Drittem. Der Finne hat dabei einen blinden Passagier an Bord. Die Defekthexe will ihren Kaffee heißer gekocht haben als üblich, lässt deshalb die Starlet Wassertemperatur auf ungesunde 115 Grad ansteigen. Mikko bemüht sich um Triebwerks-Schonung. Das ist allerdings von außen betrachtet nicht mit freiem Auge zu erkennen. Hinter dem Spitzen-Trio läuft das Duell der beiden Super 1600 ex-Rallye-Fahrzeuge, in dem schlussendlich Franz Koob im Fiat Punto als Vierter die Oberhand über Franz Hasenstab (P5) und dessen Peugeot 206 bekommt. Der Defekthexe ist mittlerweile das Kaffeewasser heiß genug, sie möchte nun noch etwas zum Knabbern dazu. Der Sinn steht ihr nach Zündkerzen Elektroden. Sie bleibt den 1,6-Litern treu, sucht und findet ihre Lieblings-Geschmacksrichtung bei den Kerzen im Spiess-Motor von Helmut Maier. Gleich nach dessen Start zur dritten Auffahrt bedient sie sich ungeniert, der Golf läuft fortan nur mehr auf drei Zylindern. Rund 14 Sekunden gehen so verloren, dazu der greifbar nahe Klassengewinn, Helmut bleibt Platz zwei. Den Sieg holt sich Manfred Schulte, der mit schnellen Zeiten aufwartet und so Problemen aller Art einfach davon fährt. Rang drei geht an Mikko Kataja, der heilfroh darüber ist, dass er sein Hauenstein Wochenende trotz seiner thermischen Probleme auf dem Klassenpodest und als 1600er KW 8V-Trophy Sieger beenden kann. Zweiter der roten Startnummern bleibt Uwe Nowaczyk.

Noch mehr als sonst steht in der Rhön die 2-Liter Klasse im Fokus. Wegen „acht aus elf“, womit wir wieder am Anfang unserer Hauenstein Story sind. Denn wenn Jörg Weidinger hier seinen achten 2014er Klassensieg in Folge einfahren sollte, dann sind er und sein Teamchef-Partner Dieter Rottenberger im KW Berg-Cup Gesamt-Ranking nicht mehr von der Spitze zu verdrängen, wiederholen ihren Vorjahreserfolg. Im Training machen aber andere die Pace. Ein wie immer hoch motivierter Mario Minichberger düst im 16-Ventiler VW Scirocco samstags in der kürzesten Zeitspanne über das 4,2 Kilometer Asphaltband. André Wiebe (P2) benötigt im Renault Williams Laguna für diese Übung 0,701 Sekunden mehr, Jörg Weidinger gibt sich mit Rang drei (+1,445 Sek.) zufrieden. Es folgen Peter Naumann (P4) im aufgeladenen Polo und Ziegler Kadett Pilot Roman Sonderbauer als Fünfter. 8-Ventiler Klassenprimus ist Christian Auer im BMW 2002 vor Rückkehrer Bernd Ehrle (8V-P2) im C-Coupé und „Golfer“ Christian Dümler als Drittem. Gedankenspiele werden angestellt. Sollte Jörgs blendende Serie am Hauenstein vielleicht doch zu Ende sein? Der Sonntag bringt Klarheit. Jörg geht als letzter 2-Liter Fahrer auf die Strecke. Alle vor ihm gestarteten Mitbewerber haben ihre Trainingszeiten gewaltig nach unten korrigiert. Jörg zieht nun im BMW 318i STW alle Register. Die Uhr bleibt für ihn bei 1:52,863 stehen. Damit liegt er mit dem satten Vorsprung von 1,775 Sekunden vorne. Vor André Wiebe (P2) und Peter Naumann als Drittem. Mario Minichberger findet sich auf Rang vier wieder, Roman Sonderbauer ist Fünfter. Im zweiten Durchgang gibt die Defekthexe ein Gastspiel in der 2-Liter Abteilung, nimmt den Polo G40 von Peter Naumann aufs Korn, lässt diesen ausrollen. Damit sind die Top-Ten zementiert. Jörg Weidinger schaltet keineswegs zurück, gibt weiterhin vehement Vollgas, gewinnt 5,876 Sekunden vor André Wiebe (P2) unangefochten die Klasse. Zum achten Mal in Folge. Und damit zum zweiten Mal in Folge auch den KW Berg-Cup. Wir gratulieren ihm, Dieter Rottenberger und dem Team im Hintergrund. Hauenstein-Dritter wird Mario Minichberger, der sich nahe an André Wiebe heran gearbeitet hat. Platz vier holt sich Roman Sonderbauer, Fünfter ist Björn Wiebe (Renault Laguna). Markus Reich fährt in seinem Golf 16V auf Rang sechs, Siebter und schnellster 8V’ler ist Christian Auer. Die Reihung geht weiter mit Hans-Peter Wiebe (P8) im dritten Wiebe Renault Laguna, Markus Saal (P9) in der Opel Kadett C-Limousine und Bernd Ehrle als Zehntem. Die KW 8V-Trophy sieht bei den 2-Litern Christian Auer als Sieger vor Bernd Ehrle (8V-P2) und Johann Hatezic im Opel Ascona B als Drittem der roten Startnummern. Sonderwertungsplatz vier sichert sich Hans-Dieter Seitz im Ford Escort RS 2000 vor Christian Ehret (8V-P5) im zweiten Opel Ascona des Feldes.

Die Selbstzünder-Klasse sieht den ersten Einsatz von Jürgen Fechter auf dem ex-Auto von Manfred Pape. Mit dem VW Golf V R-TDI gelingen gute Zeiten. Allerdings streikt im zweiten Wertungslauf die Technik, Jürgen fällt aus. Der Diesel-Sieg geht an Routinier Sepp Koller, der seinerseits mit Problemen kämpft. Die Defekthexe zieht den Ladeluftschlauch immer wieder herunter, der Boost verpufft ungenutzt ins Freie, zwingt dem Alfa Romeo 147 JTD eine langsame Gangart auf. Das hat Folgen, wie wir bei den 3-Litern noch sehen werden.

Bernhard Permetinger (P1) bestimmt dort mit dem BMW M3 E30 den Trainingstakt. Vor Markus Wüstefeld (P2) und seinem AMG Mercedes 190 E Evo II sowie Siegfried Hauff im C-Coupé als Drittem. Zum Rennauftakt dreht Markus Wüstefeld mächtig auf und damit auch die Reihenfolge um, geht an die Spitze vor Bernhard Permetinger und Siegfried Hauff. Im zweiten Durchgang laufen Werner Walser und Markus Wüstefeld auf Sepp Koller auf, der im Notlauf-Modus unterwegs ist, verlieren Zeit. Bei Markus sind dies zum Beispiel mehr als 15 Sekunden. Die Betroffenen bitten um eine Laufwiederholung. Diese wird von der Rennleitung zunächst abgelehnt, auf Intervention der Sportkommissare dann aber doch zugestanden. Die Rangfolge von Heat eins wird so wieder hergestellt und hat bis zum Schluss Bestand: Es gewinnt Markus Wüstefeld vor Bernhard Permetinger (P2) und Siegfried Hauff (P3). Thomas Ostermann platziert sich mit seinem BMW E30 Hartge als Vierter und ist damit zugleich 3-Liter KW 8V-Trophy Sieger vor Werner Walser in der ex-Alexander-Hin Kadett Limousine.

In der Klasse über 3-Liter Hubraum gibt Herbert Stolz mit dem Porsche 935 DP II den Ton an und das Tempo vor. Im Training genauso wie im Rennen, das er als Class-Winner und schnellster Tourenwagen auf Gesamtrang fünf beendet. Norbert Handa wird im neuen Lancia Delta Integrale Zweiter. Sein Rückstand auf den Sieger ist groß, er beträgt fast 28 Sekunden. Sabine Röck ist im frontgetriebenen VW Golf Turbo schnell unterwegs, holt sich Platz drei. Final liegt sie nur 7,536 Sekunden hinter Norbert Handa zurück. Vierter wird im Ford Escort RS Cosworth Norman Struckmann.

Vier E2-Silhouette Fahrzeuge nehmen das Training auf. Norbert Brenner behauptet sich im Training hauchdünn vor Klaus Hoffmann (P2). Mit etwas Abstand folgen Sebastian Schmitt (P3) und Holger Hovemann als Vierter. Sebastians Opel Astra V8 DTM verliert Kühlflüssigkeit, Klaus Hoffmann hilft mit einem Wärmetauscher, das Schmitt-Team repariert, wird aber bis zum ersten Rennlauf nicht fertig. Als Basti zum zweiten am Start erscheint, wird er wieder Richtung Fahrerlager geschickt. Derweil hat sich Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM die Führung geholt. Vor dem Opel Astra V8 DTM von Klaus Hoffmann, der 2,688 Sekunden auf den Brenner Vectra verliert. Dritter ist Holger Hovemann im Opel Kadett C V8 GTR, der sich zumindest in dieser und vermutlich auch in der kommenden Saison in der Funktion eines Test- und Entwicklungsfahrers sieht, keineswegs in der Rolle eines Rennfahrers. Klaus Hoffmann gefällt die Performance von Norbert Brenner nicht wirklich, er ändert die Übersetzung seines Astras. Im letzten Lauf kommt er damit bis auf 1,221 Sekunden an Norbert heran, angreifen oder gar gefährden kann er diesen damit aber nicht. Insgesamt bleibt der Hoffmann Astra 6,402 Sekunden hinter dem Brenner Vectra zurück auf P2. Holger verliert als Dritter mehr als 35 Sekunden auf den Sieger, darf sich aber zurecht über beständig besser werdende Zeiten freuen.

Norbert Brenner holt sich zusätzlich zum Klassenerfolg Gesamtrang zwei, Klaus Hoffmann wir Dritter „Over All“. Herbert Stolz sichert sich mit dem kraftstrotzenden Porsche wie bereits erwähnt Platz eins bei den Tourenwagen. Gleich hinter ihm, als Gesamt-Sechster und Tourenwagen-Zweiter, läuft Jörg Weidinger im 2-Liter BMW ein. Der Abstand zwischen den beiden ungleichen Autos beträgt lediglich 1,842 Sekunden. André Wiebe steigt als Dritter mit auf das Tourenwagen-Gesamtpodest.

In der Deutschen Tourenwagen Berg-Meisterschaft (DBM) liegen gleich mehrere KW Berg-Cup Fahrer in aussichtsreichen Positionen. Top-Favorit ist hier Jörg Weidinger. Ihm fehlen nur noch wenige Punkte zum Doppelerfolg im KW Berg-Cup und in der DBM. Bis zur endgültigen Entscheidung müssen wir uns noch etwas gedulden. Erst am 13. und 14. September geht es mit dem „47. Int. AvD/GAMSC Bergrennen Unterfranken“ in beiden Meisterschaften weiter. Danach stehen noch St. Agatha/A und Mickhausen im KW Berg-Cup Terminkalender. Und wenn auch die Gesamtsieger der 27. KW Berg-Cup Saison bereits fest stehen, so bleibt es doch im Kampf um die noch nicht fest vergebenen Plätze des Rankings „Over All“ weiterhin ultraspannend. Dies trifft natürlich auch auf die Endplatzierungen in den Klassen- und Sonderwertungen voll zu. Bis zu den alles entscheidenden letzten drei Rennen bleibt jetzt etwas Zeit zum Durchatmen und Akku aufladen. Für die Aktiven, ihre Teams und ihre Renngeräte genauso wie für die Fans und KW Berg-Cup Liebhaber. Und auch für den Schreiber dieser Zeilen. Der euch hier und jetzt rechtzeitig vor Unterfranken zur Einstimmung auf den Endspurt einen Überblick zu allen noch offenen Entscheidungen verspricht.

Bis dann, macht‘s gut!

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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