Das vorletzte Bergrennen der Deutschen Bergmeisterschaft im malerischen Ort Eichenbühl findet eigentlich immer am ersten Septemberwochenende statt. Durch eine Terminkollision mit der Michaelis Messe musste man dieses Jahr allerdings um eine Woche nach hinten verschieben. Dies tat der guten Stimmung beim und um das Rennen aber keinen Abbruch. Fast jeder aus Eichenbühl und den umliegenden Ortschaften packt mit an und bietet den dieses Jahr über 209 angereisten  Startern wieder ein großes fränkisches Volksfest, gepaart mit viel Rennsport. Denn um den Rennsport geht es schließlich auch auf der 3050m langen, sehr selektiven Strecke von Eichenbühl nach Umpfenbach.  Der sehr technische untere Teil verlangt nach guter Streckenkenntnis und genauen Einlenkpunkten um die optimale Linie und genügend Schwung für den oberen superschnellen Teil der Strecke mitzunehmen, wo die Fahrer dann im sechsten Gang voll ausgedreht auf die Zielkurve zufahren und das Auto hart zusammenbremsen müssen.  Hier finden sich neben den beiden anderen bekannten Streckenabschnitten Klinge und Honda-Kurve, die meisten Zuschauer ein. Das Wetter drohte dem Team von Rennleiter und Clubpräsident des GAMSC Würzburg, Peter Thumbeck, fast einen Strich durch die Rechnung zu machen. Der gesamte Freitag war total verregnet und machte es für den ein oder anderen schwierig ins Fahrerlager zu kommen und dort den avisierten Platz zu beziehen. Doch pünktlich zum Training am Samstag kam die Sonne heraus und lies ab dem zweiten der beiden Trainingsläufe den Wechsel auf Slicks zu. Wie bei jedem Rennen, zeigten noch nicht alle, was sie hinter dem Volant konnten und wogen den ein oder anderen in trügerische Sicherheit. In der Gruppe H/FS/E1 bis 2L Hubraum fehlte Jörg Weidinger aufgrund seines geplanten Einsatzes beim Team Scheid Motorsport im Rahmen des 8. VLN Rennens. Doch hier schien das Wetter die Oberhand zu behalten und man sagte das Rennen aufgrund von starkem Nebel nach Stunden Wartezeit ab. Jörg reiste am Samstagnachmittag nach, trainierte genau einen Lauf und siegte wieder einmal deutlich in der Klasse. Als Sahnehäubchen gab es für den BMW 318i STW Piloten den Titel des Deutschen Automobil Bergmeisters der Tourenwagen und natürlich noch den Tourenwagen-Gesamtzweiten hinter dem Innsbrucker Kaufmann Herbert Stolz im Porsche 935 DP2. Ihm folgte der schnellste Fronttriebler vom Wochenende, Mario Minichberger im VW Minichberger Scirocco I 16V.

 

Den Gesamtsieg und den neuen Streckenrekord sicherte sich der Slowene und Wahl-Freiburger Patrik Zajelsnik im Norma Mugen M20 V8. Das letzte Mal war er vor 8 Jahren in Eichenbühl und nutze so den Samstag ganz intensiv für seine Vorbereitung für die Mission Tagessieg und Streckenrekord. Der Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum geht natürlich ebenfalls an Patrik Zajelsnik. Der amtierende Bergmeister Uwe Lang hatte im betagten Osella BMW PA 20/S EVO das Nachsehen und musste mit P2 auf seiner Heimstrecke vorlieb nehmen. Ein weiterer Osella PA 20/S Pilot, Dino Gebhard, stellte seinen Osella auf P3 ab. Ein bis dahin noch nicht in der Deutschen Bergmeisterschaft aufgetretener Fahrer sorgte für einen Überraschungssieg in der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm. Thomas Conrad im CRS Renault 2.0 verwies Bernd Letmade im Norma Honda M20 und Uwe Wolpert im UWR WFK07 auf die Plätze 2 und 3. Verwunderung machte sich unter den Aspiranten breit - da kommt einer, fährt und siegt auch noch in der Klasse. Wir dürfen gespannt sein, ob wir Thomas Conrad noch öfters sehen werden. Francesco D'Acri war im Elia Avrio ST09 leider Einzelstarter in seiner Klasse und gewann diese somit auch, ebenso wie Hannes Feldmann im Formel Ford van Diemen RF79 in der Klasse der Formel Fahrzeuge bis 1600 ccm Hubraum. Frank Debruynes Plan mit einem weiteren Bergmeisterschaftstitel scheint Früchte zu tragen. Ein weiterer Klassensieg für den Dallara F303 Piloten in der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm vor  Georg Lang im Tatuus FR20 und Robert Meiers im Dallara F300.

Aus 5 mach 2 lautete leider das Motto der Gruppe E2-SH über 3000 cm Hubraum. Im ersten Rennlauf erwischte es Holger Hovemann und Sebastian Schmitt fast zeitgleich. Der schnell unterwegs gewesene Holger buchte für sich und seinen Opel Kadett C Coupé GT/R V8 eine nicht bestellte Karussellfahrt in der Zielkurve mit leichtem Einschlag an der Front. Sebastian Schmitt flog am Opel Astra Coupé V8 DTM gleich zwei Mal am Wochenende der Frontsplitter auseinander und verhinderte so eine mögliche gute Platzierung. Alexander Hin schied mit der neu aufgebauten ultraflachen Opel Kadett C Coupé auf PRC Gruppe CN Basis, nach dem ersten Wertungslauf aus. Somit waren nur noch Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM und Klaus Hoffmann im Opel Astra Coupé V8 DTM übrig. Norbert lies an seinem Heimberg keine Zweifel offen und siegte mit 2 Sekunden Abstand vor seinem Markenkollegen.

In der Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum konnte Herbert Stolz neben seinem Tourenwagengesamtsieg natürlich auch den Klassensieg für sich verbuchen. Norman Struckmann im Ford Escort Cosworth und Norbert Handa im neu aufgebauten Lancia Delta Integrale komplettierten das Stockerl auf Rang 2 und 3. Norbert Handas Lancia bockte leider ein wenig und wollte so gar nicht wie Norbert wollte, sonst wäre hier sicherlich mehr drin gewesen. Markus Wüstefeld machte in der Gruppe H/FS/E1 über 2000 ccm alles im internen DTM Duell alles klar und siegte im Mercedes  AMG 190E Evo 2 vor dem Österreicher Bernhard Permetinger im BMW E30 M3 und Siegfried Hauff im Opel Böhm Kadett C Coupé. Schnellster 2V-Technik Pilot war Thomas Ostermann im Hartge BMW E30 325i.

Bei den drei Selbstzündern der Gruppe H bis 2000 ccm Diesel gewann Jürgen Fechter im vom Manfred Pape erworbenen VW Golf V R-TDI vor Sepp Koller im Alfa 147 JTD und Marco Auerochs im Ford Mondeo Turnier. Ford Mondeo Turnier? Ja, Marco war der absolute Exot am Wochenende und gab seinem qualmenden Dickschiff ordentlich die Sporen, ganz zur Freude der zahlreichen Fans entlang der Strecke. Und dann kam Jörg, ganz einfach Jörg - Jörg Weidinger. Er reiste spät an, kam dafür aber gewaltig, stellte einmal mehr unter Beweis, dass er sich den Titel des Deutschen Automobil Bergmeisters der Tourenwagen redlich verdient hat. Mit von Anfang an Wahnssinnszeiten, setzte er sich in der Addition der 3 Läufe mit insgesamt 5,243 sek. Abstand auf den zweitplatzierten Mario Minichberger im VW Minichberger Scirocco I 16V ab. André Wiebe im blauen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC kam als Dritter in der Klasse ins Ziel. Roman Sonderbauer als bester Opel Kadett C Coupé 16V belegte Rang 4. Peter Naumann im aufgeladenen VW Polo II 1.4  Supercharger 16V machte die Top 5 komplett. Er hatte leider am Samstag schon wieder mit technischen Problemen zu kämpfen und macht wohl auch drei Kreuze, wenn die Saison vorbei ist. Schnellster 8V Pilot wurde Norbert Wimmer, da am Samstag einen kleinen Ausritt in der Hondakurve hatte. Das Team konnte aber schnell reparieren, so dass Norbert einen Lauf später wieder am Start war. Pech hatte auch Hans-Dieter Seitz im Ford Escort RS2000 als ihm kurz vor der Zielkurve der Motor um die Ohren flog und er seine liebe Mühe und Not hatte, das Auto nicht zu verlieren.

Bei den zahlreich vertretenen Fahrern in der Gruppe H/FS/E1 bis 1600 ccm gab es ebenfalls zwei folgenschwere Motorschäden zu verzeichnen. Manfred Schulte riss ein Pleuel ab und gab die Sicht auf die zertrümmerten Innereien des Citroen AX Kit Cars preis. Unser sympathischer Finne Mikko Kataja baute in vielen Nachtschichten einen neuen 8V Stoßstangen Motor zusammen und war auch guter Dinge, bis auch ihn kurz nach der Ziellinie ein kapitaler Motorschaden ereilte. Den Sieg in der Klasse konnte sich Hans Paulitsch mit seinem VW Minichberger Scirocco I 16V sichern. Der Eisgenosse Werner Rohr kam mit seinem Toyota Corolla AE86 auf Rang zwei. Helmut Maier im VW Spiess Golf I 16V wurde mit kleinem Abstand guter Dritter. Schnellster 8V Pilot wurde hier Benedikt Schulte im Citroen AX Sport.  Auch die Gruppe H/FA/E1 bis 1400 ccm war wieder hart umkämpft, sowohl familiär als auch außerfamiliär. Fast gleich auf liegend rammte Armin Ebenhöh in der Zielkurve einen Leitpfosten weg, beschädigte sich dabei den Frontspoiler und konnte seine Zeiten nicht weiter verbessern. Schwiegerpapa Franz Weißdorn aber schon, der im letzten Lauf seine Zeit um fast eine Sekunde verbessern konnte und damit auch die Klasse gewann. Thomas Pröschel im VW Schneider Polo II 16V belegte Rang 3. Thomas Kohler im Fiat X 1/9 16V wurde starker vierter. Christof Hörnig im VW Polo II 8V wurde vor heimischer Kulisse 5. und bester 8V Pilot.
Die kleinsten der Gruppe H/FS/E1 bis 1150 ccm kürte Jürgen Schneider im VW Schneider Polo II 16V zu ihrem Sieger. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing 8V wurde zweiter und schnellster 8V Pilot. Tobias Stegmann im Schneider Audi 50 8V wurde dritter und komplettierte das Podest.

In der Gruppe A über 2000 ccm balgte sich alt gegen neu. Die Piloten aus den Reihen des Classic Berg Cups (CBC) gegen die Armada von Mitsubishi Evos. Ex Europameister Roland Wanek gewann hier im Evo IX gegen Richard Rein im Ford Capri RS2600 und Ludger Dreyfürst im Mitsubishi Lancer CTO. Vierter wurde Albert Vogt im Subaru Impreza WRX Sti, während Heinz Neurohr mit seiner Renault Alpine A310S die Top 5 komplettierte.  Jochen Stoll machte im Peugeot 306 S16 eine Klasse tiefer bis 2000 ccm alles klar und gewann die Gruppe A bis 2000 ccm. Kevin Veit auf BMW E30 320is und Alexander Reder im BMW E36 folgten auf den Rängen zwei und drei. VW Scirocco I GTI Pilot Ronny Hering setzte sich gegen Heinz-Peter Boch in der Gruppe A bis 1600 ccm durch.  Ulrich Zeitz vom Homburger AC gewann im Peugeot 106 die Gruppe N bis 1400 ccm vor Luigi D'Acri und Silvio Montalto, beide ebenfalls Peugeot 106.

Im Lager des NSU Bergpokals deutet sich wohl durch den Klassensieg in Eichenbühl ein weiter Titelgewinn für Steffen Hofmann in seinem blauen NSU TT an, der wohl seine vorerst letzte Saison im NSU Bergpokal bestreiten will. Etwas neues ist in Planung, wird aber noch nicht verraten.  Zweiter wurde Jörg Davidovic im NSU TT. Thomas Krystofiak im großen NSU 1200C wurde dritter in der Klasse. Karlheinz Meurer und Walter Voigt komplettierten die Top 5.

Weitere Ergebnisse:

  • Gruppe G - Klasse 7: Matthias Marquardt - BMW 318ti
  • Gruppe G - Klasse 9: Hans-Joachim Brett - BMW Z4
  • GLP Gesamt: Stephan Lewitzki - Ford Anglia

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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