Das war sie also nun, die Bergrennen Saison 2014, die traditionell mit dem Bergrennen Mickhausen ihren krönenden Saisonabschluss findet. Der ASC Bobingen lockt alle Jahre wieder Anfang Oktober etwa 200 Fahrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Mickhausen / Münster in den Stauden. Das kleine 1.300 Einwohner Örtchen, inmitten der Staudenregion unweit von Augsburg, stellt mit knapp 30.000 Zuschauern jedes Jahr eines der Highlights der Bergrennen Saison dar. Die letzten beiden  Jahre hatte der Veranstalter leider gehöriges Pech mit dem Wetter, so dass die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben und der Fortbestand des Rennens akut gefährdet war. Nach einem Spendenaufruf und der daraus resultierenden finanziellen Unterstützung konnte die 50. Ausgabe des Klassikers in den Stauden also an den Start gehen. Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen - und das tat es auch mit recht kühlem aber dafür trockenem Wetter. Über 15.000 Zuschauer säumten in den Zuschauerzonen die 2,2 km lange Strecke und jubelten begeistert ihren Idolen auf der Strecke zu.  Somit war wieder alles gut zum 50. bestehen des Bergrennens - wenn man die damaligen Rennen unter der Bezeichnung Augusta Bergpreis und die unter der Bezeichnung Bergrennen Mickhausen zusammen zählt. Alles hat prima geklappt - von der Organisation rund um Günther Hetzer, über die netten Streckenposten - welche immer auf Zack waren bis hin zum Wetter und dem absolut hochkarätigen Starterfeld. Einen neuen Streckenrekord gab es leider dieses Jahr nicht, denn durch die Sanierung der Brücke am Start, musste dieser um etwa 20m  verlängert werden. Das tat der Jagd nach Topzeiten aber keinen Abbruch und bescherte den Zuschauern spannenden Motorsport mit dem Top Duell der E2-SC und E2-SS Piloten - allen voran der mehrfache Berg Europameister Simone Faggioli im Norma Zytek M20FC, der neue Schweizer Bergmeister Eric Berguerand und Vorjahressieger Christian Merli im Osella Honda PA2000. Dieses Duelle sollte sich auch am Sonntag beim Rennen fortsetzen, welches unter etwas wärmeren Temperaturen gefahren werden konnte.

Simone Faggioli zeigte sein Ausnahmetalent und gewann das Rennen im 3L Norma Zytek M20FC vor seinem Landsmann Christian Merli im 2L Osella Honda PA2000. Eric Berguerand kam im Lola FA99 Eigenbau auf einen tollen dritten Gesamtrang. Fausto Bormolini im Reynard K02 und Uwe Lang im Osella PA20/S Evo komplettierten die Top 5 im Gesamtklassement. Der Schweizer Eidgenosse Ronnie Bratschi im Eggenberger Mitsubishi Evo VIII lieferte sich ebenfalls einen Dreikampf an der Spitze des Tourenwagenfeldes. Gekonnt und vollkommen verdient stand er zu guter Letzt auf P1 und verwies Rückkehrer Andreas Gabat im Ford Gabat Escort Cosworth und Karl Schagerl im VW Golf II Rallye TFSI auf die Plätze zwei und drei.

Den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum holte sich natürlich ebenfalls Eric Berguerand im Lola FA99 Eigenbau vor Fausto Bormolini im Reynard K02 und Joel Roussel im Lola B02/50. Seinen zweiten Bergmeistertitel der Rennsportfahrzeuge machte, der für das CR Racing Team fahrende, Frank Debruyne im Dallara F303 klar. Als Bonus gab es den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum. Franz Seitz im Opel Lotus Reynard und Georg Lang im Formel Renault Tatuus FR folgten auf den Plätzen zwei und drei. Graziano Butoletti im Gloria 35 war Einzelstarter in der  Gruppe E2-SS bis 1300 ccm. Die Gruppe E2-SC bis 3000 ccm gewann - na wer wohl? Simone Faggioli im Norma Zytek M20 FC mit 14 Sekunden Abstand vor Uwe Lang im Osella PA20/S Evo und Dusan Neveril im Norma M20FC. Was der Mann da macht ist einfach unglaublich. Größter Respekt vor dieser Leistung. Nicht minder war die Leistung von Faggiolis Landsmann Christian Merli im Osella Honda PA2000. Dieser verwies seinen Markenkollegen Omar Magliona im Osella Honda PA21/S Evo mit 15 Sekunden Abstand auf Rang 2. Bernd Letmade betrieb Schadensbegrenzung und kam mit defektem Getriebe auf einen sehr guten dritten Rang und konnte immerhin Adriano Zerla hinter sich lassen.

Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM war bestens aufgelegt und beeindruckte mit super flotten Zeiten in der Gruppe E2-SH über 2000 ccm. Belohnt wurde er mit dem Klassensieg vor Sebastian Schmitt im Opel Astra Coupé V8 DTM und Testpilot Holger Hovemann im Opel Kadett C Coupé V8 GT/R. Guiseppe Agnello im Mazda MX5 war ebenfalls Einzelstarter in seiner Gruppe E2-SH bis 2000 ccm Hubraum.

Ein qualitativ und quantitativ bestens besetztes Starterfeld gab es in der Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum. 14 Fahrer kämpften hier um die Sekunden und die Platzierung als bester Tourenwagen in Mickhausen. Ronnie Bratschi sicherte sich den Tourenwagengesamtsieg und Klassensieg in der Gruppe vor Andreas Gabat im Ford Escort  Cosworth und Karl Schagerl im VW Golf II Rallye TFSI-R. Osnabrück Sieger Nicolay Zlatkov im Prospeed Audi Quattro S1 und Herbert Stolz im über 800 PS starken Porsche 935 SP II machten die Top 5 der Klasse komplett.  Josef Koch im Überliter Opel Kadett C Coupé 16V  setzte sich in der Gruppe H/FS/E1 gegen die BMW E30 M3 Piloten Christian Auer und Opel Kadett Coupé 16V Piloten Armin Banz durch. Schnellster Zweiventiler war Thomas Ostermann im Hartge BMW E30 325i. Die Gruppe H/E1/FS Diesel bis 2000 ccm Hubraum gewann Jürgen Fechter im neu erworbenen VW Golf V R-TDI vor dem Zierenberger Christian Triebstein und Sepp Koller, beide auf Alfa Romeo 147 JTD Cup. Ganze 47 Starter waren in der Königsklasse der Gruppe H/FS/E1 bis 2000 ccm Hubraum am Start. Was ein geiler Kampf an der Spitze? Mehr Spannung gab es glaube ich kaum beim Rennen. Im letzten der der drei Wertungsläufe sicherte sich der Österreicher Patrik Nickel im bärenstarken Gerent Opel Kadett C Coupé den Sieg vor einem grandios fahrenden Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V und Björn Wiebe in einem der 3 Renault Williams Wiebe Laguna BTCC. Letzterer klagte am Morgen noch über fehlenden Grip und hoffte, dass seine Veränderungen am Fahrwerk Früchte tragen. Belohnt wurde er mit einem tollen dritten Rang in der heiß umkämpften Klasse. Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V und Peter Naumann im etwas störrischen VW Polo II 1.4 Supercharger 16V  machten das Quintett voll. Norbert Wimmer kam als schnellster 8V Pilot mit wahren Fabelzeiten auf einen 7. Rang in der Klasse. Besonders gut gefiel uns der Salzburger Christopher Neumayr im selbst aufgebauten Ford Escort IRS 16V. Beherzt trieb er seinen flotten Eigenbau den Berg hinauf. Davon wollen wir gerne mehr sehen.

Ein richtiges Erfolgserlebnis hatte Werner Heindrichs Sohnemann Andy im Opel Schneider Corsa A 16V. Gegen die beiden Toyota Corolla AE86 Piloten Werner Rohr und Norbert Strasser jun. hatte er in Mickhausen fast traditionell nix auszurichten. Deswegen fühlte sich sein toller dritter Rang genauso wie ein Klassensieg an. Toll gemacht Andy. Mikko Kataja hatte leider wieder mal Pech und musste bereits im ersten Wertungslauf eine kleiner Zwangspause kurz nach dem Start einlegen, bis er nach einem Aussetzer seinen Toyota Starlet wieder bewegen konnte. Damit waren alle guten Punkteaussichten abgeschrieben. Mikko war trotzdem immer noch gut aufgelegt und freute sich über das tolle Rennen.

Beim Heimrennen konnte sich Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco I 16V gegen Schwiegerpapa Franz Weißdorn im VW Polo Honda I 16V durchsetzen. Schwiegersohn Nummer 2, Wolfgang Glas im VW Minichberger Polo I 16V kam auf P3 ins Ziel.  Vierter und zugleich schneller 8V Pilot in der Gruppe H/FS/E1 bis 1400 ccm wurde Helmut Götzl im VW Polo II 8V. Mächtig was los war auch in der Gruppe H/FS/E1 bis 1150 ccm Hubraum. Thomas Stelberg im VW Schneider Polo II 16V setzte sich hier knapp gegen einen glänzend fahrenden Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing durch. P3 ging an Bernd Deutsch im Schneider Audi 50GL 8V. Tobias Stegmann im weiteren Schneider Audi 50 8V und Jörg Eberle im Fiat 127 Super Bamotec machten die Top 5 komplett.

Einer der ganz großen, nämlich der menschlich ganz großen, gab am Wochenende seinen Abschied aus dem aktiven Rennsport bekannt. Die Rede ist von Pit Schabacker mit seinem roten NSU TT, der allen in der NSU und Bergfamilie ein guter Freund geworden ist. Wir werden ihn und seine liebevolle Art sehr vermissen und hoffen ihn aber immer wieder mal als Zuschauer anzutreffen. Steffen Hofmann machte dafür mit seinem Klassensieg in der Gruppe NSU seinen 8. Titel perfekt - mit blitzsauberer Bilanz, und allen gewonnen Läufen in diesem Jahr, dankt auch er aus dem NSU Bergpokal ab und sucht nach neuen Herausforderungen. Jörg Davidovic im NSU TT und Thomas Krystofiak im NSU 1200C komplettierten das Stockerl.  Die Gruppe A über 2000 ccm Hubraum gewann der Italiener Rudi Bicciato im Mitsubishi EVO VI vor Roland Wanek im Mitsubishi EVO IX und Alfred Hilger im BMW E36 M3. Eine Klasse tiefer bis 2000 ccm Hubraum gewann Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 unter ernsthafter Gegenwehr gegen Kurt Ritzberger, ebenfalls Peugeot 306 Gti, und Kevin Veit im BMW E30 320is. Ronny Hering im VW Scirocco I GTI setzte sich in der Gruppe A/F bis 1600 ccm gegen Heinz-Peter Boch im Honda Civic durch.  Heimo Hinterhofer im Honda Civic Type R gewann die Gruppe N bis 2000 ccm vor Bernhard Gassler (Honda Civic Type R) und Josef Forster (Peugeot 306 S16).

Folgende Starter waren Einzelstarter in Ihren Gruppen und gewannen diese somit auch:

-Gruppe N über 2000 ccm - Reinhold Taus - Subaru Impreza WRX Sti

-Gruppe N bis 1400 ccm - Ulrich Zeitz - Peugeot 106 Rallye 1.3

-Gruppe G LG1 - Michael Hulm - BMW E36 M3 GT

-Gruppe G LG2 - Hendrik Uenzen - Toyota Corolla E9

-Gruppe G LG4 - Christian Sollmann - VW Golf II 19E

Nun ist die Bergrennen Saison 2014 vorüber. Wir sehen uns bestimmt nächstes Jahr am Berg wieder. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Renauer/Jaminet holen in Zandvoort ersten Saisonsieg für Porsche

Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) positionieren sich im Titelkampf. Im Sonntagsrennen in Zandvoort in den Niederlanden fuhren sie mit einem souveränen Start-Ziel-Sieg zum ersten Saisonerfolg von Porsche im ADAC GT Masters. Platz zwei ging an die Mercedes-AMG-Paarung Patrick Assenheimer (26/Heilbronn) und Raffaele Marciello (23/I, beide AutoArenA Motorsport) vor Adrien de Leener (28/B) und Klaus Bachler (27/A, beide KÜS Team75 Bernhard) in einem weiteren Porsche 911 GT3 R. "Das war ein perfekter Tag", jubelte Sieger Jaminet. "Endlich den ersten Saisonsieg für uns und Porsche geholt zu haben ist großartig." 

Problemloser Triumph für Renauer/Jaminet

Pole-Setter Jaminet behauptete beim Start die Führung und setzte sich in den Folgerunden stetig von seinen Verfolgern ab. Zwischenzeitlich fuhr der Franzose einen Vorsprung von fast 3,5 Sekunden heraus und übergab schließlich beim Pflichtboxenstopp mit einem Zeitpolster von knapp 2,5 Sekunden an Partner Renauer. Auch der Bayer zeigte anschließend eine fehlerlose Leistung und sah nach 35 Runden mit 4,9 Sekunden Vorsprung als Sieger die Zielflagge. Jaminet und Renauer sicherten damit Porsche den ersten Sieg der Saison. Für Jaminet war es der zweite im ADAC GT Masters, für Teamkollege Renauer der fünfte. Dabei hatte das Wochenende für das Duo mit einem Rückschlag begonnen: Nach einem Unfall von Renauer im ersten Freien Training am Freitag musste der Porsche in einer Nachtschicht wieder instand gesetzt werden. 

Den zweiten Platz fuhren die Mercedes-AMG-Fahrer Assenheimer/Marciello ein. Startfahrer Marciello lag in der ersten Rennhälfte auf dem fünften Rang, absolvierte aber den Boxenstopp später als die direkten Konkurrenten. Das zahlte sich aus: Partner Assenheimer lag danach bereits auf Rang drei und ging schließlich an Porsche-Pilot de Leener vorbei auf die zweite Position - das beste Saisonergebnis für das AutoArenA-Duo. De Leener und Partner Klaus Bachler mussten sich am Ende mit dem dritten Rang begnügen, nachdem Bachler beim Start den Porsche bereits auf den zweiten Rang vorgefahren hatte. 

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Lamborghini-Duo Perez Companc/Mapelli siegt in Zandvoort

Ezequiel Perez Companc (24/RA) und Marco Mapelli (31/I, beide GRT Grasser Racing Team) heißen die Sieger des Samstagsrennens des ADAC GT Masters in Zandvoort. Die Lamborghini-Fahrer setzten sich mit einem knappen Vorsprung von 0,703 Sekunden gegen die Audi-Piloten Sheldon van der Linde (19/ZA) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide Montaplast by Land-Motorsport) sowie deren Teamkollegen Jake Dennis (24/B) und Christopher Mies (29/Heiligenhaus) durch. „Ich freue mich sehr über den Sieg“, so Pole-Setter und Sieger Perez Companc. „Das Rennen war sehr hart, denn unsere Verfolger haben uns ständig unter Druck gesetzt. Die Zuschauer haben viele enge Kämpfe gesehen.“ 

Teamkollegen kollidieren im Kampf um Platz eins

Das Samstagsrennen in Zandvoort begann turbulent. Pole-Setter Ezequiel Perez Companc blieb beim Start vorn, doch ausgangs der ersten Kurve ging der von Platz zwei gestartete Mirko Bortolotti (28/I, ORANGE1 by GRT Grasser) im Schwesterauto am Argentinier vorbei. Doch nur zwei Kurven später kollidierten die beiden Huracán GT3. Während Perez Companc wieder die Führung übernahm, drehte sich Bortolotti von der Strecke. Zur Bergung seines Fahrzeugs ging für drei Umläufe das Safety-Car auf die Strecke. Anschließend verteidigte Perez Companc bis zum Pflichtboxenstopp gegen die beiden dicht folgenden Audi von Montaplast by Land-Motorsport die Spitzenposition. Nach dem Pflichtboxenstopp mit Fahrerwechsel blieb der Lamborghini weiter an der Spitze. Marco Mapelli, der in Zandvoort seinen ersten Einsatz in der diesjährigen ADAC GT Masters-Saison hatte, fuhr danach den Sieg sicher ins Ziel. Für Perez Companc war es nach dem Lausitzring 2017 der zweite Sieg in der „Liga der Supersportwagen“ und der zweite in der Pirelli-Junior-Wertung. Partner Mapelli triumphierte erstmals in der Serie.

Die Audi-Fahrer Sheldon und Kelvin van der Linde fuhren auf Rang zwei, nachdem sie ihren Boxenstopp eher als ihre Teamkollegen Jake Dennis und Christopher Mies absolviert hatten, die nach ihrem Fahrerwechsel auf Rang drei zurückfielen. Für die van-der-Linde-Brüder war es nach dem Saisonauftakt in Oschersleben der zweite Podestplatz der Saison, für ihre Teamkollegen der erste des Jahres.

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Audi-Duo Salaquarda/Stippler siegt im Sonntagsrennen auf dem Nürburgring

Premierenerfolg für das Team ISR beim ADAC GT Masters: Filip Salaquarda (34/CZ) und Frank Stippler (43/Bad Münstereifel) gewannen im Audi R8 LMS für das Team aus Tschechien das Sonntagsrennen der „Liga der Supersportwagen“ auf dem Nürburgring. Im Kampf um Platz zwei setzten sich die Mercedes-AMG-Fahrer Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP Motorsport) in der vorletzten Runde gegen die Audi-Piloten Mike David Ortmann (18/Ahrensfelde) und Markus Winkelhock (38/Schorndorf, beide BWT Mücke Motorsport) durch. „Ein großartiger Tag“, so Premierensieger Salaquarda. „Gleich in unserer ersten ADAC GT Masters-Saison ein Rennen zu gewinnen, ist wirklich fantastisch.“ 

Auf dem Weg zum ersten ADAC GT Masters-Sieg ihres Rennstalls zeigten die beiden Team-ISR-Piloten eine souveräne Vorstellung. Nachdem Frank Stippler bereits im Qualifying die erste Pole-Position für die tschechische Mannschaft eingefahren hatte, ließ er auch beim Start nichts anbrennen und verteidigte seine Spitzenposition. Bis zum Pflichtfahrerwechsel zur Rennmitte fuhr der Lokalmatador aus Bad Münstereifel einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden heraus. Partner Salaquarda baute diesen anschließend bis zum Ziel auf 11,4 Sekunden aus. Für das Team ISR war es im achten Rennen der erste Sieg in der „Liga der Supersportwagen. Während Filip Salaquarda das erste Mal in der Serie ganz oben auf dem Podest stand, war es für Stippler der zweite Triumph. Seinen ersten hatte er ebenfalls auf dem Nürburgring gefeiert: 2008 in einem Porsche. 

Spannend bis in die Schlussphase verlief dagegen der Kampf um die Podestplätze. Erst in der vorletzten Runde ging Mercedes-AMG-Pilot Markus Pommer an Audi-Fahrer Mike David Ortmann vorbei und sicherte sich und Partner Götz so Rang zwei. Das Duo verringerte durch seinen zweiten Podestplatz des Wochenendes den Rückstand auf die Tabellenführung auf lediglich einen Zähler. Für die Drittplatzierten Ortmann und Winkelhock war es im Audi R8 LMS der erste Podestplatz des Jahres. Ortmann holte gleichzeitig seinen ersten Sieg in der Pirelli-Junior-Wertung.

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