Das war sie also nun, die Bergrennen Saison 2014, die traditionell mit dem Bergrennen Mickhausen ihren krönenden Saisonabschluss findet. Der ASC Bobingen lockt alle Jahre wieder Anfang Oktober etwa 200 Fahrer aus Deutschland und dem benachbarten Ausland nach Mickhausen / Münster in den Stauden. Das kleine 1.300 Einwohner Örtchen, inmitten der Staudenregion unweit von Augsburg, stellt mit knapp 30.000 Zuschauern jedes Jahr eines der Highlights der Bergrennen Saison dar. Die letzten beiden  Jahre hatte der Veranstalter leider gehöriges Pech mit dem Wetter, so dass die Besucherzahlen weit hinter den Erwartungen zurückblieben und der Fortbestand des Rennens akut gefährdet war. Nach einem Spendenaufruf und der daraus resultierenden finanziellen Unterstützung konnte die 50. Ausgabe des Klassikers in den Stauden also an den Start gehen. Jetzt musste nur noch das Wetter mitspielen - und das tat es auch mit recht kühlem aber dafür trockenem Wetter. Über 15.000 Zuschauer säumten in den Zuschauerzonen die 2,2 km lange Strecke und jubelten begeistert ihren Idolen auf der Strecke zu.  Somit war wieder alles gut zum 50. bestehen des Bergrennens - wenn man die damaligen Rennen unter der Bezeichnung Augusta Bergpreis und die unter der Bezeichnung Bergrennen Mickhausen zusammen zählt. Alles hat prima geklappt - von der Organisation rund um Günther Hetzer, über die netten Streckenposten - welche immer auf Zack waren bis hin zum Wetter und dem absolut hochkarätigen Starterfeld. Einen neuen Streckenrekord gab es leider dieses Jahr nicht, denn durch die Sanierung der Brücke am Start, musste dieser um etwa 20m  verlängert werden. Das tat der Jagd nach Topzeiten aber keinen Abbruch und bescherte den Zuschauern spannenden Motorsport mit dem Top Duell der E2-SC und E2-SS Piloten - allen voran der mehrfache Berg Europameister Simone Faggioli im Norma Zytek M20FC, der neue Schweizer Bergmeister Eric Berguerand und Vorjahressieger Christian Merli im Osella Honda PA2000. Dieses Duelle sollte sich auch am Sonntag beim Rennen fortsetzen, welches unter etwas wärmeren Temperaturen gefahren werden konnte.

Simone Faggioli zeigte sein Ausnahmetalent und gewann das Rennen im 3L Norma Zytek M20FC vor seinem Landsmann Christian Merli im 2L Osella Honda PA2000. Eric Berguerand kam im Lola FA99 Eigenbau auf einen tollen dritten Gesamtrang. Fausto Bormolini im Reynard K02 und Uwe Lang im Osella PA20/S Evo komplettierten die Top 5 im Gesamtklassement. Der Schweizer Eidgenosse Ronnie Bratschi im Eggenberger Mitsubishi Evo VIII lieferte sich ebenfalls einen Dreikampf an der Spitze des Tourenwagenfeldes. Gekonnt und vollkommen verdient stand er zu guter Letzt auf P1 und verwies Rückkehrer Andreas Gabat im Ford Gabat Escort Cosworth und Karl Schagerl im VW Golf II Rallye TFSI auf die Plätze zwei und drei.

Den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum holte sich natürlich ebenfalls Eric Berguerand im Lola FA99 Eigenbau vor Fausto Bormolini im Reynard K02 und Joel Roussel im Lola B02/50. Seinen zweiten Bergmeistertitel der Rennsportfahrzeuge machte, der für das CR Racing Team fahrende, Frank Debruyne im Dallara F303 klar. Als Bonus gab es den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm Hubraum. Franz Seitz im Opel Lotus Reynard und Georg Lang im Formel Renault Tatuus FR folgten auf den Plätzen zwei und drei. Graziano Butoletti im Gloria 35 war Einzelstarter in der  Gruppe E2-SS bis 1300 ccm. Die Gruppe E2-SC bis 3000 ccm gewann - na wer wohl? Simone Faggioli im Norma Zytek M20 FC mit 14 Sekunden Abstand vor Uwe Lang im Osella PA20/S Evo und Dusan Neveril im Norma M20FC. Was der Mann da macht ist einfach unglaublich. Größter Respekt vor dieser Leistung. Nicht minder war die Leistung von Faggiolis Landsmann Christian Merli im Osella Honda PA2000. Dieser verwies seinen Markenkollegen Omar Magliona im Osella Honda PA21/S Evo mit 15 Sekunden Abstand auf Rang 2. Bernd Letmade betrieb Schadensbegrenzung und kam mit defektem Getriebe auf einen sehr guten dritten Rang und konnte immerhin Adriano Zerla hinter sich lassen.

Norbert Brenner im Opel Vectra GTS V8 DTM war bestens aufgelegt und beeindruckte mit super flotten Zeiten in der Gruppe E2-SH über 2000 ccm. Belohnt wurde er mit dem Klassensieg vor Sebastian Schmitt im Opel Astra Coupé V8 DTM und Testpilot Holger Hovemann im Opel Kadett C Coupé V8 GT/R. Guiseppe Agnello im Mazda MX5 war ebenfalls Einzelstarter in seiner Gruppe E2-SH bis 2000 ccm Hubraum.

Ein qualitativ und quantitativ bestens besetztes Starterfeld gab es in der Gruppe H/FS/E1 über 3000 ccm Hubraum. 14 Fahrer kämpften hier um die Sekunden und die Platzierung als bester Tourenwagen in Mickhausen. Ronnie Bratschi sicherte sich den Tourenwagengesamtsieg und Klassensieg in der Gruppe vor Andreas Gabat im Ford Escort  Cosworth und Karl Schagerl im VW Golf II Rallye TFSI-R. Osnabrück Sieger Nicolay Zlatkov im Prospeed Audi Quattro S1 und Herbert Stolz im über 800 PS starken Porsche 935 SP II machten die Top 5 der Klasse komplett.  Josef Koch im Überliter Opel Kadett C Coupé 16V  setzte sich in der Gruppe H/FS/E1 gegen die BMW E30 M3 Piloten Christian Auer und Opel Kadett Coupé 16V Piloten Armin Banz durch. Schnellster Zweiventiler war Thomas Ostermann im Hartge BMW E30 325i. Die Gruppe H/E1/FS Diesel bis 2000 ccm Hubraum gewann Jürgen Fechter im neu erworbenen VW Golf V R-TDI vor dem Zierenberger Christian Triebstein und Sepp Koller, beide auf Alfa Romeo 147 JTD Cup. Ganze 47 Starter waren in der Königsklasse der Gruppe H/FS/E1 bis 2000 ccm Hubraum am Start. Was ein geiler Kampf an der Spitze? Mehr Spannung gab es glaube ich kaum beim Rennen. Im letzten der der drei Wertungsläufe sicherte sich der Österreicher Patrik Nickel im bärenstarken Gerent Opel Kadett C Coupé den Sieg vor einem grandios fahrenden Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V und Björn Wiebe in einem der 3 Renault Williams Wiebe Laguna BTCC. Letzterer klagte am Morgen noch über fehlenden Grip und hoffte, dass seine Veränderungen am Fahrwerk Früchte tragen. Belohnt wurde er mit einem tollen dritten Rang in der heiß umkämpften Klasse. Hans-Peter Eller im VW Minichberger Scirocco I 16V und Peter Naumann im etwas störrischen VW Polo II 1.4 Supercharger 16V  machten das Quintett voll. Norbert Wimmer kam als schnellster 8V Pilot mit wahren Fabelzeiten auf einen 7. Rang in der Klasse. Besonders gut gefiel uns der Salzburger Christopher Neumayr im selbst aufgebauten Ford Escort IRS 16V. Beherzt trieb er seinen flotten Eigenbau den Berg hinauf. Davon wollen wir gerne mehr sehen.

Ein richtiges Erfolgserlebnis hatte Werner Heindrichs Sohnemann Andy im Opel Schneider Corsa A 16V. Gegen die beiden Toyota Corolla AE86 Piloten Werner Rohr und Norbert Strasser jun. hatte er in Mickhausen fast traditionell nix auszurichten. Deswegen fühlte sich sein toller dritter Rang genauso wie ein Klassensieg an. Toll gemacht Andy. Mikko Kataja hatte leider wieder mal Pech und musste bereits im ersten Wertungslauf eine kleiner Zwangspause kurz nach dem Start einlegen, bis er nach einem Aussetzer seinen Toyota Starlet wieder bewegen konnte. Damit waren alle guten Punkteaussichten abgeschrieben. Mikko war trotzdem immer noch gut aufgelegt und freute sich über das tolle Rennen.

Beim Heimrennen konnte sich Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco I 16V gegen Schwiegerpapa Franz Weißdorn im VW Polo Honda I 16V durchsetzen. Schwiegersohn Nummer 2, Wolfgang Glas im VW Minichberger Polo I 16V kam auf P3 ins Ziel.  Vierter und zugleich schneller 8V Pilot in der Gruppe H/FS/E1 bis 1400 ccm wurde Helmut Götzl im VW Polo II 8V. Mächtig was los war auch in der Gruppe H/FS/E1 bis 1150 ccm Hubraum. Thomas Stelberg im VW Schneider Polo II 16V setzte sich hier knapp gegen einen glänzend fahrenden Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing durch. P3 ging an Bernd Deutsch im Schneider Audi 50GL 8V. Tobias Stegmann im weiteren Schneider Audi 50 8V und Jörg Eberle im Fiat 127 Super Bamotec machten die Top 5 komplett.

Einer der ganz großen, nämlich der menschlich ganz großen, gab am Wochenende seinen Abschied aus dem aktiven Rennsport bekannt. Die Rede ist von Pit Schabacker mit seinem roten NSU TT, der allen in der NSU und Bergfamilie ein guter Freund geworden ist. Wir werden ihn und seine liebevolle Art sehr vermissen und hoffen ihn aber immer wieder mal als Zuschauer anzutreffen. Steffen Hofmann machte dafür mit seinem Klassensieg in der Gruppe NSU seinen 8. Titel perfekt - mit blitzsauberer Bilanz, und allen gewonnen Läufen in diesem Jahr, dankt auch er aus dem NSU Bergpokal ab und sucht nach neuen Herausforderungen. Jörg Davidovic im NSU TT und Thomas Krystofiak im NSU 1200C komplettierten das Stockerl.  Die Gruppe A über 2000 ccm Hubraum gewann der Italiener Rudi Bicciato im Mitsubishi EVO VI vor Roland Wanek im Mitsubishi EVO IX und Alfred Hilger im BMW E36 M3. Eine Klasse tiefer bis 2000 ccm Hubraum gewann Jochen Stoll im Peugeot 306 S16 unter ernsthafter Gegenwehr gegen Kurt Ritzberger, ebenfalls Peugeot 306 Gti, und Kevin Veit im BMW E30 320is. Ronny Hering im VW Scirocco I GTI setzte sich in der Gruppe A/F bis 1600 ccm gegen Heinz-Peter Boch im Honda Civic durch.  Heimo Hinterhofer im Honda Civic Type R gewann die Gruppe N bis 2000 ccm vor Bernhard Gassler (Honda Civic Type R) und Josef Forster (Peugeot 306 S16).

Folgende Starter waren Einzelstarter in Ihren Gruppen und gewannen diese somit auch:

-Gruppe N über 2000 ccm - Reinhold Taus - Subaru Impreza WRX Sti

-Gruppe N bis 1400 ccm - Ulrich Zeitz - Peugeot 106 Rallye 1.3

-Gruppe G LG1 - Michael Hulm - BMW E36 M3 GT

-Gruppe G LG2 - Hendrik Uenzen - Toyota Corolla E9

-Gruppe G LG4 - Christian Sollmann - VW Golf II 19E

Nun ist die Bergrennen Saison 2014 vorüber. Wir sehen uns bestimmt nächstes Jahr am Berg wieder. 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Pommer/Kirchhöfer holen dritten Saisonsieg

Platz zwei für Maximilian Götz und Indy Dontje im Mercedes-AMG. Tabellenführer Patric Niederhauser und Kelvin van der Linde auf Platz drei.

Corvette und Red Bull Ring - dass diese Kombination perfekt zueinander passt, zeigte sich einmal mehr im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters. Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) fuhren mit ihrer Corvette C7 GT3-R im sechsten Saisonrennen der "Liga der Supersportwagen" ihren dritten Sieg ein. Es war der insgesamt neunte für den US-Sportwagenhersteller auf dem österreichischen Kurs. Rang zwei ging an die Mercedes-AMG-Fahrer Indy Dontje (26/NL) und Maximilian Götz (33/Uffenheim, beide Mann-Filter Team HTP), Platz drei an die Tabellenführer Patric Niederhauser (27/CH) und Kelvin van der Linde (22/ZA, beide HCB-Rutronik Racing). "Ein toller Erfolg", freute sich Sieger Pommer. "Ich hätte vor der Saison nicht damit gerechnet, dass wir in meinem ersten Corvette-Jahr so stark in die Saison starten und drei der ersten sechs Rennen gewinnen würden."

Corvette-Piloten Pommer und Kirchhöfer haben alles unter Kontrolle
Pommer und Kirchhöfer zeigten bei ihrem dritten Saisonsieg eine nahezu perfekte Leistung. Nachdem der ehemalige Formel-1-Pilot Juan Pablo Montoya das Feld der 30 Supersportwagen auf die Reise geschickt hatte, kamen die Verfolger dem Corvette-Duo nur in der Startrunde kurz nahe. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase wegen einer Kollision im Hinterfeld während der Startrunde setzte sich Polesetter Kirchhöfer stetig vom Feld ab und fuhr zwischenzeitlich einen Vorsprung von mehr als fünf Sekunden heraus. Mit solidem Polster übernahm Pommer zur Rennmitte und stellte mit einem Vorsprung von 4,6 Sekunden den 35. Sieg einer Corvette im ADAC GT Masters sicher.

Ereignisreicher war dagegen der Kampf um die Podestplätze. Beim Start verbesserte sich der von Platz vier losgefahrene Porsche-Pilot Thomas Preining kurzzeitig auf die zweite Position, doch der Qualifyingzweite David Jahn holte sich diese noch in der Auftaktrunde zurück. Während Jahn anschließend bis zum Fahrerwechsel den zweiten Rang behauptete, musste Preining seinen Porsche nach zwölf Runden wegen eines Defektes abstellen. Dadurch rückte Mercedes-AMG-Fahrer Götz in seinem 100. ADAC GT Masters-Rennen auf den dritten Rang vor. Partner Dontje verbesserte sich durch ein geschicktes Boxenstopp-Timing zur Rennmitte um eine weitere Position und brachte die "gelbe Mamba" auf Platz zwei ins Ziel.

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Sylvest und Klingmann holen ersten BMW-Saisonsieg

Spannung bis in die letzte Runde bot das fünfte Saisonrennen des ADAC GT Masters.

Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) setzten sich auf dem Red Bull Ring in Österreich mit ihrem BMW mit lediglich 0,289 Sekunden Vorsprung knapp gegen die Corvette-Fahrer Sven Barth (38/Eberbach) und David Jahn (28/Leipzig, beide RWT Racing) durch. Rang drei ging an das Porsche-Duo Klaus Bachler (27/A) und Timo Bernhard (38/Homburg/Saar, beide Küs Team75 Bernhard). "Es war am Ende wirklich eng", sagte Sieger Klingmann nach seinem ersten ADAC GT Masters-Sieg seit 2015. "Ich war froh, dass das Rennen nicht noch länger gedauert hat. Nach unserem Pech in den vergangenen Rennen haben wir den Sieg wirklich verdient."

Enger Kampf zwischen BMW, Corvette und Porsche
Der erste Sieg von BMW seit dem Saisonstart 2017 war hart erkämpft. Pole-Setter Sylvest verteidigte beim Start mit dem M6 GT3 seine Spitzenposition. Danach setzte sich der Däne leicht von Klaus Bachler im Porsche ab, der sich vom vierten Startplatz auf Rang zwei verbessert hatte. Bis zu den Pflichtboxenstopps pendelte sich der Vorsprung der beiden Erstplatzierten bei rund 1,2 Sekunden ein. Sylvests Partner Jens Klingmann baute danach ihn danach zwischenzeitlich bis auf zwei Sekunden aus, doch in der Schlussviertelstunde kam Corvette-Pilot David Jahn immer näher und setzte den BMW-Mann unter Druck. Jahn hatte beim Pflichtboxenstopp den US-Sportwagen auf Platz drei liegend von Sven Barth übernommen und direkt danach Timo Bernhard, der von Klaus Bachler übernommen hatte, von Position zwei verdrängt. Anschließend verringerte der Corvette-Pilot seinen Rückstand auf den Führenden stetig und lag in der Schlussphase direkt hinter dem BMW. Klingmann behielt jedoch die Nerven und verteidigte die Spitzenposition. Nach 40 Runden sah er schließlich mit 0,289 Sekunden Vorsprung als Erster die Zielflagge.

Während Klingmann seinen insgesamt neunten Sieg im ADAC GT Masters holte - seinen ersten seit Zandvoort 2015 -, war es für Teamkollege Sylvest der erste überhaupt. Sylvest gewann zudem die Pirelli-Junior-Wertung. Für MRS GT-Racing ging mit dem Triumph eine neunjährige Durststrecke zu Ende. 2011 gewann die Mannschaft aus Lonsee das allererste Rennen der "Liga der Supersportwagen" überhaupt auf dem Red Bull Ring, damals mit einem Porsche.

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Sieg für Corvette-Duo Pommer/Kirchhöfer in Most

Mike David Ortmann siegt in der Pirelli-Junior-Wertung, Fabian Vettel erstmals auf dem Podium. Rolf Ineichen gewinnt Pirelli-Trophy-Wertung.

Markus Pommer (28/Neckarsulm) und Marvin Kirchhöfer (25/Luzern, beide Callaway Competition) waren im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters das Maß der Dinge und holten mit ihrer Corvette C7 GT3-R ihren zweiten Sieg der Saison. Platz zwei ging bei frühsommerlichen Bedingungen an Rolf Ineichen (40/CH) und Franck Perera (34/F, beide Orange1 by GRT Grasser) im besten Lamborghini Huracán, Dritte wurden David Jahn (28/Leipzig) und Sven Barth (38/Eberbach, beide RWT Racing) in der zweiten Corvette im Starterfeld. "Ich bin sehr happy", sagte Sieger Kirchhöfer. "Mit zwei Siegen in den ersten vier Rennen kann ich sehr gut leben."

Turbulente erste Rennhälfte
Die Vorentscheidung über den Sieg fiel bereits beim Start, als der von Platz zwei losfahrende Kirchhöfer auf dem Weg zur ersten Kurve an Pole-Setter Franck Perera vorbeizog. Nach einer kurzen Safety-Car-Phase zur Bergung des Audi von Pierre Kaffer, der einen Reifenschaden nach einem Kontakt am Start erlitten hatte, setzte sich Kirchhöfer an der Spitze leicht vom Feld ab. Doch der Vorwärtsdrang des 25-Jährigen wurde nach zwölf Runden gestoppt, als nach einer Berührung im Kampf um Rang vier zwischen Thomas Preining (20/A, Precote Herberth Motorsport) und Corvette-Fahrer David Jahn der Porsche des Österreichers in die Leitplanken einschlug. Zur Bergung des Neunelfers und zur Reparatur der Streckenbegrenzung wurde das Rennen für knapp zehn Minuten unterbrochen. Auch nach dem Restart hinter dem Safety-Car blieb Kirchhöfer vorn. Partner Pommer, der beim Pflichtboxenstopp das Steuer der Corvette übernahm, fuhr danach souverän den Sieg nach Hause. Im Ziel hatte er drei Sekunden Vorsprung und sicherte damit sich und Kirchhöfer den zweiten Sieg 2019. 

Die Lamborghini-Piloten Franck Perera und Rolf Ineichen hatten den Gewinnern nur wenig entgegenzusetzen, durften sich aber über Rang zwei - ihrem zweiten Podest des Jahres - freuen. Ineichen gewann damit ebenfalls zum zweiten Mal in dieser Saison die Pirelli-Trophy-Wertung. Der Kampf um Platz drei entschied sich dagegen erst in den Schlussrunden. Der BMW M6 GT3 von Nicolai Sylvest (21/DK) und Jens Klingmann (28/Trägerwilen, beide MRS GT-Racing) lag bis wenige Runden vor dem Ziel auf Podiumskurs, bis Sylvest wegen Problemen mit der Benzinpumpe aus den Punkterängen zurückfiel. Damit war der Weg frei für die Corvette von David Jahn und Sven Barth (38/Eberbach), die zuvor den BMW unter Druck gesetzt hatten und danach Jagd auf den zweitplatzierten Lamborghini machten.

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