Nicht weniger als drei Veranstaltungen stellte die Union des Pilotes in den letzten 12 Monaten auf der 1,8 km lange Strecke im kleinen Ort Eschdorf (Distrikt Diekirch) auf die Beine. Eine wahre Mammutaufgabe, wenn man sich mal überlegt was alles organisatorisch dahinter steckt. Aber das Team um Yves Thommes leistete gewohnt gute Arbeit und stellte sich wieder einmal mehr mit einer blitzsauberen Veranstaltungen vor.  Die Einwohner des knapp 2.300 Seelen Dorfes inmitten der  bewaldeten Hügellandschaft mit den prägenden  Schieferfelswänden, kennen also so langsam die Geräuschkulisse hochgezüchteter Rennmotoren um dem damit verbundenen Troubel. Das ganze Dorf ist auf und unterstützt das Team und die Fahrer wo es nur kann. Der Wettergott meinte es leider nicht allzu gut und spielte mit sehr gemischten Karten. Während der Freitag und Samstag bis abends noch wohl temperiert und durchaus als sonnig zu beschreiben war, machte der Rennsonntag allen einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Reifen wechseln und Regenprogramm in den Köpfen laden war auf Fahrerseite angesagt, warme und regenfeste Kleidung bei den zahlreichen Fans und Medienvertretern.

Die Meute der luftgekühlten Heckmotorfraktion aus dem NSU Bergpokal fuhren dieses Mal unter der Fahne des Berg Cups und fühlten sich hier auch sichtlich wohl. Für den ein oder anderen noch etwas ungewohnt, fehlte doch der Rekordchamp aus dem NSU Bergpokal - Steffen Hofmann, der dann in der Klasse der 1150er mit seinem bekannten blauen NSU auftauchte. Als Antrieb dient ein neu aufgebautes NSU 16V Triebwerk, was leider am Ende des ersten Trainingslaufes seinen Dienst quittierte. Motorbauer und Teampartner Jörg Davidovic schaut sich zur jetzigen Zeit bestimmt schon den Motor an um ihn wieder für den nächsten Renneinsatz flott zu machen. Zu den sonst bekannten Startern gesellten sich noch ein paar Exoten aus dem nahen Ausland hinzu. Mit dabei war Mike Manning im Ford Puma Cosworth, der aus allen erdenklichen Ecken Flammen spuckte. Auch die beiden infernalisch gehenden Norma  M20FC V8 von Sebastien Petit und Cyrille Frantz waren am Start und begeisterten die Fans entlang der 1,850 km langen Strecke.

Das Training verlief bis auf ein paar kleine Dreher ohne nennenswerte Vorkommnisse. Unter komplett trockenen Bedingungen wurden bis etwa 17.30 Uhr drei Heats durchgezogen, bevor man dann am Abend zum gemütlichen Teil eines jeden Bergrennens übergehen konnte. Unser Kameramann Sven Koob hat sich für dieses Jahr zum ersten Mal für die komplette Saison eingeschrieben und zeigt mit seinem Fiat X1/9 in typischen Koob Motorsportfarben, dass er auf jeden Fall fahren kann aber leider ein Opfer der noch fehlenden Leistung des 1,3L Triebwerks ist. Das neue 1,4 L Triebwerk lässt noch auf sich warten und wird hoffentlich Ende Juni zum Ibergrennen zur Verfügung stehen. Im trockenen ging also nicht mehr, dafür im Regen umso mehr und Sven konnte seinen Fiat auf P6 abstellen.

Durch den am Vorabend einsetzenden Regen wurde die Karten quasi neu gemischt und alle mussten sich neu zurecht finden. Am besten mit den Bedingungen zu Recht kam der Luxemburger David Hauser im Wolf Power GB08F1, der mit deutlich über 1 sek. Vorsprung auf den amtierenden Schweizer Bergmeister Eric Berguerand im Lola FA99 Breitbau, das Rennen gewann. Auf Platz 3 kam der Franzose Sebastien Petit im Norma M20 FC mit 4.0 BMW V8 Power ins Ziel. Cyrille Frantz belegte im baugleichen Fahrzeug den vierten Rang. Schnellster Tourenwagen wurde der Innsbrucker Herbert Stolz im über 700 PS starken Allrad Porsche 935 DP2, der dann auch den Tourenwagensieg für sich entschied. Toller und überraschender zweiter im Tourenwagenklassement wurde Slalomass Mario Fuchs auf Mitsubishi Lancer Evo 9. Sein Schweizer Markenkollege Thomas Kessler folgte ihm auf Rang 3.

Den Klassensieg in der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm Hubraum sicherte sich natürlich auch der junge Luxemburger David Hauser, da bei seinem damaligen Debut am Berg im Formel 3 bei ähnlichen Verhältnissen schon die Konkurrenz düpierte.  Eben in dieser Klasse, der gut besetzten Gruppe E2-SS F3, setzte sich dieses Mal Roland Braquet auf Dallara VW F308/11 vor dem amtierenden Deutschen Bergmeister Frank Debruyne (Dallara Opel Spiel F303) und Ludovic Cholley (Dallara Mercedes F306) durch. Die nicht minder gut besetzte Gruppe E2-SS bis 2000 ccm gewann, der Sohn vom mehrfachen Deutschen Bergmeister der Rennsportfahrzeuge Uwe Lang, Georg Lang auf Tatuus Formula Renault 2.0.

Den zweiten Rang belegte Markenkollege Anthony Loeuilleux vor Robert Meiers auf Dallara Toyota F300.  Thierry Bertin gewann auf Dallara Suzuki PB08 Hayabusa gegen David Lescot auf Speads Suzuki RM06 die Gruppe E2-SS bis 1300 ccm Hubraum. Leider ist die folgende Klasse in Deutschland und anderen Länder nicht startberechtigt, und darf daher nur in Luxemburg und dem Heimatland Frankreich an den Start gehen. Die Rede ist hier von den Fahrzeugen der Gruppe E2-SC bis 4000 ccm Hubraum. Hier tummeln sich die beiden Norma M20FC mit bulligem 4.0 L BMW V8 Hochdrehzahltriebwerk. Mit einem Mörderantritt und infernalischer Geräuschkulisse sind sie die Lieblinge der Fans. Sebastien Petit gewann hier gegen Cyrille Frantz die Klasse.  Eine Klasse tiefer in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm konnte der Freiburger Patrik Zajelsnik auf seiner Norma M20F mit Zytek V8 den Sieg vor Jaques Marchal (Norma BMW M20F) und Michale Behnke im kunterbunten Osella BMW PA20/S einfahren. Der bis zum letzten Jahr am Berg noch vollkommen unbekannte  CRS Renault MTK S5/7 Rennwagen mit seinem Piloten Thomas Conrad  fuhr in Eschdorf den ersten Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm ein. Uwe Wolpert stellte seinen UWR Honda WFK07  auf P2 vor Bernd Letmade im Norma Honda M20 ab. Letzterer hatte große Probleme mit einer defekten Kupplung am Norma und konnte daher nicht das ganze Potential seines Wagens ausschöpfen. Die von Motorradmotoren angetriebenen Fahrzeuge der Gruppe E2-SC bis 1300 ccm gewann Franceso D'Acri im neu aufgebauten Elia Ario Suzuki ST09 vor Ralf Kroll (Silvercar S2F Suzuki) und Federico Souris (Speed Car GTR Suzuki).

Ein weiterer "Altmeister" in Person von Norbert Brenner zeigte, dass er unter jeglicher Wetterbedingung schnell sein kann. Belohnt wurde er und sein Opel Vectra GTS V8 DTM mit P1 in der Gruppe E2-SH. Klaus Hoffmann stellte seinen Opel Astra Coupé V8 DTM auf P2 ab. Das Stockerl komplettierte Mike Manning im infernalisch gehenden Ford Puma 2.0 Turbo. Im internen Porsche Duell in Gruppe GT setzte sich Nicolas Werver im Porsche 997 Cup S gegen Yannik Bodson im Porsche 997 GT3 Cup durch.  Mit mächtig viel Leistung und flotten Zeiten ging es auch in der Gruppe E1/FS über 3000 ccm voran. Hier siegte Herbert Stolz im bärenstarken Porsche 935 DP2 vor dem überragend fahrenden Mario Fuchs im Pink-schwarzen Mitsubishi Lancer Evo 9. Der Eidgenosse Thomas Kessler konnte seinen Mitsubishi Evo HPT auf P3 in Ziel bringen. Norbert Handas Lancia Delta Evo III lief das erste Mal richtig und wurde dafür mit P4 belohnt. Nicht viel weniger flott ließen es die Starter der Gruppe E1/FS bis 3000 ccm angehen. Keith Murray gab seinem Audi 80 Quattro Turbo mächtig die Sporen und gewann  mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Hans-Peter Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC und dem Österreicher Bernhard Permetinger im BMW E30 M3. Schnellster 2V war Thomas Ostermann im Hartge BMW 325i.

Die Königsklasse des Wochenendes war eindeutig die Gruppe E1/FS bis 2000 ccm Hubraum, wo fast alles was Rang und Namen hat am Start war - lediglich Hansi Eller und Mario Minichberger fehlten mit ihrem Ex-Rüdiger Julius-Bernhart BMW 2002 Gruppe 5, da sich das Fahrzeug noch im Aufbau befindet. Jörg Weidinger (BMW 318i STW) kam, fuhr und siegte erneut in der Klasse - dieses Mal aber mit einem nicht ganz so großen Abstand wie zuvor. Ganz knapp auf den Fersen war ihm VW Polo II 1.4 G40 Supercharger 16V Pilot Peter Naumann, der seinen schnellen Fronttriebler auf P2 platzieren konnte. Der Italo-Schwabe Egidio Pisano im VW Minichberger Golf STW 16V fuhr grandios auf P3.

Multifunktionsfahrer Patrick Orth kam bestens mit den widrigen Wetterbedingungen klar - so kennt er es ja nicht anders von seinen Rallyeeinsätzen - und stand nach Heat 1 noch auf P3. Im alles entscheidenden Heat No. 2 überpacete er seinen Frank BMW 320is mit neuem giftigen Motor und drehte sich in der Zielkurve heraus. Beim rumdrehen zickte der 320is abermals und wollte sich aufgrund eines Getriebeschadens nicht mehr vom Fleck bewegen. Sehr schade für Patrick, denn sonst wäre bestimmt ein Platz auf dem Stockerl drin gewesen. P5 belegte Rainer Schönborn im bildschönen VW Golf I GTI 16V. Roman Sonderbauer kam als bester Opel Kadett C Coupé 16V auf P6 ins Ziel. Thomas Flik war ebenfalls glänzend aufgelegt und stellte seinen Renault Williams Clio 16V auf dem 7. Platz ab. Rückkehrer Dirk Preißer hatte Pech im zweiten Lauf und konnte so seine gute Zeit aus Heat 1 nicht weiter verbessern. Ein heißes Gefecht um den schnellsten 8V Platz 1 lieferten sich Christian Auer auf BMW 2002tii 8V und Christian Dümler im verbesserten Breitbau VW Golf II 8V, mit dem besseren Ende für Christian …. Auer.

Bei den Fahrern der Gruppe E1/FS bis 1600 ccm war es bis zum zweiten Lauf spannend, dann da schob sich Manfred Schulte im Citroen AX Kit Car 16V mit neuem Nemeth Motor noch an André Stelberg im VW RSB Schneider Corrado 16V vorbei und verwies diesen auf P2. Routinier Helmut Maier im VW Spiess Golf I 16V belegte P3. Schnellster 8V Pilot wurde Manfreds Sohn Benedikt (Citroen AX Sport) in seiner ersten richtigen Berg-Cup Saison. In der Gruppe E1/FS bis 1400 ccm lies VW Minichberger Scirocco I 16V Pilot Armin Ebenhöh nichts anbrennen und fuhr einem ungefährdeten Sieg in der Klasse entgegen. Schwiegervater Franz Weißdorn hatte am Trainingstag mit Problemen am neuen Rennmotor mit 1,4L Hubraum zu kämpfen und konnte nicht beim Rennen antreten. Der Luxemburger Canio Marchione auf seinem wunderschönen Fiat 127 16V belegte Rang 2 vor Jeremy Doumont auf VW Polo 16V. Schnellster 8V Pilot wurde der Hiddenhauser Marcel Hellberg auf VW Brügge Polo II 8V.

Die Geschichte der Gruppe E1/FS bis 1150 ccm ist schnell erzählt. Thomas Stellberg stürmte im VW Schneider Polo II 16V  am schnellsten in der Klasse den Berg  hinauf und verwies die beiden Fiat 127 Piloten Jörg Eberle und Jürgen Hessberger auf die Ränge 2 und 3. Jörg Eberle war somit auch schnellster 8V Pilot in dieser Klasse. Der NSU Bergpokal fährt in der Saison 2015 zum ersten Mal unter der Fahne des Berg-Cups und war mit 11 Fahrern nach Luxemburg gereist. Jörg Davidovic im NSU TT konnte sich nach fulminanter Fahrt im Heat 2 den Sieg vor Karsten Steinert im NSU TT sichern. Frank Kleineberg kämpfte sich durchs Feld und belegte im NSU 1000 Rang 3. Walter Voigt folgte ihm knapp dahinter auf P4. Die Odenwälder Frohnatur Mike Vogel komplettierte im NSU TT Davidovic die Top 5.

Ex Berg Europameister Roland Wanek verkam im Mitsubishi Lancer Evo 9 zum Einzelstarter in der Gruppe A über 2000 ccm und gewann diese natürlich auch. Etwas mehr los, war in der Gruppe A bis 2000 ccm sich Papa Ralf Orth im BMW 320is nur ganz knapp Corentin Starck im Renault Clio 3 RS Cup geschlagen geben musste. Daniel Donkels folgte auf P3 im weiteren Renault Clio 3 Cup. Rallye und Bergfahrer Mike Souvigne im Citroen DS3 R3 machte in der Gruppe A bis 1600 ccm alles klar und gewann die Klasse vor Gilles Jacoby (Citroen C2 R2 Max) und Jacques Gregorious (Ford Fiesta R2).

Christian Bächle auf Suzuki Swift Sport 1600 (Gruppe N bis 1600 ccm), Gregory Guille auf Formula Ford van Diemen RF82 (Gruppe Anhang K bis 2000 ccm) und Jean Dejardin auf Formel Ford van Diemen RF 89 (Gruppe Anhang K bis 1600 ccm) waren allesamt Einzelstarter in ihren Klassen.

In knapp 3 Wochen geht es weiter zum Wolsfelder Bergrennen.

Die Fotos vom Rennen sind hier zu finden.

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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