Der wahre Motorsportfan spricht ja nicht in Feiertagen oder von einem Datum, nein er spricht in Veranstaltungen, wenn er über seine Terminplanung erzählt. So verkommt der 1. Mai als Eschdorf und Pfingsten eben als Wolsfeld -  und das ist auch schon seit nun 53 Jahren so. Nämlich genauso lange gibt es das Wolsfelder Bergrennen im kleinen Ort Wolsfeld in der Südeifel. Unlängst der Grenze zum Nachbarland Luxemburg führt eine 1,6 km lange Strecke mit vielen schnell aufeinander folgenden Kurvenkombinationen den Wolsfelder Berg hinauf. Der Flug durch die "kleine Grüne Hölle" gleicht dem eines Hubschrauberfluges im heimischen Wohnzimmer. Gerät man hier einmal aus dem Tritt läuft man Gefahr den Schrank, ähm pardon, eine Leitplanke oder Hang zu knallen. Action ist also immer eine Menge geboten und das Team vom EMSC Bitburg mit seiner erfahrenen Führungsspitze Christoph Schackmann und Günther Hoor, tun alles für einen tollen Rennablauf.  Dem Ruf des Berges folgten knapp über 130 Starter aus Deutschland und dem benachbarten Ausland. Auch wieder mit dabei war das Schweizer Bergurgestein Bruno Ianniello auf seinem Lancia Delta S4 16V. Man könnte meinen, als die Italiener den S4 gebaut haben, hätten sie ihn genau für den Wolsfelder Berg gebaut. Wohl kein anderes Auto ist so perfekt für diese Bergrennstrecke konstruiert - kurz, Allrad, doppelt mittels Kompressor und Turbolader zwangsbeatmet, sprintet der S4 wie ein Derwisch den Berg hinauf - virtuos bewegt vom immer gut aufgelegten Bruno Ianniello.

Am Trainingssonntag sah auch noch alles nach einem ungefährdeten Tourenwagensieg für Bruno aus, doch eine kleine Wetterkapriole am Rennmontag mischte alles oberhalb der 1600er Klasse komplett durcheinander - aber immer der Reihe nach. Lokalmatador Patrick Orth presste seinen BMW 320is im Training hochmotiviert das Geschlängel hinauf und stellte sich insgeheim schon Siegmodus für den Renntag ein. Polotreter Peter Naumann im aufgeladenen VW Polo II Supercharger war nicht minder schnell unterwegs und hegte wohl ähnliche Ambitionen. Björn Wiebe im blauen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC wollte da wohl auch noch ein Wörtchen mitreden und so freuten sich alle auf einen spannenden Renntag am Pfingstmontag oder Wolsfeldmontag.

Nach dem ersten Wertungslauf zeigt sich das eigentlich zu erwartende Bild. Der mehrfache Deutsche Automobil Bergmeister der Rennsportfahrzeuge führt das Feld im Gesamtklassement an, die Tourenwagenkrone setzte sich Peter Naumann im VW Polo II 1.4 G40 Supercharger 16V auf, mit Patrick Orth im BMW Frank 320is ganz dicht im Nacken.  Bruno Ianniello nur Platz 3? Was war passiert - bis dahin noch nix negatives. Denn die beiden Berg-Cup Piloten an der Spitze zeigten nun mal ihre wahre Klasse wollten dafür auch belohnt werden.  Soweit so gut meinte man zu denken - bis zur Mittagspause, wo ganz dunkle Wolken aufzogen und sich manch einer schon dachte, ob da nicht der Regen kommt? Und der kam leider inmitten der dritten von vier Startergruppen, genauer genommen inmitten der Königsklasse bis 2 L Hubraum. Wer hier mit einer hohen Startnummer gesegnet war, kam im Trockenen noch die Strecke hoch - die anderen hätten sich in Wasserskifahren üben können oder zogen die Regenschuhe auf ihre Rennwagen, nachdem dieses vom Rennleiter als Wetrace deklariert wurde. Besonders blöd lief es für Michael Bodenmüller im erstmal eingesetzten Honda Civic Type R Super 2000, der nach einem Dreher vom vorausfahrenden VW Golf II Pilot Martin Schug, eigentlich noch halbwegs trocken oben angekommen wäre, aber dann mit rot abgewunken wurde. Der erneute Start verlief mit Regenreifen und eine gute Platzierung mit dem neu angeschafften Auto war dahin.

Aber da waren ja noch mehr Starter die nicht mehr im trockenen starten durften - mit dabei leider auch unsere heiß umkämpfte Führungsspitze um Peter Naumann und Patrick Orth und Norbert Wimmer als schnellster 8V Pilot. Alle wurden nach hinten durchgereicht und schauten buchstäblich in den Röhre. Denn so wurde aus einem Vorsprung von einer Sekunden auf einmal ein Rückstand von fast 9  Sekunden auf den neuen Leader Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC. Dieser schickte sich an, den Gesamtsieg in Wolsfeld einzuheimsen. Auf Rang 2 und 3 fanden sich der Italo Schwabe Egidio Pisano im , nach FIA Reglement aufgebauten VW Spiess Golf I 16V und Ralph Paulick im Breitbau VW Golf I GTI 16V wieder. Die Bergrennenfans entlang der Strecke waren verwundert, denn wohl keiner hatte damit nur ansatzweise gerechnet.  Aber auch Björn Wiebe hatte dann im dritten und letzten Lauf Pech mit einem defekten Poti  im Renngefährt und musste so eine Startgruppe später starten - das aber dann mit einem blöden Mitfahrer, der den anderen schon das Leben schwer gemacht hat - Richtig - der Regen war wieder da und mischte nochmals kräftig die Platzierungen durcheinander.  Björn verlor seine Spitzenposition an Egidio Pisano. Ralph Paulick rückte auf P2 vor und ein 1600er Pilot stand auf einmal auf P3. Die Rede ist dabei von André Stelberg mit seinem infernalisch gehenden VW Schneider RSB Corrado 16V, der schon das ganze Wochenende einsame Spitzenleistungen zeigte und letztendlich dafür auch belohnt wurde. Bernd Ehrle im Opel Krause Kadett C Coupé 8V war schnellster 8V Pilot auf P4. Peter Naumann betrieb Schadensbegrenzung und kam noch bis auf P5 vor, Armin Ebenhöh wurde im VW Minichberger Scirocco I 16V schnellster 1400er Pilot und Gesamt 6. Manfred Schulte im neu motorisierten Citroen Nemeth AX Kit Car 16V, Andreas Kokor im Ford Escort Mk I 16V sowie Patrick Orth im BMW Frank 320is und Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC komplettierten die bunt zusammengewürfelte Top 10 in Wolsfeld. Das war spannend oder? Oder besser - Unverhofft kommt selten oft. Aber schauen wir uns die Klassenergebnisse mal in alle Ruhe an, denn hier ging es mitunter auch bunt gemischt umher.

Die Sport- und Formelwagen hatten an diesem Wochenende mit dem Rennausgang nicht wirklich viel zu und konnten nur ihre interne Wertung ausfahren. Somit gewann der zweifache Deutsche Bergmeister Frank Debruyne im Dallara F303 die Gruppe E2-SS bis 2000 ccm. Georg Lang kam mit den Verhältnissen sehr gut zurecht und konnte seinen Formel Renault 2.0 Tatuus auf P2 abstellen. Mathieu Wolpert komplettierte im BSR VW 389 das Stockerl. Uwe Lang war im dritten Lauf der letzte und auch einzige Starter in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm und gewann diese natürlich auch.  Richtig gut ist auch quasi Neueinsteiger Thomas Conrad im CRS MTK S5/7 Eigenbau unterwegs gewesen. Er gewann die Gruppe E2-SC bis 2000 ccm vor Uwe Wolpert im UWR WFK Honda 07 und Bernd Letmade im Norma Honda M20. Nachdem Bruno Ianniello im letzten Lauf nicht mehr startete, Jürgen Gerspacher und Alexander Hin schon einen Lauf vorher nicht mehr am Start waren, gewann der Luxemburger Cedric Schilling im Mitsubishi Lancer Evo VII die Gruppe E1 über 3000 ccm Hubraum. Ein gut besetztes Starterfeld hatte auch die Gruppe E1 bis 3000 ccm Hubraum zu vermelden. 7 Starter gingen an den Start und alle wurden gewertet. André Wiebe im bildschönen originalen Renault Williams Wiebe Laguna BTCC konnte sich mit 6 Sekunden Vorsprung auf René Frank im BMW E36 M3 den Klassensieg sichern. Arno Billen im weiteren BMW E36 M3 kam auf den 3. Rang. Bester 2V Pilot in der Klasse wurde Thomas Ostermann im Hartge BMW 325i und Klassenrang 5.  Jürgen Fechter verblieb in seinem Ex-VW Motorsport Golf V TDI Versuchsfahrzeug, nach Karlheinz Meurers nicht Start im dritten Lauf, als Einzelstarter und gewann seine Gruppe E1 Diesel bis 2000 ccm.

Wie schon weiter oben erwähnt, spielten sich echte Dramen in der Königsklasse des Bergrennens, der Gruppe E1 bis 2000 ccm Hubraum. Erst Peter Naumann im VW Polo II 1.4 G40 Supercharger 16V, Patrick Orth im BMW Frank 320is ganz knapp dahinter. Norbert Wimmer als grandioser 8V Pilot im BMW 2002tii 8V auf P3.  Der pure Wahnsinn dachte sich da manch einer. Da muss der "rostige Nagel" besonders tief im Kopf stecken, wenn man sich mal die Geschwindigkeit gepaart mit der engen Strecke vor Augen führt. Dann der Moment als der Regen kam und alles neu mischte. Björn Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna BTCC auf P1 in der Klasse, sogar ein Gesamtsieg ist möglich. Des einen Freud ist des anderen Leid. Die enttäuschten Gesichter der niedrigeren Startnummern nach der Rückführung sprachen Bände. 9 Sekunden und mehr Rückstand sind fahrerisch auf der kurzen Strecke nicht mehr rauszuholen, ab jetzt ging es nur noch um Schadensbegrenzung und das dann noch Beste aus der Lage machen. Dann pachtete Björn Wiebe das Pech im dritten Lauf, konnte nicht in seiner Startgruppe im Trockenen starten, musste mit der vierten Gruppe im nassen starten und verlor seine sicher geglaubte Führung. Egidio Pisano im VW Spiess Golf I 16V machet den Sack zu und gewann die Gruppe E1 bis 2000 ccm Hubraum und sicherte sich obendrein den Gesamtsieg. Ein das ganze Wochenende stark fahrender Ralph Paulick im VW Golf I GTI 16V wurde verdienter zweiter. Schnellster 8V Pilot wurde ein wieder extrem stark fahrender Bernd Ehrle im Opel Krase Kadett C Coupé 8V. Peter Naumann reihte sich im Polo auf P4 ein, Andreas Kokor kam im wunderschönen Knochen Escort Mk I auf P5.  Lokalmatador Patrick Orth kämpfte sich mit einem saustarken dritten Lauf auf P6 vor. Björn Wiebe folgte mit kleinem Abstand auf P7.   

Nicht minder stark war die Leistung von André Stelberg im VW Schneider RSB Corrado 16V in der Gruppe E1 bis 1600 ccm. Mit top Zeiten auf 2L Niveau gewann er verdient die Klasse vor Manfred Schulte im Citroen Nemeth AX Kit Car 16V und Andy Heindrichs im Opel Schneider Corsa A 16V, der mit seiner Leistung mehr als nur zufrieden sein konnte. Schnellster 8V Pilot wurde Benedikt Schulte im Citroen AX Sport 8V. Richtig Spaß machten die Zweikämpfe in Gruppe E1 bis 1400 ccm. Armin Ebenhöh setzte sich nach einem beinahe Abflug im ersten Wertungslauf mit konstant guten Zeit auf P1 vor seinem Schwiegervater und Berg-Cup Urgestein Franz Weißdorn im VW Polo I 16V. Frank Lohmann im VW Polo 86C Steilheck lieferte sich ein packendes Duell mit Sven Koob auf Fiat X 1/9 um die 8V Krone in der Klasse, mit dem besseren Ende für Frank Lohmann. Hans Peter Wiebe stellte seinen Renault R8 Gordini 16V auf P4 ab. Sven Koob komplettierte die Top 5.  Tobias Stegmann im Schneider Audi 50 8V kam sah und siegt in der Gruppe E1 bis 1150 ccm. Er verwies bei seinem ersten Rennen der Saison seinen Motorenbauer Jürgen Schneider (VW Schneider Polo II 16V) auf P2. Schwiegerpapa in Spe Bernd Deutsch im weiteren Schneider Audi 50 8V auf P3.

Im NSU Bergpokal waren 10 Fahrer mit ihren heckgetriebenen und heckmotorisierten Fahrzeugen am Start. Jörg Davidovic sicherte einen weiteren ungefährdeten Klassensieg für die Saison 2015. Thomas Krystofiak im Langnasen NSU 1200C folgte auf P2. Karsten Steinert kam in Schlagdistanz liegend auf P3. Frank Kleineberg im NSU 1000C setzte sich mit knapp 1,5 Sekunden Vorsprung auf Walter Voigt auf P4 ab. Die Gruppe A über 2000 ccm gewann ein überlegen fahrender Ex Europameister Roland Wanek im Mitsubishi Lancer Evo 9 vor Roland Herget im Mitsubishi CT9A und Albert Vogt im Subaru Impreza GC8. Kai Neu im Ford Focus ST 170 gewann die Gruppe A bis 2000 ccm Hubraum vor einem immer spektakulär fahrenden Ralf Orth im BMW 320is. Markenkollege Kevin Veit komplettierte das Stockerl auf P3. Gilles Jacoby gewann im Citroen C2 R2 Max die Gruppe A bis 1600 ccm vor Heinz-Peter Boch im Honda Civic. Robert Maslonka im VW Polo 86C 2F setzte sich gegen den Osnabrücker Christoph Hilmes im VW Polo II 86C Coupé durch. Ralf Driescher stellte seine Renault R5 Alpine auf P3 ab. Georges Goedert im Subaru Impreza STI gewann die Gruppe N über 2000 ccm Hubraum vor Christian Bächle im weit unterlegenen Suzuki Swift Sport und Silvio Monalto im Peugeot 106 Rallye. Harald Ludwig im neu angeschafften Audi R8 4.2 V8 war leider Einzelstarter in seiner Gruppe G LG 1. Die GLP gewann Jutta Meuser im MG Midget MK 3 vor Volker Pesch im Lotus Seven S2 TwinCam und Neueinsteigerin Leslie Richter im VW Polo I. 

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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