Um es hier und gleich vorweg zu nehmen: Einige Dinge beim 12. ADAC Bergpreis Schottenring am 13. und 14. Juni 2015 sind diskussionswürdig, dies betrifft Rennen und Umfeld gleichermaßen. Nach reiflicher Überlegung und zumindest einer Nacht Schlaf darüber komme ich aber zu dem Schluss, dies nicht öffentlich zu tun. Schon gar nicht im Rahmen eines Rennberichts, der vor allem eins zum Ziel haben muss: Die faire Würdigung des Geschehens in den Trainings- und Rennläufen.

So, nach dieser Grundsatzentscheidung und –Erklärung geht es mir echt besser, das Tippen fällt leichter. Kümmern wir uns fortan um das, was sich zwischen Rudingshain im hessischen Vogelsbergkreis und dem Ludwigsbrunnen am letzten Wochenende auf den gezeiteten 3000 Metern des legendären Schottenrings ereignet hat. Auf den 3 Kilometern, die sehr unterschiedliche Anforderungen an die Piloten stellen.

Nach schnellen Schlängelkurven folgen zwei Kehren, dann wird voll auf eine Highspeed-Kombination im Wald zu beschleunigt. Dann nochmals Vollgas, bis zum Anbremsen für das Abbiegen in die kurze, schmale Querspange. An deren Ende es wieder in eine breite Straße einzubiegen gilt. Schwung mitnehmen und früh aufs Gas für den letzten Sprint ins Ziel ist hier angesagt.

Der Bergtross – der diesmal nur aus Tourenwagen plus zwei E2-Silhouettenrennern besteht – wird in Rudingshain von den Anwohnern bestens aufgenommen. Los geht es schon am Freitag mit den vom veranstaltenden MSC Rund um Schotten e.V. im ADAC angebotenen Einstellfahrten. Leider reißen diese zwei KW Berg-Cup’ler aus dem Wettbewerb, noch bevor dieser überhaupt begonnen hat. Die Betonleitelemente am Ende der Querspange sind unnachgiebig, verformen sowohl den Peugeot 405 Mi 16 von Dieter Altmann jun. nach einem Bremsproblem als auch Franz Weißdorns mit Handlings-Schwierigkeiten kämpfenden VW Polo 16V nachhaltig. Wobei zumindest Franz zurück schlägt: Er legt gleich zwei der schweren Hindernisse komplett um und sitzt dann im Polo auf diesen drauf.

Sowohl der Übungssamstag als auch der Rennsonntag beginnen relativ pünktlich. Ein kurzer, heftiger Regenschauer zur Mitte des Trainings nässt die Piste ein, die aber schnell wieder auftrocknet. Am Sonntag ist das Wetter stabil, Slicks sind daher unzweifelhaft die erste Wahl. Nicht alle geplanten Läufe können durchgezogen werden. Es bleibt bei fünf Probe- und vier Rennheats für die effektiv 82 Rennstarter, zu denen sich noch 36 Teilnehmer der Gleichmäßigkeitsprüfung (GLP) gesellen.

Nach dem KW Berg-Cup Auslandstrip nach St. Anton/A ist im Hessischen der NSU-Bergpokal wieder mit von der Partie. Der weiße Davidovic-TT mit der Startnummer 519 wird in Schotten von Steffen Hofmann pilotiert. Der neunfache Gesamtgewinner des NSU-Bergpokals macht im Stile seines Teampartners Jörg weiter, holt sich die imaginäre „Pole-Position“, legt mit einer blendenden Dreier-Serie von 1:37er Zeiten den Grundstein zum souveränen Klassensieg. Thomas Krystofiak entpuppt sich als hartnäckigster Verfolger von Steffen, wird am Ende mit einem Rückstand von 6,27 Sekunden Zweiter. Der dritte Podiumsplatz ist heiß umkämpft. In Lauf eins meldet zunächst Karsten Steinert Ansprüche darauf an, fährt die drittschnellste NSU-Zeit. In Heat zwei fehlt er, Frank Kleineberg rutscht von der Vier auf die Drei, verteidigt diese Position auch im dritten Run erfolgreich. Im Finale läuft es für Frank nicht mehr optimal, seine letzte Laufzeit ist plötzlich um rund 10 Sekunden höher. Horst Fleischer nimmt dankend an und steigt bei seinem ersten 2015er Bergeinsatz als Dritter mit auf das Klassenpodest. Frank Kleineberg findet sich auf der Vier wieder, Wolfgang Schwalbe wird Fünfter. Karsten Steinert bleibt als Trostpflaster letztlich noch die Laufbestzeit im vierten Run.

Und damit Umblende zu den gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1, in deren Klassen die KW Berg-Cup Aktiven unterwegs sind.

Bei den 1150ern spielt Thomas Stelberg die Qualitäten seines Schneider Polo 16V gekonnt aus. Stürmt zur Übungsbestzeit vor den beiden Schneider Audi 50 Piloten Bernd Deutsch und Tobias Stegmann. Im Rennen diktiert Thomas in jedem Lauf das Tempo, holt sich nach Eschdorf in Schotten seinen zweiten Klassentriumph in dieser Saison, diesmal 11,251 Sekunden vor Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing auf P2. Dritter wird Bernd Deutsch, Vierter Tobi Stegmann. Jörg Eberle belegt mit seinem Fiat 127 Super Rang fünf, auf der Sechs folgt Silvia Ebenhöh im VW Polo Weißdorn-Racing, an dem nach Trainingsende noch flugs die Kupplung in Ordnung gebracht werden muss. Die KW 8V-Trophy Wertung der 1,15-Liter Klasse ist leicht selbst zu bestimmen: Einfach den 16V an der Spitze von den jeweiligen anderen Platzierungen abziehen, schon habt ihr das Ergebnis in Rot! Peter Richter muss seinen VW Polo nach den Einstellfahrten mit einem kapitalen Zylinderkopfschaden übrigens leider aufladen, konzentriert sich von da an auf die Fahrten von Tochter Leslie im GLP-Feld. Und plant bereits für 2016, neues Motor-Konzept inklusive.

An der Spitze der 1,4-Liter ist nach dem frühen Aus von Franz Weißdorn die Luft etwas heraus, das Schwiegersohn – Schwiegerpapa Duell, das schon so oft für höchsten Unterhaltungswert gut war, findet in Schotten nicht statt. Armin Ebenhöh begnügt sich mit zwei Probeauffahrten, stellt den Minichberger Scirocco auf die beste Startposition, flankiert von Ronnie Bucher im Schneider Polo 16V. Die imaginäre zweite Startreihe geht an die 8V Polo-Spieler Frank Lohmann und Frank Duscher, die knapp 2,8 Sekunden hinter Ronnie zurück liegen, untereinander aber nur durch 16 Hundertstel getrennt sind. Am Sonntag sind die Positionen schnell bezogen, Armin Ebenhöh kontrolliert das Geschehen locker von der Spitze aus, ist jederzeit Herr der Lage. Sein Siegervorsprung auf Ronnie Bucher als Zweitem beträgt final stolze 14,571 Sekunden. Ronnie wiederum kann sich 8,347 Sekunden vom schnellsten 8V’ler Frank Lohmann absetzen, der sich Platz drei sichert. Klassenvierter wird Youngster Marcel Hellberg im Brügge Polo (8V-P2), als Fünfter läuft Frank Duscher (8V-P3) ein. Nils Abb verzeichnet im Training einen „Big Moment“ und setzt den Schneider Polo ausgangs der Querspange in die Pampa. „Da habe ich anscheinend irgendetwas verpennt“ räumt er freimütig ein. Und fügt an: „Mit dem Schottenring kann ich mich eh nicht wirklich anfreunden. Aber meine Strecken kommen noch im weiteren Verlauf der Saison.“ Also bitte aufgepasst, liebe 1400er 8-Ventiler Kollegen! Nils kommt jedenfalls in Schotten über Klassenrang sechs und 8V-Position vier nicht hinaus. Hinter ihm fährt der Eichenbühler KW Berg-Cup Rookie Stefan Winkler im Fiat 127 auf Platz fünf der 1,4-Liter KW 8V-Trophy.

Bedingt durch einen Motorschaden an seinem 1400er Fiat X 1/9 muss Sven Koob kurzfristig auf den „Familien-Uno“ von Papa Franz und mit diesem zu den 1,6-Litern umsteigen. „Das wird eine sehr harte Nuss für mich werden. Klar bringe ich etwas Fronttriebler-Erfahrung von meinem früheren Rallye Citroen Saxo mit. Aber das ist Jahre her, und der Uno hat deutlich mehr Power als der Saxo damals.“ Sprach’s und knallt völlig unbeeindruckt im 16V-Uno tags darauf frisch, frech, fröhlich, frei die zweitschnellste Trainingszeit auf die Piste. Ganze 0,794 Sekündchen hinter dem VW Schneider RSB Corrado von Pole-Setter André Stelberg und 77 Hundertstel vor dem belgischen Youngster Andy Heindrichs im Opel Schneider Corsa. Die Wertungsläufe sortieren das Übungs-Ranking um, stellen aber auf den Plätzen eins bis vier gleich im ersten Run den Endstand her. André Stelberg fährt unangefochten zum 1600er Sieg vor Manfred Schulte (P2) im Citroen Nemeth AX Kit-Car. André baut dabei seinen Vorsprung von Heat zu Heat auf den Endstand von 6,163 Sekunden aus und geht im Klassensieg-Duell mit Manfred 2:1 in Führung. Fortsetzung folgt, wir freuen uns darauf. Dahinter geht es knapper zur Sache, Position drei und vier sind nur durch 2,178 Sekunden getrennt. Andy Heindrichs hat das bessere Ende für sich, steigt als Dritter mit auf das 1,6-Liter Podest, Sven Koob beendet seinen ersten Gipfelsprint im Fiat Uno als Vierter. Benedikt Schulte sichert sich im Citroen AX Sport als Fünfter der Klasse zugleich den Sieg in der 1600er KW 8V-Trophy Wertung. Der mit Spannung erwartete erste Auftritt von Sebastian Reising im ex-Hans-Paulitsch-Scirocco ist nach der zweiten Sonntags-Auffahrt frühzeitig beendet, Elektronikprobleme zwingen den Neueinsteiger zur Aufgabe, daran ändert leider auch der von Hansi Eller gewährte technische Support nichts.

Damit sind wir bei den 2-Litern angelangt, bei denen im Vorfeld der erste Einsatz von Dieter Rottenberger im BMW 318i STW E36 seit Mickhausen 2014 die Frage nach dessen Konkurrenzfähigkeit aufwirft. Der Übungssamstag gibt darüber keinen echten Aufschluss. Gleich nach dem Start zu Lauf zwei verabschieden sich am BMW beide Antriebswellen, der STW-Renner rollt antriebslos aus. Passenden Ersatz hat man nicht dabei, es sieht nicht wirklich gut aus für das Projekt „Verteidigung des KW Berg-Cup Gesamtsieges“. Um es vorweg zu nehmen: Über Nacht werden neue Wellen aus Niederbayern eingeflogen, Dieter kann am Rennen teilnehmen. Die dazu gehörende Transport- und Logistikstory ist hochinteressant, aber so lang, dass wir dieser einen eigenen Bericht widmen werden. Peter Naumann trainiert nur dreimal, schont sein Material bewusst für das Rennen, markiert dennoch im aufgeladenen VW Polo 1.4 G40 in 1:24,025 die Bestmarke, 19 Hundertstel vor Roman Sonderbauer im Ziegler Kadett und dem BMW 320 iS von Patrick Orth. Als Klassenfünfter ist Christian Auer im BMW 2002 flottester der 8-Ventiler Armada, knapp vor Stefan Glass im Ford Escort Lotus TC und Hansi Eller im Krause Kadett. Rennlauf Nummer eins beginnt mit einer Schrecksekunde, als der routinierte Thomas Flik seinen Renault Clio 16S im Geschlängel nach dem Start in den Graben setzt. „Das Auto ist urplötzlich hinten ausgebrochen. So, als ob ihm jemand einen heftigen Schlag versetzt hätte“ gibt der glücklicherweise unversehrte Pilot später zu Protokoll. Und denkt gleich ernsthaft darüber nach, verschiedene Komponenten seines Clio zumindest vorübergehend in den Megane von Tochter Bea zu implantieren. Derweil machen Peter Naumann und Roman Sonderbauer das Tempo, drücken ihre Trainingszeiten gewaltig nach unten. Dirk Preißer lässt sich davon anstecken, kommt mit seinem Kadett C-Coupé auf Rang drei nach vorne, Patrick Orth folgt als Vierter, Dieter Rottenberger im tipptopp  reparierten ex-STW-Renner als Fünfter. Aber auf dieser Position will er nicht bleiben, er will mehr. In der zweiten Auffahrt zieht er an Patrick Orth vorbei, einen Run später ist Dirk Preißer dran, Dieter quetscht sich um 26 Hundertstel an ihm vorbei. Damit ist der Endstand hergestellt. Fast zumindest. Im letzten Heat fällt Patrick Orth mit Motor-Trouble aus, ein defektes Einspritzventil wird als Ursache vermutet. „Es ist einfach nicht mein Jahr“ meint Patrick dazu. Kopf hoch, Blick nach vorne, es wird schon wieder werden! Peter Naumann gewinnt in Schotten die 2-Liter Klasse, Roman Sonderbauer flankiert ihn auf dem Siegerpodest als Zweiter, Dieter Rottenberger als Dritter. Ehrenplatz vier geht an Dirk Preißer, Rainer Schönborn kommt im VW Golf 16V nach dem Orth-Ausfall auf die Fünf nach vorne. Die Ränge sechs bis neun gehen an Christian Auer (P6), Hansi Eller (P7), Jens Weber als Achtem im Kadett 16-Ventiler sowie Horst Wiebe (P9) im Renault Megane Maxi. Bea Flik lässt sich durch Papas Pech nicht aus der Erfolgsspur bringen und wird im Renault Megane Cup starke Zehnte. Die Plätze eins und zwei der 2-Liter KW 8V-Trophy sichern sich Christian Auer als Sieger und Hansi Eller als Zweiter. Um die Ränge drei bis fünf wird hart gefightet, der Abstand vom Dritten, Roland Christall im Opel Ascona B, bis zum Fünften, Alexander Pleier im Opel Kadett C-Coupé, beträgt nach vier Läufen über insgesamt 12 Kilometer nur 4,279 Sekunden. Im genannten Opel-Sandwich läuft Bernhard Lang im Ford Escort RS 2000 Spezial als Vierter der roten Startnummern ein.

Ganz schnell erzählt ist die Selbstzünder-Story. Jürgen Fechter ist von Anfang an der flottere der beiden Diesel-Golf. Im Rennen selbst ist er ab dem zweiten Run alleine unterwegs. Nachdem Karl-Heinz Meurer die Segel streichen musste, fährt Jürgen solo zum Klassengewinn.

In der Abteilung von 2000 bis 3000 Kubikzentimeter gibt der Renault Williams Wiebe Laguna von Hans-Peter Wiebe den Ton an und das Tempo vor. Er gewinnt mit großem Vorsprung vor Thomas Ostermann im BMW E30 Hartge (P2) und Hans-Alfred Waldbach mit seinem Peugeot 207 WRC auf der Drei. Klassenrang vier geht an Werner Walser in der Kadett Limousine. Thomas Ostermann darf sich zusätzlich über den 3-Liter KW 8V-Trophy Sieg freuen, Werner Walser wird in dieser Disziplin am Schottenring Zweiter.

Bleiben noch zwei Klassen: Die E1 über 3000 Kubikzentimeter und die E2-SH. Der Einfachheit halber möchte ich diese zusammenfassen, dazu auch das Ranking Over-All. Herbert Stolz, der Schotten-Gesamtsieger von 2013, wird im Porsche 935 DP II als Top-Favorit gehandelt. Dieser Rolle wird er zunächst voll gerecht, im Training und im ersten Rennheat sorgt er für die Bestzeiten, bleibt mit 1:19,160 als einziger Fahrer unter der 1:20er Marke. In der zweiten Auffahrt ist die Show dann vorüber, Herbert muss den Porsche unterwegs abstellen. Nun ist wieder richtig Pfeffer drin. Holger Hovemann ist jetzt im über den Winter erleichterten, verbesserten und erstarkten Opel Kadett GTR Risse V8 Gesamt-Führender, liegt 2,459 Sekunden vor Peter Naumann und deren 4,504 vor Roman Sonderbauer. Da bleibt kein Platz für Fehlerchen, kein Spielraum zum Gas raus nehmen, keine Zeit zum Zurücklehnen und Durchatmen. Holger wirft all seine Routine und seinen Speed aus sieben KW Berg-Cup Gesamtsiegen in die Waagschale, agiert weiterhin schnell und souverän, sprintet am Schottenring zum Triumph Over-All. Damit belohnt er sich selbst, Norbert Vornholt und seine treuen Hamburger Jungs für alle Mühen und den vollen Einsatz in Sachen XXL-Kadett. Abgesehen vom aktuellen Erfolg bleibt ganz objektiv fest zu halten: So nahe war Holger noch nie an den Stolz-Zeiten dran, er hat erstmals auch alle 2-Liter ex-Kollegen im Griff. Was beweist, dass über den Winter in die absolut richtige Richtung gearbeitet wurde. Gratulieren wir herzlich und drücken wir die Daumen zu weiteren Maxi-Erfolgen!

Beglückwünschen wir aber auch Peter Naumann und Roman Sonderbauer zu Platz zwei und drei der Gesamtwertung. Peter und Roman sind am Schottenring die erfolgreichsten Division I Tourenwagen-Piloten. Dritter im Bunde der „Production-Cars“ ist Dieter Rottenberger noch vor dem Zweiten der E2-SH Abteilung, Alex Hin im Silhouetten Opel Kadett GT/C auf Gesamtrang fünf, der in Schotten mit einem Bruch des Auspuffkrümmers hadert.

Und schwupps, bevor wir uns versehen haben, ist das erste Drittel der 28. KW Berg-Cup Saison schon gelaufen. Die Entscheidungen sind eingeleitet, aber noch lange nicht gefallen. Von mir aus kann das noch gerne bis zum KW Berg-Cup Finale Ende September im österreichischen St. Agatha so bleiben. Zuvor aber freuen wir uns auf das 20. ADAC Ibergrennen in Heilbad Heiligenstadt (26. bis 28. Juni) mit seinem ganz besonderen Fahrerlager-Flair, wo zum Renn-Jubiläum viele Überraschungen und Highlights auf uns warten. Dann geht die Route weiter zum 42. Homburger ADAC Bergrennen vom 10. bis zum 12. Juli, bei dem wir die rasanten Taxifahrten von Porsche Werkspilot Timo Bernhard im bärenstarken 911 GT3 miterleben wollen. Anschließend wird es so richtig international. Die mit FIA Prädikaten geschmückten Events Glasbachrennen und das Bergrennen Osnabrück warten Ende Juli sowie Anfang August auf uns. Alles tolle Termine, findet ihr nicht? Also ich werde hinfahren, werde mir nichts entgehen lassen. Macht’s doch genauso, dann sehen und hören wir uns spätestens alle zwei Wochen. Ich freue mich darauf!

Foto - Harald Jordan - rennfotos.de

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

IronForce by RING POLICE startklar für ADAC GT Masters

IronForce by RING POLICE ist bereit für das ADAC GT Masters. Drei Tage vor dem offiziellen Vorsaisontest in der Motorsport Arena Oschersleben hat der Rennstall das auffällige Design für seinen Porsche 911 GT3 R vorgestellt, mit dem Lucas Luhr (38/Ermantingen) und Jan-Erik Slooten (33/Jülich) erstmals in der "Liga der Supersportwagen" antreten werden. Alle 14 Saisonrennen des ADAC GT Masters werden auch 2018 von SPORT1 live und in voller Länge übertragen.
 
Der "Elfer" des Rennstalls aus Erkelenz wird mit seiner schwarz-weißen Beklebung, die durch bunte Farbakzente ergänzt wird, auf den sieben Rennstrecken des ADAC GT Masters für Aufsehen sorgen. Initiiert wurde das Projekt von Jan-Erik Slooten, der sich das Auto mit dem ehemaligen FIA-GT1-Weltmeister, ALMS-Champion und zweimaligen Sieger des ADAC Zurich 24h-Rennens Lucas Luhr teilt, und TV- und YouTube-Star JP Kraemer - beide große Motorsportenthusiasten. Sie entschlossen sich, sich zusammenzutun und ihre Teams und Kompetenzen einzubringen. Slooten stellt als Geschäftsführer von Team RING POLICE seine Crew und seine Motorsporterfahrung zur Verfügung, während Medienprofi Kraemer als Geschäftsführer von JP Performance mit seiner Reichweite den Zugang zur Fanbase und zu den Sponsoren ermöglicht. Ziel ist es, gemeinsam als Team IronForce Professionalität, Nahbarkeit und Spaß im Motorsport zu verbinden. Die Debütsaison im ADAC GT Masters hat IronForce by RING POLICE unter das Motto "Make Motorschpocht great again" gestellt.
 
Seinen ersten öffentlichen Auftritt hat IronForce by RING POLICE in der kommenden Woche beim offiziellen Vorsaisontest des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben. In der Saisonvorbereitung absolvierte das Team bisher schon Testfahrten in Südeuropa. "Ich freue mich auf die große Herausforderung ADAC GT Masters und auf die nächste Woche mit den Testtagen in Oschersleben", so Jan-Erik Slooten. "Dort treffen wir erstmals auf die diesjährigen Konkurrenten. Es ist toll, dort viele alte Freunde wiederzusehen und die anderen Teams und Fahrer kennenzulernen. Es werden auf jeden Fall sehr besondere Tage für mich."

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Honda setzt im ADAC GT Masters auf Schubert Motorsport

Debüt für Honda im ADAC GT Masters. Für ihre Premierensaison haben die Japaner das Honda Team Schubert Motorsport als Einsatzmannschaft des NSX GT3 gewinnen können. Pilotiert wird dieser von den Youngstern Christopher Dreyspring (19/Nürnberg) und Giorgio Maggi (20/CH). Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.
 
Schubert Motorsport kehrt damit nach einem Jahr Pause ins ADAC GT Masters zurück. Die Mannschaft rund um Teamchef Torsten Schubert setzt 2018 erstmals auf den Honda NSX GT3. Das Team ist in der Serie seit Jahren eine feste Größe und das dritterfolgreichste Team in der Geschichte des ADAC GT Masters. 2010 stieg die Mannschaft in die Serie ein und holte mit verschiedenen BMW-GT3-Modellen zehn Siege sowie sechs Pole-Positions und gewann 2015 die Teamwertung.
 
Teamchef Torsten Schubert, Teammanager Frank Link und Geschäftsführer André Schubert haben das Kernziel für die Saison klar definiert: den Honda NSX GT3 weiterzuentwickeln und von Anfang an vorne mitzukämpfen. "Ich freue mich auf die spannende Herausforderung, die wir gemeinsam mit Honda in Angriff nehmen werden", sagt André Schubert. "Das Auto ist neu und die Weiterentwicklung wird keine leichte Aufgabe. Dessen sind wir uns bewusst. Gleichzeitig ist ein solcher Schritt immer besonders, und ich spüre im gesamten Team jetzt schon die Vorfreude auf die kommende Saison. Unsere beiden Fahrer sind neu im ADAC GT Masters, haben uns aber mit ihren bisherigen Leistungen überzeugt. Unsere Zielsetzung mit den beiden Rookies ist klar: Wir wollen den Titel in der Junior-Wertung gewinnen."

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Timo Scheider startet für BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters

Der zweimalige DTM-Champion Timo Scheider (39/Lochau) bildet die Speerspitze im Fahreraufgebot des BMW Team Schnitzer im ADAC GT Masters. Als Teamkollegen kommen in den beiden BMW M6 GT3 des bayerischen Rennstalls die BMW-Motorsport-Junioren Mikkel Jensen (23/DK) und Dennis Marschall (21/Eggenstein-Leopoldshafen/D) sowie der Schwede Victor Bouveng (21) zum Einsatz. Die "Liga der Supersportwagen" trägt vom 13.-15. April in der Motorsport Arena Oschersleben ihren Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen. 

"Timo Scheider, die BMW-Motorsport-Junioren und das BMW Team Schnitzer: Diese Kombination ist genial", sagt BMW-Motorsport-Direktor Jens Marquardt. "Das BMW Team Schnitzer ist eine Institution im internationalen GT-Sport und blickt auf eine lange Erfolgsgeschichte zurück. Bereits im vergangenen Jahr hat das Team bewiesen, dass es auch im hochkarätig besetzten ADAC GT Masters um den Titel fahren kann. Timo Scheider ist aufgrund seines Fahrkönnens und seiner Persönlichkeit eine große Bereicherung für die Rennserie und ein Vorbild für unsere jungen Fahrer. Unsere aktuellen Junioren bekommen nun die Chance, sich mit den Besten zu messen und von ihnen zu lernen. Der Einsatz im ADAC GT Masters ist auf ihrem Weg an die Spitze ein wichtiger Schritt. Ich freue mich riesig darauf, die ganz sicher aufregende Saison zu verfolgen."
 
Mit dem Fahrerquartett setzt das BMW Team Schnitzer auf eine Mischung aus Erfahrung und vielversprechenden Talenten. Timo Scheider gewann 2008 und 2009 die DTM und bestreitet in diesem Jahr seine erste Saison im ADAC GT Masters. Der Deutsche teilt sich das Auto mit Mikkel Jensen. "In meinem zweiten Jahr bei BMW freue ich mich sehr darauf, mit einem großartigen Team wie Schnitzer eine komplette Saison zusammenarbeiten zu können", sagt Scheider. "In Mikkel Jensen habe ich einen jungen und motivierten Teamkollegen an meiner Seite. Ich bin mir sicher, dass wir voneinander profitieren und Erfolg haben können. Als ehemaliger BMW-Junior liegt mir die Förderung junger Talente sehr am Herzen, nicht zuletzt deshalb hatte ich in der Vergangenheit auch mein eigenes Nachwuchs-Kart- und ADAC Formel 4-Team. Ich würde mich freuen, auch Mikkel und den anderen mit meiner Erfahrung weiterhelfen zu können."

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