„Herzlichen Glückwunsch, super gemacht, toller Job!“ Das ist die klare Botschaft an die Macher des MC Heilbad Heiligenstadt und ihre Helfer. Die mit ihrem 20. ADAC Ibergrennen vom 27. bis zum 29. Juni eine gelungene Jubiläumsedition inszenierten. Eine mit Wohlfühlambiente rundum. Beginnend mit äußerst fahrerfreundlichen 130 Euro Nenngeld über das vergrößerte Fahrerlager mitten in der Stadt samt Livemusik gegenüber der Pizzeria Alex am Samstagabend bis hin zum sportlichen Ablauf an beiden Tagen gibt es einstimmig ein „Daumen hoch“. Das ausgewogene Konzept und die gute Arbeit der Vorjahre wurden gleich doppelt belohnt. Mit 150 Nennungen, die zu 96 Prozent aus dem echten Racing-Bereich kamen. Das ist Iberg-Rekord! Den Rest der Teilnehmer bildeten sechs Elektro- und Hybridfahrzeuge, die eine GLP absolvierten und das Interesse der Medien am Hill Climbing durchaus erhöhten. So war sogar der MDR mit einem Kamerateam vor Ort, zeichnete auf und berichtete im TV. Und das nicht nur über E-Autos, sondern natürlich auch von den Rennern mit Benzin- und Dieselmotoren.

Sehr rekordverdächtig war auch die Zahl der Fans und Zuschauer, die in Scharen ins malerische Heilbad Heiligenstadt gereist waren, um zusammen mit den Fahrern und deren Teams die 20. Iberg Ausgabe gebührend und teilweise auch echt ausdauernd zu feiern.  

Zu Beginn der Probedurchgänge präsentierte sich die 2,05 Kilometer lange Strecke des Holzweges nass. In der zweiten Sitzung besserten sich die Verhältnisse, waren danach in Auffahrt drei für die erste, bis zu den verbesserten 1600ern reichenden Startgruppe sehr gut, ließen schnelle Fahrten zu. Als sich die 2-Liter im Vorstart sammelten, setzten erneut Niederschläge ein. Startgruppe zwei tauchte daraufhin im Fahrerlager unter, ein Teil davon ersparte sich den fälligen Wechsel auf profilierte Reifen, genehmigte sich einen früheren Feierabend. Der Rennsonntag ging auf komplett trockener Piste bei angenehmen Temperaturen über die Bühne. Bot besten Sport mit viel Spannung und brachte zum Teil überraschende Resultate. Ganz nach dem Motto „zusammen gezählt wird ganz zum Schluss!“ Was das im Klartext heißt, wollen wir nun gemeinsam betrachten – wie immer Klasse für Klasse und in der Reihenfolge des Rennprogrammes.

Also steigen wir ein mit dem NSU-Bergpokal, der am Iberg mit 12 Teilnehmern stark vertreten ist. An der Spitze bestimmt ein Trio das Geschehen. Dieses wird gebildet aus Rekordsieger Steffen Hofmann, Thomas Krystofiak und Frank Kleineberg. Die in der genannten Reihenfolge sowohl im Training für die schnellsten Zeiten sorgen als auch nach dem Rennen auf dem Podium stehen. Allerdings ist die Entscheidung um den Sieg spannend wie selten. Denn nach dem ersten Run liegt Steffen lediglich eine einzige Hundertstelsekunde vor Thomas. In diesem Stil machen die beiden weiter, Thomas folgt in Steffens Windschatten dichtauf. In Heat zwei vergrößert Steffen seinen Vorsprung minimal, er beträgt nun 0,27 Sekunden. Das Tempo an der Spitze ist hoch, in der dritten Auffahrt knackt Steffen sogar die 1:10er Schallmauer, knallt 1:09,776 auf den Asphalt, liegt nun 0,729 Sekunden vorne. Dass dies bereits der Klassensieg ist, weiß Steffen da noch nicht. Erst etwas später beschließt Rennleiter Kevin Ferner, es bei drei Wertungsläufen zu belassen. Dies völlig zu Recht, wie sich im weiteren Verlauf noch herausstellen wird. Thomas Krystofiak steigt als Zweiter mit auf das NSU Podest, Frank Kleineberg als Dritter. Uwe Schindler, der NSU-Bergpokal Gewinner von 2009 und 2013, wird am Iberg Vierter, Lukas Hofmann nach längerer Rennpause Fünfter. Auch im Mittelfeld wird beinhart und mit Minimalabständen um die Positionen gefightet. Lasst uns deshalb hier die Top-Ten komplettieren: Sie werden gebildet von Horst Fleischer (P6), Walter Voigt (P7), Mike Vogel (P8), Leo Rabus (P9) und Wolfgang Schwalbe auf der Zehn.

In der 1,15-Liter Klasse der gemeinsam gewerteten Gruppen H/FS/E1 ist erstmals in der aktuellen Saison auch Robert Bauer mit seinem 16-Ventiler Polo dabei, dazu die Gaststarter Torsten Voit (Fiat Cinquecento) und Tobias Klimsa im VW Polo. Bereits in den Übungsdurchgängen diktieren die zwei 16V’s das Tempo. Robert Bauer setzt die Bestzeit, 1,716 Sekunden vor Thomas Stelberg im Schneider Polo Coupé. Bernd Deutsch fährt seinen Schneider Audi 50 auf Position drei, ist damit schnellster Pilot mit 8-Ventil Motor. Im Rennen ist das Bild ganz an der Spitze unverändert, nur der Abstand ist kleiner geworden: Robert Bauer liegt 0,754 Sekunden vor Thomas Stelberg. Dieser leistet keine große Gegenwehr. Stets kaufmännisch kalkulierend und weit voraus schauend, hatte er seine Marschroute bereits am Freitag abgesteckt. „Wenn Robert von Anfang an schneller ist, dann werde ich ihn im Hinblick auf die Jahreswertung ziehen lassen und mich auf das Erreichen von Iberg-Platz zwei konzentrieren. Robert fährt nicht alle Rennen, er ist über die Saison gesehen nicht unser Hauptkonkurrent.“ Tobias Stegmann kommt im Training nicht über Rang neun hinaus. Damit kann er sich nicht anfreunden, er sinnt auf Verbesserung. Die schafft er auch, und wie! Nach dem ersten Durchgang wird er als Dritter geführt. Allerdings sitzt ihm Jürgen Heßberger im Fiat 127 Martini Racing dicht auf der Pelle. Es geht um vier Zehntel. Fünfter ist Tobi Klimsa, der sich am Iberg pudelwohl fühlt und trotz längerer Berg-Abstinenz ganz offensichtlich nichts verlernt hat. Im weiteren Verlauf werden die Positionen gehalten, dabei die Abstände in kleinen Schritten ausgebaut. Klassengewinn also für Robert Bauer vor Thomas Stelberg auf P2. Als Dritter ist Tobi Stegmann zugleich der 1150er KW 8V-Trophy Sieger. Im Fiat 127 Sport Martini Racing fährt Jürgen Heßberger auf Klassenrang vier (8V-P2), Nordmann Tobias Klimsa wird starker Fünfter. Hoffentlich hat das bei ihm Appetit auf mehr gemacht! Da Tobi Klimsa dieses Jahr nicht im KW Berg-Cup eingeschrieben ist, lautet die weitere Reihung der 8V’ler: Sonderwertungsplatz drei für Bernd Deutsch, Rang vier für Jörg Eberle und seinen Fiat 127 Super. Fünfte wird Silvia Ebenhöh auf ihrem VW Polo Weißdorn-Racing.

In Abwesenheit von Franz Weißdorn stellt sich die Frage nach dem 1,4-Liter Sieger nicht wirklich. Meint man zumindest. Aber erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Doch der Reihe nach. Top-Favorit Armin Ebenhöh übt nur zweimal, knallt dennoch im Minichberger Scirocco 16V eine überlegene Bestzeit auf den Holzweg. Dahinter folgt ein absolut bedingungslos Vollgas gebendes 8-Ventiler Trio. Bestehend aus Frank Duscher (TP2), Frank Lohmann (TP3) sowie Youngster Marcel Hellberg als Viertem. Alle sind sie auf VW Polo unterwegs. Muss eigentlich noch erwähnt werden, dass die drei in einem Zeitfenster von 0,783 Sekunden zusammen liegen? Hm, ich denke ja, weil‘s einfach so schön ist! Thomas Pröschel ist im 16V  Schneider Polo Trainingsfünfter, liegt seinerseits 0,286 Sekunden hinter Marcel. Das Rennen beginnt so, wie der Probetag endete. Armin Ebenhöh fliegt vorne einsam auf und davon. Frank Duscher ist weiterhin Zweiter, allerdings hat sich Frank Lohmann (P3) bis auf 15 Hundertstel an ihn heran gezoomt. Mit knapp einer Sekunde Rückstand ist Marcel Hellberg Vierter, 74 Tausendstel mehr braucht Thomas Pröschel (P5) für seinen ersten Run. Die Auseinandersetzung um die Plätze 2 bis 5 steht im Fokus, ganz an der Spitze ist ja eh alles klar. Denkt man. Als Armin Ebenhöh im zweiten Run an der Startampel steht, hat Frank Lohmann gerade Frank Duscher überholt. Selbiges hat Thomas Pröschel mit Marcel Hellberg getan. Die Ampel zeigt nun grün für Armin, der Motor dreht hoch, der Scirocco setzt sich in Bewegung. Allerdings nur kurz, eine Antriebswelle will bei dem schönen Wetter nicht länger den Holzweg hoch geprügelt werden, verweigert die weitere Mitarbeit. Und schon ist aus dem Fight um die Positionen 2 bis 4 der Kampf um den Klassensieg und die weiteren Plätze auf dem Podium geworden. Das Leaderboard zeigt nun Frank Lohmann auf der Eins, Frank Duscher auf der Zwei und Thomas Pröschel auf der Drei. Thomas liegt 1,73 Sekunden hinter dem Führenden. Kann er mit einem fulminanten Schlussspurt die 16V-Klassenehre retten? Nichts ist unmöglich, wir wissen, zusammengezählt wird ganz zum Schluss. Doch es kommt wieder anders. Denn während Thomas im dritten Heat etwas Zeit einbüßt, ist Marcel Hellberg gleichmäßig schnell unterwegs. Und zieht so wieder an Thomas vorbei. In der Endabrechnung geht es um ganze 48 Tausendstel zwischen den beiden. Und so sind das 1,4-Liter Klassen- und das KW 8V-Podium gleich besetzt. Auf die höchste Stufe des Gewinners steigt Frank Lohmann. Frank Duscher begleitet ihn als Zweiter, Marcel Hellberg als Dritter. Thomas Pröschel bleibt Ehrenplatz vier. Fünfter wird Nils Abb im Schneider Polo (8V-P4), Sechster Markus Hülsmann auf seinem VW Golf (8V-P5).

Die 2015er Iberg-Story der 1,6-Liter lässt sich relativ schnell erzählen. Oberflächlich betrachtet zumindest. Denn auf den Positionen eins bis sechs gibt es vom Übungs-Endstand über alle Rennheats bis hin zum finalen Ergebnis keine Veränderungen. Zumindest was die Reihung anbelangt. Langweilig? Keineswegs! Denn es gibt viele beachtens- und berichtenswerte Details. Denn das Niveau ist hoch, die Zeiten sind schnell. Gewinner André Stelberg liegt im VW Schneider RSB Corrado zu keinem Zeitpunkt mehr als 1,324 Sekunden vor dem Zweitplatzierten, Manfred Schulte auf seinem Citroen Nemeth AX Kit-Car. Ähnlich gestaltet sich der Fight zwischen den Youngstern Sven Koob und Andy Heindrichs um den dritten Podestplatz. Im ersten Run ist Sven im Fiat Uno 16V um 43 Hundertstel schneller im Ziel als Andy im Opel Schneider Corsa 16V. In der zweiten Auffahrt ist Andy um 63 Tausendstel eher oben. Im dritten Heat kann dann Sven seinen Vorsprung wieder leicht auf den Endstand von 0,579 Sekunden ausbauen und damit Rang drei sichern. Andy Heindrichs wird Vierter. Wolfi Glas, der seinen neu erworbenen VW Golf 20-Ventiler erstmals am Berg ausführt, holt sich Platz fünf. „Die ersten Meter mit dem Golf waren schwierig, ich brauchte die komplette Fahrbahnbreite. Zudem ging gleich am Start zum ersten Lauf im Training eine Antriebswelle kaputt. Eine Fahrt mehr wäre mir schon sehr entgegen gekommen. Aber es geht besser und besser, ich kann das Fahren jetzt schon richtig genießen.“ Seine Worte unterstreicht er mit einem breiten Grinsen, das vermutlich rundumlaufend ausgefallen wäre, wenn es da nicht gewisse natürliche Grenzen geben würde. Den 1600er KW 8V-Trophy Siegerpokal sichert sich Benedikt Schulte im Citroen AX Sport, der sich dringend mehr 8-Ventiler in seiner Klasse wünscht. Um noch mehr Spaß zu haben und mehr Wettbewerb unter Autos mit vergleichbarer Technik.

In der Regel geht es hier nahtlos mit den 2-Litern weiter. Für den Iberg scheint hier eine kleine Anmerkung angebracht. Denn mit den 1600ern ist die erste Startgruppe zu Ende. Deren Teilnehmer wussten während des dritten Gipfelsturms hinauf zum Forsthaus noch nicht, dass ihr dritter Run zugleich der letzte sein würde. Denn die Entscheidung darüber wurde zum Ende ihrer Gruppe kommuniziert. Also waren nur die nachfolgenden Klassen schon vor ihrem jeweiligen Start informiert. Ob sich die Vorfälle auf der Strecke – die sich bis dahin in engen Grenzen gehalten hatten – deshalb ausweiteten, kann nur vermutet werden. Aber definitiv wurden mehr Unterbrechungen nötig.

Die Jungs auf den ersten zehn Positionen der imaginären Startaufstellung übten mit einer einzigen Ausnahme nur zweimal. Die Pole Position ist die Angelegenheit von Peter Naumann im VW Polo Super Charger. Dirk Preisser kommt im Opel Kadett C-Coupé als Zweiter bis auf 14 Hundertstel an Peter heran. Dritter ist im BMW 318i E36 STW Dieter Rottenberger. Er benötigt für die 2,05 Kilometer 6 Tausendstel weniger als Patrick Orth auf seinem BMW Frank 320 iS (TP4). Auf der Fünf taucht das über den Winter nochmals verbesserte C-Coupé von Edmund Bodenmüller auf. Noch vor dem Ziegler Kadett seines Spezis Roman Sonderbauer (TP6). Gaststarter Marco Fink ist im BMW 320si WTCC Siebter, der Oberösterreicher Nicolas Reiter (Ford Escort MK1) Achter. Stefan Glass ist auf der Neun mit dem Ford Escort Lotus Twin Cam schnellster 8V’ler, im Minichberger Golf 1 STW sorgt Egidio Pisano für die zehntschnellste Zeit. Bei den 8-Ventilern ist Bernd Ehrle im Krause Kadett Übungs-Zweiter, BMW 2002 Pilot Christian Auer Dritter vor Golfer Christian Dümler und Johann Hatezic im Opel Ascona B. Konzentrieren wir uns in den Rennläufen auf die Top-Fünf, bei denen Abwechslung an der Tagesordnung ist. Mit Ausnahme der Spitze allerdings. An dieser agiert Peter Naumann absolut souverän, fährt eine blendende Serie von Laufbestzeiten, baut seinen Vorsprung kontinuierlich aus, gewinnt am Ende 2,478 Sekunden vor dem Zweitplatzierten. Das ist nach Run eins Roman Sonderbauer, 5 Hundertstel vor Dirk Preisser auf P3. Drei Zehntel zurück folgt Dieter Rottenberger als Vierter, hält den Fünften, Patrick Orth, exakt 149 Tausendstel hinter sich. Im zweiten Heat ist Roman leicht übermotiviert, geht die vorletzte Kurve zu optimistisch an, steht in der Folge quer, muss zurück schalten. Das kostet rund eine Sekunde, Roman verliert zwei Plätze, ist nun Vierter. Dirk Preisser ist der neue Zweite, 6 Hundertstel vor Dieter Rottenberger auf P3. Patrick Orth bleibt Fünfter, ist aber jetzt bis auf 74 Tausendstel an Romans Kadett-Heck dran. Der Finallauf beginnt. Während Roman mit persönlicher Bestzeit wieder sehr stark unterwegs ist, hat nun Dirk die schlechte Karte gezogen, rutscht von zweimal 1:01 Mitte auf 1:02,271 ab, findet sich danach im Endstand auf der Vier wieder. Dieter sprintet konstant schnell zu Platz zwei, Roman steht als Dritter mit auf dem Siegerpodest. Die Ränge zwei bis fünf sind nur durch 0,742 Sekunden getrennt. Auf den Plätzen fünf bis acht gibt es während des ganzen Rennens keine Änderungen. Youngster Patrick Orth ist Fünfter, Marco Fink Sechster. P7 ist die Angelegenheit von Rainer Schönborn im 1er Golf 16V, auf P8 hat sich Egidio Pisano festgesetzt. Andreas Kokor fährt im Ford Escort MK1 noch bis auf die Neun nach vorne, Zehnter wird Stefan Glass. Womit wir bei der 2-Liter KW 8V-Trophy angelangt sind, die sich am Iberg bärenstark und ultra spannend präsentiert. Der erste Führende heißt Christian Dümler. Er setzt sich um 54 Tausendstel vor den Zweiten. Das ist Stefan Glass, der sich 15 Hundertstel vor Christian Auer auf der drei behaupten kann. 0,714 Sekunden hinter dem BMW 2002 ist Bernd Ehrle Vierter, Fünfter im Bunde ist Johann Hatezic. Im zweiten Run rutscht Christian Dümler um 187 Tausendstel hinter den konstanten Stefan Glass zurück, behauptet sich aber 7 Hundertstel vor Christian Auer. Auf den Positionen vier und fünf in Rot ändert sich nichts. Stefan Glass ist rundum happy. „Die Leistungsdichte bei den 2-Liter 8-Ventilern ist enorm hoch. Man sieht es am Niveau der Zeiten. Keiner von uns sieht eine Möglichkeit noch massiv zuzulegen.“ Die dritte und letzte Auffahrt steht an. Christian Dümler setzt auf Attacke, touchiert die Leitplanke, fällt auf Endrang drei zurück. Derweil setzt Christian Auer in 1:04,247 die schnellste Zeit der 8V’ler an diesem Iberg-Wochenende, kommt mit dieser noch bis auf 9 Tausendstel an den Sieger Stefan Glass heran, ist final Zweiter. Damit ist die Action aber noch nicht vorbei. Bernd Ehrle geht in der Zielkurve die Straße aus, seine Schlussattacke endet in der Leitplanke. Johann Hatezic rückt auf die Vier nach vorne, Fünfter der Sonderwertung wird Bernhard Lang im Ford Escort RS 2000 Spezial. Fazit: Das Level der KW 8V-Trophy ist enorm hoch, freuen wir uns auf die nächsten Rennen!

Drei Selbstzünder bereichern das Iberg-Geschehen. Jürgen Fechter ist im VW Golf V R-TDI tonangebend, sorgt stets für die schnellsten Zeiten und gewinnt schlussendlich locker. Obwohl die Dieselklasse klar strukturiert scheint, so hat sie doch ihre Aha-Momente. Karlheinz Meurer legt sich in Probelauf zwei im Zielbereich mit der Leitplanke an. Das nehmen ihm die Spurstange sowie einige weitere Weichteile übel. Aber im Fahrerlager kann der Golf zum Weitermachen überredet werden. Karlheinz pilotiert den schnell reparierten Renner auf Platz zwei. Auch Sepp Koller, der Senior des Feldes, hält nichts von Zurückhaltung, sondern gast mächtig an. Im zweiten Run dreht er sich mit dem Alfa Romeo 147. Setzt die Fahrt aber aus eigener Kraft fort, ist unerschrocken auch in der dritten Auffahrt dabei. Respekt, einfach toll! Also bitte tiefe Verneigung vor dem großen Routinier aus Bad Gögging, meine Damen und Herren.

Lokalmatador Markus Wüstefeld spielt mitsamt seinem ex-DTM Mercedes Benz AMG EVO II die Hauptrolle in der Abteilung von 2000 bis 3000 Kubikzentimeter. Kontrolliert das Geschehen locker von der Spitze aus. Bis zum Rennende hat er satte 6,57 Sekunden zwischen sich und seinen nächsten Verfolger gelegt. Da die Sache mit dem Class-Winner klar geregelt ist, wird umso mehr um die weiteren Podestplätze gekämpft. Wie im Training belegt Bernhard Permetinger aus dem Salzburger Land nach Run eins im BMW M3 E30 Rang zwei. Auf der Drei meldet sich nun Hans-Peter Wiebe im Renault Williams Wiebe Laguna aus der BTCC zu Wort, ihm fehlen 0,376 Sekunden auf Bernhard. Als Vierter fliegt der Engländer Keith Murray im Audi 80 Turbo mit viel Einsatz den Berg hinauf. Im zweiten Lauf werden die Plätze zwei und drei getauscht. Hans-Peter ist nun neuer Zweiter, knapp 6 Zehntel vor Bernhard, an den sich Eschdorf-Klassensieger Keith Murray bis auf 0,335 Sekunden heran gerobbt hat. Keith hat sich nun mit dem Holzweg bestens angefreundet, schaltet in den absoluten Angriffsmodus um, stürmt die 2,05 Kilometer starke 1,06 Sekunden schneller hinauf als jemals zuvor. Mit seinen 1:03,001 zieht er im Endspurt um 107 Tausendstel an Bernhard Permetinger vorbei auf Rang drei, steht auf dem Iberg-Podium. Bernhard bleibt Position vier, Ralf Iwan wird im Opel Kadett Fünfter. Der „Überliter“ KW 8V-Trophy Siegerpokal geht an Thomas Ostermann im BMW E30 Hartge.

Die Klasse über 3-Liter der verbesserten Tourenwagen dezimiert sich am Iberg so lange selbst, bis nur mehr ein Alleinunterhalter übrig bleibt. Herbert Stolz lässt seinen Porsche 935 DP II in der Garage, der am Schottenring kollabierte Motor befindet sich noch in der PS-Klinik. Englands Keith Edwards wird von einem heftigen Triebwerksdefekt gleich nach dem Start zum ersten Probegalopp gestoppt, muss den spektakulären Audi Quattro Sport S1 unverrichteter Dinge aufladen. Am Renntag ist auch Norman Struckmann mitsamt seinem Cossie von der Bildfläche verschwunden. Übrig bleibt einzig und allein Norbert Handa. Aber auch dessen Lancia Delta Integrale macht Mucken, produziert Aussetzer. Erst im letzten Run läuft er einigermaßen rund. Den Sprung unter die 1-Minuten Schallmauer ermöglicht die leicht zickige italienische „Bella Macchina“ ihrem Chauffeur an diesem Wochenende aber nicht. 1:00,926 in Lauf drei ist die beste Zeit, die Norbert realisieren kann.

Bleiben uns noch die E2-SH Silhouetten Renner. Bei denen kein Weg an den DTM Autos der neueren Generation vorbei führt. Im Training ist Rekordmeister Norbert Brenner im Opel Vectra V8 DTM mit Riesenvorsprung der schnellste Akteur. Vor Klaus Hoffmann im Opel Astra V8 DTM und Alexander Hin im „Gruppe CN“ Kadett GT/C. Holger Hovemann im V8 Risse Kadett GT/R und der aus der Steiermark mit seinem 911,8 PS leistenden Porsche GT2 RSR angereiste Herbert Pregartner sind am Ende des Übungs-Samstages auf den Rängen vier und fünf fast gleich flott den Iberg hinauf gedonnert. Mit einem 106-Tausendstel Vorteil für Holger. Der Sonntag schreibt seine eigene Geschichte. Die Mannschaft von Norbert Brenner schafft den Rückbau vom Regen- zum Trocken-Setup nicht wie gewünscht. Klaus Hoffmann setzt sich an die Spitze, fährt unangefochten zum Klassensieg vor Norbert Brenner (P2). Nach der ersten Auffahrt ist Schottenring Gesamtsieger Holger Hovemann Dritter, liegt 102 Tausendstel vor Herbert Pregartner auf der Vier. Im zweiten Run gelingt Herbert der Sprung unter die 1-Minuten Marke. Dieser bleibt Holger noch verwehrt. Dies zieht den Platzwechsel nach sich, der bis zum Rennende Bestand hat. Dritter wird also der Gast aus Österreich, Holger bleibt die Vier. Und der Trost, in zwei Heats etwas schneller unterwegs gewesen zu sein als der Porsche-Pilot. Im letzten Heat bleiben auch für Holger die Uhren vor dem Vollenden einer kompletten Zifferblatt-Umrundung stehen. 59,913 Sekunden, das ist sein Iberg Topwert. Platz fünf sichert sich Andreas Kuster im TracKing RC 01 mit der Mercedes Verkleidung knapp vor Alexander Hin (P6) und dem Engländer Mike Manning im böllerartig knallenden Ford Puma Turbo als Siebtem.

Der gewohnte Blick auf das Abschneiden der KW Berg-Cup’ler im Rahmen des Gesamt-Rankings entfällt heute leider. Denn ein Protest gegen den verwendeten Sprit eines Rennsportfahrzeuges konnte nicht vor Ort entschieden werden. Die aus dem Tank entnommenen Proben bedürfen der Analyse im Labor, das kann dauern. Die Gesamtwertung ist bis dahin ausgesetzt. Dies gilt allerdings nicht für die Tourenwagen der Division I. Hier gratulieren wir Peter Naumann zum Sieg im VW Polo G40 16V vor Markus Wüstefeld im AMG Mercedes und Dieter Rottenberger im STW BMW. Peter Naumann hat am Iberg seine Doppelführung im KW Berg-Cup und in der Deutschen Automobil Berg-Meisterschaft der Tourenwagen ausgebaut. Aber Vorschusslorbeeren will er nicht. „Die Saison ist noch lang. Sicher, im Moment läuft es sehr gut bei mir. Aber auch die noch ausstehenden Rennen müssen ohne Fehler und technische Probleme über die Bühne gehen“ bleibt Peter bescheiden und mit beiden Füßen fest auf dem Boden. Bea Flik gewinnt im Renault Megane Cup den Damenpokal. Dazu einen weiteren Ehrenpreis, auf den wir noch zurückkommen werden. Versprochen!

Puh, was für ein langer Bericht! Hoffentlich ist er nicht zugleich auch noch so „lang“-weilig, dass ihr gar nicht bis hierhergekommen seid. Den ausdauernden Lesern sei Dank. Ihnen wird hier jetzt auch verraten, dass noch lange nicht alle Iberg Facts und Vorkommnisse erwähnt wurden. Diese werden an „Radio Fahrerlager“ delegiert. Also bleibt auf Empfang! Der KW Berg-Cup Iberg-Report zeigt aber schon mal auf, dass dort sehr viel los war. Und dass es besten Sport gab, in allen Klassen und Sonder-Rankings. Davon begeistert freuen wir uns auf die nächsten Events der 28. KW Berg-Cup Saison. Die weitere Route führt uns vom 10. bis zum 12. Juli nach Homburg, wo wir Porsche Werkspilot Timo Bernhard als ultraschnellen Taxifahrer erleben werden. Am 25. und 26. Juli messen wir uns im Rahmen des EBM-Laufes am Glasbach mit der europäischen Elite der Berg-Cracks. Und nur eine einzige Woche später wird es in Osnabrück ebenfalls viele internationale Starter mit spektakulären Autos zu sehen geben. Also nehmt euch nicht zu viel vor in der nächsten Zeit. Außer zum KW Berg-Cup und zum NSU-Bergpokal zählende Rennen zu verfolgen natürlich. Das wollte ich damit sagen. Vielleicht sehen wir uns ja bei einer oder sogar mehreren der nächsten Stationen. Oder hören uns über Radio oder Internet. Wie bitte, darüber wollt ihr mehr wissen? Dann achtet doch bitte ganz genau auf die Meldungen von „Radio KW Berg-Cup Fahrerlager“. Danke und bis bald!

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

Götz und Pommer gewinnen Hitzeschlacht in Most im Mercedes-AMG

Die Schlange hat zugebissen: Markus Pommer (27/Neckarsulm) und Maximilian Götz (32/Uffenheim, beide MANN-Filter Team HTP) gewannen in der leuchtend gelben "Mamba" das Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in Most und fuhren damit den ersten Saisonsieg für Mercedes-AMG ein. Die Positionen zwei und drei gingen wie am Vortag an die Corvette-Fahrer Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) sowie die Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) im Porsche. "Besser konnte es heute nicht laufen", jubelte Sieger Maximilian Götz im Ziel. "Es ist toll, den ersten Sieg in diesem Jahr geholt zu haben. Das war wichtig für die Meisterschaft."

Pole-Setter Götz setzt sich ab
 
Pole-Position, schnellste Rennrunde und ungefährdeter Sieg: Maximilian Götz und Markus Pommer hatten in Most am Sonntag trotz Temperaturen von knapp 25 Grad alles unter Kontrolle. Pole-Setter Götz blieb beim Start in Führung und fuhr danach einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Verfolger heraus. Teamkollege Pommer, der zur Rennmitte das Cockpit des Mercedes-AMG übernahm, brachte danach den ersten Saisontriumph souverän ins Ziel. Sein Vorsprung betrug am Ende 1,9 Sekunden. Für Götz war es der insgesamt fünfte Sieg in der Serie und der erste seit dem Lausitzring 2014. Partner Pommer musste nicht so lange auf einen weiteren Triumph warten. Seinen bisher einzigen Sieg hatte er 2017 auf dem Nürburgring eingefahren.
 
Zweite wurden wie im ersten Rennen die Corvette-Fahrer Kirchhöfer/Keilwitz, die die Sieger jedoch nie wirklich gefährden konnten. Den letzten Podestplatz schnappten sich - ebenfalls wie im ersten Durchgang - Robert Renauer und Mathieu Jaminet im Porsche. Das Duo profitierte allerdings von einer Strafe des in der ersten Rennhälfte auf Podestkurs liegenden Mercedes-AMG von Indy Dontje (25/NL) und Maximilian Buhk (25/Schwarzenbeck, beide MANN-Filter Team HTP), die die vorgeschriebene Mindestzeit beim Boxenstopp unterschritten und am Ende 16. wurden. Renauer und Jaminet bauten mit dem zweiten Podium in Folge ihre Führung in der Gesamtwertung aus.

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Jeffrey Schmidt und Stefan Mücke holen ersten ADAC GT Masters-Sieg

Premierenerfolg für Jeffrey Schmidt (24/CH) und Stefan Mücke (36/Berlin, beide BWT Mücke Motorsport) im ADAC GT Masters. Die Audi-Fahrer gewannen bei der Premiere der "Liga der Supersportwagen" in Tschechien das Samstagsrennen in Most. Platz zwei ging an Marvin Kirchhöfer (24/Markkleeberg) und Daniel Keilwitz (28/Villingen, beide Callaway Competition) in der Corvette C7 GT3-R. Als Dritte fuhren die neuen Tabellenführer Robert Renauer (33/Jedenhofen) und Mathieu Jaminet (23/F, beide Precote Herberth Motorsport) ebenfalls auf das Podest. "Ich bin absolut sprachlos", so Sieger Stefan Mücke nach dem Rennen. "In einem so harten Umfeld einen Sieg zu holen ist absolut was Besonderes - vor allem wenn es mit dem eigenen Team gelingt."

Schmidt und Mücke souverän an der Spitze
 
Während Premieren-Pole-Setter Jeffrey Schmidt beim Start erfolgreich die Führung verteidigte, wurde es dahinter turbulent. Alexander Zöchling (30/A, MRS GT-Racing) verdrängte im BMW M6 GT3 Marvin Kirchhöfer auf Rang zwei, noch weiter hinten kollidierten in Kurve zwei mehrere Fahrzeuge und sorgten für eine kurze Safety-Car-Phase. Nachdem in Runde vier das Rennen wieder freigegeben wurde, setzte sich Schmidt an der Spitze leicht ab. Beim Fahrerwechsel zu Teamkollege Stefan Mücke hatte er einen Vorsprung von knapp zwei Sekunden herausgefahren. Auch der Berliner blieb souverän an der Spitze und baute seinen Vorsprung zwischenzeitlich auf mehr als fünf Sekunden aus. Im Ziel lag er schließlich 4,3 Sekunden vor Kirchhöfer/Keilwitz. Sowohl für Jeffrey Schmidt als auch für Stefan Mücke war es der erste Sieg im ADAC GT Masters, für ihren Rennstall BWT Mücke Motorsport der insgesamt dritte. Schmidt gewann zudem in der Pirelli-Junior-Wertung.

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Doppelsieg für Lamborghini im zweiten Saisonrennen

Lamborghini war im Sonntagsrennen des ADAC GT Masters in der Motorsport Arena Oschersleben das Maß der Dinge: Mirko Bortolotti (28/I) und Andrea Caldarelli (28/I, beide ORANGE1 by GRT Grasser) siegten mit 1,8 Sekunden Vorsprung vor ihren Markenkollegen Rolf Ineichen (29/I) und Christian Engelhart (30/Wolnzach, beide GRT Grasser Racing Team). Als Dritte holten Dominik Schwager (41/München) und Luca Ludwig (29/Bonn, beide HB Racing) den ersten Podestplatz für den in diesem Jahr in der "Liga der Supersportwagen" debütierenden Ferrari 488 GT3. "Das war perfekt", freute sich Sieger Bortolotti. "Die Leistung war richtig gut. Wir haben keine Fehler gemacht und sind sehr zufrieden."

Lamborghini-Duo behauptet Führung
 
Das zweite Saisonrennen stand vor mehr als 25.000 Zuschauern (am Wochenende) ganz im Zeichen der beiden Lamborghini Huracán, die sich bereits im Qualifying die ersten beiden Positionen gesichert hatten. Polesetter Christian Engelhart verteidigte beim Start gegen Markenkollege Andrea Caldarelli die Führung. Während die Reihenfolge an der Spitze bis zu Pflichtboxenstopps zur Rennmitte gleich blieb, setzte sich das Duo stetig von den Verfolgern ab. Doch kurz nachdem Rolf Ineichen von Engelhart und Mirko Bortolotti von Caldarelli übernommen hatten, wechselte die Führung: Bortolotti ging in Runde 23 am Markenkollegen vorbei und eroberte den ersten Platz. Auch danach dominierten die beiden Lamborghini das Rennen. Bis zum Einsatz des Safety-Cars zur Bergung des Mercedes-AMG von Kim-Luis Schramm (20/Ilmenau) hatten sie bereits einen Vorsprung von rund zehn Sekunden auf die Verfolger herausgefahren. Bortolotti gelang danach ein problemloser Sieg und sah 1,8 Sekunden vor Ineichen die Zielflagge. Für Bortolotti war es der dritte Sieg im ADAC GT Masters, für seinen neuen Teamkollegen Caldarelli der erste. Ineichen sicherte sich als Zweiter den Sieg in der Pirelli-Trophy-Wertung.

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