Passend zum 20. Jubiläum und Auflage 5 nach Wiederbelebung des legendären Glasbachrennens seit den 90er Jahren - lud die RSG Altensteiner Oberland wie die letzten 4 Jahre zuvor wieder zum Internationalen ADAC Glasbachrennen - zum bereits dritten Mal mit EBM Prädikat ein. Gegenüber den Vorjahren wurden allerdings ein paar Änderungen eingeführt. Zum einen verzichtete man zur Verwunderung vieler, auf den bewährten und zuverlässigen Zeitnahme Dienstleister von Thomas Stoll und seinem Berg-Zeitnahme Team, was man auch leider am Samstag sehr deutlich merkte. Denn die Zeiten, die von Streckensprecher Uli Kohl schon unter Vorbehalt durchgegeben wurden, mussten mehrfach von ihm wieder korrigiert werden und sorgten für reichlich Verwirrung unter Fans und Fahrern. Viele erwarteten eine Top Veranstaltung mit vielen tollen Fahrzeugen und einem flüssigen Rennablauf - einer Europameisterschaft würdigen Veranstaltung eben. Dieser war leider am Anfang etwas holprig, da das Training am Samstag, aufgrund von technischen Problemen erst mit etwas über 1 Stunden Verspätung gestartet werden konnte.

Das Wetter drohte das ganze ebenfalls noch zu verkomplizieren.  Was am Freitag noch bei tollem Wetter mit einem extra angesetzten Präsentationslauf begann wurde durch die drohende, aufziehende Unwetterfront  am Samstagabend nachhaltig gestört. Nach einer nicht ganz glücklichen Entscheidung der Rennleitung und den Sportkommissaren sollte der Rennbeginn auf 9.30 Uhr verschoben werden, damit alle Teilnehmer die gleichen Streckenvoraussetzungen vorfinden sollten. Durch mehrere Zwischenfälle und einem ausgedehnten Rahmenprogramm mit Renntaxis und Racetruck wurde der letzte, der beiden Wertungsläufe erst um kurz vor 18 Uhr beendet. 

Weil pünktlich zur zweiten Startgruppe am Samstag wieder einmal der Regen einsetzte1, war auch kein wirklich aufschlussreiches Ergebnis vom Training zu verzeichnen und ließen die Fahrer und Zuschauer weiter rätseln, wer denn die modernste Bergrennstrecke Europa am schnellsten bezwingen wird. Die 35 Kurven, verteilt auf 5500m verläuft auf einem sehr kurvenreichen Teilstück der  L1027 von Steinbach (380 m ü NN) bis hoch hinauf zum Rennsteig auf 640 m ü NN und überwindet dabei einen Höhenunterschied von 260 m. Mit diesen charakteristischen Eckdaten und gespickt mit modernster und sicherster Technik ist diese Rennstrecke wohl einzigartig in Deutschland. Laut Organisationsleiter Marcus Malsch hat man hier Kapazitäten für 35.000 Zuschauer entlang der Strecke geschaffen und war somit nun einem großen Besucheransturm gewachsen. 

Doch nun zum eigentlichen Renngeschehen. Nachdem der mehrfache Europa-Bergmeister Simone Faggioli und sein Landsmann Christian Merli, wegen ihrer Titelambitionen in der italienischen Bergmeisterschaft, im Heimatland starteten, schrumpfte das Feld der Favoriten doch etwas zusammen. Somit machte der Tscheche Milos Benes im Osella Zytek FA30 bereits im ersten Lauf alles klar und legte damit den Grundstein zum Sieg vor Fausto Bormolini im verbesserten Reynard K02 Formel 3000. Patrick Zajelsnik folgte mit etwas Respektabstand im Norma M20F mit Mugen V8 Power auf Rang 3. David Hauser im, zum Verkauf stehenden, Wolf GB 08 F1 Prototypen kam auf P4 ins Ziel, Vladimir Vitver in Audi TT-R WTR DTM E2-SH Rennwagen komplettierte die Top 5. Eine Glanzvorstellung bot wieder einmal Tourenwagen und Multifunktionsrennass Jörg Weidinger im BMW 318i STW von Teampartner Dieter Rottenberger. Jörg gewann zum wiederholten Male den Tourenwagengesamtsieg und schrammte nur ganz knapp an seinem alten Streckenrekord vorbei. Der Klassensieg war ihm damit natürlich ebenfalls sicher, aber dazu später mehr.  Das Ergebnis der Gruppe E2-SS bis 3000 ccm glich dem Gesamtergebnis fast - nur das hier die  Reihung Milos Benes vor Fausto Bormolini und David Hauser lautete. Eine Klasse niedriger in der Gruppe E2-SS bis 2000 ccm gewann der Deutsche Automobilbergmeister Frank Debruyne im Dallara F303 vor Mathieu Wolpert im betagten BSR VW 389 und Georg Lang im wieder reparierten Tatuus Formula Renault 2.0.

Patrick Zajelsnik war wieder sehr flott unterwegs und markierte seine außergewöhnlich gute Form mit seinem Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 3000 ccm Hubraum. Dino Gebhard im Osella BMW PA20/S war ebenfalls mit schwerem Fuße unterwegs und sicherte sich sein bisher bestes Saisonergebnis vor Petr Vitek im Osella BMW PA20/S.

Vor knapp zwei Jahren war dieser Mann noch fast unbekannt, nun führt er die Deutsche Bergmeisterschaft an - die Rede ist von Thomas Conrad in seinem Eigenbau CRS MTK S 5/7 mit 2 L Renault Triebwerk. Deswegen verwundert es nicht, dass er sich den Klassensieg in der Gruppe E2-SC bis 2000 ccm Hubraum sicherte. Geburtstagskind Bernd Letmade im Norma Honda M20 folgte auf P2 vor Peter Amann im PRC S4 Honda. Franceso D'Acri war leider mal wieder Einzelstarter in seiner Gruppe E2-SC bis 1300 ccm Hubraum und gewann diese somit. Einen hauchdünnen Sieg für der Tscheche Vladimir Vitver im Audi TT-R WTTR DTM in der Gruppe E2-SH über 3000 ccm. Norbert Brenner folgte mit 0.616 Sekunden Abstand auf Rang 2. Der Österreicher Herbert Pregartner Über-Porsche 911 GT2 RSR folgte mit Respektabstand auf P3. Die Gruppe der GT Fahrzeuge gewann  im internen Porscheduell Nicolas Werver im Porsche 997 Cup S vor Yannik Bodson im Porsche 997 GT3 Cup.  Ein weiterer Tscheche, Jan Milon im infernalisch antretenden Skoda Fabia WRC gewann die Gruppe E1/FS/H über 3000 ccm. Norbert Handa, mit neuem leistungsgestärkten Triebwerk im Lancia Delta Integrale EVO III, platzierte sich auf P2 und verwies Marcus Gesell im Seat Leon Supercopa  auf P3. Berg-Cup Neueinsteiger Marcel Gapp im weißen BMW E36 M3 strich seinen ersten Klassensieg in der Gruppe E1/FS/H bis 3000 ccm Hubraum ein. Ihm folgten Karl-Hein Schlachter im wunderschönen BMW 2002tii Alpina  auf P2 und Karl-Heinz Schauperl im VW Käfer auf P3. Alfa Romeo 147 JTDM Pilot Christian Triebstein aus Zierenberg gewann die Gruppe E1/FS/H Diesel bis 2000 ccm vor Karlheinz Meurer im VW Golf V R-TDI und Jürgen Fechter im VW Golf V TDI RSR.

Die mit nur 16 Fahrzeugen sehr dünn besetzte Gruppe E1/FS/H bis 2000 ccm gewann Ausnahmetalent Jörg Weidinger im BMW 318i STW mit fast 12 Sekunden Abstand auf den zweitplatzierten Roman Sonderbauer im Opel Ziegler Kadett C Coupé 16V. Berg-Cup Wiedereinsteiger Dirk Preißer platzierte sich im orangefarbenen Opel Frank Kadett C Coupé 16V  stark auf P3. Schnellster 8V Pilot und nicht minder stark auftretend war Hans-Peter "Hansi" Eller im Opel Krause Kadett C Coupé 8V auf P4. Christian Dümler im VW Golf II 8V machte die Top 5 komplett.  In der Gruppe E1/FS/H bis 1600 ccm eilt André Stelberg, im Bärenstarken und wie ein Brett liegenden VW Schneider RSB Corrado 16V, quasi von Sieg zu Sieg. Manfred Schulte im Citroen AX Kit Car EVO folgte mit Respektabstand auf P2. 100octane.de Kameramann und Fiat Uno 16V Pilot Sven Koob wurde starker Dritter in der Klasse. Benedikt Schulte im weißen Citroen AX Sport 8V wurde schnellster 8V in der Gruppe. Armin Ebenhöh im VW Minichberger Scirocco I 16V steht seinem Markenkollegen aus der höheren Klasse in nichts nach und streicht ebenfalls einen weiteren Saisonsieg in der Gruppe E1/FS/H bis 1400 ccm ein. Einen wahren Husarenritt legte Frank Duscher im VW Polo I 8V hin, in dem sich den zweiten Klassenplatz und die schnellste 8V Zeit einfuhr.  Thomas Pröschel vom MSF Ettetal im VW Schneider Polo II 16V kam knapp dahinter auf P3 ins Ziel. Knapp besetzt aber dadurch nicht weniger unterhaltsam war die Gruppe E1/FS/H bis 1150 ccm, die Thomas Stelberg im VW Schneider Polo II 16V gewinnen konnte. Jürgen Heßberger im Fiat 127 Sport Martini Racing 8V kam als schnellster 8V Pilot auf P2. Silvia Ebenhöh im sonor klingenden VW Weißdorn Polo I 8V komplettierte das Stockerl auf P3.

Der NSU Bergpokal im KW Berg-Cup war mit nur 6 Fahrzeugen an den Glasbach gekommen. Jörg Davidovic im weißen NSU TT gewann hier mit 26 Sekunden Abstand auf Walter Voigt im NSU TT Spiess und Wolfgang Schwalbe im orangefarbenen NSU TT. Horst Fleischer und Roman Szott komplettieren die Top 5. Rudi Bicciato im Mitsubishi Lancer EVO 6 gewann die Gruppe F über 2000 ccm vor Lars Bröker im Mitsubishi Lancer EVO X und Albert Vogt im Subaru Impreza WRX STi. Eine Klasse tiefer, in der Gruppe F bis 2000 ccm, gewann Alexander Reder im BMW 318iS und Kai Neu im Ford Focus ST170 und Friedhelm Gürzgen im BMW 318Ti Compact. Lukas Vojacek gewann die große Phalanx der Gruppe A über 2000 ccm Mitsubishi EVOs vor dem Österreicher Christian Schweiger und der Italienerin Gabriella Pedroni. Noch mehr Mitsubishi EVOs waren in der Gruppe N über 2000 ccm am Start. Hier konnte sich Igor Stefahovski gegen Jiri Los und Martin Jerman durchsetzen. Michael Hulm im seltenen BMW E36 M3 GT setzte sich in der Gruppe G LG1 gegen Hans-Joachim Brett im BMW Z4 durch.

Weitere Klassensieger:

  • Gruppe E2-SH bis 3000 ccm: Dan Michl - Lotus Evora Hartley
  • Gruppe E2-SH bis 2000 ccm: Josef Michl - Lotus Elise
  • Gruppe E2-SH bis 1600 ccm: Werner Kuster - TrackKing RC01
  • Gruppe F bis 1400 ccm: Robert Maslonka - VW Polo 86FC
  • Gruppe CTC bis 1400 ccm: Silvio Montalto - Peugeot 106 Rallye
  • Gruppe N bis 1600 ccm: Christoph Kaiser - Suzuki Swift Sport
  • Gruppe G LG 3: Matthias Marquardt - BMW 318ti
  • Gruppe EHCC E4 bis 1600 ccm: Thomas Hoffmann - Estonia Lada
  • Gruppe EHCC E2 bis 1600 ccm: Petr Tykal - Formel Easter
  • Gruppe EHCC C5 über 2000 ccm: Jean-Marie Almeras - Porsche 935
  • Gruppe EHCC C3 über 2000 ccm: Gerald Glinzler - Porsche 911 Carrera
  • Gruppe EHCC C2 bis 2000 ccm: Joachim Escher - VW Golf Typ 17
  • Gruppe EHCC C1 bis 1300 ccm: Jiri Kubicek - Skoda 130 RS
  • Gruppe EHCC B6 über 2000 ccm: Guido Vivalda - Porsche Carrera RS
  • Gruppe EHCC B5 über 2000 ccm:  Jerzy Nowakowski - BMW 2002ti
  • Gruppe EHCC B3 über 1300 ccm: Miroslav Adamek - NSU TT
  • Gruppe EHCC A5 bis 2000 ccm: Vladimir Konicar - BMW 2002ti
  • Gruppe EHCC A1 bis 850 ccm: Jürgen Pachteu - Steyr Puch

 

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News - Bergrennen

Der KW Berg-Cup in Mickhausen: Gelungenes Finale in den Stauden

Die Auflage 2017 – von der alle Freunde des Bergrennsports inständig hoffen, dass sie nicht zur „Final Edition“ wird – war sicher eine der besten der letzten Jahre. Auch Petrus spielte diesmal zumindest einigermaßen mit. Am Trainingssamstag verwöhnte er sogar mit sehr annehmbarem Herbstwetter, ließ es danach allerdings nachtsüber regnen. Das hörte zwar am Sonntagvormittag auf, aber in den Waldpassagen blieb die 2,2-Kilometer-Strecke tückisch feucht, stellte dadurch höchste Anforderungen an die Pilotinnen und Piloten des „Int. 37. ADAC Bergrennen Mickhausen“. 174 davon nahmen die drei Übungsdurchgänge programmgemäß um Punkt 09:30 Uhr in Angriff. Kurz vor halbsieben tauchten die letzten Autos abends wieder ins Fahrerlager ein. Am Sonntag wurde eine Stunde früher aufgerufen und begonnen. Viele rechneten mit einer stark von Unterbrechungen geprägten ersten Auffahrt. Ganz gemäß der Faustformel: „Wird nur auf trockener Piste trainiert und das Rennen startet nass, so sind häufige Ausrutscher vorprogrammiert.“ Dies traf in Mickhausen zum Glück nicht zu. Hier hat wahrscheinlich der Wertungsmodus geholfen. Der vorsah, nur die zwei besten von drei Heats zum Schlussresultat zu addieren. Da für den weiteren Verlauf des Sonntags Wetterbesserung in Aussicht gestellt war, hielt sich die Angriffslust im ersten Run in Grenzen. Erst ab dem Zweiten wurde die vornehme Zurückhaltung abgelegt, was vermehrte Vorfälle nach sich zog. Die aber allesamt glücklicherweise glimpflich verliefen. Bevor wir uns jetzt gleich das Geschehen im Einzelnen betrachten muss unbedingt noch erwähnt werden, dass Mickhausen 2017 wirklich ein würdiger Abschluss der 30. KW Berg-Cup Saison war. Mit einem tollen internationalen Fahrerfeld, das einerseits durch das Top-Prädikat „Int. FIA Hill Climb Cup“ angelockt worden war, andererseits durch den guten Ruf der Veranstaltung des ASC Bobingen. Die für die herzliche Aufnahme des Berg-Trosses im Fahrerlagerort Münster seit jeher bekannt und nicht zuletzt deshalb bei vielen Aktiven echt beliebt ist. Sehr emotional gestaltet sich immer wieder die letzte Talfahrt nach Rennende über die Strecke durch das Spalier der super mitgehenden Fans. Von denen viele auch noch der stimmungsvollen Siegerehrung im Vorstartbereich beiwohnen, die dieses Jahr gegen 19 Uhr beendet war. Der Verlauf eines Rennens mit dem Modus „Zwei aus Drei“ ist schwierig zu schildern. Weil es keine Durchgängigkeit, dafür aber viele Veränderungen gibt. Wie das in den Klassen mit Beteiligung von KW Berg-Cup Aktiven nun genau ausgesehen hat, das wollen wir uns im Folgenden betrachten.

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Der KW Berg-Cup in St. Agatha/A: Flottes Rennen vor vollem Haus

 Die in der Überschrift getroffene Aussage „flottes Rennen“ gilt übrigens nicht nur für die gefahrenen Top-Zeiten, sondern auch für die Abwicklung. Das Team des MSC Rottenegg liefert zum 30. Rennjubiläum eine perfekte Arbeit ab. Ein Traum sind die Probeheats. Sie beginnen am Samstag erst um 12 Uhr, dies aber minutengenau. 182 Fahrzeuge werden dazu aufgerufen, die beiden Auffahrten auf der flüssigen, ultraschnellen 3,2-Kilometer-Strecke von Esthofen hinauf nach St. Agatha sind schon gegen 16:30 Uhr beendet. Traditionell wird in Oberrösterreich der Sonntag mit einem dritten Trainings-Run begonnen. Dieser startet um 8:30 Uhr. Nach einer Stunde und vierzig Minuten sind alle oben. Mein Block, auf dem ich routinemäßig die wichtigsten Vorfälle festhalte, ist so gut wie leer. Nur ein paar Notizen über das Wetter habe ich hin gekritzelt. Trocken steht da, morgens kühl. Am Samstag wärmt die Sonne das Asphaltband etwas auf, am Renntag hält sie sich oft hinter Wolken versteckt. In Anbetracht der hohen Zahl an Teilnehmern wird der Rennbeginn flugs auf 12 Uhr vorgezogen. Ein weiser Beschluss, denn im ersten Race-Heat wird nun merklich hitziger agiert. Was ein Teil der Betonwandelemente und Leitplanken zu spüren bekommt. Aber es bleibt bei glimpflich verlaufenden Einzelfällen, die Blessuren an den Sicherheitseinrichtungen werden schnell behoben. In der zweiten und letzten Bergfahrt haben sich die Gemüter schon wieder beruhigt, gegen 17:15 Uhr schließt die Startnummer 1, Christian Merli im Osella FA30, mit dem neuen Streckenrekord von 1:02,129 das EXCAPE Autobergrennen Esthofen – St. Agatha spektakulär und würdig zugleich ab.

Wie immer ist die Rückführung ein letztes Highlight, denn Fans und Rennautos teilen sich dabei diszipliniert die Straße. Und begeisterte Zuschauer hatte es auch in 2017 an beiden Tagen reichlich. Ganz genauso wie aktive KW Berg-Cup’ler. 48 davon haben sich an der Reise nach St. Agatha beteiligt. Das ist mehr als ein Viertel des imposanten Gesamtfeldes. Wie es den Einzelnen in unserem rot-weiß-roten Nachbarland ergangen ist, das wollen wir uns nun gemeinsam Klasse für Klasse ansehen.

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Der KW Berg-Cup in Unterfranken: Runde 50. Auflage des Klassikers

Zum runden Geburtstag ein rundum gelungenes Rennen, besser hätte es für den GAMSC Würzburg am letzten Wochenende gar nicht laufen können. Eine nasse Fahrbahn gab es nur am Trainingssamstag bis gegen Mittag, der Sonntag bot dann echt annehmbares Wetter. Zwar etwas kühl, in der Tendenz aber eher freundlich. An beiden Tagen schaffte die Mannschaft rund um Peter Thumbeck einen pünktlichen Beginn, legte damit den Grundstein dazu, dass alle drei pro Tag geplanten Läufe auf der 3,05-Kilometer-Strecke durchgezogen werden konnten. Trotz der insgesamt 181 teilnehmenden Autos, von denen 47 in der angegliederten Gleichmäßigkeitsprüfung starteten, lag der Schluss des Fahrbetriebes jeweils kurz vor 17:30 Uhr. Die Feiern zum „Fünfzigsten“ beschränkten sich auf den Samstagabend. Im Festzelt, das sehr gut besucht war, erlebten die Gäste ein buntes Programm, zu dem die Eichenbühler Vereine verschiedene attraktive Einlagen beisteuerten. Besonders interessant war für alle Freunde des Bergrennsports sicher der Beitrag der Feuerwehr, an dem Nils Abb federführend mitgearbeitet hatte. In einer gut inszenierten Multimediashow ließ dieser 50 Jahre Bergrennen Unterfranken Revue passieren, wobei die gezeigten Bilder bei vielen Besuchern Erinnerungen auffrischten und Emotionen auslösten. Und damit zurück aus dem Festzelt an die Rennstrecke. Wie immer steigen wir mit dem NSU-Bergpokal, für den Unterfranken der vorletzte Lauf des Jahres war, in die Berichterstattung ein. Elf der luftgekühlten Heckmotorfahrzeuge nahmen daran teil. Der Übungssamstag bot wenig Überraschendes. Jörg Davidovic ließ sich die beste Zeit gutschreiben. Karsten Steinert folgte als Zweiter, dahinter bezog Gaststarter Andreas Reich Position drei. Ihm folgten, eng zusammenliegend, Thomas Krystofiak (TP4) und Uwe Schindler als Fünfter. Der Renntag zeichnete dann ab Platz zwei ein etwas anderes Bild. Uwe Schindler fuhr im ersten Heat auf die Drei vor, setzte sich vor Thomas Krystofiak (P4) und Andreas Reich (P5). Der Letztgenannte hatte in der zweiten Auffahrt ein Problem, vollendete diese nicht. Seinen fünften Rang übernahm Mike Vogel. Vor ihm hatte sich nichts geändert, allerdings war Thomas Krystofiak weiterhin nahe an Uwe Schindler dran. Im dritten und letzten Run schaffte der sehr gleichmäßig agierende Thomas Krystofiak noch die Wende, zog um 0,459 Sekunden an Uwe Schindler vorbei. Der Endstand: Klassensieg für Jörg Davidovic vor Karsten Steinert (P2) und Thomas Krystofiak als Drittem. Uwe Schindler beendet das Rennen auf der Vier, Fünfter ist Mike Vogel.

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News - Rundstrecke

MRS GT-Racing: Erneut mit BMW und Jens Klingmann

MRS GT-Racing setzt auch 2020 auf den BMW M6 GT3. Als Fahrer steht BMW-Werkspilot Jens Klingmann bereits fest.

Der Rennstall aus Lonsee startet damit im dritten Jahr hintereinander mit dem bulligen GT3-Sportwagen aus München. Im vergangenen Jahr gelang dem Rennstall mit dem Fahrerduo Klingmann/Nicolai Sylvest am Samstag auf dem Red Bull Ring ein Sieg von der Pole-Position aus.

"Ich gehe 2020 in meine dritte gemeinsame Saison mit MRS GT-Racing - und das in einer der am besten besetzten GT-Rennserien der Welt", sagt Klingmann. "Ich freue mich darauf, hoffentlich an die guten Leistungen aus der vergangenen Saison anzuknüpfen."

Der zweite Fahrer des Teams für da ADAC GT Masters steht noch nicht fest.

 

EFP Car Collection verpflichtet Markus Winkelhock

Elia Erhart und Pierre Kaffer bleiben Teamkollegen. Technischer Support für beide Audi R8 LMS weiterhin von Car Collection Motorsport.

Prominenter Neuzugang bei EFP Car Collection by TECE: Der ehemalige Formel-1-Pilot Markus Winkelhock (39/Berglen) verstärkt in dieser Saison das Team im ADAC GT Masters. Der Audi-Sport-Fahrer teilt sich einen Audi R8 LMS mit Florian Spengler (32/Ellwangen). Im Schwesterfahrzeug kommen erneut Elia Erhart (31/Röttenbach) und Pierre Kaffer (43/Schlieren) zum Einsatz. Das ADAC GT Masters startet vom 24. bis 26. April in Oschersleben in seine 14. Saison. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

Der von Elia Erhart und Florian Spengler initiierte Rennstall bestreitet 2020 seine dritte Saison in der "Liga der Supersportwagen. Für den technischen Support der beiden Audi R8 LMS vertraut der Rennstall wie im Vorjahr auf den Erfahrungsschatz von Car Collection Motorsport als Dienstleister.

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Schubert Motorsport: Comeback mit zwei BMW M6 GT3

Fahrerkader mit DTM-Rennsieger, BMW-Werkspiloten und Nachwuchsfahrern.

Eines der erfolgreichsten Teams des ADAC GT Masters kehrt in die "Liga der Supersportwagen" zurück: Schubert Motorsport setzt bei seinem Comeback zwei BMW M6 GT3 ein. Das erste Fahrzeug pilotieren der ehemalige DTM-Rennsieger Joel Eriksson (21/S) und Aidan Read (21/AUS), im zweiten Auto wechseln sich Henric Skoog (23/S) sowie die BMW-Werksfahrer Erik Johansson (23/S) und Nick Yelloly (29/GB) ab. Das ADAC GT Masters trägt vom 26. bis 28. April in Oschersleben auf der Heimrennstrecke von Schubert Motorsport seinen Saisonauftakt aus. Alle Rennen werden live und in voller Länge von SPORT1 übertragen.

"Ich bin sehr froh, dass wir wieder im ADAC GT Masters starten", sagt Teamchef Torsten Schubert. "Die Serie liegt mir nach so vielen Jahren persönlich am Herzen. Die Rahmenbedingungen auf dem Fahrermarkt sind nicht immer einfach, umso glücklicher bin ich, zwei BMW M6 GT3 einsetzen zu können. Mit unseren Piloten haben wir eine starke Kombination auf die Beine gestellt. Da das ADAC GT Masters die härteste GT-Serie Europas ist, war das auch zwingend erforderlich, um eine Chance auf Erfolg zu haben. Im vergangenen Jahr war deutlich zu sehen, dass es schwierig war, auf allen Strecken gleichermaßen gut aufgestellt zu sein. Genau das muss aber unser Ziel sein, weshalb wir viel Trainingsarbeit verrichten werden."

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